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DE2661074C2 - Halogenierte Benzylalkohole - Google Patents

Halogenierte Benzylalkohole

Info

Publication number
DE2661074C2
DE2661074C2 DE19762661074 DE2661074A DE2661074C2 DE 2661074 C2 DE2661074 C2 DE 2661074C2 DE 19762661074 DE19762661074 DE 19762661074 DE 2661074 A DE2661074 A DE 2661074A DE 2661074 C2 DE2661074 C2 DE 2661074C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reduction
benzyl alcohols
halogenated benzyl
tief
lialh
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE19762661074
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dr. 5063 Overath Behrenz
Ingeborg Dr. 5000 Köln Hammann
Erich Dr. 5068 Odenthal Klauke
Albrecht Dr. 5090 Leverkusen Marhold
Klaus Dr. 5000 Köln Naumann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DE19762661074 priority Critical patent/DE2661074C2/de
Priority claimed from DE2658074A external-priority patent/DE2658074C2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2661074C2 publication Critical patent/DE2661074C2/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01NPRESERVATION OF BODIES OF HUMANS OR ANIMALS OR PLANTS OR PARTS THEREOF; BIOCIDES, e.g. AS DISINFECTANTS, AS PESTICIDES OR AS HERBICIDES; PEST REPELLANTS OR ATTRACTANTS; PLANT GROWTH REGULATORS
    • A01N53/00Biocides, pest repellants or attractants, or plant growth regulators containing cyclopropane carboxylic acids or derivatives thereof

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Agronomy & Crop Science (AREA)
  • Pest Control & Pesticides (AREA)
  • Plant Pathology (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Dentistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Wood Science & Technology (AREA)
  • Zoology (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die vorliegende Erfindung betrifft neue halogenierte Benzylalkohole.
Fluorierte Benzylalkohole sind zum Teil bereits bekannt (J. Chem. Soc. C, 1967, 293; J. Chem. Soc., 1962, 3227; J. Chem. Soc., 1961, 808; J. Chem. Soc., 1959, 166; J. med. Chem., 11, 814(1968).
Es werden nun neue halogenierte Benzylalkohole der Formel
R-CH[tief]2OH (I)
bereitgestellt, in welcher R eine der folgenden Bedeutungen besitzt:
Die oben genannten neuen halogenierten Benzylalkohole lassen sich nach bekannten Verfahren herstellen,
a) z.B. durch Reduktion der entsprechenden Carbonylverbindungen der allgemeinen Formel (II)
in welcher R die o.g. Bedeutung hat und Y für Hydroxy, Alkoxy, Chlor, Fluor oder Wasserstoff steht, mit komplexen Metallhydriden.
Beispielhaftes Formelschema:
Die Reduktion der Carbonylfunktion erfolgt mit Metallhydriden wie NaBH[tief]4, LiAlH[tief]4. Die Reduktion erfolgt in Anwesenheit inerter organischer Verdünnungsmittel bei Temperaturen von 0-100°C.
Als Verdünnungsmittel eignet sich bei Durchführung der Reduktion mit NaBH[tief]4 neben inerten organischen Verdünnungsmitteln wie Äthern (z.B. Diäthyläther, Dioxan THF) Alkohole (Äthyl-, Methylalkohol), ihre Mischungen mit Wasser, auch Wasser.
Als Verdünnungsmittel eignen sich bei der Durchführung der Reduktion anderen komplexen Metallhydride wie LeAlH[tief]4 aprotische inerte organische Verdünnungsmittel, wie Äther (z.B. Diäthyläther, Dioxan, THF).
Die zu reduzierenden Verbindungen der allg. Formel (II) werden in einen der erwähnten Verdünnungsmittel gelöst und das Reduktionsmittel zugegeben. Man kann jedoch auch die zu reduzierenden Verbindungen bei tiefen Temperaturen (-30°C bis -50°C) in einem Lösungsmittel mit dem Reduktionsmittel versetzten und die Reduktion durch langsames Steigenlassen der Temperatur einleiten (gegebenenfalls bis auf 50-60°C) und durchführen.
Die Reaktion wird üblicherweise bei Normaldruck durchgeführt.
Die Aufarbeitung erfolgt gegebenenfalls durch Versetzen des Reaktionsgemisches mit einer dem eingesetzten Reduktionsmittel entsprechenden Wassermenge, und anschließender Destillation der organischen Phase.
Bei Verwendung von LiAlH[tief]4 darf, wenn nur die Carbonylfunktion reduziert werden soll, nur die dafür notwendige stöchiometrische Menge LiAlH[tief]4 verwendet werden. Bei Verwendung von schwächer reduzierenden Metallhydriden als Reduktionsmittel ist ein Überschuß an Metallhydride ohne Bedeutung für den Reaktionsablauf.
Die für die Reduktion benötigten Carbonylverbindungen sind teilweise bekannt. Neue Verbindungen lassen sich auf an sich bekannte Weise herstellen (siehe dazu Synthesis, 1976, S. 652).
b) Es ist auch möglich, die Reduktion der Carbonylverbindung bei gleichzeitiger reduktiver Entfernung von einem Fluorsubstituenten an der p-Stellung im Kern vorzunehmen.
Beispielhaftes Formelschema:
Für diese Reaktion ist es erforderlich, LiAlH[tief]4 als Reduktionsmittel zu verwenden. Es wird dabei zusätzlich zu der für die Reduktion der Carbonylfunktion notwendigen Menge für jeden zu entfernenden Fluor-Substituenten ein Reduktionsäquivalent LiAlH[tief]4 benötigt.
Als besonders geeignete Verdünnungsmittel haben sich Äther, insbesonder THF, erwiesen.
Die Reduktion mit LiAlH[tief]4 erfolgt bei Temperaturen zwischen 20 und 100°C, bevorzugt zwischen 50 und 70°C. Reaktionsdurchführung und Aufarbeitung erfolgen wie oben bei der Variante a) erwähnt.
Die Verbindungen der Formel (I) sind Zwischenprodukte für die Herstellung neuer stark insektizid wirkender Cyclopropancarbonsäureester, z.B. nach folgenden Reaktionsschemen: wobei R´ für F, Cl oder Br steht und R die oben angegebene Bedeutung besitzt.
Herstellungsbeispiele
a) Reduktion von Polyfluorbenzoylfluoriden unter Erhaltung der Kernsubstitution
0,1 Mol Polyfluorbenzoylfluorid und 0,08 Mol Natriumborhydrid wurden in 80 ml abs. Dioxan 5 Std. bei 50°C unter kräftigem Rühren erwärmt. Dann goß man auf Wasser und extrahierte mit Äther, um daraus in 95% Ausbeute die erwünschten Alkohole als farblose Öle zu erhalten mit unverändertem Halogengehalt im aromatischen Kern.
Auf diese Weise kann man z.B. herstellen und spektroskopisch charakterisieren:
Ir(cm[hoch]1): 3300, 1650, 1490, 1380, 1280, 1230, 1130, 1090, 1030, 1000, 930, 860, 750
NMR: 4,7 s (2), 2,8 s (1)
NMR (ppm) CDCl[tief]3: 4,7 s (2), 2,6 s (1)
MS m/e: 230 (M)
Reduktion von Polyfluorbenzoesäurefluoriden unter Veränderung der Kernsubstitution
0,01 Mol Polyfluorbenzoylfluorid und 0,0075 Mol LiAlH[tief]4 wurden in 80 ml abs. THF 5 Std. gekocht. Nach Zersetzung mit etwas mehr als der berechneten Menge Wasser saugte man vom Hydroxidniederschlag ab und isolierte den in p-Stellung defluorierten Benzylalkohol in 80-90% Ausbeute. Auf diese Weise läßt sich herstellen:
Ausgangsverbindung Benzylalkohol <Formel>
NMR (CDCl[tief]3), ppm:
7,2 (1), 4,6 (2),
2,9 (1)
MS

Claims (1)

1. Halogenierte Benzylalkohole der allgemeinen Formel
R-CH[tief]2OH (I)
in welcher R für oder steht.
DE19762661074 1976-12-22 1976-12-22 Halogenierte Benzylalkohole Expired DE2661074C2 (de)

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DE19762661074 DE2661074C2 (de) 1976-12-22 1976-12-22 Halogenierte Benzylalkohole
DE2658074A DE2658074C2 (de) 1976-12-22 1976-12-22 Cyclopropancarbonsäureester von halogenierten Benzylalkoholen, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Bekämpfung von Insekten und Akariden

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2661074C2 true DE2661074C2 (de) 1987-02-05

Family

ID=25771284

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Application Number Title Priority Date Filing Date
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Non-Patent Citations (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Title
NICHTS-ERMITTELT *

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