DE2414115C3 - DruckhiftschuBwaffe - Google Patents
DruckhiftschuBwaffeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftschußwaffe mit starrem Lauf und Spannhebel-Gestängebetätigung,
bei welcher die Luft durch Druckstufen mittels eines Niederdruckkolbens und eines Hochdruckkolbens
erzeugt und in einen Speicherraum gepreßt wird, wobei durch die Abzugsvorrichtung über ein Auslaßventil die
hochkomprimierte Luft dem Geschoßlager im Lauf zugeleitet wird.
Es sind bereits Waffen dieser Art bekannt geworden, bei welchen die Luft in zwei Stufen mittels koaxial fest
zueinander angeordneter Kolben, welche in in der Waffe feststehenden Zylindern gleiten, auf hohen
Druck komprimiert wird, wie beispielsweise in der DT-PS 12 06331 aufgezeigt ist. Hierbei ist es aus kräfte-
und volumenmäßigen Gründen allgemein üblich, den Hochdruckzylinder mit einem kleineren Durchmesser
auszubilden als den Niederdruckzylinder. Das hat jedoch zur Folge, daß die Dichtung des Hochdruckkolbens
relativ hoher Druck- und somit Reibungsbeanspruchung unterworfen ist, zumal die Hubwege des
Nieder- und Hochdruckkolbens gleich groß sind, so daß an das Dichtungsmaterial sehr hohe Anforderungen gestellt
werden müssen. Gleichzeitig wirken sich die seitlichen Kraftangriffe an den Kolben ungünstig aus, indem
mittels der einseitigen Kraftwirkung eine Verkantungsneigung auftritt, wodurch einseitig erhöhte Reibung
verursacht wird.
Des weiteren ist eine Luftdruckschußwaffe nach der DT-PS 10 35 015 bekannt geworden, bei welcher der
Hoch- und Niederdruckzylinder in verschiedenen aber parallelen Ebenen, also nicht koaxial, vorgesehen sind.
Dadurch wurde es möglich, den Hochdruckkolben größer auszubilden als bisher praxisüblich. Jedoch ist hierbei
einem Hub-Durchmesser-Verhältnis von etwa 1 :1 115
der Hub noch immer relativ groß. Wenn gleich bei dieser
Waffe der Kraftangriff am Niederdruckkolben bzw. Hochdruckzylinder etwa mittig ist, so tritt hier dennoch
in nachteiliger Weise durch Momentbildung eine Verkantungsneigung auf, so daß die in der den Lauf aufnehmenden
Trägerhülse auftretende Biegebeanspruchung nicht außer Acht gelassen werden darf.
Die Aufgabe und der Zweck der Erfindung ist es nun, bei einer Druckluftschußwaffe der eingangs genannten
Art vorgenannte Nachteile zu vermeiden und ein weiter verbessertes Druckluftsystem zu schaffen, bei welchem
infolge des kurzen Weges die Dichtung des Hochdruckzylinders einer wesentlich geringeren
Druck- und Reibungsbeanspruchung unterliegt und durch genau mittig vorgesehene Kraftangriffe die Kolben
und Zylinder verkantungsfrei in der Trägerhülse zu führen, um auf diese Weise das Spannen der Waffe wesentlich
ausgeglichener und leichter durchführen zu können.
Dies wird erfindungsgemäß nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs erreicht.
Nachfolgend soll eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher
beschrieben werden, wobei zeigt
F i g. 1 einen Seitenlängsschnitt durch die teilweise
dargestellte Druckluftschußwaffe in geschlossenem und entspanntem Zustand, also nach dem Schuß,
F i g. 2 einen Seitenlängsschnitt durch die teilweise dargestellte Druckluftschußwaffe in geöffnetem Zustand,
F i g. 3 eine Draufsicht in Pfeilrichtung A nach der F i g. 1 in Schnittdarstellung,
Fig.4 eine Draufsicht in Pfeilrichtung B nach der
F i g. 2 in Schnittdarstellung.
Gemäß den F i g. 1 und 2 sind alle druckerzeugenden Bauteile, sowie die zugehörigen Steuerorgane einer
Druckluftschußwaffe 1 in einer im Gewehrkolben gehaltenen Trägerhülse 3 angeordnet, in welcher ebenfalls
der Lauf 4 starr vorgesehen ist, so daß die Visierlinie, im Gegensatz zum Kipplaufgewehr, feststehend
ausführbar ist. Beim Spannen wird in bekannter Weise ein In der Waffe auf der Achse 5 gelagerter Spannhebel
6 aus seiner Grundstellung nach F i g. 3 seitlich bis in eine hintere Stellung nach F i g. 4 herausgeschwenkt.
Hierbei wird über eine am Spannhebel 6 mittels der Achse T angelenkte einfache oder doppelte Verbindungslasche
7 der als Hülse ausgebildete Hochdruckkolben 8 nach hinten, also vom Lauf weg, gezogen.
Gleichzeitig gleitet nach den F i g. 1 und 2 der Steuerschieber 9 mit zurück, welcher mittels einer am hinteren
Ende vorgesehenen Brücke 10 über die Achse 11 für die Verbindungslasche 7 und das Gelenkauge 12 der
mit einem Durchbruch versehenen Abschlußkappe 13 mit dem Hochdruckkolben 8 verbunden ist. Im Innern
ist der Hochdruckkolben 8 als Niederdruckzylinder 14 ausgebildet und gleitet bei seiner Rückwärtsbewegung
durch Seitwärtsschwenken des Spannhebels 6 über den mittels eines Steges 15 in der Trägerhülse 3 fest angeordneten
Niederdruckkolben 16 mit der Niederdruckdichtung 17. Am vorderen zum Lauf 4 weisenden
Ende 18 des auf der Gleitbahn 19 mittels eines Führungsteiles 20 geführten Steuerschiebers 9 sind auf
einer Achse 21 zwei seitlich symmetrisch vorgesehene Steuerhebel 22 schwenkbar gelagert, welche nach der
F i g. 2 mit ihren Kraftarmen 23 von den Steuerkurven 24 ablaufen, wenn der Steuerschieber 9 gleichzeitig mit
dem als Niederdruckzylinder 14 ausgebildete Hochdruckkolben 8 zurückgleitet. Dabei wird der auf dem
Hochdruckkolben 8 frei bewegliche und nach vorn durch das Kopfstück 25 abgeschlossene Hochdruckzylinder
26 freigegeben, so daß sich zwischen dem Kopfstück 25 des Hochdruckzylinders 26 und dem Hochdruckkolben
8 ein Vorverdichtungsraum 26' bildet, indem die in den Niederdruclttilinder eingeflossene Atmosphärenluft
durch das Ventil 27 im Hochdruckkolben 8 in den Hochdruckzylinder 26 gedrückt und in
dieser ersten Verdichtungsstufe im beispielsweisen Verhältnis 1 :5 vorverdichtet wird.
Der Anschlag 28 des Steuerschiebers 9 legt sich gegen
einen Ansatz 29 des Schlagstückes 30, so daß letzteres gegen die Wirkung der Schlagfeder 31 ebenfalls
nach hinten bewegt wird bis das im Federgegenlager 32 längsgeführte Schlagstück 30 in der hinteren Endstellung
nach F i g. 2 mit seinem hinteren hakenförmigen Ende 33 in einer Aussparung 34 der vom Abzug 35 zu
betätigenden Abzugstange 36 einrastet.
In diesem Zustand der Waffe ö h, in der hinteren
Totpunktlage der Kolben und Zylinder, wie in F i g. 2 dargestellt, liegt das Laufmundstück 37 im Vergleich zu
bekannten Ausführungsarten in einem relativ großen Raum frei, so daß in bequemer Weise, ohne besondere
Ladevorrichtungen einsetzen zu müssen, die Geschoßkugel in das Laufmundstück 37 einführbar ist.
Um die Waffe nach dem Laden in den schußbereiten Zustand zu bringen, wird der Spannhebel 6 aus seiner
hinteren Schwenklage nach Fig.4 in seine Grundstellung
nach F i g. 3 zurückgeschwenkt, wobei mittels der Verbindungslaschen 7 der Hochdruckkolben 8 mit dem
darauf frei beweglichen Hochdruckzylinder 26 zum Lauf 4 hin verschoben wird. Dadurch, daß ebenso der
Steuerschieber 9 zwangsläufig mit nach vorn gleitet, laufen die Steuerhebel 22 mit den Kraftarmen 23 auf
die Steuerkurven 24 auf, wodurch sich die Steuerhebel verschwenken, so daß diese mit den Lastarmen 38 mittig
gegen das Kopfstück 25 drücken und auf diese Weise den Hochdruckzylinder 26 auf den Hochdruckkolben
8 schieben, wie die F i g. 1 und 3 erkennen lassen. Dabei wird die im Hochdruckzylinder 26 vorverdichtete Luft
in einer zweiten Verdichtungsstufe in den Druckraum 39 gepreßt, in dem dann die Druckluft bis zur Abgabe
des Schusses gespeichert bleibt. Durch Andrücken des Kopfstückes 25 gegen einen in der Trägerhülse 3 angeordneten
Anschlag 40 in der vorderen Totpunktsleilung des Hochdruckzylinders 26 werrien die Steuerhebel
22 von den vom Kopfstück ausgehenden Kräften entlastet.
Zum Auslösen des Schusses wird in bekannter Weise der Abzug 35 betätigt, wobei die Abzugstange 36 das
Schlagstück 30 freigibt, welches unter der Wirkung der Schlagfeder 31 nach vorn gegen den auf der Achse 41
schwenkbar gelagerten Schlagübertragungshebel 42 gestoßen wird. Dabei schlägt Her letztere mit dem oberen
Hebelarm 43 auf den längsbeweglichen Schlagstift 44, welcher die Bewegung auf das feder- und druckluftbelastete
Auslaßventil 45 weiterleitet. Das auf diese Weise geöffnete Auslaßventil läßt die im Druckraum 39
hochkomprimierte Luft durch einen Zuführkanal 46 zum Lauf 4 hin entweichen, wodurch das nicht dargestellte
Geschoß durch den Lauf getrieben wird. Dieser Zustand der Waffe ist in der F i g. 1 wiedergegeben.
Auf Grund der erfindungsgemäßen Anordnung der Hoch- und Niederdruckkolben und -zylinder 8, 26, 16,
14 zueinander ergeben sich, wie die F i g. 1 und 3 erkennen fassen, gegenüber bisher bekannten Ausführungsarten wesentlich verkürzte Überströmkanäle, so daß
Druck- und Luftverluste weitgehend vermieden werden.
Die konstruktive Ausbildung des Hochdruckkolbens 8 mit größtmöglichem Durchmesser (größer als der
Niederdruckkolben 16) bewirkt eine Reduzierung der spezifischen Belastung der Hochdruckdiclitung 47, wobei
zusätzlich durch die volumenbedingte extrem kurze Relativbewegung zwischen Hochdruckkolben 8 und
Hochdruckzylinder 26 die Reibungsbeanspruchung.als nur gering anzusetzen ist. Der mit dem vergrößerten
Durchmesser des Hochdruckzylinders 26 verbundene erhöhte Kraftaufwand wird mittels der flachen Steuerkurve
24 ausgeglichen, auf welcher während des relativ langen Hubweges des gesamten Pumpsystems mit dem
Steuerschieber 9 der Steuerhebel 22 mit seinem Kraftarm 23 aufläuft und, wie bereits beschrieben mit dem
Lastarm 38 den Hochdruckzylinder 26 über den Hochdruckkolben 8 drückt. Auf diese Weise wird eine leichte
Betätigung des Spannhebels 6 und eine Ausgeglichenheit der auftretenden Kräfte erreicht.
Da alle Kraftangriffe auf die Kolben und Zylinder mittig erfolgen, wird ein Verkanten dieser Bauteile vermieden,
die auftretenden Kräfte zentrisch auf die Trägerhülse 3 übertragen und somit eine Biegebeanspruchung
der Trägerhülse ausgeschlossen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:24Druckluftschußwaffe mit starrem Lauf und Spannhebel-Gestängebetätigung, bei welcher die Luft durch Druckstufen mittels eines Niederdruckkolbens und eines Hochdruckkolbens erzeugt und in einen Speicherraum gepreßt wird, wobei durch die Abzugsvorrichtung über ein Auslaßventil die hochkomprimierte Luft dem Geschoßlager im Lauf zu- geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Hochdruckzylinder (26) ausgebildetes Kopfstück (25) frei beweglich auf dem Hochdruckkolben (8) gleitet und in seinem Innern einen Niederdruckzylinder (14) aufweist, welcher auf dem in der Trägerhülse (3) feststehend angeordneten Niederdruckkolben (16) vsrschiebbar gelagert ist und mittels der an Augen (12) einer Abschlußkappe (13) des Niederdruckzylinders angelenkten Verbindungslaschen (7) mit dem Spannhebel (6) sowie über eine Brücke (10) mit einem Steuerschieber (9) verbunden ist, an dessen vorderem, dem Lauf zugekehrten Ende auf einer Achse (21) zwei Steuerhebel (22) schwenkbar angeordnet sind, deren Hebelarme (38) einerseits am Kopfstück (25) angreifen und deren Hebelarme (23) anderseits beim Spannvorgang auf gehäusefeste Steuerkurvenstücke (24) auflaufen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414115 DE2414115C3 (de) | 1974-03-23 | DruckhiftschuBwaffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414115 DE2414115C3 (de) | 1974-03-23 | DruckhiftschuBwaffe |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2414115A1 DE2414115A1 (de) | 1975-10-02 |
| DE2414115B2 DE2414115B2 (de) | 1976-04-22 |
| DE2414115C3 true DE2414115C3 (de) | 1976-12-16 |
Family
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