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Saatsensor
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Saatsensor Die Erfindung bezieht sich auf einen Saatsensor, der sich
ganz allgemein zur Durchlaufüberwachung von diskreten Artikeln wie Saatkörnern o.
dgl. eignet, so daß er auch außerhalb der Landwirtschaft für die verschiedensten
Zwecke einsetzbar ist.
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Bekanntlich erfolgt in der mechanisierten Landwirtschaft die Aussaat
der verschiedensten Saatgüter mit Hilfe einer von einem Traktor gezogenen Saatabgabe-Maschine,
die mehrere separate, aus separaten Trichtern mit Saatkörnern versorgte Saatabgabe-Vorrichtungen
besitzt, so daß gleichzeitig mehrere Saatreihen ausgesät werden können. Mit der
bisher allgemein benutzten Saatabgabe-Ausrüstung ist es für den Landmann schwierig
oder unmöglich, bei der Aussaat die tatsächlich abgegebene Menge der Saatkörner
pro Zeit-bzw. Wegeinheit zu bestimmen, und es kommt häufig vor, daß eine oder mehrere
Saatabgabe-Einheiten der Maschine aufgrund
eines vollständigen Ausfalls
oder einer zeitweiligen Störung überhaupt keine Saatkörner abgibt. Die unterbrochene
Saatabgabe oder zeitweilige Störung tritt gewöhnlich auf, ohne daß es der säende
Landmann merkt.
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Eine gewöhnlich zum Versagen führende zeitweilige Störung wird durch
Schmutz und Staub in der Umgebung der Saatabgabe-Maschine verursacht, der sich gern
auf Abtasteinrichtungen ansammelt. Besonders häufig tritt eine solche Verschmutzung
bei niedriger relativer Feuchte auf, wenn statische Elektrizität zu einer Aufladung
an der Innenoberfläche von Saatüberwachungs-Einrichtungen führt, so daß sich große
Staubmengen absetzen und aufbauen können.
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Aufgabe der Erfindung ist es, einen neuen und besseren Saatsensor
zu schaffen, der bei einfacher und billiger Herstellung sehr zuverlässig und leistungsfähig
ist, und der auch unter Einbeziehung relativ empfindlicher elektronischer Festkörper-Bauelemente
unter rauhen Umweltbedingungen und in einem weiten Bereich von widrigen Arbeitsbedingungen
einsetzbar ist.
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Erfindungsgemäß wird diese'Aufgabe durch zwei miteinander fest verbundene
und einen Durchlaßkanal für abzutastende Saatkörner bildende komplementäre Gehäuseteile
mit einem von ihnen eingeschlossenen Element aus klarem Kunststoff, welches Führungswandabschnitte
für den Durchlaßkanal bildet, die eine erste und eine zweite Fensterfläche enthalten,
welche so angeordnet sind, daß sie von den den Durchlaßkanal passierenden Saatkörnern
überstrichen werden; eine auf die eine der Fensterflächen ausgerichtete, im Innern
des Gehäuses angebrachte Lichtquelle; und durch eine im Gehäuse angebrachte, auf
die andere Fensterfläche ausgerichtete lichtempfindliche Einrichtung, welche Lichtimpulse
erzeugt,
wenn den Durchlaßkanal durchströmende Saatkörner das Licht von der Lichtquelle schneiden,
gelöst.
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Kurz gesagt enthält der mit Festkörperelektronik arbeitende Saatsensor
eine in der einen Hälfte eines teilbaren Gehäuses angebrachte Leuchtdiode und ein
Paar lichtempfindlicher Transistoren, die an der anderen Gehäusehälfte angebracht
sind. Zu der Leuchtdiode gehörige elektronische Bauteile sind in einem separaten
Bauteile-Raum der zugehörigen Gehäusehälfte untergebracht, während die dem lichtempfindlichen
Transistor zugehörigen elektronischen Bauelemente in einem separaten Bauteile-Raum
der anderen Gehäusehälfte untergebracht sind. Die elektronischen Bauteile verbindenden
Leitungen sind durch isolierte Kanäle geführt, die zwischen den Gehäusehälften gebildet
sind, nachdem die Hälften zu einer einzigen Einheit vormontiert worden sind. Nach
dieser Vormontage können die elektronischen Bauelemente innerhalb ihrer Aufnahmeräume
mit einer Gießverbindung (potting compound material) überdeckt werden.
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Um sicherzustellen, daß die Leuchtdiode und der lichtempfindliche
Transistor über lange Zeit betriebsfähig bleiben, können sie mit einer Menge eines
klaren Epoxy-Materials, vorzugsweise in einer foto-optischen Qualität, überzogen
werden. Dieses Epoxy-Material hat eine relativ geringe Affinität gegenüber statischer
Elektrizität, so daß sich nur wenig oder überhaupt kein Staub an Tagen mit geringer
relativer Feuchte absetzen kann.
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Nachfolgend werden zwei bevorzugte Ausführungsbeispiele der Erfindung
unter Bezugnahme auf eine Zeichnung näher erläutert. Darin zeigen: Fig. 1 eine für
den Einbau des nachfolgend beschriebenen Saatsensors geeignete Saatabgabemaschine
mit vorgespanntem Traktor,
Fig. 2 ein schematisches Schaltbild für
den elektronischen Teil des Saatsensors, Fig. 3 eine perspektivische Darstellung
des gemäß Fig. 2 geschalteten, Festkörper-Bauelemente enthaltenden Saatsensors,
Fig. 4 und 5 je einen Vertikal- bzw. Horizontal-Schnitt im Verlauf einer Linie 3-3
von Fig. 3 bzw. 5-5 von Fig. 4, Fig. 6 ein abgewandeltes Ausführungsbeispiel der
Erfindung in Form einer Saatabgabedüse, Fig. 7 einen Schnitt im Verlauf einer Linie
7-7 von Fig. 6, und Fig. 8 eine entgegengesetzte Endansicht der Abgabedüse von Fig.
6.
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Fig. 1 zeigt eine den nachstehend beschriebenen Saatsensor 16 enthaltende
und mittels einer Zugstange 12 von einem Traktor 11 gezogene Saatabgabe-Maschine
10. Ein an der Maschine 10 befestigter Trichter 13 enthält eine Menge von auszusäenden
Saatkörnern, und ein Ventil oder Zuführmechanismus 14 läßt diese Saatkörner durch
den Saatsensor 16 hindurchlaufen.
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Dabei erzeugt der Saatsensor 16 Ausgangsimpulse, die über ein Kabel
17 auf einen auf den Traktor 11 angebrachten visuell überwachbaren Monitor 18 übertragen
werden. Dort kann der säende Landmann leicht feststellen, ob eine bestimmte Saatabgabe-Vorrichtung
der Maschine arbeitet oder nicht.
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In Fig. 2 ist eine Saatabgabe-Schaltung 20 als schematisches Schaltbild
dargestellt, und sie ist in zwei Schaltungsabschnitte 21 und 22 unterteilt, die
elektrisch miteinander verbunden sind. Der Schaltungsabschnitt 21 enthält eine mit
ihrem zugehörigen Strombegrenzungswiderstand 24 in Serie geschaltete Leuchtdiode
23. Der Strombegrenzungswiderstand 24 hat vorzugsweise einen relativ kleinen Widerstand
aber
eine hohe Wattzahl, beispielsweise 100 Ohm bei 1 Watt, ist also ein relativ großes
Bauelement. Die restlichen Widerstände innerhalb des Schaltungsabschnitts 22 sind
dagegen relativ kleine Bauelemente, beispielsweise aus der Leistungsklasse 1/4 Watt.
Die Wärmeabgabe des Widerstands 24 ist einerseits zwar relativ klein, kann aber
die übrige Schaltung beeinflussen. Außerdem kann der Unterbringungsraum für den
Schaltungsabschnitt 22 begrenzt sein. Darum ist eine räumliche Trennung des Widerstands
24 und seiner Leuchtdiode vorgesehen, indem man diese beiden Elemente in einem eigenen
abgeteilten Raum im Sensorgehäuse unterbringt.
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Zur Steuerung des die Leuchtdiode 23 durchfließenden Stromes und damit
der Lichtintensität dient eine Stromsteuerschaltung 26, welche an die Leuchtdiode
angeschlossen ist und von einem Paar parallel geschalteter lichtempfindlicher Transistoren
27 und 28 Impulssignal-Informationen erhält.
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Diese Impuls signale von den lichtempfindlichen Transistoren 27 und
28 gehen außerdem zu einer Impulsausgangs-Schaltung 29, die an einen Ausgangsanschluß
29a einen Zählausgangs-Impuls abgibt. Somit erzeugen Impulssignale entweder von
einem oder beiden parallel geschalteten lichtempfindlichen Transistoren 27 und /oder
28 einerseits ein kontinuierlich variables Steuersignal durch die Stromsteuerschaltung
26 zur Steuerung des Stromes durch die Leuchtdiode 23, und andererseits einen Impulssignal-Ausgang
durch die Impulsausgangs-Schaltung 29 mit zugehörigem Ausgangsanschluß 29a.
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Die Stromsteuerschaltung 26 enthält zwei miteinander verbundene Transistoren
30 und 31, wobei an die Basis des letzteren ein impulsaufnehmender Kondensator 32
angeschlossen ist. Zur Verstärkung des Impulssignals vom lichtempfindlichen Transistor
dient ein in Serie mit einem Lastwiderstand 34 geschalteter Transistor 33, dessen
Vorspannung mittels
zweier an den Ausgang der lichtempfindlichen
Transistoren angeschlossener Widerstände 36 und 37 erzeugt wird. Im normalen, d.h.
anfänglich ausgeglichenen Schaltungszustand liegt über den Widerstand 37 eine Spannung
von etwa 0,8 Volt an. Mittels der über den Widerstand 37 erzeugten, verstärkten
und durch Kondensator 32 geschilderten Impulssignal-Information wird kontinuierlich
der durch die Leuchtdiode 23 fließende Strom gesteuert.
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Die der Impulsausgangsschaltung 29 zugeführte Impulssignal-Information
wird über einen Koppelkondensator 41 einem Transistor 40 zugeführt, dessen Basisvorspannung
an einem Widerstand 42 erzeugt wird und dessen Kollektor an einen Widerstand 43
angeschlossen ist. Der Ausgangsimpuls von dem Transistor 40 wird der Basis eines
zweiten Transistors 44 zugeführt, an die ein Kondensator 46 angeschlossen ist.
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Die gesamte Schaltung 20 erhält ihren Strom über eine Diode 48, die
eine irrtümliche falsche Polung verhindert, und ein relativ großer Filterkondensator
47 absorbiert Transients.
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Im Betrieb fallen relativ schnelle Saatkörner mit einer Reisegeschwindigkeit
von etwa 45 km/h durch den Saatsensor 16 hindurch, und dabei erzeugen die lichtempfindlichen
Transistoren 27 und 28 jedesmal einen Ausgangsimpuls. Beim vorliegenden Ausführungsbeispiel
ist die Leuchtdiode 23 ein Infrarot-Halbleiter, es können aber auch andere Leuchtdioden
verwendet werden. Die den Stromfluß durch die Leuchtdiode steuernde Stromsteuerschaltung
26 regelt die Leuchtdiode anfangs auf einen vorbestimmten leitenden Zustand ein,
d.h., die Werte der Widerstände 24, 34, 36, 37, der Transistoren 30, 31, 33, und
des zugehörigen Kondensators 32 sind so gewählt, daß die lichtempfindlichen Transistoren
27 und 28 über den Widerstand 37 eine Spannung von etwa 0,8 Volt erzeugen. Steigt
die Spannung wesentlich über
0,8 Volt an, dann nähert sich der
Transistor 33 einem Sättigungszustand und senkt dabei die Spannung zum Strombegrenzungswiderstand
24 ab, so daß auch die Leuchtintensität der Leuchtdiode 23 absinkt. Aufgrund dessen
wird wiederum der Ausgang der lichtempfindlichen Transistoren gesenkt, so daß sich
die Spannung am Widerstand 37 wieder dem Wert von 0,8 Volt angleicht. Liegt der
Spannungswert am Widerstand 37 andererseits wesentlich unter 0,8 Volt, dann läuft
der umgekehrte Regelvorgang ab und der Strom durch den Widerstand 24 läßt die Leuchtintensität
der Leuchtdiode 23 ansteigen.
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Ein zwischen der Leuchtdiode und den zugeordneten lichtempfindlichten
Transistoren hindurchfallendes Saatkorn senkt den Gesamtstromausgang der lichtempfindlichen
Transistoren ab, weil die aufgenommene Lichtintensität abnimmt.
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Dies hat ein Absinken der Spannung über den Widerstand 37 zur Folge.
Dieser Spannungsabfall hat einen Impuls zur Folge, der über den Koppelkondensator
41 zur Basis des Transistors 40 gelangt und diesen kurzzeitig sperrt. Dadurch wird
wiederum der Transistor 44 leitend, und er gibt einen Ausgangsimpuls an den Ausgangsanschluß
29a ab.
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Der Kondensator 32 verhindert, daß die Stromsteuerschaltung 26 auf
kurzzeitige Lichtpegelschwankungen wie durch Saatkörner anspricht, gestattet dafür
aber eine kontinuierliche Kompensation von Veränderungen im Lichtpegel, die beispielsweise
durch Schmutz oder andere sich auf den lichtempfindlichen Transistoren oder der
Oberfläche der Leuchtdiode ansammelnde Substanzen hervorgerufen werden.
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Außerdem hält der Kondensator 32 HF-Störungen von der Stromsteuerschaltung
26 fern. Der strombegrenzende Widerstand 36 steuert nicht nur die Stromzufuhr zur
Basis des Transistors 33, sondern er wird darüber hinaus zur selbstregelnden Steuerung
der Leitfähigkeit des Transistors 33
zum Kondensator 32 benutzt.
Beim bevorzugten Schaltungs-Ausführungsbeispiel besitzt der Kondensator 32 einen
Wert von 47 mfd bei einer Spannung von 15 Volt - 20 %. Der Koppelkondensator 41
hat vorzugsweise einen Wert von 2,2 mfd bei einer Spannung von 20 Volt - 20 %. Der
Kondensator 46 hat einen Wert von 0,01 mfd, ist also um ein Vielfaches kleiner als
der Kondensator 41, so daß der Transistor 44 nur kurzzeitig leitend wird und einen
Ausgangsimpuls von gewünschter Impulsform erzeugt. Das in Fig. 3 der Zeichnung perspektivisch
dargestellte Gehäuse des in Festkörper-Technik ausgebildeten Saatsensors 16 besteht
aus einer ersten und einer zweiten Gehäusehälfte 50, 51, die unter Bildung einer
Teilungsfuge 52 auf geeignete Weise miteinander verbunden sind, beispielsweise mittels
Kunststoffschweißung, eines Epoxy-Klebers o. dgl. Am oberen Ende des Gehäuses befindet
sich ein Einlaßstutzen zum Anschluß eines Schlauches oder einer anderen Leitungseinrichtung
zum Hindurchfördern der Saatkörner mittels Druck. Ein unterer Auslaßstutzen 54 ist
als relativ lange Düseneinrichtung ausgebildet, die bis nahe über den Ackerboden
reicht, so daß die einzelnen Saatkörner genau in eine darunter gebildete Furche
geleitet werden.
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Die erste Gehäusehälfte 50 ist mit einem ersten Bauelemente-Raum 56
und die zweite Gehäusehälfte 51 mit einem zweiten Bauelemente-Raum 57 versehen.
Beim dargestellten Ausführungsbeispiel sind im ersten Bauelemente-Raum 56 der aus
Leuchtdiode 23 und Widerstand 24 bestehende Schaltungsabschnitt 21 und im zweiten
Bauelemente-Raum 57 der andere elektronische Schaltungsabschnitt 22 untergebracht.
Die miteinander verbundenen Gehäusehälften 50 und 51 haben innenseitig begrenzte
Kanäle zur Unterbringung von Leitungen 58 und 59, welche den Widerstand 24 mit der
Leuchtdiode 23 verbinden. Der relativ hoch belastete Widerstand 24, der einige Wärme
abgeben wird, ist somit physikalisch vom Rest der Schaltung isoliert.
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Gemäß Fig. 4 und 5 sind die Gehäusehälften 50 und 51 an der Gehäuseinnenseite
mit mehreren Längsrippen 60 und 61 versehen, die außerhalb der Endoberflächen der
Leuchtdiode 23a und der lichtempfindlichen Transistoren 27a und 28a verlaufen. Dadurch
wird verhindert, daß die durch das Gehäuse hindurchfallenden Saatkörner nicht auf
die elektronischen Bauelemente treffen.
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Wie bereits erwähnt, besteht an Tagen mit geringer relativer Feuchte
eine Tendenz der Ansammlung von großen Mengen an Staub und anderen Partikeln innerhalb
des Saatsensors.
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Zur wesentlichen Unterdrückung dieses Effektes sind die Längsrippen
60 und die Leuchtdiode 23 sowie die Längsrippen 61 und die lichtempfindlichen Transistoren
27a und 28a jeweils mit einer Menge eines optisch transparenten Epoxy-Materials
62 bzw. 63 überdeckt. Dieses klare Epoxy-Material bildet Wandoberflächen-Abschnitte,
die so positioniert sind, (i.tß sie von den durchwandernden Saatkörnern bestrichen
,-den, die dabei jegliche Ansammlung von Staub oder Schmutz zwischen der Leuchtdiode
und den gegenüberliegenden lichtemifindlichen Transistoren verhindern.
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Eine den Schaltungsabschnitt 21a tragende Leiterplatte 70 ist innerhalb
des ersten Bauelemente-Raumes 56 in definiertem Abstand auf einem abgesetzten Zapfen
71 montiert, der als Niet dienen kann. Die Länge von Anschlußleitungen 74 zur Leuchtdiode
23a wird durch deren Abstand von der Leiterplatte 70 bestimmt. Diese Leitungen 74
sind durch die Leiterplatte hindurchgesteckt und mittels Lötverbindungen 72 und
73 befestigt. Gemäß Fig. 5 liegen die Leitungen 58 und 59 in ihren Kanälen und liegen
nirgends frei auf der Außenseite des Saatsensorgehäuses. Beide Leitungen 58 und
59 sind an beiden Enden mittels Lötverbindungen 76, 78 bzw.
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77, 79 angeschlossen.
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Der auf einer Leiterplatte 84 aufgebrachte gedruckte Schaltungsabschnitt
22a wird von zwei Stützen 86 und 87 getragen, die als nietartige Elemente ausgebildet
sein können. Gemäß Fig. 5 sind Leitungen 81 und 83 der lichtempfindlichen Transistoren
27a und 28a durch die Leiterplatte 84 gesteckt, umgebogen und mittels Lötverbindungen
80 und 82 angeschlossen. Somit befindet sich die gesamte Verdrahtung zwischen den
beiden Schaltungsabschnitten 21 und 22 bzw. 21a und 22a innerhalb der beiden Gehäusehälften
50 und 51, und nur eine einzige Leitung 100 führt zum Äußeren der Schaltung und
des Gehäuses; sie ist an den Ausgangsanschluß 29a (Fig. 2) angeschlossen und leitet
die Impulssignal-Information zu einer Decodier- und Ableseeinheit im Monitor 18
auf dem Traktor 11.
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Ein in den Fig. 6, 7 und 8 dargestelltes, gegenüber dem zuvor besprochenen
Ausführungsbeispiel abgewandeltes Gehäuse 101 für einen erfindungsgemäßen Festkörper-Saatsensor
besteht aus zwei im Verlauf einer Trennfuge 104 auf geeignete Weise, beispielsweise
mittels Kunststoff-Schweißung, eines Epoxy-Klebers o. dgl., miteinander verbundenen,
aus undurchsichtigem Kunststoffmaterial geformten Gehäusehälften 102 und 103. Ein
Einlaßstutzen 106 des Saatabgabe-Gehäuses 101 ist so ausgebildet, daß er sich an
einen Schlauch oder eine andere geeignete Leitungseinrichtung anschließen läßt,
durch die Saatkörner mittels Druck zugeführt werden. Die Saatkörner durchwandern
dann das Gehäuse und werden von dem darin untergebrachten lichtempfindlichen Saatsensor
abgetastet. Ein an den Boden des Gehäuses 101 angesetzter Auslaßstutzen 107 ist
als relativ langes Düsenrohr 108 ausgebildet und in der Zeichnung abgebrochen dargestellt.
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Innerhalb eines Bauelemente-Raumes 110 der Gehäusehälfte 102 befindet
sich der bereits zuvor besprochene Schaltungsabschnitt 21 mit Leuchtdiode 23 und
Widerstand 24, darin befestigt an einer abgesetzten Stütze 111. Die in Obereinstimmung
mit einem Fenster 112 montierte Leuchtdiode 23 richtet ihren Lichtstrahl somit durch
die Wand des Gehäuses 101.
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In einem Bauelemente-Raum 116 der anderen Gehäusehälfte 103 befindet
sich die restliche Schaltung einschließlich der beiden lichtempfindlichen Transistoren
27 und 28, die jeweils in Übereinstimmung mit einem Fenster 117 bzw. 118 angebracht
sind und auf diese Weise das Licht von der Leuchtdiode 23 im gegenüberliegenden
Fenster 112 aufnehmen können.
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Der auf seiner Leiterplatte 84 aufgebaute Schaltungsabchnitt 22 ist
innerhalb des Bauelemente-Raumes 116 auf zwei Kunststoff stützen 120 und 121 aufgebaut,
welche in Durchbrüche der Leiterplatte 84 eingeschoben und dann mittels Druck und/oder
Hitze deformiert worden sind.
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Dieses Ausführungsbeispiel der Erfindung ist bezüglich Herstellung
und Montage des Sensors dadurch einfach gestaltet, daß die Fenster 112, 117 und
118 als Teil eines Einsatzes 113 aus klarem vorgeformtem Kunststoff hergestellt
sind.
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Zweckmäßig ausgebildete gegenüberliegende Wandabschnitte dieses Einsatzes
113 werden von den durchwandernden Saatkörnern überstrichen und auf diese Weise
frei von Schmutz und Staub gehalten. Der Einsatz 113 besitzt ferner ein im wesentlichen
zylindrisches oberes Ende 126 und zwei diametral gegenüberliegende, voneinander
entfernte und nach unten divergierende ebene Wandabschnitte 127, die in einen Fokussierbereich
124 führen. Dieser Fokussierbereich 124 ist im wesentlichen von rechteckiger Konfiguration
und besitzt Endwandabschnitte 130 und 131, in welche die Fenster
112,
117 und 118 eingeformt sind. In einen an den Einsatz 113 um das Fenster 112 herum
angeformten Flansch 133 ist die Leuchtdiode 23a, und um ähnliche Ringflansche 134
und 136 um die Fenster 117 bzw. 118 sind die lichtempfindlichen Transistoren 27a
und 28a eingesetzt.
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An den Einsatz 113 angeformte Warzen 140 finden Aufnahme in entsprechenden
Öffnungen 141 der Gehäusehälften 102 und 103; sie erleichtern die Ausrichtung und
Montage des Einsatzes in bezug auf die Gehäusehälften und fixieren den Einsatz unter
Beibehaltung seiner korrekten Lage, während die Gehäusehälften 102 und 103 fest
zusammengefügt werden.
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Im Betrieb sorgen die durch das Gehäuse 101 und an den Endwandabschnitten
130 und 131 des aus klarem Kunststoff bestehenden Einsatzes 113 vorbeifallenden
Saatkörner ständig dafür, daß die Fensterabschnitte schmutz- und staubfrei gehalten
werden. Dadurch wird sichergestellt, daß die von der Leuchtdiode 23a erzeugte Lichtenergie
jederzeit von den lichtempfindlichen Transistoren 27a und 28a aufgenommen wird.
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Gemäß Fig. 7 ist der Einsatz 113 so dimensioniert, daß er in Ausnehmungen
143 und 144 der Gehäusehälften 102 und 103 hineinpaßt; diese Ausnehmungen 143 und
144 schließen den Einsatz 113 von allen Seiten ein, wenn die Gehäusehälften aneinander
befestigt sind. Ein Flansch 150 um den Einlaßstutzen 106 bietet einer dort befestigten
Gummischlauchleitung o. dgl. festen Halt.
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Zusammengefaßt betrifft die Erfindung einen in Festkörper-Technik
ausgebildeten Saatsensor mit einer Leuchtdiode, welche eine Lichtmenge zu einem
Paar von lichtempfindlichen Transistoren aussendet. Leuchtdiode und lichtempfindliche
Transistoren
sind innerhalb eines Gehäuses untergebracht, welches sämtliche elektronischen Bauteile
enthält. Dieses Gehäuse besteht aus zwei Hälften, und die darin jeweils untergebrachten
Schaltungsabschnitte sind mittels in die Gehäusehälften eingeformter abgedichteter
Kanäle miteinander verbunden. Die Leuchtdiode mit einem zugehörigen Widerstand befindet
sich in der einen Gehäusehälfte, und die restliche elektronische Schaltung einschließlich
der lichtempfindlichen Transistoren ist in der anderen Gehäusehälfte untergebracht.
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