DE2428200A1 - Essigsaeurederivate, verfahren zu deren herstellung und diese derivate enthaltende arzneimittel - Google Patents
Essigsaeurederivate, verfahren zu deren herstellung und diese derivate enthaltende arzneimittelInfo
- Publication number
- DE2428200A1 DE2428200A1 DE19742428200 DE2428200A DE2428200A1 DE 2428200 A1 DE2428200 A1 DE 2428200A1 DE 19742428200 DE19742428200 DE 19742428200 DE 2428200 A DE2428200 A DE 2428200A DE 2428200 A1 DE2428200 A1 DE 2428200A1
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- chlorobenzoyl
- general formula
- group
- compound
- acid
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Withdrawn
Links
Classifications
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C59/00—Compounds having carboxyl groups bound to acyclic carbon atoms and containing any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, groups, groups, or groups
- C07C59/40—Unsaturated compounds
- C07C59/76—Unsaturated compounds containing keto groups
- C07C59/88—Unsaturated compounds containing keto groups containing halogen
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/08—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with the hydroxy or O-metal group of organic compounds
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/10—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with ester groups or with a carbon-halogen bond
- C07C67/11—Preparation of carboxylic acid esters by reacting carboxylic acids or symmetrical anhydrides with ester groups or with a carbon-halogen bond being mineral ester groups
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C67/00—Preparation of carboxylic acid esters
- C07C67/14—Preparation of carboxylic acid esters from carboxylic acid halides
-
- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C69/00—Esters of carboxylic acids; Esters of carbonic or haloformic acids
- C07C69/66—Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety
- C07C69/73—Esters of carboxylic acids having esterified carboxylic groups bound to acyclic carbon atoms and having any of the groups OH, O—metal, —CHO, keto, ether, acyloxy, groups, groups, or in the acid moiety of unsaturated acids
- C07C69/738—Esters of keto-carboxylic acids or aldehydo-carboxylic acids
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Organic Chemistry (AREA)
- Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
- Acyclic And Carbocyclic Compounds In Medicinal Compositions (AREA)
Description
Dr. F. Zumstein sen. - Dr. E. Assmann Dr. R. Koenlgsberger - Dlpl.-Phys. R. Holzbauer - Dr. F. Zumstein Jun.
PATENTANWÄLTE
TELEX 629979 TELEGRAMME: ZUMPAT
POSTSCHECKKONTO:'
MÜNCHEN 91139-809, BLZ 70010080
BANKKONTO: BANKHAUS H. AUFHÄÜSER
KTO1-NR. 397997, BLZ 70030600
Cas 1594 D
tM/th
8 MÜNCHEN 2.
ROUSSEL-UCLAF, Paris/Frankreich
Essigsäurederivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese Derivate enthaltende
Arzneimittel
Die Erfindung betrifft Essigsäurederivate, Verfahren zu deren Herstellung und diese Derivate enthaltende pharmazeutische
Zubereitungen oder Arzneimittel.
Die Erfindung betrifft insbesondere Essigsäurederivate der
allgemeinen Formel I
409882/1189
in der
X eine Pivaloyloxymethoxy-Gruppe, eine Geranylpxy-Gruppe oder
eine Gruppe der folgenden allgemeinen Formel
-N
- O-Z
in der
Y ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
und Z eine Alkyl-Qruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen
darstellen, bedeutet.
Die Erfindung betrifft insbesondere die in den folgenden Beispielen
1 bis 4 besonders hervorgehobenen Verbindungen der allgemeinen Formel I.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I besitzen interessante
pharmakologische Eigenschaften. Sie entwickeln insbesondere eine analgetische und antiinflammatorische Wirkung.
Sie sind zum Beispiel zur Behandlung von Muskelschmerzen, Gelenkschmerzen
oder Nervenschmerzen, rheumatischen Krankheitszuständen, Zahnschmerzen, Herpes zoster und Migräne sowie zur Behandlung von
Entzündungszuständen, insbesondere Arthrosen, Lumbagos und auch zur ergänzenden Behandlung von Infektions- und Fieber-Zuständen
geeignet.
Somit können die therapeutisch wirksamen Verbindungen der allgemeinen Formel I als Arzneimittel Verwendung finden.
Die Erfindung erstreckt sich daher auch auf pharmazeutische Zubereitungen,
die als Wirkstoff mindestens eine therapeutisch wirksame Verbindung der obigen aligemeinen Formel I enthalten.
Die pharmazeutischen Zubereitungen können auf parenteralem,
bukkalem oder rektalem Wege oder auf lokalem Wege durch topisches Auftragen auf die Haut oder die Schleimhäute verabreicht werden.
4 0 9 8 8*2 ■/ :11 B 9
Hierzu liegen sie in Form von injizierbaren Lösungen oder
Suspensionen, Tabletten, Kapseln, Pillen, trinkbaren Lösungen
oder Emulsionen, Süppositorien, Salben, Cremes oder topischen
Pudern vor. Diese pharmazeutischen Formen werden nach an sich
bekannten Verfahrensweisen bereitet.
Die Dosierung variiert insbesondere mit dem Verabreichungsweg und dem angestrebten therapeutischen Effekt. Zum Beispiel kann
sie sich beim Erwachsenen bei oraler Verabreichung täglich von
100 bis 500 mg des Wirkstoffs erstrecken.
Die Erfindung betrifft ferner ein Verfahren zur Herstellung der
Essigsäurederivate der allgemeinen Formel I, das dadurch gekennzeichnet
ist, daß man das Diazoketon der folgenden Formel II
ei
entweder einer Wolff'sehen ümlagerungsreaktion unterzieht, indem
man in Gegenwart eines Silbersalzes und einer Verbindung der folgenden* allgemeinen Formel III
H-N III
arbeitet, in der Y und Z die oben angegebenen Bedeutungen besitzen,
so daß man eine Verbindung der allgemeinen Formel I er-
Y hält, in der X die Gruppe der Formel -S
OZ
darstellt, in der Y und Z die oben angegebenen Bedeutungen be->
oder einer Wolff*sehen ümlagerungsreaktion unterwirft, indem man
in gegenwart eines Silbersalzes arbeitet, so daft man die
2«Methyi-3-{p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure erhält, wonach man
entweder diese Säure oder das entsprechende Säurechlorid mit einer
Verbindung der allgemeinen Formel III zu einer Verbindung der
409 8 82/
allgemeinen Formel I umsetzt, in der X die Gruppe der
Formel /Y bedeutet,
-N
in der Y und Z die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, oder ein Salz der 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure
mit Pivalinsäurechlormethylester zu einer Verbindung der allgemeinen Formel I umsetzt, in der X die Pivaloyloxymethoxy-Gruppe
bedeutet,
oder die 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure oder ein
funktionelles Derivat dieser Säure mit Geraniol zu einer Verbindung
der allgemeinen Formel I umsetzt, in der X die Geranyloxy-Gruppe darstellt.
So kann die Verbindung der allgemeinen Formel I, in der X die Pivaloyloxymethoxy-Gruppe
(-0-CH0-O-C-C-CH0)
2 Ii ι 3
0 CH3
bedeutet, durch Einwirkung des Pivalinsäurechlormethylesters auf ein Salz der 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure,
insbesondere ein Alkalimetallsalz, wie das Natrium- oder Kalium-Salz hergestellt werden.
Die Verbindung der allgemeinen Formel I, in der X die Geranyloxy-Gruppe
/CH3 (-0-CH0-CH=C-CH0-CH0-CH=C )
* I z z \
CH3 CH3
darstellt, kann unter Anwendung üblicher Verfahren zur Herstellung
von Estern bereitet werden, insbesondere durch Einwirkung der 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure oder eines funktioneilen
Derivats dieser Säure (wie das Säurechlorid, das Säureanhydrid, oder das gemischte Säureanhydrid) auf Geraniol.
409882/1189
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der X die Gruppe Y
der Formel _N
^ Off Z
in der Y und Z die oben angegebenen Bedeutungen besitzen, darstellt,
können durch Einwirkung der 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)
phenylessigsäure oder des entsprechenden Säurechlorids auf ein substituiertes Hydroxylamin der allgemeinen Formel III JI
. ■ H-N^
hergestellt werden.
Wenn man die Säure verwendet, arbeitet man in Gegenwart eines
entwässernden Mittels, wie Dicyclohexylcarbodiimid.
Die Verbindungen der allgemeinen Formel I, in der X die Gruppe der folgenden allgemeinen Formel Jt
Ό-Ζ
bedeutet, können ebenfalls ausgehend von S-Methyl-S-diazoacetyl-
-4'-chlorbenzophenon mit Hilfe der Wolff-Umlagerung hergestellt
werden. Dazu setzt man das Diazoketon der allgemeinen Formel II
mit einer Verbindung der folgenden allgemeinen Formel III
H-N^ III
0-Z
in Gegenwart eines Silbersalzes um.
Das als Ausgangsmaterial eingesetzte Diazoketon kann nach der in dem folgenden Beispiel 3 beschriebenen Verfahrensweise hergestellt
werden.
Die folgenden Beispiele sollen die Erfindung weiter erläutern,
ohne sie jedoch zu beschränken.
409882/1189
2—Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäurepivaloyloxymethylester
Stufe A: 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure
Man erhitzt eine Mischung aus 5 g 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)-benzoesäure
und 50 cm Thionylchlorid während 2 Stunden. Dann vertreibt man das überschüssige Thionylchlorid durch Destillation
unter vermindertem Druck. Man löst das gebildete Säurechlorid in 50 cm Methylenchlorid und gibt nach und nach bei O0C zu der
Lösung 370 cm einer Lösung von Diazomethan in Methylenchlorid. Nachdem man die Mischung über Nacht bei Raumtemperatur stehen gelassen
hat, vertreibt man das Lösungsmittel unter vermindertem Druck, löst das erhaltene Diazoketon in 30 cm Dioxan und gibt
diese Lösung nach und nach bei 70°C zu einer Mischung aus 6 g .Silberoxid, 14,5 g Natriumcarbonat, 9,6 g Natriumthiosulfat und
70 cm Wasser. Nach 2stündiger Umsetzung bei 70°C filtriert man, säuert das Filtrat durch Zugabe von konzentrierter Chlorwasserstoff
säure an, trennt den gebildeten Niederschlag ab, wäscht ihn mit Wasser und kristallisiert ihn aus Isopropyläther um. Man erhält
die 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure. F = 152°C.
Stufe B: 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäurepivaloyloxymethylester
Man vermischt 3,37 g der in der Stufe A erhaltenen Säure mit
25 cm Hexamethylphosphortriamid und 0,57 g einer 50%igen
Suspension von Natriumhydrid in Mineralöl. Nach Beendigung der Wasserstoffentwicklung gibt man nach und nach bei Raumtemperatur
eine Lösung von 1,78 g Pivalinsäurechlormethylester in 10 cm Hexamethylphosphortriamid zu, rührt während 2 Stunden, gießt die
Reaktionsmischung in 250 cm Wasser und extrahiert mit Isopropyläther. Man verdampft die Extrakte unter vermindertem Druck zur
Trockene und reinigt den Rückstand durch Chromatographie über Kieselgel·, wozu man mit einer Methylenchlorid/Äthylacetat-Mischung
(95/5) eluiert und die Fraktionen mit einem Rf-Wert von 0,65 auffängt. Man erhält den 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäurepivaloyloxymethylester.
F = 87 C.
409882/1189
Die als Ausgangsprodukt verwendete 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl) benzoesäure
kann nach der in Beispiel 3 der FR-PS 20 85 638 beschriebenen Verfahrensweise hergestellt werden.
Beispiel 2 *
2-Methy1-3-(p-chlörbenzoyl)phenylessigsäuregeranylester
Stufe A: 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäurechlorid
Man löst 5,8 g 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure in
25 cm Thionylchlorid und erhitzt während 1 1/2 Stunden zum Sieden
am Rückfluß. Man vertreibt das überschüssige Thionylchlorid und erhält das 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäurechlorid,
F = 62°C bis 63°C.
Stufe B: 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäuregeranylester. ·
Man löst 3,1 g Geraniol und 3 g Triäthylamin in 15 cm Benzol und gibt nach und nach eine Lösung von 6,3 g des in Stufe A erhal-
tenen Säurechlorids in 15 cm Benzol zu, wobei man eine Temperatur von etwa 25°C aufrechterhält. Man rührt dann während
3 Stunden. Dann filtriert man den Niederschlag ab, wäscht das Filtrat mit Wasser und verdampft das Benzol.
Der Rückstand wird über Kieselgel chromatographiert, wobei man mit"
Methylenchlorid eluiert. Man erhält den 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)
phenylessigsäuregeranylester, Rf = 0,42.
N-Methoxy-2-methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylacetamid
Durch Einwirkung von Thionylchlorid und anschließend Diazomethan auf 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl^benzoesäure nach der in Beispiel 1,
Stufe A , beschriebenen Weise erhält man 2-Methy1-3-diazoacety1-
-4'-chlorbenzophenon, das man über Kieselgel reinigt, indem man mit Methylenchlorid eluiert, Rf = 0,25. Das in dieser Weise gereinigte
Diazoketon schmilzt bei 95°C.
3 ^
Man vermischt 5g dieses Diazoketons mit 150 cm Dioxan, 5 cm
/ 409882/1189
0-Methy!hydroxylamin und 10 cm einer wässrigen 10%igen Silbernitrat-
Lösung. Man erhitzt während einer Stunde auf etwa 60 C, gibt dann 200 cm Wasser zu, kühlt auf 00C ab, trennt den Niederschlag
ab, wäscht ihn mit Wasser, trocknet ihn und kristallisiert ihn aus Methanol um. Man erhält N-Methoxy-2-methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylacetamid,
F = 1500C.
N-Methoxy-2,N-dimethy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylacetamid
Man vermischt 2,88 g 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure
und 2,06 g Dicyclohexylcarbodiimid in 50 cm Chloroform und gibt dann nach und nach 1 cm N,0-Dimethy!hydroxylamin zu. Man
rührt während 4 Stunden bei Raumtemperatur, filtriert den gebildeten Niederschlag ab und verdampft das Filtrat zu Trockene.
Man erhält N-Methoxy-2,N-dimethy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylacetamid.
Die Herstellung von Tabletten
Man bereitet die Tabletten unter Anwendung der folgenden Formulierung:
Verbindung von Beispiel 3 50 mg
Bindemittel ad eine Tablette mit einem Gewicht von 350 mg (als Bindemittel verwendet man Laktose, Stärke, Talkum, Magnesiums
tear at) .
Pharmakologische Untersuchung:
1. Die antiinflammatorische Wirkung wird mit dem Arthritistest
mit Hilfe des Freund1sehen Adjuvans untersucht
(Präventivbehandlung)
Die Injektion des Freund*sehen Adjuvans in eine Hinterpfote der
Ratte führt zu dem Auftreten eines primären Entzündungszustands in dieser Pfote und dann nach einer Latenzzeit von etwa 15 Tagen
zu der Auslösung einer sekundären Arthritis, die die andere Hinterpfote sowie die Vorderpfoten, den Schwanz .und die Ohren
409882/1189
befällt. .
Am Tag Null der Untersuchung injiziert man männlichen Ratten in
3
eine Hinterpfote 0,1 cm des Adjuvans (eine Suspension, die 6 mg abgetöteten Mycobakteriumbytirikum pro cm Mineralöl enthält).
eine Hinterpfote 0,1 cm des Adjuvans (eine Suspension, die 6 mg abgetöteten Mycobakteriumbytirikum pro cm Mineralöl enthält).
Den Tieren verabreicht man vom Tag Null bis zum Tag 17 auf oralem Wege das zu untersuchende Produkt. Die "arthritischen" Vergleichstiere werden nur mit dem Adjuvans behandelt, während die
"normalen" Vergleichstiere keinerlei Behandlung erfahren.
Am 17.Tag bestimmt man die Zunahme des Volumens der Hinterpfoten
im Vergleich zu den "normalen" Tieren, bestimmt den ot 2 M-Glycoprotein-Wert, das bei der normalen Ratte nicht vorfanden
ist, jedoch.insbesondere bei Entzündungszuständen auftritt
und stellt die Anwesenheit oder Abwesenheit von Entzündungszuständen
an den Ohren, Schwänzen und Vorderpfoten fest.
Alle dieser Ergebnisse werden mit Hilfe einer konventionellen Bewertungsziffer bewertet, wobei die Addition dieser Werte den
"Arthritisindex" ergibt.
Die Ergebnisse der Untersuchung werden anschließend als DA.« ausgedrückt, das heißt die Dosis, die eine Verminderung des
Arthritisindex um 40%, verglichen mit den "arthritischen" Vergleichstieren
führt. Bei den Verbindungen der Beispiele 2 und 3 beträgt die DA.Q 3 mg/kg.
2. Die antiinflammatorische Wirkung wird mit Hilfe des Naphthoylheparamin-Tests
untersucht.
Das Prinzip des angewandten Tests ist das von R.Jequier et al.
(Arch.Int.Pharmacodyn. 152, 15 (1964)) beschriebene.
Die Untersuchung besteht darin, Ratten mit einem Gewicht von etwa
150 g mit Hilfe einer einzigen Injektion 1 mg Naghthoylheparamin in eine Hinterpfote zu injizieren, um dadurch ein Entzündungsödem
hervorzurufen. Die zu untersuchenden Produkte werden eine Stunde
409882/1189
vor der die Reizwirkung ergebenden Injektion auf bukkalem Wege
verabreicht.
Das Pfotenvolumen wird unmittelbar vor und 2 Stunden nach der die Reizwirkung ergebenden Injektion bestimmt. Die Volumenzunahme
der Pfote stellt ein Maß für den Entzündungsgrad dar.
Anschließend ermittelt man die DA40, das heißt die Dosis, die
den Entzündungsgrad, verglichen mit den Vergleichstieren, um 40% vermindert. Bei der Verbindung des Beispiels 1 beträgt die DA40
3,5 mg/kg, während die DA._ der Verbindungen der Beispiele 2 und
3 17 mg/kg beträgt.
3. Die analgetische Wirkung wird mit Hilfe des Essigsäuretests bestimmt.
Der angewandte Test beruht auf der von R.Koster et al. (Fed.
Proc., 1959, 18, 412) angegebenen Tatsache, wonach die intraperitoneale
Injektion von Essigsäure bei Mäusen wiederholte Streck- und Torsionsbewegungen hervorruft, die während mehr als
6 Stunden anhalten können. Die analgetischen Mittel verhindern oder vermindern dieses Syndrom, das somit als eine Manifestation
eines diffusen Bauchschmerzes betrachtet werden kann.
Man verwendet eine 0,6%ige Lösung von Essigsäure in Wasser, die
10% Gummiarabikum enthält. Die unter diesen Bedingungen das Syndrom herbeiführende Dosis beträgt
< 60 mg Essigsäure pro kg Körpergewicht.
Syndrom herbeiführende Dosis beträgt 0,01 cm /g, das heißt
Die zu untersuchenden Verbindungen werden eine halbe Stunde vor der Injektion der Essigsäure auf bukkalem Wege verabreicht, wobei
die Mäuse seit dem Vortag nüchtern gehalten werden.
Bei jeder Maus werden dann während einer Beobachtungsdauer von 15 Minuten,· die mit der Injektion der Essigsäure beginnt, die
Streckbewegungen beobachtet und gezählt.
Die Ergebnisse sind mit Hilfe der DA5Q-Werte angegeben, das
heißt der Dosis, die im Vergleich zu den Kontrolltieren eine Ver-
409882/1189
minderung der Anzahl der Streckbewegungen um 50% bewirkt.
Bei den Verbindungen der Beispiele 2 und 3 beträgt die 3 bzw. 10 mg/kg.
409882/1189
Claims (7)
1. Essigsäurederivate der allgemeinen Formel I
U I 3 X
Cl
in der X eine Pivaloyloxymethoxy-Gruppe, eine Geranyloxy-Gruppe oder eine Gruppe der folgenden allgemeinen Formel
worin Y ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-Gruppe mit
1 bis 4 Kohlenstoffatomen und Z eine Alkyl-Gruppe mit 1 bis 4 Kohlenstoffatomen darstellen, bedeutet.
2. 2-Methyl-3- (p-chlorbenzoyl)phenylessigsäurepivaloyloxymethylester.
3. 2-Methyl-3- (p-chlorbenzoyl)phenylessigsäuregeranylester.
4. N-Methoxy-2-methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylacetamid.
5. N-Methoxy-2,N-dimethy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylacetamid.
6. Pharmazeutische Zubereitungen, dadurch gekennzeichnet, daß sie aus mindestens einer Verbindung gemäß
den Ansprüchen 1 bis 5 als Wirkstoff und üblichen pharmazeutischen Bindemitteln oder Trägermaterialien bestehen.
7. Verfahren zur Herstellung der Verbindungen gemäß Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet, daß man das Diazoketon der Formel II
409882/1189
entweder einer Wolff-Umlagerungsreaktion in Gegenwart eines
Silbersalzes und einer Verbindung der allgemeinen Formel III
TSHSi1Z
OZ
in der Y und Z die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen besitzen, unterzieht, um eine Verbindung der allgemeinen
Formel I herzustellen, in der X die Gruppe der Formel
darstellt, worin Y und Z die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen
besitzen,
oder einer Wolff-Umlagerungsreaktion in Gegenwart eines
Silbersalzes unter Bildung der 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)-phenylessigsäure
unterzieht und anschließend entweder diese Säure oder das entsprechende Säurechlorid mit
einer Verbindung der allgemeinen Formel in zu einer Verbindung der allgemeinen Formel I umsetzt, in der X die Gruppe
der Formel ^Y
~*S>z
darstellt, worin Y und Z die in Anspruch 1 angegebenen Bedeutungen
besitzen,
oder ein Salz der 2-Methyl-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure mit Pivalinsäurechlormethylester zu einer Verbindung der
allgemeinen Formel I umsetzt, in der X die Pivaloyloxymethoxy-Gruppe bedeutet,
oder die 2-Methy1-3-(p-chlorbenzoyl)phenylessigsäure oder
ein funktionelles Derivat dieser Säure mit Geraniol zu einer Verbindung der allgemeinen Formel I umsetzt, in der X eine
Geranyloxy-Gruppe darstellt.
409882/1189
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR7321622A FR2233039B1 (de) | 1973-06-14 | 1973-06-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2428200A1 true DE2428200A1 (de) | 1975-01-09 |
Family
ID=9120937
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19742428200 Withdrawn DE2428200A1 (de) | 1973-06-14 | 1974-06-11 | Essigsaeurederivate, verfahren zu deren herstellung und diese derivate enthaltende arzneimittel |
Country Status (17)
| Country | Link |
|---|---|
| US (1) | US3931286A (de) |
| JP (1) | JPS5035143A (de) |
| AT (1) | AT333263B (de) |
| BE (1) | BE816176A (de) |
| CA (1) | CA1019758A (de) |
| CH (1) | CH593229A5 (de) |
| DE (1) | DE2428200A1 (de) |
| DK (1) | DK318474A (de) |
| ES (1) | ES427115A1 (de) |
| FR (1) | FR2233039B1 (de) |
| GB (1) | GB1427114A (de) |
| IE (1) | IE39576B1 (de) |
| IL (1) | IL44973A (de) |
| LU (1) | LU70287A1 (de) |
| NL (1) | NL7408020A (de) |
| SE (1) | SE414495B (de) |
| ZA (1) | ZA743817B (de) |
Families Citing this family (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| JPS5128738B1 (de) * | 1970-08-26 | 1976-08-20 | ||
| FR2278331A1 (fr) * | 1974-01-24 | 1976-02-13 | Roussel Uclaf | Nouveaux acides carboxyliques et leurs derives, leur application comme medicaments et leur procede de preparation |
| US4090027A (en) * | 1975-11-20 | 1978-05-16 | Hoffmann-La Roche Inc. | Isoindole derivatives |
| JPS5921965B2 (ja) * | 1976-09-07 | 1984-05-23 | 村田機械株式会社 | 混紡糸の製造方法 |
| JPS597812B2 (ja) * | 1976-09-07 | 1984-02-21 | 村田機械株式会社 | 被覆複合糸並びにその製造方法及び製造装置 |
| GB8531839D0 (en) * | 1985-12-30 | 1986-02-05 | Wellcome Found | Aryl derivatives |
| AU602485B2 (en) * | 1985-03-16 | 1990-10-18 | Wellcome Foundation Limited, The | Lipoxygenase and/or cyclooxygenase inhibitory compounds |
Family Cites Families (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| GB1226344A (de) * | 1967-07-31 | 1971-03-24 |
-
1973
- 1973-06-14 FR FR7321622A patent/FR2233039B1/fr not_active Expired
-
1974
- 1974-06-04 IL IL44973A patent/IL44973A/en unknown
- 1974-06-05 US US05/476,667 patent/US3931286A/en not_active Expired - Lifetime
- 1974-06-08 ES ES427115A patent/ES427115A1/es not_active Expired
- 1974-06-11 BE BE145290A patent/BE816176A/xx unknown
- 1974-06-11 LU LU70287A patent/LU70287A1/xx unknown
- 1974-06-11 DE DE19742428200 patent/DE2428200A1/de not_active Withdrawn
- 1974-06-12 JP JP49066110A patent/JPS5035143A/ja active Pending
- 1974-06-13 CH CH809374A patent/CH593229A5/xx not_active IP Right Cessation
- 1974-06-13 CA CA202,448A patent/CA1019758A/fr not_active Expired
- 1974-06-13 GB GB2629374A patent/GB1427114A/en not_active Expired
- 1974-06-13 SE SE7407819-7A patent/SE414495B/xx unknown
- 1974-06-14 AT AT492174A patent/AT333263B/de not_active IP Right Cessation
- 1974-06-14 IE IE1252/74A patent/IE39576B1/xx unknown
- 1974-06-14 NL NL7408020A patent/NL7408020A/xx not_active Application Discontinuation
- 1974-06-14 ZA ZA00743817A patent/ZA743817B/xx unknown
- 1974-06-14 DK DK318474A patent/DK318474A/da unknown
Non-Patent Citations (1)
| Title |
|---|
| NICHTS-ERMITTELT * |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| IL44973A (en) | 1977-01-31 |
| FR2233039B1 (de) | 1976-07-02 |
| SE414495B (sv) | 1980-08-04 |
| CA1019758A (fr) | 1977-10-25 |
| CH593229A5 (de) | 1977-11-30 |
| LU70287A1 (de) | 1975-03-06 |
| ZA743817B (en) | 1976-01-28 |
| DK318474A (de) | 1975-02-03 |
| NL7408020A (de) | 1974-12-17 |
| FR2233039A1 (de) | 1975-01-10 |
| US3931286A (en) | 1976-01-06 |
| GB1427114A (en) | 1976-03-10 |
| SE7407819L (de) | 1974-12-16 |
| AT333263B (de) | 1976-11-10 |
| ES427115A1 (es) | 1976-07-16 |
| IL44973A0 (en) | 1974-09-10 |
| IE39576B1 (en) | 1978-11-08 |
| BE816176A (fr) | 1974-12-11 |
| AU7003474A (en) | 1975-12-18 |
| ATA492174A (de) | 1976-03-15 |
| JPS5035143A (de) | 1975-04-03 |
| IE39576L (en) | 1974-12-14 |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2460689C3 (de) | 13-disubstituierte Propanol-(2)-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung als Arzneimittel | |
| DE2304284C2 (de) | 1,1-Diphenyläthylen-Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und Arzneimittel | |
| DE2941869A1 (de) | Dibenzothiepinderivate, verfahren zu ihrer herstellung und diese enthaltende arzneimittel | |
| DE2428200A1 (de) | Essigsaeurederivate, verfahren zu deren herstellung und diese derivate enthaltende arzneimittel | |
| DE2504045B2 (de) | 16,17 dihydro-apovincaminsaeure-2- hydroxypropylester, deren salze, verfahren zu ihrer herstellung und arzneimittel | |
| DE2350148A1 (de) | Thiophenderivate, verfahren zu deren herstellung und diese verbindungen enthaltende pharmazeutische zusammensetzungen | |
| DE2348973C3 (de) | 1 -(m-Trifluormethylphenyl)-4-propyIpiperazin-derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und diese Verbindungen enthaltende Arzneimittel | |
| DE2723051B2 (de) | N^AcyO-p-amino-N'-Oi-decyl- und n-tridecyO-benzamide sowie diese enthaltende Arzneimittel | |
| DE2502967A1 (de) | Carbonsaeuren, verfahren zu ihrer herstellung und diese verbindungen enthaltende arzneimittel | |
| AT343642B (de) | Verfahren zur herstellung von neuen naphthalinderivaten | |
| DE1932389B2 (de) | Neue 2-Naphthyl-2-methyläthanole und deren Acetate, sie enthaltende Arzneimittel und Verfahren zu ihrer Herstellung | |
| EP0027268A2 (de) | Chinazolin-Derivate, Verfahren und Zwischenprodukte zu deren Herstellung, Arzneimittel enthaltend solche Chinazolin-Derivate und deren pharmazeutische Verwendung | |
| DE2500808B2 (de) | 4-cyclopropylmethylenoxy-3-chlorphenylessigsaeure und ihre salze, verfahren zu deren herstellung sowie diese enthaltende arzneimittel | |
| DE2442124A1 (de) | Butyramid-derivate, verfahren zu deren herstellung und diese substanzen enthaltende arzneimittel | |
| CH640247A5 (de) | Steroid-spiro-oxazolidone und verfahren zu ihrer herstellung. | |
| DE2618936C3 (de) | N-Acyl-glutamine, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende pharmazeutische Zubereitungen | |
| EP0313935A2 (de) | Enolether von 6-Chlor-4-hydroxy-2-methyl-N-(2-pyridyl)-2H-thieno(2,3-e)-1,2-thiazin-3-carbonsäureamid-1,1-dioxid, ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung | |
| DE2530515C2 (de) | 4- bzw. 7-Hydroxy-4,5,6,7-tetrahydrothieno-[3,2-c] bzw.[2,3-c] pyridine, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittelzubereitungen | |
| DE69206321T2 (de) | Ursane Derivate, ihre Herstellung und die enthaltende pharmazeutische Zusammensetzung. | |
| DE2428201A1 (de) | Anthranilsaeurederivate, verfahren zu deren herstellung und diese derivate enthaltende arzneimittel | |
| DE1931927A1 (de) | Neue Cyclohexylaminderivate | |
| DE2842495C2 (de) | 4-Cyclohexyl-&alpha;-niederalkyl-1-naphthalinessigsäure, deren pharmakologisch verträgliche Salze und Derivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und sie enthaltende Arzneimittel | |
| DE2808203C2 (de) | Arzneimittel, enthaltend p-Chlorphenoxyisobuttersäure-p-chlorphenolester | |
| DE2328115A1 (de) | Heterocyclische derivate, verfahren zu deren herstellung und diese verbindungen enthaltende pharmazeutische zusammensetzungen | |
| DE2065420A1 (de) | Arzneimittel enthaltend d-2-(methoxy2-naphthyl)-propanal |
Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| OD | Request for examination | ||
| 8136 | Disposal/non-payment of the fee for publication/grant |