DE2653463A1 - Konditioniereinrichtung fuer landwirtschaftliches erntegut - Google Patents
Konditioniereinrichtung fuer landwirtschaftliches erntegutInfo
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Description
- Konditioniereinrichtung für land-
- wirtschaftliches Erntegut Die Erfindung betrifft eine Konditioniereinrichtung für landwirtschaftliches Erntegut, die das abgeschnittene Gut unmittelbar von einer vorgeschalteten Mähvorrichtung übernimmt oder unabhängig von der Mähvorrichtung das auf dem Boden liegende Erntegut aufnimmt.
- Derartige Maschinen dienen dem Zweck, das vom Mähwerk abgeschnittene Gras zu quetschen und zu knicken, um den Trocknungsprozeß zu beschleunigen.
- Es ist bereits ein Kreiselmähwerk bekannt geworden (DT-OS 21 31 598), das aus zwei nebeneinander angeordneten, um vertikale Achsen gegensinnig angetriebenen Mähtrommeln besteht.
- Unmittelbar hinter den beiden Mähtrommeln sind zwei in vertikaler Richtung übereinander liegende Konditionier-Walzen an7eordnet. Die beiden Konditionier-Walzen sind um horizontale, quer zur Fahrtrichtung liegende Achsen gegensinnig angetrieben. Das von den Mähtrommeln abgeschnittene und nach hinten transportierte Erntegut wird in den Spalt zwischen den beiden Konditionier-Walzen geleitet, aufbereitet und nach hinten über ein Leitblech auf den Boden geworfen.
- Nachteilig bei dieser bekannten Ausführung ist, daß das von den Konditionier-Walzen zusammengepreßte Erntegut im verdichteten Zustand auf den Boden abgelegt wird. Die Folge davon ist, daß die zur Trocknung erforderliche Einwirkung von Luft und Sonne auf das Erntegut nur an der Oberfläche stattfindet.
- Für die Heugewinnung ist deshalb eine intensive Nachbearbeitung des Ernteguts mit einer Heuwerbungsmaschine in mehreren Arbeitsgängen erforderlich. Auch bei der Schwadtrocknung für Silage, wo keine Nachbearbeitung durch Heuwerbungsmaschinen erfolgt, wird eine möglichst rasche Trocknung des Ernteguts gefordert.
- Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, den Schwad juftig abzulenen, um damit den Trocknungsprozeß des konditionierten Ernteguts zu beschleunigen und die Zahl der Arbeitsgänge der nachfolgenden @euwerbungsmaschine zu verringern.
- Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß hinter der konditioniereinrichtung im Bereich des austretenden Gutsstromes eine Walze angeordnet ist, die um eine horizontale, etwa quer zur Förderrichtung der Konditioniereinrichtung liegende Achse drehbar ist.
- Um die Beaufschlagung der Walze durch den aus der Konditioniereinrichtung austretenden Gutsstrom beeinflußen zu können, ist die Walze gegenüber der Konditioniereinrichtung in vertikaler Richtung verstellbar. Dabei kann die Walze der Konditioniereinrichtung in vertikaler Richtung derart zugeordnet werden, daß der Gutsstrom die Walze oberhalb ihrer Drehachse beaufschlagt und eine Drehung der Walze im Uhrzeigersinn bewirkt.
- Um sicherzustellen, daß das Gut von der Walze erfaßt wird, ist im Abstand über der Walze ein Leitblech angeordnet.
- In einer anderen Ausführungsform der Erfindung ist die Walze der Konditioniereinrichtung derart zugeordnet, daß der Gutsstrom die Walze unterhalb ihrer Drehachse beaufschlagt und eine Drehung der Walze entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt.
- Nach einem weiteren Erfindungsmerkmal weist die Walze einen zylindrischen oder polygonalen Querschnitt auf.
- Die Auflockerungswirkung der Walze wird dadurch erhöht, daß am Umfang der Walze axial verlaufende Leisten oder Sicken angeordnet sind. Die Walze kann auch mit radial nach außen gerichteten Stiften besetzt sein.
- In einer anderen Ausführungsform besteht die Walze aus zwei seitlichen Platten, zwischen denen axial verlaufende Leisten kreisförmig angeordnet sind.
- Ein weiteres Ausführungsbeispiel der Walze ist dadurch gekennzeichnet, daß die Walze aus einem Zellenrad besteht, wobei die Zellen durch radial verlaufende Wände gebildet werden.
- Um das Abgleiten des Ernteguts an den Zellenwänden in der Fließrichtung des Gutsstromes zu verhindern, ist das freie Ende der Wände entgegen der Drehrichtung der Waize'abgebogen.
- Der Auflockerungseffekt der Walze kann auch dadurch erhöht werden, daß die Drehzahl der Walze durch entsprechende Mittel beeinflußt wird.
- Zur Bildung eines seitlich versetzten Schwade5 ist gemäß einem weiteren Merkmal der Erfindung die Drehachse der Walze schräg zur Förderrichtung der Konditioniereinrichtung angeordnet.
- Vorteilhafterweise besteht das der Konditioniereinrichtung vorgeschaltete Mähwerk wie an sich bekannt aus mindestens einem Paar um etwa vertikale Achsen gegensinnig angetriebenen Mähtrommeln.
- Es hat sich auch als zweckmäßig herausgestellt, wenn die Konditioniereinrichtung in an sich bekannter Weise aus einem Paar quer zur Fahrtrichtung angeordneten und um horizontale Achsen gegensinnig angetriebenen Konditionier-Walzen besteht.
- Mit der erfindungsgemäßen Anordnung der Walze im Bereich des Gutsstromes, der aus der Konditioniereinrichtung austritt, wird erreicht, daß das verdichtete Erntegut auseinandergezogen, aufgelockert und in dieser Form auf den Boden abgelegt wird. Es entsteht ein lockerer, luftdurchläßiger Schwad, durch den der Trocknungsprozeß beschleunigt wird und die Anzahl der nachfolgenden Arbeitsgänge mit der Heuwerbungsmaschlne verringert werden kann.
- Weitere Merkmale, Vorteile und Einzelheiten der Erfindung sind der nachfolgenden Beschreibung und der Zeichnung, die ein Ausführungsbeispiel darstellt zu entnehmen.
- Es zeigen Fig. 1 eine Seitenansicht der erfindungsgemäRen Konditioniereinrichtung, Fig. 2 eine Draufsicht auf die Konditioniereinrichtung gemäß Fig. 1, Fin. 3 eine Seitenansicht der Konditioniermit einrichtung einer anderen Ausführungsform der Auflockerungswalze und Fig. 4 eine Draufsicht auf die Konditioniereinrichtung gemäß Fig. 1 oder 2 mit schräg angeordneter Auflockerungswalze.
- An einem Querträger 1 sind zwei Mähtrommeln 2 nebeneinander angeordnet. Ober eine im Querträger 1 gelagerte Welle 3 und Winkeltriebe 4 sind die Mähtrommeln 2 in bekannter Weise u.
- vertikale Achsen gegensinnig angetrieben. Der Antrieb erfolgt von der Zapfwelle eines nicht dargestellten Schleppers aus.
- Am Querträger 1 sind zwei nach hinten gerichtete, seitliche Tragarme 5 angeordnet, zwischen denen Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 gelagert sind. Die Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 werden um horizontale, quer zur Fahrtrichtung verlaufende Achsen von der Welle 3 aus über Kettentriebe 8 und 9 sowie über ein Stirnräderpaar 10 gegensinnig angetrieben.
- Hinter den Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 ist zwischen den Tragarmen 5 eine Walze 11 gelagert. Die Walze 11 ist um eine horizontale, quer zur Fahrtrichtung des Mähwerks verlaufende Achse 12 frei drehbar und nicht angetrieben. Die Achse 12 der Walze 11 ist in tanglöchern 13 der Tragarme 5 höhenverstellbar befestigt. Dadurch ist die Lage der Walze 11 relativ zu den Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 in vertikaler Richtung einstellbar.
- Die Walze kann zylindrisch mit glatter Oberfläche ausgebildet sein oder einen Profilquerschnitt in Form eines Vielecks o.dgl. aufweisen, Es ist auch möglich, auf dem zylRndrischen Mantel der Walze axial verlaufende Leisten oder Sicken anzubringen. Ferner ist eine Ausführung denkbar, bei der die Walze mit radial nach außen gerichteten Stiften besetzt ist, Im Ausführurigsbeispiel nach Fig. 1 und 2 besteht die Walze 11 aus zwei seitlichen Platten 14, zwischen denen axial verlaufende Leisten 15 kreisförmig angeordnet sind.
- Im Abstand über der Walze 11 ist zwischen den Tragarmen 5 ein Leitblech 16 zur Führung des Ernteguts angeordnet.
- Die Fig. 3 der Zeichnung zeigt eine Ausführung, bei der die Walze 11 aus einem Zellenrad besteht. Die einzelnen Zellen werden durch radial verlaufende Wände 17 gebildet. Das freie Ende der Wände 17 ist entgegen der Drehrichtung der Walze 11 abgebogen.
- Die Wirkungsweise der Erfindung ist folgende: Das von den Mähtrommeln 2 abgeschnittene Erntegut wird zwischen den beiden Trommeln nach hinten transportiert. Bevor das Erntegut auf den Boden fällt wird es von den Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 aufgenommen und durch den Preßspalt zwischen beiden Walzen nach hinten hindurchgezogen. Infolge der profilierten Oberfläche der Walzen 6 und 7 wird das Erntegut geknickt, gequetscht und angerissen. Das. so konditionierte Gut wird von den beiden Walzen 6 und 7 nach hinten ausgeschleudert.
- Wie aus Fig. 1 der Zeichnung hervorgeht, ist die Walze 11 oberhalb ihrer Drehachse 12 beaufschlagt. Die Walze 11 wird von dem ausgeschleuderten Gut im Uhrzeigersinn angetrieben. Dabei wird das von den Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 verdichtete Erntegut unter Einwirkung der Leisten 15 auseinandergezogen und aufgelockert. In diesem aufgelösten Zustand fällt das Erntegut auf den Boden, wobei ein lockerer, luftdurchläßiger Schwad entsteht.
- Im Ausführungsbeispiel nach Fig. 3 der Zeichnung ist die Walze 11 in den vertikalen Langlöchern 13 der Tragarme 5 weiter nach oben versetzt worden. Die Walze 11 nimmt dabei eine Lage ein, bei der sie von dem konditionierten Gutsstrom unterhalb ihrer Drehachse 12 beaufschlagt wird. Das ausgeschleuderte Erntegut trifft auf die radialen Zellenwände 16 der Walze 11, wodurch die Walze 11 entgegen dem Uhrzeigersinn angetrieben wird. Der etwa horizontal austretende Gutsstrom wird um ca.
- 90 Grad zum Boden hin umgelenkt, wobei die Verdichtung des Ernteguts aufgelöst wird und ebenfalls ein lockerer, luftdurchlässiger Schwad entsteht.
- Bei beiden Ausführungsbeispielen der Erfindung besteht die Möglichkeit, die Intensität der Auflockerung des Ernteguts dadurch zu steigern, daß die Drehzahl der durch das austretende Erntegut angetriebenen Walze 11 durch entsprechende Mittel beeinflußt wird. Die Walze kann beispielsweise abgebremst werden.
- Die Fig. 4 der Zeichnung zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel. In der Regel wird der konditionierte Gutsstrom mit Hilfe eines Schwadbleches so weit zur Seite geleitet, daß beim nächsten Arbeitsgang der das Mähwerk ziehende Schlepper mit seinem rechten Vorder- und Hinterrad entlang der Halmwand auf dem geräumten Feld fahren kann. Das Schwadblech kann entfallen, wenn gemäß der Erfindung die Drehachse 12 der Walze 11 einen spitzen Winkel mit den Drehachsen der Knick- und Quetschwalzen 6 und 7 bildet. Der Scheitel des spitzen Winkels liegt dabei in Fahrtrichtung gesehen auf der linken Seite der Maschine. Dadurch bewirkt die sich drehende Walze 11 eine Förderkomponente nach links-, so daß der auf die Walze 11 treffende Gutsstrom nach links zur Seite versetzt wird.
- Bei einem Kreiselmähwerk mit mehr als einem Mähkreiselpaar kann sich die Konditioniereinrichtung mit anschließender Auflockerungswalze entweder über die ganze Maschinenbreite erstrecken oder in Abschnitte unterteilt sein, wobei jedem Mähkreiselpaar eine Konditioniereinrichtung und eine Auflockerungswalze zugeordnet ist. Die aus der oder den Konditioniereinrichtungen austretenden Gutsströme können aber auch durch seitliche Leitbleche auf eine kleinere Breite zusammengeführt und einer Auflockerungswalze mit geringerer Breite zugeleitet werden.
- Die Erfindung ist nicht beschränkt auf die spezielle Verwendung eines Kreiselmähwerks in Verbindung mit horizontalen Konditionierwalzen. Sie kann vielmehr in allen Fällen angewendet werden, bei denen die Forderung besteht, den aus einer Konditioniereinrichtung austretenden, verdichteten Erntegutsstrom aufzulockern und zu einen möglichst luftdurchläßigen Schwad auf den Boden abzulegen, um den Trocknungsprozeß zu beschleunigen.
Claims (15)
- Patentansprüche Konditioniereinrichtung für landwirtschaftliches Erntegut, die das abgeschnittene Gut unmittelbar von einer vorgeschalteten Mähvorrichtung übernimmt oder unabhängig von der Mähvorrichtung das auf dem Boden liegende Erntegut aufnimmt, dadurch gekennzeichnet, daß hinter der Konditioniereinrichtung im Bereich des austretenden Gutsstromes eine Walze (11) angeordnet ist, die um eine horizontale, etwa quer zur Förderrichtung der Konditioniereinrichtung liegende Achse (12) drehbar ist.
- 2. Konditioniereinrichtung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (11) gegenüber der Konditioniereinrichtung in vertikaler Richtung verstellbar ist.
- 3. Konditioniereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (11) in vertikaler Richtung der Konditioniereinrichtung derart zugeordnet ist, daß der Gutsstrom die Walze (11) oberhalb ihrer Drehachse (12) beaufschlagt und eine Drehung der Walze im Uhrzeigersinn bewirkt.
- 4. Konditioniereinrichtung nach einer der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß im Abstand über der Walze (11) ein Leitblech (16) angeordnet ist.
- 5. Konditioniereinrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (11) der Konditioniereinrichtung derart zugeordnet ist, daß der Gutsstrom die Walze (11) unoberhalb ihrer Drehachse (12) beaufschlagt und eine Drehung der Walze entgegen dem Uhrzeigersinn bewirkt.
- 6. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 -durch gekennzeichnet, daß die Walze (11) einen zylindrischen oder polygonalen Ouerschnitt hat.
- 7. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 6,dadurch gekennzeichnet, daß am Umfang der Walze (11) axial verlaufende Leisten oder Sicken angeordnet sind.
- 8. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5,dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (11) mit radial nach außen gerichteten Stiften besetzt ist.
- 9. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5,dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (11) aus zwei seitlichen Platten (14) besteht, zwischen denen axial verlaufende Leisten (15) kreisförmig angeordnet sind.
- 10 Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Walze (11) aus einem Zellenrad besteht, wobei die einzelnen Zellen durch radial verlaufende Wände (17) gebildet werden.
- 11. Konditioniereinrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß das freie Ende der Wände (17) entgegen der Drehrichtung der Walze (11) abgebogen ist.
- 12. Konditioniereinrichung nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, daß Mittel zur Beeinflußung der Drehzahl der durch den Gutsstrom angetriebenen Walze (11) vorgesehen sind.
- 13. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 12 dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachse (12) der Walze (11) derart schräg zur Förderrichtung der Konditioniereinrichtung angeordnet ist, daß der aus der Konditioniereinrichtung austretende Gutsstrom zur Seite gelenkt wird. und ein seitlich versetzter Schwad entsteht.
- 14. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 13 dadurch gekennzeichnet, daß das Mähwerk in an sich bekannter Weise aus mindestens einem Paar um etwa vertikale Achsen gegegensinnig angetriebenen Mähtrommeln (2) besteht.
- 15. Konditioniereinrichtung nach einem der Ansprüche 1 - 14, dadurch gekennzeichnet, daß die Konditioniereinrichtung in an sich bekannter Weise aus einem Paar quer zur Fahrtrichtung angeordneten und um horizontale Achsen gegensinnig abgetriebenen Knick- und Quetschwalzen (6, 7) besteht.
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Country Status (1)
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