DE2645617A1 - Heterocyclische verbindungen, verfahren zur herstellung derselben und sie enthaltende fungizide zusammensetzungen - Google Patents
Heterocyclische verbindungen, verfahren zur herstellung derselben und sie enthaltende fungizide zusammensetzungenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf heterocyclische Verbindungen, nämlich Imidazole oder 1, 2, 4-Triazole, auf ein Verfahren zur Herstellung derselben, auf sie enthaltende fungizide Zusammensetzungen und auf ein Verfahren zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen unter Verwendung derselben.
Die Verbindungen besitzen die allgemeine Formel (I):
Die Verbindungen bilden geometrische Isomere. Die Erfindung umfasst auch solche Isomere, die aus Gemischen durch in der Technik an sich bekannte Verfahren isoliert werden können.
Der Ausdruck "Hydrocarbyl" bezieht sich auf einwertige organische Radikale, die aus Wasserstoff und Kohlenstoff zusammengesetzt sind. Das Hydrocarbyl kann gesättigt oder ungesättigt, geradkettig oder verzweigtkettig oder ein einfacher Ring sein. Beispiele hierfür sind Alkyl, Alkenyl, Alkinyl, Cycloalkyl, Aryl, Aralkyl und Alkaryl.
Das Hydrocarbyl ist vorzugsweise ein C[tief]1-7 -Hydrocarbyl, insbesondere ein C[tief]1-6-Hydrocarbyl, wie z.B. Methyl, Äthyl, Propyl (n- oder i-Propyl), Butyl (n-, i- oder t-Butyl), Amyl, Hexyl, Heptyl, Allyl, Propinyl, Phenyl, Benzyl und substituiertes Phenyl und Benzyl.
Das Alkoxy ist in geeigneter Weise ein C[tief]1-7-Alkoxy, wie z.B. Methoxy, Äthoxy, Propoxy oder Butoxy.
Das Halogen kann aus Fluor, Chlor, Brom oder Jod bestehen. Eine geeignete Acyloxygruppe ist Acetoxy.
Wie oben bereits festgestellt, kann R[tief]3 substituiertes Phenyl sein. Spezielle Beispiele für solche Gruppen sind 2-Chloro- und 2-Fluorophenyl, 3-Fluorophenyl, 4-Fluoro-, 4-Chloro-, 4-Nitro-, 4-n-Butoxy-, 4-Metoxy-, 4-Cyano-, 4-Hydroxy- und 4-Acetoxyphenyl, 2,4-, 3,4- und 2,6-Dichlorophenyl, 2,4-Dimethoxyphenyl oder Biphenyl.
Eine andere geeignete Gruppe R[tief]3 ist Trichloromethyl.
Wenn R[tief]3 für Thienyl oder Furyl steht, dann ist es vorzugsweise 2-Thienyl, 2-Furyl oder 5-Chloro-2-thienyl.
Wenn n für 1 steht, dann ist R[tief]4 vorzugsweise Fluor, Chlor oder Phenyl. Wenn n für 2 steht, dann sind die beiden Gruppen R[tief]4 vorzugsweise Halogen, wie z.B. 2 Chloratome in den 2- und 4-Stellungen. Ein geeignetes halogensubstituiertes Alkyl ist Trifluoro- und Trichlorometyl.
Die Salze können Salze mit anorganischen oder organischen Säuren sein, wie z.B. Salz-, Salpeter-, Schwefel-, Essig- oder Oxalsäure.
Beispiele für geeignete Triazol- und Imidazolverbindungen sind in den folgenden Tabellen I und II angegeben, worin Z für =C=O steht.
Tabelle I
Tabelle I Fortsetzung
Tabelle II
Tabelle II, Fortsetzung
Tabelle II, Fortsetzung
Es wird angenommen, dass die Verbindungen 1 bis 22, 24 bis 40, 43, 44 und 46 bis 63 die Konfiguration (A) aufweisen und dass die Verbindungen 23, 41, 42 und 45 geometrische Isomere der Verbindungen 12, 33, 36 bzw. 43 sind und dass sie vermutlich die Konfiguration (B) besitzen.
die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) können dadurch hergestellt werden, dass man eine Verbindung der allgemeinen Formel (II):
worin Z, Y, R[tief]1, R[tief]2, R[tief]4 und n die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, oder ein Salz davon mit einem ggf. substituierten Aldehyd unter Verwendung von in der Literatur beschriebenen Verfahren umsetzt.
Die Reaktion wird in geeigneter Weise in Gegenwart einer zweckmäßigen Base, wie z.B.Piperidin oder Pyridin, in einem hochsiedenden Kohlenwasserstofflösungsmittel, wie z.B. Toluol, ausgeführt. In geeigneter Weise sind in dem Reaktionsgemisch als Katalysator einige Tropfen Eisessig vorhanden.
Das erfindungsgemäße Verfahren wird im allgemeinen dadurch ausg-
führt, dass man die Reaktionsteilnehmer in einem Lösungsmittel auf Rückfluss erhitzt und nach Ablauf der Reaktion das Produkt durch Entfernung des Lösungsmittels in Vakuum isoliert. Das Produkt wird dann aus einem zweckmäßigen Lösungsmittel kristallisiert. In einigen Fällen werden geometrische Isomere in der Reaktion gebildet. Diese werden in zweckmäßiger Weise durch chromatografische Techniken getrennt. Beispielsweise können die Isomerengemische im allgemeinen auf Silica als stationäre Phase unter Verwendung eines Gemischs aus Äthylacetat/Petroläther als mobiles Eluiermittel getrennt werden.
Das Acetophenonausgangsmaterial der allgemeinen Formel (II) kann dadurch hergestellt werden, dass man Imidazol oder Triazol mit dem entsprechenden alpha-Halogenketon (beispielsweise einem alpha-Chloro- oder alpha-Bromoketon) unter Verwendung von in der Literatur beschriebenen Verfahren zur Umsetzung bringt. Üblicherweise wird das alpha-Halogenketon in einem zweckmäßigen Lösungsmittel (vorzugsweise Acetonitril oder ein hydroxyliertes Lösungsmittel) zum Imidazol oder Triazol in dem gleichen Lösungsmittel bei niedrigen Temperaturen zugegeben. Das Produkt kann durch Entfernung des Lösungsmittels und Extraktion des Rückstands in ein organisches Lösungsmittel unter Waschen isoliert werden. Die Entfernung des Lösungsmittels ergibt die gewünschte Verbindung, die aus einem zweckmäßigen Lösungsmittel kristallisiert werden kann.
Alternativ können die Verbindungen der allgemeinen Formel (I) dadurch hergestellt werden, dass man in bekannter Weise eine Verbindung der allgemeinen Formel (III):
worin n, Y, Z und R[tief]1 bis R[tief]4 die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, oder ein Salz davon dehydriert. Die Dehydrierung kann beispielsweise durch Umsetzung mit Brom in Essigsäure und anschließende Dehydrobromierung oder direkt durch Umsetzung mit 2,3-Di-
chloro-5,6-dicyano-1,4-benzochinon (DDQ) ausgeführt werden.
Die Verbindungen, worin Z für ein Derivat von =C=O steht, können aus der entsprechenden Carbonylverbindung unter Verwendung von in der Literatur beschriebenen Standardtechniken hergestellt werden.
Die Verbindungen sind gegen eine große Reihe von Pilzerkrankungen aktiv, insbesondere gegen die folgenden:
Puccinia recondita und andere Rosterkrankungen an Weizen und Rosterkrankungen an anderen Wirtspflanzen
Plasmopara viticola am Rebstock
Erysiphe graminis (Pulvermehltau) an Gerste und Weizen und andere Pulvermehltauerkrankungen an verschiedenen Wirtspflanzen, wie z.B. Sphaerotheca fuliginea an Gurken, Podospaera leucotricha an Äpfeln und Uncinula necator am Rebstock
Botrytis cinerea (Grauschimmel) an Tomaten, Erdbeeren, Rebstöcken und anderen Wirtspflanzen
Piricularia oryzae an Reis
Colletotrichum lindemuthianum
Phytophthora infestans (späte Trockenfäule) an Kartoffeln und Tomaten.
Einige der Verbindungen besitzen auch einen breiten Bereich von Aktivitäten gegen Pilze in vitro.
Außerdem sind einige der Verbindungen in Form von Saatbeizen aktiv gegen Fusarium spp., Septoria spp., Tilletia spp. und Pyrenophora spp. an Getreide.
Die Verbindungen besitzen auch gewisse Pflanzenwachstums-, Herbizid-, Antibakterien-, Antialgen- und Antivirenaktivitäten.
Die Verbindungen können als solche für die Bekämpfung von Pilzen verwendet werden, werden aber zweckmäßig für diese Verwendung in Zusammensetzungen formuliert.
Die Erfindung betrifft deshalb auch fungizide Zusammensetzungen, die als aktiven Bestandteil eine erfindungsgemäße Imidazol- oder Triazolverbindung oder ein Salz davon und daneben einen Träger für
den aktiven Bestandteil enthalten.
Die Erfindung betrifft schließlich auch ein Verfahren zur Bekämpfung von Pilzerkrankungen an Pflanzen, welches dadurch ausgeführt wird, dass man die Pflanzen, den Samen der Pflanzen oder den Ort, der die Pflanzen oder den Samen umgibt, mit einer erfindungsgmäßen Imidazo- oder Triazolverbindung oder einem Salz davon behandelt.
Die Verbindungen können zur Bekämpfung von Pflanzenschädlingen und zur Behandlung von Pflanzen oder Samen auf verschiedenen Wegen verwendet werden. Beispielsweise können sie in formulierter oder unformulierter Form direkt auf das Laubwerk einer Pflanze aufgebracht werden, das infiziert ist oder dem eine Infektion droht. Sie können außerdem auch auf Büsche und Bäume, auf Samen oder auf ein anderes Medium, in welchem Pflanzen, Büsche oder Bäume wachsen oder gepflanzt werden sollen, aufgebracht werden. Schließlich können sie auch durch Spritzen, Stäuben oder als Creme- oder Pastenpräparat angewendet werden. Die Anwendung kann auf jeden Teil der Pflanze, des Busches oder des Baums erfolgen, wie z.B. auf das Laubwerk, die Stengel, die Äste oder Wurzeln. Die Anwendung kann auch auf den die Wurzeln umgebenden Boden erfolgen.
Der Ausdruck "Behandlung", wie er hier verwendet wird, bezieht sich auf alle diese Aufbringarten, und außerdem bezieht sich der Ausdruck "Pflanzen" auch auf Sämlinge, Büsche und Bäume. Die Erfindung umfasst weiterhin vorbeugende, schützende, prophylaktische und ausrottende Behandlung.
Die Verbindungen werden vorzugsweise für gartenbauliche und landwirtschaftliche Zwecke in Form einer Zusammensetzung verwendet. Die Art der Zusammensetzung für den betreffenden Fall richtet sich nach dem vorgesehenen Verwendungszweck.
Die Zusammensetzungen können die Form von Stäubepulvern oder Granalien aufweisen, welche den aktiven Bestandteil und ein festes Verdünnungsmittel oder Trägermittel enthalten, wie z.B. Kaolin, Bentonit, Kieselgur, Dolomit, Calciumcarbonat, Talkum pulverisierte Magnesia, Fuller´sche Erde, Gips, Hewitt´sche Erde, Diatomeen-
erde und Porzellanerde. Zusammensetzungen für die Saatbeize können beispielsweise ein Mittel (wie z.B. ein Mineralöl) enthalten, welches die Haftung der Zusammensetzung am Samen unterstützt.
Die Zusammensetzungen können auch die Form von dispergierbaren Pulvern oder Körner aufweisen, die ein Netzmittel enthalten, um die Dispergierung des Pulvers oder der Körner in Flüssigkeiten zu erleichtern. Das Pulver und die Körner können dabei auch Füllstoffe und Suspendiermittel enthalten.
Die wässrigen Dispersionen oder Emulsionen können dadurch hergestellt werden, dass man den oder die aktiven Bestandteil(e) in einem organischen Lösungsmittel auflöst, welches ggf. ein Netzmittel, Dispergiermittel oder Emulgiermittel enthält, und dass man dann dieses Gemisch in Wasser einbringt, welches ebenfalls ein Netzmittel, Dispergiermittel oder Emulgiermittel enthalten kann. Geeignete Lösungsmittel sind Äthylendichlorid, Isopropylalkohol, Propylenglykol, Diacetonalkohol, Toluol, Kerosin, Methylnaphthalin, die Yylole und Trichloräthylen.
Die Zusammensetzungen können als Spritzmittel verwendet werden und auch die Form von Aerosolen aufweisen, wobei das Präparat in einem Behälter in Gegenwart eines Treibmittels, wie z.B. Fluorotrichloromethan oder Dichlorodifluoromethan, unter Druck gehalten wird.
Durch Einschluss geeigneter Zusätze, wie z.B. Zusätze zur Verbesserung der Verteilung, der Haftkraft und der Widerstandsfähigkeit gegenüber Regen auf den behandelten Oberflächen, können die verschiedenen Zusammensetzungen besser an die verschiedenen Anwendungszwecke angepasst werden.
Die Verbindungen können auch als Gemische mit Düngemitteln verwendet werden (wie z.B. stickstoff- oder phosphorhaltige Düngemittel). Zusammensetzungen, die nur aus Düngemittelgranalien bestehen und die Triazolverbindung enthalten, wie z.B. damit beschichtet sind, werden bevorzugt. Die Erfindung betrifft deshalb auch eine Düngemittelzusammensetzung, welche die Verbindung enthält.
Die Zusammensetzungen können auch die Form von flüssigen Präpara-
ten aufweisen, die als Tauchmittel oder Spritzmittel verwendet werden und die im allgemeinen wässrige Dispersionen oder Emulsionen sind, die den aktiven Bestandteil in Gegenwart ein oder mehrerer Netzmittel, Dispergiermittel, Emulgiermittel oder Suspendiermittel enthalten. Diese Mittel können kationischer, anionischer oder nicht-ionischer Natur sein.
Geeignete kationische Mittel sind quaternäre Ammoniumverbindungen, wie z.B. Cetyltrimethylammoniumbromid. Geeignete anionische Mittel sind Seifen, Salze von aliphatischen Monoestern der Schwefelsäure (wie z.B. Natriumlaurylsulfat) und Salze von sulfonierten aromatischen Verbindungen (wie z.B. Natrium-dodecylbenzolsulfonat, Natrium-, Calcium- oder Ammoniumlignosulfonat, Butylnaphtalinsulfonat und ein Gemisch aus Natzrium-diisopropyl- und -triisopropyl-naphthalinsulfonat). Geeignete nicht-ionische mittel sind die Kondensationsprodukte von Äthylenoxid mit Fettalkoholen, wie z.B. Oleylalkohol oder Cetylalkohol, oder mit Alkylphenol, wie z.B. Octylphenol, Nonylphenol und Octylkresol. Andere nicht-ionische Mittel sind die Teilester, die sich von langkettigen Fettsäuren und Hexitanhydriden ableiten, die Kondensationsprodukte der erwähnten Teilester mit Äthylenoxid und die Lecithine. Geeignete Suspendiermittel sind hydrophile Kolloide (wie z.B. Polyvinylpyrrolidon und Natrium-carboxymethylcellulose) sowie die pflanzlichen Gummis (wie z.B. Akaziengummi und Tragacanthgummi)
Die Zusammensetzungen, die als wässrige Dispersionen oder Emulsionen verwendet werden, werden im allgemeinen in Form eines Konzentrats geliefert, welches einen hohen Anteil des oder der aktiven Bestandteile enthält, wobei das Konzentrat vor der Verwendung mit Wasser zu verdünnen ist. Diese Konzentrate müssen oftmals eine längere Lagerzeit aushalten und nach einer solchen Lagerung noch mit Wasser verdünnt werden können, um wässrige Präparate herzustellen, die eine ausreichende Zeit homogen bleiben, dass sie durch eine herkömmliche Spritzvorrichtung angewendet werden können. Die Konzentrate können zweckmäßig 10-85 Gew.-%, im allgemeinen 25-60 Gew.-%, des oder der aktiven Bestandteile enthalten.Wenn sie zur Herstellung wässriger Präparate verdünnt werden, dann können diese Präparate verschiedene Mengen des oder der aktiven Bestandteile enthalten, je nach dem vorgesehenen Verwendungszweck. Ein wässriges
Präparat, das 0,0005 oder 0,01 bis 10 Gew.-% des oder der aktiven Bestandteile enthält, kann jedoch im allgemeinen gut verwendet werden.
Die erfindungsgemäßen Zusammensetzungen können auch andere Verbindungen enthalten, die eine biologische Aktivität besitzen (z.B. wachstumstimulierende Substanzen wie beispielsweise die Gibberelline. Sie können außerdem Stabilisiermittel, wie z.B. Epocide (beispielsweise Epichlorhydrin), enthalten.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert. Die Temperaturen sind in Grad C angegeben.
Beispiel 1
1-(1,2,4-Triazol-1-yl)-1-p-chlorophenacylstyrol (Verbindung 2)
Stufe I. Zu 4,64 g alpha-Bromo-p-chloroacetophenon in 50 ml Acetonitril wurden 1,4 g 1,2,4-triazol und dann 2 g Triäthylamin zugegeben. Das Gemisch wurde 2 st bei Raumtemperatur gerührt und dann 1 st auf Rückfluß gehalten. Das Lösungsmittel wurde unter vermindertem Druck entfernt, und zum Rückstand wurde dann Wasser zugegeben. Der gelbe Feststoff, der ausfiel, wurde abfiltriert, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Kristallisation aus Äthanol/Petroläther (60-80 Grad) ergab alpha-1,2,4-Triazol-1-yl-p-chloroacetophenon als cremefarbige Plättchen, Fp 148-150 Grad.
Stufe II. 3,35 g alpha-1,2,4-Triazol-1-yl-p-chloroacetophenon, 1,59 g Benzaldehyd und 6 Tropfen Piperidin wurden in 30 ml Toluol in einer Azeotropieranlage auf Rückfluß gehalten, bis kein Wasser mehr abgeschieden wurde. Dies dauerte ungefähr 8 st. Das Toluol wurde in Vakuum entfernt, und der Rückstand wurde in Methylenchlorid aufgenommen. Die organische Schicht wurde mit Wasser gewaschen und über MgSO[tief]4 getrocknet, worauf das Lösungsmittel entfernt wurde. Das zurückbleibende Öl verfestigte sich beim Abkühlen. Kristallisation aus Äthanol/Petroläther (60-80 Grad) ergab die oben angegebene Verbindung als gelben kristallinen Feststoff, Fp 115-117 Grad.
Die Verbindung 2 kann auch durch folgendes Verfahren hergestellt werden. 1,6 g alpha-Benzyl-alpha-triazol-1-yl-p-chloroacetophenon in 15 ml
Essigsäure wurden mit 0,8 g Brom behandelt, worauf das Gemisch 6 st auf Rückfluß gehalten wurde. Dünnschichtchromatografie über Silicagel ergab, dass zwei Komponenten im Reaktionsgemisch anwesend waren. Nach weiterer Erhitzung auf Rückfluß fand keine Änderung statt. Dann wurde Essigsäure in Vakuum abgedampft. Der Rückstand wurde mit Wasser behandelt und mit Methylenchlorid extrahiert. Die organische Schicht wurde mit Wasser, Natriumbicarbonatlösung und wiederum Wasser gewaschen und dann über Na[tief]2SO[tief]4 getrocknet. Das Lösungsmittel wurde entfernt, und das zurückbleibende Öl wurde auf Silicagel (0,250-0,125 mm) chromatografiert, wobei eine Elution mit Petroläther (60-80 Grad)/Äthylacetat im Verhältnis von 1;1 stattfand. Die oben angegebene Verbindung wurde in Form eines blaßgelben Feststoffs in niedriger Ausbeute erhalten, Fp 115-117 Grad.
Beispiel 2
1-(1,2,4-Triazol-1-yl)-1-p-chlorophenacyl-p-fluorostyrol (Verbindungen 12 und 23)
25 g alpha-1,2,4-Triazol-1-yl-p-chloroacetophenon, 14, 25 g p-Fluorobenzaldehyd, 10 Tropfen Piperidin und 20 Tropfen Essigsäure wurden in 200 ml Toluol in einer Azeotropieranlage auf Rückfluß gehalten, bis kein Wasser mehr abgeschieden wurde. Dies dauerte ungefähr 2 st. Entfernung des Toluols ergab einen gelben Feststoff, der aus Äthylacetat/Petroläther (60-80 Grad) kristallisiert wurde. Eines der geometrischen Isomeren von 1-(1,2,4-Triazol-1-yl)-1-p-chlorophenyl-p-fluorostyrol wurde als gelber kristalliner Feststoff erhalten, Fp 167-169 Grad. Das andere Isomer wurde aus dem Filtrat durch präparative Dünnschichtchromatografie aus Silicagel (Merck Silicagel F-254) unter Verwendung von Äthylacetat/Petroläther (60-80 Grad) im Verhältnis 1:1 als Eluirmittel isoliert. Kristallisation aus Äthylacetat/Petroläther (60-80 Grad) ergab dieses Isomer, Fp 114-115 Grad.
Beispie 3
1-Imidazol-1-yl-1-phenacyl-o-fluorostyrol (Verbindung 44)
Stufe I. 0,05 Mol Phenacylbromid und 0,02 Mol Imidazol wurden 3 st
bei 0 Grad in 50 ml Methanol gerührt. Das Methanol wurde in Vakuum entfernt, und der Rückstand wurde in 300 ml Methylenchlorid aufgenommen, 3mal mit je 100 ml Wasser gewaschen und über wasserfreiem Natriumsulfat getrocknet. Entfernung des Lösungsmittels ergab einen festen Rückstand, der bei Umkristallisation aus Äthylacetat 2-(Imidazol-1-yl)acetophenon (60 %) in Form hellbrauner Nadeln ergab, Fp 112-113 Grad.
Stufe II. 0,03 Mol 2-(Imidazol-1-yl)acetophenon, 0,03 Mol 2-Fluorobenzaldehyd, 2 Tropfen Piperidin und 4 Tropfen Eisessig wurden in 25 ml Toluol 10 st auf Rückfluß gehalten. Das Lösungsmittel wurde dann in Vakuum entfernt, und der resultierende braune Feststoff wurde mit Äthylacetalt/Petroläther gewaschen. Umkristallisation aus Äthylacetat ergab 1-Imidazol-1-yl-1-pheracyl-o-fluorostyrol in Form blaßgelber Kristalle.
Beispiel 4
1-Imidazol-1-yl-1-phenacyl-p-nitrostyrol (Verbindungen 36 und 42)
0,03 Mol 2-(Imidazol-1-yl)acetophenon, 0,03 Mol 4-Nitrobenzaldehyd, 2 Tropfen Piperidin und 4 Tropfen Eisessg wurden in 50 ml Toluol 10 st auf Rückfluß gehalten. Das Lösungsmittel wurde dann in Vakuum entfernt, und der zurückbleibende braune Feststoff wurde durch Kolonnenchromatografie auf Silica gereinigt, wobei mit Äthylacetat/Petroläther im Verhältnis von 7:3 eluiert wurde. Es wurde die Verbindung 42 in Form eines blaßgelben kristallinen Feststoffs, Fp 158-160 Grad (Äthylacetat/Petroläther), und die Verbindung 36 in Form eines blaßgelben kristallinen Feststoffs, FB 154-156 Grad (Äthylacetat/Petroläther), erhalten.
Beispiel 5
Die Imidazol-und Triazolverbindungen wurden gegen eine Reihe von Pilzerkrankungen an Blattpflanzen getestet. Die verwendete Technik war wie folgt.
Die Pflanzen wurden in John Innes Potting compost (Nr. 1 oder Seed, je nach Zweckmäßigkeit) in Minitöpfen mit 4 cm Durchmesser gezogen. Eine feine Sandschicht wurde am Boden des Topfs angeord-
net, um die Aufnahme der Testverbindung durch die Wurzeln zu erleichtern. Vermiculit wurde zum Abdecken des Samens bei den Bodenversuchen verwendet.
Die Testverbindungen wurden entweder durch Mahlen mit wässrigem Dispersol T in einer Kugelmühle oder durch Auflösen in Aceton/Äthanol, welches unmittelbar vor der Verwendung auf die gewünschte Konzentration verdünnt wurde, formuliert. Für die Blatterkrankungen wurden Suspensionen von 100 ppm aktivem Bestandteil auf das Laubwerk gespritzt und auf die Wurzeln der gleichen Pflanzen über den Boden aufgebracht.(Das Spritzen wurde bis zur maximalen Festhaltung durchgeführt, und die Wurzeltränken wurden bis zu einer endgültigen Konzentration von annähernd 40 ppm aktiver Bestandteil/trockener Boden aufgebracht). Tween 20 wurde bis zu einer Endkonzentration von 0,1 % zugegeben, wenn das Spritzmittel auf Getreide aufgebraucht wurde.
Für die meisten Versuche wurde die Testverbindung auf den Boden und auf das Laubwerk 1 oder 2 Tage vor dem Beimpfen der Pflanzen mit den Erkrankungen aufgebracht. Eine Ausnahme ergab sich bei dem Test mit Erysiphe graminis, wobei die Pflanzen 24 st vor der Behandlung beimpft wurden. Nach der Beimpfung wurden die Pflanzen in eine entsprechende Umgebung gebracht, so dass die Infizierung sich ausbreiten konnte, worauf dann eine Inkubierung stattfand, bis die Erkrankung für die Bestimmung bereit war. Die Zeit zwischen der Beimpfung und der Bestimmung variierte von 4 bis 14 Tagen, je nach der Erkrankung und der Umgebung.
Die Bekämpfung der Erkrankung wurde durch folgende Einstufung festgehalten:
4 = keine Erkrankung
3 = 0-5 % Erkrankung
2 = 6-25 % Erkrankung
1 = 26-60 % Erkrankung
0 =>60 % Erkrankung
Die Resultate sind in Tabelle III angegeben.
| Tabelle III |
| Tabelle III, Fortsetzung |
| Tabelle III, Fortsetzung |
| Tabelle III, Forstsetzung |
| Tabelle III, Fortsetzung |
| Tabelle III, Fortsetzung |
Claims (7)
1. Verbindungen der allgemeinen Formel (I):
worin Y für =N- oder =C(R)- steht, R, R[tief] 1 und R[tief 2], welche gleich oder verschieden sein können, jeweils für Wasserstoff, Halogen, Nitro oder Alkyl stehen, R[tief 3] für Wasserstoff oder Furyl, Thienyl oder Hydrocarbyl, das ggf. durch Halogen, Acyloxy, Cyano, Hydroxy, Nitro, Alkoxy oder unsubstituiertes oder halogensubstituiertes Alkyl substituiert ist, steht, R[tief]4 für Wasserstoff, Halogen, Nitro, Phenyl, Alkoxy oder unsubstituiertes oder halogensubstituiertes Alkyl steht, n für eine ganze Zahl von 1 bis 5 steht und Z für =C=O oder ein Derivat davon steht, sowie die Salze dieser Verbindungen.
2. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Y für =N- steht und R[tief]3 für Propyl, Phenyl, Fluorophenyl, Chlorophenyl, Nitrophenyl, Methoxyphenyl, Butoxyphenyl, Cyanophenyl, Hydroxyphenyl, Acetoxphenyl, Dichlorophenyl, Dimethoxyphenyl, Biphenyl, 2-Thinyl oder 2-Furyl steht.
3. Verbindungen nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass R[tief]4 für Wasserstoff, Fluor, Chlor oder Phenyl steht.
4. Verbindungen nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Y für =C(R)- steht und R[tief]3 für Propyl, Phenyl, Fluorophenyl, Chlorophenyl, Nitrophenyl, Dichlorophenyl oder Chloro-2-thienyl steht.
5.Verbindungen nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass n für 1 und R[tief]4 für Wasserstoff, Fluor, Chlor oder Phenyl steht oder dass n für 2 und R[tief]4 für Chlor steht.
6. Verfahren zur Herstellung von Verbindungen nach einem der vor-
hergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass man (a) eine Verbindung der allgemeinen Formel (II):
worin Z, Y, R[tief]1, R[tief]2, R[tief]4 und n die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, oder ein Salz davon mit einem geeigneten Aldehyd umsetzt, oder
(b) eine Verbindung der allgemeinen Forme (III)
worin Z, Y, R[tief]1, R[tief]2, R[tief]3, R[tief]4 und n die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, oder ein Salz davon dehydriert.
7. Fungizide Zusammensetzungen, dadurch gekennzeichnet, dass sie als aktiven Bestandteil eine Verbindung oder ein Salz nach einem der Ansprüche 1 bis 5 und einen Träger für den aktiven Bestandteil enthalten.
Applications Claiming Priority (3)
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| GB1897276 | 1976-05-07 | ||
| GB3483676 | 1976-08-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2645617A1 true DE2645617A1 (de) | 1977-04-21 |
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|---|---|---|---|
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