DE2519112B2 - Anordnung einer Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumgerätes, insbesondere Schneepfluges - Google Patents
Anordnung einer Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumgerätes, insbesondere SchneepflugesInfo
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Description
Die Erfindung betrifft die Anordnung einer Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumgerätes,
insbesondere eines Schneepfluges, mit mindestens einem Stützglied, das sich mit Abstand unterhalb der
Unterkante der Pflugschar nach vorne erstreckt, gegen elastischen Widerstand um eine im wesentlichen parallel
zur Unterkante der Pflugschar quer zur Fahrtrichtung angeordnete Schwenkachse nach oben schwenkbar ist
und an seinem vorderen Ende mit der Schürfleiste verbunden ist, deren Abstand von der Unterkante der
Pflugschar durch ein gemeinsam mit dem Stützglied bewegliches Zwischenglied überbrückt ist, derart, daß
die in normaler Betriebsstellung senkrecht nach unten oder schräg nach vorne unten gerichtete Schürfleiste
beim Anstoßen an ein Hindernis über dieses hinwegkippbar ist.
Im Vergleich mit Straßenräumgeräten, bei denen eine
Schürfleiste unmittelbar an der Unterkante einer Pflugschar angelenkt ist, haben Straßenräumgeräte mit
einer Anordnung der im vorstehenden beschriebenen Gattung den Vorteil, daß die Schürfleiste aus jeder
denkbaren Arbeitsstellung über Hindernisse, die nicht weggeräumt werden können oder sollen, hinwegkippen
kann, ohne daß die verhältnismäßig schwere Pflugschar angehoben zu werden braucht. Wenn eine in ihrer
Arbeitsstellung schräg, beispielsweise unter einem Winkel von 60° gegen die Waagerechte, nach vorne
unten gerichtete Schürfleiste mit ihrer Unterkante an einem Hindernis hängenbleibt, richtet sich die Schürfleiste
zunächst auf, wobei der obere Bereich der Schürfleiste mit hoher Anfangsbeschleunigung nach
oben ausweicht, bis die Schürfleiste eine senkrechte Stellung erreicht hat. Bei Straßenräumgeräten der
beschriebenen Gattung wird diese Ausweichbewegung nach oben durch das Stützglied ermöglicht, daß um
seine waagerechte, parallel zur Unterkante der Pflugschar vorzugsweise in erheblichem Abstand hinter
dieser angeordneten Schwenkachse nach oben schwenkbar ist Die trägen Massen der Schürfleiste und
des Stützgliedes, die bei der Ausweichbewegung nach oben beschleunigt werden müssen, sind im Verhältnis
zur tragen Masse der Pflugschar gering. Der Abstand zwischen der Oberkante der Schürfleiste und der
Unterkante der Pflugschar, der sich bei Ausweichbewegungen der Schürfleiste verändert, wird durch das
Zwischenglied derart überbrückt, daß der von der Straße abgeschürfte Schnee, Matsch, Sand oder Split
ununterbrochen von der Schürfleiste in die Pflugschar fließen kann.
Bei einem bekannten Straßenräumgerät mit einer Anordnung der beschriebenen Gattung (DE-PS
12 13 461) ist das Stützglied eine starre Platte, die an ihrer Vorderkante durch ein Gelenk mit der Schürfleiste
verbunden ist, wobei eine an diesem Gelenk angeordnete Feder bestrebt ist, die Schürfleiste in ihrer
Arbeitsstellung zu halten, in der sie schräg nach vorne unten gerichtet ist. In der Nähe der Vorderkante des
Stützgliedes ist als Zwischenglied eine konzentrisch zur Schwenkachse des Stützgliedes gebogene starre Platte
befestigt; eine weitere starre Platte erstreckt sich vom oberen Rand der gebogenen Platte radial zur Schwenkachse
des Stützgliedes nach hinten, wo sie am Stützglied befestigt ist.
Die drei genannten Platten bilden einen starren, walzensektorförmigen Hohlkörper, dessen von der
gebogenen Platte gebildete zylindrische Mantelfläche in jeder Schwenkstellung des Stützgliedes eine Verbindung
zwischen der Schürfleiste und der Pflugschar herstellt und den Schnee, Matsch, Sand oder Split, den
die Schürfleiste von der Fahrbahn abgeschürft hat, in die Pflugschar fließen läßt.
Diese bekannte Anordnung hat sich vor allem deshalb bewährt, weil die Schürfleiste auch dann, wenn sie aus
Stahl besteht und stark nach vorn geneigt ist, also mit der Fahrbahn einen verhältnismäßig kleinen Winkel
einschließt, starren Hindernissen kleiner und mittlerer Höhe, wie z. B. Markierungsnägeln, Schachtdeckeln von
Entwässerungskanälen und Abdeckungen von Unterflurlampen der bei Flughäfen üblichen Bauart sicher
ausweichen kann, wobei sie durch die geringe Masse des beschriebenen Hohlkörpers nur wenig behindert wird.
Aus der senkrechten oder sogar schräg nach hinten geneigten Stellung, in der die Schürfleiste das Hindernis
überwindet, springt die Schürfleiste unter der Wirkung der an ihr angreifenden Feder normalerweise von selbst
in ihre Arbeitsstellung zurück. Ein Nachteil dieser bekannten Anordnung besteht jedoch darin, daß der
zugleich als Stützglied und als Zwischenglied dienende Hohlkörper in der Herstellung teuer und im Betrieb der
Gefahr von erheblichen Beschädigungen ausgesetzt ist, wenn die Schürfleiste einen Randstein, Kilometerstein
od. dgl. streift, der zu hoch ist, als daß er von der Schürfleiste in der beschriebenen Weise überwunden
verden könnte.
Der Erfindung liegt deshalb die Aufgabe zugrunde, eine Anordnung der eingangs beschriebenen Gattung
zu schaffen, bei der die mit der Schürfleiste zusammenwirkenden beweglichen Bauteile besonders einfach und
widerstandsfähig gegen Stoßbeanspruchungen sind.
Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Stützglied elastisch verformbar ist und das
Zwischenglied zumindest im Bereich seiner Verbindung der Schürfleiste nachgiebig ist.
Mit der elastischen Verformbarkeit des .Stützgliedes
wird erreicht, daß diese Stoßen nicht nur durch eine aufwärts gerichtete Schwenkung um die Schwenkachse
ausweichen sondern bis zu einem gewissen Grade auch durch innere elastische Verformung nachgeben kann.
Die elastische Verformbarkeit des Stützgliedes ist von besonderer Bedeutung als erste Reaktion auf einen
Stoß, den eine aus Stahl bestehende und unter einem kleinen Winkel gegen die Fahrbahn nach vorn geneigte
Schürfleiste beim Anprall an ein Hindernis erleidet, denn die zu Beginn eines solchen Stoßes auftretende
Stoßkraft hat im allgemeinen nur einen geringen Hebelarm in bezug auf die Schwenkachse des
Stützgliedes, so daß ein das Stützglied nach oben schwenkendes Moment von erheblicher Größe erst
allmählich in dem Maß entsteht, in dem die Schürfleiste sich im Hindernis aufrichtet. Ein weiterer Vorteil der
elastischen Verformbarkeit des Stützgliedes besteht darin, daß das Stützglied auch gegen seitliche Stöße, die
beim Anstreifen an einem Randstein, Kilometerstein od. dgl. entstehen, weitgehend unempfindlich ist. Dazu
kommt der Vorte;!, daß das Stützglied sich infolge seiner
eigenen elastischen Verformbarkeit verwinden kann und dadurch der Schürfleiste die Möglichkeit gibt, sich
an unterschiedliche Querneigungen der Fahrbahn besonders gut anzupassen, auch wenn die Schürfleiste
selbst aus Stahl besteht.
Die Nachgiebigkeit des Zwischengliedes ergänzt die Wirkung der elastischen Verformbarkeit des Stützgliedes
in der Weise, daß das Zwischenglied auch bei starker Verformung des Stützgliedes in der Weise, daß das
Zwischenglied auch bei starker Verformung des Stützgliedes die erforderliche Brücke zwischen der
Schürfleiste und der Pflugschar herstellt. Im Gegensatz zu dem beschriebenen bekannten Straßenräumgerät ist
es nicht erforderlich, daß der Abstand zwischen der Unterkante der Pflugschar und der Schwenkachse des
Stützgliedes ebenso groß ist wie der Abstand zwischen dem vorderen Ende des Stützgliedes und der Schwenkachse.
Durch die erfindungsgemäße Nachgiebigkeit des Zwischengliedes wird also die Möglichkeit geschaffen,
die Schwenkachse des Stützgliedes so anzuordnen, wie dies im Hinblick auf die Strömung des von der Fahrbahn
abgeschürften Schnees, Matsches, Schlammes oder Splitt, am günstigsten ist; es ist dadurch möglich, die
Entstehung von Winkelräumen zu vermeiden, in denen sich das abgeschürfte Material stauen kann.
Bei einer Ausführungsform der Erfindung ist das Stützglied eine Platte aus einem Elastomer, die sich über
die gesamte Länge der Schürfleiste erstreckt. Als
gesamte Länge der Schürfleiste ist nicht notwendigerweise die gesamte Länge der Pflugschar zu verstehen;
es besteht die bekannte Möglichkeit, der Pflugschar mehrere, in normaler Arbeitsstellung nebeneinander in
einer gemeinsamen Ebene liegende Schürfleisten zuzuordnen; zu jeder solchen Schürfleiste gehört dann
ein erfindungsgemäßes Stützglied und ein erfindungsgemäßes Zwischenglied.
Es besteht auch die Möglichkeit, daß das — bzw. bei mehreren nebeneinander angeordneten Schürfleisten
jedes — Stützglied aus mehreren, in ihrer Normalstellung in einer gemeinsamen Ebene liegenden Streifen aus
einem Elastomer zusammengesetzt ist. Dadurch wird die Fähigkeit der Schürfleiste, sich Unebenheiten der
Fahrbahn anzupassen, noch verbessert. Außerdem können zwischen den einzelnen Streifen vorgesehene
Abstände den Vorteil haben, daß in den Raum zwischen dem Stützglied und dem Zwischenglied eingedrungener
Schnee, Matsch od. dgl. leicht nach unten abfließen kann.
Das Zwischenglied kann ebenfalls eine Platte aus einem Elastomer sein, und zwar eine Platte, die sich über
die gesamte Länge der Schürfleiste erstreckt und an ihrem oberen Rand gleitend, fest oder gelenkig mit der
Pflugschar verbunden ist. Bei fester oder gelenkiger Verbindung mit der Pflugschar dient die als Zwischenglied
vorgesehene Platte aus einem Elastomer in Verbindung mit dem Stützglied als Abstützung für die
Schürfleiste.
Das Stützglied wird in diesem Fall durch das Zwischenglied von zumindest einen Teil der von der
Fahrbahn auf die Schürfleiste einwirkenden Kräfte entlastet, so daß das Stützglied so bemessen werden
kann, daß es auch besonders harte Stöße weich abfängt.
Wenn sowohl das Stützglied als auch das Zwischenglied aus einem Elastomer besteht, arbeitet das
erfindungsgemäße Straßenräumgerät nahezu geräuschlos, da die beim Entlangstreifen der Schürfleiste auf der
Fahrbahn entstehenden Schwingungen nicht auf die Pflugschar übertragen werden können, die bei bekannten
Schneepflügen einen unangenehm wirksamen Resonanzboden darstellt.
Die beschriebene Gestaltung des Zwischengliedes aus einer Elastomerplatte und des Stützgliedes ebenfalls aus
einer Elastomerplatte oder aus mehreren Elastomerstreifen kann dadurch weitergebildet sein, daß jeweils
der vordere Bereich des Stützgliedes und des Zwischengliedes an einer im Scheitel des von ihnen gebildeten
Winkels angeordneten Profilleiste befestigt ist, an der die Schürfleiste starr befestigt ist. Mit anderen Worten
ist es möglich, das Stützglied und das Zwischenglied derart elastisch zu gestalten, daß das übliche Gelenk
zwischen dem Stützglied und der Schürfleiste nicht mehr erforderlich ist, da die zum Überwinden von
Hindernissen erforderliche Kippbewegung der Schürfleiste durch elastische Verformungen des Stützgliedes
und des Zwischengliedes ermöglicht wird; diese elastischen Verformungen erzeugen zugleich die Rückstellkraft,
von denen die Kippleiste nach dem Überwinden des Hindernisses wieder in seine Arbeitsstellung
gebracht wird.
Die Charakteristik der federnden Abstützung der Schürflcistc kann in weiten Grenzen frei gewählt
werden, indem die Dicke der als Stützglied dienenden Platte oder Streifen einerseits und der als Zwischenglied
dienenden Platte andererseits entsprechend bemessen wird.
Wenn es sich im Hinblick auf die Bicgcbeanspruchungcn
des Stützgliedes und des Zwischengliedes als wünschenswert erweist, diese Glieder aus verhältnismäßig
dünnen Platten herzustellen, dann kann die federnde Abstützung der Schürfleiste dadurch verstärkt werden,
daß die Profilleiste über mindestens ein ungefähr in der Winkelhalbierenden Ebene zwischen dem Stützglied und
dem Zwischenglied angeordnetes elastisches Versteifungsglied zusätzlich an einer Versteifungsplatte der
Pflugschar abgestützt ist.
Als Versteifungsglied könnte beispielsweise ein Satz schraubenförmiger Druckfedern oder eine Blattfeder
oder Blattfederanordnung vorgesehen sein; vorzugsweise ist das Versteifungsglied jedoch eine Platte aus
einem Elastomer, da diese sich beim Anprall der Schürfleiste an ein Hindernis in ähnlicher Weise wölben
kann, wie die als Stützglied und/oder als Zwischenglied vorgesehene Elastomerplatten.
Der vom Stützglied und vom Zwischenglied begrenzte Raum kann an seiner Rückseite durch eine Mulde
abgeschlossen und zumindest teilweise von einem elastisch zusammendrückbaren, als Versteifungsglied
dienenden Körper ausgefüllt sein. Damit wird selbst bei Verwendung besonders dünner Elastomerplatten als
Stützglied und als Zwischenglied eine hinreichend steife Abstützung der Schürfleiste erreicht und außerdem das
von der Fahrbahn abgeschürfte Material daran gehindert, in den Raum zwischen dem Stützglied und dem
Zwischenglied einzudringen.
Der elastisch zusammendrückbare Körper kann aus einem Schaumstoff, Schaumgummi od. dgl. bestehen. Es
ist aber auch möglich, daß der elastisch zusammendrückbare Körper ein Luftschlauch ist.
Eine Weiterentwicklung der zuletzt beschriebenen Ausführungsform besteht darin, daß das Stützglied von
einem unteren Teil und das Zwischenglied von einem oberen Teil eines Luftschlauchs gebildet ist, der sich
parallel zur Schürfleiste erstreckt und sich in einer an der Tragvorrichtung angeordneten Mulde abstützt. Mit
anderen Worten bildet der Luftschlauch selbst das Stützglied und das Zwischenglied, so daß zusätzliche
Platten aus einem Elastomer nicht erforderlich sind.
Es ist vorteilhaft, wenn der vordere Teil des Luftschlauches in einer an der Schürfleiste befestigten
Mulde liegt.
Die beiden Mulden, die den vorderen und hinteren Teil des Luftschlauchs aufnehmen, können durch am
Luftschlauch anliegende Zugbänder oder -seile miteinander verbunden sein.
Bei einer anderen Ausführungsform der Erfindung isl das Stützglied ein Federbügel, von dem ein hinterei
Schenkel an einer Versteifungsplatte der Pflugschar gelagert ist und ein vorderer Schenkel eine Schwenkachse
für die Schürfleiste bildet. Auch das auf diese Weise ausgebildete Stützglied ist imstande, Stoßkraftspitzen
in weiten Grenzen abzubauen und dadurch füi das gesamte Straßenräumgerät unschädlich zu machen
unabhängig davon, ob sie die Folge eines über die Schürfleiste in das Stützglied eingeleiteten Stoßes odei
eines unmittelbar auf das Stützglied von einer Seile einwirkenden Stoßes sind. Das von einem Federbüge
gebildete Stützglied ist auch imstande, sich zi verwinden und dadurch der Schürfleiste eine besonder!
gute Anpassung an Unebenheiien, insbesondere wech selnde Querneigungen der Fahrbahn, zu ermöglichen
Der im Vergleich mit einer Platte aus einem Elastomei geringeren Dampfungswirkung eines Federbügels steh
der Vorteil gegenüber, daß ein Federbügel aus Stahl be gleicher Belastbarkeit nur etwa halb so schwer ist wi<
eine Elastomerplatte.
Das von einem Federbügel — oder bei Bedarf mehreren Federbügeln — gebildete Stützglied kann
durch eine zusätzliche mechanische oder pneumatische Feder an der Tragvorrichtung abgestützt sein, ebenso
wie dies bei dem eingangs beschriebenen bekannten Straßenräumgerät für den walzensektorförmigen Hohlkörpergilt.
Auch kann das Gelenk zwischen dem als Federbügel ausgebildeten Stützglied und der Schürfleiste durch eine
getrennte Feder in einer bestimmten Arbeitsstellung gehalten sein.
Eine besonders einfache und gewichtsparende Bauweise ergibt sich jedoch dann, wenn mindestens ein
Schenkel des Federbügels derart mit der Schürfleiste verbunden ist, daß dieser Schenkel als Biege- und/oder
Torsionsfeder bestrebt ist, die Schürfleiste in einer vorgegebenen Arbeitsstellung zu halten. In entsprechender
Weise kann mindestens ein Schenkel des Federbügels derart mit einer Versteifungsplatte der
Pflugschar verbunden sein, daß dieser Schenkel als Biege- und/oder Torsionsfeder bestrebt ist, den
Federbügel in einer vorgegebenen Arbeitsstellung zu halten.
Ein Zwischenglied, das wie oben beschrieben von einer Elastomerplatte gebildet ist, kann auch mit einem
Stützglied zusammenwirken, das von einem Federbügel oder mehreren Federbügeln gebildet ist. Für eine
Kombination mit einem Stützglied aus einem oder mehreren Federbügeln eignet sich jedoch auch ein
Zwischenglied, das eine — nicht notwendigerweise elastische — Platte aufweist, die im Bereich ihres
unteren Randes über mindestens eine Feder gelenkig mit dem Stützglied verbunden und durch diese Feder im
Bereich ihres oberen Randes gleitend an der Vorderseite der Pflugschar anliegend gehalten ist.
Die zuletzt beschriebene Feder oder Federanordnung, die zusammen mit einer Platte das Zwischenglied
bildet, kann ein Schenkel des als Stützglied dienenden Federbügels sein.
Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im folgenden anhand schematischer Zeichnungen
beschrieben. Es zeigt
F i g. 1 eine Vorderansicht eines Fahrzeugs mit einer Ausführungsform der Anordnung einer Schürfleiste an
der Pflugschar eines Straßenräumgerätes;
F i g. 2 einen senkrechten Schnitt längs der Linie 11-11
in F i g. 1;
F i g. 3 einen der F i g. 2 entsprechenden Schnitt durch die Anordnung der Schürfleiste beim Überfahren eines
Hindernisses;
F i g. 4 einen vergrößerten Ausschnitt aus F i g. 3;
F i g. 5 einen der F i g. 2 entsprechenden Schnitt durch den unteren Teil einer anderen Ausführungsfornn der
Anordnung der Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumgerätes;
F i g. 6 eine Vorderansicht einer weiteren Ausführungsform
der Anordnung einer Schürfleiste an die Pflugschar eines Straßenräumgerätes;
Fig.7 einen senkrechten Schnitt durch den unteren
Teil der Anordnung der Schürfleiste längs der Linie VII-VII in Fig.6;
F i g. 8 einen der F i g. 2 entsprechenden Schnitt durch eine weitere Ausführungsform der Anordnung i:iner
Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumijerätes;
F i g. 9 eine Abwandlung von F i g. 8;
Fi g. 10 eine Untersicht in Richtung des Pfeiles; X in
Fig. 9; und
Fig. 11 und 12 Abwandlungen von Fi g. 10.
In F i g. 1 bis 3 ist ein Slraßenräumgerät 16 dargestellt, das von einem Fahrzeug 17 geschoben wird und zu diesem Zweck mit dem Fahrzeug durch ein Parallelogrammgestänge 18 und eine Kolben-Zylindereinheit 19 verbunden ist, die zusammen eine Höhenverstellvorrichtung bilden.
In F i g. 1 bis 3 ist ein Slraßenräumgerät 16 dargestellt, das von einem Fahrzeug 17 geschoben wird und zu diesem Zweck mit dem Fahrzeug durch ein Parallelogrammgestänge 18 und eine Kolben-Zylindereinheit 19 verbunden ist, die zusammen eine Höhenverstellvorrichtung bilden.
Das Straßenräumgerät 16 weist eine Tragvorrichtung to 21 auf, an der das Parallelogrammgeslänge 18 und die
Kolben-Zylindereinheit 19 angelenkt sind. Wesentliche Bestandteile der Tragvorrichtung 21 sind eine Anzahl
paralleler, senkrechter Versteifungsplatten 22, die etwa sichelförmig gestaltet und miteinander durch ein
is waagerechtes Tragrohr 23 verbunden sind, das sich durch Aussparungen der Versteifungsplatten 22 hindurcherstreckt
und mit diesen verschweißt ist. Die Versteifungsplatten 22 sind im Bereich ihrer unteren
Enden zusätzlich mit mindestens einer U-Schiene 24 verschweißt, die sich parallel zum Tragrohr 23 erstreckt
und nach vorne offen ist. Die Versteifungsplatten 22 stützen eine in üblicher Weise gewölbte Pflugschar 26
von hinten ab.
Die Tragvorrichtung 21 und die Pflugschar 26 sind gelenkig mit einer Schürfleiste 27 verbunden, die sich
ebenso wie das Tragrohr 23 und die Pflugschar 26 quer oder schräg zur Fahrtrichtung des Fahrzeuges 17
erstreckt. In F i g. 1 und 2 ist die Schürfleiste 27 in ihrer normalen Arbeitsstellung gezeichnet, in der sie mit ihrer
Unterkante auf einer Fahrbahn 28 einer Straße oder
z. B. einer Roll- oder Startbahn eines Flughafens entlangschürft, wobei die Schürfleiste derart nach vorne
gerichtet ist, daß der Winkel zwischen der Ebene der
Schürfleiste und der Fahrbahn 28 od. dgl. an der Rückseite der Schürfleiste ein spitzer Winkel von im
dargestellten Beispiel etwa 60° ist. Die gelenkige Verbindung zwischen der Schürfleiste 27 und der
Tragvorrichtung 21 sowie der Pflugschar 26 hat die Aufgabe, der Schürfleiste 27 eine Anpassung an kleinere
Bodenunebenheiten zu ermöglichen, ohne daß sie wesentlich aus ihrer Arbeitsstellung herausbewegt wird,
und hat ferner die Aufgabe, die Schürfleiste gemäß Fig.3 über höhere Hindernisse 29 hinwegkippen zu
lassen, ohne daß irgendein Bauteil des Straßenräumgeräts 16 beschädigt wird und ohne daß das Fahrzeug 17
gefährlichen Stoßen ausgesetzt wird. Damit ein Hindernis 29 die Arbeit des Straßenräumgerätes 16
nicht auf dessen gesamter Breite in der aus F i g. 3 ersichtlichen Weise stören kann, erstreckt sich die
Schürfleiste 27 nicht über die gesamte Breite der Pflugschar 26 sondern es sind gemäß Fig. 1 in an sich
bekannter Weise mehrere, im dargestellten Beispiel vier, Schürfleisten 27 nebeneinander angeordnet, die in
ihrer normalen Arbeitsstellung in einer gemeinsamen Ebene liegen aber jede für sich im Stande sind, über ein
Hindernis 29 hinwegzukippen.
Die einzelnen Schürfleisten 27 und ihre gelenkigen
Verbindungen mit der Tragvorrichtung 21 einerseits und der Pflugschar 26 andererseits können auf der
gesamten Breite des Straßenräumgerätes 16 die gleichen sein, unabhängig davon, wie viele Schürfleisten
27 nebeneinander angeordnet sind. Deshalb wird im folgenden nur mehr von einer Schürfleiste 27 und ihrer
gelenkigen Verbindung mit der Tragvorrichtung 21 und der Pflugschar 26 die Rede sein.
Wesentliche Bestandteile der genannten gelenkigen Verbindung sind ein elastisches Stützglied 31 und ein
nachgiebiges Zwischenglied 32, die bei der F i g. 1 bis 3
dargestellten Ausführungsform von je einer rechteckigen
Platte aus einem Elastomer gebildet sind. Das Stützglied 31 ist im Bereich seines vorderen Randes mit
einer Profilleiste 33 und einer Deckleiste 34 verschraubt, die ihrerseits mittelbar oder unmittelbar mit der
Schürflciste 27 verschraubt sind. Um den hinteren Rand des Slützgliedes 31 greift eine Randleiste 36 von
U-förmigen Querschnitt, die durch Stege 37 mit einem Rohr 38 fest verbunden ist. Das Rohr 38 liegt drehbar in
der unteren U-Schiene 24 und ist durch Klammern 39 daran gehindert, sich aus der U-Schiene herauszubewegen.
Die Klammern 39, von denen eine in Fig.4 dargestellt ist, haben einen nach unten offen U-förmigen
Querschnitt und sind im Zwischenraum zwischen je zwei Versteifungsplatten 22 und zwischen je zwei
Stegen 37 über die U-Schiene 24 gesteckt und mit dieser verschraubt.
Das Zwischenglied 32 ist im Bereich seines in Fig.2
vorderen, unteren Randes ebenfalls mit der Profilleiste 33 und mit einer Deckleiste 41 verschraubt; die
Deckleiste 41 ist ihrerseits mit der Schürfleiste 27 und der Deckleiste 34 verschraubt. Um den oberen Rand des
Zwischengliedes 32 greift ebenfalls eine im Querschnitt U-förmige Randleiste 42, die über in gleichmäßigen
Abständen angeordnete Stege 43 fest mit einem Rohr 44 verbunden ist. Das Rohr 44 ist in Laschen 46 gelagert,
die zwischen den Stegen 43 hindurchgreifen und am unteren Randbereich der Pflugschar 26 befestigt sind.
Wenn die Schürfleiste 27 bei der Vorwärtsbewegung des vom Fahrzeug 17 geschobenen Straßenräumgerätes
16 gemäß F i g. 3 gegen ein Hindernis 29 stößt, wölben sich die beiden Elastomerplatten, die das Stützglied 31
und das Zwischenglied 32 bilden, derart, daß Schürfleiste 27 nach oben und zugleich in bezug auf die
Pflugschar 26 nach hinten ausweicht und dabei auch eine Kippbewegung um eine zur Unterkante der Schürfleiste
parallele, gedachte Achse ausführt. In den gemäß F i g. 3 gewölbten, als Stützglied 31 und als Zwischenglied 32
dienenden Elastomerplatten ist Federarbeit gespeichert, von der die Schürfleiste 27 in ihre Arbeitsstellung
gemäß Fig.2 zurückgeführt wird, sobald sie das Hindernis 29 überwunden hat.
Für den Fall, daß es erwünscht ist, die Schürfleiste 27 besonders stark gegen die Fahrbahn zu drücken, kann in
dem vom Stützglied 31 und vom Zwischenglied 32 begrenzten Raum, vorzugsweise im Bereich der
Winkelhalbierenden Ebene zwischen beiden, zusätzlich ein Versteifungsglied 47 angeordnet sein. Gemäß F i g. 2
und 3 ist das Versteifungsglied 47 ebenfalls eine rechteckige Platte aus einem Elastomer, die sich mit
ihrer vorderen, unteren Kante an der Profilleiste 33 abstützt und im Bereich ihres hinteren Randes in der
oberen U-Schiene 24 in gleicher Weise schwenkbar gelagert ist, wie das Stützglied 31 in der unteren
U-Schiene. Das Versteifungsglied 47 ist in Fig. 1 nicht dargestellt, um zu verdeutlichen, daß das Stützglied 31
und das Zwischenglied 32 unter üblichen Betriebsbedingungen genügen, um die Schürfleiste 27 nachgiebig und
dennoch genügend fest abzustützen.
Die in Fig.5 dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich von der zuvor beschriebenen im wesentlichen dadurch, daß der Raum zwischen dem
Stützglied 31 und dem Zwischenglied 32 nach hinten durch eine an den Vcrstcifungsplutten 22 befestigte
Mulde 48 abgeschlossen und mit einem Luftschlauch 49 ausgefüllt ist. Zum Aufblasen des Luftschlauches 49 ist
ein Ventil 51 vorgesehen, das sich durch eine Aussparung in der Mulde 48 nach hinten erstreckt.
Anstelle des Ventils 51 könnte zum Aufblasen des Luftschlauches 49 eine flexible Leitung vorgesehen sein,
die über ein Steuerventil an die übliche Druckluftanlage des Fahrzeugs 17 angeschlossen ist, so daß die
Möglichkeit besteht, den Luftdruck im Luftschlauch 49 während der Fahrt zu ändern, um die Steifigkeit der
Verbindung zwischen der Schürfleiste 27 und der Tragvorrichtung 21 sowie der Pflugschar 26 ohne
Unterbrechung der Fahrt wechselnden Bedürfnissen
ίο anzupassen.
Fig. 6 und 7 zeigen eine Weiterentwicklung der in
F i g. 5 dargestellten Ausführungsform. Während gemäß F i g. 5 der Luftschlauch 49 nur dazu dient, die
Eigensteifigkeit der von Elastomerplatten gebildeten gelenkigen Abstützung der Schürfleiste 27 mehr oder
weniger stark zu erhöhen, bildet gemäß F i g. 6 und 7 ein Luftschlauch 52 selbst mit seinem unteren Teil das
Stützglied 31 und mit seinem oberen Teil das Zwischenglied 32. Der Luftschlauch 52 liegt mit seinem
hinteren Teil in einer ähnlich wie in F i g. 5 gestalteten Mulde 53 und mit seinem vorderen Teil in einer Mulde
54, die sich im Bereich des als Stützglied 31 dienenden Teils des Luftschlauchs 52 weiter nach hinten erstreckt
als im Bereich des als Zwischenglied 32 dienenden oberen Teils des Luftschlauches. An der Mulde 54 ist die
Schürfleiste 27 starr aber auswechselbar befestigt. Die Mulden 53 und 54 sind durch Zugbänder oder -seile 56
von einstellbarer Länge miteinander verbunden. Beim Überfahren eines Hindernisses verhält sich die Schürfleiste
27 bei der in F i g. 7 dargestellten Abstützung ähnlich wie oben anhand der F i g. 3 beschrieben.
Gemäß Fig.8 bis 12 kann als Stützglied 31 ein Federbügel, vorzugsweise aus gehärtetem Rundstahl,
vorgesehen sein, der im folgenden in verschiedenen Ausführungsformen und in Kombination mit Abwandlungen
des Zwischengliedes 32 beschrieben wird.
Gemäß F i g. 8 ist das von einem Federbügel gebildete Stützglied 31 mit einem Zwischenglied 32 kombiniert,
das ebenso wie bei den in Fig. 1 bis 3 und 5 dargestellten Ausführungsformen von einer rechteckigen
Elastomerplatte gebildet und fest mit der Schürfleiste 27 verschraubt ist. Im Gegensatz zu den
Ausführungsformen gemäß Fig. 1 bis 3 und 5 ist das Zwischenglied 32 im Bereich seines oberen Randes nicht
gelenkig sondern fest mit der Pflugschar 26 verbunden, was dann ohne weiteres möglich ist, wenn die als
Zwischenglied 32 dienende Elastomerplatte eine im Verhältnis zu dem normalen Abstand zwischen der
Pflugschar 26 und der Schürfleiste 27 geringe Dicke hat.
Der als Stützglied 31 dienende Federbügel ist ähnlich wie das Stützglied 31 in F i g. 1 bis 5 in der U-Schiene 24
schwenkbar gelagert und ist im Gegensatz zu den zuvor beschriebenen Ausführungsformen mit der Schürfleiste
27 ebenfalls schwenkbar verbunden. Die als Zwischenglied 32 dienende Elastomerplatte ist bestrebt, ihre in
Fig.8 gezeigte annähernd ebene Form beizubehalten
und ist infolgedessen bestrebt, die Schürfleiste 27 und das Stützglied 31 in ihrer normalen Arbeitsstellung zu
halten. Für den Fall, daß die Schürfleiste 27 stärker
gegen die Fahrbahn 28 gedrückt werden soll als es durch die Eigensteifigkeit des Zwischengliedes 32 allein
möglich ist, kann das Stützglied 31 durch eine zusätzliche Feder, beispielsweise eine Druckfeder 57, an
der Tragvorrichtung 21 abgestützt sein.
Die in Fig.9 dargestellte Ausführungsform unterscheidet
sich von derjenigen gemäß F i g. 8 dadurch, daß als Zwischenglied 32 zwischen der Pflugschar 26 und der
Schürflciste 27 eine im wesentlichen starre Blechplatte
vorgesehen ist, die im Bereich ihres unteren Randes über eine Feder 58 mit dem Stützglied 3t verbunden ist
und im Bereich ihres oberen Randes gleitend an der Pflugschar 26 anliegt.
Die Feder 58 ist im dargestellten Beispiel eine Gummihohlfeder, die mit Rohrschellen 59 an dem als
Stützglied 31 dienenden Federbügel befestigt ist. In ähnlicher Weise kann die Schürfleiste 27 im Abstand
von der Achse, um die in bezug auf das Stützglied 31 drehbar ist, durch eine Feder mit dem Stützglied
verbunden und dadurch in ihrer normalen Arbeitsstellung gehalten sein.
Eine andere, unmittelbar mit der Gestaltung des Stützgliedes 31 als Federbügel zusammenhängende
Möglichkeit, die Schürfleiste 27 in ihrer normalen Arbeitsstellung zu halten, ist in F i g. 10 dargestellt. Hier
weist der als Stützglied 31 vorgesehene Federbügel zwei Schenkel 61 auf, die in der U-Schiene 24 gelagert
sind und deren freie Enden durch je eine Rohrschelle 62 mit je einer Lasche 63 verbunden sind. Die beiden
Laschen 63 sind ihrerseits gelenkig mit dem einen Ende einer Koppelstange 64 verbunden, deren anderes Ende
an einem Lagerbock 66 gelagert ist. Der Lagerbock 66 ist an der Schürfleiste 27 befestigt, und zwar mit
Abstand von einem vorderen Schenkel 67 des als Stützglied 31 dienenden Federbügels, an dem die
Schürfleiste 27 mittels aufgeschraubter Laschen 68 kippbar gelagert ist. Stößt die Schürfleiste 27 gegen ein
Hindernis, so geben die Schenkel 61 in der mit Pfeilen 69 in Fig. 10 angedeuteten Weise elastisch nach. Die in
diesen hinteren Schenkel 61 und in den benachbarten seitlichen Schenkeln 70 des Federbügels gespeicherte
elastische Formänderungsarbeit genügt, um die Schürfleiste 27 nach dem Überwinden des Hindernisses
wieder in Ihre Arbeitsstellung zu bringen.
In Fig. 11 ist eine Abwandlung von Fig. 10 dargestellt, bei der das Stützglied 31 ebenfalls von einem
Federbügel gebildet ist, von dem hier ein ungeteilter hinterer Schenkel 71 in der U-Schiene 24 gelagert ist,
zwei seitliche Schenkel 72 sich im wesentlichen gerade nach vorne erstrecken und zwei sich daran anschließende
vordere Schenkel 73 durch Laschen 74 derart mit der Schürfleiste 27 verbunden sind, daß diese um die
gemeinsame Achse dieser beiden vorderen Schenkel kippbar ist.
Die Schürfleiste 27 ist durch in sie eingeschraubte Anschlagschrauben 76, die in Fig. 11 nur angedeutet
sind, daran gehindert, sich flacher zu stellen, als ihrer vorgesehenen Arbeitsstellung, beispielsweise gemäß
Fig.9 entspricht. An jeder der beiden vorderen Schenkel 73 des Stützgliedes 31 schließt sich ein
haarnadelförmiger Abschnitt an, der einen nach hinten verlaufenden Schenkel 77 und einen nach vorne
verlaufenden Schenkel 78 aufweist. Die Enden der nach vorne verlaufenden Schenkel 78 sind mit einer Lasche
79 an der Schürfleiste 27 befestigt, so daß die Schenkel
77 und 78 als Biegefedern bestrebt sind, die Schürfleiste 27 an den Anschlagschrauben 76 anliegend zu halten.
Stößt die Schürfleiste 27 gegen ein Hindernis, so kann sie, ähnlich wie in Fig.3 dargestellt, gegen der*
zunehmenden Widerstand der Schenkel 77 und 78 über das Hindernis hinwegkippen. Das in Fig. 11 dargestellte
Stützglied 31 kann durch eine oder mehrere zusätzliche Federn ähnlich der Feder 57 in F i g. 8 an der
Tragvorrichtung 21 abgestützt sein, so daß das Stützglied 31 nur gegen zunehmenden elastischen
Widerstand um den hinteren Schenkel 71 nach oben schwenken kann.
Von den Schenkeln 77 des in Fig. 11 dargestellten
Federbügels kann einer oder können beide, wie mit strichpunktierten Linien angedeutet, nach hinten verlängert
und längs verschiebbar in einer Öse 80 od. dgl. geführt sein. Die Öse 80 ist an einer der Versteifungsplatten 22 befestigt oder — besser — um eine Achse
drehbar gelagert, die sich im rechten Winkel zu dem betreffenden Schenkel erstreckt. Auf diese Weise läßt
sich erreichen, daß der als Stützglied 31 vorgesehene Federbügel sich mit einem oder beiden seiner Schenkel
78 federnd in einer festgelegten Neigung in bezug auf die Fahrbahn 28 hält und sich nur gegen zunehmenden
elastischen Widerstand nach oben drücken läßt. Eine zusätzliche Feder 57, wie sie in F i g. 8 und 9 angedeutet
ist, braucht dann nicht mehr vorgesehen zu sein.
In Fig. 12 ist eine weitere Abwandlung des Stützgliedeä 31 dargestellt, das hier ebenfalls von einem
Federbügel aus gehärtetem Rundstahl gebildet ist.
Der Federbügel weist ebenso wie in Fig. 11 einen ungeteilten hinteren Schenkel 81 auf, doch sind hier
anstelle gerade nach vorne verlaufender seitlicher Schenkel zwei symmetrisch zueinander haarnadelförmig
gebogene Abschnitte 82 vorgesehen, die den hinteren Schenkel 81 mit je einem vorderen Schenkel 83
verbinden. Die Enden der vorderen Schenkel 83 sind drehfest in einer Halterung 84 gehalten. Die Schürfleiste
27 ist mit der Halterung 84 derart verschraubt, daß sie bei unbelastetem Stützglied 31 ihre normale Arbeitsstellung
einnimmt. Stößt die Schürfleiste 27 gegen ein Hindernis, so wirken die vorderen Schenkel 83 und die
übrigen geradlinigen Bereiche des als Stützglied 31 dienenden Federbügels als Torsionsfedern und der
Federbügel wölbt sich insgesamt, so daß die Schürfleiste einem Hindernis ähnlich wie in Fig. 3 ausweichen und
anschließend in ihre Arbeitsstellung zurückkehren kann. Gegen die haarnadelförmigen Abschnitte 82 kann dort,
wo diese einander am nächsten sind eine an der Tragvorrichtung 21 abgestützte Feder 57 drücken, wie
in F i g. 8 und 9 dargestellt. Das in F i g. 12 abgebildete
Stützglied 31 ermöglicht es der Schürfleiste 27, sich besonders gut an wechselnde Querneigungen der
Fahrbahn 28 anzupassen und seitlich oder diagonal einwirkenden Stoßen nachzugeben.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (18)
1. Anordnung einer Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumgerätes, insbesondere Schneepfluges,
mit mindestens einem Stützglied, das sich mit Abstand unterhalb der Unterkante der Pflugschar
nach vorne erstreckt, gegen elastischen Widerstand um eine im wesentlichen parallel zur
Unterkante der Pflugschar quer zur Fahrtrichtung angeordnete Schwenkachse nach oben schwenkbar
ist und an seinem vorderen Ende mit der Schürfleiste verbunden ist, deren Abstand von der Unterkante
der Pflugschar durch ein gemeinsam mit dem Stützglied bewegliches Zwischenglied überbrückt
ist, derart, daß die in normaler Betriebsstellung senkrecht nach unten oder schräg nach vorne unten
gerichtete Schürfleiste beim Anstoßen an ein Hindernis über dieses hinwegkippbar ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Stützglied (31) elastisch verformbar ist und das Zwischenglied (32)
zumindest im Bereich seiner Verbindung mit der Schürfleiste (27) nachgiebig ist.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (31) eine Platte aus
einem Elastomer ist, die sich über die gesamte Länge der Schürfleiste erstreckt.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Stützglied (31) aus mehreren, in
ihrer Normalstellung in einer gemeinsamen Ebene liegenden Streifen aus einem Elastomer zusammengesetzt
ist.
4. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (32)
eine Platte aus einem Elastomer ist, die sich über die gesamte Länge der Schürfleiste (27) erstreckt und an
ihrem oberen Rand gleitend, fest oder gelenkig mit der Pflugschar (26) verbunden ist.
5. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß jeweils der vordere
Bereich des Stützgliedes (31) und des Zwischengliedes (32) an einer im Scheitel des von Ihnen
gebildeten Winkels angeordneten Profilleiste (33) befestigt ist, an der die Schürfleiste (27) starr
befestigt ist.
6. Anordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die Profilleiste (33) über mindestens ein
ungefähr in der Winkelhalbierenden Ebene zwischen dem Stützglied (31) und dem Zwischenglied (32)
angeordnetes elastisches Verstcifungsglied (47) zusätzlich an einer Versteifungsplatte (22) der
Pflugschar (26) gestützt ist (F i g. 2 und 3).
7. Anordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Versteifungsglied (47) eine Platte
aus einem Elastomer ist.
8. Anordnung nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß der vom Stützglied
(31) und vom Zwischenglied (32) begrenzte Raum an seiner Rückseite durch eine Mulde (48) abgeschlossen
und zumindest teilweise von einem elastisch zusammendrückbaren, als Versteifungsglied dienen- &o
den Körper ausgefüllt ist.
9. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß der elastisch zusammendrückbare
Körper aus einem Schaumstoff, Schaumgummi od. dgl. besteht.
10. Anordnung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet,
daß der elastisch zusammendrückbare Körper ein Luftschlauch (49) ist (F i g. 5).
11. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Stützglied (31) von einem unteren Teil, und das Zwischenglied (32) von einem oberen
Teil eines Luftschlauchs (52) gebildet ist, der sich parallel zur Schürfleiste (27) erstreckt und sich in
einer an der Tragvorrichtung (21) angeordneten Mulde (53) abstützt.
12. Anordnung nach Anspruch 11, dadurch gekennzeichnet, daß der vordere Teil des Luftschlauchs
(52) in einer an der Schürfleiste (27) befestigten Mulde (54) liegt.
13. Anordnung nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß die beiden Mulden (53, 54) durch
im Luftschlauch (52) anliegende Zugbänder oder -seile (56) miteinander verbunden sind (F i g. 7).
14. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß daß Stützglied (31) ein Federbügel ist, von dem mindestens ein hinterer Schenkel (61; 71;
81) an einer Versteifungsplatte (22) der Pflugschar (26) gelagert ist und mindestens ein vorderer
Schenkel (67; 73; 83) eine Schwenkachse für die Schürfleiste (27) bildet.
15. Anordnung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet,
daß mindestens ein Schenkel (78; 83) des Federbügels derart mit der Schürfleiste (27)
verbunden ist, daß dieser Schenkel als Biege- und/oder Torsionsfeder bestrebt ist, die Schürfleiste
in einer vorgegebenen Arbeitsstellung zu halten (Fig. 11).
16. Anordnung nach Anspruch 14 oder 15, dadurch
gekennzeichnet, daß mindestens ein Schenkel (78) des Federbügels derart mit einer Versteifungsplatte
(22) der Pflugschar (26) verbunden ist, daß dieser Schenkel als Biege- und/oder Torsionsfeder bestrebt
ist, den Federbügel in einer vorgegebenen Arbeitsstellung zu halten (Fig. 11).
17. Anordnung nach einem der Ansprüche 14—16, dadurch gekennzeichnet, daß das Zwischenglied (32)
eine Platte aufweist, die im Bereich ihres unteren Randes über mindestens eine Feder (58) gelenkig mit
dem Stützglied (31) verbunden und durch diese Feder im Bereich ihres oberen Randes gleitend an
Vorderseite der Pflugschar (26) anliegend gehalten ist (F ig. 9).
18. Anordnung nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, daß die Feder ein Schenkel (78) des als
Stützglied (31) dienenden Federbügel^ ist.
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| DE19752519112 DE2519112C3 (de) | 1975-04-29 | 1975-04-29 | Anordnung einer Schürfleiste an der Pflugschar eines Straßenräumgerätes, insbesondere Schneepfluges |
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| DE2519112C3 DE2519112C3 (de) | 1979-03-08 |
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ID=5945330
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