DE2606219A1 - Waermehaubenanordnung fuer eine kokille - Google Patents
Waermehaubenanordnung fuer eine kokilleInfo
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Description
260621 PATENTANWALT DR. HANS-GUNTHER EGGERT1 DIPLOM CHEMIKER
5 KÖLN 51, OBERLÄNDER UFER 90
Köln, 12. Februar 1976 Nr. 24
Birmingham (England)
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Wärmehaubenanordnung
für eine Kokille mit einer Anzahl von Seitentafeln (gewöhnlich 4), die die oberen Teile der Innenflächen der Gießform
auskleiden. Um die Seitentafeln einer derartigen Anordnung fest in ihrer Stellung gegen die Kokillenwände zu halten,
wurde gemäß den US-PSen 3 421 731, 3 722 848 und 3 809 355 angeregt, sich abwärts erstreckende Ausnehmungen an den Innenflächen
der Seitentafeln anzuordnen und in jeder Ecke der Kokille eine Sicherungseinrichtung vorzusehen, die mit
einer Teil- oder Federwirkung in die Ausnehmungen von zwei benachbarten Seitentafeln eingesetzt wird, so daß sie auf
diese Weise die Seitentafeln nach außen gegen die Kokillenwände drücken.
Die Anwesenheit von Ausnehmungen in den Seitentafeln stellt jedoch eine Schwächung dar, die zu einem Reißen führen kann.
Um diesen Nachteil zu beseitigen, wurde gemäß der US-PS 3 749 350 eine Wärmehaubenanordnung vorgeschlagen, bei
der die Seitentafeln eine solche Form besitzen, daß in jeder Ecke der Kokille ein Spalt, der in Abwärtsrichtung in der
Breite abnimmt, zwischen den Enden von zwei Seitentafeln gebildet wird, wobei jeder dieser Spalten ein teilförmiges
Teil aufnimmt, um die beiden Seitentafeln auseinander und in Eingriff mit den Kokillenwänden zu drücken. Das keilförmige
Teil wird aus einer Platte gebildet, die in ihrer Breite in Abwärtsrichtung abnimmt und an ihren abwärts sich erstreckenden
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Seitenrändern jeweils nach rückwärts (d.h. bezüglich der Kokille nach außen) um einen Winkel von etwa 135° umgebogen
ist, während das äußerste Ende des Randteils in umgekehrter Richtung um einen Winkel von etwa 90° gebogen ist. Auf diese
Weise wird hinter (außerhalb von) jedem sich abwärts erstreckenden Rand des keilförmigen Teils ein Kanal mit
V-förmigem Querschnitt gebildet, dessen Wände entsprechend mit der Innenfläche und der Endfläche einer der Seitentafeln in
Eingriff stehen, wobei das Metall, aus dem der keilförmige Teil gebildet ist, eine genügende Flexibilität und Nachgiebigkeit
aufweist, um zu ermöglichen, daß die Seitenwände des Kanals einen Federdruck auf die Seitentafeln ausüben.
Keilförmige Teile dieser bekannten Art erfordern für ihre Herstellung eine relativ große Menge von teurem Metall und
nehmen einen beträchtlichen Platz während der Lagerung und des Transportes ein.
Die vorliegende Erfindung schafft eine Sicherungseinrichtung in
oder zur Verwendung in einer Wärmehaubenanordnung für eine Kokille, die aus einer Platte gebildet wird, die in ihrer
Breite längs ihrer Länge abnimmt und an jedem Ende ihrer Längsränder einen damit einstückig verbundenen Randteil aufweist,
der in Querrichtung unterteilt ist, um zwei oder mehr getrennte Flansche zu liefern, von denen sich jeder lediglich
über einen Teil der Länge der Platte erstreckt, wobei sich einer oder mehrere dieser Flansche von der Platte in Vorwärtsrichtung
und die übrigen in Rückwärtsrichtung von der Platte erstrecken, während die beiden Flansche oder die beiden Sätze
von Flanschen an jedem Längsrand der Platte in einem solchen Winkel zueinander liegen, daß dann, wenn die Sicherungseinrichtung
in den Spalt, der an einer Ecke der Kokille zwischen zwei Seitentafeln der Wärmehaubenanordnung verbleibt, eingesetzt
wird, die Flansche entsprechend mit der Innenfläche und der Endfläche einer der beiden Seitentafeln in Eingriff
stehen.
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260R? 1
Diese Konstruktion erniedrigt wesentlich die Materialmenge, die zur Bildung des keilförmigen Teils erforderlich ist,
erleichtert seine Herstellung und ermöglicht die Verwendung von relativ billigem Metall, etwa Flußstahl oder Stahl mit
niedrigem Kohlenstoffgehalt oder sogar die Verwendung eines geeigneten Plastikmaterials wie·Polypropylen. Ferner kann
eine beliebige Anzahl von keilförmigen Teilen gemäß der Erfindung ineinander geschachtelt werden, so daß sie einen
äußerst geringen Baum bei der Lagerung und beim Transport einnehmen. Ferner-ist es für einen Arbeiter leicht, in einer
einzigen Last alle Teile zu tragen, die zum Aufbau der Wärmehaubenanordnung in der Kokille erforderlich sind.
Sicherungseinrichtungen gemäß der vorliegenden Erfindung können vorzugsweise einzelne oder sämtliche der folgenden
zusätzlichen Merkmale aufweisen: Jeder Randteil ist mit drei oder mehr Flanschen versehen, die sich abwechselnd nach
vorwärts und rückwärts von der Platte erstrecken, die Flansche an jedem Rand der Platte nehmen zusammen im wesentlichen die
gesamte Länge der Platte ein, jeder der Flansche an einem Rand besitzt im wesentlichen die gleichen Abmessungen wie der
Flansch am anderen Rand, der diesem gegenüberliegt, die beiden Teile jedes gegenüberliegenden Flanschenpaars erstrecken sich
in entgegengesetzte Richtungen.
Zweckmäßigerweise wird die Sicherungseinrichtung aus einem
einzigen Stück Metallblech in Form eines abgestumpften Teils hergestellt. Die Seitenrandbereiche des Blechstücks werden
transversal in Abständen eingeschnitten und jeder eingeschnittene Teil gegen die eine oder andere Oberfläche des
keilförmigen Teils umgebogen. Derartiges kann beispielsweise durch Stanzen mit einem entsprechenden Werkzeug vorgenommen
werden.
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-A-
Geeignete Metalle für die Sicherungseinrichtung sind Flußstahl und niedrig gekohlter Stahl, wobei idealerweise die
Sicherungseinrichtung aus einem Metall hergestellt wird, das gleich oder ähnlich demjenigen ist, das in die Kokille
gegossen wird, in der die Einrichtung verwendet werden soll. Die Sicherungseinrichtung kann aber auch aus einem geeigneten
Plastikmaterial, beispielsweise Polypropylen bestehen.
Vorzugsweise weist die Sicherungseinrichtung eine Länge gleich oder im wesentlichen gleich der Länge der Enden der isolierenden
Seitentafeln, die zu sichern sind, auf.
Es ist nicht wesentlich, daß der mittlere Teil der Metallplatte der Einrichtung flach ist, wie oben beschrieben wurde.
Gemäß einer bevorzugten Ausführungsform umfaßt die Platte eine oder mehrere Längssicken oder Wellungen, vorzugsweise zwei
Wellungen, die sich von einem Ende der Platte zur anderen oder längs eines Teils der Länge der Platte erstrecken können.
Die Anordnung derartiger Sicken oder Wellungen ermöglicht es, die Sicherungseinrichtung in bequemerer Weise dort zu verwenden,
wo es notwendig ist, Unterschiede in den Längen der Seitentafeln oder den Kokillenabmessungen auszugleichen.
Die Sicken oder Wellungen werden zusammengedrückt, wenn das keilförmige Teil in seine Stellung gebracht wird, und tragen
daher zu der Keilwirkung bei, die auf die beiden Seitentafeln ausgeübt wird.
Die Erfindung wird im folgenden an Hand der,in den beigefügten
Abbildungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Figur 1 zeigt perspektivisch einen Teil des Inneren einer Wärmehaubenanordnung, wobei die Enden oder Seiten von zwei
isolierenden Seitentafeln mittels einer erfindungsgemäßen Sicherungseinrichtung gesichert sind.
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Figur 2 zeigt einen flachen langgestreckten Keil, aus dem
eine erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung hergestellt werden kann.
Figur 3 sseigt perspektivisch eine erfindungsgemäße Sicherungseinrichtung mit Längssicken.
Der in Figur 1 gezeigte Teil einer Wärmehaube weist zwei isolierende Seitentafeln 11 und 12 auf, die in einem Winkel
von etwa 90° zueinander am Kopf einer Kokille 13 angeordnet -sind. Die Seitentafeln 11 und 12 werden in ihrer Stellung
in bezug zueinander durch eine Sicherungseinrichtung 14
gehalten. Die Sicherungseinrichtung 14 besteht aus einer flachen keilförmigen Metallplatte 15, die fünf rechteckige
Flansche 16, die an einer Längsseite hiervon angeordnet sind,
und fünf rechteckige Flansche 17 aufweist, die längs der anderen Längsseite angeordnet sind. Die Flansche 16 und
stehen in einer, festen Beziehung zueinander (d.h. sie sind nicht federnd nachgiebig), so daß das rechtwinklige oder
im wesentlichen rechtwinklige Ende jeder Seitentafel 11, wie gezeigt gesichert werden kann. Die Flansche können durch
nicht gezeigte Einkerbungen versteift werden, die in dem Winkel gebildet werden, der den Flansch mit der Metallplatte
verbindet.
Wenn vier isolierende Seitentafeln an der Innenseite der vier Seitenwände einer Kokille angeordnet werden, dient die
Anordnung einer derartigen Sicherungseinrichtung an jeder Ecke des rechten Winkels, der durch die derart angeordneten
Seitentafeln gebildet wird, zum Sichern der Seitentafeln in bezug zueinander, und zwar aufgrund des Drucks, der beim Einsetzen
der Einrichtungen zwischen den Enden der Seitentafeln in der erforderlichen Stellung zur Innenseite der
Kokille erzeugt wird.
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— ο —
Wie sich bei Versuchen mit einer derartigen Sicherungseinrichtung gezeigt hat, tritt praktisch Abschrecken des
Inhalts der -^Kokille an den Metallplatten 15 auf.
Eine derartige Sicherungseinrichtung kann, wie in Figur 2 dargestellt, aus einem flachen Metallstück 19 hergestellt
werden. Das Metallstück 19 wird dabei an den Stellen, die durch gestrichelte Linien bei A, B und C an beiden Längsrändern
eingeschnitten, worauf dann die auf diese Weise gebildeten Flansche 16 und 17 entsprechend aus der Ebene des
Metallstücks längs der gestrichelten Linien D und bzw. E herausgebogen werden, um die in Figur 1 dargestellte
Sicherungseinrichtung 14 zu bilden. Beispielsweise kann die Sicherungseinrichtung aus Flußstahl mit einer Dicke von
etwa 0,4 mm hergestellt werden.
In Figur 3 ist eine Sicherungseinrichtung 21 dargestellt, die eine Metallplatte 22 aufweist, die 7 rechteckige Flansche 23,
die längs einer Längsseite angeordnet sind, und 7 rechteckige Flansche 24 aufweist, die längs der anderen gegenüberliegenden
Längsseite angeordnet sind. Wie bei der Einrichtung von Figur 1 stehen auch hier die Flansche 23 und 24 in einer
festen Beziehung zueinander, so .daß die Enden jeder Seitentafel
wie in Figur 1 gezeigt angeordnet und gesichert werden können.
Die Platte 22 besitztzwei gegenüberliegende Seitenstücke
und 26, die in der gleichen oder im wesentlichen in der gleichen Ebene angeordnet und voneinander durch zwei Längssicken
27 und 28 getrennt sind. Die Längssicken 27 und 28 liefern ein einfaches Mittel, um Unterschiede in den Längen
der Seitentafeln und Unterschiede in den Größen der Gießform auszugleichen.
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Wie die Einrichtung von Figur 1 kann auch diejenige von
Figur 3 aus einem flachen Metallblech und in ähnlicher Weise hergestellt werden, wobei die Falten 27 und 28 in
der Platte durch eine geeignete Formgebungstechnik angebracht werden, etwa durch Biegen in einem geeigneten
Stadium der Herstellung.
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Claims (6)
1. Wärmehaubenanordnung für eine Kokille mit einer
Anzahl von Seitentafeln, die die innere Oberfläche der Kokille auskleiden, zwischen denen an jeder Ecke
der Kokille ein Spalt gelassen ist, der nach unten in der Breite zwischen den Rändern von zwei Seitentafeln
abnimmt, wobei jeder dieser Spalten ein keilförmiges Teil aufnimmt, das aus einer Platte gebildet
wird, die nach unten in ihrer Breite abnimmt und ihren sich abwärts erstreckenden Rändern damit einstückig
verbundene Randteile aufweist, die derart ausgebildet sind, daß sie sowohl mit den Endflächen als auch mit
den Innenflächen der Seitentafeln in Eingriff stehen, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Randteile (16,17;
23, 24) des keilförmigen Teils (14; 21) transversal in getrennte Flansche (16, 17; 23, 24) unterteilt ist,
wobei sich jeder Flansch nur über einen Teil der Länge des keilförmigen Teils erstreckt, wobei sich einige
dieser Flansche von dem mittleren Plattenteil (15; 22) des keilförmigen Teils (14; 21) nach vorne erstrecken,
während die übrigen Flansche sich diesbezüglich nach hinten erstrecken, wobei die beiden Flansche (oder Sätze
von Flanschen) an jedem Rand des keilförmigen Teils in einem solchen Winkel zueinander angeordnet sind, daß
sie die entsprechenden Seitentafeln (11, 12) aufnehmen
und sichern.
2. Wärmehaube nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
jeder Rand des keilförmigen Teils (14; 21) aus drei oder mehr Flanschen (16, 17; 23, 24) gebildet wird, die sich
abwechseln nach vorne und nach hinten erstrecken und insgesamt im wesentlichen die gesamte Länge des keilförmigen
Teils einnehmen.
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3. Wärmehaube nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Flansche (16; 23) an einem Rand
der Platte (15; 22) dieselben Abmessungen wie die entsprechenden Flansche (17; 24) am gegenüberliegenden
Rand der Platte besitzen, wobei sich die beiden Flansche eines jeden Paars in entgegengesetzte Richtungen
erstrecken.
4. Wärmehaube nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der mittlere Plattenteil (22) des keilförmigen Teils (21) eine oder mehrere Längssicken
(27, 28) oder Wellungen aufweist.
5. Wärmehaube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß das keilförmige Teil (14, 21) durch
Biegen eines Metallblechstücks hergestellt ist.
6. Wärmehaube nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß das keilförmige Teil (14; 21) von einem einstückigen Spritzteil aus Plastikmaterial wie
Polypropylen gebildet ist.
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