DE2648693C2 - Meßanordnung zur Geschwindigkeitsmessung eines Luftfahrzeugs - Google Patents
Meßanordnung zur Geschwindigkeitsmessung eines LuftfahrzeugsInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Meßanordnung zum Messer, der Geschwindigkeit eines Luftfahrzeuges
mit einem modulierte Signale kontinuierlich abstrahlenden Ultraschallsender, zwei in Richtung der
Luftfahrzeuglängsachse mit gleichem Abstand zum Sender angeordneten Ultraschallempfängern und einer
Auswerteschaltung, welche die Geschwindigkeit aufgrund der durch die Luftströmung entstehenden Phasenunterschiede
der Ultraschallsignale ermittelt.
Zur Geschwindigkeitsmessung von Luftfahrzeugen ist es allgemein bekannt, Ultraschallgeräte zu benutzen. In
der Regel wird dazu ein Ultraschallsender am Luftfahrzeug angeordnet, der Ultraschallsignale in Flugrichtung
und Gegenrichtung über gleich große Meßstrecken abstrahlt. Die Laufzeiten der mit Empfängern am Ende der
Meßstrecken empfangenen Ultraschallsignale unterscheiden sich dann aufgrund der Luftströmung, und zwar je
nach dem, ob die' Luftströmung gleich oder entgegengesetzt zur Richtung der Schallausbreitung erfolgt. Aus den
Unterschieden der Laufzeiten kann dann in bekannter Weise mit Hilfe einer Auswerteschaltung die Geschwindigkeit
des Luftfahrzeuges ermittelt werden.
Es ist üblich, den Ultraschall in Form von Impulsen auszusenden, da mit diesem Verfahren im allgemeinen eine
hinreichend genaue Laufzeitmessung möglich ist. Dies gilt insbesondere zur Messung relativ hoher Geschwindigkeiten,
bei denen die Einschwingvorgänge von Ultraschallsender und Ultraschallempfänger das Meßergebnis
praktisch nicht beeinflußen. Bei kleinen und mittleren Fluggeschwindigkeiten, wie sie inbesondere beim Schwebeflug
senkrecht startender bzw. landender Luftfahrzeuge vorkommen, ergeben sich aber aufgrund dieser
Einschwingvorgänge relativ große Ungenauigkciten. Da diese Ungenauigkeiten die Größenordnung von 20%
erreichen können, wird dieses Meßprinzip insbesondere zur Geschwindigkeitsmessung senkrechl startender und
landender Luftfahrzeuge als nicht geeignet angesehen.
Bei Ultraschall-Geschwindigkeitsmeßcinrichtungen ist es auch bekannt, den Schall kontinuierlich abzustrahlen
und die Phase des empfangenen Signals in bezug auf das abgestrahlte Signal als Maß für die jeweilige
Geschwindigkeit zu benutzen. So zeigt z. B. die US-PS 25 15 221 ein solches Meßgerät, das aber für Luftfahrzeuge
wegen des dort auftretenden Triebwerkslärms ungeeignet ist. Darüber hinaus ist es aus der US-PS 38 51 211
bekannt, den Ultraschall zu modulieren. Bei dieser für Wassergeschwindigkeiten vorgesehenen Meßeinrichtung
wird der Ultraschall vor Abstrahlung mil zwei unterschiedlichen Modulationssignalen amplitudenmoduliert und
nach Empfang mehrfach demoduliert. Die demodulierten Signale und das Trägersignal werden dann mit dem
jeweiligen Modulationssignal bzw. dem ursprünglichen Trägersignal in bezug auf ihre Phasen zur Geschwindigkeitsaussage
verglichen. Auch diese Meßeinrichtung ist wegen der Beeinflussung durch den Triebwerkslärm für
Luftfahrzeuge ungeeignet.
Der Erfindung liegt somit die Aufgabe zugrunde, eine Ultraschallmeßanordnung zur Geschwindigkeitsmessung
von Luftfahrzeugen vorzusehen, die in der Lage ist, sowohl Messungen sehr kleiner als auch sehr großer
bO Geschwindigkeiten mit großer Genauigkeit durchzuführen. Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe dadurch
gelöst, daß der Ultraschallsender frequen/.moduliertc Ultraschallsignale abstrahlt und die Phasenunterschiede
von den Phasenwinkeln der durch Demodulation der empfangenen Ultraschallsignale wiedergewonnenen Modulationssignalc
abgeleitei sind, und daß die Frequenz des Modulationssignals auf einen Wert eingestellt ist. bei
dem die Wellenlänge größer ist. vorzugsweise doppelt so groß als der Abstand zwischen Sender und Empfanger.
ivi Mit Hilfe der erfindungsgemäßen Maßnahme ist es möglich, eine Meßanordnung aufzubauen, die es gcMiiilet,
Geschwindigkeitsmessungen von l.ulifahr/eugen von einigen Zentimetern pro .Sekunde bis zu einigen humlert
Metern pro Sekunde mit großer Genauigkeit /u messen. Dabei kann die erfindungsgemäße Meßanordnung /wei
weitere senkrecht zur Längsachse mit gleichem Senderabstand am Luftfahrzeug angeordnete Ultraschallump-
fänger aufweisen, deren Ausgangssignalc zusammen mil den Ausgangssignalen der in der Längsachse des
Luftfahrzeuges angeordneten Ullraschallempfiingern einer Rechenstufe der Auswerteschaltung zur Ermittlung
der Geschwindigkeit nach Betrag und Richtung zugeführt sind.
Die Umschaltung auf verschiedene Meßbereiche wird zweckmäßigerweise durch gleichzeitige Modulation
des abgestrahlten Ultraschalls mit Modula ionssignalen verschiedener Frequenzen durchgeführt, wobei durch
entsprechende Filterumschaltung in den Ultraschallempfängern das dem jeweiligen Meßbereich zugeordnete
Modulationssignal ausfiherbar ist.
Die Erfindung wird anhand der Zeichnung näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 ein Blockschaltbild einer Meßanordnung
F i g. 2 ein Diagramm und ι ο
F i g. 3 die räumliche Anordnung eines Ultraschallsenders und vier Ultraschallempfänger an einem Luftfahrzeug.
In Fig. 1 ist ein Blockschaltbild einer Meßanordnung zu sehen, bei der ein Ultraschallsender 10 frequenzmodulierte
Ultraschallsignale abstrahlt Dazu wird der Ultraschallsender 10 mit Modulationssignalen eines Signalgenerators 11 versorgt, der die Modulationssignale gleichzeitig auch einer Auswerteschaltung 12 zuführt. Die
Abstrahlung der Ultraschallsignale vom Ultraschallsender 10 erfolgt in Flugrichtung und Gegenrichtung eines
damit ausgerüsteten Luftfahrzeuges, an dem in den Abständen S\ und S2 je ein Ultraschallempfänger 13, 14
angeordnet ist. Jeder Ultraschallempfänger besteht aus einer Empfangsstufe 15, der jeweils ein Verstärker 16,
ein Demodulator 17 und ein Filter 18 nachgeschaltet ist. Die Ausgangssignale der Ultraschallempfänger 13,14
stehen an den Filtern 18 zur Verfügung und werden von dort der Auswerteschaltung 12 zugeführt. Die Umschalter
19 an den Filtern 18 und der Umschalter 20 in der Auswerteschaltung 12 sind zur Einstellung verschiedener
Meßbereiche vorgesehen und werden gemeinsam verstellt. Zur Vermeidung von Einschwingvorgängen, die bei
der Umschaltung auf die dem jeweiligen Meßbereich zugeordnete Modulationsfrequenz sonst entstehen würden,
wird die Trägerfrequenz des Ultraschallsenders 10 gleichzeitig mit drei Modulationsfrequenzen des Signalgenerators 11 moduliert. Die eigentliche Umschaltung auf die jeweiligen Meßbereiche erfolgt durch Umschal-
tung der Filter 18 mit Hilfe der Umschalter J9 sowie durch Umschaltung der Auswerteschaltung 12 mit dem
Umschalter 20. Es ist aber auch möglich, die Umschaltung automatisch durchzuführen, und zwar in Abhängigkeit
von dem Geschwindigkeitssignal der Auswerieschallung 12.
In der Auswerteschaltung wird ein Vergleich der Phasen der empfangenen und demodulierten Modulationssignale
zur Ermittlung der Laufzeitunterschiede der mit den Ultraschallempfängern 13, 14 empfangenen Ultraschallsignale
durchgeführt. Wie aus dem Verlauf der Kurvenzüge 25, 26 in Fig.2 zu ersehen ist, haben die
demodulierten Modulationssignale die gleiche Phasenlage, was bedeutet, daß die Laufzeiten f, der Ultraschallsignale
über die Strecken Si, S2 gleich groß sind. Da aber die Strecken Si, S2 aus Zweckmäßigkeitsgründen gleich
groß gewählt werden, bedeutet dies eine Geschwindigkeit von Null. Dies wird auch durch die bekannte Formel
ι fs S\
belegt, welche der Geschwindigkeitsermittlung zugrunde liegt. In der Auswertcschaltung 12 gemäß F i g. 1 sind
entsprechende Schaltstufen vorgesehen, so daß nach Ermittlung der Laufzeiten f, die Geschwindigkeit als
entsprechendes Signal ausgegeben wird. Unterscheiden sich aber aufgrund einer durch die Bewegung des
Luftfahrzeuges hervorgerufenen Strömung die Phasenwinkel g> der demodulierten Modulationssignale, dann
wirkt sich dies, wie die Kurvenzüge 25' bzw. 26' zeigen, auch in unterschiedlichen Laufzeiten f,' aus. Die
Ermittlung der Geschwindigkeit in der Auswertestufc 12 ergibt sich jetzt mit
S1 = S2 = Szu ν= ξ- (— - —)
2 Vi„,· UtJ
2 Vi„,· UtJ
Aus dieser Formel kann man sofort erkennen, daß sich für die Geschwindigkeit vein positiver Wert ergibt, da
der Wert des Bruches
Uv Ur
ist. Darausfolgt, die Geschwindigkeit ν wird vorzeichenrichtig ermittelt, denn wenn
ist. Darausfolgt, die Geschwindigkeit ν wird vorzeichenrichtig ermittelt, denn wenn
-L<JL
Uv Ut
wird, ergibt sich für ν ein negativer Wert, was in diesem Fall bedeutet, daß die Flugbewegung in entgengesetzter to
Richtung erfolgt.
Die einzelnen Baustufen der Meßanordnung nach Fig. 1 wie Sender, Empfänger, Verstärker, Demodulator
und Filter sind bekannte Baustufen und bedürfen daher keiner näheren Erläuterung. Aus F i g. 2 ist dabei zu
erkennen, daß die Frequenz des Modulation.ssignals so gewählt ist, daß die Bedingung A
> S erfüllt ist.
F i g. 2 zeigt darüber hinaus, daß die Wellenlänge λ des Modulationssignals so gewählt wurde, daß - = S ist. b5
Auf diese Weise werden bei der Laufzeitmessung gemäß der Erfindung vieldeutige Meßergebnisse vermieden,
wobei noch zu erwähnen ist, daß die Mcßbcreichsumschaltung vor erreichen eines Phasenwinkels von 360°
vorgenommen wird. Der Aufbau der Meßanordnung kann auch mit bekannten digitalen Bausteinen verwirklicht
werden. Zur Erzielung einwandfreier Meßergebnisse ist es dabei natürlich zweckmäßig, die Trägerfrequenz des
Ultraschallsenders und den Modulationshub, für den die Amplitude der Modulationssignale verantwortlich ist. in
einen Bereich zu legen, der insbesondere frei von Störungen aufgrund von Triebwerkslärm der Luftfahrzeuge
Fi g. 3 zeigt die räumliche Anordnungeines Ultrasehallscnders 30 und vier Ultraschallempfänger 31,32,33,34
einer Meßanordnung, die an einem Luftfahrzeug /ur Messung der Geschwindigkeit nach Betrag und Richtung
vorgesehen ist. Der Ultraschallsender 30 hat eine Rundumcharakteristik, so daß die mit gleichem Abstand in der
Längsachse 35 des Luftfahrzeuges bzw. senkrecht dazu angeordneten Ultraschallempfänger 31, 32, 33, 34 von
ίο diesem Sender angestrahlt werden. Erfolgt die Bewegung eines Luftfahrzeuges zum Beispiel im Schwebeflug
nicht in Richtung der Flugzeuglängsachse 35. sondern unter dem angegebenen Winkel ß, so kann diese Geschwindigkeit
nach Betrag und Richtung ermittelt werden. Der Geschwindigkeitsvektor ν wird dazu in seine
Komponenten v, und v, zerlegt, die in Richtung der Flugzeuglängsachse 35 bzw. senkrecht dazu auftreten. Da
die Abstände Si. S; Si und .S4, wie zuvor schon erwähnt, gleich groß sind und die Laufzeiten r, ι, r, 2, ί,ι, t, 4 auf die
gleiche Art wie beim Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 erfaßt werden, können die Komponenten v, und v, in
einer Rcchcnsrufc einer Auswcrteschallung errechnet werden. Es ergibt sich
o IfS, S2 \ S ( \ 1 \
• ■ cos/ = — I —L - -^ ) = -r ( — )
2 \tri U2 2 \rv, tv2j
1 fSj S<\ Sf] \\
— I —±- - —=- = — — - —
— I —±- - —=- = — — - —
2 \t,y /v4/ 2 V/„3 t,J
Aus diesen Werten kann die Geschwindigkeit ν wie folgt in einer weiteren Rechenstufe ermittelt werden:
ν — ]/(v ■ cos/?)2 + (v ■ sin/?)2
Der Winkel//ergibt sich dann zu/? = arc tan
/V_sin
V v-co
V v-co
-cos ji/
Die erfindungsgemäße Meßanordnung zeichnet sich durch eine sehr genaue Messung der Geschwindigkeit
von Luftfahrzeugen aus. und zwar im Bereich von einigen Zentimetern pro Sekunde bis einige hundert Meter
pro Sekunde. Dabei können neben den üblicherweise vorgesehenen zwei Ultraschallempfängern gemäß F i g. 3
zwei weitere Ultraschallempfänger vorgesehen werden, so daß es insbesondere für Luftfahrzeuge im Schwebeflug
möglich ist. die Geschwindigkeit nach Betrag und Richtung zu ermitteln.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Meßanordnung zum Messen der Geschwindigkeit eines Luftfahrzeuges mit einem modulierte Signale
kontinuierlich abstrahlenden Ultraschallsendcr. zwei in Richtung der Luftfahrzeuglängsachse mit gleichem
Abstand zum Sender angeordneten Ultraschallenipfängern und einer Auswerteschaltung, welche die Geschwindigkeit
aufgrund der durch die Luftströmung entstehenden Phasenunterschiede der Ultraschallsignale
ermittelt, dadurch gekennzeichnet, daß der Ultraschallsender (10, 30) frequenzmodulierte Ultraschallsignale
abstrahlt und die Phasenunterschiede von den Phasenwinkeln (gi) der durch Demodulation der
empfangenen Ultraschallsignale wiedergewonnenen Modulationssignale abgeleitet sind, und daß die Fre-
quenz des Modulationssignals auf einen Wert eingestellt ist. bei dem die Wellenlänge (A) größer ist, vorzugsweise
doppelt so groß, als der Abstand ^zwischen Sender und Empfänger.
2. Meßanordnung nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, daß die Meßanordnung zwei weitere senkrecht
zur Längsachse (35) mit gleichem Senderabstand (S) am Luftfahrzeug angeordnete Ultraschallempfänger
(33,34) aufweist, deren Ausgangssignale zusammen mit den Ausgangssignalen der in der Längsachse (35)
des Luftfahrzeuges angeordneten Ultraschallempfängern (31,32) einer Rechenstufe der Auswerteschaltung
zur Ermittlung der Geschwindigkeit nach Betrag und Richtung zugeführt sind.
3. Meßanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Umschaltung des Meßbereichs
die abgestrahlten Ultraschallsignale gleichzeitig mit Modulationssignalen verschiedener Frequenzen
frequenzmoduliert sind, und daß die Ultraschailempfänger (13,14) Filter (18) enthalten, die zur Selektion der
dem jeweiligen Meßbereich zugeordneten Modulationsfrequenz umschaltbar sind.
4. Meßanordnung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Trägerfrequenz
und der Modulationshub der Ultraschallsender (10, 30) insbesondere wegen des Lärms der Flugzeugtriebwerke
derart gewählt sind, daß ein hinreichender Signal-Rauschabstand gewährleistet ist.
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| OD | Request for examination | ||
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Owner name: MESSERSCHMITT-BOELKOW-BLOHM GMBH, 8012 OTTOBRUNN, |
|
| D2 | Grant after examination | ||
| 8364 | No opposition during term of opposition | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |