DE2501869A1 - Kernbrennstoffteilchen zur verwendung bei der herstellung von kernbrennstoff- koerpern - Google Patents
Kernbrennstoffteilchen zur verwendung bei der herstellung von kernbrennstoff- koerpernInfo
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Description
1 BERUIN-DAHLEM 33 · PODBIELSKIALLEE 68 β MÜNCHEN 22 . WIDENMAYERSTRASSE 49
Europäische Atomgemeinschaft berlin: dipl.-i.ng. r. müller-börner
(EURATOM)
25 733 Berlin, den 15. Januar 1975
Kernbrennstoffteilchen zur Verwendung bei der Herstellung von Kernbrennstoff-Körpern
Die vorliegende Erfindung betrifft Kernbrennstoffteilchen zur Verwendung bei der Herstellung von Kernbrennstoff-Körpern und
ihre nachfolgende Behandlung in einer Kernbrennstoff-Aufarbeitungsanlage.
In einem Hochtemperaturreaktor vom Thorium-Zyklus, d,h. in einem
Hochtemperaturreaktor (H.T.R.), der sowohl spaltbare (z.B. U335)
als auch brütbare (z.B. T^232^ Materialien verwendet, wird etwas
von dem brütbaren Material in gebrütetes spaltbares Material durch Neutronen-absorption umgewandelt, und danach werden die
beiden Materialien während der Brennstoffaufarbeitung getrennt.
Es hat sich als vorteilhaft herausgestellt, das verbrauchte spaltbare Material (U335 und U336) von dem brütbaren Material .
und dem gebrüteten U333 am Beginn der Aufarbeitungsphase zu
trennen. Dadurch soll eine Entstehung von U336 in dem aus dem ■
Aufarbeiten gewonnenen Uran vermieden werden.
Ein bekanntes Verfahren zur Durchführung dieser Trennung besteht
darin, Kernbrennstoff-Körper zu bilden, die getrennte Teilchen '
aus "spaltbarem" und "brütbarera" Material enthalten, wobei jedes
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Die vorliegende Erfindung ermöglicht es, einen Kernbrennstoff-Körper
zu bilden, der ein Erfordernis für Schwermetalldichte erfüllt, ohne daß eine hohe Packungsdichte erforderlich
ist.
Entsprechend der vorliegenden Erfindung wird ein Kernbrennstoff teilchen vorgeschlagen, bei dem innerhalb des Teilchens
sowohl spaltbaren als auch brütbares Material enthalten ist und die beiden Materialien physikalisch derart angeordnet
und um eine innere Schranke angebracht sind, daß sie anschließend an eine Bestrahlung voneinander getrennt werden können.
Ein Kernbrennstoffteilchen zur Verwendung bei der Herstellung von Kernbrennstoff-Körpern kann vorteilhaft einen Kern aus
spaltbarem Material enthalten, der mit einer inneren relativ dünnen Beschichtung aus Schrankenmaterial, das eine innere
Schranke bildet, mit einer relativ dicken Zwischenschicht aus brütbarem Material und mit einer äußeren relativ dünnen
Beschichtung aus Spaltprodukte zurückhaltendem Material überzogen ist.
Weiterhin umfasst die Erfindung auch ein Verfahren zur Herstellung
eines Kernbrennstoffteilchens, das die Einverleibung sowohl von spaltbarem als auch von brütbarem Material in das
Teilchen umfaßt, indem der Kern aus einem der Materialien gebildet wird und auf diesen Kern eine Beschichtung aus
Schrankenmaterial aufgebracht wird, um eine innere Schranke zu bilden und indem nachfolgend der beschichtete Kern mit
dem anderen der Materialien beschichtet wird und auf das andere Material eine Beschichtung aus Spaltprodukte zurückhaltendem
Material aufgebracht wird.
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■ - 2 - . "■■■'.■.
Teilchen seine eigene Beschichtung aus geschichtetem, Spaltprodukt zurückhaltendem Material hat, die z.B.
Pyrocarbon oder Pyrocarbon und Siliziumkarbid enthält*
Eine Weiterentwicklung dieses bekannten Verfahrens besteht
darin, eine oder mehrere Schichten aus Siliziumkarbid in die
Beschichtungen von "spaltbaren" Teilchen aufzunehmen, aber dies im Fall von "brütbaren" Teilchen nicht zu tun. Hierdurch
soll eine Trennung durch Verwendung von Chemikalien ermöglicht werden, die die Pyrocarbon-BeSchichtungen der "brütbaren"
Teilchen auflösen, während die "spaltbaren" Teilchen durch
ihre unlöslichen Siliziumkarbid-Schichten geschützt werden.
Das Fehlen von Siliziumkarbid-Schichten in den Beschichtungen der "brütbaren" Teilchen hat jedoch einen zerstörerischen
Einfluß auf ihre Fähigkeit, Spaltprodukte zurückzuhalten, da bestimmte wichtige Spaltprodukte (vornehmlich Caesium) unter
Betriebsbedingungen der H.T.R. ^n denen sie verwendet werden,
sehr schnell ebene Pyrocarbon-Beschichtungen durchwandern können.
Außerdem verlangt die entsprechend dem eben beschriebenen
bekannten Verfahren verwendete Einverleibung zweier verschiedener Teilchenformen in den Brennstoff-Körper eine sehr
sorgfältige Kontrolle während der Herstellung um Homogenität zu erreichen, und erfordert in einigen Typen von H-T.R. eine
außerordentliche dichte Teilchenpackung. Dieses Erfordernis der außerordentlich dichten Packung macht es schwierig, die
Brennstoff-Körper so zu verdichten, daß sie sich auf der
einen Seite unter Strahlung und wenn hohen Abbrennbedingungen und schneller Neutronen-Dosierung unterworfen zufriedenstellend verhalten, und daß auf der anderen Seite ihre Beschichtungen
nicht brechen, wenn die Teilchen verdichtet werden.
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Weiterhin umfaßt die Erfindung auch noch ein Verfahren zur Herstellung eines Kernbrennstoffteilchens, das zur
Bildung einer inneren Schranke in der Aufbringung einer relativ dünnen Beschichtung von Schrankenmaterial auf einen
Kern aus spaltbarem Material besteht, wobei auf die Schranke eine relativ dicke Zwischenbeschichtung aus brütbarem
Material und dann eine äußere relativ dünne Beschichtung aus Spaltprodukte zurückhaltendem Material aufgebracht
wird.
In der hier verwendeten Weise soll die Bezeichnung "Beschichtung" zum Ausdruck bringen, daß mehr als eine Schicht
aus einem Material oder mehreren Materialien vorhanden sein können, und "innere Schranke" bedeutet eine feuerfeste
Beschichtung, die zu einem wesentlichen Grad in der Lage ist, mechanischen Belastungen und chemischen Bedingungen
in einer Kernbrennstoff aufarbeitenden Anlage zu widerstehen, ohne ihre Wirksamkeit als eine innere Schranke zu
verlieren. Selbstverständlich müssen Schrankenmaterialien, die zur Bildung einer inneren Schranke verwendet werden,
auch geeignet sein für die Verwendung in einem Kernreaktor, und in dieser Hinsicht werden als Schrankenmaterialien
Pyrocarbon und Silizium-Karbid, die zur Bildung von Spaltprodukte zurückhaltenden Beschichtungen auf Kernbrennstoffteilchen
verwendet werden, zur Bildung innerer Schranken bevorzugt, obwohl auch andere Schrankenmaterialien verwendet
werden können, die geeignete Eigenschaften haben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung und ihre Einbeziehung in einen Kernbrennstoff-Körper werden nachstehend anhand
einer Zeichnung näher erläutert. Diese Zeichnung zeigt einen Querschnitt durch ein Kernbrennstoffteilchen.
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Ein Kernbrennstoffteilchen 1 von kugeliger Gestalt zur Verwendung bei der Herstellung eines Kernbrennstoff-Körpers
hat einen Kern 4 aus spaltbarem Material (U335), der mit
einer inneren, relativ dünnen Beschichtung 3 aus Schrankenmaterial
(Pyrocarbon und Siliziumkarbid), einer relativ dicken Zwischenbeschichtung 5 aus brütbarem Material (Th_ )
und einer äußeren, relativ dünnen Beschichtung 6 aus Spaltprodukte zurückhaltendem Material beschichtet ist.
Es ist klar, daß die Beschichtung 3 aus Schrankenmaterial die innere Schranke bildet, um die herum das spaltbare
Material und das brütbare Material angeordnet und angebracht sind.
Im einzelnen besteht die innere Beschichtung 3 aus einer Beschichtung 3b aus Siliziumkarbid, das zwischen Beschichtungen
3a und 3c liegt. In ähnlicher Weise besteht " die äußere Beschichtung 6 aus einer Beschichtung 6b aus
Siliziumkarbid, die zwischen Beschichtungen 6a und 6c liegt.
In einer bestimmten Verwendungsform kann der Kern 4 aus
spaltbarem Material einen Durchmesser von 250 ,um haben,
die Beschichtungen 3a und 3c aus Pyrocarbon können jeweils 30 ,um dick sein und um eine 40 ,um dicke Schicht 3b aus
Siliziumkarbid herum liegen; die dicke Beschichtung 5 aus brütbarem Material kann 150 ,um dick sein und die äußere
Beschichtung 6 kann aus einer Beschichtung 6a aus 40
dickem Pyrocarbon bestehen, einer Beschichtung 6b aus 40 Aim
dickem Siliziumkarbid und einer Beschichtung 6c aus 70 yam ·
dicken» Pyrocarbon.
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Unter Verwendung bekannter Verfahren können die Teilchen nach der Herstellung mit einer Mischung aus Graphitpulver
und Harzbinder "überschichtet" und in Formen verdichtet werden, um Kernbrennstoff-Körper jeder gewünschten Gestalt,
die z.B. zylindrisch, ringförmig oder kugelig sein kann, zu bilden.
Nach Bestrahlung kann das verbrauchte spaltbare Material von dem brütbaren Material nach in bekannter Weise vorgenommener
Entdichtung der Teilchen von den Kernbrennstoff-Körpern
getrennt werden/indem die Teilchen zwischen im Abstand angeordneten Rollen oder Platten hindurchgeführt werden,
wobei ihre äußeren Beschichtungen 6 aufgebrochen werden, ohne einen wesentlichen Anteil der inneren Beschichtungen 3 zu
beschädigen. Obwohl ein kleiner Teil der inneren Beschich— tungen 3 während der Durchführung durch die Rollen oder
Platten aufgebrochen werden kann, kann diese kleine Menge von verbrauchtem spaltbaren Material, das dadurch das frisch
gebrütete spaltbare Material verunreinigt, während der chemischen Lösungsbehandlung geduldet werden; dies ist jedoch
abhängig von den geplanten Verwendungszwecken des gebrüteten spaltbaren Materials.
Das brütbare Material kann dann durch Chemikalien aufgelöst werden, während die spaltbaren Kerne 4 durch die inneren
chemischen Angriffen widerstehenden Siliziumkarbid-Beschichtungen 3b geschützt bleiben.
Die Teilchen 1 werden dadurch hergestellt, daß U_ --Samen
in Oxid- oder Karbidform zubereitet werden, die U _g(Oxidoder
Karbid)-Pulver vermischt mit einem geringen Gewichtsprozentsatz stearinsaurem Bindemittel enthalten. Die
- 7 509831/0565
Mischung wird dann agglomeriert und in Kugelform gebracht,
indem das Pulver in eine schnell kreisende Schale gespeist wird, bis "spaltbare" Kerne mit dem gewünschten Durchmesser
erhalten werden.
Nach Wärmebehandlung, um das Bindemittel zu entfernen und
die Kerne porös zu machen, werden die Kerne in einen Wirbelbettofen gebracht, um ihre Beschichtungen 3 zu erhalten. Die
beschichteten "spaltbaren"Teilchen werden danach aus dem Ofen herausgenommen und als "Samen" für ein weiteres Agglomerationsverfahren
verwendet, wobei sie mit einer Mischung aus Th___
in Oxid- oder Karbidform und einem Bindemittel beschichtet werden, um die relativ dicken Beschichtungen 5 zu bilden. Nach
weiterer Wärmebehandlung zum Entfernen des Bindemittels und Porösmachen der Beschichtungen 5 werden die Teilchen in den
Wirbelbettofen zurückgegeben, wo sie ihre Pyrocarbon/Siliziumkarbid/Pyrocarbon-Beschichtungen
6 erhalten. Es ist klar, daß gebrütetes U333* ^as ^urch Bestrahlung von Th332 erhalten wird,
statt des U335 nach dem oben beschriebenen Verfahren zur Herstellung
von Teilchen 1 genommen werden kann, wenn die gewünschte Menge an U333 verfügbar ist.
Obwohl die Erfindung in der bevorzugten Anordnung beschrieben
worden ist, in der das spaltbare Material den Kern 4 bildet, kann die Lage des spaltbaren und des brütbaren Materials vertauscht
werden, wenn dies für bestimmte Verwendungsarten erforderlich ist.
Kernbrennstoff-Körper können durch "Überschichtung" der
Teilchen 1 durch Agglomeration gebildet werden, wobei eine Mischung aus Graphitpulver und Harzbinder verwendet wird und
die Teitehen dann unter massigem Druck in einer Form verdichtet
— 8 *-
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werden, wobei die weichen Beschichtungen sich verformen.
Die "Überschichtung" kann Bindemittel wie z.B. Siliziumkarbid
enthalten.
Die Erfindung liefert zusammengesetzte Kernbrennstoffteilchen,
die spaltbare und brütbare Materialien enthalten, wobei innere Schranken (die Beschichtungen 3) die Materialien voneinander
getrennt halten. Die Erfindung liefert weiterhin solche Teilchen, in denen die Verwendung von Siliziumkarbid-Beschichtungen
(3b, 6b) ein gutes Zurückhalten von Spaltprodukten gewährleistet, obwohl die Beschichtung 3b nicht den
gleichen Grad an Undurchdrxngbarkeit für Spaltproduktdurchquerung verlangt, wie dies für die äußere Beschichtung 6b
erforderlich ist.
Die Erfindung ermöglicht außerdem das Erreichen von "Schwer"-Metalldichten
bei der Herstellung von Kernbrennstoff-Körpern und zwar mit einer relativ bescheidenen Packungsdichte. Grund
hierfür ist, daß die Zahl der getrennten und zu packenden Teilchen verringert wird, während die Dicke der erforderlichen
Beschichtungen 3 und 6 ohne Rücksicht auf den Teilchendurchmesser im wesentlichen konstant bleibt. Das Raumvolumen, das
im beschichteten Teilchen von dem Schichtmaterial eingenommen
2
wird, ist proportional zu 'r' , wobei 'r' der Radius der Brennstoffteilchen ist.
wird, ist proportional zu 'r' , wobei 'r' der Radius der Brennstoffteilchen ist.
Andererseits ist das Schwermetallvolumen in dem Teilchen proportional zu 'r' .Je größer daher der Gesamtradius des
Teilchens ist, umso größer ist auch das Verhältnis des vom Metall (in Oxid- oder Karbidform) eingenommenen Volumens. Da
die Menge des Schwermetalls, das in einem Brennstoffkörper erforderlich ist, durch die physikalischen Gegebenheiten des
Kernreaktors, in dem er verwendet wird, bestimmt wird, ist
— 9 —
509831/0565
klar,daß für die größeren Teilchen, die durch die Erfindung
hergestellt werden können, ein geringeres Volumen an Schichtmaterial und eine geringere Anzahl von Teilchen für einen
bestimmten Betrag an Schwermetall erforderlich ist, als dies bei einem Kernbrennstoff-Körper der Fall wäre, der vollständig
aus beschichteten Teilchen besteht, die spaltbares oder brütbares Material getrennt enthalten, wodurch infolgedessen
ein größeres Volumen für gepreßtes "Überschichtungs"- Material
zur Verfügung steht, um die Teilchen während der Verdichtung des Kernbrennstoff-Körpers zu trennen und zu schützen. Eine
die Größe des Teilchens begrenzende Überlegung, ist das Temperaturdifferential, das während der Bestrahlung zwischen
der inneren Schranke und der äußeren Beschichtung des Spaltprodukte zurückhaltenden Materials erzeugt wird; aber dies
kann in Betracht gezogen werden, wenn spezifische Kernbrennstoffteilchen in Übereinstimmung mit der Erfindung konstruiert
werden.
Die spaltbaren und brütbaren Bereiche der Kernbrennstoffteilchen der Erfindung können auch nach anderen Verfahren
hergestellt werden, die zur Herstellung von Kernbrennstoffteilchen-Kernen
verwendet werden, z.B. nach Sol-Gel-Verfahren.
Es kann auch ein anderes spaltbares Material z.B. Pu 239
wie ein anderes brütbares Material z.B. U338 verwendet werden.
Natürlich kann eine Vielzahl von inneren Schranken gebildet werden, die spaltbare und brütbare Materialien innerhalb
eines Kernbrennstoffteilchens trennen.
Se/MP - 25 733 :
-'. 10 -
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Claims (11)
1.)Kernbrennstoffteilchen, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Teilchens (1) sowohl
spaltbares als auch brütbares Material enthalten ist und das die beiden Materialien um eine innere Schranke (3)
physikalisch derart angeordnet und angebracht sind, daß sie anschließend an eine Bestrahlung voneinander getrennt
werden können.
2. Kernbrennstoffteilchen nach Anspruch 1 zur Verwendung bei
der Herstellung von Kernbrennstoff-Körpern, gekennzeichnet durch einen Kern (4) aus spaltbarem
Material, der zur Bildung einer inneren Schranke von einer inneren relativ dünnen Beschichtung (3) aus Schrankenmaterial,
von einer relativ dicken Zwischenbeschichtung (5) aus brütbarem Material und von einer äußeren, relativ dünnen
Beschichtung (6) aus Spaltprodukte zurückhaltendem Material überzogen ist.
3. Kernbrennstoffteilchen nach Anspruch 2, dadurch
gekennzeichnet, daß das Schrankenmaterial aus Spaltprodukte zurückhaltendem Material besteht.
4. Kernbrennstoffteilchen nach einem, der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß das spaltbare Material aus U335 oder gebrütetem U233besteht und daß
das brütbare Material aus Th23, besteht.
- 11 -
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5. Kernbrennstoffteilchen nach Anspruch 3, dadurch'
gekennzeichnet, daß das Spaltprodukte zurückhaltende
Material (3) aus einer Beschichtung (3b) aus Siliziumkarbid besteht, die zwischen PyrocarbonbeSchichtungen
(3a,3c) liegt.
6. Verfahren zur Herstellung eines Kernbrennstoffteilchens
nach Anspruch 1. oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß innerhalb des Teilchens sowohl
spaltbares als auch brütbares Material enthalten ist, indem der Kern (4) aus einem der Materialien gebildet
wird> und daß auf ihn zur Bildung einer inneren Schranke eine Beschichtung (3) aus Schrankenmaterial aufgebracht
wird, daß nachfolgend der beschichtete Kern mit dem anderen der Materialien (5) beschichtet wird und daß
danach auf das andere Material eine Beschichtung (6) aus Spaltprodukte zurückhaltendem Material aufgebracht
wird.
7. Verfahren zur Herstellung eines Kernbrennstoffteilchens
nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet daß zur Bildung einer inneren Schranke eine innere
relativ dünne Beschichtung (3) aus Schrankenmaterial auf einen Kern (4) aus spaltbarem Material aufgebracht
wird, daß dann eine relativ dicke Zwischenbeschichtung
(5) aus brütbarem Material aufgebracht wird,.auf die eine äußere relativ dünne Beschichtung (6) aus Spaltprodukte
zurückhaltendem Material folgt.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die innere Schranke aus SpaItprodukte
zurückhaltendem Material gebildet wird.
- 12 -
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9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8, d a d u r c h gekennzeichnet, daß U335 oder gebrütete U933-Samen
in oxidischer Form mit einem kleinen Gewichtsprozentsatz stearinsaurem Bindemittel vermischt werden,
daß die Mischung dann agglomeriert und in Kugelform gebracht wird, indem die Mischung zur Bildung spaltbarer
Kerne in eine schnell kreisende Schale gefüllt wird, nach Wärmebehandlung zur Entfernung des Bindemittels und zum
Porösmachen des Kerns der Kern in einen Wirbelbettofen gegeben wird, wo er zur Bildung einer inneren Schranke
eine relativ dünne Beschichtung aus Pyrocarbon und Siliziumkarbid enthält, daß die beschichteten Kerne dann
mit Th«_2 und Stearinsäure als Bindemittel agglomeriert
werden, wodurch eine relativ dicke Umhüllung um den beschichteten Kern geschaffen wird und daß dann nach der
Wärmebehandlung zur Entfernung des Bindemittels und zum Porösmachen der Beschichtung die Kerne mit Pyrocarbon
und Siliziumkarbid beschichtet werden.
10. Kernbrennstoff-Körper gekennzeichnet durch Kernbrennstoffteilchen nach einem der Ansprüche
1 bis 5 in dicht gepackter Beziehung innerhalb einer Graphitmatrix.
11. Verfahren zum Trennen spaltbaren und brütbaren Materials von Kernbrennstoffteilchen, die gemäß einem der Ansprüche
1 bis 5 oder 10 angeordnet sind, dadurch
gekennzeichnet, daß die Teilchen zwischen im Abstand angeordnete Rollen oder Platten hindurchgeführt
werden, wobei ihre äußeren SpaItprodukte hemmenden Beschichtungen aufgebrochen werden, ohne einen wesentlichen
Anteil der inneren Schranken in den Teilchen zu beschädigen
Se/MP - 25 733
509831/0565
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