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Schloß für Türen. insbesondere für Tresore Wert- und gassenschränke
Die Erfindung betrifft ein Schloß für Türen, insbesondere für Tresore, Wert- und
Kassenschränke mit einem Riegelwerk und mit einer von außen unzugänglichen Zuhaltung.
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Tresore haben im allgemeinen ein nach vorn, oben und unten wirkendes
Zentralriegelwerk, welches mit einem Doppelbartsicherungsschloß oder mit einem Zahlenkombinationsschloß
abgesperrt wird.
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Das Zahlenkombinationsschloß wird in zunehmenden Maße eingesetzt,
da hier der doch relativ große Schlüssel eingespart werden kann und die einstellbaren
verschiedenen Öffnungsgeheimnisse etwa eine Million betragen. In der Praxis hat
es sich jedoch gezeigt, daß die Ersteinstellung der Kombinationszahlen des Zahlenschlosses
bzw. die Änderung der Zahlenkombination, wenn diese bekanntgeworden ist, den Anwendern
große Schwierigkeiten bereitet. Die Folge ist, daß bei einer irrtümlich falsch eingestellten
Zahlenkombination für die Öffnung des Schlosses, die Tür des Tresores sich nicht
mehr öffnen läßt, da die richtige Zahlenkombination
dann licht bekannt
ist. Der Schrank muß dann aufgeschweißt werden was nicht unerhebliche Kosten verursacht.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, dn Schloß für eine Tür,
insbesondere ein Schloß für einen Tresor, einen Wert- und Kassenschrank so auszubilden,
daß einmal die Einstellung einer Zahlen- oder Buchstabenkombination und deren nachträgliche
Veränderung in einfacher und schneller Weise vorgenommen werden kann und daß zum
anderen die Zahl der Öffnungsgeheimnisse erheblich über den der bekannten Zahlenkombinationsschlössern
liegt.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß für ein Schloß der eingangs beschriebenen
Art dadurch gelöst, daß zur Betätigung der Zuhaltung des Schlosses ein Elektromagnet
dient und zur Steuerung des Stromkreises des Elektromagneten ein elektronisches
Schaltgerät mit mehreren Stromkreisen und eine Auswahlvorrichtung für beliebige
dieser Stromkreise, daß alle Stromkreise an einer von außen zugänglichen und durch
Buchstaben, Ziffern oder Marken gekennzeichneter Tastatur angeschlossen sind, und
daß das Schaltgerät so ausgebildet ist, daß der Stromkreis des Elektromagneten nur
geschlossen wird, wenn die Tasten der Tastatur in vorbestimiter Reihenfolge und
Häufigkeit betätigt werden. Die Zahl der Öffnungsgeheimnisse
eines
erfindungsgemäßen Schlosses kann beliebig hoch gewählt werden. Die Zahl der Öffnungsgeheimnisse
ist lediglich von der Anzahl der Tasten der Tastatur und dem Aufwand abhängig, der
für das elektronische Schaltgerät betrieben wird. Der Stromkreis für die Betätigung
des Elektromagneten erhält nur dann Strom, wenn eine bestimmte Zahlenkombination
in ganz bestimmter Reihe und in einer ganz bestimmten Häufigkeit gedrückt worden
ist.
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Wird bei der Betätigung der Tasten eine falsche Zahl oder eine Zahl
in falscher Häufigkeit gedrückt, so wird gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung
eine im Inneren des Schrankes angeordnete Sirene ausgelöst, wobei die Zuhaltung
auch bei weiterer Betätigung der Tasten gesperrt bleibt. Diese Sirene kann nur durch
Drücken einer bestimmten Zahlenkombination ausgeschaltet werden, was insbesondere
dann erforderlich ist, wenn eine befugte Person versehentlich eine falsche Zahl
gedrückt hat.
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Vor der Eingabe der Zahlenkombination muß das elektronische Schaltgerät
in eine Null- bzw. Ausgangsstellung gebracht werden. Dies geschieht etweder in einfacher
Weise durch Drücken einer Nulltaste oder aber, wenn man eine erhöhte Sicherheit
wünscht, durch Drücken
einer Zahlenkombination. Erst dann ist es
möglich die Zahlenkombination für die Öffnung des Schlosses einzugeben, ohne daß
die Sirene ausgelöst wird.
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Die Tastatur ist auf der Außenseite der Tür des Tresors angeordnet.
Bei inner Beschädigung der in den Schrank hineinführenden elektrischen Leitungen
wird gleichfalls die Sirene ausgelöst.
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Im Inneren des Tresors ist, vorzugsweise an der Innenseite der Tür,
die Auswählvorrichtung angeorch¢. Durch einfaches Umklemmen der zu den einzelnen
Tasten führenden Leitungen kann die Zahlenkombination geändert werden. Dieses Umklemmen
kann z.B.
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so vorgenommen werden, daß die Taste 1 nunmehr mit der Steuerleitung
der Taste 9 verbunden ist. Wenn vorher also die Taste 1 in bestimmter Reihenfolge
und Häufigkeit gedrückt werden mußte, so übernimmt dann die Taste 9 diese Funktion.
Die übrigen Leitungen können entsprechend umgeklemmt werden. Dieses Umklemmen geschieht
vorteilhaft auf einem Klemmbrett, das numerierte Anschlüße aufweist. Diernue Kombinationszahl
kann einfach abgelesen werden. Für die Veränderung der Häufigkeit mit der die einzelnen
Tasten gedrückt werden müssen, ist am elektronischen Schaltgerät selber eine Änderung
vorzunehmen. Dies kann z.B. mit Hilfe von Steckkarten geschehen, die wahlweise in
entsprechende Halterungen eingeschoben werden.
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Das elektronische Schaltgerät ist ebenso wie die Sirene vorteilhaft
in der Tür, z*B. des Tresors, angeordnet.
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Gemäß einem weiteren Vorschlag der Erfindung besteht der Elektromagnet
aus einem Hubmagneten, an dem ein als Zuhaltung dienender Bolzen befestigt ist.
Dieser Bolzen ist erfindungsgemäß in einer Bohrung einer in der Tür befestigten
Lasche geführt. Am verschiebbaren Riegelwerk ist eine weitere Lasche mit einer Bohrung
befestigt, die mit der zuvor genannten Bohrung dann fluchtet, wenn das Riegelwerk
sich in seiner Schließstellung befindet. Der Bolzen wird dann entweder mit Federkraft,
dem Hubmagneten oder durch Einwirkung der Schwerkraft in die Bohrung der am Riegelwerk
angebrachten Lasche eingefahren. Das Riegelwerk ist dann durch die Zuhaltung in
bekannter Weise gegen ein Öffnen gesperrt. Zum Lösen der Zuhaltung muß die Zahlenkombination
in der zuvor beschriebenen Weise eingetastet werden.
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Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist im folgenden anhand der
beigefügten Abbildungen näher erläutert, in dieser algen: Abb. 1 eine Ansicht einer
Tür eines Tresores mit einer erfindungsgemäßen Tastatur,
Abb. 2
eine Ansicht des in der Tür des Tresores angeordneten erfindungsgemäßen Schlosses,
Abb. 3 die gleiche Ansicht wie in Abb. 2, jedoch mit einem in der Tür angeordneten
elektronischen Schaltgerät mit Auswählvorrichtung, und Abb. 4 die gleiche Ansicht
wie in Abb. 3, jedoch mit einem in Schließstellung befindlichen Riegelwerk.
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Die in den Abbildungen gezeigte Tür 1 des Tresores 2 ist an Scharnieren
3, 4 aufgehängt. An der Außenseite der Tür ist ein Handgriff 5 für die Betätigung
des Riegelwerkes 6 angebracht. Weiter trägt die Tür 1 eine Tastatur 7, die im vorliegenden
Ausführungsbeispiel 10 Tasten aufweist.
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Der Aufbau des Schlosses ist aus Abb. 2 zu ersehen. Bis auf den Hubmagneten
8 und die beiden Laschen 9, 10 entspricht der Aufbau des insgesamt mit 11 bezeichneten
Schlosses z.B. einem herkömmlichen Doppelbart-Sicherheitsschloß mit nach oben und
unten ausfahrbaren Bolzen 12, 13 undnach vorn ausfahrbaren Bolzen 14.
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Die Zuhaltung besteht aus einem Bolzen 15, dessen eines Ende am Hubmagnet
8 befestigt ist, und der in einer Bohrung der an der Tür 1 fest befestigten Lasche
10 geführt und abgestützt ist.
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An einer Platte 16, die fest mit dem Riegelwerk verbunden ist, und
bei der Verschiebung des Riegelwerkes eine Bewegung in horizontaler Richtung ausführt,
ist die Lasche 9 befestigt. Diese Lasche weist gleichfalls eine Bohrung für die
Aufnahme des Bolzens 15 auf. Bejkiner Verschiebung des Riegelwerkes in die Schließstellung,
wie sie in Abb. 4 gezeigt ist, legen die beiden Bohrungen der Laschen 9 10 fluchtend
übereinander, so daß der Bolzen 15 auch in die mit dem Riegelwerk verbundene Lasche
9 eingefahren werden kann. Dieser Bolzen wirkt als Zuhaltung, so daß eine Verschiebung
des Riegelwerkes mit Hilfe des Handgriffes 5 bei eingefahrenem Bolzen 15 nicht möglich
ist.
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Wie aus Abb. 4 hervorgeht, ist in der Tür weiter ein elektronisches
Schaltgerät 17 mitnem Auswahlgerät und eine Sirene 18 angeordnet. Das elektronische
Schaltgerät 17 ist über einen Kabel 19 mit der Tastatur 7 verbunden. Dieses elektronische
Schaltgerät muß die Bedingung erfüllen, daß nach der Nullstellung des Schitgerates
und Eingabe der vorgewählten Zahlenkombination der Stromkreis des Hubmagneten 8
mit Strom beaufschlagt wird, so
daß dieser den Bolzen 15 aus der
Lasche 9 herauszieht. Anschließend kann das Riegelwerk 6 mit Hilfe des Handgriffes
5 in bekannter Weise verschoben werden. Der Aufbau des elektronischen Sch ltgerätes
braucht nicht näher beschrieben zu werden, da dieser für den Fachmann auf der Hand
liegt.
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Das erfidungsgemäße Schloß ist nicht nur
Tresore, Kassen-und Wertschränke beschränkt, sondern kann allgemein jedes Schloß
ersetzen, d.h. es kann auch bei Haustüren, Wohnungstüren etc.
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Verwendung finden.