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DE2534075A1 - Verfahren zur gewinnung von epsilon- caprolactam aus einem epsilon-caprolactam-schwefelsaeure-reaktionsgemisch - Google Patents

Verfahren zur gewinnung von epsilon- caprolactam aus einem epsilon-caprolactam-schwefelsaeure-reaktionsgemisch

Info

Publication number
DE2534075A1
DE2534075A1 DE19752534075 DE2534075A DE2534075A1 DE 2534075 A1 DE2534075 A1 DE 2534075A1 DE 19752534075 DE19752534075 DE 19752534075 DE 2534075 A DE2534075 A DE 2534075A DE 2534075 A1 DE2534075 A1 DE 2534075A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lactam
sulfuric acid
ammonium sulfate
reaction mixture
neutralization
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752534075
Other languages
English (en)
Inventor
Jan Elmendorp
Abraham Hermanus De Rooij
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Stamicarbon BV
Original Assignee
Stamicarbon BV
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Stamicarbon BV filed Critical Stamicarbon BV
Publication of DE2534075A1 publication Critical patent/DE2534075A1/de
Pending legal-status Critical Current

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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D201/00Preparation, separation, purification or stabilisation of unsubstituted lactams
    • C07D201/16Separation or purification

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pyrrole Compounds (AREA)
  • Hydrogenated Pyridines (AREA)
  • Other In-Based Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Removal Of Specific Substances (AREA)
  • Extraction Or Liquid Replacement (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Kennzeichen 2701 3| ? ζ ^ Λ. Π 7 ^
Dr.F.ZumsUln stn. · Dr.E. Assmann
Dr. R. Koenigaberger - Dipl.. Phys. R. Holzbauer
Dipl. -Ing. F. Klingseisen · Dr. F. Zumstein jun.
Patentanwälte 8 München 2, BräuhauaatraBe 4.
STAMICARDON B.V. , GELBEN (Niederlande) Verfahren zur Gewinnung von β-Caprolactam aus einem S-Caprolactam- Schwef elsaure-Reaktionsgeinisch
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Gewinnung von 6-Caprolactam aus einem S-Caprolactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisch, bei dem die Schwefelsaure in Anwesenheit von Wasser mit Hilfe von Ammoniak neutralisiert wird.
Ein solches Reaktionsgemisch entsteht z.B. bei der Beckmannschen Umlagerung von Cyclohexanonoxim zu ε-Caprolactam mit Hilfe von Schwefelsäure, Oleum oder Schwefeltrioxid, oder bei der Herstelling von 8-Caprolactam durch Reaktion von Cyclohexancarbonsaure oder einem Derivat davon mit einem Nitrosierungsmittel in Anwesenheit von Schwefelsaure. Um aus dem genannten Reaktionsgemisch das Caprolactam (Ausgangsstoff fur die Herstellung von Nylon-6) zu gewinnen, kann man das Gemisch auf bekannte Weise in einem Neutralisationsgefass unter gleichzeitiger Bildung einer obenschwimmenden Lactamschicht und einer aus einer konzentrierten Ammoniumsulfatlosung bestehenden unteren Schicht mit Ammoniakwasser behandeln, beide Schichten voneinander trennen und weiter aufarbeiten (siehe z.B. die amerikanische Patentschrift 2.605.261). Die Neutralisation kann auch unter uberatmospharischen Druck in Anwesenheit von Ammonxumsulfatkristallen und von einer
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zuruckgewalztes Ammoniumsulfat enthaltenden Mutterlauge durchgeführt werden, die nach Abtrennung von festem Ammoniumsulfat aus der ammoniumsulfathaltigen unteren Schicht erhalten wird, wie beschrieben in der dputMhan Fat«xtana»14wc F4M2KrftM Die frei werdende Neutralisationswanne kann dann zum Umsetzen von Wasser in Dampf benutzt werden. Dabei wird vorzugsweise ein Druck zwischen 1 und at verwendet, da fur die Anwendung eines höheren Druckes eine höhere Temperatur erforderlich ist und die Lactamverluste durch Hydrolyse dann grosser sind. '
Es wurde nunmehr gefunden, dass bei Durchfuhrung der Neutralisation unter Uberatmospharischem Druck aber in Abwesenheit von zuruckgewalzter Ammoniumsulfat enthaltender Mutterlauge und/oder von Ammoniumsulfatkristallen eine kürzere Verweilzeit des Lactams im Neutralisationsgefäss realisiert werden kann, so dass bei der Dampferzeugung mit nur sehr geringen Verlusten durch Lactamhydrolyse, auch Temperaturen, gehörend zu Druckwerten über 2 at, z.B. 2-5 at verwendet werden können.
Das erfindungsgemass Verfahren zur Gewinnung von 6-Caprolactam aus einem ε-Caprolactam-Schwefelsaure-Reaktionsgemisch, bei dem die Schwefelsaure in Anwesenheit von Wasser mit Hilfe von Ammoniak neutralisiert wird, wird dadurch gekennzeichnet, dass man die Neutralisation unter überatmosphärischem Druck in Abwesenheit von Ammoniumsulfatkristallen und/oder zuruckgewalztes Ammoniumsulfat enthaltender ltfutterlauge durchfuhrt, die Neutralisationswarme durch Verdampfung von Wasser unter gleichzeitiger Dampfbildung ablässt und das neutralisierte Gemisch in eine Lactamschicht und eine wasserige Ammoniumsulfatschicht trennt.
Im Vergleich zur bekannten Neutralisation unter atmosphärischem Druck bietet das erfindungsgemasse Verfahren die nachfolgenden Vorteile:
a. Die Neutralisationswarme kann ohne Wärmeaustauscher abgelassen werden;
b. Die Neutralisationswarme wird zur Dampferzeugung benutzt.
c. Durch das Auftreten von Siedeerscheinungen im Reaktionsgemisch wird eine bessere Mischung erzielt.
d. Der Ablass der Neutralisationswarme erfolgt bei nahezu gleichbleibender Temperatur; hierdurch ist eine weitaus bessere Regelung der Temperatur gewahrleistet als beim Ablass dieser warme mittels Kühlwasser mit einem Wärmeaustauscher, in dem sich Kristalle ablagern können.
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ORIGINAL INSPECTED
Das erfindungsgemasse Verfahren kann bei mehreren UberatmospMrischen Drucken ausgeführt werden. Wenn der Druck zunimmt, erhalt man auch Dampf mit einem höheren Druck, zugleich nimmt jedoch die Gefahr der zu hohen Lactamverluste durch Hydrolyse zu. Bis zu einem Druck von etwa 10 at zeigen sich diese Druckverluste noch akzeptabel. Es zeigt sich, dass ein Druck von 2-5 at für die Praxis am besten geeignet ist.
Gewöhnlich enthalt das zu neutralisierende Reaktionsgemisch 1,3-1,7 Mol Schwefelsaure je Mol Lactam. Das Ammoniak wird vorzugsweise in Form von Gas zugesetzt. Es ist auch möglich, das Ammoniak als wässrige Lösung mit zum Beispiel 20-25 Gew.-% NH„ beizugeben, was jedoch weniger geeignet
Die beim erfindungsgemässen Verfahren erhaltene wässerige Ammoniumsulfatschicht sowie die Lactaraschicht, können auf die bekannte Weise aufgearbeitet werden.
Gemass der vorliegenden Erfindung kann die wässerige Ammoniumsulfatschicht auf besonders gut geeignete Weise aufgearbeitet werden, wenn man diese Schicht, ggf. nach Wärmeaustausch mit dem zur Dampfbildung benötigten Wasser, einer zweiten Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches beigibt und aus dem anfallenden Gemisch Lactam und festes Ammoniumsulfat durch Neutralisation der Schwefelsaure mit Ammoniak gewinnt und zwar in Anwesenheit einer umlaufenden Menge Ammoniumsulfatlösung und unter gleichzeitiger Bildung von Ammoniumsulfatkristallen bei einem niedrigeren Druck als bei dem die Neutralisation der ursprunglichen Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches stattfindet, vorzugsweise bei atmosphärischem Druck, und durch Ablass der Neutralisationswarme mittels Verdampfung des in der Lösung befindlichen Wassers. FUr eine solche Aufarbeitung der wässerigen, bei der Neutralisation der ursprünglichen Menge des Lactam-Schwef elsaure-Reaktionsgemisches erhaltenen Ammoniumsulfatschicht wird keine Kristallisationsapparatur benötigt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung kann man die wässerige
Ammoniumsulfatschicht auch aufarbeiten, indem man diese Schicht ebenfalls einer neuen Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches zufuhrt, das so erhaltene Gemisch dann jedoch einer Extraktion mit z.B. Chloroform unter gleichzeitiger Bildung einer wässerigen Schicht und ,einer Lösung von Lactam im Extraktionsmittel unterzieht und aus dieser Lösung das Lactam gewinnt. Diese Aufarbeitungsmethode bietet den Vorteil, dass man das bei der Neutralisation der ursprünglichen Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches gebildete Ammoniumsulfat bei der Gewinnung von Lactam
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aus der neuen Menge des Lactam-Schwef elsaure-Reaktionsgemisches unter gleichzeitiger Bildung einer anrmoniumwasserstoffsulfathaltigen wässerigen Lösung benutzen kann; es ist bei dieser Methode nicht erforderlich, neben Lactam auch Ammoniumsulfat herzustellen. Die so erhaltene {
ammoniumwasserstoffsulfathaltige Lösung kann z.B. unter gleichzeitiger Bildung von Schwefeldioxid verbrannt werden. Auf Wunsch kann man bei. dieser Aufarbeitungsmethode die aus der ursprünglichen Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches erhaltene Lactamschicht dem zu extrahierenden Gemisch beigeben.
Das erfindungsgemässe Verfahren wird nachstehend anhand der beiliegenden Figuren weiter erläutert werden, in denen zwei Ausfuhrungsformen schematisch dargestellt sind.
In Figur 1 wird die Ausfuhrungsform dargestellt, bei der die so erhaltene Ammoniumsulfatschicht einer Menge des Lactam-Schwefelsaure-Reaktionsgemisches beigegeben wird und aus dem Gemisch unter einem niedrigeren Druck Lactam und festes Ammoniumsulfat gewonnen werden.
Figur 2 zeigt die schematische AusfUhrungsform des Verfahrens, bei dem die Ammoniumsulfatschicht zum Herabsetzen des Säuregrades einer zweiten Menge des Umlagerungsgemisch.es benutzt wird.
In Figur 1 bezeichnet:
A einen ersten Neutralisationsreaktor,
B einen Abscheider,
C einen zweiten Neutralisationsreaktor,
D ein Aufkochgefäss,
E einen Kondensator,
F ein Absetzgefäss,
G eine Zentrifuge.
Der erste Neutralisationreaktor A besteht aus einem Neutralisationsgefäss 1 und einem Wascher 2. Der zweite Neutralisationsreaktor C ist an der oberen Seite mittels eines Seitenarmes mit dem kugelförmigen Aufkockgefäss D verbunden, in dem der Seitenarm tangential mundet. Auf dem Aufkochgefäss D ist ein mit einem Kühlmantel 20 versehener Kondensator E angebracht. Das Aufkochgefäss D mündet an der unteren Seite über ein Tauchrohr 22 im Absetzgefäss F. Dieses Gefäss steht wiederum mit der unteren Seite des zweiten Neutralisationsreaktors C in Verbindung. Wenn die Vorrichtung in Betrieb ist, wird über eine Leitung 3 ein Lactam-Schwef elsäure-Gemisch und über eine Leitung 4 Ammoniak in das unter uberatmospharischem Druck betriebene Neutralisationsgefäss 1 eingeleitet.
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Aus dem Reaktor wird durch eine Leitung 6 ein Gemisch von Lactam und Ammoniumsulfatlösung zum Abscheider B geleitet.
Eventuell kann im Neutralisator 1 ein Führungszylinder 5 angebracht werden, der eine optimale Mischung im Reaktor ermöglichen soll. Dazu kann auch ein Teil der Ammoniumsulfatlosung, die als untere Schicht im Abscheider B abgetrennt und über eine mit einem Expansionsventil 11 versehene Leitung
12 in den zweiten Neutralisationsreaktor eingeleitet wird, über eine Leitung
13 zurückgeführt werden. Der durch die freiwerdende Reaktionswärme im Neutralisationsgefäss erzeugte Dampf wird über den mit Böden 7 versehenen Wascher 2 und die mit einem Absperrventil 9 versehene Leitung 10 abgeführt. Das zum Auswaschen des eventuell mit dem Dampf mitgefuhrten Lactams und Ammoniaks benötigte Wasser wird durch eine Leitung 8 in den oberen Teil des Waschers 2 eingeleitet.
Über eine Leitung 6 strömt das neutralisierte Gemisch zum Abscheider B, in dem sich zwei Schichten bilden - eine obenschwimmende Lactamschicht und eine aus der Ammoniumsulfatlösung bestehende untere Schicht.
Die Lactamschicht wird als Produkt durch eine Leitung 14 abgelassen. Die Ammoniumsulfatlösung wird durch die Leitung 12 in den zweiten Neutralisationsreaktor C eingeleitet. Diesem werden über eine Leitung 17 ausserdem eine zweite Menge des Umlagerungsgemisches, über eine Leitung 15 Ammoniak und auf Wunsch über eine Leitung 16 Wasser zugeführt. Der zweite Neutralisationsreaktor C wird bei einem niedrigeren Druck als der Reaktor A betrieben, z.B. bei atmosphärischem Druck.
Das siedende Gemisch, eine Suspension von Ammoniumsulfatkristallen in einer ammoniumsulfatgesättigten Lactamlösung, strömt über das Aufkochgefäss D und das Klärgefass F in den unteren Teil der Kolonne C zurück. Die zugefuhrte hochkonzentrierte Säure wird durch diese umlaufende FlUssigkeitsmasse stark verdünnt; hierdurch wird die Gefahr einer örtlich zu hohen Säurekonzentration und der dadurch verursachten Lactamhydrolyse vermieden.
Bei der abgebildeten Laborapparatur wird der Kreislauf dadurch aufrechterhalten, dass über die Leitung 15 zusammen mit NHL-Gas auch Stickstoff zugeführt wird, so dass die aufsteigenden Gasblasen den erwünschten Kreislauf veranlassen. In industriellem Massstab kann der Kreislauf mit Hilfe einer Pumpe aufrechterhalten werden.
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Der im Aufkochgefass D produzierte Wasserdampf wird teilweise Über den Kondensator K und die Leitung 21 abgelassen. Ein Kühler 20, dessen Kühlwasser über die Leitungen 18 und 19 zugeführt bzw. abgelassen wird, sorgt fur die erforderliche KUhlung des Kondensators E. Auf Wunsch kann dem System durch die Leitung 21 auch Wasser zugeführt werden. Unten im Kondensator E sind einige Böden 23 angebracht worden, mit deren Hilfe das mit dem Wasserdampf mitgefuhrte Lactam ausgewaschen wird.
Der Raum zwischen der Wand und der Aussenseite .des Tauchrohrs 22 im Absetzgefäss F dient als Absetzraum; hier trennt sich eine obere 'Lactamolschicht' ab, die über eine Leitung 25 abgelassen wird.
Eine Kristallsuspension wird durch eine Leitung 25 in eine Zentrifuge G abgelassen, dem durch eine Leitung 26 Waschwasser zugeführt wird. Muttorlauge und Waschwasser werden Über eine Leitung 27 zurückgewälzt; ein Teil davon wird periodisch durch eine Leitung 28 abgelassen. Gewaschene Ammoniumsulfatkristalle werden über eine Leitung 29 als Produkt abgelassen.
In Figur 2 ist schematisch ein Verfahren dargestellt, bei dem die erhaltene Ammoniumsulfatschicht dazu dient, den SSuregrad einer zweiten Menge des Umlagerungsgemisches herabzusetzen, und bei dem das erhaltene Gemisch einer Extraktion unterzogen wird. In dieser Figur bezeichnet A eine unter uberatmospharischem Druck betriebene Neutralisationsvorrichtung B ein unter atmosphärischem Druck betriebenes Verdunnungsgefass und C eine Extraktionsvorrichtung. Durch eine Leitung 1 werden dem Druckneutralisationsgefäss A ein Lactam-Schwefelsäure-Gemisch und über eine Leitung Ammoniak zugeführt. Durch eine Leitung 4 wird der erzeugte Dampf abgelassen, nachdem aus diesem durch Zufuhr von Wasser über eine Leitung 3 das mitgefuhrte Lactam und Ammoniak ausgewaschen sind. Das anfallende Lactam wird dui'ch eine Leitung 5 abgelassen, die Ammoniumsulfatlosung wird über Leitung 6 und ein Expansionsventil 7 in das Verdunnungsgefass B eingeleitet, dem auch über eine Leitung 8 eine neue Menge des Lactara-Schwefelsaure-Gemisches, und ggf. Über eine Leitung 9 V/asser, zugeführt werden. Der warmeinhalt der Ammoniumsulfatlösung kann z.B. zum Vorerhitzen des über die Leitung 3 zuzuführenden Wassers benutzt werden. Die Temperatur im Verdunnungsgefäss wird auf etwa 30 C gehalten. Die Mengen der Ammoniumsulfatlösung und des aus Lactam-Schwefelsäure bestehenden Umlagerungsgemisches, die dein VerdUnnungsgefass B zugeführt werden, sind derart, dass das molare Verhältnis
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zwischen dem Ammoniumsulfat und der Summe von Ammoniumsulfat und Schwefelsaure im erhaltenen Gemisch zwischen 0,4 : 1 und 0,6 : 1 liegt. Nach der Verdünnung im VerdUnnungsgefits» B strömt das Gemisch durch eine Leitung 10 zur Extraktionsvorrichtung C, der durch eine Leitung 11 ein organisches Lösungsmittel fur Lactam, z.B. Chloroform, zugeführt wird. Auf Wunsch kann der Extraktionsvorrichtung C auch das Über die Leitung 5 aus der Neutralisations\rorrichtung A abgelassene Lactam zugeführt werden. Durch eine Leitung 12 wird eine Lösung von Lactam im organischen Lösungsmittel abgelassen.
Aus dieser Lösung kann auf die bekannte Weise Lactam gewonnen werden. Durch eine Leitung 13 wird dem System eine wasserige Ammoniumwasserstoffsulfatlosung entzogen. Diese Lösung kann auf bekannte Weise verarbeitet werden, sie kann z.B. durch Neutralisation und Kristallisation in festes Ammoniumsulfat umgesetzt werden. Auch kann man das Ammoniumwasserstoff sulfat dieser Lösung thermisch zersetzen, wobei Ammoniak und Schwefeltrioxid Zurückgewonnen werden, oder aber zu einem Gemisch von Stickstoff, Schwefeldioxid und Wasserdampf verbrennen. Das bei diesen Prozessen gebildete Schwefeldioxid und Schwefeltrioxid kann anschliessend zu Schwefelsäure oder Oleum verarbeitet werden, welke Verbindungen wieder bei der Lactamherstellung benutzt v/erden können.
Beispiel I
Bei einer Ausführung des in Figur 1 schematisch dargestellten Verfahrens werden dem ersten, bei 150 C und 3,4 at betriebenen, Neutralisationsreaktor A Über die Leitung 3 pro Stunde aus 1 kg Lactam und 1,3 kg Schwefelsaure bestehendes Umlagerungsgemisch und über die Leitung 4 0,45 kg Ammoniak zugeführt. Durch die Leitung 8 werden 2,51 kg Wasser eingebracht. Die Verweilzeit des Lactams im Neutralisationsreaktor A betragt etwa 20 Minuten. Die Hydrolyse des Lactams ist unter dieser Bedingung weniger als 0,5 Gew.-% Lactam, über die Leitung 10 werden pro Stunde 0,86 kg Dampf von 3,4 at abgelassen.
Dem zweiten, bei 108 C und atmosphärischem Druck betriebenen, Neutralisator C werden pro Stunde über die Leitung 12 1,75 kg Ammoniumsulfat und 1,43 kg Wasser, über die Leitung 17 0,93 kg Lactam und 1,21 kg Schwefelsaure und Über die Leitung 15 0,42 kg Ammoniak zugeführt. Die Wassermenge, die dem System durch die Leitungen 16 und 26 zufliesst, beträgt 0,26 kg.
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·*■· R —·
Durch die Leitung 21 entweichen 1,33 kg Wasserdampf. Der Ablass 28 enthält 0,1 kg Wasser und 0,1 kg Ammoniumsulfat. Über die Leitung 29 wird eine Menge von 3,28 kg Ammoniumsulfatkristalle abgelassen.
Beispiel II
Dem Reaktor A der Vorrichtung gemäss Figur 2, der bei 150 C und 3,4 at betrieben wird, werden pro Stunde über die Leitung 1 1 kg Lactam und 1,3 kg Schwefelsaure, über die Leitung 2 0,45 kg Ammoniak und über die Leitung 3 2,51 kg Wasser zugeführt. Durch die Leitung 4 werden 0,86 kg Dampf von 3,4 at abgelassen.
Dem Verdunnungsgefäss B werden über die Leitung 8 eine zweite Menge des aus 1 kg Lactam und 1,3 kg Schwefelsaure bestehenden Umlagerungsgemisches und Über die Leitung 6 1,75 kg Ammoniumsulfat und 1,43 kg Wasser zugeführt. Das Gemisch wird durch die Leitung 10 in die Extraktionsvorrichtung C eingeleitet, in der das Lactam mit 3 kg Chloroform extrahiert wird, die durch die Leitung 11 zugeführt werden. Über die Leitung 13 wird eine Ammoniumbisulfatlösung abgelassen, die 3,05 kg NU.HSO. und 3,05 kg Wasser enthalt.
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Claims (8)

PATENTANSPRÜCHE
1. Verfahren zur Gewinnung von Θ-Caprolactam aus einem ε-Caprolactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisch, bei dem die Schwefelsäure in Anwesenheit von Wasser mit Hilfe von Ammoniak neutralisiert wird, dadurch gekennzeichnet, dass man die Neutralisation unter Uberatmosphärischem Druck in Abwesenheit von Ammoniumsulfatkristallen und/oder von zurückgewälztes Ammoniumsulfat enthaltender Mutterlauge durchfuhrt, die Neutralisationswärme durch Verdampfung von Wasser unter gleichzeitiger Dampfbildung ablasst und das neutralisierte Gemisch in eine Lactamschicht und eine wässerige Ammoniumsulfatschicht trennt.
2. Verfahren gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Druck von 2-5 Atmosphäre verwendet.
3. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass man die erhaltene wässerige Ammoniumsulfatschicht einer zweiten Menge des ε-Caprolactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches zuführt und aus dem anfallenden Gemisch Lactam und festes Ammoniumsulfat gewinnt durch Neutralisation der Sclwefelsäure mit Ammoniak in Anwesenheit einer in Kreislauf befindlichen Menge Ammoniumsulfatlösung und unter gleichzeitiger Bildung von Ammoniumsulfatkristallen bei einem niedrigeren Druck als bei dem die Neutralisation der ursprünglichen Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches stattfindet, und die Neutralisationswärme mittels Verdampfung des in der Lösung vorhandenen Wassers abführt.
4. Verfahren gemäss Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass man als niedrigen Druck atmosphärischen Druck verwendet.
5. Verfahren gemäss einem der Ansprüche 1-2, dadruch gekennzeichnet, dass man die anfallende wasserige Ammoniumsulfatschicht einer zweiten Menge des S-Caprolactam-Schwefelsäure-Reaktionsgemisches beigibt und das anfallende Gemisch einer Extraktion unter gleichzeitiger Bildung einer wässerigen Schicht und einer Lösung des Lactams im benutzten Extraktionsmittel unterzieht und aus dieser Lösung das Lactam gewinnt.
6. Verfahren gemäss Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man die aus der ursprünglichen Menge des Lactam-Schwefelsäure-Reaktionsrgemisches erhaltene Lactamschicht dem zu extrahierenden Reaktionsgemisch beigibt.
7. S-Caprolactam, erhalten unter Anwendung des Verfahrens gemäss einem der vorangehenden Ansprüche.
8. Festes Ammoniumsulfat, erhalten unter Anwendung des Verfahrens gemäss Anspruch 3 oder 4.
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DE19752534075 1974-08-05 1975-07-30 Verfahren zur gewinnung von epsilon- caprolactam aus einem epsilon-caprolactam-schwefelsaeure-reaktionsgemisch Pending DE2534075A1 (de)

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