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DE2524054A1 - 1-cycloalkylmethyl-3a-(substituiertes-phenyl)-decahydroisochinoline - Google Patents

1-cycloalkylmethyl-3a-(substituiertes-phenyl)-decahydroisochinoline

Info

Publication number
DE2524054A1
DE2524054A1 DE19752524054 DE2524054A DE2524054A1 DE 2524054 A1 DE2524054 A1 DE 2524054A1 DE 19752524054 DE19752524054 DE 19752524054 DE 2524054 A DE2524054 A DE 2524054A DE 2524054 A1 DE2524054 A1 DE 2524054A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
decahydroisoquinoline
trans
formula
ether
methoxyphenyl
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19752524054
Other languages
English (en)
Inventor
Winston Stanley Marshall
Dennis Michael Zimmerman
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eli Lilly and Co
Original Assignee
Eli Lilly and Co
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Eli Lilly and Co filed Critical Eli Lilly and Co
Publication of DE2524054A1 publication Critical patent/DE2524054A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C247/00Compounds containing azido groups
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D217/00Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems
    • C07D217/12Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with radicals, substituted by hetero atoms, attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring
    • C07D217/14Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with radicals, substituted by hetero atoms, attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring other than aralkyl radicals
    • C07D217/16Heterocyclic compounds containing isoquinoline or hydrogenated isoquinoline ring systems with radicals, substituted by hetero atoms, attached to carbon atoms of the nitrogen-containing ring other than aralkyl radicals substituted by oxygen atoms

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)

Description

1-Cycloalky!methyl-3a-(substituiertes-phenyl)-decahydro-
Die Erfindung betrifft neue i-Cycloalkylmethyl-Sa-isubstituiertes-phenyl) -decahydroisochinoline/ die sich als analgetische Agonisten oder analgetische Antagonisten eignen.
Es ist.seit langem bekannt, daß man durch eine geringfügige chemische Modifikation des Morphinmoleküls analgetische Agonisten mit weit unterschiedlicher Potenz und süchtig machenden Eigenschaften erhält. So ist beispielsweise Codein, nämlich der Methyläther von Morphin, ein verhältnismäßig.milder analgetischer Agonist mit einer leichten Neigung zu Abhängigkeit (Süchtigkeit). Heroin, nämlich das Diacetylderivat von Morphin, ist demgegenüber ein starker Agonist mit einem äußerst hohen Süchtigkeitspotential. Bereits im Jahre 1915 wurde von Pohl gefunden, daß die bei Ersatz der N-Methylgruppe von Codein durch eine Allylgruppe erhaltene Verbindung, nämlich N-Allylnorcodein, ein Opiatantagonist ist.
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Im Jahre 1940 wurde N-AlIylnormorphin oder Nalorphin synthetisiert, und es zeigte sich, daß diese Verbindung die depressiven Wirkungen von Morphin äußerst spezifisch umkehrt. Andere einfache chemische Modifikationen des Morphinmoleküls führten zu manchen interessanten Heilmitteln. Ein ergiebiges Forschungsgebiet auf der Suche nach besseren Analgetica hoher Potenz und/oder geringer Neigung zu Abhängigkeit (Süchtigkeit) war die chemische Modifikation des Morphinmoleküls.
Ausser einer chemischen Modifizierung der Morphinringstruktur wurde von der Chemie auch ein zweites verwandtes Forschungsgebiet, nämlich die Herstellung bestimmter Morphinteilstrukturen, mit dem gleichen Ziel wie oben entwickelt, nämlich einer Synthese besserer analgetischer Agonisten und/oder analgetischer Antagonisten mit günstigeren Eigenschaften. So läßt sich beispielsweise Meperidin, ein weit verbreitetes Analgeticum, auch in Form einer Morphinteilstruktur beschreiben. Es wurde auch eine Reihe anderer Morphinteilstrukturen hergestellt, von denen einige besser wirksam sind als analgetische Agonisten und andere wiederum, insbesondere diejenigen mit einer an einem Ringstickstoffatom befindlichen Allylgruppe, günstigere Opiatantagonisten darstellen. Man hoffte, durch Arbeiten an der Morphinteilstruktur zu einer Verbindung zu kommen, die sowohl ein Opiatagonist als auch ein Antagonist ist, da die Eigenschaft als Opiatantagonist dafür sorgen würde, die diese Verbindung über eine stark reduzierte Abhängigkeitsneigung verfügen würde. Zwei kürzlich auf dem Markt erschienene Analgetica, nämlich Pentazocin und Phenazocin, erwiesen sich sowohl als Antagonisten als auch Agonisten, obwohl sie immer noch über ein bestimmtes Maß an Neigung zu einer Opiatabhängigkeit verfügen.
Eine mögliche Morphinteilstruktur läßt sich als ein Decahydroisochinoliti beschreiben, das an einem in para-Stellung zum Isochinolinstickstoff befindlichen Ringkohlenstoffatora durch eine Hydroxypheny!gruppe substituiert ist. Ein Versuch zur
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Herstellung einer solchen Verbindung ist in J. Am. Chem. Soc. 69, 790 (1947) beschrieben. Nach dem neueren Numerierungssystem handelt es sich dabei um die Herstellung von 10-Phenyldecahydroisochinolinen. Die darin angeführte Verbindung IX sollte jedoch eine cis-Konfiguration haben und, wie Fußnote 5 zeigt, über eine niedrige analgetische Wirkung verfügen. Die Synthese selbst ist aufwendig und nicht eindeutig. In J. Pharm. Soc. Japan 75, 177 (1955), CA. 1956, 1814b, wird die Synthese von 8- oder 10-alkylierten Decahydrochinolinen beschrieben. Es ist darin ferner die Morphinteilstruktur, nämlich das 10-(m-Hydroxyphenyl)-3-methylisochinolin /heutige Bezeichnung 1-Methyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinor lin/ angegeben, ohne daß eine Synthese hierfür genannt wird. Tatsächlich wird hierin nicht die Herstellung irgendeines Decahydrochinolins beschrieben, sondern lediglich die Herstellung der Decahydrochinolinanalogen.
In BE-PS 802 557 wird ein allgemeines Verfahren zur Herstellung N-substituierter 3a-Pheny!decahydroisochinoline beschrieben, wobei als Einzelverbindungen insbesondere 3a-Phenyl-, 3a-(m-Methoxyphenyl)- und 3a-(m-Hydroxyphenyl)-1-methy!decahydroisochinoline, 3a-(m-Methoxyphenyl)- und 3a-(m-Hydroxyphenyl)-1-phenäthyldecahydroisochinoline sowie I-Cyclohexylmethyl-Saphenyldecahydroisochinolin genannt werden. N-Cycloalkylmethyl-Sa-substituiertes-phenyl-decahydroisochinoline werden zwar darin generisch offenbart, doch ist keine dieser Verbindungen hergestellt worden. Die zu den vorliegenden Verbindungen nächstverwandten Verbindungen, die hergestellt und untersucht wurden, nämlich das 3a-(m-Hydroxyphenyl)- und das 3a-(m-Methoxyphenyl)decahydroisochinolin, sind analgetische Agonisten, weisen jedoch keine Eigenschaften als Opiatantagonisten auf. überraschenderweise zeigte sich nun, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen sowohl als analgetische Agonisten als auch als analgetische Antagonisten besonders geeignet sind.
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Die erfindungsgemäßen 1-Cycloalkylmethyl-3a-(substituiertesphenyl)-decahydrohydroisochinoline haben die Formel I
I ,
worin
R Cyclopropy!methyl oder Cyclobuty!methyl bedeutet,
R1 für O-Alk, OH oder O-C-Alk steht und
Alk (C1-C3)-Alkyl bedeutet,
oder sind pharmazeutisch unbedenkliche Säureadditionssalze obiger Verbindungen.
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BRD - 5 -
Eine bevorzugte Gruppe erfindungsgemMßer Verbindungen sind diejenigen, bei denen der Substituent R" für O-Alk oder OH steht, und insbesondere diejenigen Verbindungen, bei denen der Susbtituent R1 lediglich OH bedeutet.
Gegenstand der Erfindung sind ferner die pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze der obigen Basen der Formel I mit nichttoxischen Säuren.
Die in obiger Formel enthaltene Angabe (C1-C3J-AIk, in der Alk das Symbol ist, bezieht sich auf Methyl, Äthyl, Isopropyl und n-Propyl. Der Rest O-Alk bedeutet somit beispielsweise Methoxy, Äthoxy oder Propoxy. In ähnlicher Weise bedeutet der Rest O-C-Alk beispielsweise Acetoxy, Propionoxy und
It
Butyroxy.
Pharmazeutisch unbedenkliche Salze der Aminbasen der obigen Formel I sind beispielsweise die Salze anorganischer Säuren wie Chlorwasserstoffsäure, Salpetersäure, Phosphorsäure, Schwefelsäure, Bromwasserstoffsäure, Jodwasserstoffsäure,
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salpetrige Säure oder Phosphorsäure, und ferner auch die Salze nichttoxischer organischer Säuren unter Einschluß von aliphatischen Mono- und Dicarbonsäuren/ phenylsubstituierten Alkancarbonsäuren/ Hydroxyalkancarbonsäuren und Hydroxyalkandicarbonsäuren, aromatischen Säuren oder aliphatischen und aromatischen Sulfonsäuren. Zu solchen pharmazeutisch unbedenklichen Salzen gehören die Sulfate, Pyrosulfate, Bisulfate, Sulfite, Bisulfite, Nitrate, Phosphate, Monohydrogenphosphate, Dihydrogenphosphate, Metaphosphate, Pyrophosphate, Chloride, Bromide, Jodide, Fluoride, Acetate, Propionate, Decanoate, Caprylate, Acrylate, Formiate, Isobutyrate, Caprate, Heptanoate, Propiolate, Oxalate, Malonate, Succinate, Suberate, Sebacate, Fumarate, Maleate, Mandelate, Butin-1,4-dioate, Hexin-1,6-dioate, Benzoate, Chlorbenzoate, Methylbenzoate, Dinitrobenzoate, Hydroxybenzoate, Methoxybenzoate, Phthalate, Terephthalate, Benzolsulfonate, Toluolsulfonate, Chlorbenzolsulf onate , Xylolsulfonate, Phenylacetäte, Phenylpropionate, PhenyIbutyrate, Citrate, Lactäte, ß-Hydroxybutyrate, Glycollate, Malate, Tartrate, Methansulfonate, Propansulfonate, Naphthalin-1-sulfonate oder Naphthalin-2-sulfonate.
Die Brückenkopfsubstituenten, nämlich das meta-substituierte Phenyl am Kohlenstoffatom 3a und der Wasserstoff am Kohlenstoffatom 7a, können entweder in eis- oder trans-Stellung zueinander angeordnet sein, d.h. die beiden Substituenten können an der gleichen Seite des Decahydroisochinolinringsystems (eis) oder entgegengesetzt zueinander (trans) angeordnet sein. Ferner sind beide Kohlenstoffatome in Stellung 3a und 7a asymmetrisch, so daß jede Verbindung 4 optische Isomere bilden kann, die in Form von zwei Racematen auftreten, welche man als das cis-dl- und das trans-dl-Paar bezeichnet. Die oben angeführte Formel I soll daher sowohl die optischen Isomeren, nämlich die cis-dl- und trans-dl-Racemate, als auch ihre einzelnen enantiomorphen Formen umfassen, da sich, soweit bis jetzt bekannt ist, alle einzelnen
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Isomeren oder Isomerengemische als anaIgetisehe Agonisten oder analgetische Antagonisten eignen, obwohl starke quantitative Unterschiede zwischen verwandten Isomeren hinsichtlich ihrer Stärke als analgetische Agonisten oder Antagonisten bestehen können. Diejenigen Verbindungen der Formel I, die in der trans-Konfiguration vorliegen, nämlich die trans-dl-racemischen Paare und die einzelnen trans-Isomeren, wie die trans-1-Verbindungen, sind bevorzugt.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen werden nach- folgendem Verfahren hergestellt, und dieses wird anahnd der Synthese von Verbindungen, bei denen der Substituent R1 für Methoxy steht, erläutert:
2-(2-Cyanoäthy1)-2-(m-methoxypheny1)cyclohexanon, hergestellt nach den Angaben in J. Chem. Soc. 69, 790 (1947), wird zu 2-(2-Carboxyäthyl)-2(m-methoxyphenyl)cyclohexanon hydrolysiert, Die hierbei entstandene freie Säure wird mit Äthylchlorformiat in Gegenwart von Triäthylamin zum Säureanhydrid umgesetzt, das man dann mit Natriumazid umsetzt. Bei dieser Umsetzung erhält man ein Acylazid, das man dann unter Bedingungen, die die Curtius-Umlagerung begünstigen, zu einem Isocyanat umsetzt, aus dem man durch Rückflußkochen mit wässriger Säure ein Imin der Formel III erhält. Der Reaktionsablauf wird durch folgendes Reaktionsschema erläutert:
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Reaktionsschema I
CHn=CH-CN 2
Säure
H2-CH3-CN
1.) Cl-C-OC2H5 2.) NaN3
3a 7a
CH2-CH2-C-N.
III
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Zur Durchführung der in obigem Reaktionsschema I angegebenen chemischen Umwandlung wird die Nitrilfunktion von 2-(ß-Cyanoäthyl)-2-(m-methoxyphenyl)cyclohexanon vorzugsweise unter Verwendung einer Mineralsäure in einem stark sauren Medium hydrolysiert, beispielsweise 12 η wässriger Chlorwasserstoff säure in 60- bis 70-%-iger wässriger Essigsäure. Es können hierzu auch andere Mineralsäuren verwendet werden, wie Schwefelsäure und Phosphorsäure, und man kann auch in einem rein wässrigen Reaktionsmedium arbeiten, ohne daß hierdurch Ausbeute und Reinheit des Produkts irgendwie beeinflußt werden. Man kann sich auch einer alkalischen Hydrolyse bedienen, wobei man allerdings unter etwas strengeren Reaktionsbedingungen arbeiten muß, damit die Hydrolyse über die Zwischenstufe des Amids zum Salz der freien Säure verläuft. Die Umsetzung kann in Gegenwart höher siedender inerter Lösungsmittel durchgeführt werden, wie Diäthylenglycol. Die zweite Stufe der obigen Reaktionsfolge, nämlich die Bildung eines Säurechlorids oder Säureanhydrids aus der Carbonsäure der vorhergehenden Verfahrensstufe, kann durch Verwendung irgendeines milderen Chlorierungsmittels, wie Oxalylchlorid, Thionylchlorid oder vorzugsweise Äthylchlorformiat, durchgeführt werden. Zur Begünstigung der Bildung des gewünschten Säurechlorids kann auch ein Säureakzeptor, wie Triäthylamin, zusammen mit einem inerten Lösungsmittel eingesetzt werden. Die Umsetzung des auf diese Weise hergestellten Säurechlorids mit Natriumazid unter Bildung des Säureazids wird unter Standardbedingungen durchgeführt. Die Herstellung dieses Azids kann jedoch auch nach einem anderen Verfahren erfolgen, nämlich durch Bildung des Hydrazids durch Umsetzung von wasserfreiem Hydrazin mit dem Säurechlorid und anschließende Azidbildung mit salpetriger Säure. Die Umlagerung des Säureazids unter Curtius-Bedingungen, die in einem einfachen Erhitzen des synthetisierten Azids auf Rückflußtemperatur in Benzol oder Toluol über eine Zeitspanne von etwa 1 bis 24 Stunden besteht, führt zum erwarteten
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Isocyanat. Durch Ansäuern dieses Isocyanats erhält man direkt ein 3H-Indol der Formel III. Die Ansäuerung wird durch Erhitzen des Isocyanats mit einer konzentrierten Mineralsäure, wie Chlorwasserstoffsäure oder Schwefelsäure, über eine Zeitspanne von 12 bis 24 Stunden vorgenommen. Die Isolierung des Produkts in Form seiner freien Base erfolgt durch Basischstellen des sauren Reaktionsmediums mit beispielsweise Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat.
Die Verbindung der obigen Formel III wird als 3a-(m-Methoxyphenyl)-3H-indol oder 3a-(m-Methoxyphenyl)-3H-benzo/b/pyrrol bezeichnet.
Das folgende Reaktionsschema II erläutert die weitere Umsetzung der gemäß Reaktionsschema I erhaltenen Zwischenprodukte. Das nach dem Reaktionsschema I als Endprodukt erhaltene 3H-Indol der Formel III wird zunächst methyliert, wodurch man in quantitativer Ausbeute ein Iminiumsalz der Formel IIIa erhält, und diese Verbindung wird anschließend ebenfalls unter quantitativer Ausbeute mit Diazomethan zu einem Aziridiniumsalz der Formel IV umgesetzt. Dieses Aziridiniumsalz lagert sich unter Bildung eines Gemisches von Doppelbindungsisomeren der Formeln Va und Vb um. Durch Reduktion des Enaminisomers der Formel Va mit Natriumborhydrid in Essigsäure erhält man ein Decahydroisochinolin der Formeln VI oder VIa (Formel I, worin der Substituent R1 für Methoxy steht) .
Das trans-dl-Racemat der Formel VI ist das bei dieser Umsetzung anfallende tiberwiegende Racemat, und vom cis-dl-Racemat der Formel VIa lassen sich nur geringere Mengen finden. Auch durch eine Hydrierung in Gegenwart von Platin erhält man vor-
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wiegend das trans-dl-Racemat. Eine Hydrierung des Enamins der Formel Va mit 5-prozentigem Palladium-auf-Kohle-Katalysator
ergibt demgegenüber ein Gemisch aus dem cis-dl- und trans-dl-Racemat (40-60), und diese Racemate lassen sich ohne weiteres voneinander trennen, indem man das trans-dl-Raceraat als
Picratsalz fällt. Das cis-dl-Racemat bildet kein unlösliches
Picrat. Der oben angegebene Reaktionsablauf geht aus folgendem Reaktionsschema II hervor.
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Reaktionsschema II
Alkylierung
III
HIa
BF,
BF,
Pd-auf-Kohle
plus
cis-dl(VIa)
VI 509851/1084
Die in obigem Reaktionsschema II angegebenen Verfahren werden einzeln wie folgt durchgeführt. Die Alkylierung des 3H-Indols der Formel III zum guaternären Methylderivat der Formel IHa erfolgt vorzugsweise durch Behandeln des Indols mit Trimethyloxoniumtetrafluorborat. Hierzu lassen sich jedoch auch andere Alkylierungsmittel verwenden, wie Dimethylsulfat oder Methyljodid. Das Produkt dieser Methyüerungsreaktion, nämlich ein Jodid- oder Sulfatsalz, wird dann durch Umsetzen mit Fluorborsäure zum Fluorboratsalz metathesiert. Die Umwandlung dieses quaternären Salzes in ein Aziridiumsalz der Formel IV, das systematisch als Salz von 1-Azonia-1-methyl-4-phenyl (oder
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meta-substituiertes Phenyl) -tricyclo/4, 2, 1,0 __/decan bezeichnet wird, erfolgt durch Behandeln des Iminiumsalzes mit Diazomethan. Das Diazomethan kann in situ gebildet oder in Form einer Lösung zugesetzt werden, und diese Verfahren sind seit langem bekannt. Durch Umlagerung des Aziridiniumsalzes durch Erhitzen, vorzugsweise über eine Zeitspanne von etwa 1 Stunde auf eine Temperatur von etwa 200 0C, erhält man ein Gemisch der DoppeIbindungsisomeren der Formeln Va und Vb (85-15). Bei längeren Umsetzungszeiten und etwas niedrigeren Temperaturen erhält man jedoch im wesentlichen die gleichen Ergebnisse. Das direkte Produkt der Umlagerung ist ein Aminsalz, und dieses muß zur Bildung der freien Basen der so hergestellten N-Methyloctahydroisochinoline der Formeln Va und Vb mit einer Base, wie Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat, behandelt werden. Die Reduktion der Verbindungen der Formeln Va und Vb zu den entsprechenden Decahydroisochinolinen der Formeln VI und VIa wurde oben bereits beschrieben.
Verbindungen der Formeln VI oder VIa, die am in Stellung 3a befindlichen Kohlenstoffatom meta-hydroxyphenylsubstituiert sind, werden aus den entsprechenden Methoxyverbindungen durch Dealkylierung unter Verwendung von beispielsweise Bromwasserstoff säure in Essigsäure hergestellt.
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Die Verbindungen der Formel I können auf mehreren Wegen hergestellt werden.
So kann man beispielsweise das N-Methylderivat der obengenannten Formel VI mit Phenylchlorformiat umsetzen, wodurch man ein Carbamat (Formel I, worin der Substituent R für
Phenyl-O-C- steht) erhält. Die Hydrolyse dieses Carbamate führt zum sekundären Amin (Formel I, worin der Substituent R für Wasserstoff steht). Durch Alkylierung des sekundären Amins nach Standardverfahren unter Verwendung eines geeigneten Cycloalkylhalogenids gelangt man zu den erfindungsgemäßen Verbindungen der oben erwähnten Formel I, worin der Substituent R obige Bedeutung hat.
Wahlweise kann man ein Amid auch mit der sekundären Aminfunktion (Verbindung der Formel I, worin R für Wasserstoff steht) durch Acylieren mit einem Acyliermittel (Cycloalkyl-C-Cl) und Reduzieren des erhaltenen Amids mit LiAlH. O
oder einem sonstigen ähnlichen Reduktionsmittel in eine tertiäre Aminfunktion überführen, wodurch man Verbindungen der Formel I erhält.
Diejenigen Verbindungen der obigen Formel I, bei denen der Substituent R1 für O-Alk steht/ wobei das Symbol Alk eine andere Bedeutung als Methyl hat, können hergestellt werden, indem man entweder von einem 2-(2-Cyanoäthyl)-2-(m-alkoxyphenyl)cyclohexanon, worin die Alkoxygruppe Sthoxy oder Propoxy bedeutet, oder von dem m-Hydroxyphenylderivat ausgeht, und zwar nach irgendwelchen Standardsynthesen für phenolische Äther.
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Die Verbindungen der Formel I, bei denen der Substituent R1 O
AIk-C-O bedeutet, lassen sich durch übliche Acylierverfahren aus den entsprechenden Verbindungen, bei denen der Substituent R1 für Hydroxy steht/ herstellen, und bei solchen Acylierverfahren setzt man beispielsweise ein Anhydrid
Il
der Formel (AIk-C)2O, ein gemisches Anhydrid der Formel
0 O AIk-C-O-C-CF3
Il
oder ein Säurechlorid der Formel AIk-C-Cl mit dem Phenol oder vorzugsweise einem Alkalisalz hiervon um.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert .
Beispiel 1
Aus 36 8 g 2-(ß-Cyanoäthyl)-2-(m-methoxyphenyl)cyclohexanon, 2000 ml Eisessig, 850 ml 12 η wässriger Chlorwasserstoffsäure und 850 ml Wasser wird ein Gemisch hergestellt. Das Gemisch wird etwa 19 Stunden zum Rückfluß erhitzt und dann auf Raumtemperatur gekühlt. Das Reaktionsgemisch wird dann mit soviel Eis und Wasser versetzt, daß man ein Volumen von etwa 11 Liter erhält. Das erhaltene Gemisch wird etwa 30 Minuten gerührt, wobei ein Niederschlag aus 2-(ß-Carboxyäthyl)-2-(m-methoxyphenyl)cyclohexanon entsteht. Die überstehende Flüssigkeit wird abzentrifugiert und der Niederschlag gesammelt. Der Niederschlag wird gründlich mit Wasser gewaschen und anschließend getrocknet, wodurch man etwa 280 g 2-(ß-Carboxyäthyl)-2-(m-methoxyphenyl)cyclohexanon erhält, das nach Umkristallisieren aus Wasser bei etwa 143 bis 144 0C schmilzt.
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Etwa 225 g 2-(ß-Carboxyäthyl)-2-(m-methoxyphenyl)cyclohexanon werden mit 125 g Triäthylamin und etwa 20 g Natriumsulfat vermischt. Dieser Ansatz wird dann tropfenweise mit einer Lösung von 99 g Äthylchlorformiat in 3250 ml wasserfreiem Äther versetzt, wodurch die Carboxyäthylgruppe in ein Säureanhydrid umgewandelt wird. Das Reaktionsgemisch wird etwa 1 Stunde bei etwa 0 0C gerührt und dann bei dieser Temperatur tropfenweise mit 89 g Natriumazid in 350 ml Wasser versetzt. Nach beendeter Zugabe wird das Reaktionsgemisch weitere 2 Stunden bei 0 0C gerührt. Die organische Schicht wird abgetrennt. Das bei obiger Umsetzung entstandene 2-(ß-Azidoformyläthyl)-2-(m-methoxyphenyl)cyclohexanon wird durch Verdampfen des Äthers im Vakuum als öl isoliert. Das hierbei zurückbleibende öl wird in 3,5 Liter Benzol gelöst, und die Lösung wird etwa 1,5 Stunden auf Rückflußtemperatur erhitzt. Die Azidoformylgruppe wird auf diese Weise unter Curtius-Bedingungen zum entsprechenden Isocyanat umgelagert. Anschließend wird das Benzol durch Eindampfen im Vakuum entfernt. Das zurückbleibende Isocyanat wird dann zum cyclischen Imin hydrolysiert, indem man es über Nacht in einem Gemisch aus 12OO ml Wasser, 1200 ml Eisessig und 1200 ml 12 η wässriger Chlorwasserstoffsäure erhitzt. Das Hydrolysegemisch wird gekühlt und anschließend mit 50-prozentigem wässrigem Natriumhydroxid stark basisch gestellt. Das auf diese Weise entstandene 3a-(m-Methoxyphenyl)-2,3,3a-4,5,6,7-heptahydroindol wird in Äther extrahiert, worauf man die Ätherschicht abtrennt, mit Wasser wäscht und trocknet. Durch Eindampfen der Ätherschicht zur Trockne erhält man 153,2 g 3a-(m-Methoxyphenyl)-2,3,3a,4,5,6,7-heptahydroindol, das bei einem Druck von 0,07 mm Hg bei etwa 140 0C destilliert.
Etwa 341 g 3a-{m-Methoxyphenyl)-2,3,3a,4,5,6,7-heptahydroindol . werden in 6OO ml Methylethylketon gelöst. Die Lösung versetzt ma,a tropfeisweise mit 184 g Dimethylsulfat, worauf man das Reaktionsgeinisch eine Stunde auf RückfluStemperatur erhitzt.
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über eine Zeitspanne von 0,5 Stunden werden dann 1100 ml Wasser zugegeben, und das Reaktionsgemisch wird weitere drei Stunden zum Rückfluß erhitzt. Anschließend stellt man das Reaktionsgemisch durch Zugabe von 50-prozentigem wässrigem Natriumhydroxid unter äußerer Kühlung stark basisch. Das bei obiger Umsetzung entstandene 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6-heptahydroindol, das in der alkalischen Schicht unlöslich ist, scheidet sich ab und wird in Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird abgetrennt, mit Wasser gewaschen und getrocknet. Durch Verdampfen des Äthers im Vakuum bleibt ein öl aus 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6-heptahydroindol zurück, das bei einem Druck von 0,4 mm/Hg bei etwa 144 0C siedet. Ausbeute = 325,4 g.
325,4 g 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6-heptahydroindol werden in 2500 ml Äther gelöst. Diese Lösung wird dann mit einem wasserfreien Gemisch aus 50 % Fluorborsäure und 50 % Äthanol durch tropfenweise Zugabe unter Rühren bis auf Kongorot angesäuert. Die Ätherschicht wird durch Absaugen abgetrennt. Die wässrige Schicht, die das bei der obigen Umsetzung entstandene 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-2,3,3a,4,5,6,7-heptahydroindoliniumfluorborat enthält, läßt man dann einige Zeit stehen, wobei das Fluorboratsalz langsam auskristallisiert. Das Salz wird abfiltriert und der Filterkuchen mit Äther gewaschen. Anschließend behandelt man den Filterkuchen mit einem wasserfreien Lösungsmittelgemisch aus Äthanol und Äther. Das Lösungsmittel wird durch Filtrieren abgetrennt und der Filterkuchen getrocknet. Die Ausbeute an Fluorboratsalz beträgt etwa 392 g.
Eine Lösung von 55 g 1-Methyl-3a-{m-methoxyphenyl)-2,3,3a,-4,5,6,7-heptahydroindoliniumfluorborat in 500 ml Äthylenchlorid wird auf etwa 0 C gekühlt. Hierzu wird dann über eine Zeitspanne von etwa 5 Stunden eine Diazomethanlösung
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gegeben, die man aus 103 g N-Methyl-N-nitroso-p-toluolsulfonamid in Äther erhält. Unter Rühren über Nacht läßt man das Reaktionsgemisch auf Raumtemperatur kommen. Sodann wird die überstehende Flüssigkeit von dem ausgefallenen öl abgetrennt, das das Fluorboratsalz der entsprechenden Aziridiniumverbindung enthält, nämlich 1-Azonia-1-methyl-4-(m-methoxyphenyl)-tricyclo//!,2,1,0 __/decan. Der ölige Rückstand wird dreimal mit je 1000 ml Äther behandelt, und die Ätherwaschlösungen werden verworfen. Das zurückbleibende öl wird anschließend in einen 500 ml Rundkolben gebracht und darin über eine Zeitspanne von etwa 1 Stunde bei einer Temperatur von 200 0C unter atmosphärischem Druck erhitzt, wodurch 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl) -1,2,3,3a,4,5,6,7-octahydroisochinolin entsteht. Diese Verbindung wird in wasserfreiem Äthanol gelöst, und die Äthanollösung behandelt man mit überschüssigem 50-prozentigem wässrigem Natriumhydroxid und Wasser. Das Octahydroisochinolin, das in der alkalischen Lösung unlöslich ist, scheidet sich ab und wird in Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird abgetrennt und getrocknet, wodurch man den Äther im Vakuum verdampft. Das auf diese Weise hergestellte 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a, 4,5,6,7-octahydroisochinolin destilliert bei einem Druck von 0,5 mm/Hg bei etwa 168 0C.
Ein Gemisch aus etwa 163 g 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6^-octahydroisochinolin, 9O g Natriumborhydrid und 4500 al Tetrahydrofuran wird auf etwa 5 °C gekühlt. Sodann werden tropfenweise 16 30 ml Essigsäure zugegeben, wobei man die Temperatur auf unter etwa 10 0C hält- Das Gemisch wird 0,5 Stunden bei etwa 5 0C gerührt, und dann unter leichtem Erhitzen allmählich auf Rückflußtemperatur erwärmt. Nach einstündigem Rückflußkochen wird das Reaktionsgemisch mit etwa 3 Liter 25-prozentigem wässrigem Natriumhydroxid stark basisch gestellt. Die Tetrahydrofuranschicht wird dekantiert, und
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die wässrige Schicht wird dreimal mit je 2 Liter Äther gewaschen. Die Äther- und Tetrahydrofuranschichten werden vereinigt und im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der dabei erhaltene Rückstand, der das bei obiger Umsetzung entstandene 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin enthält, wird in etwa 3,5 Liter Äther gelöst, und die Ätherschicht wäscht man dreimal mit je 2 Liter Wasser. Die Ätherschicht wird getrocknet und dann im Vakuum zur Trocken eingedampft. Die Ausbeute an Decahydroisochinolin beträgt 162,3 g.
Die obige Verbindung wird über das Picratsalz gereinigt, das man dann durch Rückflußkochen des Salzes mit gesättigtem Lithiumhydroxid bei einem Verhältnis von 30 g Picrat zu 1000 ml gesättigter wässriger Lithiumhydroxidlösung wieder in die freie Base rückverwandelt. Durch Extraktion der freien Base in Benzol und anschließende Destillation dieser Base erhält man 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6-7,7a,8-dehahydroisochinolin, das bei einem Druck von 0,1 mm/Hg im Bereich von 145 bis 179 0C siedet. Das entsprechende Picratsalz schmilzt nach Umkristallisieren aus wässrigem Äthanol bei etwa 161 bis 162 0C. Die Gesamtausbeute durch das Natriumborhydridreduktionsverfahren beträgt etwa 90 %.
Abweichend von obiger Arbeitsweise wird das 1-Methyl-3a-(rnmethoxyphenyl) -1 ,2,3,3a,4,5,6,7-octahydroisochinolin auch mit Wasserstoff über Platinoxid reduziert, wodurch man das entsprechende Decahydroisochinolin erhält. Hierzu werden 66,7 g der Octahydroverbindung in 650 ml absolutem Äthanol gelöst. Die Lösung wird mit 5 g Platinoxid-Katalysator ver-
2 setzt, worauf man bei einem Wasserstoffdruck von 4,22 kg/cm hydriert. Die Ausbeute an 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4/5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin bei diesem Verfahren beträgt etwa 96 %. Die Verbindung wird auch hier wiederum in Form des Picratsalzes isoliert.
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Aus dem obigen Decahydroisochinolin wird dann die 1-Methylgruppe abgespalten, indem man 8 g 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin in 64 ml Methylenchlorid löst und hierzu eine Lösung von 5,6 g Phenylchlorformiat in 16 ml Methylenchlorid gibt. Das erhaltene Gemisch wird etwa 2 Stunden zum Rückfluß erhitzt, worauf man es über Nacht stehen läßt. Sodann werden die Lösungsmittel im Vakuum abgedampft. Der Rückstand wird mit 100 ml 5-prozentigem wässrigem Natriumhydroxid versetzt, und das erhaltene Gemisch rührt man unter Erwärmen über eine Zeitspanne von etwa 15 Minuten. Das bei obiger Umsetzung entstandene 1-Phenylcarboxy-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin, das in der basischen Schicht unlöslich ist, scheidet sich ab und wird in Äther extrahiert. Der Ätherextrakt wird abgetrennt und mit Wasser gewaschen. Der dabei erhaltene Ätherextrakt wird dann mit 250 ml 10-prozentiger wässriger Chlorwasserstoffsäure und anschließend mit 250 ml Wasser extrahiert, um auf diese Weise eventuell nichtumgesetztes N-Methyldecahydroisochinolin zu entfernen. Die Ätherschicht wird abgetrennt, getrocknet und eingedampft. Der dabei erhaltene Rückstand wird 66 Stunden in 240 ml wasserfreiem Äthanol und 50 ml 50-prozentigem wässrigem Kaiiumhydroxid zum Rückfluß erhitzt. Die flüchtigen Bestandteile werden im Vakuum abgezogen, und das erhaltene Konzentrat extrahiert man mit Äther. Der Ätherextrakt wird abgetrennt und getrocknet. Nach Abdampfen des Äthers bleibt ein Rückstand aus T-Phenyl-carboxy-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin zurück, den man in 250 ml 10-prozentiger wässriger Chlorwasserstoff säure löst. Die saure Schicht wird mit Äther gewaschen, und die Ätherschicht wird verworfen. Die wässrige Schicht stellt man mit 50-prozentigem Natriumhydroxid stark alkalisch, und das dabei entstandene 3a-(m-Methoxypheny1)-1,2,3,3a,4,5-6,7,7a,8-decahydroisochinolin wird in Äther extrahiert. Die Ätherschicht wird abgetrennt, getrocknet und zur Entfernung des Äthers eingedampft. Durch Destillation des Rückstands
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erhält man 5,5 g 3a-(m-Methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin, das bei einem Druck von 0,2 mm/Hg bei etwa 148 0C siedet.
3a-(m-Methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin wird durch Behandeln mit 5O % HBr in 50 % wässriger Essigsäure in das entsprechende 3a-(m-Hydroxyphenyl)-Derivat überführt. Hierzu werden 5,2 g frisch destilliertes 3a-(m-Methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin in 40 ml 50-prozentiger wässriger Bromwasserstoffsäure und 40 ml 50-prozentiger wässriger Essigsäure gelöst. Das erhaltene Gemisch wird 18 Stunden zum Rückfluß erhitzt. Das Reaktionsgemisch wird gekühlt und mit etwa 250 ml Wasser verdünnt, worauf man den pH-Wert mit 50-prozentigem wässrigem Natriumhydroxid auf etwa 10,4 einstellt. Das Reaktionsgemisch wird anschließend mit einem Lösungsmittelsystem aus 3 Teilen n-Butanol und einem Teil Benzol behandelt. Das 3a-(m-Hydroxyphenyl) -1 ,2, 3,3a, 4,5,6 ,7 ,7a, 8-decahydroisochinolin ist in der alkalischen Schicht unlöslich und geht daher in die organische Schicht. Die organische Schicht wird abgetrennt, getrocknet und dann zur Entfernung der Lösungsmittel im Vakuum eingedampft. Hierbei erhält man 5 g 3a-(m-Hydroxyphenyl-1,2,3,3a-4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin, das nach Umkristallisieren aus Dimethylformamid bei etwa 212 bis 214 0C unter Zersetzung schmilzt.
Analyse:
berechnet: C 76,67; H 9,65; N 6,39; gefunden: C 76,88; H 9,: ; N 6,24.
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Beispiel 2
10 g 3a-(m-Hydroxyphenyl)-1,2,3,3ar4,5f6,7,7a,8-decahydroisochinolin und 11,7 ml Triäthylamin werden in 170 ml Dimethylformamid gelöst. Die so erhaltene Lösung versetzt man dann tropfenweise mit 11,4 g Cyclopropylcarbonylchlorid. Das Reaktionsgemisch wird anschließend etwa 2 Stunden auf 65 bis 80 0C erhitzt, worauf man es abkühlt und in etwa 10OO ml Wasser gießt. Das bei obiger Umsetzung entstandene 1-Cyclopropylcarbonyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin wird aus dem erhaltenen Reaktionsgemisch dreimal mit je 1000 ml Äther extrahiert. Die Ätherextrakte werden vereinigt und dreimal mit je 300 ml gesättigtem wässrigem Natriumchlorid und anschließend einmal mit 200 ml Wasser gewaschen. Die Ätherschicht wird abgetrennt und getrocknet, worauf man den Äther durch Verdampfen im Vakuum entfernt. Der getrocknete Rückstand wird in 100 ml THF (Tetrahydrofuran) gelöst, und die so erhaltene Lösung gibt man tropfenweise zu einer Lösung von 6,5 g Lithiumaluminiumhydrid in 300 ml THF. Nach beendeter. Zugabe wird das Reaktionsgemisch etwa 4 Stunden zum Rückfluß erhitzt. Sodann werden etwa 75 ml Äthylacetat zugesetzt, um überschüssiges Lithiumaluminiumhydrid zu zersetzen. Zum Zersetzen vorhandener anorganischer Salze und zu deren Koagulierung gibt man anschließend gesättigtes Ammoniumtartrat zu. Die THF-Lösung wird durch Dekantieren abgetrennt, und die. zurückbleibenden Salze werden dreimal mit je 500 ml THF gewaschen. Die THF-Waschflüssigkeiten werden mit der ursprünglichen THF~Schicht vereinigt, worauf man das Lösungsmittel durch Eindampfen zur Trockne im Vakuum abzieht. Das bei obiger Reaktion entstandene zurückbleibende Produkt, das das 1-Cyclopropylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1 ^,S^a^S^^^aiS-decahydroisochinolin enthält, wird in 3 Liter Äther gelöst. Die Ätherlösung wird dreimal mit je 350 ml gesättigter wässriger Natriumchloridlösung und. anschließend einmal mit 300 ml Wasser gewaschen. Die Ätherschicht wird abgetrennt und getrocknet, worauf man den Äther
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im Vakuum verdampft. Durch Zugabe von Äthylacetat zu dem dabei erhaltenen öl entstehen Kristalle von 1-Cyclopropylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,33/4,5,6,7,73,8-decahydro isochinolin, das nach Umkristallisieren aus Methylacetat bei etwa 164 - 166 0C schmilzt.
Analyse für C19H27
berechnet: C 79,97; H 9,54; N 4,91; gefunden: C 79,72; H 9,63; N 4,62.
Aus obiger freier Base wird das Maleatsalz hergestellt, das bei 146 - 148 0C schmilzt und über folgende Analyseriwerte verfügt.
Analyse für C33H31NO5:
berechnet: C 68,80; H 7,78; N 3,49; gefunden: C 68,52; H 7,80; N 3,68.
Nach obigem Verfahren werden folgende weitere erfindungsgemäße Verbindungen hergestellt:
1-Cyclobutylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,33,4,5,6,7,73,8-decahydroisochinolin-mslest, Smp. 136 - 138 0C.
Anslyse für C24H33NO5:
berechnet: C 69,37; H 8,01; N 3,33; gefunden: C 69,19; H 7,79; N 3,08.
1-Cyclopropylmethy1-33-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,33,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-male3t: Smp. 9 3 - 95 0C.
Analyse für C24N33NO5:
berechnet: C 69,37; H 8,01; N 3,33; gefunden: C 69,17; H 7,9 6; N 3,29.
Wie bereits oben erwähnt, enthalten die erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I zwei asymmetrische Zentren an den Stellungen 3a und 7s. Die Verbindungen können daher in vier Diastereomeren vorkommen, die in Form von zwei racemischen Paaren auftreten, die üblicherweise als cis-dl- und trans-dl-Racemate bezeichnet werden,
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Die Herstellung optisch aktiver Isomerer von Verbindungen der Formel I wird im folgenden beschrieben.
Beispiel 3
36,2 g 1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin und 23,4 g L(+)-Mandelsäure werden in 100 ml Isopropanol gelöst. Das Lösungsmittel wird durch Eindampfen entfernt, und den Rückstand kristallisiert man aus 1000 ml Wasser um. Der dabei erhaltene Niederschlag, der 21,1 g wiegt, wird abfiltriert und aus einem Gemisch aus 28 % Aceton und 72 % Isopropylather umkristallisiert. Eine Probe des Mandelatsalzes wird mit überschüssigem 1 η Natriumhydroxid behandelt. Trans-1(-)-1-methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6 ^^a^-decahydroisochinolin ist in der wässrigen alkalischen Schicht unlöslich und scheidet sich daher ab, und es wird in Äther extrahiert. Der Äther wird verdampft, .worauf man die Drehung der dabei erhaltenen zurückbleibenden freien Base in üblicher Weise bestimmt. Die Umkristallisation des obigen L(+)-Mandelatsalzes aus 28 % Aceton und 72 % Isopropylather wird solange fortgeführt, bis die Proben des trans-1(-)-1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)- !^,S^a^^^^^ajS-decahydroisochinolins nach wiederholter Umkristallisation eine konstante Drehung zeigen. Das auf diese Weise hergestellte trans-1(-)-1-Methyl-3a-(m- " methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin
25°
hat einen Drehwert /alpha/35o von -48,1 . L(+)-Mandelatsalz:
Analyse:
berechnet: C 72,96; H 8,08; N 3,40; gefunden: C 72,67; H 8,21; N 3,23.
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Obige Arbeitsweise wird unter Verwendung von D(-)-Mandelsäure anstelle von L(+)-Mandelsäure bei obigem Verfahren wiederholt. Das auf diese Weise erhaltene trans-d(-)-1-Methyl-3a-(m-Methoxyphenyl)-1,2,3,33,4,5,6,7,7a,S-decahydro-
25 ° ο
isochinolin hat folgenden Drehwert: ^alpha/-,-« = +47,6
Nach dem in Beispiel 1 beschriebenen Verfahren werden sowohl trans-l(+)- als auch trans-d(-)-1-Methyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-Isomere N-demethyliert und O-dementhyliert, wodurch man das trans-l(+)- bzw. das trans-d(-)-3a-(m-Hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-Isomere erhält. Durch N-Acylierung der einzelnen Isomeren mit Cyclopropylcarbonylchlorid und anschließende Reduktion der erhaltenen..-λ .aide mit Lithiumaluminiumhydrid nach dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren erhält man folgende Verbindungen:
Trans-l(-)-1-cyclopropylmethyl-3a-(m-h Iroxyphenyl)-1,2,3,3a-4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat, Smp. 107,5 - 109 0C,
^ = -12,7; Z^lpha/^5 « -3,8.
Analyse:
berechnet: C 68,80; H 7,78; N 3,48;
gefunden: C 68,70; H 7,62; N 3,31.
Trans-d(+)-1-cyclopropylmethyl-Sa-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a-4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat, Smp. 109,5 - 110 0C
^ = +16,2; Z^lpha/^5 = +5.3.
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Analyse:
berechnet: C 68,80; H 7,78; N 3,49; gefunden: C 68,56; H 7,62; N 3,26.
Trans-1(-J-i-cyclopropylmethyl-Sa-dn-methoxyphenyl)-1,2,3,-3a,4,5,6 ^^a^-decahydroisochinolin und sein trans-d(+)-Isomer werden nach dem in Beispiel 2 beschriebenen Verfahren aus den entsprechenden trans-1(-)- und trans-d(+)-3a-(m-Methoxypheny1)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolinen hergestellt, die man selbst wiederum durch N-Demethylierung aus dem trans-1(+)- und dem trans-d-(-)-I-Methyl-Sa-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-Isomeren erhält, welche nach dem Verfahren von Beispiel 1 hergestellt werden.
In völlig analoger Weise werden optisch aktive Isomere der cisdl-Reihe hergestellt, nämlich cis-d(+)-I-Cyclobutylmethyl-Sa-(m-methoxyphenyl) -1,2 ,3 ,3a,4 ,5 ,6 ,7 ^a^-decahydroisochinolin, cis-1-(-)-I-Cyclopropylmethyl-Sa-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a-4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin sowie die trans-dl-1-Cyclobuty!methyl- und Cyclopropylmethyl-Isomeren.
Beispiel 4 Herstellung von Salzen
Die Herstellung von Salzen der freien Basen von Verbindungen der obigen Formel I, die keine Mandelat- oder Maleatsalze sind, deren Herstellung oben beschrieben ist, erfolgt durch Lösen der freien, Base in Äther und Zugabe eines Äquivalents einer geeigneten nichttoxischen Säure, die ebenfalls in Äther gelöst ist. Die auf diese Weise entstandenen Salze, bei-
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spielsweise die Sulfat- oder Phosphatsalze, sind in Äther unlöslich und können daher durch Filtrieren abgetrennt werden. Wahlweise kann man die Aminbase auch in Äthanol lösen und mit einem Äquivalent der Säure in einer äthanolischen Lösung versetzen. In-diesem Fall sind die entstandenen Salze im Reaktionsgemisch löslich, und sie werden daher durch Verdampfen des Lösungsmittels im Vakuum isoliert. Nach obigem Verfahren herstellbare Salze sind beispielsweise die Hydrochloride, Sulfate, Hydrobromide, Phosphate, Hydrogenphosphate, Dihydrogenphosphate, Acetate, Maleate, Succinate, Tartrate, Citrate, Benzoate und p-Toluolsulfonate der erfindungsgemäßen N-Cycloalkylmethyl-Ba-(mhydroxypheny1)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinoline sowie der entsprechenden m-Alkoxy- und m-Acyloxy-Derivate.
Wie bereits oben angeführt wirken die erfindungsgemäßen Verbindungen sowohl als Opiatagonisten als auch als Opiatantagonisten. Die erfindungsgemäßen Verbindungen können bei Säugetieren zwar zur Bildung einer Analgesie führen, ihre zusätzliche Eigenschaft als gleichzeitige Opiatantagonisten setzt jedoch die Abhängigkeitsneigung (Suchtneigung) von dem jeweiligen Arzneimittel stark herab. Die den erfindungsgemäßen Verbindungen zu eigene Wirkung als Opiatantagonisten läßt sich somit als eingebauter Sicherheitsraechanismus auffassen, der die durch die opiatähnliche analgetische Wirkung verursachten abhängig- oder süchtigmachenden Eigenschaften des Heilmittels abschwächt.
Die analgetische Wirksamkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen der Formel I wird an der Maus anhand des sogenannten Krümmversuchs und an der Ratte anhand des so-
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genannten Schwanζzuckversuchs ermittelt, und in beiden Fällen handelt es sich um Standarduntersuchungen zur Ermittlung der analgetischen Wirkung. So wird beispielsweise durch die erfindungsgemäßeη Verbindungen das bei der Maus nach intraperitonealer Injektion von Essigsäure induzierte Krümmen gehemmt. Die bei diesem Versuch erhaltenen Ergebnisse gehen aus der folgenden Tabelle I hervor. In Spalte 1 dieser Tabelle ist der Name der jeweils verwendeten Verbindung angegeben, aus Spalte 2 der Tabelle geht die eingesetzte Dosis in mg pro kg Gewicht der Maus hervor, in Spalte 3 der Tabelle ist der Verabreichungsweg des Heilmittels angeführt (wobei s. c. subkutan bedeutet) , und in Spalte 4 ist die bei der jeweiligen Dosierungshöhe ermittelte prozentuale Inhibierung eingetragen. Alle Werte sind nach 0,5-stündiger Versuchsdauer ermittelt. Die mittleren Inhibierungsdosen (ID50) sind ebenfalls in Tabelle I enthalten.
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Tabelle Name der Verbindung
Trans-dl-1-cyclobutylmethyl-Sa-(mhydroxyphenyl)-1,2,3,33,4,5,6,7,73,8-decahydroisochinolin-maleat
ID50 s.c. CJ 1,0 mg/kg
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-Sa-(mmethoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a, 8-decahydroisochinolin-maleat
ID50 s.c.
10-20 mg/kg oral = 20-50 mg/kg
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-Sa-(mhydroxyphenyl)-1,2,3, 3a, 4,5,6,7, 7a, 8· decahydroisochinolin-maleat
ID-n s.c. » 2-5 mg/kg 3U oral = 20-50 mg/kg
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-Sa-(mhydroxypheny1)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8· decahydroisochinolin (freie Base)
Dosis
100
20
100 20
100 20 10
100
50 50 100 20 20
100 20 10
5 2
100 50 20
5 2
Verabreichungs prozentuale i
weg S.C + Inhibierung i
S.C. S. C. 100 I
«
S.C. 100
S.C. 96
S.C. 46
oral 100
oral 36
S.C. 100
S.C. 64
S.C. 20 cn
oral* 89 ro
oral+ 69
oral 79 CD
oral 87 cn
orsl. 13
orsl 5
S.C. 100
S.C. 99
S.C. 72
S.C. 66
S.C. 6
orsl 92
orsl 56
orsl 46
70
43
ID50 s.c.
2-5 mg/kg - 29 -
Tabelle I (Fortsetzung)
Name der Verbindung
Trans-d(+)-1-cyclopropylmethyl-Sa- (mhydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-ittaleat
Trans-1(-)-1-cyclopropylmathyl-Sa-(mhydroxypheny1)-1,2,3,3a,4/5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat
Dosis Verabrelchungs-
weg
prozentuale
Inhibierung
5
50
TOO
S.C +
s.c.+
s.e.
inaktiv
44
51
5
2
S.C.,
s.e.
72
47
+AblöSung erfolgte bei 0,25 Stunden
- 30 -
Bei allen Fällen wird die hemmende Wirkung-der Verbindungen in Tabelle I beim sogenannten Krümmversuch an der Maus durch Verabreichung von Naloxon blockiert, mit Ausnahme der Verbindung Nr. 5, nämlich dem trans-d(+)-Isomer, was zeigt, daß die erfindungsgemäßen Verbindungen opiatähnliche Analgetica sind.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen sind ferner im sogenannten Schwanzzuckversuch an der Ratte wirksam, der ein weiterer üblicher pharmakologischer Versuch zur Ermittlung einer analgetischen Wirkung vom Opiattyp ist. Eine solche Wirksamkeit zeigt sich daran, daß die Reaktionszeit zunimmt, während der das Tier seinen Schwanz von einem in der Nähe befindlichen Heizstimulus (einem Widerstandsdraht) entfernt (bzw. durch ein Zucken des Schwanzes) nachdem man ein entsprechendes Heilmittel verabreicht hat, und zwar verglichen mit einer entsprechenden Kontrollzeit ( bei der kein Heilmittel verabreicht wird). Aus der folgenden Tabelle II gehen die erhöhten Reaktionszeiten gegenüber den Kontrollzeiten hervor, zu denen es durch subkutane Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen kommt. Aus Tabelle III geht eine ähnliche Information für eine orale Verabreichung der erfindungsgemäßen Verbindungen hervor. In den Tabellen II und III ist in Spalte 1 jeweils der Name der Verbindungen angegeben, aus Spalte 2 geht die eingesetzte Dosis hervor, Spalte 3 kann die Zeit entnommen werden, zu der die Beobachtung nach Verabreichung des Heilmittels erfolgt, aus Spalte 4 geht die Zunahme der Reaktionszeit gegenüber dem Vergleich bzw. der Kontrolle in Sekunden hervor, und in Spalte 5 ist der Signifikantsspiegel der erhaltenen Ergebnisse in Form des sogenannten "p"-Wertes angegeben. Eine Reaktionszeit von 30 Sekunden (etwa 24 bis 25 Sekunden oberhalb des Vergleichs) wird als maximal angesehen. Alle Heilmittel werden in Form wässriger Lösungen verabreicht. Falls mehr als ein Wert für eine bestimmte Dosierungshöhe angegeben ist, dann bedeutet dies, daß mehrere Bestimmungen vorgenommen wurden. Die Versuchsergebnisse sind nicht gemittelt.
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Tabelle II- subkutan
Name der Verbindung
Trans-dl-1-cyclobutylmethyl-Sa-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5-6,7,7a,8-decahydroisochinoi inmaleat
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-3a-(m-methoxypheny1) -1,2,3,3a,4,5-6,7,7a,8-decahydroisochinolinmaleat
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a-4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat
Beobachtungszeit Zunahme der "p"-Wert N)
(Minuten) Reaktionszeit 0,02 cn
30 gegenüber dem 0,4 N)
Dosis 30 Vergleich 0,5 -C^
0,25 mg/kg 10 0,71 0,001 O
0,5 mg/kg 30 0,21 0,5 cn
1 mg/kg 60 0,46 0,001
10 1,63 0,001
30 0,17 0,01
2 mg/kg 60 2,17 0,001
10 2,50 0,001
30 0,96 0,001
10 mg/kg 60 17,88 0,02
30 23,04 0,1
120 22,13 0,1
80 mg/kg 15 1,75 0,2
15 1 ,05 0,001
0,5 mg/kg 15 0,75 0,2
1 mg/kg 15 0,50 0,01
2 mg/kg 15 2,21 0,01
3 mg/kg 15 2,04 0,01
5 mg/kg 15 1,21 0,001
15 2,50 0,001
15 3,60 0,01
7 mg/kg 15 4,25 0,01
10 mg/kg 15 4,50
1,50
3,90
- 32 -
Tabelle II- subkutan (Fortsetzung)
Name der Verbindung
Trans-d (+) -1 -cydopropylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a-4,5,6,7,7a,7-decahydro!sochinolin-maleat
Beobachtungszeit Zunahme der 11P "-Wert t
(Minuten) Reaktionszeit 0,001 (J/,
15 gegenüber dem 0,001
Dosis 15 Vergleich 0,001 *
20 mg/kg 15 5,17 0,01
20 mg/kg 15 3,70 0,01
25 mg/kg 15 4,40 0,01
30 mg/kg 5 4,25+ 0,01
40 mg/kg 10 3,90 0,001
50 mg/kg 10 4,857. 0,001
15 4,9S++ 0,1
15 4,85+ 0,001 cn
15 6,Oe"1" 0,001 CO
15 4,0 0,01 -F--
30 6,50++ 0,001 CD
30 5,98 0,001 i cn
45 5,10 0,01
60 5,75 0,05
60 3,00 0,01
90 3,65 0,01
120 1,20 0,01
180 1,85 0,01
15 2,45 0,01
15 1,80. 0,001
60 mg/kg 15 4,4O+
100 mg/kg 15 4,15 0,5
200 mg/kg 15 5,65 0,01
10 mg/kg 30 0 0,05
50 mg/kg 60 0,25 0,5
120 1,30
2,25
0,10
tabelle II - subkutan (Fortsetzung)
Name der Verbindung
tn ο co oo cn
Dosis 100 mg/kg
Trans-l(-)-1-cyclopropylmethyl- 0,1 mg/kg 3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,- 0,5 mg/kg 5,6,7,7a,8-decahydroisochino- 1 mg/kg lin-maleat 2 mg/kg
5 mg/kg
10 mg/kg
20 see. abgestellt 15 see. abgestellt
50 mg/kg Beobachtungszeit (Minuten)
60 120
30 30 30 30 30 30 10 15 30 30 30 30
60 120 180 10 15 15 30 30 60 90
120 180 15
Zunahme der "p"-Wert f
Reaktionszeit 0,1
gegenüber dem 0,02
Vergleich 0,01 t
0,50 0,05
1,55 0,2
3,50 0,01
1,15
85 0,05
1,30 0,001
0 0,01
1,25 0,01
3,30 0,01 NJ
2,10 0,001 cn
2,75 0,001 r-o
3,45 0,001 -P-
3,55 0,001 CD
2,95. 0,05 cn
6,65;:
6,95+
1,0 0,001
0 0,001
0 0,001
7,30 0,001
5,80. 0,001
6,70 0,01
3,25 0,01
7,90
3,0 0,01
2,55 . 0,01
0,001
4,0
1 ,50
7,35
- 34 -
Tabelle III - oral
Name der Verbindung
Trans-dl-1-cyclobutylmethyl-Sa-(m-hydroxypheny1)-1,2,3,3a,4,5-6,7,7a,8-decahydroisochinolinmaleat
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-3a-(m-methoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5-6,7,7a,8-decahydroisochinolinmaleat
Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5-6,7,7a,8-decahydroisochinolinmaleat
Beobachtungszeit Zunahme der "p"-Wert Ui
(Minuten) Reaktionszeit 0,3 *
10 gegenüber dem 0,01
Dosis 30 Vergleich 0,4
10 mg/kg 60 0,43 0,001
30 0,63 0,01
60 0,21 0,01
25 mg/kg 30 1,71 0,01
30 1 ,04 0,5
50 mg/kg 120 12,42 0,2
20 mg/kg 30 1 ,10 0,05
120 0,20 cn
80 mg/kg 15 8,05 0,2 hO
15 1,19 0,05
5 mg/kg 15 0 0,01 O
10 mg/kg 15 0,90 0,2 cn
15 mg/kg 15 0,95 0,01
20 mg/kg 30 1,45 0,01
45 0,54 0,02
15 1,17 0,3
30 1,33 0,001
25 mg/kg 10 2,10 0,001
10 0,30 0,01
50 mg/kg 10 2,83 0,001
15 2,73 0,001
15 2,88 0,001
15 4,25 0,01
30 4,92 0,01
30 5,08 0,01
30 1,50
3,83
3,17
Tabelle III - oral (Fortsetzung)
Name der Verbindung
en to
GO cn
00 JS
Beobachtungs zeit Zunahme der 11P "-Wert
(Minuten) Reaktionszeit 0,01
45 gegenüber dem 0,01
Dosis 45 Vergleich 0,01
45 2,25 0,01
45 5,63 0,001
60 2,25 0,01
90 1,79 0,05
120 2,42 0,5
180 1,38 0,2
5 1/17 0,01
10 0,13 0,01
100 mg/kg 15 0,55 0,001
15 2,45 0,001
15 4,85 0,001
15 7,46. 0,001
30 5,45+ 0,01
30 4,50 0,001
30 3,45 0,001
30 4,05 0,05
45 6,79 0,001
45 4,38 0,001
45 1,45 0,01
60 2,38 0,001
15 7,75 0,001
15 2,05. 0,01
200 mg/kg 30 7,25; 0,01
30 7,13+ 0,01
45 2,75 0,001
15 1,42
5,79
300 mg/kg 7,75
cn ro
CD cn
Tabelle III- oral (Fortsetzung)
cn ο to co cn
Name der Verbindung
Trans-d(+)-1-cyclopropylmethyl 3a-(m-hydroxyphenyl)-1 ,2,3,3a-4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat
Trans-1(-)-1-cyclopropylmethyl· 3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,· 4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat
Beobachtungszeit Zunahme der "p"-Wert
(Minuten) Reaktionszeit 0,3
30 gegenüber dem
Dosis 60 Vergleich 0,3
100 mg/kg 120 0
15 0
30 0,40 0,1
150 mg/kg 60 0 0,5
120 0 0,5
180 0,35
0,30 0,4
60 0,30 0,01
200 mg/kg 60 letal 0,001
5 mg/kg 60 0,20 0,01
10 mg/kg 30 0,65 0,001
25 mg/kg 60 1,30 0,05
50 mg/kg 120 2,25 0,001
60 2,80 0,001
30 0,80 0,001
100 mg/kg 60 3,15. 0,001
200 mg/kg 120 4,90
5,40
2,65
20 see. abgestellt
- 37 -
- 38 - " 2524G5A
Die obigen Effekte konnten in jedem Fall durch Verabreichung von Naloxon blockiert werden.
Die Fähigkeit der erfindungsgemäßen Verbindungen zu einer Antagonisierung der Wirkung von Morphin, nämlich einem Opiat, wird durch die folgende Modifikation des oben erwähnten Rattenzuckversuchs ermittelt. Hierzu arbeitet man nach dem üblichen Verfahren, wobei die Stromstärke in dem Heizdraht anstelle von 6 8 jedoch 7 S beträgt, um auf diese Weise die meßbaren Agonisteneffekte des Antagonisten zu erniedrigen. Die jeweils zu untersuchenden Heilmittel werden dann Gruppen von Ratten in verschiedenen Dosierungshöhen zu verschiedenen Zeiten vor dem Versuch verabfolgt, wobei man jeweils 10 Minuten vor dem Versuch den Tieren auch eine Dosis von 5 mg Morphin pro kg Tierkörpergewicht verabreicht. Ein posivites Anzeichen eines Antagonismus ist eine verkürzte Reaktionszeit gegenüber der von dem Morphin zu erwartenden Reaktionszeit. Ein suggestiver Beweis eines Antagonismus ist die Ermittlung einer Reaktionszeit, die geringer ist als diejenige, die man von der Morphindosis erwarten würde, und die dem Effekt des jeweils untersuchten Anaigeticums zugeschrieben wird, wie er aus den Tabellen II und III hervorgeht. Von den erfindungsgemäßen Verbindungen sind diejenigen, bei denen der Substituent R in Formel I für Cyclopropy!methyl steht, bevorzugte Antagonisten, da sie sich beim obigen Testverfahren als wirksam erweisen. So wird beispielsweise durch <1 ie freie Base von trans-dl-1-Cyclopropylraethyl-Saira-hydroxypheny 1) -1 f 2 f 3, 3a, 4 ,5,ß,7,7a,θ-äecahydroisochinolin in einer 30 Minuten vor dem Versuch verabreichten oralen Dosis von 50 mg/kg das analgetische Signal von 5 mg/kg Morphin, das man 10 Minuten vor dem Versuch verabreicht, verringert. Das entsprechende Maleatsalz antagonisiert ebenfalls die Effekte von Morphin bei obigem Versuch. Anhand einer Reihe von Bestimmungen wurde
509851/1084
sichergestellt, daß die zur Reduzierung der analgetischen Effekte einer subkutanen Dosis von 5 mg/kg Morphin erforderliche minimale subkutane Dosis im Bereich von 2,5 bis 5,0 mg/kg liegt, und die entsprechende minimale orale Dosis 5 bis 10 mg/kg beträgt. Durch Verabreichung subkutaner Dosen von 50 mg/kg des oben erwähnten Maleatsalzes zu einem Zeitpunkt von 30 und 60 Minuten vor dem Versuch wird der analgetische Effekt von 5 mg/kg Morphin äußerst wirksam blockiert.
Die optischen Isomeren der obigen Verbindung sind ebenfalls Opiatantagonisten. So zeigt beispielsweise das trans-d(+)-1-Cyclopropylmethy1-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat morphinantagonistische Effekte beim obigen modifizierten Schwanzzuckversuch an der Ratte bei subkutaner Verabreichung von 100 mg/kg 60 Minuten vor dem Versuch. Das l(-)-Isomer zeigt bei subkutaner Verabreichung einen Antagonismus bei einer Dosis von 1 bis 2 mg/kg, und es manifestiert ferner antagonistische Effekte zur Blockierung des durch Morphin induzierten sogenannten Straubschwanzes bei der Maus. Für diesen Versuch verabfolgt man Mäusen 15 Minuten vor Versuch eine Dosis von 40 mg Morphin pro kg, und die jeweils zu untersuchenden Heilmittel werden in verschiedenen Intervallen vor dem Versuch verabreicht. Mit trans-dl-i-Cyclopropylmethyl-Sa-Cm-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin-maleat erhält man eine 100-prozentige Blockierung des Straubschwanzes, der durch subkutane Injektion von 40 mg Morphin pro kg hervorgerufen wird, wenn man den jeweiligen Wirkstoff in einer Dosis von 50 mg/kg subkutan 15 Minuten vor Versuch verabreicht, und bei einer entsprechenden Verabreichung 30 Minuten vor Versuchsbeginn erhält man hierbei eine 80-prozentige Blockierung. Das l(-)-Isomer ergibt an dem durch Morphin induzierten Straubschwanz bei einer Wirkstoffdosis von SO und 20 mg/kg und zu Zeiten von 15 und 30 Minuten vor Versuch eine 100-prozentige Blockierung.
509851/1084
Es zeigte sich, daß durch trans-dl-1-Cyclopropylmethyl-3a-(m-itiethoxyphenyl)-λ ,2,3,3a,4r5,6 ,7,7a,8-decahydroisochinolin Morphin beim sogenannten Schwanzzuckversuch an der Ratte antagonisiert wird.
Die erfindungsgemäßen Verbindungen haben eine subkutane Toxizität (LD50) von etwa 180 bis 220 mg/kg an der Maus und eine orale Toxizität (LD50) von etwa 290 bis 400 mg/kg an der Maus. Das K-)-Isomer von trans-dl-1-Cyclopropy1-methy1-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin ist weniger toxisch als das dl-Gemisch, und die Toxizität des d(+)-Isomers entspricht etwa der Toxizität des dl-Gemisches.
Mit den erfindungsgemäßen Verbindungen kann man bei Säugetieren entweder durch parenterale oder durch orale Verabreichung in Dosierungshöhen von 10 bis 100 mg eine Analgesie hervorrufen. Zur oralen Verabreichung vermischt man eine geeignete Menge eines pharmazeutisch unbedenklichen Salzes einer Base der Formel I, das man durch Umsetzen dieser Base mit einer nichttoxischen Säure erhält, mit Stärke oder einem sonstigen Excipiens, und füllt das so erhaltene Gemisch dann in Teleskopgelatinekapseln ab, die jeweils eine analgetische Dosis Wirkstoff enthalten. In ähnlicher Weise kann man das Salz auch mit Stärke, Bindemittel und Gleitmittel vermischen und zu Tabletten verpressen, die jeweils eine Standarddosis Analgeticum enthalten. Die Tabletten können gekerbt sein, wenn man geringere oder unterteilte Dosen verwenden möchte. Bei einer parenteralen Verabreichung wird die intramuskuläre oder subkutane Verabreichung bevorzugt. Für diesen Zweck werden wässrige Lösungen oder Suspensionen eines pharmazeutisch unbedenklichen Salzes der Aminbase der Formel I verwendet. Die erfindungsgemaßen Verbindungen lassen sich im allgemeinen zu den gleichen pharmazeutischen Formen formulieren und genauso
S09851/1084
verabreichen wie die bekannten Anaigetica Morphin, Codein, Methadon oder Meperidin oder wie sonstige opiatähnliche Anaigetica. Die Dosierungen für die dl-Racemate und die Isomeren liegen im Bereich von 10 bis 100 mg, und vorzugsweise im Bereich von 25 bis 50 mg.
509851 /1084

Claims (6)

  1. Patentansprüche
    \ I-Cycloalkylmethyl-Sa- (substituiertes-phenyl) -decahydroisochinoline der Formel
    R1
    N-R
    worin
    R Cyclopropy!methyl oder Cyclobuty!methyl bedeutet,
    R1 für O-Alk, OH oder O-C-Alk steht und
    Alk
    O
    -Alkyl bedeutet,
    und die pharmazeutisch unbedenklichen Säureadditionssalze obiger Verbindungen.
  2. 2. Trans-dl-1-cyclobutylmethyl-3a-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,33,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin nach Anspruch 1
  3. 3. Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-Sa-(m-hydroxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin nach Anspruch 1
    509851/1084
  4. 4. Trans-l(-)-i-cyclopropylmethyl-Sa-im-hydroxyphenyl) · 1,2,3,3ar4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin nach Anspruch 1
  5. 5. Trans-dl-1-cyclopropylmethyl-3a-(m-nethoxyphenyl)-1,2,3,3a,4,5,6,7,7a,8-decahydroisochinolin nach Anspruch 1
  6. 6. Verfahren zur Herstellung von 1-Cycloalkylmethyl-3a-(substituiertes-phenyl)-decahydroxsochinolinen der in Anspruch 1 genannten Formel I, worin die Substituenten R und R1 die in Anspruch 1 angegebene Bedeutung haben, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Verbindung der Formel II
    II
    worin
    R" für OH oder O-Alk steht, mit einem Cycloalkylcarbonyl halogenid der Formel [
    worin L Bt und X für Chlor oder Brom steht, umsetzt und die vorhandene Carbonylgruppe anschließend reduziert, worauf man die dabei erhaltenen Decahydroisochinoline, bei denen der Substituent R1 für Hydroxy steht, gewünschtenfalls in die entsprechenden Verbindungen überführt, bei denen der Substituent R1 Alkoxy oder Alkanoyloxy bedeutet.
    509851/1084
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