DE2414115B2 - Druckluftschusswaffe - Google Patents
DruckluftschusswaffeInfo
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Classifications
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F41—WEAPONS
- F41B—WEAPONS FOR PROJECTING MISSILES WITHOUT USE OF EXPLOSIVE OR COMBUSTIBLE PROPELLANT CHARGE; WEAPONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
- F41B11/00—Compressed-gas guns, e.g. air guns; Steam guns
- F41B11/60—Compressed-gas guns, e.g. air guns; Steam guns characterised by the supply of compressed gas
- F41B11/68—Compressed-gas guns, e.g. air guns; Steam guns characterised by the supply of compressed gas the gas being pre-compressed before firing
- F41B11/681—Pumping or compressor arrangements therefor
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Druckluftschußwaffe mit starrem Lauf und Spannhebel-Gestängebetätigung.
bei welcher die Luft dui ;h Druckstufen mittels eines Niederdruckkolbens und eines Hocridruckkolbens
erzeugt und in einen Speicherraum gepreßt wird, wobei durch die Abzugsvorrichtung über ein Auslaßventil die
hochkomprimierte Luft dem Geschoßlager im Lauf zugeleitet wird.
Es sind bereits Waffen dieser Art bekannt geworden, bei welchen die Luft in zwei Stufen mittels koaxial fest
zueinander angeordneter Kolben, welche in in der Waffe feststehenden Zylindern gleiten, auf hohen
Druck komprimiert wird, wie beispielsweise in der DT-PS 12 06 331 aufgezeigt ist. Hierbei ist es aus kräftc-
und volumenniäßigen Gründen allgemein üblich, den Hochdruckzylinder mit einem kleineren Durchmesser
auszubilden als den Niederdruckzylinder. Das hat jedoch zur Folge, daß die Dichtung des Hochdruckkolbens
relativ hoher Druck- und somit Reibungsbeanspruchung unterworfen ist, zumal die Hubwege des
Nieder- und Hochdruckkolbens gleich groß sind, so daß an das Dichtungsmaterial sehr hohe Anforderungen gestellt
werden müssen. Gleichzeitig wirken sich die seitlichen Kraftangriffe an den Kolben ungünstig aus, indem
mittels der einseitigen Kraftwirkung eine Verkantungsneigung auftritt, wodurch einseitig erhöhte Reibung
verursacht wird.
Des weiteren ist eine Luftdruckschußwaffe nach der DTPS 10 35 015 bekannt geworden, bei welcher der
Hoch- und Niederdruckzylinder in verschiedenen aber parallelen Ebenen, also nicht koaxial, vorgesehen sind.
Dadurch wurde es möglich, den Hochdruckkolben größer auszubilden als bisher praxisüblich. Jedoch ist hierbei
einem Hub-Durchmesser-Verhältnis von etwa 1 : 1 der Hub noch immer relativ groß. Wenn gleich bei dieser
Waffe der Kraftangriff am Niederdruckkolben bzw. Hochdruckzylinder etwa mittig ist, so iritt hier dennoch
in nachteiliger Weise durch Momentbildung eine Verkantungsneigung auf, so daß die in der den Lauf aufnehmenden
Trägerhülse auftretende Bicgeb.-anspruchung nicht außer Acht gelassen werden darf.
Die Aufgabe und der Zweck der Erfindung ist es nun, bei einer Druckluftschußwaffe der eingangs genannten
Art vorgenannte Nachteile zu vermeiden und ein weiter verbessertes Druckluftsystem zu schaffen, bei welchem infolge des kurzen Weges die Dichtung des
Hochdruckzylinders einer wesentlich geringeren Druck- und Reibungsbeanspruchung unterliegt und
durch scnau mittig vorgesehene Kraftangriffe die Kolben
und Zylinder verkantungsfrei in der Trägerhülse /u führen, um auf diese Weise das Spannen der Wafie wesentlich
ausgeglichener und leichter durchführen /u können.
Dies wird erfindungsgemäß nach dem kennzeichnenden Teil des Anspruchs erreicht.
Nachfolgend soll eine beispielsweise Ausführungsform
der Erfindung an Hand der Zeichnungen näher beschrieben werden, wobei zeigt
Fig.] einen Seitenlängsschnitt durch die teilweise
dargestellte Druckluftschußwaffe in geschlossenem und entspanntem Zustand, also nach dem Schuß,
F i g. 2 einen Seitenlängsschnitt durch die teilweise dargestellte Druckluftschußwaffe in geöffnetem Zustand,
Fig.3 eine Draufsicht in Pfeilrichiimg A nach der
F i g. 1 in Schnittdarstellung,
Fig.4 eine Draufsicht in Pfeilrichtung B nach der
F i g. 2 in Schnittdarstellung.
Gemäß den F i g. I und 2 sind alle druckerzeugenden Bauteile, sowie die zugehörigen Stcuerorgane einer
Druckluftschußwaffe 1 in einer im Gewehrkolben gehaltenen Trägerhülse 3 angeordnet, in welcher ebenfalls
der Lauf 4 starr vorgesehen ist, so daß die Visierlinie, i:n Gegensatz zum Kipplaufgewchr, feststehend
ausführbar ist. Beim Spannen wird in bekannter Weise ein in der Waffe auf der Achse 5 gelagerter Spannhebel
6 aus seiner Grundstellung nach F i g. 3 seitlich bis in eine hintere Stellung nach Fig.4 herausgeschwenkt.
Hierbei wird über eine am Spannhebel 6 mittels der Achse T angelenkte einfache oder doppelte Vcrbindungslasche
7 der als Hülse ausgebildete Hochdruckkolben 8 nach hinten, also vom Lauf weg, gezogen.
Gleichzeitig gleitet nach den F i g. 1 und 2 der Steuerschieber 9 mit zurück, welcher mittels einer am hinteren
Ende vorgesehenen Brücke 10 über die Achse 11 für die Verbindungslasche 7 und das Gelcnkauge 12 der
mit einem Durchbruch versehenen Abschlußkappc 13 mit dem Hochdruckkolben 8 verbunden ist. Im Innern
ist der Hochdruckkolben 8 als Niedcrdruckzylindcr 14 ausgebildet und gleitet bei seiner Rückwärtsbewegung
durch Seitwärtsschwenken des Spannhebels 6 über den mittels eines Steges 15 in der Trägerhülse 3 fest angeordneten
Niederdruckkolben 16 mit der Niederdruckdichtung 17. Am vorderen zum Lauf 4 weisenden
Ende 18 des auf der Gleitbahn 19 mittels eines Fiilirungsteiles
20 geführten Steuerschiebers 9 sind auf einer Achse 21 zwei seitlich symmetrisch vorgesehene
Steuerhebel 22 schwenkbar gelagert, welche nach der F i g. 2 mit ihren Kraftarmen 23 von den .Steuerkurven
24 ablaufen, wenn der Steuerschieber 9 gleichzeitig mit dem als Niederdruckzylinder 14 ausgebildete Hochdruckkolbcn
8 zurückgleitet. Dabei wird der auf dem
Hochdruekkolben 8 frei bewegliche und nach \orn
durch das Kopfstück 25 abgeschlossene I lochdruck/ylinder 26 freigegeben, so daß sich /wischen dem Kopfstück
25 des llochdruckzyünders 2h und dem llochdruckkolben
8 ein Vorverdiehtungsraum 26' bildet, indem die in den Niederdruckzyhnder eingeflossene Atniosphärenluft
durch das Ventil 27 im Hochdruekkolben 8 in den Hochdruckzylinder 26 gedrückt und in
dieser ersten Verdiehtungsstuic im beispielsweisen Verhältnis 1 : 5 vorverdichtet wird.
Der Anschlag 28 des Steuerschiebers 9 legt sich gegen einen Ansatz 29 des Schkigstüekes 30. so daß letzteres
gegen die Wirkung der Schlagfeder 31 ebenfalls nach hinten bewegt wird bis das im Federgegcnlager 32
längsgeführte .Schlagstück 30 in der hinteren lindstellung
nach F i g. 2 mit seinem hinteren hakenförmigen Ende 33 in einer Aussparung 34 der vom Abzug 35 zu
betätigenden Abzugstangc 36 einrastet.
In diesem Zustand der Waffe d. h., in der hinteren Totpunktlage der Kolben und Zylinder, wie in I- i g, 2
dargestellt, liegt das Laufmundstück 37 im Vergleich zu bekannten Ausführungsarten in einem relativ großen
Raum frei, so daß in bequemer Weise, ohne besondere Ladevorrichtungen einsetzen zu müssen, die Geschoßkugel
in das Laufmundstück 37 einführbar ist.
Um die Waffe nach dem Laden in den schußbereiten Zustand zu bringen, wird der Spannhebel 6 aus seiner
hinteren .Schwenklage nach Fi g. 4 in seine Grundstellung
nach F i g. 3 zurückgeschwenkt, wobei mittels der Verbindungslaschen 7 der Hochdruekkolben 8 mit dem
darauf frei beweglichen Hochdruckzylinder 26 zum Lauf 4 hin verschoben wird. Dadurch, daß ebenso der
Steuerschieber 9 zwangsläufig mit nach vorn gleitet, laufen die Steuerhebel 22 mit den Kraftarmen 23 auf
die Steuerkurven 24 auf, wodurch sich die Steuerhebel verschwenken, so daß diese mit den Lastarmen 38 mittig
gegen das Kopfstück 25 drücken und auf diese Weise den Hochdruckzylinder 26 auf den Hochdruckkolben
8 schieben, wie die F i g. 1 und 3 erkennen lassen. Dabei wird die im Hochdruckzylinder 26 vorverdichtete Luft
in einer zweiten Verdichtungsstufe in den Druckraum 39 gepreßt, in dem dann die Druckluft bis zur Abgabe
des Schusses gespeichert bleibt. Durch Andrücken des Kopfstückes 25 gegen einen in der Trägerhülse 3 angeordneten
Anschlag 40 in der vorderen Totpunktsicllung des Hochdruckzylinders 26 werden die Steuerhebel
22 von den :wm Kopfstück ausgehenden Kräften
entlastet.
Zui" Auslosen des Schusses wird in bekannter Weise
der Abzug 35 betätigt, wobei die Abzugsuinge 36 das
Schlagstück 30 freigibt, welches unter der Wirkung der
Schlagfeder 31 nach \orn gegen den auf der Achse 41 schwenkbar gelagerten Sehlagübertragungshebel 42
gestoßen wird. Dabei schlagt der letztere mit dem oberen
Hebelarm 43 auf den längsbeweglichen Schlagstill 44, welcher die Bewegung auf das feder- und drucklufibelustete
Auslaßventil 45 weiterleitet. Das auf diese Weise geöffnete Auslaßventil läßt die im Druckraum 39
hochkomprimiene Luft durch einen Zuführkanal 46
zum Lauf 4 hin entweichen, wodurch das nicht dargestellte Geschoß durch den Lauf getrieben wird. Dieser
Zustand der Waffe ist in der F i g. 1 wiedergegeben.
Auf Grund der erfindungsgemäßen Anordnung der Hoch- und Niederdruckkolben und -zylinder 8. 26. 16,
14 zueinander ergeben sich, wie die I i g. i und J erkennen
lassen, gegenüber bisher bekannten Ativfiihrunjisarten
wesentlich verkürzte Überströmkanäie, so daß Druck- und Luftverluste weitgehend vermieden werden.
Die konstruktive Ausbildung des Hochdruckkolbens 8 r.-iii größtmöglichem Durchmesser (größer als der
Niederdruckkolben 16) bewirkt eine Reduzierung der spezifischen Belastung der Hochdruckdichtung 47. wobei
zusätzlich durch die volumenbedingte extrem kurze Relativbewegung zwischen Hochdruekkolben 8 und
Hochdruckzylinder 26 die Reibungsbeanspruchung als nur gering anzusetzen ist. Der mit dem vergrößerien
Durchmesser des Hochdruckzylinders 26 verbundene erhöhte Kraftaufwand wird mittels der flachen Steuerkurve
24 ausgeglichen, auf welcher während des relativ langen Hubweges des gesamten Pumpsystems mit dem
Steuerschieber 9 der Steuerhebel 22 mit seinem Kraftarm 23 auflauft und, wie bereits beschrieben mit dem
Lastarm 38 den Hochdruckzylinder 26 über den I lochdruckkolben
8 drückt. Auf diese Weise wird eine leichte Betätigung des Spannhebels 6 und eine Ausgeglichenheit
der auftretenden Kräfte erreicht.
Da alle Kraftangriffe auf die Kolben und Zylinder mittig erfolgen, wird ein Verkanten dieser Bauteile Vermieden,
die auftretenden Kräfte zenirisch auf die
Trägerhülse 3 übertragen und somit eine Biegebeanspruchung der Trägerhülse ausgeschlossen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Druckluftschußwaffe mit starrem Lauf und Spannhebel-Gestängebetätigung, bei welcher die Luft durch Druckstufen mittels eines Niederdruckkolbens und eines Hochdruckkolbens erzeugt und in einen Speicherraum gepreßt wird, wobei durch die Abzugsvorrichtung über ein Auslaßventil die hochkomprimierte Luft dem Geschoßlager im Lauf zugeleilet wird, dadurch gekennzeichnet, daß ein als Hochdruckzylinder (26) ausgebildetes Kopfstück (25) frei beweglich auf dem Hochdruckkolben (8) gleitet und in seinem Innern einen Niederdruckzylinder (14) aufweist, welcher auf dem in der Trägerhülse (3) feststehend angeordneten Niederdruckkolben (16) verschiebbar gelagert ist und mittels der an Augen (12) einer Abschlußkappe (13) des Niederdruckzylinders angelenkten Verbindungslaschen (7) mit dem Spannhebel (6) sowie über eine Brücke (10) mit einem Steuerschieber (9) verbunden ist, an dessen vorderem, dem Lauf zugekehrten Ende auf einer Achse (21) zwei Steuerhebel (22) schwenkbar angeordnet sind, deren Hebelarme (38) einerseits am Kopfstück (25) angreifen und deren Hebelarme (23) anderseits beim Spannvorgang auf gehäusefeste Steuerkurvenstücke (24) auflaufen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414115 DE2414115C3 (de) | 1974-03-23 | DruckhiftschuBwaffe |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742414115 DE2414115C3 (de) | 1974-03-23 | DruckhiftschuBwaffe |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2414115A1 DE2414115A1 (de) | 1975-10-02 |
| DE2414115B2 true DE2414115B2 (de) | 1976-04-22 |
| DE2414115C3 DE2414115C3 (de) | 1976-12-16 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2414115A1 (de) | 1975-10-02 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| EGA | New person/name/address of the applicant | ||
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