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Die Erfindung betrifft einen elektronischen Zähler mit großem Zählbereich
(großer Zählkapazität), insbesondere für Impulszählung und Zeitmessung.
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Bei Zählung und insbesondere bei Zeitmessung ist eine Anpassung des
Zählgeräts an die zu erwartende Zahl von Eingangsimpulsen erforderlich, damit von
kleinen bis zu sehr großen Impulszahlen alle signifikanten Stellen und nur diese
erfaßt und verarbeitet werden. Bei kleinen Zahlen haben die Ziffernstellen hoher
Wertigkeit, bei großen diejenigen geringer Wertigkeit keine Bedeutung und sollten
weggelassen bzw. unterdrückt werden.
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Durch solche Anpassung des Meßbereichs an die Meßgröße wird der Geräteaufwand
verringert und die Messung vereinfacht.
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Es ist bekannt, zu diesem Zweck Zählgeräte unterschiedlicher, der
jeweiligen YIeßaufgabe angepaßter Stellenzahl, zum Teil mit Vorteilern unterschiedlicher
fester Teilverhältnisse herzustellen. Das führt jedoch zu großer Typenvielfalt.
Es ist weiterhin bekannt, zur Erzielung eines großen Meßbereichs und Reduktion der
Ausgabe auf die signifikaten Stellen in einem einheitlichen Meßgerät das Teilverhältnis
des Vorteilers einstellbar zu machen.
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Dazu muß jedoch ein Schalter bereitgestellt und vor der Messung betätigt
werden. Ferner muß zu seiner richtigen Betätigung das Meßergebnis vor der Messung
in seiner Größenordnung bekannt sein.
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Schließlich ist die Wertigkeit des ausgegebenen Meßergebnisses nicht
aus der Ausgabe, sondern nur aus der Schalterstellung ersichtlich.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, Zähler für weite Meßbereiche
zu vereinheitlichen ohne die Nachteile eines manuellen Meßbereichumschalters.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die im Hauptanspruch gekennzeichneten
Laßnahmen gelöst.
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Merkmale bevorzugter Ausführungsformen sind in den Unteransprüchen
gekennzeichnet.
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Die mit der Erfindung erzielbaren Vorteile bestehen insbesondere darin,
daß der Zähler durch exponentielle Notierung mit nur wenigen Anzeige- oder Vorgabestellen
einen weiten Zählbereich überstreicht, ohne manuelle Eingriffe zur Bereichsumschaltung
zu erfordern. Damit ergibt sich ein Zähler oder Zeitmesser mit selbsttätiger Bereichsumschaltung.
Ein einheitlicher Zählertyp eignet sich damit für viele Anwendungen und kann in
Stückzahlen hergestellt werden, die eine Integration der elektronischen Zählschaltung
wirtschaftlich machen.
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Die Kombination mit einem Betriebsarten-Steuerteil und einem Zeitnormal
ergibt ein einfach programmierbares universelles Zeitsteuergerät mit weitem Zeitbereich.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand zweier Ausführungsbeispiele
mit Hilfe von 4 Figuren näher erläutert. Es zeigen Figur 1 ein Blockschaltbild einer
ersten Ausführungsform Figur 2 ein Blockschaltbild einer weiteren Ausführungsform
Figur 3 ein Detail aus Figur 2 Figur 4 Zeitdiagramme zur Funktion des Zählers gemäß
Figur 2.
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Figur 1 zeigt ein Ausführungsbeispiel der Erfindung rìit Exponentenzähler
und Anzeige. Der Zähler besteht hier aus einem Vorteiler mit drei Dekaden (1,2,3j,
einem Multiplexer %-4), einem Hauptzähler mit drei Dekaden (6,7,), einem Exponentenzähler
(5), vier Decodern mit reihern (9 bis 12) und einer vierstelligen Ziffernanzeige
(13 bis 16).
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Ein Rückstellsignal RST (18) wirkt auf alle Zählstufen von Vor-, Haupt-
und Exponentenzähler gleichzeitig und hält sie auf dem Stand Null fest. Zählsignale
sind nur wirksam, wenn kein Rückstellsignal angelegt ist. Ein Zählsignal Z (17)
wird der ersten Dekade (1) des Vorteilers und dem Multiplexer (4) zugeführt.
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Dem Multiplexer (4) werden außerdem die Übertragssignale der drei
Vorteiler-Dekaden (1,2,3) zugeführt. Das Ausgangssignal (19) des Multiplexers wirkt
auf die erste Dekade (6) des Hauptzählers. Das Übertragssignal (20) der letzten,
höchstwertigen Dekade (8) des Hauptzählers wirkt auf den Exponentenzähler (5).
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3ie binär codierten Ausgangssignale der Dekaden (;,7, 8) des Hauptzählers
und des xronentenzählers (5) wirken auf Decoderschaltungen (9 bis 12) und deren
Ausgangssignale auf Ziffernanzeigen (13 bis 16), die beispielsweise aus je 7 Segmenten
bestehen.
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Der aus drei Dekaden (1,2,3) bestehendei Vorteiler mit Multiplexer
(4) gibt nach jedem einzelnen,jedem 10., jedem 100.
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oder jedem 1000. Zählsignal (17) ein Fortschaltsignal (19) an den
aus drei Dekaden (6,7,8) bestehenden Hauptzähler, abhängig vom Stand des Exponentenzählers
(9). Die Decoder (9 bis 12) übertragen den Stand des Exponenten- und Haupt zählers
auf die Anzeige (13 bis 16). Deren linke drei Stellen geben die Mantisse an, die
rechte den Exponenten zur Wurzel 10, d.h. die Zahl der Nullen.
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Beim Stand Null des Exponentenzählers gibt der Multiplexer (4) jeden
einzelnen Zählimpuls an den Hauptzähler weiter, bis dieser den Stand 999 erreicht.
Die Anzeige zeigt 999 0, d.h.999x10°=999.
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Beim nächsten Zählimpuls schaltet der Haupt zähler durch ein Uberlauf
signal (20) den Exponentenzähler auf 1 und setzt sich selbst auf den Stand 100 zurück.
Die Anzeige zeigt dann 100 1, d.h.
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100 x 101 = 1000.
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Von nun an gibt der Multiplexer jeden 10. Zählimpuls (17) an den Hauptzähler
weiter, bis dieser wieder den Stand 999 erreicht und die Anzeige 999 1 anzeigt entsprechend
999 x 101 = 9990. Nach weiteren 10 Zählimpulsen schaltet der Haupt zähler durch
ein Überlaufsignal den Exponentenzähler auf 2 weiter und setzt sich wieder auf 100
zurück. Die Anzeige zeigt dann 100 2, d.h.
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100 x 102 = 10 000.
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Von nun an zählt der Hauptzähler jeden 100. Zählimpuls, nach dem nächsten
Überlaufsignal jeden 1000. Zählimpuls bis zum Maximalstand von 999 3 entsprechend
999 000. Nach 106 Impulsen beginnt der Zähler wieder bei Null.
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Figur 2 zeigt ein anderes Ausführungsbeispiel der Erfindung mit Vorgabe
und Betriebsarten-Steuerung und mit Zeitnormal zur Anwendung als Zeitschalter.
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Vorteiler (1,2,3), Multiplexer (4), Exponentenzähler (5) und Hauptzähler
(6,7,8) haben dieselbe Funktion wie im Ausführungsbeispiel nach Figur 1. Die Ausgangssignale
(31 bis 34) von Exponenten- und Hauptzähler werden in einem Vergleicher (21) mit
Vorgabesignalen (23 bis 26) verglichen. Bei Gleichheit von Istwert (Zählerstand)
und Sollwert (Vorgabe) gibt der Vergleicher ein Gleichheitssignal G (29) an einen
Betriebsarten-Steuerteil (22). Abhängig von Betriebsarten-Kennsignalen (27) verknüpft
er das Gleichheitssignal G und ein Triggersignal T (28) zu einem Ausgangssignal
A (30) und einem Rückstellsignal RST (18) für alle Zähler.
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Figur 3 zeigt ein Ausführungsbeispiel des Betriebsarten-Steuerteils.
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Ein Set-Reset-Flipflop (37) steuert mit seinem invertierten Ausgang
% die Rückstellung RST (18) aller Zähler. Es wird dynamisch gesetzt durch ein aus
dem Triggersignal T (28) und dem Zählsignal Z (17) durch das steuerbare Eingangs-Verknüpfungsglied
(36) abgeleitetes Setzsignal S (38). Es wird rückgesetzt durch das Gleichheitssignal
G (29) aus dem Vergleicher. Das Rückstellsignal RST (18) gibt damit vom Setzsignal
S an den Lauf des Zählers frei und blockiert ihn wieder, wenn der Zähler den vorgegebenen
Stand erreicht hat.
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Das Rückstellsignal RST (18) wird mit dem Triggersignal T (28) im
steuerbaren Ausgangs-Verknüpfungsglied (35) verknüpft zum Ausgangssignal A (30).
Die Verknüpfungsglieder (35 und 36) bilden, gemeinsam gesteuert von den Betriebsart-Kennsignalen(2),
die folgenden Verknüpfungen:
Eingangs- Ausgangs-Betriebsart verknüpfung
verknüpfung 1. Einschaltverzögerung S=T+ A=TRST 2. Ausschaltverzögerung S=T+ A=T+RST
3. Signalverschiebung S=T++TS A=gRST+RST 4. Einzelimpuls S=T A=RST 5. Signalverkürzung
S=T A=T RST 6. Signalverlängerung S=T A=T+RST 7. Taktgeber S=T++T R*Z A=T7T T bezeichnet
die Einschaltflanke, Ts die Ausschaltflanke des Triggersignals T.
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Figur 4 zeigt den zeitlichen Verlauf des Ausgangs signal A bei den
verschiedenen Betriebsarten in Abhängigkeit von der Vorgabezeit V und dem Triggersignal
T. Zwei Varianten sind dargestellt: Das Triggersignal T1 ist länger als die Vorgabe
V, das Triggersignal T2 kürzer. Ausgangssignal A1 (durchgezogen) bezieht sich auf
1, Ausgangssignal A2 (gestrichelt) auf T2.
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Ein Diagrammteil a) zeigt den Signalverlauf bei Einschaltverzögerung
um V Zählimpulse. Die Anfangsflanke des Triggersignals gibt den Lauf des Zählers
frei. Das Ausgangssignal beginnt bei Erreichen der Vorgabe V (Gleichheit des Zählerstands
und des Sollwerts) und endet mit der Endflanke des Triggersignals T. Ein Triggersignal
T2, das kürzer als die Vorgabe V ist, löst kein Ausgangssignal aus.
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Diagrammteil b) zeigt den Signalverlauf bei Ausschaltverzögerung.
Die Endflanke des Triggersignals gibt den Lauf des Zählers frei. Das Ausgangssignal
A beginnt mit dem Triggersignal T und endet mit Erreichen der Vorgabe V.
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Diagrammteil c) zeigt die Signalverschiebung. Die Anfangs- und die
Endflanke des Triggersignals geben den Lauf des Zählers frei.
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Das Ausgangssignal beginnt bei Erreichen der Vorgabe nach der Anfangsflanke
und endet bei Erreichen der Vorgabe nach der Endflanke des Triggersignals T. Ein
kurzes Triggersignal T2 löst kein Ausgangssignal aus.
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Diagrammteil d) zeigt einen Einzelimpuls. Die Anfangsflanke des Triggersignals
gibt den Lauf des Zählers frei. Das Ausgangssignal beginnt mit dem Triggersignal
und endet bei Erreichen der Vorgabe. Das Ausgangssignal ist unabhängig von der Dauer
des Triggersignals.
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Diagrammteil e) zeigt die Signalverkürzung. Die Anfangsflanke des
Triggersignals gibt den Lauf des Zählers frei. Das Ausgangssignal beginnt mit dem
Triggersignal und endet bei Erreichen der Vorgabe, spätestens jedoch mit der Endflanke
des Triggersignals.
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Diagrammteil f) zeigt die Signalverlängerung. Die Anfangsflanke des
Triggersignals gibt den Lauf des Zählers frei. Das Ausgangssignal beginnt mit dem
Triggersignal und endet bei Erreichen der Vorgabe, frühestens jedoch mit der Endflanke
des Triggersignals.
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Diagrammteil g) zeigt den Signalverlauf bei Betrieb als Taktgeber.
Die Anfangsflanke des Triggersignals gibt den Lauf des Zählers frei. Das Ausgangssignal
beginnt mit dem Triggersignal und endet bei Erreichen der Vorgabe. Es beginnt mit
dem nächsten Zählimpuls von neuem, sofern das Triggersignal noch ansteht.
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Dieselbe Aufgabe läßt sich aufgrund desselben allgemeinen Erfindungsgedankens
auch durch eine Umkehrung der in den Ansprüchen 1 bis 4 gekennzeichneten Anordnung
lösen. Insbesondere bei Vorgabezählern kann der nur um volle Dezimalstellen umschaltbare
Teiler auch dem Haupt zähler nachgeschaltet sein.
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L e e r s e i t e