DE2555119A1 - Mit traegheit, schwellwert und veraenderbaren funktionszeiten arbeitende einschaltvorrichtung, insbesondere zum anzeigen eines unmittelbaren bevorstehens einer blockierung eines fahrzeugrades - Google Patents
Mit traegheit, schwellwert und veraenderbaren funktionszeiten arbeitende einschaltvorrichtung, insbesondere zum anzeigen eines unmittelbaren bevorstehens einer blockierung eines fahrzeugradesInfo
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Description
Ba3485
Societe Anonyme Automobiles CITROEN, Paris,
Frankreich
Mit Trägheit, Schwellwert und veränderbaren Funktionszeiten arbeitende Einschaltvorrichtung, insbesondere zum Anzeigen
eines unmittelbaren Bevorstehens einer Blockierung eines
Fahrzeugrades
Die Erfindung betrifft eine mit Trägheit, Schwellwert und veränderbaren Funktionszeiten arbeitende Einschaltvorrichtung,
insbesondere zum Anzeigen eines unmittelbaren Bevorstehens einer Blockierung eines Fahrzeugrades, wobei
deren wirksamen Perioden wenigstens zum Teil eine Funktion der Haftzustände sind, die örtlich von diesem Rad angetroffen
werden.
Durch die franz. Patentschrift 1 194 791 sind bereits
Trägheits-Einschaltvorrichtungen bekannt, die durch ein Schwungrad gebildet sind, welches durch ein fest mit einer
Achse verbundenes Organ mitgenommen bzw. angetrieben wird, deren Drehgeschwindigkeit mit der des Rades im Zusammenhang
steht. Bei einer ausreichenden Verlangsamung des Rades - aufgrund eines Bremsens - schwenkt das Schwungrad durch
Trägheit gegenüber dem Antriebsorgan, und diese Relativbewegung gestattet es einem elektrischen Schalter, sich
zu schließen. Dieser Schalter wird allgemein durch zwei Klemmen bzw. Kontakte gebildet, die einerseits am Antriebs-
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organ und andererseits am Schwungrad befestigt sind. Elastische Rückführeinrichtungen und/oder Zentrifugaleinrichtungen
gestatten ein Anzeigen der Verlangsamungen des Rades, die nicht von einer Bremswirkung herrühren,
indem eine feste oder variable Verlangsamungsschwelle in Abhängigkeit von der Fahrzeuggeschwindigkeit errichtet
wird, unterhalb der die Einschaltvorrichtung nicht in Tätigkeit tritt. Diese Anordnungen sind insbesondere
in der franz. Patentschrift 2 23 9 008 beschrieben.
Bei diesen bekannten Einschaltvorrichtungen hängt die Funktionszeit, d.h. die Zeit, während der die beiden
Klemmenkontakte Kontakt .zueinander haben, im wesentlichen von den Haftbedingungen ab, die das Rad antrifft. Wenn
man ein Rad, das mit einem beispielsweise stark haftenden Boden in Berührung steht, stark abbremst, dann ist die
Verlangsamung dieses Rades weniger heftig als wenn es mit einem Boden, der eine geringe Haftung besitzt, in Berührung
steht. Somit ergibt sich daraus, daß im Moment des Gleitens oder zu Beginn der Gleitbewegung auf dem Boden
mit starker Haftung das Trägheitsschwungrad der Einschaltvorrichtung bereits verlangsamt worden ist. Seine Energie
im Moment seiner Berührung mit dem Antriebsorgan (die im Niveau der Reibungsverbindung des Antriebsorgans zerstreut
ist, welches durch das Schwungrad auf der Achse fortbewegt ist, ist reduziert und seine Geschwindigkeit nimmt rasch
ab, wo die Kontaktzeit kurz ist. Dagegen ist bei schlechten Haftbedingungen die Verlangsamung des Rades sehr heftig
und tritt ohne oder nahezu ohne vorherige Verlangsamung der Geschwindigkeit des Trägheitsschwungrades ein. Es ergibt
sich in diesem Falle eine große Energie, die durch das Schwungrad zu zerstreuen ist, und somit eine längere
Kontaktzeit.
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Es ist die Rolle dieser Einschaltvorrichtungen, die Versorgung der Radbremsen beträchtlich zu verkürzen.
Sobald ein Schließen der Einschaltvorrichtung erfolgt ist, nimmt die Bremskraft ab, und somit kann das Rad sich durch
die Berührung mit dem Boden wieder in Schwung bringen. Im Falle einer guten Haftung erfolgt ein schnelles Wieclerinschwungbringen,
und oft gewinnt das Antriebsorgan an Geschwindigkeit, bevor das Schwungrad eine Geschwindigkeit
erreicht hat, die gleich der Mindestgeschwindigkeit des Rades ist. Das bedeutet mit anderen Worten, daß ein
öffnen der Einschaltvorrichtung für eine Drehgeschwindigkeit der drehenden Zusammenordnung vorhanden ist, die
oberhalb der Mindestgeschwindigkeit liegt, die durch das Rad unmittelbar beim Bevorstehen der Blockierung erreicht ist.
Dies ist noch ein Faktor zur Verringerung der Funktionszeit der Einschaltvorrichtung. Im Falle einer schlechten Haftung
ist das Wiederinschwungbringen des Rades relativ lang, was bedeutet, daß das Antriebsorgan die Geschwindigkeit
langsam wiedergewinnt und dabei dem Schwungrad die Zeit läßt, seine Geschwindigkeit auf eine Geschwindigkeit nahe
der Mindest-Geschwindigkeit des Rades zu reduzieren. Das öffnen der Einschaltvorrichtung erzeugt daher in diesem
Falle eine Radgeschwindigkeit, die verhältnismäßig nahe seiner Mindestgeschwindigkeit ist.
Das öffnen der Einschaltvorrichtung steuert die Anwendung
der Bremskraft auf das Rad. Im Falle einer guten Haftung führt diese Anwendung nicht unmittelbar zu einer bevorstehenden
Blockierung, weil das Rad wieder auf eine genügend große Geschwindigkeit gebracht wird. Im Falle einer
schlechten Haftung tritt dagegen diese Anwendung der Bremskraft bei einem Rad ein, das ungenügend wieder in Schwung
gebracht ist, und es besteht das Risiko, daß dies zu einer Blockierung des Rades führt.
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Die vorliegende Erfindung soll dieses Risiko beseitigen, indem es eine verbesserte Einschaltvorrichtung vorschlägt,
die die Vorteile der bekannten Einschaltvorrichtungen beibehält (insbesondere im Falle einer guten
Haftung) und die es gestattet, den geschlossenen Kontakt im Falle einer leichten Haftung längere Zeit aufrechtzuerhalten,
damit dem Rad die Zeit gegeben wird, um sich genauer wieder in Schwung zu bringen.
Die Erfindung geht dabei aus von einer mit Trägheit, Schwellwert und veränderbaren Funktionszeiten arbeitenden
Einschaltvorrichtung, insbesondere zum Anzeigen eines unmittelbar bevorstehenden Blockierens eines Fahrzeugrades,
enthaltend eine drehende Einrichtung, die gebildet wird durch ein Trägheits-Schwungrad, ein Organ, das durch
Reibung mit einer Antriebsachse verbunden und zum Drehantrieb des Schwungrades in der Lage ist, ferner durch
elektrische Kontaktelemente, die von dem besagten Organ sowie dem Schwungrad getragen werden und in Kontakt bringbar
sind, wenn das Schwungrad gegenüber dem besagten Organ schwenkt, sowie durch wenigstens ein Rückführorgan, das
zwischen dem besagten Organ und dem Schwungrad eingespannt ist.
Die erfindungsgemäße Lösung besteht darin, daß das am
Schwungrad eingespannte Kontaktelement sich zusammensetzt einerseits aus einem ersten Teil, der an einer durch Reibung
mit dem Schwungrad verbundenen und gegenüber letzterem verschiebgaren Halterung befestigt ist und der durch einf.'K.-ho
Abstützung mit dem ersten Teil des an dem mit der Antriebsachse verbundenen besagten Organ eingespannten Kontaktelements
zusammenwirkt, nach einer relativen Drehbewegung
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des Schwungrades gegenüber diesem Organ um wenigstens gleich einem gegebenen Wert, und andererseits aus
einem am Schwungrad befestigten zweiten Teil, der durch Gleitbewegung mit einem zweiten Teil des am besagten
Organ eingespannten Kontaktelements zusammenwirkt, nach einer relativen Drehbewegung des Schwungrades
und dieses Organs um wenigstens gleich einem zweiten gegebenen Wert, wobei dieser zweite Wert über
dem genannten ersten Wert liegt.
Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung zeichnet
sich dadurch aus, daß die durch Reibung mit dem Schwungrad verbundene Halterung für die Führung ihrer Verschiebung
gegenüber dem Schwungrad Gleitschienen enthält, die durch Öffnungen gebildet sind, deren Krümmungsradius
gleich dem die Drehachse von der drehenden Einrichtung trennenden Abstand ist und in denen je ein am Schwungrad
befestigter Zapfen gleitbeweglich aufgenommen ist, von denen wenigstens ein Zapfen an seinem freien Ende mit
Gewinde versehen ist, das mit einer Schraubenmutter zum Festhalten einer elastischen Scheibe zusammenwirkt,
die die erwähnte Reibung zwischen der Halterung und dem Schwungrad sichert.
Die Erfindung wird im folgenden anhand einiger in der Zeichnung veranschaulichter Ausführungsbeispiele, die
keine Begrenzung darstellen sollen, beschrieben. Es zeigen
Fig. 1 und 2 schematisch gehaltene Aufsichten auf oi.no
erste Ausführungsvariante der Erfindung in zwei verschiedenen Zuständen;
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Fig. 3 eine Teil-Schnittansicht der Fig. 2 (entlang der Linie III-III in Fig. 2);
Fig. 4 eine Schnittansicht eines Details der Fig. 1 und 2;
Fig. 5 eine Aufsicht auf eine zweite Ausführungsvariante d=r Erfindung;
Fig. 6 eine Teil-Schnittansicht der Fig. 5 (entlang der Linie VI-VI);
Fig. 7 eine Aufsicht auf eine dritte erfindungsgemäße Ausführungsform;
Fig. 8 eine Teil-Schnittansicht der Fig. 7 (entlang der Linie VIII-VIII);
Fig. 9 eine Aufsicht auf eine weitere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung;
Fig. 10 eine Teil-Schnittansicht der Fig. 9 (entlang der Linie X-X);
Fig. 11 eine Detail-Schnittansicht entsprechend dem Pfeil f in Fig. 1.
In den Fig. 1 und 2 ist zunächst eine Trägheits-Einsdhaltvorrichtung
bzw. ein Trägheitsschalter veranschaulicht, die bzw. der, was einige Bauteile anbelangt, denen ähnlich
islt, die in den franz. Patentschriften 1 194 791 und
2.239 008 beschrieben sind. Dies kommt daher, daß die Einschaltvorrichtung durch eine Welle bzw. Achse 1 gebildet
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ist, auf der ein Trägheitsschwungrad 2 antriebsmäßig, jedoch frei drehbeweglich befestigt ist. Auf diesem
Schwungrad 2 ist ein Antriebsorgan 3 durch drehende Reibung mit der Achse 1 mit Hilfe einer federnden
Scheibe 4 verbunden, die durch ein nicht dargestelltes Mittel auf der Achse festgehalten wird und das Antriebsorgan 3 auf einen Ansatz oder Bund (ebenfalls nicht
dargestellt) drückt, der fest an der Achse 1 vorgesehen ist, die sich zwischen dem Schwungrad 2 und dem Antriebsorgan 3 befindet. Dieses Antriebsorgan 3 trägt an seinem
Ende 3a ein Kontaktelement aus zwei Teilen 5 und 6. Gegenüber dem Teil 5 erkennt man einen Klemmenkontakt 7,
der an einer Halterung 8 befestigt ist, welche durch Reibung am Schwungrad 2 eingespannt ist und gegenüber
diesem letzteren verschoben werden kann. Diese Halterung
8 enthält zwei bogenförmige öffnungen 9 und 10, die Gleitführungen
für die Relativverschiebungen gegenüber dieser Halterung mit zwei Zapfen bzw. Stiften 11 und 12, die
am Schwungrad 2 befestigt sind. Der Stift 12 ist, wie man genauer in Fig. 4 erkennen kann, an seinem oberen Ende 12a
mit Gewinde versehen und trägt eine Schraubenmutter 13, um
eine Reibungsscheibe 14 festzuhalten, die sich auf der Halterung 8 abstützt. Diese Scheibe ist federelastisch
und man kann, indem das Anziehen der Mutter 13 geregelt wird, die Reibungskraft einstellen, der die Halterung 8
gegenüber dem Schwungrad 2 unterworfen wird. Man wird erkennen, daß - durch die Form und Abmessungen der öffnungen
9 und 10 - die Verschiebung der Halterung 8 gegenüber dem Schwungrad 2 entlang eines Kreisbogens, der konzentrisch
zur Achse 1 liegt, sowie auf einer begrenzten Länge erfolgt, Außerdem trägt die Halterung 8 einen Exzenter 8a, der in
der Lage ist, bezüglich seines Antriebes mit dem Teil, der dem Kontaktteil 5 des Organes 3 gegenüberliegt, zusammenzuwirken.
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Der Teil 6 des vom Organ 3 getragenen Kontaktelements kann einer Kontaktfläche 15 gegenüberliegen. Diese Kontaktfläche
wird durch die konkave Seite eines gebogenen (Bleich-) Streifens 16 gebildet, der am Schwungrad 2 durch
zwei! Schrauben 16a und 16b auf dem Schwungrad 2 aufgespannt und auf diesem Schwungrad auf seiner Schmalseite
angeordnet ist. Die Krümmung dieses Streifens ist konstant und der Krümmungsradius ist höchstens gleich dem Abstand,
der das Ende des Kontaktteiles 6 von der (geometrischen) Achüe der Welle 1 trennt, und zwar in der Weise, daß,
wenn die beiden Elemente 6 und 16 sich einander gegenüberliegen,
zwischen ihnen ein Kontakt hergestellt ist. Diener Streifen 16 ist mit einer Art Platte verbunden,
die in der dargestellten Weise so ausgebildet ist, daß sie sich oberhalb des Antriebsorgans 3 erstreckt, wobei
ihr Ende senkrecht auf die (geometrische) Achse der WeILe 1 kommt. Sie ist dazu bestimmt, mit einer Stromeingangskleltime
in Kontakt zu kommen, die von ihrem festen Deckel getragen wird, der die Einrichtung abdeckt und in diesen Figuren
nicllit dargestellt ist.
kann erkennen, daß der Streifen 16 mit einem Widerlager
18 in Berührung gehalten wird, das auf der Halterung befestigt ist und den Streifen gegen die Wirkung der Zentrifugalkraft
festhält, der sie ausgesetzt ist, wenn sich die Vorrichtung dreht. Man wird ebenfalls feststellen, daß die
elektrische Verbindung zwischen dem Kontakt 7 und dem Streifen 16 durch Zwischenschaltung eines perlenartigen
Kontakts 19 hergestellt ist, der durch eine Art metallischer Blattfeder 20 mit dem Kontakt 7 verbunden und durch Vorspannung
ständig mit dem Streifen 16 in Berührung gehalten wird.
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Weiterhin lassen diese Figuren 1 und 2 Rückführeinrichtungen erkennen, die zwischen dem Organ 3 und dem
Schwungrad 2 eingespannt sind. Diese Einrichtungen werden in erster Linie durch eine Rückführfeder 21, die am Organ
eingehängt ist, und - auf regulierbare Weise - durch einen orientierbaren Arm 22 am Schwungrad 2 sowie in zweiter
Linie durch einen Gewichtsarm 23 gebildet, der bei 23a auf dem Schwungrad gelenkig angeordnet und bei 23b mit
dem Antriebsorgan 3 durch Zwischenschaltung einer starren Verbindung 24 verbunden ist, die jedoch an ihren beiden
Befestigungspunkten gelenkig angeordnet ist. Diese Verbindung 24 wird hier durch einen Metalldraht nach Art
einer Pianosaite gebildet, deren freies Ende 24a, das sich oberhalb des Organs 3 befindet, gebogen ist und durch Berührung
mit einem warzenartigen Ansatz 25 zusammenwirkt, der vom Organ 3 getragen wird (vgl. Fig. 11). Dieser Teil
24a besitzt an seinem Ende 24b solche Krümmungen, daß, je nach der relativen Stellung gegenüber dem Ansatz 25 und
entsprechend der Verschiebungsrichtung der beiden Organe gegeneinander, der Kontaktdruck, den dieser Teil auf den
Ansatz 25 ausübt, veränderbar ist. Die Anordnung des Metalldrahtes 24 ist in Fig. 11 gezeigt, die eine Ansicht
gemäß Pfeil f in Fig. 1 darstellt.
Fig. 3, bei der es sich um eine Teil-Schnittansicht der Fig. 2 handelt, zeigt die Anordnung der Kontaktelemente
5, 6, 7 und 18 zueinander. Vom elektrischen Gesichtspunkt
her ist ferner festzustellen, daß die Elemente 7, 20, 19, 16 und 17 untereinander verbunden und von den anderen Elementen
der Einschaltvorrichtung isoliert sind, wobei diese beispielsweise alle mit der Masse des Fahrzeuges verbunden
sind.
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-1ο-
Zur Erläuterung der Funktion der erfindungsgemäßen
Einschaltvorrichtung wird angenommen, daß die Achse 1 in bekannter Weise mit dem Rad gekuppelt ist, wobei
die Anordnung beispielsweise am Ende eines Achsschenkels des Rades montiert sein kann. Die Drehrichtung der Vorrichtung
ist durch den Pfeil A angezeigt.
Die Rotation der Achse 1 wird auf das Antriebsorgan 3 übertragen, da letzteres durch Reibung auf der Achse 1
festgehalten wird. Das Ende 3a dieses Organes 3 steht mit dem von der Halterung 8 getragenen Exzenter 8a in Berührung.
Diese Halterung wird daher vom Organ 3 mitgenommen und nimmt über wenigstens einen der am Schwungrad 2
befestigten Zapfen 11 oder 12 dieses Schwungrad mit bzw. treibt es an. Man nimmt an, daß die Kraft der Feder 21
ausreicht, um mit ihr allein die zwischen der Halterung 8 und dem Schwungrad 2 vorhandene Reibung zu überwinden, in
der Weise, daß beim Anhalten diese Halterung 8 an einem der Zapfen 11 oder 12 anliegt.
Es ergibt sich eine Verlangsamung der Achse 1 unter der Wirkung einer Bremskraft, die auf das Rad angewendet wird.
Ist die Verlangsamung nicht sehr groß und wird das Schwungrad 2 zur selben Zeit verlangsamt wie das Organ 3
(aufgrund ihrer Verbindung durch die Mittel 21 und 23), dann bleibt das System in dem in Fig. 1 dargestellten
Zustand. Wenn die Verlangsamung größer und die Trägheitskupplung des Schwungrades 2 ausreichend ist, um die Kräfte
der Rückführmittel 21 und 23 zu überwinden, dann bilden deren zusammengefaßte Werte in diesem Augenblick die Schwelle,
oberhalb der ein unmittelbares Bevorstehen des Blockierens gegeben ist. Diese Schwelle ist veränderbar, indem sie
der Federkraft des Elements 23 Rechnung trägt, die mit der
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Drehgeschwindigkeit der Vorrichtung veränderbar ist, da sie von der Zentrifugalkraft, die darauf angewendet
wird, abhängig ist.
Bei dieser zweiten Annahme ist eine relative Schwenkbewegung des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 vorhanden.
Diese relative Schwenkbewegung ist wenigstens gleich einem Winkel B, der durch die Konstruktion klein
gehalten ist und die Kontakte 5 und 7 trennt. Es ergibt sich daher ein Schließen der Einschaltvorrichtung, was
zu einem Ausfahren der Bremsorgane führt, die mit dem Rad verbunden sind. Die Bremskraft, die das Rad verringert,
kann es daher durch seine Berührung mit dem Boden wieder in Schwung bringen. Zu diesem Zeitpunkt muß man zwei
Haftbedingungen des Rades am Boden annehmen.
Bei den guten Haftbedingungen wird man sich zunächst
erinnern, daß die Verlangsamung des Rades weniger heftig ist als bei schlechten Bedingungen, und außerdem, daß
das Wiederinschwungbringen des Rades schneller erfolgt als bei rutschigem Boden.
Beispielsweise auf starke Haftung wird die Verlangsamung des Rades, und somit des Organes 3, nicht so heftig verbunden
sein mit dem Beginn der gleichzeitigen Verlangsamung des Schwungrades 2. Dann, wenn die Verlangsamung rasch zunimmt,
gelingt es der Trägheit des Schwungrades 2, die Rückführkraft bzw.. Federkraft der Elemente 21 und 23 zu
überwinden. Es ist dann ein Kontakt zwischen den Kontakten 5 und 7 vorhanden. Die Bremskraft verringert sich. Durch das
Spiel der Ansprechzeit der verschiedenen Organe, die das
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Ausfahren der Bremsorgane steuern, einerseits und durch die eigentliche Trägheit des Rades gegenüber seiner Wiederbeschleunigung
aufgrund des Bodenkontaktes, andererseits, schwenkt die Berührung zwischen den Kontakten 5 und 7 stets
gegenüber dem Organ 3. Es ist dann eine Relativverschiebung der Halterung 8 bei Anlage am Organ 3 im Niveau des
Kontaktes 5 gegenüber dem Schwungrad 2 vorhanden. Die Geschwindigkeit des Schwungrades 2 im Moment des Schließens
des Kontaktes ist bereits herabgesetzt, wie es weiter oben erläutert worden ist. Es ergibt sich so eine Trägheit,
die aus dieser Schwenkbewegung erzeugt ist, welche nicht sehr groß ist und im Niveau der Reibungen der Halterung
8 auf dem Schwungrad und des Drahtendes 24b auf dem Ansatz 25 schnell zerstreut wird. Außerdem wird das Rad aufgrund
der guten Haftbedingungen schnell wieder in Schwung gebracht. Infolgedessen ist die Verschiebung der Halterung
gegenüber dem Schwungrad 2 relativ kurz und im allgemeinen unterhalb einem Winkel C, der im Ruhezustand den Kontakt
vom Ende des Blechstreifens 16 trennt. Das Organ 3 nimmt schnell wieder an Geschwindigkeit zu, wobei sich der Kontakt
5, der sich innerhalb des erwähnten Winkels C befindet, vom Kontakt 7 entfernt. Der Kontakt ist geöffnet und der
Bremsdruck wird erneut auf das Rad angewendet. Es ist in dieser Beziehung festzustellen, daß das Schließen und öffnen
des Kontaktes 5, 7 frei erfolgt, weil nicht die Möglichkeit von Rückwirkungen oder unpassenden Bewegungen des Kontaktes
aufgrund der Reibung gegeben ist, die zwischen der Halterung 8 und dem Schwungrad 2 im Niveau des Zapfens 12 hergestellt
ist. Wenn außerdem der Bremsdruck erneut auf das Rad angewendet wird, so wird dieses genügend wieder in Schwunq gebracht
(durch die günstigen Haftbedingungen des Bodens), damit diese zweite Bremsung keinerlei Risiko des augenblicklichen
Blockierens mit sich bringt.
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Wenn man sich demgegenüber in die Annahme versetzt, daß die Haftbedingungen des Rades auf dem Boden schlecht
sind, dann ist die Verlangsamung des Organes 3 sehr heftig. Dies bringt eine beträchtliche Trägheitskraft des Schwungrades
2 mit sich, die nicht allein die Rückstellkräfte der Organe 21, 23 überwindet, sondern in gleicher Weise unter
der Halterung 8 gleiten kann, die durch das Organ 3 in Anlage gehalten wird, und, wenn die Zapfen 11 und 12 in
die Stellung, die der in Fig. 1 dargestellten gegenüberliegt, gelangen, kann sogar das Organ 3 gegenüber der
Achse 1 drehbeweglich mitgenommen werden. Das Obermaß der Trägheitskraft verschwindet in der Reibung des Organs 3 auf
der Welle bzw. Achse 1. Vom Zustand der Kontakte ergibt sich bei dieser Bewegung zunächst ein Schließen der Kontakte
5, 7, was das Ausfahren der Bremsorgane des Rades steuert. Die Haftung am Boden ist nicht sehr gut, das
Rad hat es schwer, wieder in Schwung zu kommen und die Geschwindigkeit des Organes 3 besitzt - während eines
Zeitabschnittes - eine Geschwindigkeit, die sich nur sehr langsam von der Mindest-Geschwindigkeit entfernt, die es
erreicht hatte. Die Geschwindigkeitszunahme des Organs 3 ist daher^nicht ausreichend, damit dieses letztere wieder
- für eine kurze Zeit (innerhalb des Winkels C) - eine Geschwindigkeit erreicht, die über der liegt, die die Schwungscheibe
durch die Trägheit besitzt. Das Schwungrad 2 set/.t.
daher seine Schwenkbewegung gegenüber dem Organ 3 fort und der Kontaktteil 6, der vom Organ 3 getragen wird, kommt
mit dem Blechstreifen 16 in Berührung. Die Einschalt-Vorrichtung ist auf diese Weise doppelt geschlossen. Die Bewegung
des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 setzt sich so lange fort, wie das Gleichgewicht der Geschwindigkeiten
der beiden Stücke nicht erreicht ist. Während dieser Bewegung gleitet der zuvor erwähnte Kontaktteil 6 an dem
Streifen 16 entlang, bis er einen Winkel D durchwandert hat.
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In diesem Augenblick ist keine Relativgeschwindigkeit zwischen dem Schwungrad 2 und dem Organ 3 mehr vorhanden
und die Einschaltvorrichtung bleibt in diesem Zustand, bis, durch die gemeinsame Wirkung des Geschwindigkeitsanstieges des Organes 3 und der Zerstreuung der kinetischen
Energie, die von der Trägheit des Schwungrades 2 im Niveau der Reibung des Organs 3 auf der Achse 1
herrührt, die Eigengeschwindigkeit der Achse 1 die Geschwindigkeit des Schwungrades 2 erreicht. Wenn dieses
Gleichgewicht erreicht ist, nimmt das Organ 3 in der Geschwindigkeit stets zu, und es ergibt sich ein öffnen des
Kontaktes 5, 7. Die Einschaltvorrichtung bleibt trotzdem geschlossen, solange der Kontaktteil 6 mit dem Blechstreifen
16 in Berührung steht. Der Kontaktteil 6 durchwandert erneut den oben erwähnten Winkel D, während das Organ 3
die Halterung 8 in Richtung des Pfeiles A gegenüber dem Schwungrad 2 zurückführt. Nach dem Durchwandern des Winkels
D öffnet sich der Kontakt 6, 16, und dies geschieht nur in dem Moment, in dem der Bremsdruck erneut auf das
Rad angewendet wird. Während der Ansprechzeit der Steuerorgane zur Anwendung des Bremsdruckes hat das Organ 3,
unterstützt von den Rückführmitteln 21 und 23, Zeit gehabt, die Halterung 8 in ihre Stellung gemäß der Fig. 1 zurückzuführen
und durch Zwischenschaltung eines erneuten Wiederinschwungbringens zu beginnen.
Man sieht, daß durch die erfindungsgemäße Einschaltvorrichtung
im Falle guter Haftbedingungen des Rades am Boden eine sehr schnelle Einschaltfunktion mit sehr kurzen
Ansprechzeiten, bei sehr kleinem Winkel B, erreicht werden kann. Diese Anordnung gestattet es in vorteilhafter
Weise, keine Distanz beim Anhalten des Fahrzeuges zu verlieren. Wenn demgegenüber die Haftung schlecht ist, liegt
das zu lösende Problem mehr im Bereich der Blockierung.
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Es ist in der Tat nicht nötig, daß der Bremsdruck erneut auf ein Rad angewendet werden muß, das ungenügend wieder
in Schwung gebracht ist. Die Tatsache, daß in diesem Falle die Schließzeit der Einschaltvorrichtung verlängert wird,
nachdem das Gleichgewicht der Geschwindigkeiten des Organs 3 und des Schwungrades 2 erreicht ist, gibt dem
Rad eine zusätzliche Zeit, während der sein Wiederinschwungbringen
verbessert wird. Es ist festzustellen, daß schließlich die Relativverschiebungen des Schwungrades
gegenüber dem Organ 3 ein gewisses "Abbild" des Radzustandes gegenüber dem Boden darstellen, wobei das Rad
das Organ 3 und der Boden das Schwungrad 2 ist. Die Erfindung macht sich diese Tatsache zunutze.
Die Fig. 5 bis 10 veranschaulichen drei Ausführungsvarianten der erfindungsgemäßen Einschaltvorrichtung. Man
findet dort einige der Elemente der vorhergehenden Figuren mit denselben Bezugszeichen wieder. Hierbei sind in Fig. 5
die Stifte bzw. Zapfen 11 und 12 alle beide mit Gewinde versehen und sie tragen beide eine Schraubenmutter 13
sowie eine Reibungsscheibe 14.
Außerdem ist der zweite Teil 106 des vom Antriebsorgan 3 getragenen Kontaktelements so ausgebildet und angeordnet,
daß es gegenüber einer Kontaktfläche 115 gelangen kann.
Diese Kontaktfläche 1T5 wird durch die Oberseite eines
in Form eines Teil-Ringes ausgebildeten (Blech-) Streifens 116 gebildet, die auf der Oberseite des Schwungrades 2
durch wenigstens ein Organ zur Regulierung und Befestigung seiner Stellung eingespannt ist. Dieses Organ ist
- wie im Hinblick auf Fig. 2 genauer veranschaulicht ist gebildet durch einen am Schwungrad 2 befestigten Gewindestift
117, der den Streifen 116 in einer bogenförmigen
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öffnung 118 durchsetzt, und durch eine Befestigungsmutter
119 für den Streifen auf dem Schwungrad.
Man erkennt - zwischen dem Streifen 116 und der Mutter
119 - eine Isolierscheibe 120. Diese Figur 6 zeigt außerdem,
daß der Streifen 116 auf einer isolierenden Halterung montiert ist, die sich ebenfalls zwischen dem Gewindestift
117 und den Kanten der öffnung 118 erstreckt und
mit einem bogenförmigen Verankerungsansatz 122 ausgebildet ist, der mit einer - ebenfalls bogenförmigen - Ausfräsung
123 zusammenwirkt, die im Schwungrad 2 hergestellt ist, und zwar um zu verhindern, daß der Streifen 116 bei der
Drehbewegung der Einschältvorrichtung um den Gewindestift 117 herumschleudert.
Der Kontaktteil 116 ist unter dem Organ 3 in der Weise
angeordnet, daß, wenn die beiden Elemente 116 und 113 einander
gegenüberliegen, ein Kontakt zwischen ihnen besteht.
Es wird außerdem festgestellt, daß der Kontakt 7 an einer Platte 124 befestigt ist, deren eines Ende in der
Halterung 8 eingelassen ist, weshalb sie sich mit ihr verschiebt und die in der dargestellten Weise so ausgeführt
ist, daß sie sich oberhalb des Organs 3 erstreckt, wobei ihr Ende senkrecht auf die geometrische Achse der Achse
kommt. Sie ist dazu bestimmt, mit einer Stromeingangsquelle in Kontakt zu kommen, die von einem festen Deckel getragen
wird, der die Vorrichtung abdeckt und in diesen Figuren nicht dargestellt ist.
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Schließlich ist zu erkennen, daß die elektrische Verbindung zwischen dem Kontakt 7 und dem Streifen 116
durch Zwischenschaltung eines perlenartigen Kontakts 125 hergestellt ist, der durch die Platte 124 getragen
und durch Vorspannung ständig mit dem Streifen 116 in Berührung gehalten wird.
Außerdem sind in Fig. 5 deutlich die Rückführmittel zu erkennen, die zwischen dem Organ 3 und dem Schwungrad
2 eingespannt sind, wie es mit Bezug auf die Fig. 1 und 2 weiter oben beschrieben ist.
In den Fig. 7 und 8 erkennt man einige der Elemente wieder, die bereits mit Bezug auf die vorhergehenden
Figuren beschrieben worden sind. Man erkennt jedoch, daß der klingenartige Streifen 116 hierbei direkt auf
dem Schwungrad 2 angebracht ist, und zwar durch den Gewindestift bzw. -Zapfen 117. Die Scheibe ist unterschiedslos
isolierend oder leitend. Die Halterung 8 trägt an ihrem einen Ende - unter Zwischenanordnung einer kleinen
Platte 126 -einen Perlenkontakt 127, der elektrisch mit der Platte 124 verbunden ist, und zwar durch einen Verbindungsdraht
1 28.
In den Fig. 9 und 10 ist schließlich eine andere bevorzugte Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Man
findet dort wiederum einen Teil der zuvor beschriebenen Elemente mit denselben Bezugszeichen wieder. Eine Platte
127, die fest mit der Halterung 8 verbunden ist, trägt an ihrem einen Ende ein Oberflächenelement 129, das durch den
Verbindungsdraht 128 mit der kleinen Platte 124 elektrisch verbunden ist.
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Das Oberflächenelement 129 präsentiert sich in Form
eines Ringabschnittes, dessen Unterseite so ausgeführt ist, daß sie mit einem Perlenkontakt 130 in Berührung
kommen und darauf entlang gleiten kann, wobei dieser Kontakt 130 von einem Hebelarm 131 getragen wird, der
seinerseits auf einem Zapfen 132 befestigt ist, welcher auf dem Schwungrad 2 festgelegt ist. Der Zapfen 132 ist
mit Kraft in das Schwungrad eingeführt ur.d man kann
- durch Drehbewegung des Hebelarmes 131 um diesen Zapfen herum - den Abstand C-B, und somit C, verändern, wobei
C und B die vorbestimmten Werte sind, die bei der Darstellung
der Funktion der erfindungsgemäßen Einschaltvorrichtung definiert sind.
Die Funktion dieser drei Ausführungsvarianten ähnelt der, die anhand der Fig. 1 und 2 erläutert ist.
Es sei jedoch festgestellt, daß mit Bezug auf Fig. 5,
wenn die Einschaltvorrichtung offen ist, durch die Konstruktion zwischen allen wesentlichen Elementen der Einschaltvorrichtung
eine elektrische Verbindung vorhanden ist, mit Ausnahme der Elemente 7, 124, 125 und 116, die
von diesen wesentlichen Elementen isoliert, jedoch ständig elektrisch untereinander verbunden sind.
Mit Bezug auf die Fig. 7 ist ebenso die Gruppe der Elemente, die von den übrigen Elementen der Einschaltvorrichtung
elektrisch isoliert, untereinander jedoch verbunden sind, durch die Elemente 7, 124, 126, 127 und 128
gebildet.
Mit Bezug auf Fig. 9 umfaßt ferner diese Gruppe die Elemente 7, 124, 127, 128 und 129.
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Das durch die Vorrichtung gemäß den Fig. 1 und 2 erzielte Resultat läßt sich in folgender Weise zusammenfassen.
Solange die relative Drehbewegung des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 größer als der Winkel B,
jedoch kleiner als der Winkel C ist, ist dabei die Einschaltvorrichtung nur geschlossen, solange die Drehgeschwindigkeit
des Schwungrades 2 größer ist als die Drehgeschwindigkeit des Organes 3. Wenn dagegen die relative
Drehbewegung des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 größer ist als der Winkel C, wird die Einschaltvorrichtung
geschlossen gehalten werden, so lange diese relative Drehbewegung nicht wieder kleiner als der Winkel C wird.
Dieses Ergebnis wird auf die gleiche Weise mit den Vorrichtungen gemäß den Fig. 5 und 10 erreicht. Es wird
festgestellt, daß, um die Einschaltvorrichtung zu schließen, eine elektrische Verbindung zwischen der Platte
124 und dem Organ 3 hergestellt werden muß.
Bei der Ausführungsvariante der Fig. 5 schließt sich - im Winkel C - die Einschaltvorrichtung im Niveau der
Kontakte 5 und 7. Für eine relative Drehbewegung des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 oberhalb dieser
Größe C ist die Einschaltvorrichtung auf doppelte Weise geschlossen, und zwar durch 7 und 5, einerseits, und
durch den Perlenkontakt 125, den Streifen 116 und den Kontaktteil
106, andererseits, solange die Drehgeschwindigkeit des Schwungrades 2 größer als die des Organes 3 ist. Sie
ist nur noch einfach geschlossen durch 125, 116 und 106,
wenn die Geschwindigkeit des Schwungrades 2 kleiner geworden ist als die des Organes 3. Sie ist schließlich offen,
wenn die Relativdrehung des Schwungrades 2 (gegenüber dem Organ 3) kleiner geworden ist als C.
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Ebenso ist es bei der Variante der Fig. 7; die Einschaltvorrichtung
wird geschlossen gehalten durch 5 und 7, und zwar für eine relative Drehbewegung kleiner als C.
Das doppelte Schließen erfolgt dabei einerseits durch 5 und 7 und andererseits durch den Draht 128, die Platte
126, den Perlenkontakt 127, den Streifen 116, der - insbesondere durch das Schwungrad 2 und die Achse 1 - ebenso
potentiell ist wie das Organ 3. Das einfache Schließen ist noch gesichert durch diesen letzteren Kreis, solange
die relative Drehbewegung nicht wieder kleiner als C geworden ist. Man wird in Fig. 7 feststellen, wie andererseits
auch in Fig. 9, daß der Winkel C-B festgelegt ist, damit er - wie weiter oben definiert ist - gleichförmig
mit den Werten B und C bleibt.
In der Variante der Fig. 9 ist das zweite oder letzte Schließen der Einschaltvorrichtung gesichert, wenn die
relative Drehbewegung des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 größer ist als der Wert C, und zwar durch die
Elemente 128, 127, 129, 130, 131, 132, und dann insbesondere das Schwungrad 2 und die Achse 1.
Die besonderen Anordnungen, die mit Bezug auf die Figuren beschrieben worden sind, gestatten es, zunächst
eine Regulierung der Größe C durchzuführen und danach ein mögliches Trennen (durch Schleudern bzw. Schleuderkraft)
der vom Schwungrad getragenen Kontaktfläche zu vermeiden.
Weiterhin ist zuvor mit Bezug auf die Fig. 1, 2 , 5, 7 und 11 ein Metalldraht 24 erläutert worden, der das Ende
23b des Gewichtsarmes 23 und das Organ 3 verbindet. Der Teil dieses Drahtes 24, der zwischen dem Arm und dem genannten
Organ angeordnet ist, spielt dieselbe Rolle wie die Spange
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bzw. das Stäbchen, die bzw. das in der genannten FR-PS 2 239 008 beschrieben ist. Dagegen spielen die
Teile 24a und 24b dieses Drahtes, der nach Art einer Pianosaite ausgeführt ist und daher eine gewisse Elastizität
besitzen, wobei sie sich über ihren Einspannpunkt hinaus erstrecken, die Rolle einer elastischen Nocke,
die am Schwungrad 2 eingespannt und in ständigem Kontakt mit dem vom Organ 3 getragenen, warzenartigen Ansatz
25 gehalten ist. Insbesondere die dem Teil 24b dieses Drahtes gegebenen Krümmungen sind durch Versuche in der
Weise bestimmt worden, daß deren Wirkung (auf den genannten Ansatz) in Abhängigkeit von den relativen
Verschiebungswinkeln des Schwungrades 2 gegenüber dem Organ 3 und der Richtung dieser relativen Verschiebung
veränderbar ist.
Man nimmt Bezug auf Fig. 1 und man nimmt zunächst den relativen Drehsinn des Schwungrades gegenüber dem Organ
in Richtung des Pfeiles A an. Dies bedeutet, daß dank dieses nockenartigen Elements - wenn der Winkel B durchlaufen
ist - keine Kraft vom Endteil 24b des Drahtes auf den Ansatz 25 ausgeübt wird. Wenn der Winkel (C-B) durchlaufen
ist, dann übt dieses Ende 24b eine Kraft auf den Ansatz 25 aus, die dazu neigt, die Bewegung des Schwungrades
2 zu verlangsamen und somit die Kontakt-Zeitdauer zwischen den Kontakten 5 und 7 zu verkürzen. Diese Anordnung
gestattet es, die Einsatzzeit zum Ausfahren der Bremsorgane und infolgedessen den Distanzverlust beim Anhalten
zu verringern.
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Wenn sich danach das Schwungrad im Winkel D gegenüber dem Organ 3 befindet, dann übt dieser Nockendraht keine
Kraft mehr auf den Ansatz 25 aus.
In einer Drehrichtung, die zu der zuvor angenommenen entgegengesetzt ist, ist keine Kraft vorhanden, wenn dor
Winkel D durchlaufen ist. Im Bereich der begrenzten SteLlung,
die den Winkel D und den Winkel C trennt, ist die Krümmung des Drahtes 24 derart, daß eine verzögerte Kraft auf das
Schwungrad 2 angewendet wird, damit das öffnen des Kontakts 6, 16 verbessert und deutlicher gemacht wird. Wenn es ferner
in dieser zweiten Drehrichtung der Winkel C-B ist, der durchlaufen ist, neigt die auf den Ansatz 25 angewendete
Kraft dazu, die Steifigkeit der Verbindung des Organs 3 mit dem Schwungrad 2 in der Weise zu erhöhen,daß das Wiederinschwungbringen
des Schwungrades durch dieses Organ verbessert wird.
Das alles bedeutet daher mit anderen Worten, daß das Ende 24b des Drahtes 24 wie ein zusätzliches elastisches
Rückführmittel· wirkt, das zwischen dem Organ 3 und dem Schwungrad 2 angeordnet ist, deren Wirkungen begrenzt sind,
und zwar für einen bestimmten Bereich der relativen Verschiebungen des Schwungrades gegenüber dem Organ 3, was
etwa mit dem Winkel C-B übereinstimmt.
Diese Erfindung ist besonders für das Anwendungsgebiet
des Automobilbaues interessant.
Die Erfindung ist nicht auf die Beschreibung begrenzt, sondern sie kann zahlreiche andere Varianten enthalten,
ohne daß dadurch der Rahmen der Erfindung verlassen wird.
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Claims (1)
- L 1 jMiPatentansprüche Mit Trägheit, Schwellwert und veränderbaren Funktionszeiten arbeitende Einschaltvorrichtung, insbesondere zum Anzeigen eines unmittelbar bevorstehenden Blockierens eines Fahrzeugrades, enthaltend eine drehende Einrichtung, die gebildet wird durch ein Trägheits-Schwungrad, ein Organ, das durch Reibung mit einer Antriebsachse verbunden und zum Drehantrieb des Schwungrades in der Lage ist, ferner durch elektrische Kontaktelemente, die von dem besagten Organ sowie dem Schwungrad getragen werden und in Kontakt bringbar sind, wenn das Schwungrad gegenüber dem besagten Organ schwenkt, sowie durch wenigstens ein Rückführorgan, das zwischen dem besagten Organ und dem Schwungrad eingespannt ist, dadurch gekennzeichnet, daß das am Schwungrad eingespannte Kontaktelement sich zusammensetzt einerseits aus einem ersten Teil, der an einer durch Reibung mit dem Schwungrad verbundenen und gegenüber letzterem verschiebbaren Halterung befestigt ist und der durch einfache Abstützung mit dem fersten Teil des an dem mit der Antriebsachse verbundenen besagten Organ eingespannten Kontaktelements zusammen-'kdrkt, nach einer relativen Drehbewegung des Schwungrades gegenüber diesem Organ um wenigstens gleich einem gegebenen Hiert, und andererseits aus einem am Schwungrad befestigten Zweiten Teil, der durch Gleitbewegung mit einem zweiten 'teil des am besagten Organ eingespannten Kontaktelements ikusammenwirkt, nach einer relativen Drehbewegung des Schwungrades und dieses Organs um wenigstens gleich einem ',!!weiten gegebenen Wert, wobei dieser zweite Wert über dem genannten ersten Wert liegt.60 9826/06852. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die durch Reibung mit dem Schwungrad verbundene Halterung für die Führung ihrer Verschiebung gegenüber dem Schwungrad Gleitschienen enthält, die durch öffnungen gebildet sind, deren Krümmungsradius gleich dem die Drehachse von der drehenden Einrichtung trennenden Abstand ist und in denen je ein am Schwungrad befestigter Zapfen gleitbeweglich aufgenommen ist, von denen wenigstens ein Zapfen an seinem freien Ende mit Gewinde versehen ist, das mit einer Schraubenmutter zum Festhalten einer elastischen Scheibe zusammenwirkt, die die erwähnte Reibung zwischen der Halterung und dem Schwungrad sichert.3. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte erste Teil des am Schwungrad eingespannten Kontaktelements und der genannte erste Teil des am besagten Organ eingespannten Kontaktelements durch Klemmenkontakte gebildet sind.4. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der genannte zweite Teil des am Schwungrad befestigten Kontaktelements eine Kontaktfläche ist, auf der der zweite Teil des am besagten Organ befestigten Kontaktelements gleiten kann, das durch einen Klemmenkontakt gebildet ist.609826/06855. Exnschaltvorrxchtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Kontaktfläche durch einen am Schwungrad befestigten, bogenförmigen, klingenartigen Streifen gebildet ist, dessen Krümmungsradius höchstens gleich dem Abstand ist, der die Rotationsachse von der Einrichtung am Ende des zweiten Kontaktteiles trennt, der von dem Organ getragen wird, das mit der Antriebsachse verbunden ist.6. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die genannte Halterung außerhalb mit einem Anlageelement zum Zurückhalten des am Schwungrad befestigten klingenartigen Streifens entgegen der Zentrifugalkraft, der er ausgesetzt ist, versehen ist.7. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß die am Schwungrad befestigte Kontaktfläche durch einen ebenen Ringsektor gebildet ist, der auf der Oberseite des Schwungrades mittels eines Regulierorgans und zurr, Aufrechterhalten seiner Stellung gegenüber dem zweiten Kontaktelementteil befestigt ist, das am Organ zur drehbeweglichen Mitnahme des Schwungrades in die Ruhestellung der Einschaltvorrichtung eingespannt ist, wobei so der oben erwähnte zweite Wert definiert ist.8. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Teil des am besagten Organ eingespannten Kontaktelements durch dieses Organ getragen wird.609826/0685'!>. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Teil des Kontaktelements an dem genannten Antriebsorgan durch Zwischenschaltung der Halterung eingespannt ist, die durch Reibung mit dem Schwungrad verbunden ist.10. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Teil dieses am Schwungrad befestigten Kontaktelements ein gegenüber dem Schwungrad in seiner Position einstellbarer Klemmenkontakt ist, der so ausgebildet ist, daß er mit dem zweiten Teil des am genannten Antriebsorgan befestigten Kontaktelements durch Reibung zusammenwirken kann, der durch ein zur Oberfläche des Schwungrades plan-paralleles Oberflächenelement gebildet ist.11. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß dieser zweite Teil des mit dem Antriebsorgan verbundenen Kontaktelements an diesem Organ durch Zwischenschaltung der durch Reibung mit dem Schwungrad verbundenen Halterung eingespannt ist.12. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Mitnehmen des Schwungrades durch das besagte Organ durch Zwischenschaltung der genannten Halterung, die einen mit dem besagten Organ zusammenwirkenden Exzenter trägt, und durch die genannten Zapfen verwirklicht ist, die Antriebsmittel des Schwungrades durch die Halterung bilden.609826/068513. Einschaltvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine elastische Nocke vorhanden ist, die mit dem Schwungrad verbunden ist und mit einem von dem an der Antriebsachse befestigten Organ getragenen Ansatz über eine Fläche in Berührung steht, deren Profil so ausgebildet ist, da!3 die durch diese Nocke auf das besagte Organ ausgeübte Kraft in Abhängigkeit von der relativen Drehbewegung des Schwungrades gegenüber diesem Organ veränderbar ist.1Ί. Einschaltvorrichtung.nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß ein Gewichtsarm vorgesehen ist, der durch sein eines Ende an dem Schwungrad angelenkt ist und der am Antriebsorgan durch sein anderes Ende mittels eines metallischen Drahtes nach Art einer Pianosaite eingespannt ist, deren freies Ende, das über das Antriebsorgan hinausgeht, die erwähnte Nocke bildet.609826/0685Leerseite
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