DE2415990A1 - Universalhalter fuer die nadelkuehlvorrichtung von naehmaschinen - Google Patents
Universalhalter fuer die nadelkuehlvorrichtung von naehmaschinenInfo
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Description
Priorität: 12. April 1973, Italien, Nr. 22 9O5A/73
Universalhalter für die Nadelkühlvorrichtung von Nähmaschinen
Die vorliegende Erfindung betrifft den Halter einer Nadelkühlvorrichtung
für Nähmaschinen, die eine durch die starke Reibung zwischen Nadel und Nähmaterial und/oder zwischen
Faden und Öhr hervorgerufene übermäßige Nadelerwärmung im
Laufe des Nähvorganges vermeiden soll.
Insbesondere betrifft die vorliegende Erfindung einen Universal-Düsenhalter, der für den Einbau auf jede beliebige
Art von Nähmaschinen mit einer oder mehreren (hinter-. einander oder versetzt) angeordneten Nadeln geeignet ist.
Eine übermäßige Nadelerwärmung kann insbesondere, beim Nähen von Kunstfasermaterial ein Schmelzen des Stoffes
oder ein Brechen des durch das Nadelöhr hindurchgeführten Fadens zur Folge haben. Außerdem wird die mechanische
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Festigkeit der Nadeln stark beeinträchtigt. In bestimmten Fällen muss daher eijie entsprechende Nadelkühlung vorgesehen
werden. Bei einem 'der-verschiedenen möglichen Kühlsysteme
werden die . Nähnadeln in einer bestimmten Richtung mit Kaltluft beaufschlagt, um eine wirksame Wärmeableitung
zu erzielen. Bei den bekannten Nadelkühlvorrichtungen werden eine oder höchstens zwei Düsen an einer Zangenspannvorrichtung
festgehalten, die aus zwei übereinanderangeordneten Platten besteht. An den aufeinanderliegenden Plattenseiten
sind zwei Nuten mit halbkreisförmigem Querschnitt vorgesehen, in welchen die beiden Düs.en angeprdnet werden.
Diese Platten werden dann mit Hilfe einer Schraube und eines Federrings mit Gewindebohrung festgespannt, so dass
die Platten gegenüber der restlichen an der Nähmaschine befestigten Halterung mit einem gewissen Reibschluss verdreht
werden können. Die kurz beschriebenen Halterungen weisen folgende Nachteile auf:
- Sie können höchstenζ zwei Düsen aufnehmen und sind daher
nur zum Aufbau auf Nähmaschinen mit einer oder höchstens zwei Nadeln geeignet.
- Der Abstand zwischen den beiden Düsen ist fest und unveränderlich, und ausserdem können beide Düsen immer nur
zusammen, jedoch nicht einzeln verschwenkt werden, so dass diese Halter nur auf Nähmaschinen mit gleichem
Nadelabstand aufgebaut werden können.
- Für jede Düse ist eine Leitung zur Zufuhr der Kühlluft erforderlich, was sich nachteilig auf die Platzverhältnisse
der Maschine auswirkt.
- Zum Einfädeln der Nadeln muss der Düsenhalter verschoben
werden, weshalb die Düsen jedesmal neu eingestellt v/erden müssen.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist nunmehr vor- al' ■■-. Dingen
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die Beseitigung der oben erwähnten Nachteile durch die Verwirklichung einer Düsenhalterung, die zum Einbau
bei ,jeder .Art von Nähmaschine geeignet ist, ganz gleich
in. welcher Lage und unter welchem Winkel die Nähnadeln angeordnet sind.
Ein v/eiteres Ziel der Erfindung ist die Schaffung einer Vorrichtung, bei welcher die gleiche Nadel mit mehreren
Kühlluftströmen unter verschiedenen Winkeln beaufschlagt wird. Weiterhin sollen die Nadeln zum Einfädeln des Nähfadens
ohne"Schwierigkeit aus ihrer Arbeitsstellung heraus verstellt und wieder in ihre Arbeitsstellung zurückgebracht'
werden, ohne dass jedesmal eine Neueinstellung erforderlich ist.
Zur Lösung dieses technischen Problems wird ein» Düsenhalter
mit einem Mehrwegeventil vorgeschlagen, in welches ohne Schwierigkeit eine oder mehrere Düsen eingesetzt
werden können, die unabhängig voneinander orientiert werden können. Gleichzeitig ist der Abstand zwischen Düsen und
Nadeln sowie der Abstand der einzelnen Düsen gegenüber der Stichplatte einstellbar.
Die oben genannte technische Aufgabenstellung wird vorteilhafterweise
gelöst durch die Schaffung eines Universalhalters für die Kühlvorrichtung einer Nähmaschine, der dadurch
gekennzeichnet ist, dass er aus einem ersten Winkelstück besteht, welches mit Mitteln ausgestattet ist, die
eine Befestigung und Höheneinstellung der Kühlvorrichtung
am Oberteil der Nähmaschine ermöglichen^ und dass er weiterhin
aus einem zweiten Winkelstück besteht, das drehbar am ersten Winkelstück angebracht ist und mit einem senkrecht
zur Vorschubrichtung des Nähmaterials angeordneten Arm versehen ist, und dass schliesslich ein an diesem Arm angebrachtes
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und mit einer oder zwei Zuleitungen mit Düse ausgestattetes Mehrwegeventil
vorgesehen ist, wobei das zweite Winkelstück mit Mitteln ausgestattet ist, die eine Verschiebung des Mehrwegeventils
ermöglichen, das über Schlauchleitungen an eine herkömmliche Druckluftanlage angeschlossen ist.
Weitere vorteilhafte Kennzeichen der erfindungsgemässen
Vorrichtung gehen deutlicher aus der eingehenden Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform des Erfindungsgegenstands
hervor, der beispielsweise an Hand der beigelegten Zeichnungen beschrieben wird. Darin zeigt:
Fig. 1 Den an eine herkömmliche Nähmaschine angebauten Halter in Vorderansicht.
Fig. 2 Den an die Nähmaschine der Fig.1 angebauten Halter in einer Seitenansicht.
Fig. 3 Den gleichen Halter mit wirklichkeitsgetreuen Abmessungen in Vorderansicht.
Fig. 4 Den Halter in einem Schnitt nach Linie IV-IV von Fig. 3.
Fig. 5 Den Halter in einem Frontalschnitt nach Linie V-V von Fig*4.
Gemäß Fig. 1 und 2 ist der erfindungsgemässe Halter an eine Nähmaschine angebaut, die ganz allgemein aus
einem Oberteil 1 besteht, das am freien Ende eines Nähmaschinenarms 2 angebracht ist und über einen Ständer 3 (Fig.2)
mit der Nähplatte 4 in Verbindung steht, welche auf einem" Untergestell 5 angebracht ist. Im Nähmaschinenoberteil 1
ist wie üblich eine Nähfusstange 6 (Figi2) vorgesehen, an deren Ende der Nähfuss 7 angebracht ist. Vor der Nähfusstange
6 sind bekanntlich die oberen Nähelemente angeordnet, die im vorliegenden Falle aus einem Nadelpaar 8 bestehen. An
der Vorderseite des Nähmaschinenoberteils 1 ist die Kühl-
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vorrichtung 9 befestigt ■, die aus einem ersten Winkelelement
10 besteht, das mit einer durch das Langloch 12
eingeführten Schraube 11 an dem Oberteil 1 befestigt ist. Ein zweites Winkelstück 13 ist mit einer Schraube"14 und
einer Mutter 15 an der Unterseites Oe5 ersten Winkelelements
10 befestigt. Zwischen den Schraubenkopf der Schraube und das zweite Winkelstück 13 ist ein Reibring 16
eingesetzt, so ! dass das zweite Winkelstück mit einem gewissen Reibschluss um die senkrechte Achse 17
gedreht werden kann/ Das zweite Winkelstück 13 ist mit einem Arm 18 ausgestattet, der sich senkrecht zur Vorschubrichtung
des Nähmaterials erstreckt, wie der Pfeil A in Fig. 2 zeigt, wobei in diesen Arm zwei Langlöcher 19
(siehe auch Fig.3)eingebracht sind . In diese Langlöcher
sind zwei Schrauben 20 eingesetzt, die in das Gehäuse des Mehrwegeventils 21 für die Druckluftzuführung eingeschraubt
sind. Das Gehäuse des Ilehrwegventils 21 besteht aus einem ".
ersten Körper 22 mit einem Sammelkanal 23 (Fig.4 und 5), von dem vier parallel und im gleichen Abstand von einem
zweiten Körper 25 angeordnete Kanäle 24 abgehen. In den zweiten Körper 25 mit L-förmigem Querschnitt sind wiederum
vier koaxial zu den vier soeben erwähnten Abblaskanälen verlaufende Kanäle 26 eingebracht. Der Sammelkanal 23 ist
über ein Kupplungselement 27 und eine entsprechende Schlauchleitung 27" an eine nicht dargestellte Druckluftanlage herkömmlicher
Ausführung angeschlossen.
Die beiden Körperhälften 22 und 25, aus denen das'Mehr-
t · · wegeventil 21 zusammengesetzt ist, sind durch eine Schraube miteinander verbunden, wobei an der ersten Körperhälfte j
in entsprechenden Aufnahmesitzen eine Reihe von Dichtungsringen 30 koaxial zu den entsprechenden Abblaskanälen
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- i-
angeordnet sind. In die beiden.seitlichen Abblaskanäle
sind Rohrelemente 31 eingesetzt, welche-in je eine Düse
32 übergehen, die gegen die Nähnadel hin abgebogen sind. Die-beiden mittleren Abblaskanäle"sind dagegen mit Zapfen-Verschlüssen
33 -verschlossen'. Die Rohre leinen te 31* sind sowohl in den Ablasskanälen verschiebbar, als auch um ihre
eigene Achse drehbar, um dadurch eine einwandfreie Positionierung der Düsen 39 gegenüber den Nadeln der Nähmaschine
zu ermöglichen. Die Dichtungsringe 30 sorgen für eine Abdichtung der Druckluft und erlauben trotzdem eine Verschiebung
der Rohrelemente 31.
Die besonderen Vorteile der oben beschriebenen Halterung ergeben sich aus den anschliessend genannten Verstellmöglichkeiten
von Halter und Düse: .
- Benkrechtversteilung der ganzen Kühlvorrichtung 9
durch entsprechende Positionierung des. Langlochs 12 am ersten Winkelstück 10 gegenüber dem Nähmaschinenoberteil
.
- Drehung des zweiten Winkelstücks 13 um se,ine Senkrechtachse
17, wodurch das ganze Mehrwegventil 21 zusammen mit den Düsen aus der Arbeitsstellung entfernt wird, um das
. Einfädeln des Fadens in die Nadeln oder eventuelle Inspektionsarbeiten
zu erleichtern. Mit Hilfe des Anschlagstifts 34 kann das Mehrwegventil 21, wenn es gegenüber
dem-WinkeIstück 10 verdreht worden ist, wieder
in. seine ursprüngliche Stellung gegenüber den Nähnadeln zurückgebracht werden«
- Verschiebung des Mehrwegbentils längs der Langlöcher 19 des
Arms 18 um den Abstand des Mehrwegventils von der
senkrechten Rotationsachse des zweiten Winkelstücks und .von der Vertikalachse der Nadeln einstellen zu können.
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— Drehung <3er lehrelemente 31 um ihre eigene Achse,
um eine unabhängige Orientierung der Püsen 32 zu ermöglichen.
- 'Verschiebung der Rohrelemente 31 längs den Äbblaskanälen
des Mehrwegventils 21, wodurch eine Höhenverstellung
der Düsen gegenüber der Stichplatte erzielt wird, so dass die Nadel' an der gewünschten Stelle mit Druckluft beaufschlagt
wird, was ganz besonders dann von Vorteil ist, wenn die Nadeln gegenüber der Stichplatte auf verschiedener
Höhe angeordnet sind.
Bei der Beschreibung einer bevorzugten Ausführungsform
des Erfindungsgegenstandes wurde ganz speziell, auf eine
Nähmaschine mit zwei Nähnadeln Bezug genommen. Bs ist jedoch klar, dass der erfindungsgemässe Halter auch auf
einer Nähmaschine mit drei oder mehr Nadeln angebracht werden kann, indem die .Zapfenverschlüsse 33 entfernt werden
und an deren Stelle ein Leitungselement 31 eingesetzt wird. Je nach dem Abstand zwischen einer Nadel und der andern
lind je nach dem Abstand, in welchem die Düsen von den
Nadeln angeordnet werden sollen, können auch nur zwei Leitungselemente mit Düse in die beiden mittleren Abblasleitungen
oder aber in eine mittlere und eine seitliche Abblas leitung eingesetzt werden. Insbesondere bei Maschinen
mit versetzt angeordneten Nadeln können zwei oder mehrere Düsen die vom Mehrwegventil am weitesten entfernten Nadel beaufschlagen,
um damit eine wirksamere Kühlleistung zu erzielen.
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Claims (1)
- ''Patentansprüche[\ ^) Universalhalter für die Nadelkühlung von Nähmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass er mit·einem ersten Winkelstück (10) mit Mitteln (10) für die Befestigung und Höhenverstellung der Kühlvorrichtung (9) am Nähmaschinenoberteil, weiterhin mit einem zweiten Winkelstück (13), das drehbar am ersten Winkelstück (10) angeordnet und mit einem senkrecht zur Nähmaterialvorschubrichtung (A) angeordneten Arm (18) ausgestattet istf und schliesslich . - ein. an diesem Arm (18) befestigten und mit einer oder mehreren Leitungen (31) versehenes Mehrwegventil (2f) enthält, wobei dieses zweite Winkelstück (13) mit Mitteln (19) bestückt ist, die eine Verschiebung des über Schlauchleitungen (2 8) an eine herkömmmliche Druckluftanlage angeschlossenen Mehrwegeventils (21) ermöglichen.Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Mehrwegventil (21) aus einer ersten (22) und einer zweiten (25) Körperhälfte besteht, die beide mit einem oder mehreren koaxial verlaufenden Abbläskanälen (24, 26) versehen s.inc^, die zur Aufnahme einer entsprechenden Anzahl von Leitungselementen (31) mit Düse (32) bestimmt sind, wobei jedes einzelene Leitungselement (31) in diesen koaxialen Abblaskanälen (24, 26) verschiebbar und drehbar angeordnet ist, um 'damit eine genaue Höhenverstellung und Orientierung der Blasdüsen (32) gegenüber den zu kühlenden Nähnadeln zu ermöglichen und wobei jedes Leitungselement (31) durch entsprechende Verschlüsse (33) ersetzt werden kann, mit welchen die entsprechenden Abblaskanäle (2 4; 26) verschlossen v/er dan können, falls die Anzahl der betriebsfähigen Leitungse!entente (31) herabgesetzt werden soll.409843/07833. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zweite Körperhälfte (25) des Mehrwegventils (21) einen L-förmigen Querschnitt aufweist und an der Unterseite der ersten Körperhälfte (22) befestigt ist, wobei die zweite Körperhälfte (25) zusammen mit dem Arm (18) des zweiten "Winkelstücks (13) eine Zangenspannvorrichtung zum Festhalten der Leitungselemente (31) bildet und wobei schliesslich bei jedem Leitungselement (31) ein Dichtungsring (30) in. einem entsprechenden Aufnahmesitz zwischen der ersten und der zweiten Körperhälfte (22 bzw. 25) vorgesehen ist.4. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dassdie Verschlusselemente für die Abblaskanäle (24, 26) im Meb-r*- wegeventil als Zapfen (33) ausgebildet sind.5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (12) für die Höhenverstellung der Kühlvorrichtung(9) aus einem Langloch und einer durch dieses hindurchgeführten Befestigungsschraube (11) bestehen.6. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Mittel (19) für die Verschiebung des Mehrwegventils (21) aus einem oder mehreren horizontal angeordneten Langlöchern(19) bestehen, durch die eine entsprechende Anzahl Schrauben(20) zum Festschrauben am Mehrwegventil (21) hindurchgeführt sind.7. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass, das zweite Winkelstück (14) mit einer Schraube (14) und einer entsprechenden Mutter (15) an der Unterseite des ersten Winkelstücks (10) befestigt ist, wobei zwischen dieser Schraube (14) und dem zweiten Winkelstück. (13) ein Reibring (16) ' angeordnet ist, so daß das zweite Winkelstück (13) mit einem gewissen Reibschluss gegenüber dem·ersten Winkelstück(10). 409843/0783verdreht werden kann, wenn das Mehrwegventil (21) zusammen mit den entsprechenden Leitungselementen (31) zum Einfädeln der Nadeln oder für andere Zwecke aus dem Arbeitsbereich herausgeschwenkt werden soll.8. Vorrichtung.nach Anspruch Ί, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse (17) der Schraube (17) vertikal angeordnet ist, so dass die Kühlvorrichtung (9) horizontal verschwenkbar ist.409843/0783
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