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Schachapiel oder dergleichen Die vorliegende Erfindung bezieht sich
auf ein Spiel, das auf einem Brett gespielt wird, insbesondere auf ein Schachspiel
für vier Spieler.
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D«s Schachspiel wird seit Jahrhunderten gespielt und hat seine Beliebtheit
bis heute nicht verloren. Während es von vielen als ein sehr faszinierendes und
interessantes Spiel betrachtet wird, fordert es ein hohes Maß an geistiger Arbeit,
wenn es gut gespielt wird. Ferner ist im allgemeinen langes Lernen und Bemühen erforderlich,
um einen gewissen Grad an Konzentrationsfähigkeit beim Spielen des Schachspieles
zu erreichen. Das Schachspiel wird daher nicht als besonders unterhaltend angesehen,
ist aber von beträchtlichem Interesse für die wenigen Personen, die sehr viel Zeit
gewidMet haben, um das Spiel zu spielen.
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Andererseits können die Komplexität, die Verwicklungen und die praktisch
unbegrenzten Kombinationen von Zügen und Situationen, die möglich sind, das Interesse
eines jeden über lange Zeitspannen wachhalten. Bei dem Versuch, das Spiel interessanter
zu gestalten, wurden verschiedene Vorschläge gemacht, das Schachspiel mit mehr als
zwei Personen zu spielen. Jedoch haben solche Vorschläge die Komplexität des Spieles
ständig erhöht und in keiner Weise Beliebtheit erlangt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es, ein Vierspielerschachspiel
vorzusehen, welches all das Interessante eines herköiilichen Schachspieles in sich
schließt, das aber mehr Entertainment, Ablenkung und Unterhaltung bietet.
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Die Ziele der vorliegenden Erfindung werden erreicht, und die vorumrissenen
Nachteile des Standes der Technik werden durch die vorliegende Erfindung beseitigt.
Die vorliegende Erfindung schließt im wesentlichen ein Vierspielerschachspiel ein,
welches aus einem Schachbrett und ersten und zweiten Sätzen von Schachfiguren bzw.
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Schachsteinen besteht. Jeder Satz von Schachfiguren ist in zwei Hälften
unterteilt, um vier Halbsätze zu bilden.
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Jeder Halb satz von Schachfiguren besitzt ein unterschiedliches visuelles
Erkennungsmerkmal an diesen, wie bispielsweise eine Farbe, und jeder Halbsatz wird
durch einen Spieler geführt. Die Figuren jedes Halbsatzes können über das gesamte
Brett bewegt werden. Bei der Schachbrett handelt es sich um ein konventionelles
Schachbrett, welches vierundsechzig Quadratfelder aufweist. Die zwei Spieler, welche
die Haibsätze des einen Satzes von Schachfiguren führen, bilden ein Team bzw. eine
Partei, und machen ihre Züge gemäß bestimmten Regeln, zusätzlich zu den konventionellen
Schachregeln.
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Auf der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt,
und zwar zeigen:
Fig. 1 eine Draufsicht eines Schachbrettes, mit
Sätzen von Schachfiguren auf diesem, wobei die Schachfiguren durch konventionelle
Symbole angedeutet und in Bezug auf verschiedene Farben unterschiedlich schraffiert
sind, und Fig. 2 eine Draufsicht eines Damespieles nach der vorliegenden Erfindung,
wobei die Damesteine in Bezug auf verschiedene Farben unterschiedlich schraffiert
sind.
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Wie in Fig. 1 ersichtlich, ist ein herkömmliches Schachbrett im allgemeinen
bei 10 angedeutet und weist abwechselnde dunkle Quadratfelder 11 und helle Quadratfelder
12 auf 1 so angeordnet und vorgesehen, daß insgesamt vierundsechzig Quadratfelder
vorhanden sind. Die Farben der schattierten und der klaren Quadratfelder können
nach Belieben vorgesehen werden, zum Beispiel, wie die konventionellen roten und
schwa»»n Quadratfelder, die bei Schachbrettern verwendet werden, oder irgendeine
andere Kombination von kontrastierenden Abstufungen oder Farbgebungen.
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An dem einen Ende des Brettes befindet sich ein erster Satz von Schachfiguren
13 und an dem entgegengesetzten Ende des Brettes ein zweiter Satz von Schachfiguren
14. Jeder Satz von Schachfiguren ist konventionell vorgesehen, und die einzelnen
Steine werden gemäß den Regeln des Schachspieles aufgestellt, wobei die Bauern eine
vordere Reihe 15 bilden und die anderen Steine gemäß den Symbolen, die konventionell
dafür verwendet werden, aufgestellt sind.
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Jede Reihe von Schachfiguren wird halbiert, um die Halbsätze 16,
17 an dem einen Ende des Brettes und die Halbsätze 18, 19 an dem anderen Ende des
Brettes zu bilden.
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Der Halbsatz 16, welcher den König enthält, wird als "Kings's mein"
(Figuren des Königs) bezeichnet, und der
andere Halbsatz, welcher
die Königin bzw. die Dame enthält, wird als "Queen' men" (Figuren der Dame) bezeichnet.
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Diese zwei Halbsätze werden als separate Hälften der einen Partnerschaft
oder Partei von Spielern angesehen.
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Jeder der Halbsätze 16-i9 ist mit einer unterschiedlichen Farbe versehen,
um in Wirklichkeit vier separate Teams zu bilden. Die entsprechenden Farben, die
verwendet werden, sind unwesentlich, die Farben sollten aber kontrastieren und ein
angenehmes Muster oder Bild ergeben, wenn man sie mit den Farben der Quadratfelder
des Spielbrettes betrachtet.
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Jeder Spieler führt einen Halbsatz von Schachfiguren, wobei die zwei
Spieler an jedem entsprechenden Ende des Brettes ein Team bilden und gemäß wenigen
Regeln, die den konventionellen Schachregeln hinzugefügt werden, zusammen spielen.
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Die Mannschaftsgefährten oder Spieler an einem Ende des Brettes,
wie beispielsweise die Spieler 16, 17, und die gegnerische Mannschaft 18, 19 dürfen
sich bei Zügen nicht beraten. Jeder Partner muß vor seinem Partner oder seiner Partnerin
ohne jede Absprache einen Zug ausführen.
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Sollte irgendeine Beratung oder Besprechung des einen Partners mit
dem anderen Partner stattfinden, ist das Spiel automatisch an das gegnerische Team
verwirkt.
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Jedes Team von zwei Spielern macht zwei Züge hintereinander, was
einen (einzelnen) Turnus bildet. Die Figuren des Königs machen immer den ersten
Zug bei jedem Turnus. Jedoch darf das Team, welches den ersten Zug des Spieles macht,
nur einen Zug machen, welcher mit den Figuren des Königs gemacht wird. Jeder Spieler
oder jede Spielerin darf nur jene acht Figuren unter seiner oder ihrer Führung ziehen,
mit folgender Ausnahme:
ein König im Schach kann die freie Wahl
haben, irgendeinen der Steine der Dame statt seine(n) eigenen zu ziehen.
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Dies stellt einen Zug der Steine des Königs dar, und der König braucht
das Schach mit diesem Zug nicht zu unterbrechen. Auch kann ein König den Turm der
Dame ziehen, um zu rochieren.
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Kein einzelner Stein darf mehr als- einmal bei jedem Turnus gezogen
werden. Falls ein König im Schach einen der Schachsteine der Dame zieht, darf dieser-Stein
durch den Führer der Steine der Dame bis zum nächsten Turnus nicht noch einmal gezogen
werden.
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Jeder Spieler kann die Option geltend machen, zu passen und keinen
seiner Steine zu ziehen, außer daß nur ein Passen pro Turnus erlaubt ist und daß
beide Spieler eines Teams nicht hintereinander passen dürfen. Falls zum Beispiel
alle Schachsteine der Dame verloren sind, hat das Team seine Option verloren, zu
passen, und der Führer der Steine des Königs macht für den Rest des Spieles nur
einen einzigen Zug pro Turnus.
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Ein König im Schach darf keinen Zug machen, der ebenfalls im Schach
ist, selbst wenn die Steine der Dame dieses Schach während des gleichen Turnus unterbrechen
könnten.
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Der König darf nur entweder im Schach bleiben, wobei somit die Steine
der Dame das Schach unterbrechen müssen, oder aber aus dem Schach ziehen.
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Sollte irgendein Bauer die erste Reihe des gegnerischen Teams erreichen,
kann er in irgendeinen Schachstein entweder der Steine des Königs oder der Steine
der Dame verwandelt werden0 Zum Beispiel kann ein Bauer der Dame, welcher die erste
Reihe der Schachsteine (Offiziere) des Königs erreicht, in die Dame der Steine des
Königs verwandelt werden, oder in irgendeinen anderen Stein des gleichen Teams,
außer in einem zweiten König.
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Wie beim konventionellen Schachspiel ist die Partie beendet, wenn
eine der Mannschaften in einem Turnus sich nicht herauszubevegen oder ein Schach
nicht zu brechen bzw. zu unterbrechen vermag.
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Die Schachpartie bzw. das Spiel kann auch von zwei Spielern gespielt
werden, wobei jeder dann zwei Halbsätze führen würde. Ein Spieler könnte entweder
die zwei Halbsätze auf der einen Seite des Brettes führen, oder zwei Halbsätze,
welche an entgegengesetzten Seiten des Brettes angeordnet sind.
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Wie aus Fig. 2 ersichtlich ist, kann die vorliegende Konzeption auch
in das konventionelle Damespiel aufgenommen werden, welches dann von vier Spielern
gespielt wird, welche die herkömmlichen Dame-Züge durchführen und, wie vorstehend
erläutert, an die Reihe kommen. Zu Identifikationszwecken wird jeder Halbsatz von
Damesteinen 20-23 mit einer anderen Farbe versehen, damit die vier Halbsätze von
den entsprechenden Spielern leicht auseinandergehalten werden können. Das Spiel
wird auf einem herkömmlichen Damebrett 24 gespielt.
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Somit ist klar zu erkennen, daß dje vorliegende Erfindung ein Vierspieler-
oder Zweispielerschachspiel hervorgebracht hat, das nach konventionellen Regeln
gespielt wird, das aber unterhaltender ist, da die Partner eines Teams versuchen
müssen, die Züge der entsprechenden Partner vorauszusehen bzw. zu erahnen. Daher
wird das Element der Erfahrenheit etwas verringert bzw. ziemlich reduziert, und
Zufall wird eingebracht, was den Reiz und die Spannung des Spieles beträchtlich
steigert. Da das Spiel gemäß den herkömmlichen Regeln gespielt wird, wird keine
Zeit benötigt, um die Regeln dieses besonderen Spieles zu erlernen, und jeder, der
mit den herkömmlichen Schachrgeln vertraut ist, kann sich hinsetzen und dieses Yierapilerspiel
spielen, ohne irgendein bestimmtes Training oder Studium.
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Patentansprück: