DE2540210C3 - Verfahren zur Herstellung von Organozinntrihalogeniden - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von OrganozinntrihalogenidenInfo
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Description
SnHaI2 + RHaI-RSnHaI3
erfordert die Verwendung eines Katalysators und hoher Temperaturen und ergibt niedrige Ausbeutea
Die Addition eines Organozinnhydrids an einen ungesättigten Kohlenwasserstoff gemäß der Gleichung:
R2SnH2 + 2R' - CH = CH2-R2Sn(CH2-CH2-RO2
ist nur als Laborverfahren anzusehen, weil die Herstellung des Organozinnhydrids teuer und gefährlich ist
Die Erfindung stellt ein wirtschaftlich attraktives, ungefährliches
Verfahren zur Herstellung von funktionell substituierten Organozinntrihalogeniden bereit
Das erfindungsgemäße Verfahren ist dadurch gekennzeichnet,
daß in einem polaren Lösungsmittel
a) Zinn(II)-chlorid oder Zinn(II)-bromid,
b) Chlorwasserstoff oder Bromwasserstoff und
c) ein Olefin der Formel
RiR2C = CR3R4,
Bei der Synthese von Organozinn-Verbindungen ist die Bildung der Zinn-Kohlenstoff-Bindung ein unumgänglicher
Schritt Eine bekannte Methode zur Bildung einer derartigen Bindung ist die Grignardreaktion
SnCU + 4 RMgCl -R4Sn + 4 MgCl2,
worin R einen Alkylrest oder einen substituierten Alkylrest
bedeutet.
Eine weitere Methode ist die Reaktion
3 SnCl4 + 4 R3Al-3 R4Sn + 4 AlCl3.
Eine dritte Methode ist die Würtz-Synthese:
SnCl4 + 4 RCI -I- 8 Na-R4Sn + 8 NaCl.
Eine dritte Methode ist die Würtz-Synthese:
SnCl4 + 4 RCI -I- 8 Na-R4Sn + 8 NaCl.
Bei diesen Methoden kann das erhaltene R4Sn als
Ausgangsmaterial für die Herstellung der Verbindungen RSnHaI3, R2SnHaI2 und R3SnHaI, worin Hai ein
Halogenatom bedeutet, dienen. Obwohl die obigen Reaktionen praktisch quantitativ verlaufen, sind sie doch
wegen ihrer Gefährlicheit unattraktiv.
Weiterhin ist, anders als die Herstellung von Alkylorganozinn-Verbindungen,
die Herstellung von funktionell substituierten Organozinnverbindungen auf diesen
Wegen nicht einfach.
Ein alternativer, weniger gefährlicher Weg, wie die direkte Herstellung mittels der Reaktion
Sn + 2RHaI-R2SnHaI2,
wobei in den obigen Formeln Ri, R2, R3 und R4 eine
Alkylgruppe, eine Sauerstoff enthaltende Kohlenwasserstoffgruppe oder ein Wasserstoffatom darstellen und
wenigstens eine dieser Gruppen eine zur Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindung benachbarte Carbonylgruppe
enthält, X Chlor oder Brom ist, miteinander umgesetzt werden.
Damit die Reaktion zwischen dem Olefin und den anderen Reaktionsteilnehmern vonstatten geht, wird es
als wesentlich erachtet, daß das Olefin aktiviert wird, daß also wenigstens eines der Ri, R2, R3 oder R4 ein der
olefinischen Doppelbindung benachbartes aktivierendes Carbonylradikal enthält.
Beispiele von Olefinen, die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren verwendet werden können, sind:
Methylacrylat
CH2 = CH-C-OCH3
Acrylsäure
CH2=CH-COOH
Methylcrotonat
O
O
Il
CH3 — CH = CH — C — OCH3
Mesityloxid
(CHj)2=C = CH-C-CH3
Acryloylchlorid
Acryloylchlorid
ergibt niedrige Ausbeuten unter Bildung von Neben-CH2=CH-C-Cl
Methyl-vinyl-keton
CH2=CH-C-CH3
So kann das aktivierende Carbonylradikal ein Teil einer Säurengruppe, einer Estergruppe, eine Aldehydgruppe
oder eine Ketogruppe sein. Die Verwendung von Acrylsäureestern als Olefin wird bevorzugt
Die Ausgangsmaterialien reagieren miteinander bei Raumtemperatur (10 bis 30°C) in einem polaren Lösungsmittel,
das vorzugsweise ein Alkyläther, wie Diäthyläther ist, unter Bildung der gewünschten Verbindung.
Für Olefine mit einer aktivierenden Gruppe und ohne weitere Substituenten ist die Reaktion fast quantitativ.
Beispielsweise ergibt die Verwendung von Methylacrylat mit Zinn(ll)-chlorid und Chlorwasserstoff eine
98%ige Ausbeute, bezogen auf Zinn:
CH3O-C-CH2-CH2-SnCl3
Die neuen, erfindungsgemäß hergestellten Organozinnverbindungen können in bekannter Weise in nützliche
Organozinnstabilisatoren für Polyvinylchlorid und andere Polymere übergeführt werden. Eine solche Herstellung
schließt üblicherweise die Reaktion mit organischen Fettsäuren von 6 bis 18 Kohlenstoffatomen, mit
Halbestern der Maleinsäure, mit Alkylthiolen oder Mercaptoestern ein.
Demgemäß werden so neue Organozinnsalze der Formel RSnX3 erhalten, worin R die organische Gruppe
der Ausgangstrihalogenidverbindung und X den organischen Säurerest bedeutet, der aus der anschließenden
Reaktion mit der Säure oder dem Mercaptan resultiert.
Der organische Rest X wird also spezifisch aus der Gruppe ausgewählt, die sich zusammensetzt aus einem
-S(CH2)„COO-alkylmit/J = 1 oder 2,
-S-alkyl,
-OCO-alkyl und
-OCOCH = CHCOO-alkyl.
-S-alkyl,
-OCO-alkyl und
-OCOCH = CHCOO-alkyl.
Die erfindungsgemäß hergestellten Organozinntrihalogenide besitzen selbst eine gewisse stabilisierende
Wirkung auf Polymere und können auch als Katalysatoren bei der Herstellung von Polyurethanschäumen und
Siliconharzen oder bei Veresterungsreaktionen Verwendung finden.
Die Erfindung sei an den folgenden Beispielen näher erläutert.
4
Beispiel 1
Beispiel 1
In einen 500-ml-Dreihalskolben, der mit einem Rührer,
Thermometer, Rückflußkühler und einem Gaszuführungsrohr ausgestattet und in ein Eis/Salz-Kühlbad
gestellt war, wurden 80 g wasserfreies Zinn(II)-chlorid, 363 g Methylacrylat und 150 ml Dimethoxy-äthan als
polares Lösungsmittel eingetragen. Jn die gerührte Lösung
wurden 36 g gasförmiger Chlorwasserstoff innerhalb von 2 Stunden eingeleitet, wobei die Temperatur
auf 20° C gehalten wurde. Danach wurde das Lösungsmittel mittels Vakuumverdampfung entfernt und der
Rückstand mit 100 ml Toluol extrahiert Der erhaltene Extrakt wurde bei 100° C und 5,3 mbar abdestilliert Es
wurden 117 g eines hellen Rückstands erhalten, der beim Abkühlen kristallisierte. Mittels Elementaranalyse
und Infrarotspektroskopie wurde gefunden, daß ein Produkt mit der Zusammensetzung
CH3O-C-CH2-CH2-SnCl3
25
30 entstanden war. Sein Schmelzpunkt ist 70° C, sein Siedepunkt
174° C (bei 5,3 mbar). Die Produktausbeute, bezogen auf Zinn, betrug 89%.
In derselben Apparatur, die in Beispiel 1 verwendet wurde und nach der gleichen Verfahrensweise wurden
70 g wasserfreies SnCl2, 37,9 g Äthylacrylat und 30 g
gasförmiger Chlorwasserstoff (zugeführt innerhalb von IV2 Stunden) in 140 ml Diäthyläther zur Reaktion gebracht
wobei die Temperatur auf 15-20°C gehalten wurde. Das Lösungsmittel wurde mittels eines Umlauf-Verdampfers
entfernt und der Rückstand mit 100 ml Toluol extrahiert. Aus dem Extrakt wurde das Toluol und
anderes flüchtiges Material durch Destillation bei einem Druck bis zu 100°C/5,3 mbar entfernt. Der Rückstand
(95 g) kristallierte beim Abkühlen und bestand hauptsächlich aus
C2H5O-C-CH2-CH2-SnCl3
Der Schmelzpunkt betrug 68° C, die Ausbeute, bezogen auf Zinn, 79%.
Beispiele 3 bis 7
Diese Beispiele wurden nach derselben Methode und mit derselben Ausrüstung wie in Beispiel 2 ausgeführt.
Als Ausgangsmaterialien wurden unterschiedliche Olefine verwendet. Die Ergebnisse sind in der Tabelle A
zusammengefaßt.
Beispiel Olefin
Produkt
Schmelzpunkt Ausbeute
Methylmethacrylat
O CH3
CH3O-C-CH-CH2SnCl3
CH3O-C-CH-CH2SnCl3
860C
62%
Beispiel Olefin
Produkt
Schmelzpunkt Ausbeute
4 Methylcrotonat
5 Mesityloxid
6 Phoron
7 Crotonsäure
O CH3
CH3O-C-CH2-CH-SnCl3 81°C
O CH3
Il I
CH3-C-CH2-C-SnCl3
CH3
CH3 O CH3
CH3 O CH3
I Il I
C = CH-C-CH2-C-SnCl3 77°C
I I
CH3 CH3
CH3
HOOC-CH2-CH-SnCl3 *)
HOOC-CH2-CH-SnCl3 *)
30%
123°C 51%
42%
berechnet auf Phoron
41%
Beispiele 8 bis 11
In den folgenden Versuchen wurde trockener gasformiger Chlorwasserstoffm die Lösung geleitet, worauf nach und
nach das aktivierte Olefin eingetragen wurde. Die Ergebnisse sind in der Tabelle B zusammengefaßt. Lösungsmittel:
Diäthyläther.
Beispiel Olefin
Produkt
Schmelzpunkt Ausbeute
8 Methyl-vinyl-keton
9 Acryloylchlorid
CH3—C — CH2 — CH2—SnCl3 700C 80%
Cl-C-CH2-CH2SnCl3 42°C 90,5%
10 Acrylsäure
11 Methylacrylat**)
HOOC-CH2-CH2SnCl3
O
O
Il
CH3O-C-CH2-CH2SnCl3
700C
74%
98,3%
*) Die Charakterisierung des Produktes ist schwierig, weil es Verunreinigungen enthält.
*♦) In diesem Beispiel wurde die Reaktion in einem Dreihalskolben (3 I) ausgeführt mit 500 g SnCI2, 800 ml Diäthyläther, 153 g
HCl-Gas und 335 g Methylacrylat.
Die Anwendbarkeit der Organozinnverbindung gemäß der Erfindung wird in diesem und im nächsten Beispiel
demonstriert, in welchen als Ausgangsmaterial zur Darstellung eines PVC-Stabilisators das in Beispiel 11
erhaltene Produkt verwendet wird.
31,8 g
CH3O-C-CH2-CH2-SnCl3
wurden in 120 ml Butanol gelöst, und zwar in einem Dreihalskolben, der mit einem Rührer, Thermometer
und einem Rückflußkühler ausgestattet war. Darauf wurden 12 g NaOH1 gelöst in 100 ml Wasser, hinzugefügt
und das Rühren 15 Minuten bei 400C fortgesetzt. Danach wurden 62,4 g Thioglykolsäureisooctylester
hinzugegeben und die Temperatur für 30 Minuten auf 85° C gesteigert. Die Butanolschicht wurde sodann von
der wäßrigen Phase abgetrennt. Aus der Butanolschicht wurde das Butanol durch Verdampfung entfernt, und es
wurden 82 g einer farblosen Flüssigkeit erhalten (quantitative Ausbeute, bezogen auf Zinn). Nach der Heißfiltration
wurde das Produkt analytisch als
O
O
CH3O-C- CH2-CH2-Sn(SCH2COOC8H17)J
(D charakterisiert.
Es zeigte sich, daß die Verbindung (1) Hart-PVC eine Hitzestabiütät verleiht, die vergleichbar ist jener, die
diesem durch den üblicherweise verwendeten Monobutylzinn-tris-( thioglykolsäureisooctylester) verliehen
wird.
Zusätzlich zeigte es sich, daß die Verbindung (I) bei einem Einsatz von 1 Gewichtsprozent zur vollen Zufriedenheit
den konventionellen Dibutylzinn-bis-(thioglykolsäureisooctylester) bei der Produktion von PVC-FIaschen
ersetzen kann.
In ähnlicher Weise wie in dem vorhergehenden Beispiel
wurden 31,2 g des Organozinntrihalogenids, gelöst in 110 ml Butanol, zuerst mit einer Lösung von 16 g
Natriumcarbonat in 100 ml Wasser und dann mit 62,0 g Laurylmercaptan behandelt Nach Abtrennung der Butanolschicht
und Entfernung des Lösungsmittels wurden 82 " einer farblosen Flüssigkeit erhalten, und zwar in
quantitativer Ausbeute, bezogen auf Zinn. Das Produkt wurde rJs
CH3O-C — CH2
-CH2-Sn(S - C12H23),
(Π)
(Π)
charakterisiert
Die Leistung dieser Verbindung (II) wurde dann gegen den konventionellen Stabilisator Monobutylzinn-tris-(laurylmercaptid)
ausgewertet, und zwar in einem PVC-Flaschen-Ansatz, der aus 100 Gewichtsteilen
PVC, 1 Gewichtsteil eines Ester-Gleitmittels und 1 Gewichtsteil Stabilisator bestand.
Die stabilisierende Wirkung der Verbindung (II) war genauso gut wie die des bekannten Stabilisators.
Dieses Beispiel zeigt die chemische Äquivalenz von SnCl2 und SnBr2 bzw. HCl und HBr in dem erfindungsgemäßen
Verfahren.
(a) HBr + SnCl2 + CH2 = CH-COOMe
> Br3SnCH2CH2COOMe
(bei 20-250C)
In einem 5000-ml- Dreihalsrundkolben, der mit einem Rührer, Thermometer, Gaseinleitungsrohr und einem
Eis/Wasser-Kühlbad ausgerüstet war. wurden 80 g SnCI2,36,4 g Methylacrylat und 180 ml Diäthyläther gegeben.
Unter Rühren wurden innerhalb von 4 Stunden 105 g gasförmiger Bromwasserstoff hinzugefügt, wobei
die Temperatur bei 20 —250C gehalten wurde. Danach
wurden die flüchtigen Bestandteile des Reaktionsgemisches mittels eines Umlaufverdampfers entfernt und der
Rückstand mit 150 ml Chloroform extrahiert. Die Verdampfung
dieser Lösung ergab 165 g (88% Ausbeute, bezogen auf Zinn) eines schwachgelben kristallinen
Produktes. Mittels Elementaranalyse (Br und Sn) und Infrarotspektroskopie wurde dessen Zusammensetzung
als
Br3SnCH2CH2COOMe
festgestellt,
(b) HCl + SnCl2 + CH2 = CH-COOBu
festgestellt,
(b) HCl + SnCl2 + CH2 = CH-COOBu
Cl3SnCH2CH2COOBu
(bei -400C)
In einem 250-ml-Dreihalskolben mit gleicher Ausstattung
wie in (a) wurden 100 g SnCl2, 74,5 g Butylacrylat
und 30 ml Toluol gegeben. Unter Rühren wurden 26 g gasförmiger Chlorwasserstoff innerhalb von 4 Stunden
eingeleitet, wobei die Temperatur mittels eines thermostatisch geregelten Bades auf -400C gehalten wurde.
Nach dieser Zeit wurde die Temperatur langsam auf 1500C angehoben und ebenso Vakuum angelegt
(4 mm Hg). Dadurch wurden nicht umgesetztes Butylacrylat, Toluol, Butyl-3-chlorpropionat und gelöster
Chlorwasserstoff entfernt. Das Reaktionsgemisch wurde dann auf 500C abgekühlt und das nichtumgesetzte
SnCI2 durch Filtration entfernt. Das Produkt (146 g)
wurde mittels Elementaranalyse und Infrarotspektroskopie als
Cl3SnCH2CH2COOBu
festgestellt. Die Ausbeute, bezogen auf Zinn, betrug 78%.
(c) HCl + SnCl2 + CH2=CHCOOBu
> Cl3SnCH2CH2COOBu
(bei 1200C)
In einen 250-ml-Dreihalskolben, der mit einem Rührer,
Thermometer, Gaseinleitungsrohr und Heizmantel ausgerüstet war, wurden 74,5 g Butylacrylat und 100 g
SnCl2 gegeben. Dieser Brei wurde gerührt und die Temperatur
auf 1200C angehoben. Über einem Zeitraum von 5 Stunden wurden 31 g gasförmiger Chlorwasserstoff
zugegeben, wobei die Temperatur auf 120° C gehalten
wurde. Danach wurde das Reaktionsgemisch wie unter (a) aufgearbeitet. Die erhaltenen 143 g Produkt
wurden in analoger Weise wie in (a) als
Cl3SnCH2CH2COOBu
charakterisiert. Die Ausbeute betrug 76,5%.
(d) HBr + SnBr2 + CH2=CHCOOMe
(d) HBr + SnBr2 + CH2=CHCOOMe
» Br3SnCH2CH2COOMe
In einen 500-ml-Dreihalsrundkolben, der mit einem
Rührer, Thermometer, Gaseinleitungsrohr und Kühlbad ausgestattet war, wurden 100 g SnBr2, 31,0 g Methylacrylat
und 200 ml Diäthyläther gegeben. Unter Rühren wurden 40,0 g Bromwasserstoff innerhalb von 10 Stunden
hinzugefügt, wobei die Temperatur auf 25° C gehalten wurde. Danach wurden die flüchtigen Komponenten
des Reaktionsgemisches mittels Umlaufverdampfer entfernt und der Rückstand mit 250 ml Chloroform extrahiert.
Die Verdampfung der filtrierten Lösung ergab 112 g eines schwachgelben, kristallinen Feststoffes, der
mittels Elementaranalyse (Sn und Br) und Infrarotspektroskopie als
Br3SnCH2CH2COOMe
(bei 250C)
analysiert wurde. Die Ausbeute betrug 70%.
Claims (2)
1. Verfahren zur Herstellung von Organozinntrihalogeniden der Formel
i 3
HC-C—SnX3
HC-C—SnX3
R2 R<
dadurch gekennzeichnet, daß in einem polaren Lösungsmittel
a) Zinn(II)-chlorid oder Zinn(Il)-bromid,
b) Chlorwasserstoff oder Bromwasserstoff und
c) ein Olefin der Formel
R1R2C = CR3R*,
wobei in den obigen Formeln Ri, R2, R3 und R4 eine
Alkylgruppe, eine Sauerstoff enthaltende Kohlenwasserstoffgruppe oder ein Wasserstoffatom darstellen
und wenigstens eine dieser Gruppen eine zur Kohlenstoff-Kohlenstoff-Doppelbindungen benachbarte
Carbonylgruppe enthält, X Chlor oder Brom ist, miteinander umgesetzt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß als Olefin Acrylsäureester eingesetzt
werden.
produkten, wie SnHaI2, R3SnHaI und RSnHaI3.
Die Einfügung von Zinnhalogeniden in eine Kohlenstoff-Halogen-Bindung
nach der Reaktion
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| 8226 | Change of the secondary classification |
Ipc: ENTFAELLT |
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| 8281 | Inventor (new situation) |
Free format text: BURLEY, JOSEPH WILLIAM, DR., WALLAEY, MERSEYSIDE, GB HUTTON, RONALD ERIC, SOUTHPORT, LANCASHIRE, GBILES, BRIAN RODNEY, LIVERPOOL, LANCASHIRE, GB |
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| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: AKZO PATENTE GMBH, 5600 WUPPERTAL, DE |
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