DE2559034C3 - Tandem-Offsetdruckmaschine - Google Patents
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- Combination Of More Than One Step In Electrophotography (AREA)
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Description
Druckform für eine Seite,
Fig.8 und 9 schematische perspektivische Darstellungen
des Verfahrens zum Drucken einer vierseitigen Signatur, und
Fig. 10 eine perspektivische Ansicht einer fertigen
Signatur.
Die in F i g. 1 dargestellte Flachdruck-Vervielfältigungsvorrichtung
10 weist eine Haupteinheit 12 mit einem ersten Druckwerk 14 auf, zu dem ein Formzylinder
16, ein Gummituchzylinder 18, ein Druckzylinder 20, ein Färb- und Feuchtwerk 22 und eine herkömmlich
ausgebildete Druckform-Obergabevorrichtung 24 gehören. Ein Kopierpapiervorratsbehälter 26 nimmt einen
Stapel 27 aus Kopierpapier auf, dessen Blätter nacheinander mittels eines Saugnapfanlegers 28 und
eines Blattförderers 30 dem Walzenspalt zwischen dem Gummituchzylinder 18 und dem Druckzylinder 20
zugeführt werden. Vom Formzylinder 16 mittels einer herkömmlichen Druckformausstoßvorrichtung abgenommene
gebrauchte Druckformen werden in einer Ablage 32 für gebrauchte Druckformen abgelegt
Eine mit der Haupteinheit 12 in Tandem angeordnete Zusatzvervielfältigungseinheit 42 weist ein zweites
Druckwerk 44 auf, zu dem ein Formzylinder 46, ein Gummituchzylinder 48, ein Druckzylinder 50, ein Farb-
und Feuchtwerk 52 und eine Druckform-Übergabevorrichtung 54 gehören.
Im ersten Druckwerk 14 bedruckte Kopierblätter werden dem zweiten Druckwerk 44 über einen
Förderer 60 entweder direkt oder nach dem Wenden mittels einer Wendevorrichtung zugeführt, zu der eine
Rutsche 58 und ein Umlenkglied 59 gehören. Jedes Blatt durchläuft den Walzenspalt zwischen dem Gummituchzylinder
48 und dem Druckzylinder 50 und wird dann durch einen Förderer 66 in einem Fach einer
Zusammentragevorrichtung 64 abgelegt Die von einer herkömmlich ausgebildeten Druckformausstoßvorrichtung
aus dem Formzylinder 46 ausgestoßenen gebrauchten Druckformen gelangen zu einer Ablage 62.
Die Anzahl der von der Vervielfältigungsvorrichtung 10 gedruckten Kopien läßt sich in allgemein bekannter
Weise mit einem Zählwerk 70 überwachen bzw. steuern.
Die soweit beschriebene Vorrichtung stellt eine Flachdruck-Vervielfältigungsvorrichtung eines allgemein
bekannten Typs dar, mit der sich ein- oder zweiseitig doppelt bedruckte Kopien herstellen lassen.
Erfindungsgemäß weist die Vorrichtung eine Druckformeingabestation
auf, die bei dem in F i g. 1 dargestellten Beispiel als Stapel-Zuführvorrichtung 100 ausgebildet
ist, in die die Bedienungsperson ein Stapel 102 aus Flachdruck-Druckformen einsetzen kann. Die Stapel-Zuführvorrichtung
100 ist so ausgelegt, daß sie die Druckformen normalerweise einzeln dem Stapel 102
entnimmt und mittels einer Vorschubwalze 103 in Richtung einer Druckform-Konversions\ orrichtung
(Konverter bzw. Fixierer) 106 vorschiebt, die am Gestell der Haupteinheit 12 angeordnet ist. Ebenfalls am
Gestell der Haupteinheit 12 sind ein Förderer 108, der die Druckform-Konversionsvorrichtung 106 mit der
Druckform-Übergabevorrichtung 24 verbindet, und eine Umlenkvorrichtung 110 angeordnet.
An der Zusatz-Vervielfältigungseinheit 42 ist ein zur
Druckform-Übergabevorrichtung 54 fördernder Förderer 112 angeordnet, der an seinem freien Ende mit
einem Förderer 114 verbunden und über diesen an die
Umlenkvorrichtung 110 angeschlossen ist. Der Förderer
114 bildet über dem ersten Druckwerk 14 eine Brücke,
ist vorzugsweise in einem Scharnier oder Gelenk 116 gelagert und an seinem anderen Ende lösbar verbunden,
so daß er im Bedarfsfall in die in F i g. 1 mit gestrichelten Linien gezeichnete Stellung angehoben werden kann,
um freien Zugang zum Druckwerk 14 zu gewähren. Bei Bedarf läßt sich dieser Teil der Fördereinrichtung auch
leicht abnehmen.
Die Druckform-Konversionsvorrichtung 106 hat eine schon bekannte Konfiguration, ist mit einem eigenen
Kraftantrieb ausgestattet und weist ein Paar Einzugswalzen 118, ein Paar Ausgabewalzen 120 und eine
Führung 122 auf, die eine Druckformfolie durch ein Lösungsbad in einer Schale 124 leitet Abhängig vom
Typ der zu verwendenden Druckformen können in der Schale 124 verschiedene Fixier- oder Vorfeuchtlösungen
verwendet werden. Eine bevorzugte Lösung ist jedoch die von der Anmelderin unter dem Handelsnamen
MULTILITH vertriebene Sorte Nr. 200-1056, die Mehrzweck-Eigenschaften hat und geeignet ist zum
Konvertieren elektrostatisch kopierter Zinkoxidfolien
für Flachdruck sowie zum Ätzen oder Vorfeuchten von direkt beschrifteten oder bezeichneten Flachdruck-Druckformen.
Die Fördereinrichtung ist mit dem zur Haupteinheit 12 der Vervielfältigungsvorrichtung 10 gehörenden
Kraftantrieb mechanisch verbunden und durch diesen antreibbar. Die Förderer 112 und 114 sind mit dem
Kraftantrieb der Zusatzvervielfältigungseinheit 42 in herkömmlicher Weise mechanisch verbunden und durch
diesen antreibbar.
Die in F i g. 2 in Einzelheiten dargestellte Umlenkvorrichtung 110 weist Seitenplatten 126 auf, zwischen
denen eine Welle 128 angeordnet ist, die um ihre Achse hin- und herdrehbar ist An der Welle 128 ist ein
Leitglied 130 befestigt, das zwei Reihen gegensinnig gerichteter Finger 131 und 132 aufweist, die auf eine aus
der Druckform-Konversionsvorrichtung 106 austretende Druckform einwirken, um sie entweder dem
Förderer 108 oder dem Förderer 114 zuzuleiten. An einem außerhalb der Seitenplatte 126 liegenden Ende
to der Welle 128 ist ein Kurbelarm 134 befestigt, der an
einem Ende über ein Zwischenglied 136 an den Stößel eines Magneten 138 und am anderen Ende an eine
Zugfeder 140 angeschlossen ist
Wie in F i g. 2 zu erkennen, spannt die Zugfeder 140 die Welle 128 normalerweise im Uhrzeigersinn vor und
ist bestrebt, die Finger 131 und 132 in ihren mit durchgezogenen Linien gezeichneten Stellungen zu
halten, so daß eine aus der Druckform-Konversionsvorrichtung 106 austretende Druckform in Richtung des
so Förderers 114 gelenkt wird, wobei ihre voreilende
Kante im Walzenspalt zwischen den Riemen des Förderers 114 und einer Andrückwalze 142 erfaßt wird
und sie auf diese Weise zum zweiten Druckwerk 44 befördert wird. Andererseits wird die Welle 128 bei
erregtem Magneten 138 gegen die Kraft der Zugfeder 140 im Gegenuhrzeigersinn gedreht, wodurch die
Finger 131 und 132 in ihre mit gestrichelten Linien gezeichneten Stellungen verstellt werden Der Finger
131 steht dann zu hoch, als daß er die voreilende Kante einer aus der Druckform-Konversionsvorrichtung 106
austretenden Druckform abfangen könnte, so daß sich die Druckform infolge der Schwerkraftwirkung auf die
Oberseite des Förderers 108 auflegt und zum ersten Druckwerk 14 befördert wird.
Zum Hinführen bzw. Lenken der Druckformen einzeln nacheinander zum zugehörigen Druckwerk ist
eine Steuerschaltung vorhanden, zu der die in F i g. 1 gezeigten Fühlerschalter gehören, nämlich ein zwischen
der Vorschubwalze 103 der Stapel-Zuführvorrichtung 100 und den Einzugswalzen 118 der Druckform-Konversionsvorrichtung
106 angeordneter Fühlerschalter 144 für den Druckformeinlauf, ein Fühlerschalter 145,
der an einer Wartestellung kurz vor dem Formzylinder 16 des ersten Druckwerkes 14 angeordnet ist und das
Vorhandensein oder Fehlen einer die Einführung erwartenden Druckform abtastet, ein ähnlicher Fühlerschalter
146, der kurz vor dem Formzylinder 46 des zweiten Druckwerkes 44 angeordnet ist, sowie an den
Förderern 108 und 114 angeordnete und den Druckformtransport überwachende Fühlerschalter 195 und
1%.
F i g. 3 zeigt als Beispiel eine Schaltung, mit der sich das Zuführen von Druckformen steuern läßt und bei der
die Fühlerschalter 144, 145, 146, 195 und 196 mit denselben Bezugszeichen wie in F i g. 1 eingetragen
sind. Zur Schaltung gehören Stromzuleitungen 148 und 150, zwischen denen die Teilstromkreise angeschlossen
sind.
Der Stromfluß in einem zwischen den Stromzuleitungen 148 und 150 angeschlossenen Leiter 152 wird durch
einen Magneten 51 freigegeben, der das Zuführen von Druckformen über die Vorschubwalze 103 (Fig. 1)
beispielsweise durch Einschalten einer herkömmlichen Eintourenkupplung steuert Die Steuerung des Stromflusses
erfolgt mit einem Paar Kontaktstücke Λ 6-1 eines nachfolgend näher zu beschreibenden Relais R 6.
Eine Überbrückungsschaltung, die alternativ die Erregung des Magneten Sl über einen Leiter 156 steuert,
weist nachfolgend näher zu beschreibende, normalerweise geöffnete Relaiskontaktstücke Λ 5-1 und einen
weiteren, parallelgeschalteten Leiter 158 auf, in den ein handbetätigter Momentdruckknopfschalter 160 eingebaut
ist Der Stromfluß in einem das oben erwähnte Relais R 6 speisenden Leiter 162 wird durch Schalter in
einem Paar paralleler Leiter 162a und 1626 gesteuert. In den Leiter 162a ist der Fühlerschalter 195, in den Leiter
162b der Fühlerschalter 196 eingebaut Beide Fühlerschalter 195 und 196 wurden im Zusammenhang mit
F i g. 1 bereits beschrieben. Den Leitern 162a und 1626 sind weiterhin handbetätigte Wahlschalter zugeordnet,
nämlich dem Leiter 162a ein Wahlschalter 166a und dem Leiter 1626 ein Wahlschalter 1666. Die Wahlschalter
166a und 1666 sind zur abwechselnden Betätigung mechanisch miteinander verbunden und verstellen sich
auch gemeinsam mit einem nachfolgend näher beschriebenen Wahlschalter 166.
Der Fühlerschalter 144 für den Druckformeinlauf ist über die eine seiner Anschlußklemmen mittels eines
Leiters 164 mit der Stromzuleitung 150 und an seiner anderen Anschlußklemme mit dem handbetätigten
Wählschalter 166 verbunden, dessen Schaltarn· entweder
mit einem Kontaktstück 167 oder einem Kontaktstück 168 einen Stromkreis zu schließen vermag. Das
Kontaktstück 167 ist einem Zweigstromkreis mit einem Leiter 170, in den eine Relaisspule R 1 eingebaut ist
zugeordnet und ist beim Aufbringen der ersten Druckform eines Druckform-Paares am ersten Druckwerk
14 und der zweiten Druckform am zweiten Druckwerk 44 beteiligt Das Kontaktstück 168 ist einem
anderen Zweigstromkreis 172 zugeordnet der in Reihe eine Relaisspule A4 und ein Pa&r normalerweise
geöffnete Relaiskontaktstücke R 3-1 eines nachfolgend näher zu beschreibenden Relais A3 aufweist und ist
beim Aufbringen der ersten Druckform eines Druckformen-Paares am zweiten Druckwerk 44 und der zweiten
Druckform am ersten Druckwerk 14 beteiligt Wie weiter oben erwähnt, ist der Wahlschalter 166 mit den
Wahlschaltern 166a und 1666 mechanisch verbunden und wird gemeinsam mit diesen geschaltet. Leiter 170'
und 172' bilden Haltestromkreise für die Relais R 1 und R 4. Der Leiter 170' weist in Reihenschaltung normalerweise
geöffnete Haltekontakte R1-2 des Relais R1 und
normalerweise geschlossene Auslösekontakte R 2-2 eines nachfolgend beschriebenen Relais R 2 auf. In
ähnlicher Weise weist der Leiter 172' normalerweise
ίο geöffnete Haltekontakte Ä4-2 des Relais R 4 und
normalerweise geschlossene Auslösekontakte R 2-3 des Relais R 2 auf.
Ein Leiter 174 zwischen den Stromzuleitungen 148 und 150 weist normalerweise geöffnete Kontaktstücke
is Ri-i und Λ4-1 der Relais Ri und A4 auf, die
parallelgeschaltet sind und mit denen ein Paar normalerweise geschlossene Kontaktstücke Λ 2-1 des
Relais R 2 in Reihe liegen, welche die Erregung des Magneten 138 für die Steuerung des Leitgliedes 130
(Fig.2) steuern. Der Magnet 138 ist in den Leiter 174
ebenfalls in Reihe geschaltet
Die Stromversorgung des Relais R2 erfolgt über einen Leiter 176 mit Steuerung durch einen vom
Fühlerschalter 145 gebildeten Reihenschalter, der durch eine Druckform geschlossen wird, sobald diese am
ersten Druckwerk 14 ankommt
Die Stromversorgung des Relais R 3 erfolgt über einen Leiter 178 mit Steuerung durch einen vom
Fühlerschalter 146 gebildeten Reihenschalter, der durch eine Druckform geschlossen wird, sobald diese am
zweiten Druckwerk 44 ankommt
Ein Leiter 180 versorgt parallelgeschaltete Magnete 52 und 53, die in bekannter Weise arbeiten, um auf
mechanischem Wege das Einführen von Druckformen zu den Formzylindern 16 und 46 des ersten und des
zweiten Druckwerkes 14 bzw. 44 auszulösen. Die Erregung der Magnete 52 und 53 geschieht mit
Steuerung durch mehrere Schalter, die alle im Leiter 180 in Reihe geschaltet sind. Der erste von ihnen, der
Schalter 182, wird kurzzeitig geschlossen, wann immer das zweite Druckwerk 44 in allgemein bekannter, nicht
Teil der Erfindung bildender mechanischer Weise anzeigt daß das Ausstoßen einer Druckform aus dem
Formzylinder 46 des zweiten Druckwerkes 44 ausgeführt ist Die beiden anderen Reihenschalter sind von
normalerweise geöffneten Kontaktstücken R 3-2 und R 2-4 der Relais R 3 und R 2 gebildet Außerdem steuern
der Schalter 182 und die Kontaktstückgruppen Ä3-2 und R 2-4 die Erregung eines Relais R 5, das in einem
so mit den Magneten 52 und 53 für die Druckform-Einführung im Nebenschluß liegenden und von einem
Leiter 184 gebildeten Stromkreis liegt
Die Arbeitsweise ist folgende:
Die Vorrichtung 10 wird eingeschaltet und die Druckwerke 14 und 44 arbeiten in der üblichen Weise im Leerlauf. Die Bedienungsperson, die zuvor die Druckformen in der richtigen Reihenfolge zu einem Stapel 102 zusammengestellt hat, setzt den Stapel 102 in den Aufnahmebehälter der Stapel-Zuführvorrichtung 100 ein. Für die Zwecke der unmittelbar folgenden Beschreibung wird angenommen, daß die Vorrichtung 10 auf Doppelbedruckung mit Bedruckung beider Seiten jedes Kopierblattes geschaltet ist, und daß ein Orientierungsplan entsprechend F i g. 5 und 6 festgelegt wurde, der zeigt daß die Druckformen in einer der Seitenzahl entsprechenden Reihenfolge gestapelt sind, wobei die Druckform mit der der Seite 1 entsprechenden Darstellung im Stapel 102 zuoberst liegt gefolgt
Die Arbeitsweise ist folgende:
Die Vorrichtung 10 wird eingeschaltet und die Druckwerke 14 und 44 arbeiten in der üblichen Weise im Leerlauf. Die Bedienungsperson, die zuvor die Druckformen in der richtigen Reihenfolge zu einem Stapel 102 zusammengestellt hat, setzt den Stapel 102 in den Aufnahmebehälter der Stapel-Zuführvorrichtung 100 ein. Für die Zwecke der unmittelbar folgenden Beschreibung wird angenommen, daß die Vorrichtung 10 auf Doppelbedruckung mit Bedruckung beider Seiten jedes Kopierblattes geschaltet ist, und daß ein Orientierungsplan entsprechend F i g. 5 und 6 festgelegt wurde, der zeigt daß die Druckformen in einer der Seitenzahl entsprechenden Reihenfolge gestapelt sind, wobei die Druckform mit der der Seite 1 entsprechenden Darstellung im Stapel 102 zuoberst liegt gefolgt
von der Druckform für die Seite 2, der Druckform für die Seite 3 usw. In diesem Falle schaltet die
Bedienungsperson den Wahlschalter 166 in die in F i g. 3 mit durchgezogenen Linien gezeichnete Stellung, in der
der Schaltarm des Wahlschalters 166 mit dem Kontaktstück 167 schließt, um die erste Druckform
jedes Paares dem ersten Druckwerk 14 zuzuleiten. Durch diese Schaltung erfolgt gleichzeitig das Schließen
des Wahlschalters 166a und das öffnen des Wahlschalters 1660. ίο
Die Bedienungsperson drückt kurzzeitig den Druckknopfschalter 160, wodurch der Magnet 51 erregt wird,
der eine Eintourenkupplung einschaltet und die Bewegung der ersten Druckform, d. h. der Druckform
zum Bedrucken der Seite 1, aus der Stapel-Zuführvor- r> richtung iOO heraus auslöst. Sobald die voreiiende
Kante der Druckform am Fühlerschalter 144 anstößt, wird der Stromkreis geschlossen und das Relais R 1
erregt. Dieses schließt die Kontaktstücke R 1-1, welche den Magneten 138 erregen und dadurch das Leitglied :<i
130 in die in F i g. 2 mit gestrichelten Linien gezeichnete Stellung verstellen, wodurch die erste Druckform über
den Förderer 108 zur Wartestellung kurz vor dem Formzylinder 16 des ersten Druckwerkes 14 geleitet
wird. 2ϊ
Sobald die erste Druckform den Fühlerschalter 145 am Formzylinder 16 des ersten Druckwerkes 14
erreicht, schließt sie diesen und erregt dadurch das Relais R 2. Dadurch öffnen sich die normalerweise
geschlossenen Kontaktstücke Λ 2-1, der Stromkreis w
zum Magneten 138 für das Leitglied 130 wird unterbrochen und die Zugfeder 140 wird in die Lage
versetzt, das Leitglied 130 in die mit durchgezogenen Linien gezeichnete Stellung zurückzuführen, in der es
bereit ist, die der Seite 2 entsprechende zweite r>
Druckform aufzunehmen und über den Förderer 114 dem zweiten Druckwerk 44 zuzuleiten. Es öffnen sich
auch die normalerweise geschlossenen Kontaktstücke Λ2-2 im Haltestromkreis, wodurch das Relais Al
entregt wird, und bleiben so lange in diesem 4<i Schaltzustand wie sich die erste Druckform in der
Wartestellung am ersten Druckwerk 14 befindet. In ähnlicher Weise schalten die Kontaktstücke R 2-3 und
R 2-4 um. was jedoch zu diesem Zeitpunkt ohne
Wirkung bleibt. 4'.
Nach dem Verlassen der Konversionsvorrichtung 106 trifft die erste Druckform auf ihrem Weg zur
Wartestellung noch vor dem Fühlerschalter 145 auf den Fühlerschalter 195 und schließt diesen kurzzeitig mit
ihrer voreilenden Kante. Dadurch wird ein Stromkreis ">" geschlossen, der das Relais Λ 6 erregt, da, wie weiter
oben erwähnt, der Wählschalter !66a von Hand
geschlossen wurde. Durch die Erregung des Relais R 6 werden die Kontaktstücke R 6-1 geschlossen, die somit
den Magneten Sl der Druckformen-Zuführung einschalten, um die Zuführung der zweiten Druckform
eines Druckformen-Paares, in diesem Falle der Druckform zum Drucken der Seite 2, auszulösen. Während
sich diese zweite Druckform des Paares vorschiebt, betätigt sie den Fühlerschalter 144, um das Relais R1 zu w>
erregen, jedoch bleibt dies zu diesem Zeitpunkt ohne Wirkung, da die Kontaktstücke R2-\ durch die am
Fühlerschalter 145 anstehende erste Druckform geöffnet gehalten werden. Der Magnet 138 bleibt somit in
entregtem Zustand, das Leitglied 130 behält seine mit
durchgezogenen Linien gezeichnete Stellung bei und leitet die zweite Druckform über die Förderer 114 und
112 zum zweiten Druckwerk 44.
Sobald die zweite Druckform am zweiten Druckwerk 44 die Wartestellung nahe des Formzylinders 46
erreicht, betätigt sie den Fühlerschalter 146, wodurch das Relais R 3 erregt und die Kontaktstücke /?3-l und
R 3-2 geschlossen werden. Die Kontaktstücke /?3-l sind in dem Augenblick ohne Wirkung, da sie in einem zu
diesem Zeitpunkt inaktiven Stromkreis liegen. Auf dem Weg in die Wartestellung trifft die zweite Druckform
auf den Fühlerschalter 196, der, wenn er wirksam wäre, den Magneten Sl für die Druckform-Zuführung
einschalten würde, um eine dritte Druckform freizugeben. Die Schaltstellungen der Wahlschalter 166, 166a
und 1666 sind jedoch so, daß beim Schließen des Fühlerschalters 196 kein Strom zum Erregen des Relais
R 6 strömt, so daß in diesem Zeitpunkt zusätzlich zum anfänglichen Paar keine weiteren Druckformen zugeführt
werden.
Während die beiden Druckformen des ersten Druckformen-Paares die Wartestellung einnehmen,
wodurch die Kontaktstücke R 3-2 und R 2-4 geschlossen werden, kann der durch den Leiter 180 dargestellte
Teilstromkreis als freigegeben betrachtet werden und ist über einen Schalter 182 ansteuerbar. Der Schalter
182 ist ein Schalter, der sich, in bekannter Weise, schließt, wenn das mechanische Ausstoßen der Druckform
am zweiten Druckwerk 44 beendet ist. In der Mitte eines automatischen Druckvorganges warten die
Druckformen an den Wartestationen selbstverständlich lediglich ab, bis das Zählwerk 70 den vorgegebenen
Zählstand erreicht hat und die voraufgehende Druckauflage beendet ist. Zu diesem Zeitpunkt schließt sich
der Schalter 182 und erregt den bereits freigegebenen Teilstromkreis 180. Im vorliegenden Falle, wo die
Vorrichtung 10 eingeschaltet wird, befindet sich der Schalter 182 bereits in der Schließstellung, da am Schluß
der vorherigen Benutzungsdauer eine Druckformausstoßung bereits stattgefunden hat. In jedem Falle wird
der Stromkreis durch die Kontaktstücke /?3-2 oder durch den Schalter 182 geschlossen, und die Magnete
S2 und S3 werden erregt. Bei diesen handelt es sich um
die Magnete, die die mechanische Druckform-Einführung an den Druckwerken 14 und 44 in allgemein
bekannter Weise auslösen. Sobald sie erregt werden, werden die beiden Druckformen selbsttätig aus ihren
Wartestellungen heraus vorgeschoben, und jede Druckform wird am zugehörigen Formzylinder 16 bzw. 46
festgeklemmt und eingefärbt, und im richtigen Zeitpunkt werden die Papierzufuhr und der Druckvorgang
selbsttätig ausgelöst.
Zur gleichen Zeit wird durch die Erregung des Teilstromkreises 180 auch das Relais R 5 in dem zu den
Magneten 52 und S3 parallelgeschalteten Stromkreis
184 erregt, wodurch die Kontaktstücke R 5-1 geschlossen werden, um den Magneten S1 für die Druckform-Einführung
einzuschalten und den Zyklus erneut auszulösen, ein zweites Paar Druckformen nacheinander
an den Druckwerken 14 und 44 einzuführen, während sich die Fühlerschalter 145 und 146 durch die
Herausnahme des ersten Druckformen-Paares aus der Wartestellung infolge der Druckformausstoßung öffnen
können, wodurch die Relais R 2 und R 3 entregt und die Stromkreise in den Ausgangsschaltzustand zurückgeführt
werden, in dem sie bereit sind, das folgende Druckformen-Paar den richtigen Stellen zuzuführen,
d.h. die der Seite 3 entsprechende Druckform dem ersten Druckwerk 14 und die der Seite 4 entsprechende
Druckform dem zweiten Druckwerk 44.
Fig.5 zeigt in Einzelheiten das Ergebnis der oben
beschriebenen Arbeitsfolge. Sind die der Seite 1 entsprechende Druckform und die der Seite 2
entsprechende Druckform am ersten Druckwerk 14 bzw. am zweiten Druckwerk 44 aufgebracht, dann erhält
das Kopierblatt zuerst den seiner Seite 1 entsprechenden Aufdruck an der Schöndruckseite am ersten
Druckwerk 14, wird dann durch die von der Rutsche 58 und dem Umlenkglied 59 gebildete Wendevorrichtung
umgewendet, erhält an der Widerdruckseite den seiner Seite 2 entsprechenden Aufdruck am zweiten Druckwerk
44 und wird dann mit dem der Seite 1 entsprechenden Aufdruck nach unten in das Fach einer
Zusammentragevorrichtung 64 befördert.
Aus F i g. 6 wird deutlich, daß sich die Kopierblätter, wenn in dieser Weise weitergearbeitet wird, in jedem
Fach der Zusammentragevorrichtung 64 in der der Seitenzahl entsprechenden richtigen Reihenfolge von
unten ^nach oben aufstapeln, so daß ausgehend von einem Druckformenstapel, in dem die Druckformen
regelmäßig in einer der Seitenzahl entsprechenden Reihenfolge angeordnet sind, direkt ein fertiger Satz
beidseitig bedruckter Blätter mit richtiger Seitenfolge hergestellt werden kann und die Bedienungsperson
keine Berechnungen anstellen oder eine spezielle Vorausanordnung von Druckformen im Druckfonnenstapel
vornehmen muß.
In Verbindung mit dem Vorstehenden ist festzuhalten, daß, wenn die Druckformen so orientiert werden sollen,
daß die waagerechte Ausdehnung der Seite parallel zu den Zylinderachsen verläuft, dafür gesorgt werden muß,
daß die Druckformen irgendwie alternieren, entweder dadurch, daß die Druckformen in der Stapel-Zuführvorrichtung
100 in alternierenden Stellungen vorgestapelt werden, wobei der Seitenkopf zuerst voreilt und dann
nacheilt, usw., oder durch normales Stapeln, wie eingangs beschrieben, und Einsatz einer zusätzlichen
Vorrichtung, welche die Druckformen abwechselnd so umstellt, daß einander benachbarte Druckformen mit in
entgegengesetzte Richtungen weisenden Kopfteilen in die Vervielfältigungsvorrichtung 10 zugeführt werden.
Diese Vorkomplizierung wird erfindungsgemäß jedoch dadurch vermieden, daß alle Druckformen mit in
die gleiche Richtung weisenden Kopfteilen gestapelt werden und daß die Druckformen, und selbstverständlich
die Kopierblätter, der Vorrichtung 10 in der Weise zugeführt werden, daß die waagerechte Ausdehnung
der Seite normal zu den Zylinderachsen verläuft. In diesem Falle tritt das Problem der Bild- oder
Darstellungsumkehrung infolge Kopierblattumdrehung nicht auf und die von der Bedienungsperson wahrzunehmende
Aufgabe wird überaus einfach. Diese spezielle Anordnung wird ebenfalls in F i g. 5 in Einzelheiten
deutlich.
Neben dem vorstehend beschriebenen bevorzugten Verfahren, nach dem die Vorrichtung 10 mit doppelseitiger
Bedruckung betrieben wird, sind andere Blattstapelverfahren
möglich. Werden beispielsweise die Druckformen in der Stapel-Zuführvorrichtung 100 der Reihe
nach mit von unten nach oben ansteigender Seitenzahl angeordnet, dann wäre es mit der zuvor beschriebenen
Betriebsarteinstellung möglich, die Kopierblätter den Zusammentragefächern in der Weise zuzuführen, daß
sich die letzte Seite zuunterst und die erste Seite zuoberst im Stapel befindet
Um eine umfassendere Anpassungsfähigkeit zu erreichen, ist die Vorrichtung nach der Erfindung so
ausgelegt, daß sie bei Bedarf auch in einer anderen Betriebsart arbeiten kann. Während bei der zuvor
beschriebenen Betriebsart die zuerst zugeführte Druckform jedes Paares am ersten Druckwerk 14 und die als
zweite zugeführte Druckform am zweiten Druckwerk 44 aufgebracht wurde, wird bei der anderen Betriebsart
■> umgekehrt vorgegangen, indem die zuerst zugeführte Druckform jedes Paarss am zweiten Druckwerk 44 und
die als zweite zugeführte Druckform am ersten Druckwerk 14 aufgebracht wird.
Die Arbeitsweise in der zweiten Betriebsart sei
Die Arbeitsweise in der zweiten Betriebsart sei
ίο wieder anhand Fig. 1 und 3 erläutert. Die Bedienungsperson
schaltet den Wahlschalter 166 in die in F i g. 3 mit gestrichelten Linien gezeichnete Stellung, in der dessen
Schaltarm am Kontaktstück 168 anliegt, und verstellt auf diese Weise den Wahlschalter 166a in die
i) Offenstellung und den Wahlschalter 1666 in die
Schließstellung. Auch in diesem Falle wird die Vorrichtung 10 durch kurzzeitiges Drücken des
Druckknopfschalters 160 eingeschaltet. Wie zuvor beschrieben, wird dadurch die Zuführung einer ersten
Druckform ausgelöst, die am Fühlerschalter 144 ankommt und diesen schließt. Dies hat jedoch keine
Wirkung, da der Stromkreis zur Erregung des Relais R 4 aufgrund der normalerweise geöffneten Kontaktstücke
/?3-l nicht geschlossen ist. Da sich das Relais Λ 4 nicht
2r> einschaltet und die Kontaktstücke R 1-1 selbstverständlich
zu diesem Zeitpunkt geöffnet sind, besteht für die Erregung des Magneten 138 kein Stromweg, und das
Leitglied 130 bleibt in der mit durchgezogenen Linien gezeichneten Stellung, in der es die als erste zugeführte
κι Druckform über die Förderer 114 und 112 dem zweiten
Druckwerk 44 zuleitet.
Sobald die erste Druckform den Fühlerschalter 146 am zweiten Druckwerk 44 erreicht, schließt sie diesen
und erregt dadurch das Relais R 3, welches das
S-) Schließen der Kontaktstücke Λ 3-1 bewirkt. Auf diese
Weise wird der Stromkreis zum Relais R 4 freigegeben.
Auf ihrem Weg zu der vom Fühlerschalter 146
dargestellten Wartestation trifft die erste Druckform auf den Fühlerschalter 196 und schließt diesen
■tu kurzzeitig. Dadurch wird das Relais R 6 erregt, da der
Wahlschalter 1666 zusammen mit dem Wahlschalter
166 von Hand geschlossen wurde. Durch die Erregung des Relais R 6 werden die Kontaktstücke Λ 6-1
geschlossen, die somit den Magneten Sl für die Druckform-Zuführung einschalten, um die Zuführung
der zweiten Druckform des Paares auszulösen. Während sich diese zweite Druckform des Paares vorschiebt
betätigt sie den Fühlerschalter 144, um das Relais R 4 zu erregen, da, wie weiter oben erwähnt die Kontaktstük-
5<> ke R 3-1 jetzt geschlossen sind. Die Erregung des Relais
A4 schließt die Kontaktstücke Ä4-2, um das Relais
vorläufig im erregten Zustand zu halten, und die Kontaktstücke R4-i, die einen Siromweg für die
Erregung des dem Leitglied 130 zugeordneten Magneten 138 bilden, wodurch das Leitglied 130 in die mit
gestrichelten Linien gezeichnete Stellung verstellt wird und die zweite Druckform mittels des Förderers 108 zur
Wartestellung für das erste Druckwerk 14 befördert werden kann. Bei ihrer Ankunft betätigt die zweite
Druckform den Fühlerschalter 145. Dadurch wird das Relais R 2 erregt, das über seine Kontaktstücke R 2-3
den Haltestromkreis für das Relais R 4 und über seine Kontaktstücke Ä2-1 den Stromweg für die Erregung
des Magneten 138 unterbricht so daß das Leitglied 130 in die mit durchgezogenen Linien gezeichnete Stellung
zurückgehen kann. Betätigt die zweite Druckform auf ihrem Wege den Fühlerschalter 195, so bleibt dies
selbstverständlich ohne Wirkung, da der Schalter 166a
geöffnet wurde.
In allen übrigen Punkten arbeitet die Schaltungsanordnung in einer Weise, die der für die erste Betriebsart
beschriebenen äquivalent ist.
Soll das fertige Arbeitsprodukt aus einer Reihe von beidseitig bedruckten Blättern bestehen, und muß an
irgendeiner Stelle in der Reihe an einem der Blätter eine Leerseite bleiben, dann läßt sich dies in der einfachsten
Ausführungsform der Erfindung am zweckmäßigsten und wirkungsvollsten dadurch erreichen, daß in den
Druckformenstapel an einer der Lage der Leerseite entsprechenden Stelle eine Blankodruckform eingefügt
wird. Dadurch wird sichergestellt, daß andere Seiten im fertigen Produkt in der richtigen Reihenfolge bleiben
und daß die Leerseite an der richtigen Stelle erscheint.
Während die vorstehende Beschreibung hauptsächlich von der Verwendung der Vorrichtung 10 zum
beidseitigen Bedrucken des Kopierblattes ausgeht, läßt sich mit der Vorrichtung nach der Erfindung jede Art
von Doppelbedruckung ausführen. Wird zum Beispiel das Umlenkglied 59 in bekannter Weise in eine nicht
betriebsfähige Stellung verstellt, können die Kopierblätter ohne Wenden durchbefördert werden, wodurch sie
an einer Seite zwei voneinander verschiedene Aufdrukke, insbesondere Aufdrucke in zwei verschiedenen
Farben erhalten.
Soll die Vorrichtung 10 dazu benutzt werden, jedes Kopierblatt an nur einer Seite mit einem einzigen
Aufdruck zu versehen, so lassen.sich, gemäß F i g. 7, die
den Druckvorgang des zweiten Druckwerkes 44 steuernden herkömmlichen Schaltungen, einschließlich
der Erregung der Schaltungen für Druckform-Einführung und -Ausstoß, die in ihrer Gesamtheit mit 198
bezeichnet sind, mittels eines Schalters 186 unwirksam machen, so daß das zweite Druckwerk 44 lediglich im
Leerlauf arbeitet, ohne zu drucken. Zusätzlich kann ein Schalter 187 zum Unterbrechen des Stromkreises zum
Relais R 6 eingesetzt werden, so daß die Kontaktstücke /?6-l nicht geschaltet werden und die Druckformen
folglich einzeln statt paarweise zugeführt werden. Ein mit dem handbetätigten Wahlschalter 166 alternierender
Schalter 166' kann in Stellung »erstes Druckwerk« gesetzt werden, wodurch das Leitglied 130 bei jedem
Durchlauf einer Druckform in die mit gestrichelten Linien gezeichnete Stellung verstellt wird und jede
Druckform dem ersten Druckwerk 14 zuführt, und die Kontaktstücke Ä3-2 können mit einem Parallel- oder
Überbrückungsschalter 190 umgangen werden. Des weiteren kann mittels eines Schalters 191 ein dem ersten
Druckwerk 14 zugeordneter, die Beendigung des Druckform-Ausstoßes anzeigender Schalter 182' zugeschaltet
werden, der die Aufgabe des Schalters 182 übernimmt der unier diesen umständen geschlossen
bleibt Diese Schalter sind alle vorzugsweise so ausgelegt, daß sie sich fiber ein einzelnes manuelles
Bedienungsorgan 192 betätigen lassen, wie in F i g. 7 angegeben, in der die Schalter in den der Betriebsart
»Einzelbedruckung« entsprechenden Schaltstellungen gezeichnet sind. Der übrige Teil der Schaltungsanordnung
ist im wesentlichen der gleiche wie in Fig.3
dargestellt, seine Arbeitsweise wie im Zusammenhang mit F i g. 3 beschrieben. Unter diesen Umständen läßt
sich die Vervielfältigungsvorrichtung 10 wie eine herkömmliche Vorrichtung zum Bedrucken nur einer
Seite jedes Kopierblattes verwenden und bleibt doch bei Bedarf in Sekundenschnelle auf eine beliebige der
oben beschriebenen Doppelbedruckungsmöglichkeiten umstellbar.
Bei einer anderen Betriebsart, die mit der Vorrichtung
nach der Erfindung ohne weiteres durchführbar ist, wird an einem der Druckwerke eine Dauerdruckform,
beispielsweise aus Aluminium mit dem Bild oder der Darstellung eines Formblattes, aufgebracht und das
andere Druckwerk erhält eine Reihe verschiedener Druckformen, die alle auf das Formblatt abgestimmt
sind und mit diesem gedruckt werden. Beide Aufdrucke können an derselben Fläche des Kopierblattes sein, oder
ίο die Darstellung der Dauerdruckform kann, wie im Falle
einer festen bzw. unveränderlichen Umschlagzeichnung oder Deckmusterung, auf eine Fläche und die wechselnde
Information auf die Rückseite gedruckt werden.
Es sei als Beispiel angenommen, daß die Dauerdruck form im zweiten Druckwerk 44 und die wechselnde Druckform im ersten Druckwerk 14 arbeiten soll. In diesem Falle ist zum Einsteilen der Vorrichtung 10 auf diese Betriebsart lediglich das Umstellen des manuellen Bedienungsorgans 192 in die dem Arbeiten mit einem Druckwerk entsprechende Stellung erforderlich (F i g. 7). In F i g. 7 sind mit gestrichelten Linien eine Hilfssteuerschaitung 197 und ein HilfsSteuerschalter 199 eingezeichnet. Schließen des Hilfssteuerschalters 199 bewirkt, daß die Druck-Steuerschaltungen für das zweite Druckwerk 44 wieder Spannung erhalten, ausgenommen die Magnete für die Aktivierung der Druckform-Einfuhr- und -Ausstoßschaltung, die infolge des geöffneten Schalters 186 ausgeschaltet bleiben. Wie weiter oben beschrieben, bleibt unter diesen Umständen
Es sei als Beispiel angenommen, daß die Dauerdruck form im zweiten Druckwerk 44 und die wechselnde Druckform im ersten Druckwerk 14 arbeiten soll. In diesem Falle ist zum Einsteilen der Vorrichtung 10 auf diese Betriebsart lediglich das Umstellen des manuellen Bedienungsorgans 192 in die dem Arbeiten mit einem Druckwerk entsprechende Stellung erforderlich (F i g. 7). In F i g. 7 sind mit gestrichelten Linien eine Hilfssteuerschaitung 197 und ein HilfsSteuerschalter 199 eingezeichnet. Schließen des Hilfssteuerschalters 199 bewirkt, daß die Druck-Steuerschaltungen für das zweite Druckwerk 44 wieder Spannung erhalten, ausgenommen die Magnete für die Aktivierung der Druckform-Einfuhr- und -Ausstoßschaltung, die infolge des geöffneten Schalters 186 ausgeschaltet bleiben. Wie weiter oben beschrieben, bleibt unter diesen Umständen
Ji) selbstverständlich auch der Schalter 182 ständig
geschlossen, so als wäre eine Druckform gerade ausgestoßen worden.
Sobald das Bedienungsorgan 192 und der Schalter 199 in der oben erwähnten Weise betätigt werden, arbeitet
r> die Vorrichtung 10 kontinuierlich, indem sie die
gewünschte Anzahl von Kopien mit der Information von den wechselnden Druckformen am ersten Druckwerk
14 und die unveränderliche Information von der Dauerdruckform am zweiten Druckwerk 44 druckt, die
wechselnde Druckform am ersten Druckwerk 14 ausstößt, eine neue Druckform mit neuer Information
für die folgende Auflage nur am ersten Druckwerk 14 aufnimmt, eine zweite Auflage mit der Information der
neuen Druckform am ersten Druckwerk 14 und dazu die Information von der Dauerdruckform am zweiten
Druckwerk 44 druckt, und so weiter.
Neben der weiter oben beschriebenen Ausführungsform, bei der die Vervielfältigungsvorrichtung 10 mit
Druckformen aus einem Stapel 102 in der Stapel-Zurührvorrichtung
100 versorgt wird, wird in Erwägung gezogen, daß die Druckformen-Eingabestation die
Form einer mit der Vervielfältigungsvorrichtung 10 hintereinandergeschaketen Vorrichtung zum Beschriften
oder Bezeichnen von Druckformen haben kann.
Wie in Fi g. 4 dargestellt, kann.eine Vorrichtung 200
zum Herstellen elektrostatischer Druckformen, beispielsweise ein elektrostatischer Kopierer Addressograph
Multigraph Modell 2000 oder 2300, mit der Vervielfältigungsvorrichtung 10 so verbunden sein, daß
ω er über Förderer 202 und 204 direkt an die
Druckform-Konversionsvorrichtung 106 abgibt.
Die Bedienungsperson führt Originalvorlagen an einer Eingabestation 206 ein, und elektrostatische
Druckformblätter aus einem Stapel 208 erhalten in bekannter Weise eine Kopie der Originalvorlage und
werden dann, wie mit einem Pfeil 210 angedeutet, auf den Förderer 202 ausgelegt.
Die Förderer 202 und 204 sind in einer
allgemein bekannten Weise so ausgelegt, daß sich an ihnen Wartestationen für mehrere, beispielsweise für
zwei, beschriftete oder bezeichnete Druckformen befinden. Elektrische Abtastschaltungen stellen die
Standorte dieser Druckformen fest und überwachen deren Fortbewegung, während die vorderste Druckform
am Förderer 204 auf Anforderung vorgeschoben wird und während neue Druckformen hergestellt
werden und sich in den Strom einfügen. Wie üblich sind elektrische Steuerschaltungen vorhanden, die eine neue
Originalvorlage nur dann anfordern oder zulassen, wenn das System Platz zur Aufnahme einer zusätzlichen
Druckform hat.
Die Stellungen der Druckformen an den Förderern 202 und 204 werden durch Anschlagfinger 203 und 203
bestimmt, die in ausgefahrener Stellung lediglich die Fortbewegung der Druckformen stoppen und deren
Gleiten an den Förderriemen bewirken, und die sich zurückziehen, um die Weiterbeförderung zuzulassen.
Der Anschlagfinger 203 entspricht der Vorschubwalze 103 in Fig. 1. Genauso wie das Auslösen der
Transportbewegung der Vorschubwalze 103 in der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Erfindung
erfolgt die Rückzugsbewegung des Anschlagfingers 203 durch Schließen des durch den Leiter 152 dargestellten
Stromkreises (F i g. 3).
Das Eingeben der Originalvorlagen in die Druckform-Herstellvorrichtung
200 kann durch die Bedienungsperson von Hand oder mit einer der Zuführvorrichtung
100 ähnlichen Stapel-Zuführvorrichtung erfolgen, die der Druckform-Herstellvorrichtung 200 Originalvorlagen
auf Anforderung selbsttätig in der gleichen Weise zuführt wie Druckformen in der in F i g. I
dargestellten Ausführungsform auf Anforderung durch die Stapel-Zuführvorrichtung 100 in die Druckform-Konversionsvorrichtung
106 eingegeben werden. In beiden Fällen gelten für die Originalvorlagen hinsichtlich
der Bildorientierung und der Stapelreihenfolge die gleichen Grundsätze, die für die Druckformen in der in
Verbindung mit F i g. 1 beschriebenen Ausführungsform der Erfindung angegeben wurden.
Wie in Fig.8, 9 und 10 dargestellt, ist es mit der
Vorrichtung nach der Erfindung auch möglich. Signaturen bei geringstmöglicher Intervention seitens des
Bedienungspersonals herzustellen. Das Verfahren hierzu bildet ebenfalls Teil der Erfindung.
F i g. 8 zeigt eine Anordnung, bei der Kopierblätter doppelter Größe, von beispielsweise etwa
27,9 · 43,2 cm, dem ersten Druckwerk 14 aus einem Stapel 27 zugeführt werden, wobei eine der etwa
27,9 cm langen Kanten die voreilende Kante bildet. Am Druckwerk 14 wird die Oberseite in ihrer in
Laufrichtung vorderen Hälfte mit e:iner die Seite 1 darstellenden Druckform bedruckt, sodann wird das
Blatt gewendet und zum zweiten Druckwerk 44 befördert, wo die nun nach oben weisende Unterseite an
ihrer in Laufrichtung vorderen Hälfte mit einer Druckform bedruckt wird, die das Bild oder die
Darstellung für die Seite 3 trägt
Sobald der vorstehend beschriebene Druckvorgang beendet ist, wird der Stapel teilbedruckter Kopierblätter
um 180° gedreht und wieder in die Kopierblatteingabestation
eingesetzt Wie in F i g. 9 zu erkennen, stellen
ι« die folgenden Druckformen im Stapel 102 die Seiten 2
und 4 dar und sind so angeordnet daß ihre Kopfteile, verglichen mit den Druckformen für die Seiten 1 und 2.
in die entgegengesetzte Richtung weisen. Bei diesem Druckvorgang wird die Seite 2 auf die voreilende Hälfte
I") jedes Blattes gedruckt, das Blatt wird dann gewendet
und dann wird die Seite 4 auf die voreilende Hälfte der Widerdruckseite neben das Bild der Seite 1 gedruckt.
Das fertige Druckerzeugnis kann dann gefaltet werden, so daß sich eine Signatur mit richtiger
Seitenfolge ergibt (F i g. 10).
Aus dem Vorstehenden ergibt sich, daß die Druckformen an der Druckformeingabestation im voraus
gestapelt werden können und ordnungsgemäß zur richtigen Zeit dem richtigen Druckwerk zugeführt
>i werden. Beim Di ucken solcher Signaturen werden die
Reihenfolge der Druckformen und die Ausrichtung ihrer Kopfteile entsprechend dem festgelegten Seitendruckplan ermittelt. Sollte zum Beispiel entschieden
werden, daß der Stapel umgedreht wird, statt um 180°
«ι gedreht zu werden, dann würde die Druckform für die
Seite 4 vor der Druckform für die Seite 2 angeordnet werden.
In ähnlicher Weise ist die Seitenzahlanordnung — und die entsprechende Druckformenanordnung —
3ί abhängig vom Verwendungszweck und von der Anordnung der Signaturen. Sollen die Signaturen Seite
an Seite angelegt und miteinander verbunden werden, dann werden alle Signaturen in ähnlicher Weise
gedruckt, damit sich eine Seitenzahlfolge 1—2 — 3-4,
4(i 5-6-7-8, 9-10-11-12 usw. ergibt. Sollen die Signaturen jedoch »ineinandergeschachtelt« oder ineinandergehängt
werden, dann hat bei beispielsweise zwei ineinandergehängten Signaturen die äußere die Seiten
1-2-7-8 und die innere die Seiten 3-4-5-6.
4> Dieses Prinzip würde auch für Broschüren oder
Druckschriften mit größerer Anzahl ine?nandergehängter Signaturen gelten. In jedem Falle würde eine
Signatur, die Aufdrucke von vier Druckformen A —B-C-D erhalten soll — wobei diese Buchstaben
r'ii die Seitenzahlen in ansteigender Reihenfolge bedeuten,
unabhängig davon, ob diese benachbart sind — mit vier Druckformen bedruckt werden, die im Stapel aufeinanderfolgen
und darin entsprechend einer der nachstehenden Folgen angeordnet sind:
Wenn der Kopierblattstapel um 180° gedreht wird: V—D-B-D
Wenn der Kopierblattstapel umgedreht wird: V— D- D-B
Selbstverständlich werden auch entsprechende Anordnungen in Erwägung gezogen, bei denen die Seiten in
verschiedener Reihenfolge bedruckt werden, nämlich:
Stapel um 180° gedreht: B-D-V--D D-V-D-B D-B-D-V
Stapel umgedreht:
B-D-D-V D-V-B-D D-B-V-D
Jede dieser obigen Anordnungen bewirkt eine solche Ausrichtung der Druckformen, daß alle Seiten in der
fertigen Signatur aufrechtstehen und die richtige Reihenfolge besitzen.
Aus der vorstehenden Beschreibung ergibt sich, daß die Erfindung eine Vervielfältigungsvorrichtung schafft,
bei der das beidseitige Bedrucken des Kopierblattes ohne Schwierigkeiten und leicht durchgeführt werden
kann. Diese Bequemlichkeit des Arbeitsvorganges steht auch dann zur Verfügung, wenn durch den Druckvorgang
eine Reihe von Blättern hergestellt werden soll, die im fertigen Buch oder in der fertigen Druckschrift eine
bestimmte Beziehung untereinander haben müssen, oder auch wenn die Gesamtzahl der Bücher oder in
Druckschriften klein ist, so daß während jedem Druckvorgang sehr wenige Kopien hergestellt werden
und mit extrem kurzen zeitlichen Zwischenabständen Auflagen mit neuen Druckformen eingerichtet werden
müssen. Die Vorrichtung und die Verfahren gemäß der r> vorstehenden Beschreibung ermöglichen ein Arbeiten
mit geringstmöglicher Intervention seitens des Bedienungspersonals während des Druckvorganges und
bieten dadurch Vorteile hinsichtlich der Druckgeschwindigkeit in Kombination mit Druckgenauigkeit in jii
einem Bereich, der insgesamt mit herkömmlichen Vorrichtungen nicht erreichbar ist.
Ein weiterer wichtiger Vorteil der Erfindung besteht darin, daß sich mit den erfindungsgemäßen Verfahren
für das Anordnen, Stapeln und Behandeln von Druckformen Komplikationen und mögliche Fehler
vermeiden lassen.
Außerdem ist die Vorrichtung nach der Erfindung anpassungsfähig und läßt sich für verschiedene alternative
Aufgaben einsetzen. Insbesondere kann die i« Vervielfältigungsvorrichtung mit einer Stapel-Zuführvorrichtung
für im voraus bezeichnete oder beschriftete Druckformen verbunden werden oder mit einem Strom
von Druckformen gespeist werden, die in einer vorgeschalteten Druckform-Herstellungsvorrichtung ü
im wesentlichen laufend vorbereitet werden. Im letzteren Falle sind an der Vervielfältigungsvorrichtung
nur geringfügige Änderungen notwendig. Die Vervielfältigungsvorrichtung läßt sich auch in mehr als einer
Betriebsart betreiben, so daß von einem an den Formzylindern der beiden Druckwerke anzubringenden
Druckformen-Paar die erste Druckform selbsttätig entweder zum ersten oder zum zweiten Druckwerk
geleitet werden kann, wobei dann die zweite Druckform des Paares dem anderen Druckwerk zugeführt wird.
Die Vervielfältigungsvorrichtung nach der Erfindung läßt sich auch auf einfache Weise auf Drucken mit einem
Druckwerk, auf Doppelbedruckung oder auf eine Betriebsart umstellen, bei der von einem Druckwerk ein
unveränderliches oder Dauerbild gedruckt wird, während das andere Druckwerk mit Druckformen druckt,
die in Zeitabständen selbsttätig ausgewechselt werden.
Der Hauptvorteil jedoch, der mit der Erfindung erzielt wird, liegt in der Ausbildung einer Vervielfältigungsvorrichtung
mit zwei Druckwerken zum zweifachen Bedrucken jedes behandeten Kopierblattes und
mit einer einzigen Druckformen-Zuführvorrichtung, zusammen mit Fördereinrichtungen, die Druckformen
aus dieser einzelnen Zuführvorrichtung beiden Druckwerken in richtiger Reihenfolge in einem Vorgang
zuführt, der im wesentlichen völlig automatisch abläuft, wenn die Druckformen an der einzigen Zuführvorrichtung
einmal entsprechend angeordnet sind. Dies ist eine höchst wichtige Vereinfachung für die Bedienungsperson,
da sich Probleme hinsichtlich der Druckformenanordnung, wenn sie überhaupt auftreten, auf einen
einzelnen Stapel oder eine einzelne Eingabestation beschränken lassen, wo das Zueinanderausrichten gut
beherrscht wird, stau daß zwei Stapel oder zwei Eingabestationen benötigt werden, wo die relative Lage
von Druckformen in der einen Station gegenüber solchen in der anderen Station schwierig zu ermittclr
und festzustellen ist und im Zweifelsfalle oder bei notwendig werdender Umänderung äußerst schwierig
zu überprüfen is
Hierzu (1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Tandem-Offsetdruckmaschine zum beidseitigen bestimmen kann, da die Bedienungsperson ja die
Bedrucken von Bogen mit zwei Druckwerken und 5 vorbestimmte Aufeinanderfolge von Druckformen an
einer dazwischen angeordneten Bogenwendevor- ein und derselben Stelle vornimmt und jederzeit einfach
richtung, bei welcher jedem Druckwerk eine die eingegebene Reihenfolge kontrollieren kann. Wenn
automatische Druckformzuführvorrichtung zu- die Reihenfolge der Druckformen für einen bestimmten
geordnet ist, dadurch gekennzeichnet, Druck in der gemeinsamen Druckformeingabeeinrichdaß
für beide Druckformzuführvorrichtungen (108, io tung einmal von der Bedienungsperson festgelegt ist,
112,114) eine einzige gemeinsame Druckformeinga- werden völlig automatisch durch die der Weiche
bevorrichtung (100) vorgesehen ist und die beiden zugeordnete Steuerschaltung die Druckformen in der
Druckformzuführvorrichtungen über eine Weiche richtigen Reihenfolge den einzelnen Druckwerken
(110) ansteuerbar sind, die mittels einer Steuerschal- zugeführt und die Bedienungsperson kann sicher sein,
tung (Fig.3) in Abhängigkeit davon, welche von 15 daß damit der gesamte Druck in der richtigen
jeweils zwei aufeinanderfolgenden Druckformen Reihenfolge abläuft Die erfindungsgemäße Maschine
(102) zugeführt wird, schaltbar ist ermöglicht auch einen relativ schnellen Wechsel eines
2. Maschine nach Anspruch 1, dadurch gekenn- Druckformsatzes und eignet sich daher vor allem gut
zeichnet, daß die Steuerschaltung (F i g. 3) einen im zum Herstellen von Schriftstücken und Broschüren mit
Zuführweg der Druckformen zwischen der gemein- 20 geringer Auflage, da nur ein Stapel von Druckformen
samen Druckformeingabevorrichtung (100) und der ausgewechselt werden muß. Es können die verschiede-Weiche
(110) angeordneten, bei jeder festgestellten nen Stapel von Druckformen für verschiedene Drucke
Druckform die Weiche (110) schaltenden Fühler in der richtigen Reihenfolge gestapelt gelagert werden,
(144) umfaßt so daß bei einem Wechsel des Druckerzeugnisses die
3. Maschine nach Anspruch 1 oder 2, dadurch 25 Bedienungsperson nicht einmal mehr die richtige
gekennzeichnet, daß die Steuerschaltung (Fig. 3) Reihenfolge kontrollieren muß, viel weniger wie bei der
einen die Anfangsschaltstellung der Weiche (110) bekannten Anordnung darauf achten muß, daß ein
bestimmenden Handschalter (166) aufweist solcher Stapel auch in der richtigen Reihenfolge auf
zwei verschiedene Zuführvorrichtungen aufgeteilt wird. 30 Eine erfindungsgemäße Maschine ist damit auch
wesentlich einfacher bedienbar. Sie eignet sich nicht nur
für das doppelseitige Bedrucken von Bogen, sondern mit ihr können auch Einzeldrucke oder Doppeldrucke
Die Erfindung betrifft eine Tandem-Offsetdruckma- auf ein und derselben Bogenseite durchgeführt werden,
schine zum beidseitigen Bedrucken von Bogen gemäß 35 wenn die zwischen den Druckwerken angeordnete
Oberbegriff des Hauptanspruchs. " Wendevorrichtung ausgeschaltet wird. Auch für diese
Maschinen dieser Art sind bekannt (US-PS 32 64 981). Betriebsweise einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
Hierbei ist jedem Druckwerk eine gesonderte Druck- gelten die besagten Vorteile.
formzuführvorrichtung zugeordnet und jede dieser Die Erfindung wird im folgenden anhand einer
Druckformzuführvorrichtungen muß von der Bedie- 40 schematischen Zeichnung an Ausführungsbeispielen
nungsperson gesondert mit Druckformen beschickt näher erläutert In der Zeichnung zeigt
werden. Sollen mit einer solchen Maschine aufeinander- F i g. 1 einen schematischen Aufriß einer Vervielfälti ·
folgende Seiten beispielsweise einer Broschüre be- gungsvorrichtung nach der Erfindung,
druckt werden, so muß die Bedienungsperson genau F i g. 2 einen Aufriß in vergrößertem Maßstab eines
darauf achten, daß die Druckformen in den gesonderten 45 Details, zeigend die Umlenkvorrichtung zum Steuern
Druckformzuführvorrichtungen für die aufeinanderfol- der Bewegungsbahn der Druckformen,
genden Druckwerke auch tatsächlich in der richtigen Fig.3 einen schematischen elektrischen Schaltplan
Reihenfolge eingegeben werden. Dies setzt eine sehr für die Vorrichtung zum Steuern der Druckformeingabe:
sorgfältige Bedienung einer solchen Maschine voraus in die Vervielfältigungsvorrichtung,
und es besteht die Gefahr, daß durch fehlerhafte 50 F i g. 4 einen schematischen Aufriß einer der in F i g. 1
Beschickung der örtlich voneinander getrennten Druck- dargestellten Vorrichtung ähnlichen Vervielfältigungs··
formzuführvorrichtungen die Reihenfolge der nachein- vorrichtung, bei der jedoch die Druckform-Eingabevor-
ander bedruckten Blätter nicht stimmt. richtung als Vorrichtung zum Herstellen von Druckfor ·
Es ist daher Aufgabe der Erfindung eine Tandem-Off- men ausgebildet ist,
setdruckmaschine dieser Art so weiterzubilden und zu 55 F i g. 5 eine vereinfachte perspektivische Darstellung
verbessern, daß eine solche fehlerhafte Beschickung der der Vorrichtung, zeigend die Orientierung der Druck-Druckwerke
mit Druckformen vermieden wird. formen und ihre Auswirkung auf die Orientierung der
Diese Aufgabe wird ausgehend von einer Tandem- Darstellung an den Kopierblättern,
Offsetdruckmaschine gemäß Oberbegriff des Hauptan- F i g. 6 eine vereinfachte perspektivische Darstellung
spruchsdurch dessen kennzeichnende Merkmale gelöst. 60 des sich nach dem in Fig. 5 erläuterten Vorgehen
Vorteilhafte Weiterbildungen ergeben sich aus den ergebenden Kopierblattstapels, zeigend die Beziehun-
Unteransprüchen. gen zwischen den Kopierblattdarstellungen in einemi
Durch die erfindungsgemäße Verwendung einer zusammengetragenen Stapel fertiger Kopierblätter,
einzigen gemeinsamen Druckformeingabevorrichtung F i g. 7 einen schematischen elektrischen Schaltplan,
anstelle der bisher bekannten zwei getrennten Druck- 65 zeigend, im Zusammenhang mit F i g. 3, eine Steuerung
formzuführvorrichtungen zusammen mit der nachfol- zum Umschalten der Vervielfältigungsvorrichtung von
genden und in Abhängigkeit von den zugeführten doppelseitigem Drucken auf einseitiges Drucken oder
Druckformen geschalteten Weiche ist es möglich, daß auf Drucken an beiden Seiten mit gleichbleibender
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US05/537,088 US3987722A (en) | 1974-12-30 | 1974-12-30 | Dual printing with single master supply source |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2559034A1 DE2559034A1 (de) | 1976-07-08 |
| DE2559034B2 DE2559034B2 (de) | 1981-03-19 |
| DE2559034C3 true DE2559034C3 (de) | 1981-11-05 |
Family
ID=24141159
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE2559034A Expired DE2559034C3 (de) | 1974-12-30 | 1975-12-29 | Tandem-Offsetdruckmaschine |
Country Status (11)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3987722A (de) |
| JP (1) | JPS5189429A (de) |
| CA (1) | CA1028558A (de) |
| CH (1) | CH605155A5 (de) |
| DE (1) | DE2559034C3 (de) |
| FR (1) | FR2296534A1 (de) |
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