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Verfahren zur Herstellung von substituierten Cyclopropancarbonsäuren
und ihren Estern Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren für die Synthese von
subsituierten Cyclopropancarbonsäureestern der folgenden allgemeinen Formel:
worin R¹, R², R³ und R4, die gleich oder verschieden sein können, jeweils für ein
Wasserstoffatom oder eine Kohlenwasserstoffgruppe stehen, R1 und R2 oder R1 und
R3 unter Bildung eines Rings zusammen mit den Kohlenstoffatomen, mit denen sie verknüpft
sind verbunden sein
können, R13 einen Alkoholrest bedeutet und die
Substituenten Y und Z, die gleich oder verschieden sein können, jeweils Wasserstoff
oder ein Halogenatom bedeuten. Ferner betrifft die Erfindung neue Zwischenprodukte,
welche zu diesen Estern führen.
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Substituierte Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen Formel I
sind wertvoll als Insektizide oder Zwischenprodukte für die Synthese von Insektiziden.
Insbesondere besitzen Allethronyl-, Pyrethronyl-, 3-Phenoxybenzyl- und 5-Benzyl-3-furylmethylester
von 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dihalogenvinyl)-cyclopropancarbonsäuren eine insektizide
Aktivität, die wenigstens einige Male so hoch ist wie die insektizide Aktivität
der entsprechenden Ester von Chrysanthemsäure. Ferner besitzen sie eine wesentlich
verbesserte Photostabilität. Diese Ester fallen unter die Pyrethrin-Analoga, auf
welche man in jüngerer Zeit als Insektizide gestossen ist (vgl.
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European Chemical News, November 23, 39 (1973, M. Elliot et al Nature'1,
244, 456 (1973) und D.G. Brawn et al, J. Agr. Food, Chem., 21, Nr. 5, 767 (1973)).
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Es ist bekannt, dass die vorstehend angegebenen Ester durch Zersetzung
eines niederen Alkylesters von Chrysanthemsäure mit Ozon und Einsatz des erhaltenen
niederen Alkylesters von 3-Formyl-2,2-dimethylcyclopropancarbonsäure zur Durchführung
einer Wittig-Reaktion hergestellt werden können (vgl. die JA-OS 47531/74).
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Dieses bekannte Verfahren ist jedoch nicht industriell von Interesr
se, da der als Ausgangsmaterial verwendete niedere Alkylester von Chrysanthemsäure
teuer ist und eine teure Phosphorverbindung als Reaktant eingesetzt werden sollte.
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Die Erfindung hat sich daher die Aufgabe gestellt, ein Verfahren zur
Herstellung der vorstehend angegebenen Ester von 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dihalogenvinyl)-cyclopropancarbonsäuren
zu schaffen, das in industriellem Maßstabe wirtschaftlich arbeitet. Die Erfindung
beruht
auf der Erkenntnis, dass ein Verfahren möglich ist, bei dessen Durchführung man
nicht auf die Wittig-Reaktion zurückgreift.
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Durch die Erfindung wird ein Verfahren zur Herstellung von substituierten
Cyclopropancarbonsäureestern der folgenden Formel:
geschaffen, worin R1, R2, R3, R4, Y und Z die im Zusammenhang mit der Formel I angegebenen
Bedeutungen besitzen und R5 für einen Alkoholrest steht. Dieses Verfahren besteht
darin, 1) einen Allylalkohol der Formel:
worin R1, R2, R3, Y und Z die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen und X
ein aus F, Cl, Br oder J bestehendes Halogenatom ist, mit a) einem o-Carbonsäureester
der folgenden allgemeinen Formel: R4-CH2-C(OR5)3 [III] worin R4 und R5 die vorstehend
angegebenen Bedeutungen besitzen
und drei der Gruppen R5 gleich
oder verschieden sein können, in Gegenwart oder Abwesenheit eines sauren Katalysators
oder b) mit einem Ketenacetal der folgenden allgemeinen Formel: R4-clt=c( OR5)2
iv] worin R4 und R5 die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen und zwei der
Gruppen R5 gleich oder verschieden sein können, umzusetzen und 2) das erhaltene
Zwischenprodukt mit einer basischen Substanz zu behandeln.
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Der auf diese Weise hergestellte substituierte Cyclopropancarbonsäureester
der Formel I' kann erforderlichenfalls 3) in einen substituierten Cyclopropancarbonsäureester
der Formel I umgewandelt werden, indem der Alkoholrest R5 gemäss vorstehender Formel
I' in einen anderen Alkoholrest umgewandelt wird.
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Wie vorstehend dargelegt worden ist, umfasst das erfindungsgemässe
Verfahren die vorstehenden Stufen 1) und 2) sowie erforderlichenfalls die Stufe
3). Diese Stufen 1), 2) und 3) werden nachfolgend näher erläutert.
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1) Umsetzung eines 1-Halogen-3-alken-2-ols mit einem o-Carbonsäureester
und/oder einem Ketenacetal In dieser Stufe verläuft die Reaktion wie folgt:
Bei dieser Reaktion werden verschiedene Nebenprodukte gebildet.
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Aus den verschiedenen physikalischen Werten, auf die nachstehend näher
eingegangen wird, geht hervor, dass das Hauptreaktionsprodukt, und zwar das erfindungsgemässe
Zwischenprodukt, eine Verbindung der folgenden allgemeinen Formel V ist:
worin R1, R2 R3, R4, R5, X, Y und Z die vorstehend angegebenen Bedeutungen besitzen.
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In dem 1-Halogen-3-alken-2-ol der vorstehenden allgemeinen Formel
II stehen die Substituenten R1 R2 und R3, die gleich oder verschieden sein können,
jeweils für ein Wasserstoffatom, eine Alkylgruppe mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen,
eine Cycloalkylgruppe mit bis zu 8 KoM-enstoffatorien, eine Alkenylgruppe mit bis
zu 15 Kohlenstoffatomen, eine Cycloalkenylgruppe mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen,
eine Alkinylgruppe mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, eine Arylgruppe mit bis zu 8
Kohlenstoffatomen oder eine Aralkylgruppe mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen. R¹ und
R² oder R1 und R3 können unter Bildung eines Rings zusammen mit den Kohlenstoffatomen,
mit denen sie verknüpft sind1 verbunden sein. X steht für ein Halogenatom, ausgewählt
aus F, Cl, Br und 3 während Y und Z Wasserstoff oder ein Halogenatom bedeuten Typische
Beispiele für 1 -Halogen-3-alken-2-ole der allgemeinen Formel II sind folgende:
1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol,
1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol,
1-Chlor-1,1-dibrom-4-methyl-3-penten-2-ol, 1-Brom-1,1-dichlor-4-methyl-3-penten-2-ol,
1,1-Dichlor-4-methyl-3-penten-2-ol, 1,1-Dibrom-4-methyl-3-penten-2-ol, 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-hepten-2-ol,
1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-hepten-2-ol, 1,1-Dichlor-4-methyl-3-hepten-2-ol, 1,1-Dibrom-4-methyl-3-hepten-2-ol,
1,1 ,1-Trichior-4,6,6-trimethyl-3-hepten-2-ol, 1,1,1-Tribrom-4,6,6-trimethyl-3-hepten-2-ol,
1,1,1-Trichlor-4-äthyl-3-hexen-2-ol, 1,1,1-Tribrom-4-äthyl-3-hexen-2-ol, 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-hexen-2-ol,
1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-hexen-2-ol, 1,1,1 -Trichlor-3-hepten-2-ol und 1,1,1-Tribrom-3-hepten-2-ol.
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Von den vorstehend angegebenen 1-Halogen-3-alken-2-olen ist 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
eine bekannte Verbindung. Diese Verbindung kann beispielsweise nach einer Methode
synthetisiert werden, wie sie durch die folgende Reaktionsgleichung wiedergegeben
wird (vgl. J. Chem. Soc., (c) 1966, 670):
worin X für Cl oder Br steht und
eine Gruppe
bedeutet.
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Die anderen 1-Halogen-3-alken-2-ole sind neu Verbindungen. Im allgemeinen
können sie nach einer Methode hergestellt werden, die sich durch die folgende Reaktionsgleichung
veranschaulichen lässt:
worin R1 R2 R3 Y und Z die vorstehend im Zusammenhang mit der Formel
I angegebenen Bedeutungen besitzen und X und X' für ein Halogenatom stehen.
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Das vorstehend beschriebene Verfahren für die Synthese von 1-Halogen-3-alken-2-olen
unter Verwendung von Grignard-Reagentien als Ausgangssubstanzen wirft industrielle
Probleme auf. Es ist vorzuziehen, das 1-Halogen-3-alken-2-ol nach folgendem neu
entwickelten Verfahren herzustellen;
R1, R2, R3, X, Y und Z besitzen die vorstehend angegebenen Bedeutungen.
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In dem ungesättigten Kohlenwasserstoff der allgemeinen Formel VI,
der für diese Synthesereaktion eingesetzt wird, weist wenigstens einer der Substituenten
R? R1 und R2 ein aktives Wasserstoffatom auf, das mit dem Kohlenstoffatom in der
oCr-Stellung verknüpft ist (dem Kohlenstoffatom, das direkt mit der Dopfelbindung
verbunden ist).
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In der Verbindung der Formel:
bedeutet R11 eine Gruppe, die ein aktives Wasserstoffatom verloren hat, das mit
dem Kohlenstoffatom in der α-Stellung von R¹ verbunden war, wenn R12 die gleiche
Gruppe wie die Gruppe R² der allgemeinen Formel VI ist, während R11 die gleiche
Gruppe wie R¹ ist, wenn R12 eine Gruppe ist, die ein aktives Wasserstoffatom verloren
hat, das mit dem Kohlenstoffatom in der α-Stellung von R12 verbunden war.
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Wie aus den vorstehenden Ausführungen hervorgeht, wird das 1-Habgen-3-alken-2-ol
der Formel II dadurch hergestellt, dass ein ungesättigter Kohlenwasserstoff der
Formel VI sowie ein Halogenacetaldehyd der Formel VII der Prins-Reaktion unterzogen
wird, wobei erforderlichenfalls die Doppelbindung in dem erhaltenen Reaktionsprodukt
isomerisiert wird.
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Als ungesättigte Kohlenwasserstoffe VI seien beispielsweise Propen,
Isobuten, 2-Methyl-1-buten, Diisobuten, 1-Penten, 2-Äthyl-1 -buten sowie 2-Methyl-1-penten
erwähnt.
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Als Halogenacetaldehyd VII sei beispielsweise Trichloracetaldehyd
(Chloral), Tribromacetaldehyd (Bromal), Dichloracetaldehyd, Dibromacetaldehyd, Monochloracetaldehyd,
Monobromacetaldehyd, Dichlorbromacetaldehyd sowie Dibromchloracetaldehyd erwähnt.
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Als saure Katalysatoren, die für die Umsetzung (Prins-Reaktion) zwischen
dem ungesättigten Kohlenwasserstoff (VI) und dem Halogenacetaldehyd (VII) eingesetzt
werden, seien beispielsweise Lewis-Säuren, wie Aluminiumchlorid Aluminiumbromid,
Bortriffluorid-Diäthyläther, Zinkchlorid, Eisen(III)-chlorid, Zinntetrachlorid,
Zinndichlorid, Zinntetrabromid, Titantetrachlorid, Thalliumtrichlorid, Wismuthtrichlorid,
Tellurtetrachlorid,
Tellurdichlorid, Antimonpentachlorid oder Phosphorpentoxyd, anorganische Säuren,
wie Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure oder Phosphorsäure, Sulfonsäuren, wie Benzolsulfonsäure,
o-Toluolsulfonsäure, m-Toluolsulfonsäure oder p-Toluolsulfonsäure, sowie Sulfonyl-
oder Carbonylgruppenenthaltende Ionenaustauscherharze erwähnt. Von diesen sauren
Katalysatoren werden Aluminiumchlorid, Aluminiumbromid, Zinkchlorid, Zinntetrachlorid,
Bortrifluoriddiäthyläther, Schwefelsäure und Phosphorsäure bevorzugt.
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Die Menge des eingesetzten sauren Katalysators schwankt je nach der
Art des tatsächlich verwendeten Katalysators, im allgemeinen wird jedoch der saure
Katalysator in einer Menge von ungefähr 0,5 bis ungefähr 30 Mol% und vorzugsweise
in einer Menge von ungefähr 3 bis ungefähr 15 Mol-%, bezogen auf den Halogenacetaldehyd
(VII) eingesetzt.
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Die Menge des eingesetzten ungesättigten Kohlenwasserstoffs (VI) kann
innerhalb eines relativ breiten Bereiches von ungefähr 0,5 bis ungefähr 6 Mol pro
Mol des Halogenacetaldehyds (VII) variiert werden, damit jedoch der Halogenacetaldehyd
(VII) in wirksamer Weise für die Reaktion verbraucht wird, ist es vorzuziehen, den
ungesättigten Kohlenwasserstoff (VI) in einer Menge von 1,0 bis 4 Mol pro Mol des
Halogenacetaldehyds (VII) einzusetzen.
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Die Reaktion wird im allgemeinen bei einer Temperatur zwischen -20
und Zimmertemperatur unter Atmosphärendruck durchgeführt, gewünschtenfalls kann
die Reaktion jedoch auch unter Druck bei einer Temperatur durchgeführt werden, die
oberhalb Zimmertemperatur liegt.
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Die Verwendung eines Lösungsmittels ist nicht besonders kritisch zur
Durchführung dieser Reaktion, es ist jedoch möglich, ein Lösungsmittel einzusetzen,
das nicht an der Reaktion teilnimmt,
beispielsweise Petroläther,
n-Pentan, n-Hexan oder Nitromethan.
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In vielen Fällen liefert diese Prins-Reaktion ein 1-Halogen-4-alken-2-ol
als Hauptreaktionsprodukt. In derartigen Fällen sollte dieser ungesättigte Alkohol
in ein 1-Halogen-3-alken-2-ol durch eine Isomerisierung der Doppelbindung umgewandelt
werden. Diese Isomerisierung kann durch Wärmebehandlung in Gegenwart oder Abwesenheit
eines Katalysators durchgeführt werden.
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Als Isomerisierungskatalysator wird wenigstens eine Substanz verwendet,
die aus der Gruppe ausgewählt wird, die aus übergangsmetallen der Gruppen VI-B,
VII-B und VIII des Periodischen Systems der Elemente sowie Verbindungen dieser Obergangsmetalle
besteht.
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Bevorzugte Isomerisieruncjskatalysatoren sind Chrom/III)-acetylacetonat,
Molybdändisulfid, Wolframtrioxyd, Mangan(III)-acetylacetonat, Rutheniumtrichlorid,
Kobalt (11) -acetylacetonat, Hexaminkobaltchlorid, Rhodium(III)-acetylacetonat,
Rhodiumtrichlorid, Iridiumtrichlorid, Raney-Nickel, Nickel(II)-acetylacetonat, Palladiumchlorid,
Palladiumschwarz, 5 % Palladium/Kohlenstoff oder dergleichen.
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Ferner können Benzolsulfonsäure, o-, m- oder p-Toluolsulfonsäure oder
ein Sulfonylgruppen-enthaltendes Ionenaustauscherharz, wie Amberlyst, als Isomerisierungskatalysator
verwendet werden.
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Die Isomerisierungsreaktion kann bei einer Temperatur von 60 bis 2500C
durchgeführt werden, wobei jedoch die R?aktionstemperatur in einem gewissen Ausmaße
je nach der Art des Ausgangs-1-halogen-4-alken-2-ols gewählt wird. Wird ein Isomerisierungskatalysator
verwendet, dann kann die Isomerisierungstemperatur herabgesetzt werden, wobei die
Isomerisierungsgeschwindigkeit durch
das Vorliegen des Isomerisierungskatalysators
bei einem Vergleich auf der Grundlage der gleichen Isomerisierungstemperatur erhöht
werden kann.
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Der Katalysator wird in einer Menge von 0,001 bis 30 Gewichts-% und
vorzugsweise in einer Menge von 0,1 bis 10 Gewichts-%, bezogen auf das 1-Halogen-4-alken-2-ol,
eingesetzt.
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Die Isomerisierungsreaktion kann entweder kontinuierlich oder chargenweise
durchgeführt werden. Um die Isomerisierung mit einer guten Selektivität durchzuführen,
ist es vorzuziehen, die Reinheit des Ausgangs-1-halogen-4-alken-2-ols zu erhöhen
und die Reaktion in einer Stickstoffatmosphäre oder in einer anderen Inertgasatmosphäre
durchzuführen.
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Das 1-Halogen-3-alken-2-ol, das durch die vorstehend beschriebene
Isomerisierungsreaktion erhalten wird, kann als eines der Ausgangsmaterialien zur
Umsetzung zwischen dem Alkohol und einem o-Carbonsäureester oder einem Ketenacetal
eingesetzt werden. In diesem Falle kann das 1-Halogen-3-alken-2-ol in der Weise
für die Reaktion verfügbar gemacht werden, dass es aus der flüssigen Reaktionsmischung
isoliert und gereinigt wird, welche durch die Isomerisierungsreaktion erhalten wird,
wobei auch direkt die flüssige Reaktionsmischung ohne Isolierung und Reinigung dieser
Verbindung verwendet werden kann Insbesondere kann man t-Halogen- g-ungesättigte
Carbonsäureester der Formel V bei einer direkten Verwendung der flüssigen Reaktionsmischung
der Isomerisierungsreaktion welche durch die Verwendung von Sulfonsäuren als Katalysatoren
begünstigt worden ist, zur Durchführung der Reaktion mit einem o-Carbonsäureester
oder einem Ketenacetal einsetzen.
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a) Umsetzung zwischen einem 1-Halogen-3-alken-2-ol und einem o-Carbonsäureester:
Der o-Carbonsäureester der vorstehend angegebenen allgemeinen Formel III umfasst
eine Vielzahl von Verbindungen. Unter Berücksichtigung der Leichtigkeit der Herstellung,
der Verfügbarkeit, einer einfachen Handhabung sowie des Einsatzes des Zwischenprodukts
der Formel V, das durch die Reaktion 1) gebildet wird, ist es zweckmässig, einen
o-Carbonsäureester der Formel III mit folgender Struktur einzusetzen: R4 ist ein
Substituent, der aus einem Wasserstoffatom, Alkylgruppen mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkylgruppen mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit bis zu 15 Rohlenstoffatomen,
Cycloalkylengruppen mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen, Alkinylgruppen mit bis zu 15
Kohlenstoffatomen, Arylgruppen mit bis zu 8 Kohelnstoffatomen sowie Aralkylgruppen
mit bis zu 10 Kohlenstoffatomen ausgewählt wird. Besonders bevorzugte Beispiele
für R4 sind Wasserstoff, Methyl, Methyl, Propyl, Butyl, Cyclohexyl, Phenyl oder
Benzyl.
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Drei Alkoholreste R5 (Reste, die durch Entfernung einer Hydroxylgruppe
aus einem Alkohol gebildet werden) können gleich oder verschilden sein. Als Reste
R5 seien beispielsweise Alkylgruppen mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen, Cycloalkylgruppen
mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen, Alkenylgruppen mit bis zu 15 Kohlenstoffatomen,
Cycloalkenylgruppen mit bis zu 8 Kohlenstoffatomen oder Kohlenwasserstoffgruppen,
die
ein Heteroatom enthalten, wie Stickstoff, Phosphor, Schwefel oder Sauerstoff, oder
ein Halogenatom erwähnt..
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Als Kohlenwasserstoffgruppen seien beispielsweise Kohlenwasserstoffgruppen
der folgenden Formeln:
erwähnt, wobei R6 für ein Wasserstoffatom oder eine Methylgruppe steht, R7 eine
Alkenylgruppe, Alkadienylgruppe oder Nkinylgruppe mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen
oder eine Benzylgruppe ist, R ein Wasserstoffatom, eine Äthinylgruppe oder eine
Cyanogruppe bedeutet, R9 ein Wasserstoffatom, ein Halogenatom oder eine Alkylgruppe
mit bis zu 5 Kohlenstoffatomen versinnbildlicht, R10 ein Halogenatom, eine Alkylgruppe,
Alkenylgruppe oder Alkinylgruppe mit bis zu 6 Kohlenstoffatomen oder eine Benzyl-,
Thenyl-, Furylmethyl-, Phenoxy-oder Phenylthiogruppe ist, wobei R9 und R10 miteinander
an ihren Enden unter Bildung einer Polymethylenkette verknüpft sein können, in welcher
ein Sauerstoffatom oder ein Schwefelatom enthalten sein kann, Q für ein Sauerstoff-
oder Schwefelatom oder eine Gruppe -CH=CH- steht, n eine ganze Zahl von 1 oder 2
ist, A für eine o-, m- oder p-Phenoxyphenylgruppe, eine Phthalimidogruppe, eine
Thiophthalimidogruppe, eine Di- oder Tetrahydrophthalimidogruppe oder eine Dialkylmaleimidogruppe
steht, R11 eine Phenylgruppe, eine Thienylgruppe oder eine Furylgruppe bedeutet
und W ein Wasserstoffatom, eine Methylgruppe, eineAlkoxygruppe, eine Cyanogruppe
oder ein Halogenatom ist.
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Bevorzugte Beispiele für die Gruppe R5 des o-Carbonsäureesters der
vorstehenden Formel III sind Methyl, Äthyl, Propyl, Butyl, Octyl, Cyclohexyl, Benzyl,
Prenyl, Geranyl, Allethronyl, Pyrethronyl, 3-Phenoxybenzyl, 5-Benzyl-3-furylmethyl,
Tetrahydrophthalimidomethyl oder 3-Benzylpropargyl.
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Bevorzugte Beispiele für o-Carbonsäureester der Formel III sind folgende:
1,1,1-Trimethoxyäthan (Methyl-o-acetat), 1,1,1-Triäthoxyäthan (Äthyl-o-acetat) 1,1,
1-Tricyclohexyoxyäthan, 1,1,1-Tri-n-butyloxyäthan, 1,1,1-Triäthoxypropan (Äthyl-o-propionat),
1,1,1-Triäthoxybutan, 1,1,1-Triäthoxypentan, 3-Methyl-1,1,1-triäthoxybutan, 3,7-Dimethyl-1,1,1-triäthoxyoctan,
2-Phenyl-1,1,1-triäthoxyäthan, 2- (o-Methylphenyl) -1,1,1 -triäthoxyäthan, 2-(m-Methylphenyl)-1,1,1-triäthoxyäthan,
2-Cyclohexyl-1,1,1-trimethoxyäthan, 1,1-Dimethoxy-1-cyclohexyloxyäthan, 1,1-Dimethoxy-1-pentoxyäthan,
3-Methyl-1,1,1-triäthoxybuten, 1,1-Triäthoxy-6-heptin, 1-Benzyloxy-1,1-diäthoxyäthan,
1,1-Diäthoxy-1-geranyloxyäthan, 1,1,1-Tribenzyloxyäthan, 1,1,1-Trioctyloxyäthan,
1,1 -Diäthoxy-1-octyloxy äthan, 1 , 1 -Diäthoxy-1 -prenyloxyäthan, 1, l-Diäthoxy-1
-allethronyloxyäthan, 1,1-Diäthoxy-1-pyrethronyloxyäthan, 1,1-Diäthoxy-1-(3-phenoxybenzyloxy)-äthan,
1,1-Diäthoxy-1-(5-benzyl-3-furylmethyloxy)-äthan, 1,1-Diäthoxy-1-(tetrahydrophthalimidomethyloxy)-äthan
sowie 1,1-Diäthoxy-1-(3-benzylpropargyloxy)-äthan.
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Zur Durchführung der Reaktion a) zwischen dem o-Carbonsäureester der
Formel III und dem 1-Halogen-3-alken-2-ol (II) ist die Verwendung eines sauren Katalysators
nicht besonders kritisch, der Einsatz eines sauren Katalysators kann jedoch die
Geschwindigkeit der Reaktion a) beschleunigen.
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Als saure Katalysatoren, die für die Durchführung der Reaktion a)
eingesetzt werden, seien beispielsweise niedere Fettsäuren, wie Essigsäure, Propionsäure,
Buttersäure, Isobuttersäure, Cyclohexylcarbonsäure, Valeriansäure, Malonsäure, Bernsteinsäure
oder Adipinsäure,
aromatische Carbonsäuren, wie Benzoesäure und
m-Chlorbenzoesäure, Phenole, wie Phenol, o-Nitrophenol, m-Nitrophenol, p-Nitrophenol,
o-Kresol, m-Kresol, p-Kresol, o-Xylenol, p-Xylenol, 2,6-Dimethylphenol, 2, 6-di-tert.-Butylphenol,
2,4,6-tri-sek.-Butylphenol, 2,4, 6-tri-tert.-Butylphenol, 4-Methyl-2,6-di-tert.-Butylphenol,
4-Methyl-3,5-di-tert.-butylphenol, Hydrochinon, 2,5-di-tert.-Butylhydrochinon, t-Naphthol
und ß-Naphthol, Sulfonsäuren, wie Benzolsulfonsäure und p-Toluolsulfonsäure, Mineralsäuren,
wie Chlorwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure oder Borsäure, sowie Lewis-Säuren,
wie Aluminiumchlorid, Zinkchlorid, Eisen(III)-chlorid oder Bortrifluorid erwähnt.
Die Verwendung einer Fettsäure mit 2 bis 6 Kohlenstoffatomen, eines Phenols oder
einer aromatischen Carbonsäure wird bevorzugt. Der saure Katalysator wird in einer
Menge von 0,001 bis 20 Gewichts-% und vorzugsweise in einer Menge von 0,01 bis 15
Gewichts-%, bezogen auf das Ausgangs-1-halogen-3-alken-2-ol der Formel II, eingesetzt.
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Die Verwendung eines Lösungsmittels ist zur Durrhführung der Reaktion
a) nicht besonders kritisch, gewünschtenfalls können jedoch Lösungsmittel, die nicht
an der Reaktion teilnehmen, wie n-Octan, Toluol, o-Xylol, m-Xylol, p-Xylol, di-n-Butyläther
oder Tetralin, eingesetzt werden. Wird der o-Carbonsäureester der vorstehenden Formel
III in einer Menge verwendet, die oberhalb der Menge des 1-Halogen-3-alken-2-ols
der Formel II liegt, dann kann der Ester (III) ebenfalls als Lösungsmittel dienen.
Oft wird der o-Carbonsäureester in einem gewissen Ausmaß während der Reaktion zersetzt.
Daher ist es auch dann, wenn der o-Carbonsäureester nicht als Lösungsmittel wirken
soll, vorzuziehen, den o-Carbonsäureester in einer Menge von 1,3 bis 3 Mol pro Mol
des 1-Halogen-3-alken-2-ols einzusetzen.
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Die Reaktion a) wird unter Erhitzen durchgeführt, im allgemeinen auf
eine Temperatur von 100 bis 200"C und vorzugsweise auf eine Temperatur von 120 bis
1600C. Liegt die Temperatur unterhalb 1000C,
dann ist die Reaktionsgeschwindigkeit
zu gering. Liegt die Reaktionstemperatur oberhalb 200"C, dann nimmt die Bildung
von Nebenprodukten zu. Um das Auftreten von Nebenreaktionen zu verhindern, ist es
vorzuziehen, einen als Nebennrodukt gebildeten Alkohol aus dem Reaktionssystem 1and
kontirniierlinh und sofort abzllziehen.
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b) Reaktion zwischen einem 1-Halogen-3-alken-2-ol und einem Ketenacetal:
Aus der vorstehenden Reaktionsgleichung geht hervor, dass es möglich ist, ein Ketenacetal
der vorstehenden Formel IV anstelle des vorstehend erwähnten o-Carbonsäureesters
der Formel III zur Durchführung der Reaktion 1) einzusetzen.
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Wie aus der vorstehenden Reaktionsgleichung hervorgeht, kann das Ketenacetal
der Formel IV aus einem entsprechenden o-Carbonsäureester hergestellt werden (vgl.
R.H. Dewolfe, Carboxylic Ortho Acid Derivatives, Seite 276). Ferner kann das Ketenacetal
der Formel IV durch Umsetzung zwischen Vinylidenchlorid und einem Natriumalkoholat
hergestellt werden (vgl. S. R. Sandler et al, Organic Functional Group Preparation,
Band III, Seite 48) oder durch Umsetzung zwischen Bromacetal und Kalium-tert.-butylat
(vgl. P.R. Johnson et al, J. Am. Chem. Sol.1 62, 968 (1940)).
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Bei der Durchführung der Reaktion zwischen dem Ketenacetal der Formel
IV und dem 1-Halogen-3-alken-2-ol der Formel II ist das Vorliegen eines Katalysators
nicht besonders kritisch. Da das Ketenacetal (IV) im allgemeinen einen niedrigen
Siedepunkt hat und leicht abdampft, bietet sich eine Methode an, bei deren Durchfthrung
die Reaktionstemperatur allmählich in dem Maße erhöht wird, in welchem die Additionsreaktion
zwischen dem Acetal (IV) und dem 1-Halogen-3-alken-2-ol (11) fortschreitet, oder
eine Methode, bei deren Durchführung das Ketenacetal (IV) allmählich zugesetzt wird,
um das Acetal (IV) zu kompensieren, das mit fortschreitender Reaktion
verbraucht
wird. Im allgemeinen ist es vorzuziehen, das Ketenacetal in einer Menge einzusetzen,
die der 2- bis 4-fachen stöchiometrisch erforderlichen Menge entspricht. Andere
Bedingungen sind im wesentlichen ähnlich denjenigen, die dann eingehalten werden,
wenn der o-Carbonsäureester (III) eingesetzt wird.
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Aus dem Siedepunkt, dem NMR-Spektrum, dem IR-Spektrum sowie den Elementaranalysewerten
des gemäss den vorstehenden Reaktionen a) oder b) gebildeten Zwischenprodukts ist
zu entnehmen, dass das Zwischenprodukt ein -Halogen- O-ungesättigter Carbonsäurees
ter der vorstehend erwähnten allgemeinen Formel V ist.
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Beispiele für γ-Halogen- -ungesättigte Carbonsäureester der
Formel V werden nachfolgend angegeben, wobei jede der angegebenen Verbindungen neu
ist.
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1) Äthyl-3, 3-dimethyl-4, 6 ,6-trichlor-5-hexenoat 2) Methyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
3) Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat 4) tert.-Butyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat
5) Äthyl-2,2, 3-trimethyl-4, 6, 6-trichlor-5-hexenoat 6) n-Propyl-2,3,3-trimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenOat
7) Äthyl-2,3,3-trimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat 8) n-Octyl-2,3,3-trimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenOat
9) Athyl-3-methyl-4, 6, 6-trichlor-5-hexenoat 10) Benzyl-3-methyl-4, 6, 6-trichlor-5-hexenoat
11) Äthyl-3-methyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat 12) Äthyl-3-methyl-3-äthyl-4, 6, 6-tribrom-5-hexenoat
13) CycloheXyl-3-methyl-3-äthyl-4,6,6-¢tribrom-5-hexenOat 14) Äthyl-3-methyl-3-phenyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
15) Methyl-3-methyl-3-phenyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat 16) Äthyl-3-methyl-3-benzyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
17) Athyl-2-cyclohexyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenOat 18) Äthyl-3,3-dimethyl-4,6-dichlor-5-hexenoat
19) Methyl-3,3-dimethyl-4-chlor-5-hexenoat 20) Benzyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
21)
n-Octyl-3, 3-dimethyl-4, 6, 6-tribrom-5-hexenoat 22) m-vhenoxybenzyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
23) m-Phenoxybenzyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat 24) Pyrethronyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
25) Allethronyl-3r3-dimethyl-4r6r6-trichlor-5-hexenOat 26) 5-Benzyl-3-furylmethyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat
27) 5-Benzyl-3-furylmethyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat 28) 3,4,5,6-Tetrahydrophthalimidomethyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
29) 5-Phenoxyfurfuryl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat 30) 5-Propargylfurfuryl-3,3-dimethyl-4t6,6-trichlor-5-hexenOat
2) Ringschlussreaktion des durch die Reaktion 1) gebildeten Produkts Wird das Reaktionsprodukt,
das durch die vorstehende Reaktion 1) gebildet worden ist, mit einer organischen
oder anorganischen basischen Substanz behandelt, dann wird es leicht in einen entsprechend
substituierten Cyclopropancarbonsäul-eester umgewandelt.
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Diese Reaktion wird durch die folgende Reaktionsgleichung wiedergegeben:
Als basische Substanzen, die für diese Reaktion eingesetzt werden,
seien
beispielsweise 1) Alkalimetallhydroxyde, wie Natriumhydroxyd oder Kaliumhydroxyd,
2) Erdalkalimetallhydroxyde, wie Kalziumhydroxyd oder Bariumhydroxyd, 3) Alkalimetallalkoholate,
wie Natriummethylat, Natriumäthylat, Kaliummethylat, Kaliumäthylat, Natrium-n- propylat,
NaLrium-n-butylat, Natriumsoamylat, Kalium-tert-butylat oder Kaliumisoamylat, 4)
Stickstoff-enthaltende organische Basen, wie 1, 5-Diazabicyclo 23,4,01-nonen-5 (abgekürzt
als "DBN"), 1 1,5-Diazabicyclo05,4,00-undecen-5 (abgekürzt als "DBU"), 1,4-Diazabicyclo-[2,2,2]-octan
(abgekürzt als "DABCO"), 2-Dimethylamino-1 -pyrrolin sowie 5-Methyl-1 -azablcyclo
[3,3,0]-octan, 5) Organolithiumverbindungen, wie n-Butyllithium, sek.-Butyllithium,
Diisopropylaminolithium oder Dicyclohexylaminolithium, 6) Alkalimetallhydride, wie
Natriumhydrid oder Kaliumhydrid, 7) Alkalimetallamide, wie Natriumamid oder Kaliumamid,
sowie 8) Alkalimetalle, wie metallisches Natrium oder metallisches Kalium, erwähnt.
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Die Behandlung des Produktes, das durch die Reaktion 1) mit einer
basischen Substanz, wie sie vorstehend beispielhaft erläutert worden ist, gebildet
wird, wird bei einer Temperatur zwischen ungefähr -80 und ungefähr 1000C durchgeführt.
Vorzugsweise wird dann, wenn ein Alkalimetallalkoholat, ein Alkalimetallhydroxyd
oder eine Stickstoff-enthaltende organische Base verwendet wird, die Behandlung
bei ungefähr 10 bis ungefähr 1000C durchgeführt. Wird Natriumhydrid, Natriumamid
oder eine ähnliche Substanz verwendet, dann erfolgt die Behandlung bei -70 bis +250C,
Die Verwendung eines Lösungsmittels ist nicht besonders kritisch zur Durchführung
dieser Reaktion 2) es ist jedoch möglich, gegebenenfalls Lösungsmittel einzusetzen,
die nicht an der Reaktion teilnehmen, wie beispielsweise Äthyläther, Tetrahydrofuran,
Benzol, Toluol, Methanol, n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, tert.-Butanol, n-Hexan,
n-Octan, Chlorbenzol, Dichlormethan, Äthylacetat, Tetrachlorkohlenstoff oder Acetonitril.
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Wird ein Alkohol als Lösungsmittel verwendet, dann geschieht es oft,
wie aus den folgenden Beispielen hervorgeht, dass sich der ganze Cyclopropancarbonsäureester
oder ein Teil davon in eine Form eines Esters der substituierten Cyclopropancarbonsäure
mit dem als Lösungsmittel eingesetzten Alkohol umwandelt, d.h., dass der erhaltene
substituierte Cyclopropancarbonsäureester einen Esteraustausch mit dem als Lösungsmittel
eingesetzten Alkohol eingegangen ist.
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Wird das Produkt der Reaktion 1) mit einer basischen Substanz, wie
sie vorstehend erwähnt worden ist, behandelt, dann kann ein substituierter Cyclopropancarbonsäureester,
wie er durch die vorstehende allgemeine Formel I' repräsentiert wird, hergestellt
werden. Gegebenenfalls wird, wie aus den folgenden Beispielen hervorgeht, der erhaltene
substiuierte Cyclopropancarbonsäureester (I') nicht isoliert, sondern in eine entsprechend
substituierte Cyclopropancarbonsäure durch Zugabe von Wasser zu der Reaktionsmischung,
die den Ester (I') enthält, zur Bewirkung einer Hydrolyse umgewandelt.
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In diesem Falle wird ein wasserlösliches Lösungsmittel, wie Methylalkohol,
Äthylalkohol oder Tetrahydrofuran, als Lösungsmittel eingesetzt.
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Die basische Substanz wird im allgemeinen in einer Menge von 0,3 bis
7,0 Mol pro Mol des Produktes der Reaktion 1), und zwar des -Halogen- -ungesättigten
Carbonsäureesters, eingesetzt. Im Falle einer Stickstoff-enthaltenden organischen
Base ist es jedoch möglich, die organische Base in einem grossen Überschuss einzusetzen,
damit sie auch als Lösungsmittel dienen kann. Für den Fall, dass der substituierte
Cyclopropancarbonsäureester, der durch die Reaktion 2) gebildet wird, hydrolysiert
wird und eine entsprechende Carbonsäure direkt hergestellt wird, lässt sich das
gesuchte Ziel in wirksamer Weise dadurch erreichen, dass die basische Substanz in
einem Überschuss zu der für die Hydrolyse erforderlichen Menge zugesetzt und die
wässrige Schicht nach Beendigung der Reaktion 2) neutralisiert wird
3)
Umwandlung eines substituierten Cyclopropancarbonsäureesters I' in einen substituierten
Cyclopropancarbonsäureester I Für den Fall, dass der substituierte Cyclopropancarbonsäureester
der Formel I', der durch die Reaktionsstufen 1) und 2) hergestellt worden ist, keine
insektizide Aktivität oder nur eine sehr geringe insektizide Aktivität aufweist,
ist es zweckmässig, den Ester in einen Ester umzuwandeln, der eine höhere insektizide
Aktivität aufweist.
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Dies lässt sich dadurch erreichen, dass der substituierte Cyclopropancarbonsäureester
der Formel I' oder ein reaktives Derivat des Cyclopropancarbonsäureesters, wie beispielsweise
eine Carbonsäure, ein Carbonsäureanhydrid, ein Säurehalogenid oder ein Salz der
Carbonsäure, mit einem Alkohol der folgenden allgemeinen Formel: R130H [VIII] worin
R13 einen Alkoholrest bedeutet, der unter die Definition von R5 fällt, darstellt,
oder einem reaktiven Derivat eines derartigen Alkohols, wie einem Halogenid (R13X,
X = Halogenatom), einem Arylsulfonat oder einem Alkalimetallalkoholat in Gegenwart
eines geeigneten Hilfsmittels unter Bildung eines Cyclopropancarbonsäureesters der
Formel I umgesetzt wird.
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Als Alkoholrest R des Alkohols der oben angegebenen Formel VIII kommen
die gleichen Gruppen in Frage, wie sie vorstehend bezüglich des Alkoholrestes R5
beispielhaft aufgeführt worden sind.
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Besonders bevorzugte Beispiele für den Alkohol (VIII) sind solche
mit einem Alkoholrest der folgenden allgemeinen Formeln:
worin R6, R7, R8, R9, R10,R11, Q, A, Q und n die Definitionen 5 besitzen, wie sie
im Zusammenhang mit dem Alkoholrest R des o-Carbonsäureesters angegeben worden sind.
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Als Alkohol der Formel VIII sei beispielsweise Allethrolon, Pyrethrolon,
o-, m- oder p-Phenoxybenzylalkohol, «mCyano-m-phenoxybenzylalkohol, 3-Benzylbenzylalkohol,
5-Phenoxyfurfurylalkohol, 5-Propargylfurfurylalkohol, 5-Benzyl-3-furylmethylalkohol,
α-Cyano-5-benzyl -3-furylmethylalkohol, 4-Benzyl-2-butin-1-ol, 3-Phenyl-2-propin-1-ol
oder 3,4,5,6-Tetrahydrophthalimidomethylalkohol erwähnt.
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Typische Beispiele für diese Reaktion 3) sind folgende: I) Esteraustauschreaktion.
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II) Reaktion zwischen einem Säurehalogenid der substituierten Cyclopropancarbonsäure
und dem Alkohol.
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III) Reaktion zwischen der substituierten Cyclopropancarbonsäure
und dem Alkohol.
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IV) Umsetzung zwischen einem Salz der substituierten Cyclopropancarbonsäure
und einem Arylsulfonat (beispielsweise einem Tosylat) des Alkohols.
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Diese Stufe 3) kann auf die Herstellung eines substituierten Cyclopropancarbonsäureesters
mit einem alkoholrest R13 aus einem Cyclopropancarbonsäureester der Formel I' angewendet
werden, in welchem
der Alkoholrest R5 eine niedere Alkylgruppe,
wie beispielsweise eine Methyl-, Äthyl-, Propyl oder Butylgruppe, ist Substituierte
Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen Formel I sind Verbindungen mit einer
ausgezeichneten insektiziden Aktivität.
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Sie können in wirksamer Weise als Insektizide oder andere Agrikulturchemikalien
eingesetzt werden. Typische Beispiele für substituierte Cyclopropancarbonsäureester
der allgemeinen Formel I sind folgende: 1) 3-Phenoxybenzyl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichorvinyl)-cyclopropancarboxylat
2) 3,4,5,6-Tetrahydrophthalimidomethyl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinylcyclopropancarboxylat
3) 5-Benzyl-3-furylmethyl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichorvinyl)-cyclopropancarboxylat
4) 3-Benzylbenyzl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat 5)
5-Phenoxyfurfuryl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat 6)
2-Allyl-3-methyl-2-cyclopenten-1 -on-4-yl-2',21 -dimethyl-3 -(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
7) 5-Propargylfurfuryl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
8) α-Äthinyl-3-phenoxybenzyl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl) -cyclopropancarboxylat
9) 3-Phenoxybenzyl-2' 2 -dimethyl-3 -(2" 2"-dibromvinyl) -cyclopropancarboxylat
10) 3,4,5,6-Tetrahydrophthalimidomethyl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dibromvinyl)-cyclopropancarboxylat
11) 5-Benzyl-3-furylmetyhl-2',2'-dimethy-3'-(2",2"-dibromvinyl)-cyclopropancarboxylat
12) 3-Phenoxybenzyl-2',2'-dimethyl-3'-(2"-monochlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
13)
3-Phenoxybenzyl-1 2' 2'-trimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
14) 3-Phenoxybenzyl-2'-methyl-2'-phenyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
15) 5-Benzyl-3-furylmethyl-2',2' -dimethyl-3 -vinylcyclopropancarboxylat Die Esteraustauschreaktion
zwischen dem Cyclopropancarbonsäureester der Formel I' und dem Alkohol der Formel
VIII kann unter Verwendung einer basischen Substanz als Katalysator durchgeführt
werden, beispielsweise einer Substanz, wie sie zur Durchführung der Reaktionsstufe
2) verwendet wird, beispielsweise ein Alkalimetallalkoholat, wobei ein niederer
Alkohol aus dem Reaktionssystem entfernt wird, der durch die Reaktion gebildet wird.
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Wird ein inertes Lösungsmittel, wie Benzol, Toluol' n-Octan, n-Hexan
oder dergleichen, zur Durchführung dieser Esteraustauschreaktion eingesetzt, dann
kann die Reaktion sehr glatt ablaufen.
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Der Cyclopropancarbonsäureester der allgemeinen Formel I', der für
die Reaktion eingesetzt wird, ist ein solcher, in welchem die Gruppe R eine Methyl-,
Äthyl-, n-Propyl-, Isopropyl-, n-Butyl-oder tert.-Butylgruppe ist.
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Wird eine Cyclopropancarbonsäure als reaktives Derivat des Cyclopropancarbonsäureesters
der Formel I' verwendet und mit einem Alkohol der Formel VIII eingesetzt, dann wird
die Reaktion unter wasserfreien Bedingungen durchgeführt.
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Um wasserfreie Bedingungen einzustellen, wird die Reaktion unter Erhitzen
in Gegenwart eines sauren Katalysators, wie Chlorwasserstoffsäure oder Schwefelsäure,
sowie eines Lösungsmittels durchgeführt, das ein azeotropes Gemisch mit dem Wasser
zu bilden vermag, wie Benzol oder Toluol' um das Wasser aus dem Reaktionssystem
zu
entfernen, das durch die Reaktion gebildet wird. Es ist auch
möglich, ein Dehydratisierungsmittel, wie Dicyclohexylcarbodiimid, einzusetzen.
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Wird ein Halogenid einer Cyclopropancarbonsäure als reaktives Derivat
des Cyclopropancarbonsäureester der Formel I' verwendet und mit einem Alkohol der
Formel VIII umgesetzt, dann kann dann, wenn ein tertiäres Amin, wie Pyridin oder
Triäthylamin als Dehydrohalogenierungsmittel eingesetzt wird, der gesuchte Ester
unter milden Reaktionsbedingungen erhalten werden.
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Wird ein Silber-, Blei- oder Alkalimetallsalz einer Cyclopropancarbonsäure
als reaktives Derivat des Cyclopropancarbonsäureesters der Formel I' verwendet und
mit einem Arylsulfonat eines Alkohols der Formel VIII als reaktives Derivat des
Alkohols VIII umgesetzt, dann kann die Reaktion in wirksamer Weise in Gegenwart
eines inerten Lösungsmittels, wie Benzol, Azeton, Chloroform, Ligroin oder Äther,
unter Erhitzen auf den Siedepunkt des Lösungsmittels oder auf eine tiefere Temperatur
durchgeführt werden.
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Die folgenden Beispiele erläutern die Erfindung, ohne sie zu beschränken.
In den Beispielen beziehen sich alle Teilangaben auf das Gewicht.
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Beispiel 1 0,1 Teil Isobuttersäure wird einer Mischung aus 10,2 Teilen
1,1, 1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol und 16,2 Teilen Äthyl-oacetat in einer Stickstoffatmosphäre
zugesetzt. Die Mischung wird während einer Zeitspanne von 2 Stunden auf 130 bis
1450C sowie während weiterer 2 Stunden bei 145 bis 1550C gerührt. Der Alkohol, der
als Nebenprodukt während der Reaktion gebildet wird, wird kontinuierlich aus dem
Reaktionssystem abdestilliert. Nach Beendigung der Reaktion wird die flüssige Reaktionsmischung
direkt einer
Destillation unter vermindertem Druck unterzogen.
Dabei erhält man-11,1 Teile einer öligen Fraktion mit einem Siedepunkt von 83 bis
840C unter einem Druck von 0,28 mmHg. Die Ausbeute beträgt 81 %, bezogen auf das
Ausgangs-1,1,1-trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol. Die Eigenschaften des auf diese
Weise erhaltenen Produkts sind folgende: IR-Spektrum (Flüssigkeitsfilmmethode):
1610 cm-1 (C=C), 1730 cm-1 (CO) CCl NMR-Spektrum (100 MHz) fCMl4 TMS 1,08 (s), 6H,
1,20 (t, J = 7Hz), 3H, 2,14 (d, J = 14 Hz), 1H, 2,42 (d, J = 14 Hz) 1H, 4,01 (q,
J = 7Hz), 2H, 4,83 (d, -J = 11Hz) 1H, 5,95 (d, J = 11Hz) 1H Elementaranalysewerte:
Gefunden: C = 43,77 %, H = 5,47 % Berechnet: C = 43,90 %, H = 5,53 % Aus den vorstehenden
Eigenschaften wird die erhaltene Verbindung als Äthyl-3 3-dimethyl-4, 6, -trichlor-5-hexenoat
identifiziert.
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2,7 Teile der auf diese Weise erhaltenen Verbindung werden in 25 Teilen
eines trockenen Benzols aufgelöst, worauf 1,9 Teile Natrium-tert.-butylat der Lösung
zugesetzt werden. Die Mischung wird bei Zimmertemperatur während einer Zeitspanne
von 1 Stunde gerührt. Die flüssige Reaktionsmischung wird in Eiswasser gegossen
und mit Äther extrahiert. Äther und Benzol werden aus der organischen Schicht durch
Destillation entfernt. Der Rückstand wird einer Destillation unter vermindertem
Druck unterzogen. Dabei erhält man 2,1 Teile des gesuchten Äthyl-2,2-dimetyhl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylats
(die Ausbeute beträgt 89 %).
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Die Eigenschaften der auf diese Weise erhaltenen Verbindung sind wie
folgt:
Siedepunkt: 102 - 1030C, unter 2,Q mmHg IR-Spektrum (Flüssigkeitsfilmmethode):
1620 cm-1 (C=C), 1730 cm-1 (CO) CCl NMR-Spektrum (100 MKz) CCl4: TMS 1,15 (s), 1,20
(t, J = 7Hz), 1,22 (s) 9H, 1,47 (d, j = 5Hz) iH, 2,10 (dd, J = 5,8Hz) 1H, 4,03 (q,
J = 7Hz) 2H, 5,52 (d, J = 8Hz) 1H Elementaranylsewerte: Gefunden: C = 50,51 %, H
= 6,24 % Berechnet: C = 50,65 %, H = 5,95 % Massenspektrum, m/e 236, 238, 240 Beispiel
2 Die in Beispiel 1 beschriebene Arbeitsweise wird wiederholt, wobei 0,4 Teile Phenol
anstelle von Isobuttersäure eingesetzt werden.
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Dabei erhält man 9,7 Teile einer öligen Fraktion mit einem Siedepunkt
von 83 bis 84°C unter einem Druck von 0,28 mmHg.
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0,5 Teile der auf diese Weise erhaltenen öligen Substanz (von der
man annimmt,dass es sich um Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat handelt)
werden in 10 Teilen eines trockenen Tetrahydrofurans aufgelöst, worauf 0,4 Teile
eines pulverförmigen Kaliumhydroxyds der Lösung zugesetzt werden. Dann wird die
Mischung bei 45 bis 500C während einer Zeitspanne von 1,5 Stunden gerührt.
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Die flüssige Reaktionsmischung wird direkt unter Verwendung von Celite
zur Entfernung von Feststoffen filtriert. Tetrahydrofuran wird aus dem Filtrat durch
Destillation entfernt. Wird die erhaltene ölige Substanz durch Gaschromatographie
analysiert, so stellt man fest, dass sich das gesuchte Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl
)-cyclopropancarboxylat
in einer Ausbeute von ungefähr 20 % gebildet hat.
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Beispiel 3 20 Teile o-Xylol als Lösungsmittel werden einer Mischung
aus 2,0 Teilen 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol und 4,6 Teilen Ketendiäthylacetal
(mit einem Siedepunkt von 80 bis 85"C unter einem Druck von 200 mmHg) zugesetzt,
worauf die Temperatur der Mischung allmählich auf 1450C während einer Zeitspanne
von 1,5 Stunden erhöht wird. Dann werden 0,01 Teile Isobuttersäure der Mischung
zugesetzt, worauf die Mischung bei der vorstehend angegebenen Temperatur während
einer Zeitspanne von 5 Stunden gerührt wird. Die flüssige Reaktionsmischung wird
einer Destillation unter vermindertem Druck unterzogen. Dabei erhält man 2,2 Teile
einer öligen Substanz (mit einem Siedepunkt von 83 bis 84"C unter einem Druck von
0,28 mmHg), die der gemäss Beispiel 1 erhaltenen Substanz ähnlich ist.
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Anschliessend werden 0,5 Teile des auf diese Weise erhaltenen Zwischenprodukts
A (Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat) zu 5 Teilen 1,5-Diazabicyclo 5,4,0
-undecen-5 (DBU) gegeben,worauf die Mischung bei 45 bis 500C während einer Zeitspanne
von 1 Stunde gerührt wird. Die flüssige Reaktionsmischung wird mit ungefähr 50 Teilen
Wasser ausreichend geschüttelt. Die untere organische Schicht wird durch Gaschromatographie
analysiert. Man stellt fest, dass das gesuchte Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorv-inyl)-cyclopropancarboxylat
in einer Ausbeute von ungefähr 15 % gebildet wird.
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Beispiel 4 1,4 Teile metallisches Natrium werden in 50 Teilen eines
wasserfreien Methanols aufgelöst, worauf 5,5 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat,
hergestellt gemäss Beispiel 1, der Lösung zugesetzt werden. Die Mischung wird während
einer Zeitspanne
von 2 Stunden unter Methanolrückfluss gerührt.
Die flüssige Reaktionsmischung wird auf natürliche Weise abgekühlt, worauf 20 Teile
Wasser zugesetzt werden. Die Mischung wird dann bei 40 bis 50"C während einer Zeitspanne
von 2 Stunden gerührt. Anschliessend wird Methanol unter vermindertem Druck abdestilliert,
worauf der Rückstand mit Chlorwasserstoffsäure neutralisiert und mit Diäthyläther
extrahiert wird. Der Ätherextrakt wird getrocknet. Dann wird der Äther destilliert.
Dabei erhält man 3,7 Teile Kristalle aus 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarbOnsäure.
Die Ausbeute beträgt 88 %, bezogen auf Athyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlorhexenoat.
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Das cis:trans-Verhältnis des Produkts, bestimmt anhand des NMR-Spektrums
beträgt 28:72. Werden diese Kristalle fraktioniert aus n-Hexan rekristallisiert,
dann lassen sie sich in das cis-Isomere mit einem Schmelzpunkt von 88 bis 89"C und
in das trans-Isomere mit einem Schmelzpunkt von 94 bis 96°C aufteilen. Die Ergebnisse
des NMR-Spektrums (60 MHz) des reinen trans--Isomeren sind wie folgt: STMS4 1,18
(s) 3H, 1,30 (s) 3H, 1,53 (d, J = 5,5Hz) 1H, 2,20 (dd, J = 8Hz und 5,5Hz) 1H, 5,58
(d, J = 8Hz) 1H Beispiel 5 1,1 Teile Kaliumhydroxyd werden in 30 Teilen eines wasserfreien
Methanols aufgelöst, worauf 2,7 Teile Athyl-3,3dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat,
hergestellt gemäss Beispiel 2, der Lösung zugesetzt werden. Die Mischung wird während
einer Zeitspanne von 2 Stunden unter Methanolrückfluss gerührt. Die flüssige Reaktionsmischung
wird mit ungefähr 100 Teilen Diäthyläther verdünnt und mit ungefähr 25 Teilen Wasser
gewaschen. Die wässrige Schicht wird dreimal
mit Diäthyläther
extrahiert. Der gewonnene Diäthylätherextrakt wird einer Destillation unterzogen,
um Substanzen mit niedrigem Siedepunkt zu entfernen. Dabei wird 1,0 Teil (Ausbeute
= 45 %) Methyl-2,2-dimethy-1-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat mit den
nachfolgend beschriebenen Eigenschaften erhalten: Das cis:trans-Verhältnis des Produkts,
bestimmt durch Gaschromatographie' beträgt 35:65.
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Siedepunkt: 67 bis 68"C unter 0,2 mmHg NMR-Spektrum (60 MHz) #CClTMS4:
1,12 - 1,25 (m) 6H, 1,42 - 2,25 (m) 2H, 3,60 (s) 3H, 5,57 (d, J = 8,5 Hz), 6,23
(d, J = 8,5 Hz) iH Wird die vorstehend beschriebene wässrige Schicht mit Chlorwasserstoffsäure
neutralisiert und mit Diäthyläther extrahiert, dann erhält man 0,8 Teile 2,2-Dimethyl-3-
(2', 2' -dichlorvinyl) -cyclopropancarbonsäure. Die Ausbeute beträgt 38 %. Wird
das Produkt in der gleichen Weise wie in Beispiel 4 analysiert, so stellt man fest,
dass das cis:trans-Verhältnis 21:79 beträgt.
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Beispiel 6 0,4 Teile metallisches Natrium werden in 30 Teilen eines
wasserfreien Methanols aufgelöst, worauf 2,7 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat,
hergestellt gemäss Beispiel 3, der Lösung zugesetzt werden.
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Die Mischung wird während einer Zeitspanne von 2 Stunden unter Methanolrückfluss
gerührt. Die flüssige Reaktionsmischung wird mit Eiswasser abgekühlt und mit Methanol,
das mit Chlorwasserstoff gesättigt worden ist, neutralisiert. Die ausgefällten Feststoffe
werden durch Filtration entfernt. Das Filtrat wird solange konzentriert, bis das
Volumen auf 1/10 reduziert worden ist. Das Konzentrat
wird mit
Diäthyläther verdünnt, mit Wasser gewaschen und getrocknet.
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Dann wird das Lösungsmittel durch Destillation entfernt, worauf der
Rückstand einer Destillation unter vermindertem Druck unterzogen wird.
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Dabei erhält man 2,0 Teile Methyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinylF
cyclopropancarboxylat mit einem Siedepunkt von 68 bis 700C unter einem Druck von
0,2 mmHg. Die Ausbeute beträgt 90 %. Das cis:trans-Verhältnls des Produkts, bestimmt
durch Gaschromatographie, beträgt 22:78.
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Beispiel 7 0,4 Teile metallisches Natrium werden in 20 Teilen eines
wasserfreien Äthanols aufgelöst, worauf 2,7 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
der Lösung zugesetzt wird. Die Mischung wird während einer Zeitspanne von 2 Stunden
unter Äthanolrückfluss gerührt. Die flüssige Reaktionsmischung wird mit ungefähr
50 Teilen Diäthyläther verdünnt und mit getrocknetem Chlorwasserstoffgas neutralisiert.
Die ausgefällten Natriumchlorid-Kristalle werden durch Filtration entfernt. Niedrig-siedende
Substanzen werden aus dem Filtrat durch Destillation abgezogen. Der Rückstand wird
dann einer Destillation unter vermindertem Druck unterzogen, wobei man 2,1 Teile
Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat mit einem Siedepunkt
von 72 bis 73"C unter einem Druck von 0,3 mmHg erhält. Die Ausbeute beträgt 87 %;
Die Eigenschaften des Produkts stimmen mit denjenigen von Äthyl-2,2-dimethyl-3-
(2',2' -dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat, beschrieben in Beispiel 1, überein.
-
Beispiel 8 1,80 Teile Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2l,2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat,
hergestellt gemäss Beispiel 1, werden bei 40 bis 500C während einer Zeitspanne von
3 Stunden in Gegenwart von 8,65 Teilen einer 10 %igen Lösung von Kaliumhydroxyd
und Methanol gerührt, um eine Hydrolyse des Esters zu bewirken. Dabei erhält man
1,43 Teile
2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dlchlorvinyl)-cyclopropancarbonsäure.
Die Werte bezüglich Schmelzpunkt und NMR-Spektrum stehen in Obereinstimmung mit
den in Beispiel 4 beschriebenen Werten.
-
1,43 Teile der auf diese Weise erhaltenen Carbonsäure werden bei 800C
während einer Zeitspanne von 30 Minuten zusammen mit 0,98 Teilen Thionylchlorid
in Benzol als Lösungsmittel gerührt. Dabei erhält man 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarbonsäurechlorid.
Die auf diese Weise erhaltene Verbindung wird bei Zimmertemperatur während einer
Zeitspanne von 1 Stunde zusammen mit 1,37 Teilen 3-Phenoxybenzylalkohol in Gegenwart
von Pyridin in Benzol als Lösungsmittel verrührt. Dabei erhält man 2,63 Teile 3-Phenoxybenzyl-2
t, 2'-dimethyl-3l-(2'',2''-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat (,20 = 1,5615). Die
Ergebnisse des NMR-Spektrums (60 MHz) der auf diese Weise erhaltenen Verbindungen
sind folgende: 4TMS4 1,10 (s) 3H, 1,19, 1,21 (jeweils s) 3H, 1,52 zu 1,52 (d, J
= 5,5Hz) 1H, 2,16 (dd, J = 8Hz und 5,5 Hz) iH, 5,01 (s) 2H, 5,54 (d, J = 8Hz) 1H,
6,8 bis 7,5 (m) 9H Beispiel 9 0,03 Teile Isobuttersäure werden einer Mischung aus
4,1 Teilen 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol und 7,0 Teilen Äthyl-opropionat
zugesetzt, worauf die Mischung bei 130 bis 1450C während einer Zeitspanne von 4
Stunden in einer Stickstoffatmosphäre gerührt wird. Äthylalkohol, der als Nebenprodukt
gebildet wird, wird kontinuierlich aus der Reaktionsmischung während der Reaktion
abdestilliert. Nach Beendigung der Reaktion wird die flüssige Reaktionsmischung
direkt einer Destillation unter vermindertem Druck unterzogen.
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Dabei erhält man 4,9 Teile einer Fraktion einer öligen Substanz mit
einem Siedepunkt von 92 bis 990C unter einem Druck von 0,25 mmHg.
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Durch eine Gaschromatographie des Produkts stellt man fest, dass das
Produkt aus zwei Komponenten besteht.
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Das Produkt wird daher einer Säulenchromatographie an Kieselgel unter
Verwendung von Benzol als Entwicklungsflüssigkeit unterzogen.
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Man erhält 1,6 Teile einer Verbindung mit folgenden Eigenschaften:
Siedepunkt: 104 bis 106"C unter einem Druck von 0,4 mmHg IR-Spektrum (Flüssigkeitsfilrznethode):
1610 cm (C=C), 1730 cm (CO) NMR-Spektrum (100 MHz) CCl4 " TMS 1,20 (t, J = 7Hz),
0,9 - 1,3 12H, 2,4 - 2,7 (m) 1H, 4,01 (q, J = 7Hz), 4,03 (q, J = 7Hz) 2H, 4,63 (d,
J = 11Hz), 4,78 (d, J = 11Hz) 1H, 5,96 (d, J = 11Hz), 5,97 (d, J = 11Hz) 1H Elementaranalysewerte:
Gefunden: C = 46,20 %, H = 6,02 % Berechnet: C = 45,94 %, H = 5,96 % Im Hinblick
auf die vorstehenden Eigenschaften kann man annehmen, dass das vorstehende Produkt
aus Äthyl-2,3,3-trimethy1-4,6,6-trichlor-5-hexenoat besteht.
-
1,0 Teil dieser Verbindung wird in 5 Teilen eines trockenen Benzols
aufgelöst, worauf 0,67 Teile Natrium-tert.-butylat der Lösung zugesetzt werden.
Die Mischung wird unter Benzolrückfluss während einer Zeitspanne von 30 Minuten
gerührt. Die flüssige Reaktionsmischung wird in Eiswasser gegossen und mit Diäthyläther
extrahiert. Der Äther und das Benzol werden aus der organischen Schicht abdestilliert
Dabei erhält man Q,72 Teile Athyl-1,2,2-trimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
in Form eines öligen Produkts. Die Ausbeute beträgt 82 %. Die Ergebnisse des NMR-Spektrums
(60 MHz) sind wie folgt:
#CCl4: 1,04 (s), 1,13 (s), 1,18 (s), 1,23
(t, J = 7Hz) 12H, 2,25 (d, J = 8Hz) 1H, 4,08 (q, J = 7Hz) 2H, 5,57 (d, J = 8Hz)
1H 0,72 Teile des vorstehend beschriebenen Esters werden bei 40 bis 500C während
einer Zeitspanne von 3 Stunden in Gegenwart von 3,26 Teilen einer 10 %igen wässrigen
Lösung von Natriumhydroxyd und Methylalkohol zur Bewirkung einer Hydrolyse des Esters
verrührt.
-
Man erhält 0,60 Teile 1,2,2-Trimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarbonsäure.
-
Die Eigenschaften der auf diese Weise erhaltenen Verbindungen sind
wie folgt: Schmelzpunkt: 137 bis 1380C NMR-Spektrum (60 MHz) #CClTMS4: 1,08 (s),
1,22 (s) 1,25 (s) 9H, 2,33 (d, J = 8 Hz) 1H, 5,56 (d, J = 8Hz) 1H IR-Spektrum (KBr-Scheibe):
1685 cm (CO) 0,60 Teile der vorstehend beschriebenen Carbonsäure werden mit 0,38
Teilen Thionylchlorid bei 80°C während einer Zeitspanne von 30 Minuten in Benzol
als Lösungsmittel verrührt. Dabei erhält man 1,2,2-Trimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarbonsäurechlorid.
Das Säurechlorid wird mit 0,53 Teilen 3-Phenoxybenzylalkohol in Gegenwart von Pyridin
bei Zimmertemperatur in Benzol als Lösungsmittel verrührt. Dabei erhält man 1,02
Teile 3-Phenoxybenzyl-1',2',2' trimethyl-3'-(2",2"-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat.
Die Ergebnisse des NMR-Spektrums (60 MHz) des auf diese Weise erhaltenen Produkts
sind wie folgt: #CCl4.
-
TMS , 4 (s) 3H, 1,05 (s) 3H, 1,12, 1,13 (jeweils s) 3H, 2,2g (d,
J = 8Hz) 1H, 4,99 (s) 2H, 5,54 (d, J = 8Hz) 1H, 6,7 bis 7,4 (m) 9H
Beispiel
10 Durch Esteraustausch des Zwischenprodukts, das gemäss Beispiel 1 hergestellt
worden ist (Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat)' erhält man den 5-Benzyl-3-furylmethylester
(IX), den m-Phenoxybenzylester (X) sowie den Allethronylester (XI) von 3,3-Dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexensäure.
Der auf diese Weise erhaltene Ester wird in der in der Tabelle I angegebenen Menge
in 30 Teilen eines trockenen Benzols aufgelöst,worauf eine bestimmte Menge Natrium-tert.-butylat
oder Kalium-tert.-butylat der Lösung zugesetzt wird. Die Mischung wird während einer
Zeitspanne von 20 Minuten unter Benzolrückfluss gerührt. Die flüssige Reaktionsmischung
wird in Eiswasser gegossen und sofort mit Diäthyläther extrahiert. Der Äther und
das Benzol werden aus der organischen Schicht abdestilliert, worauf der Rückstand
einer Säulenchromatographie unterzogen wird. Dabei erhält man den entsprechenden
Ester von 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarbonsäure, und zwar den
5-Benzyl-3-furylmethylester (IX'), den m-Phenoxybenzylester (X') oder den Allethronylester
(XI').
-
Tabelle I Ausgangsverbindung Basische Substanz Produkt (IX), 3,8
Teile tert.-BuONa, 1,9 Teile (IX'), Schmelzpunkt = 550C (X), 3,9 Teile tert.-BuOK,
2,2 Teile (X'), n2C0 = 1,5615 20 (XI), 3,4 Teile tert.BuOK, 2,2 Teile (XI'), nD
= 1,5142 Beispiel 11 0,3 Teile Isobuttersäure werden einer Mischung aus 33,7 Teilen
1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol und 48,7 Teilen Äthyl-o-acetat zugesetzt. In
einer Stickstoffatmosphäre wird die Mischung während einer Zeitspanne von 2 Stunden
bei 130 bis 1450C sowie während
einer Zeitspanne von weiteren 2
Stunden bei 145 bis 1550C gerührt.
-
Äthylalkohol, der als Nebenprodukt durch die Reaktion gebildet wird,
wird kontinuierlich aus dem Reaktionssystem während der Reaktion abdestilliert.
Die flüssige Reaktionsmischung wird direkt einer Destillation unter vermindertem
Druck unterzogen. Dabei erhält man eine Fraktion einer öligen Substanz mit einem
Siedepunkt von 125 bis 1270C unter einem Druck von 0,25 mmHg. Auf diese Weise werden
28,3 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat gebunden.
-
Die Ausbeute beträgt 70 %, bezogen auf 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol.
Die physikalischen Eigenschaften des Produkts sind wie folgt: IR-Spektrum (Flüssigkeitsfilmmethode):
1600 cm-1 (C=C), 1730 cm-1 (CO) NMR-Spektrum (60 MHz) #CClTMS4: 1,12 (s) 6H, 1,22
(t, J = 7Hz) 3H, 2,17 (d, LT = 15Hz) IN, 2,49 (d, J = 15Hz) 1H, 4,08 (q, J = 7Hz)
2H, 4,93 (d, J = 11Hz) 1H, 6,66 (d, J = 11Hz) 1H 4,1 Teile des auf diese Weise erhaltenen
Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoats werden in 35 Teilen eines trockenen
Benzols aufgelöst, worauf 1,9 Teile Natrium-tert.-butylat der Lösung zugesetzt werden.
Die Mischung wird während einer Zeitspanne von 1 Stunde unter Benzolrückfluss gerührt.
Die flüssige Reaktionsmischung wird in Eiswasser gegossen und mit Diäthyläther extrahiert.
Äther und Benzol werden aus der organischen Schicht abdestilliert. Der Rückstand
wird einer Destillation unter vermindertem Druck unterworfen. Dabei erhält man 3,2
Teile Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dibromvinyl)-cyclopropancarboxylat mit einem Siedepunkt
von 92 bis 940C unter einem Druck von 0,5 mmHg. Die Ausbeute beträgt 98 %.
-
Die physikalischen Eigenschaften der auf diese Weise erhaltenen Verbindung
sind wie folgt:
IR-Spektrum (Flüssigkeitsfilmmethode): 1600 cm
(C=C), 1730 cm (CO) NMR-Spektrum (100 MHz) #CCl4: 1,19 (s), 1,23 (t, J = 7Hz), 1,26
(s) 9H, 1,53 (d, J = 5Hz) 1H, 2,08 (dd, J = 5Hz und 8 Hz) 1H, 4,03 (q, J = 7Hz)
2H, 6,04 (d, J = 8Hz) 1H Beispiel 12 2,02 Teile Äthyl-2r2-dimethyl-3-(2M/2t-dibromvinyl)-cyclopropan
carboxylat, erhalten gemäss Beispiel 11, werden mit 7,06 Teilen einer 10 %igen wässrigen
Lösung von Kaliumhydroxyd in Gegenwart von Äthylalkohol bei 40 bis 50°C während
einer Zeitspanne von 2 Stunden zur Bewirkung einer Hydrolyse des Esters sowie zur
Gewinnung von 1,08 Teilen 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dibromvinyl)-cyclopropancarbonsäure
mit einem Schmelzpunkt von 116 bis 1170C gerührt.
-
1,08 Teile der auf diese Weise erhaltenen Cyclopropancarbonsäure werden
mit 0,68 Teilen Thionylchlorid bei Zimmertemperatur während einer Zeitspanne von
30 Minuten in Benzol als Lösungsmittel verrührt. Dabei erhält man 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dibromvinyl)-cyclopropancarbonsäurechlorid.
Das Säurechlorid wird mit 0,68 Teilen 5-Benzyl-3-furylmethylalkohol in Gegenwart
von Pyridin in Benzol als Lösungsmittel bei Zimmertemperatur während einer Zeitspanne
von 1 Stunde verrührt. Dabei erhält man 1,69 Teile des gesuchten 5-Benzyl-3-furylmethyl-2',2'-dimethyl-3'-(2",2"-dibromvinyl)-cyclopropancarboxylats.
Die physikalischen Eigenschaften des auf diese Weise erhaltenen -Esters sind wie
folgt: Schmelzpunkt: 62 bis 630C IR-Spektrum (KBr-Scheibe).
-
1730 cm 1 (CO)
Beispiel 13 2,5 Teile 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dibromvinyl)-cyclopropancarbonsäure,
hergestellt nach der in Beispiel 12 beschriebenen Weise, werden in trockenem Benzol
aufgelöst, worauf eine Lösung von 4,0 Teilen von 5-Benzyl-3-furylmethylalkohol in
trockenem Benzol der vorstehenden Benzollösung im Dunkeln zugesetzt wird. Dann werden
3,0 Teile Dicyclohexylcarbodiimid der Mischung zugesetzt. Die Mischung wird während
einer Zeitspanne von 2 Tagen ruhig stehen gelassen. Der erhaltene Niederschlag wird
durch Filtration entfernt, worauf Benzol aus dem Filtrat abdestilliert wird. Wird
das auf diese Weise erhaltene ölige Produkt durch Säulenchromatographie analysiert,
so stellt man fest, dass sich 5-Benzyl-3-furylmethyl-2',2'-dimethyl-3'-( 2",2"-dibromvinyl)
-cyclopropancarboxylat mit einem Schmelzpunkt von 62 bis 63"C gebildet hat. Die
Struktur des Produkts wird durch das IR-Spektrum sowie durch das NMR-Spektrum bestätigt.
-
Beispiel 14 Die in Beispiel 1 beschriebene Arbeitsweise wird wiederholt,
wobei 1, 1-Dichlor-4-methyl-3-penten-2-ol anstelle von 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
zur Herstellung von Äthyl-3 , 3-dimethyl-4, 6-dichlor-5-hexenoat verwendet wird.
Dann wird der auf diese Weise erhaltene Ester mit Natrium-tert.-butylat unter Benzolrückfluss
zur Herstellung von Äthyl-2 ,3-dimethyl-3- (2' -chlorvinyl) -cyclopropancarboxylat
behandelt. Die Struktur des Esters wird durch das IR-Spektrum sowie das NMR-Spektrum
bestätigt.
-
Beispiel 15 Nach der in Beispiel 11 beschriebenen Arbeitsweise wird
1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-hepten-2-ol anstelle von 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol
verwendet und Äthyl-3-methyl-3-propyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat nach der in Beispiel
11 beschriebenen Weise hergestellt. Der Ester wird mit Natrium-tert.-butylat unter
Benzolrückfluss zur Herstellung von Äthyl-2-methyl-2-propyl-3-(2',2'-dibromvinyl)-cyclopropancarboxylat
behandelt. Die Struktur des Esters wird durch das NMR-Spektrum bestätigt.
-
Beispiel 16 In Benzol als Lösungsmittel werden 1,56 Teile 2,2-Dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarbonsäurechlorid,
hergestellt nach der Methode gemäss Beispiel 8, und 1,04 Teile Allethrolon in Gegenwart
von Pyridin bei Zimmertemperatur während einer Zeitspanne von 1 Stunde gerührt,
wobei 2,28 Teile Ailethronyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat
erhalten werden. Die Ergebnisse einer Analyse des NMR-Spektrums des auf diese Weise
erhaltenen Esters sind folgende.
-
NMR-Spektrum (60 MHz) g CCl4 TMS 1,18 (s), 3H, 1,25, 1,26 (jeweils
s) 3H, 1,53 (d, J = 5Hz) iH, 1,94 (bs) 3H, 2,0 - 3,0 (m) 5H,4,7 - 5,8 (m) 5H Beispiel
17 Zu 61,2 Teilen 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol werden 0,06 Teile p-Toluolsulfonsäure
zugesetzt, worauf die Mischung auf 1150C während einer Zeitspanne von 1,5 Stunden
unter Rühren erhitzt wird. Dann werden 97,3 Teile athyl-o-acetat der Reaktionsmisc-hung
zugesetzt, worauf die Mischung auf 130 bis 1450C während einer
Zeitspanne
von 2 Stunden sowie während weiterer 4 Stunden auf 145 bis 1550C unter Rühren erhitzt
wird. Der als Nebenprodukt während der Reaktion gebildete Alkohol wird kontinuierlich
aus dem Reaktionssystem abdestilliert. Die Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel
1 beschriebenen Methode behandelt, wobei man 42,6 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
mit einem Siedepunkt von 83 bis 84°C unter einem Druck von 0,28 mmHg erhält. Die
Ausbeute beträgt 52 Gewichts-%, bezogen auf das Ausgangs-1,1,1-trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol.
-
Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichorvinyl)-cyclopropancarboxylat wird
aus Athyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat nach der in Beispiel 1 beschriebenen
Methode erhalten.
-
Beispiel 18 Einer Mischung aus 61,2 Teilen 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol
und 120 Teilen Toluol werden 1,2 Teile p-Toluolsulfonsäure zugesetzt, worauf die
Mischung unter Rückfluss während einer Zeitspanne von 1,5 Stunden unter Rühren erhitzt
wird. Dann werden 97,3 Teile Äthyl-o-acetat der Reaktionsmischung zugesetzt, worauf
die Mischung auf 110 bis 1200C während einer Zeitspanne von 2 Stunden sowie während
weiterer 4 Stunden auf 120 bis 1550C erhitzt wird. Der als Nebenprodukt während
der Reaktion gebildete Alkohol wird kontinuierlich aus dem Reaktionssystem abdestilliert.
-
Die Reaktionsmischung wird nach der in Beispiel 1 beschriebenen Weise
behandelt, wobei 52,5 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat erhalten
werden. Die Ausbeute beträgt 64 %, bezogen auf das Gewicht des eingesetzten 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ols.
-
Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat wird
aus Athyl-3,3-dimethyl-41 6, 6trichlor-5-hexenoat, das auf diese Weise erhalten
worden ist, nach der in Beispiel 1 beschriebenen
Methode erhalten.
-
Beispiel 19 10,2 Teile 1,1,1 -Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol werden
zu 16,2 Teilen Äthyl-o-acetat in einer Stickstoffatmosphäre zugesetzt, worauf die
Mischung während einer Zeitspanne von 2 Stunden bei 130 bis 145"C sowie während
einer Zeitspanne von 8 Stunden bei 145 bis 1550C gerührt wird. Der als Nebenprodukt
während der Reaktion gebildete Alkohol wird kontinuierlich aus dem Reaktionssystem
abdestilliert. Nach Beendigung der Reaktion wird die flüssige Reaktionsmischung
direkt unter vermindertem Druck destilliert.
-
Dabei erhält man 11,4 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat
mit einem Siedepunkt von 83 bis 840C unter einem Druck von 0,28 mmHg. Die Ausbeute
beträgt 81 %, bezogen auf das Ausgangs-1,1,1-trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol.
-
Äthyl-2,2-dimethyl-3-(2',2'-dichlorvinyl)-cyclopropancarboxylat wird
aus Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-trichlor-5-hexenoat, das auf diese Weise erhalten worden
ist, nach der in Beispiel 1 beschriebenen Methode hergestellt.
-
Beispiel 20 33,7 Teile 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol werden
zu 48,7 Teilen Äthyl-o-acetat in einer Stickstoffatmosphäre zugesetzt. Die Mischung
wird während einer Zeitspanne von 2 Stunden bei 130 bis 145"C und während einer
weiteren Zeitspanne von 8 Stunden bei 145 bis 1550C gerührt. Der als Nebenprodukt
während der Reaktion gebildete Alkohol wird kontinuierlich aus dem Reaktionssystem
abdestilliert.
-
Nach Beendigung der Umsetzung wird die flüssige Reaktionsmischung
direkt unter vermindertem Druck destilliert. Dabei erhält man 29,1 Teile Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat
in Form
eines öligen Produkts. Die Ausbeute beträgt 72 %, bezogen
auf das Ausgangs-1,1,1 -tr ibrom-4-m.ethyl-3-penten-2-ol.
-
Äthyl-2, 2-dimethyl-3-(2 ',2'-dibromvinyl) -cyclopropancarboxylat
wird aus dem auf diese Weise erhaltenen Äthyl-3,3-dimethyl-4,6,6-tribrom-5-hexenoat
nach der in Beispiel 11 beschriebenen Weise hergestellt.
-
Die Herstellung der Allylalkohole der allgemeinen Formel II, die zur
Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens eingesetzt werden, wird nachfolgend
anhand von Bezugsbeispielen näher erläutert, wobei sich alle Teilangaben auf das
Gewicht beziehen.
-
Bezugsbeispiel 1 33 Teile 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol (mit
einer Reinheit von mehr als 98 t) werden bei 140 bis 1500C in einer Stickstoffatmosphäre
während einer vorherbestimmten Zeitspanne gerührt.
-
Wird das erhaltene Produkt gaschromatographisch analysiert, so stellt
man fest, dass sich das gesuchte 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol mit einem
Umsatz und einer Selektivität gemäss folgender Tabelle II gebildet hat.
-
Tabelle II Reaktionszeit, Umsatz, Selektivität, Stunden 19 76 95
24 82 94 30 86 94 34 86 94 Das Produkt, das durch Durchführung der Behandlung während
einer Zeitspanne von 34 Stunden erhalten worden ist, wird einer Destillation unter
vermindertem Druck unterzogen. Dabei erhält man eine Fraktion eines Feststoffs mit
einem Siedepunkt von 105 bis 1200C unter einem Druck von 18 mmHg. Der auf diese
Weise gewonnene Feststoff wird aus n-Hexan rekristallisiert. Dabei kann man reines
1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol isolieren. Die Eigenschaften dieser Verbindung
sind wie folgt: Schmelzpunkt: 830C IR-Spektrum (KBr-Scheibe): 1670 cm (C=0), 3270
cm (OH) NMR-Spektrum (60 MHz) C)'~'4-1,78 (s) 6H, 2,63 (bs) 1H, 4,60 (d, J = 9Hz)
1H, 5,29 (bd, J = 9Hz) 1H Elementaranalysewerte: Gefunden: C = 35,56 %, H = 4,47
% Berechnet: C = 35,41 %, H = 4,46 % Bezugsbeispiel 2 1 Teil Palladiumschwarz wird
zu 100 Teilen 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol (mit einer Reinheit von mehr
als 98 %) gegeben, worauf die Mischung während einer Zeitspanne von 18 Stunden bei
140 bis 1500C in einer Stickstoffatmosphäre gerührt wird. Eine
gaschromatographische
Analyse des Produktes zeigt, dass die Isomerisierung zu dem gesuchten 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
mit einem Umsatz von 83 % und einer Selektivität von 94 % erfolgt ist. Die erhaltene
Reaktionsmischung wird mit Äther verdünnt, mit Wasser gewaschen und zur Entfernung
des Katalysators filtriert. Die Ätherschicht wird mit Magnesiumsulfat getrocknet
und einer Destillation unter vermindertem Druck unterzogen. Dabei gewinnt man 90
Teile einer Fraktion eines Feststoffs mit einem Siedepunkt von 110 bis 1150C unter
einem Druck von 20 mmHg. Der Feststoff wird aus n-Hexan rekristallisiert. Dabei
wird reines 1,1,1 -Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol isoliert.
-
Bezugsbeispiele 3 bis 18 und Vergleichsbeispiel 1 Zu 2 Teilen 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol
wird wenigstens eine Substanz zugesetzt, die aus der Gruppe ausgewählt wird, die
aus Übergangsmetallen der Gruppen 6B, 7B und 8 des Periodischen Systems der Elemente
sowie Verbindungen dieser Obergangsmetalle besteht. Die Zugabe erfolgt in einer
Menge von 5 Gewichts-%, bezogen auf das Ausgangs-1,1,1-trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol.
Die Mischung wird bei 140 bis 1500C während einer Zeitspanne von 4 Stunden gerührt.
Das Reaktionsprodukt wird durch Gaschromatographie analysiert, um den Umsatz und
die Selektivität bezüglich des gesuchten 1 , 1 , 1 -Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ols
zu ermitteln. Die Ergebnisse gehen aus der Tabelle III hervor. Zu Vergleichszwecken
wird die Isomerisierung von 1'1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol unter den gleichen
Bedingungen durchgeführt, wobei jedoch kein Katalysator verwendet wird (Vergleichsbeispiel
1).
-
Tabelle III Katalysator Umsatz, Selektivität, % bezüglich 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
Vergleichs- nicht zugesetzt ungefähr 30 ungefähr 90 beispiel 1 Bezugsbei- Chrom(III)-acetylacetonat
75 85 spiel 3 Bezugsbei- Molybdändisulfid 75 80 spiel 4 Bezugsbei- Wolframtrioxyd
45 95 spiel 5 Bezugsbei- Mangan(III)-acetylacetonat 60 90 spiel 6 Bezugsbei- Rutheniumtrichlorid
75 60 spiel 7 Bezugsbei- Kobalt(II)-acetylacetonat 80 85 spiel 8 Bezngsbei- Hexaminkobaltchlorid
80 95 spiel 9 Bezugsbei- Rhodium(III)-acetylacetonat 80 90 spiel 10 Bezugsbei- Rhodiumtrichlorid
45 90 spiel 11 Bezugsbei- Iridiumtrichlorid 70 95 spiel 12 Bezugsbei-. Raney-Nickel
65 85 spiel 13 Bezugsbei- Nickel(II)-acetylacetonat 80 80 spiel 14 Bezugsbei- Palladiumchlorid
80 85 spiel 15 Bezugsbei- Palladiumschwarz 80 95 spiel 16 Bezugsbei- Palladiumoxyd
80 95 spiel 17 Bezugsbei- 1:1-Mischung aus Kobalt( 80 80 spiel 18 acetylacetonat
und Nickel(II) acetylacetonat
Bezugsbeispiel 19 Eine Mischung aus
281 Teilen Tribromacetaldehyd, 168 Teilen Isobuten und 150 Teilen Petroläther wird
auf -20 bis -5°C abgekühlt, worauf 13 Teile eines wasserfreien Aluminiumchloridsder
Mischung getrennt einige Male zugesetzt werden. Die Mischung wird bei der vorstehend
angegebenen Temperatur während einer Zeitspanne von 5 Stunden gerührt. Mit fortschreitender
Reaktion werden Kristalle aus der Reaktionsmischung ausgefällt. Zum Zeitpunkt der
Beendigung der Reaktion wird Diäthyläther der Reaktionsmischung unter Bildung einer
homogenen Lösung zugesetzt. Die Lösung wird dann bei Zimmertemperatur während einer
Zeitspanne von 30 Minuten gerührt, worauf 200 Teile Wasser der Reaktionsmischung
zugesetzt werden.
-
Die organische Schicht wird abgetrennt. Substanzen mit niedrigem Siedepunkt
werden durch Destillation entfernt. Der Rückstand wird unter vermindertem Druck
destilliert. Dabei erhält man 287 Teile l,,l-Tribrom-4-methyl-4-penten-2-ol. Die
Ausbeute beträgt 85 t.
-
IR-Spektrum (KBr-Scheibe): 1645 cm (C=C), 3500 cm (OH) NMR-Spektrum
(60 MHz) gCcs4: TMS 1,82 (s) 3H, 2,03 - 3,05 (m) 2H, 3,87 - 4,10 (m) 1H, 4,88 (s)
2H 50 Teile des auf diese Weise erhaltenen 1,1,1-Tribrom-4-methyl-4-penten-2-ols
(mit einer Reinheit von mehr als 98 %) werden bei 130 bis 1350C während einer Zeitspanne
von 5 Stunden in einer Stickstoffatmosphäre gerührt. Wird das Produkt durch Gaschromatographie
analysiert, so stellt man fest, dass das gesuchte 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol
mit einem Umsatz von 88 % und einer Selektivität von 97 % gebildet wird. Das Reaktionsprodukt
wird in Diäthyläther aufgelöst. Die Lösung wird mit Aktivkohle zur Bewirkung einer
Verfärbung behandelt. Diäthyläther wird dann durch Destillation entfernt. Der zurückbleibende
Feststoff wird aus Petroläther
rekristallisiert. Dabei erhält man
38 Teile 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol mit einem Schmelzpunkt von 81,5 bis
820C.
-
Siedepunkt: 120 bis 1220C unter einem Druck von 1 mmHg IR-Spektrum
(KBr-Scheibe): 1670 cm 1 (C=C), 3310 cm 1 (OH) NMR-Spektrwm (60 MHz) aTbil4 1,80
(s) 6H, 2,71 (d, J = 6Hz) 1H, 4,38 - 4,68 (m) 1H, 5,30 (bd, J = 8Hz) 1H Bezugsbeispiel
20 Zu 100 Teilen n-Hexan werden 50 Teile 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol und
1,0 Teil p-Toluolsulfonsäure zugesetzt, worauf die Mischung unter Rückfluss während
einer Zeitspanne von 15 Stunden erhitzt wird. Der Inhalt des Reaktionsgefässes wird
gaschromatographisch analysiert, wobei man feststellt, dass sich das gesuchte 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
gebildet hat. Der Umsatz beträgt 85 % und die Selektivität 96 %. Lässt man den Inhalt
abkühlen, dann bilden sich Kristalle. Die Kristalle bestehen aus 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
mit den gleichen Eigenschaften, wie sie in dem Bezugbeispiel 1 angegeben worden
sind. Nach einem Filtrieren beträgt die Produktausbeute 31 Teile.
-
Die durch Filtration erhaltene Mutterlauge ist eine Mischung aus 1,1,
1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol und 1,1,1 -Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol (ungefähr
1:1). Die Mischung wird dann direkt unter Rückfluss erhitzt, um die Isomerisierungsreaktion
durchzuführen.
-
Dabei wird ein Isomerenverhältnis von ungefähr 2:8 erreicht.
-
Bezugsbeispiel 21 Zu 25 Teilen Toluol werden 5 Teile 1,1,1-TribrOm-4-methyl-4-penten-2-ol
und 0,1 Teil p-Toluolsulfonsäure zugesetzt, worauf die Mischung unter Rückfluss
während einer Zeitspanne von 4 Stunden
erhitzt wird. Die Reaktionsproduktewerden
gaschromatographisch untersucht, wobei man feststellt, dass sich das gesuchte 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol
gebildet hat. Der Umsatz beträgt 80 % und die Selektivität 92 %. Die Reaktionsprodukte
werden mit Diäthyläther verdünnt, durch Behandlung mit Aktivkohle entfärbt und dann
unter vermindertem Druck destilliert. Dabei destillieren Materialien mit niedrigem
Siedepunkt ab. Die erhaltenen Kristalle werden aus Pe-troläther umkristallisiert.
Man erhält 3,2 Teile 1,1,1-Tribrom-4-methyl-3-penten-2-ol mit den in dem Bezugsbeispiel
19 angegebenen Eigenschaften.
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Bezugsbeispiele 22 bis 26 Bei der Durchführung der Isomerisierungsreaktion
von 1,1,1-Trichlor-4-methyl-4-penten-2-ol zu 1,1,1-Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
werden Unterschiede bei den Umsätzen und Selektivitäten zu 1,1,1 -Trichlor-4-methyl-3-penten-2-ol
je nach den Reaktionsbedingungen durch gaschromatographische Analyse festgestellt.
Die Ergebnisse gehen aus der Tabelle IV hervor. Amberlyst-i5 ist ein stark saures
Kationenaustauscherharz (MR-H, ein Produkt der Organo Co., Ltd.). Die Konzentrationen
an Schwefelsäure und Phosphorsäure betragen 95 bzw. 85 %.
| Tabelle IV |
| Bezugs- OH Lösungs- Saurer Reak- Reak- Umsatz, Slektivität
zu |
| beispiele #CCl3 mittel, Katalysa- tions- tions- % # OH |
| Teile Teile tor, tempera- zeit, # |
| Teile tur, °C Std. CCl3, |
| 22 5,0 Benzol p-Toluol- Rückfluss 15 85 95 |
| 25 sulfonsäure, |
| 0,08 |
| 23 9,0 n-Hexan Amberlyst- Rückfluss 15 78 90 |
| 30 15 0,05 |
| 24 5,0 Toluol Schwefel- Rückfluss 7 80 72 |
| 25 säure 0,13 |
| 25 5,0 Toluol Phosphor- Rückfluss 10 81 76 |
| 25 säure 0,16 |
| 26 5,0 keines p-Toluol- 115 6 87 80 |
| sulfonsäure |
| 0,005 |