DE2509982A1 - Natrium-schwefel-batteriezelle - Google Patents
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Description
PATENTANWÄLTE D 59 Siegen
DIPL-ING. ERICH SCHUBERT 2509982 Marburger Tor 2 - Postfach
DIPL.-ING. ROLF PÜRCKHAUER Telefon: (0271)5407°
Telegramm-Anschrift: Patschub, Siegen
. -6. MRZ. 1975
Secretary of State for Industry in Her Britannic Majesty's Government of the United Kingdom of Great Britain and Northern
Ireland, London SWl, England
Für diese Anmeldung wird die Priorität aus der britischen Patentanmeldung
Nr. 10835/7^ vom 11. März 197*1 beansprucht«
Natrium-Schwefel-Batteriezelle
Die Erfindung bezieht sich auf Natrium-Schwefel-Batteriezellen, bei denen Natrium- und Schwefel-Reaktionsmittel in
einem Gehäuse enthalten und durch einen Peststoff-Elektrolyten (Trockenfüllung) voneinander getrennt sind, durch welchen hindurch
Natriumionen übertragen werden können.
Eines der bei solchen Zellen auftretenden Probleme besteht
in der Vermeidung eines korrosiven Angriffs auf die metallischen Bauteile, die bei der Konstruktion der Zelle verwendet werden.
Dieser korrosive Angriff folgt hauptsächlich aus den elektrochemischen Reaktionen, die in der Nähe der Kathode stattfinden,
sowie aus der chemischen Natur von Schwefel.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, eine Natrium-Schwefel-Batteriezelle
zu schaffen, bei welcher dieses Problem der Korrosion weitgehend überwunden wird.
Eine erfindungsgemäße Natrium-Schwefel-Batteriezelle setzt
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sich zusammen aus einem Metallgehäuse, einem.Peststoff-Elektrolyten
von Rohrform, der am einen Ende geschlossen und innerhalb des Gehäuses so angeordnet ist, daß er einen inneren Raum
für Schwefel und einen äußeren ringförmigen Raum für Natrium bildet, welches den inneren Raum begrenzt, ferner aus einer
Kohlenstoff-Stromsammeleinrichtung., die im inneren Raum zum
Sammeln des durch elektrochemische Reaktion zwischen dem Schwefel und dem Natrium erzeugten Stromes angeordnet ist, sowie
aus einer Einrichtung, die im äußeren Raum angrenzend an den Peststoff-Elektrolyten angeordnet ist, um Natrium aufzunehmen
und jene Teile des Peststoff-Elektrolyten oberhalb des Natriumpegels
zu "benetzen".
Die Anordnung vermeidet eine Berührung zwischen dem Metall- ' gehäuse und dem Schwefel.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt,'die eine fragmentarische Seitenansicht im Mittelschnitt
wiedergibt.
Wie aus der Zeichnung hervorgeht, setzt sich eine Natrium-Schwefel-Batteriezelle
1 zusammen aus einem Metallgehäuse 2, einem Peststoff-Elektrolyten 3 aus Beta-Aluminiumoxidkeramik
und von rohrförmiger Gestalt, der innerhalb des Gehäuses 2 in Längsrichtung so angeordnet ist, daß er einen inneren Raum
für Schwefel und einen äußeren ringförmigen Raum 5 für Natrium bildet, welches den inneren Raum Ί begrenzt, sowie aus einem
Kohlenstoffstab 6 von rundem Querschnitt, der im inneren Raum so angeordnet ist, daß er als eine Einrichtung zum Sammeln des
durch elektrochemische Reaktion zwischen dem Schwefel und dem Natrium erzeugten Stromes dient.
Im einzelnen weist das Gehäuse 2 ein am einen Ende geschlossenes
Rohr aus Edelstahl auf. Der Elektrolyt 3 ist von der gleichen Form, und ein Edelstahlgewebe 7. von rohrförmiger Gestalt ist'
an der Außenoberfläche des Elektrolyten 3 angeordnet, um sozu-
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sagen als "Docht" zum Aufziehen von Natrium durch Kapillarwirkung zu dienen und jene Teile des Elektrolyten 3 oberhalb des
Natriumpegels zu "benetzen", und zwar in dem Maße, wie der Pegel abfällt. Schwefelimprägnierter Kohlenstoffilz ist zwischen dem
Kohlenstoffstab 6 und der Innenoberfläche des Elektrolyten 3 angeordnet, um den Kohlenstoffstab beim Stromsammeln zu unterstützen.
Das obere Ende des Kohlenstoffstabes 6 sitzt mit engem Paßsitz in einer Endkappe 8 aus Alpha-Aluminiumoxid. Ein
Metallflansch I^ ist an die Innenseite des Gehäuses 2 angeschweißt
und zwischen der Endkappe 8 und einem Gegenring 9 aus Alpha-Aluminiumoxid gebunden, wobei eine Keramik/Metall-Dichtung
verwendet wird. Die Endkappe 8 trägt außerdem den Elektrolyten 3» wobei die beiden Teile durch eine Glasfrittendichtung
aneinander befestigt sind. Eine Metalldichtung 15 ist außerdem mit der Endkappe 8 zwischen einem Gegenring 9 aus
Alpha-Aluminiumoxid unter Verwendung einer Keramik/Metall-Dichtung verbunden.
Schwefel wird in den inneren Raum H über ein Einfülloch
eingebracht, welches in der Mitte des Kohlenstoffstabes 6 gebildet ist und mit einem Querloch 17 in Verbindung steht. Nach
Einbringen des Schwefels wird das Loch 10 durch einen Kohlenstoff
stopf en 11 abgedichtet, und ein Chromstahlstopfen. 12 wird
eingesetzt und mit einem Schraubverbinder 13 aus dem gleichen Material verschweißt, der auf einem verjüngten Abschnitt am
oberen Ende des Kohlenstoffstabes 6 sitzt und an die Metalldichtung 15 angeschweißt ist. Der äußere Raum 5 wird mit Natrium über ein
Rohr 16 gefüllt, welches anschließend durch eine Schweißnaht abgedichtet wird.
Wenn sich die Zelle 1 entlädt, werden Natriumionen durch den rohrförmigen Elektrolyten 3 hindurchgeleitet (der nur für Natrium-
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ionen leitend ist), damit sie sich mit Schwefelionen kombinieren, was zu einer elektrochemischen Reaktion führt, durch welche ein
Strom erzeugt wir-d3 der durch den Kohlenstoffilz und den Kohlenstoff
stab 6 in der inneren Kammer 1J aufgegriffen wird. Das Gehäuse
2 dient als negative Elektrode und der Stopfen als positive Elektrode. -
Die .Anordnung hat den Vorteil, daß der korrosive Schwefel
außer Kontakt mit den metallischen Bauteilen der Batteriezelle 1 gehalten wird, so daß auf diese Weise eine metallische Korrosion
vermieden wird. Stattdessen sind die mit Schwefel in Berührung stehenden Materialien der Zelle 1 Alpha-Aluminiumoxid, Beta-Aluminiurnoxid
und Kohlenstoff, die alle eine gute Widerstandsfähigkeit, gegen Korrosion besitzen. Diejenigen Teile der Zelle 1,
die mit dem Natrium in Berührung stehen, sind einer solchen korrosiven Umgebung wie derjenigen im inneren Schwefelraum k
nicht ausgesetzt, und daher können Metalle ohne ernsthafte Korrosionsgefahr verwendet v/erden.
Obwohl Kohlenstoff einen höheren elektrischen Widerstandswert als vorher als Stromsammeieinrichtungen verwendete Metalle
hat, ist dies für viele Anwendungsfälle von Natrium-Schwefel-Batteriezellen annehmbar.
■5Ö9.8 3S/Ü6 7 7
Claims (3)
- -6 MRZ. 1975 75 018 Kü/APatentansprüchefly Batteriezelle mit flüssigem Natrium als flüssige Anode, flüssigem Schwefel als flüssige Kathode so\fie Beta-Aluminumoxid als Peststoff-Elektrolyt bzw. Trockenfüllung, dadurch gekennzeichnet, daß der Peststoff-Elektrolyt (3) die Form eines am einen Ende geschlossenen Rohres aufweist, welches innerhalb eines Metallgehäuses (2) angeordnet ist und einen inneren Raum (4) für flüssigen Schwefel und einen äußeren Raum (5) für flüssiges Natrium bildet, daß eine Kohlenstoff-Stromsammeleinrichtung (6) im inneren Raum (Ί) zum Aufsammeln des aus der elektrochemischen Reaktion zwischen dem Natrium und dem Schwefel erzeugten Stromes angeordnet ist und daß im äußeren Raum (5) in der Nähe der Oberfläche des Peststoff-Elektrolyten (3) eine Einrichtung (7) zum Aufnehmen von Natrium angeordnet ist, um jene Teile des Peststoff-Elektrolyten (3) oberhalb des Natriumpegels zu "benetzen".
- 2. Batteriezelle nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Einrichtung (7) ein Edelstahlgewebe von Rohrform aufweist, welches an der Außenoberfläche des Peststoff-Elektrolyten (3) angeordnet ist.
- 3. Batteriezelle nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkollektor (6) stabförmig ist und sich durch eine Keramik-Endkappe (8) des Metallgehäuses (2) hindurcherstreckt, wobei die Endkappe (8) den Peststoff-Elektrolyten (3) trägt und durch eine Keramik/Metall-Abdichtungseinrichtung für das Gehäuse(2) gebildet ist.H* Batteriezelle nach Anspruch 3» dadurch gekennzeichnet, daß der Stromkollektor (6) aar Bildung eines Einfülloches (10,17) für Schwefel durchbohrt ist, wobei das Loch (10,17) durch einen herausnehmbaren Kohlenstoffstopfen (11) verschließbar ist.$09838/0677Leerseite
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