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Verriegelungselement
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Die Erfindung betrifft ein aus einem Metallband geformtes Verriegelungselement
für die Herstellung einer lösbaren Verbindung von aneinanderliegenden Flächenelementen,
beispielsweise von einen Bodenbelag für Fahrbahnen bildenden Teilstücken aus Metall,
wobei das Verriegelungselement an seinen beiden Seiten mehrere nach unten weisende,
mit Abstand angeordnete und sich jeweils gegenüberliegende schenkelartige Ansätze
aufweist, die in Ausnehmungen der Flächenelemente eingreifen.
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Die aus den Flächenelementen gebildeten Bodenbeläge dienen u. a. auch
als Start- und Landebahnen für Luftfahrzeuge und müssen daher gegen Verschieben
gesichert sein. Zu diesem Zweck sind sie an ihrer Unterseite mit Stegen versehen,
die durch einen Rüttelvorgang in das darunter befindliche Erdreich eingedrückt werden.
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Bei einem bekannten Verriegelungselement der vorgenannnten Art (DE-OS
27 37 179) sind die schenkelartigen Ansätze nach außen gerichtet. Dadurch kann beim
Einrütteln der Flächenelemente zwischen deren Rändern und den schenkelartigen Ansätzen
ein Hohlraum entstehen, der sich nicht verfüllen läßt. Hierdurch wird eine Weichzone
gebildet. Ferner können die schenkelartigen Ansätze so weit nach außen gebogen
werden,
daß sie nicht mehr aus den Ausnehmungen der Flächenelemente herausgezogen werden
können, so daß ein späteres Auswechseln der betreffenden Flächenelemente nicht mehr
möglich ist oder zumindest sehr erschwert wird. Ein weiterer Nachteil des bekannten
Verriegelungselemente-s ergibt sich dadurch, daß die als hakenförmige Vorsprünge
ausgebildeten schenkelartigen Ansätze derart konisch gestaltet sind, daß die hakenförmigen
Vorsprünge nur eine Linienberührung mit den miteinander zu verbindenden Flächenelementen
aufweisen, so daß die geringste Verschiebung des Verbindungselementes gegenüber
den zu verbindenden Flächenelementen dazu führt, daß kein ausreichender Zusammenhalt
zwischen den einzelnen Flächenelementen mehr besteht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verriegelungselement
zu schaffen, das die Nachteile des bekannten Verriegelungselementes nicht aufweist
und sowohl ein leichtes Auswechseln einzelner Flächenelemente als auch einen sicheren
Zusammenhalt der miteinander verbundenen Flächenelemente gewährleistet.
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Die Lösung der gestellten Aufgabe besteht bei einem aus einem Metallband
gebildeten Verriegelungselement der eingangs genannten Art darin, daß die schenkelartigen
Ansätze parallel zueinander verlaufen und dadurch das Verriegelungselement im Bereich
dieser schenkelartigen Ansätze einen U-förmigen Querschnitt aufweist und daß die
schenkelartigen Ansätze mit einer nach einer Seite offenen rechteckigen Ausstanzung
versehen sind und dadurch hakenförmige Vorsprünge bilden, wobei die Höhe der Ausstanzungen
nur wenig größer ist als die Dicke der zu verbindenden Flächenelemente.
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Dieses Verriegelungselement wird nach dem Einsetzen in die Ausnehmungen
der zu verbindenden Flächenelemente so weit in Längsrichtung gegenüber den Flächenelementen
verschoben, bis
die hakenförmigen Vorsprünge der schenkelartigen
Ansätze in ihrer gesamten Länge die Flächenelemente untergreifen.
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Einerseits können die parallel zueinander und senkrecht verlaufenden
schenkelartigen Ansätze im Bedarfsfall ohne weiteres wieder aus den Ausnehmungen
der Flächenelemente herausgezogen werden; anderesetis liegen die hakenförmigen Ansätze
über ihre gesamte Länge an den Flächenelementenan.
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Um beim Verschieben des Verriegelungselementes gegenüber den Flächenelementen
das Untergreifen durch die hakenförmigen Vorsprünge der schenkelartigen Ansätze
zu erleichtern, sind in Ausgestaltung der Erfindung die durch die Ausstanzungen
in den schenkelartigen Ansätzen gebildeten hakenförmigen Vorsprüngen im vorderen
Bereich ihrer Oberseite mit einer Abschrägung versehen.
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In weiterer Ausgestaltung der Erfindung weist das Metallband durch
Abkanten gebildete, seitlich über die schenkelartigen Ansätze hinausragende Ränder
auf. Diese seitlichen Ränder überdecken nach dem Aufschieben des Verriegelungselementes
die Ausnehmungen der Flächenelemente, so daß keine Steine, Sand o. dgl. elf die
einen Bodenbelag für Fahrbahnen bildenden Flächenelemente gesogen werden können.
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Nach einem anderen Merkmal der Erfindung ist das das Verriegelungselement
bildende Metallband mit Bohrungen versehen. Diese Bohrungen ermöglichen eine Verdübelung
oder Verschraubung des Verriegelungselementes. Es sind also keine sich lösende Befestigungselemente
innerhalb der Beanspruchungszone erforderlich. Bei dem erwähnten bekannten Verriegelungselement
ist beispielsweise zur Sicherung eine Halteklammer vorgesehen. Diese Halteklammer
kann sich beim Einrütteln oder bei Belastung der Flächenelemente lösen oder kann
brechen. Dadurch ist einerseits der Zusammenhalt der Flächenelemente nicht mehr
gewährleistet, während
andererseits die von den Flächenelementen
gelösten Halteklammern bzw. deren gebrochenen Teile von den Triebwerken der Luftfahrzeuge
aufgesogen werden und diese dabei erheblich beschädigen können.
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Bei einer zweckmäßigen Ausführungsform der Erfindung ist das das Verriegelungselement
bildende Metallband zur Versteifung mit mindestens einer längsverlaufenden Sicke
versehen.
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Die Erfindung ist anhand der Zeichnung näher erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 eine Draufsicht auf zwei aneinanderliegende Flächenelemente,
die durch ein Verriegelungselement miteinander verbunden sind, Fig.2 einen Schnitt
nach der Linie II- II in Fig. 1, Fig. 3 einen Schnitt nach der Linie III-III in
Fig. 1, Fig. 4 eine Draufsicht auf zwei andere aneinanderliegende Flächenelemente,
die durch ein weiteres Verriegelungselement miteinander verbunden sind, Fig. 5 einen
Schnitt nach der Linie V- V in Fig. 4.
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Das in den Fig. 1 bis 3 dargestellte Verriegelungselement ist aus
einem Metallband 1 geformt, das an beiden Seiten mit mehreren nach unten weisenden
schenkelartigen Ansätzen 2 versehen ist, die in Ausnehmungen 3 der Flächenelemente4
eingreifen. Die schenkelartigen Ansätze 2 sind mit Abstand angeordnet; sie verlaufen
parallel zueinander und liegen sich jeweils gegenüber, so daß das Verriegelungselement
im
Bereich der schenkelartigen Ansätze 2 einen U-förmigen Querschnitt
aufweist (vgl. Fig. 2). Die schenkelartigen Ansätze 2 sind mit einer nach einer
Seite offenen Ausstanzung 5 versehen. Die dadurch gebildeten hakenförmigen Vorsprünge
6 sind im vorderen Bereich ihrer Oberseite mit einer Abschrägung 7 versehen. Die
Höhe H der Ausstanzung 5 ist nur wenig größer bemessen als die Dicke D der zu verbindenden
Flächenelemente 4.
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Das Metallband 1 ist ferner mit Bohrungen 8 und mit mindestens einer
längsverlaufenden Sicke 9 versehen.
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Bei dem in den Fig. 4 und 5 dargestellten Verriegelungselement weist
das Metallband 1 durch Abkanten gebildete, seitlich über die schenkelartigen Ansätze
2 hinausragende Ränder 10 auf. Im Bereich des aus dem Metallband 1 gebildeten Verriegelungselementes
sind die Flächenelemente 4 mit Vertiefungen 11 versehen, die so bemessen sind, daß
die obere Fläche des Metallbandes 1 mit den oberen Flächen der Flächenelemente 4
fluchtet. Die Ausnehmungen 3 in den Flächenelementen 4 werden nach dem Aufschieben
des Verriegelungselementes von dessen Ränder 10 überdeckt.