Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen >n Schwefeldioxid aus einem Gas, bei dem man das
:hwefeldioxid enthaltende Gas mit einer Absorpüonssung
in Berührung bringt, die ein Halogenid eines etalis einer der Gruppen II. Ill und VIII des
;riodischen Systems der Elemente sowie ein Hydroxid nes solchen Metalis enthält.
Aus der US-Patentschrift 33 86 798 ist es bekannt, daß ir Entfernung von in Abgasen enthaltenem Schwefeloxid
eine Lösung verwendet werden kann, die :rgestellt worden ist durch Zugabe eines Hydroxids
nes Metalls einer der Gruppen 11, III und VIII des
Periodischen Systems der Elemente zu einer wäßrigen Lösung eines Halogenide eines solchen Metalls. Bei
diesem bekannten Verfahren wird die Schwefeldioxidentfernung in erster Linie unter Verwendung einer
Calciumchloridlösung durchgeführt, der Calciumhydroxid
zugesetzt wird, welches die Funktion hat, die bei der Umsetzung gebildete Chlorwasserstoffsäure zu neutralisieren.
Bei dem bekannten Verfahren wird eine 40 bis 42,5%
Calciumchlorid enthaltende wäßrige Lösung mit einem Schwefeldioxid enthaltenden Gichtgas in Berührung
gebracht, wonach eine 0,0013%ige Calciumhydroxidlösung
zu der wäßrigen Calciumchloridlösung zugesetzt wird. Die bei diesem bekannten Verfahren verwendete
Absorptionslösung weist jedoch nur ein unzureichendes Absorptionsvermögen für Schwefeldioxid auf, weil die
Löslichkeit von Calciumhydroxid in einer solchen Absorptionslösung begrenzt ist. Um daher eine
ausreichende Entfernung von Schwefeldioxid zu erzielen, muß der Behandlungsturm, in dem das Gichtgas mit
der Absorptionslösung in Berührung gebracht wird, vergrößert werden, und außerdem muß die Menge der
eingesetzten Absorptionslösung beträchtlich erhöht werden.
Es ist auch bereits bekannt, für die Entfernung von Schwefeldioxid aus einem Schwefeldioxid enthaltenden
Gas als Absorptionslösung eine Kalkaufschlämrnung, d. h. eine wäßrige Calciumhydroxidlösung, zu verwenden.
Auch dieses Verfahren hat jedoch verschiedene Nachteile. So beträgt beispielsweise die Löslichkeit von
Calciumhydroxid in Wasser nur etwa 0,2 Gew.-%. Um nun eine große Menge Calciumhydroxid mit den
Schwefeldioxid enthaltenden Gasen in Koniakt zu bringen, muß eine verdünnte wäßrige Lösung verwendet
werden, in der das Calciumhydroxid in einer großen Menge Wasser gelöst ist, oder es muß eine wäßrige
Aufschlämmung verwendet werden, die etwa 3% Calciumhydroxid enthält. Wegen der geringen Löslichkeit
des Calciumhydroxids in der Absorptionslösung besteht die Gefahr, daß während der Durchführung des
Verfahrens Störungen infolge Verstopfung auftreten, daß CaSO3 ausfällt, das durch Erhitzen und Oxydation in
CaSO4 umgewandelt werden muß, wodurch das Verfahren beträchtlich verteuert wird, und daß das ausgefallene
CaSO3 bzw. CaSO4 verhältnismäßig große Mengen
Ca(OH)2 einschließt und mitreißt, wodurch große Verluste an Absorptionsmitteln auftreten, die ersetzi
werden müssen, außerdem läßt sich das mitgerissene Ca(OH)2 nur schwer von dem ausgefallenen CaSO3 odei
CaSO4 wieder abtrennen.
Aufgabe der Erfindung ist es daher, ein Verfahrer zum Entfernen von Schwefeldioxid aus einem Schwefel
dioxid enthaltenden Gas mit einer Absorptionslösunj anzugeben, bei dem die vorstehend geschilderter
Nachteile nicht auftreten, mit dessen Hilfe es insbeson dere möglich ist, auf technisch einfache und wirtschaftli
ehe Weise das Schwefeldioxid selektiv aus den Schwefeldioxid enthaltenden Gas abzutrennen, ohm
daß dabei unerwünschte Verluste an Absorptionsmitte auftreten.
Es wurde nun gefunden, daß diese Aufgabe bei einen Verfahren zum Entfernen von Schwefeldioxid aus einen
Gas, bei dem man das Schwefeldioxid enthaltende Ga mit einer Absorptionslösung in Berührung bringt, die eil
Halogenid eines Metalls einer der Gruppen II, 111 um
VIII des Periodischen Systems der Elemente sowie eii
Hydroxid eines solchen Metalls enthält, dadurch gelös werden kann, daß man eine Absorptionslösung verwen
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det, die 25 bis 33 Gew.-% des Metallhalogenids und 0,3
bis 0,8 Gew.-% des MetaHhydroxids enthält
Nach dem erfindungsgemäßen Verfahren ist es möglich, aus einem Schwefeldioxid enthaltenden Gas,
insbesondere Gichtgas, auf selektive und wirtschaftliche Weise das darin enthaltene Schwefeldixod zu entfernen,
weil die Löslichkeit des erfindungsgemäß verwendeten Absorptionsmittels in der beanspruchten Absorptionslösung der spezifischen Zusammensetzung wesentlich
höher ist als in den bisher verwendeten Absorptionslösungen. Erfindungsgemäß ist es insbesondere möglich,
eine klare (durchsichtige), hochkonzentrierte wäßrige Metallhydroxidlösung (vorzugsweise Calciumhydroxidlösung)
herzustellen, da die Löslichkeit des Metallhydroxids (vorzugsweise Calciumhydroxid) in der 25 bis 33
Gew.-% Metallhalogenid (vorzugsweise Calciumchlorid) enthaltenden Absorptionslösung sehr viel höher ist
als in den bekannten Absorptionslösungeii.
Während bei dem bekannten Schwefeldioxidentfernungsverfahren, dem sogenannten »Kalk-Gips-Verfahren«
Kohlendioxid vor Schwefeldioxid absorbiert wird, ist bei Verwendung der erfindungsgemäß eingesetzten
Absorptionslösung die Absorption von Schwefeldioxid gegenüber der Absorption von Kohlendioxid bevorzugt.
Gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung enthält die erfindungsgemäß verwendete Absorptionslösung als
Metallhalogenid CaX2, MgX2, ZnX2, BaX2, AIXn, FeXn
oder NiX2, worin X Halogen bedeutet, und als Metallhydroxid enthält sie vorzugsweise Ca(OH)2,
Mg(OH)2, Zn(OH)2, Ba(OH)2, Al(OH)2, Fe(OH)n oder
Ni(OH)2. Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden erzielt, wenn als Metallhalogenid ein Metallchlorid
verwendet wild, und wenn die Absorptionslösung als Metallhalogenid Calciumchlorid und als Metallhydroxid
Calciumhydroxid enthält. In dem zuletzt genannten Fall ist die Löslichkeit von Calciumhydroxid um das 6- bis
7fache größer als bei einer Absorptionslösung, die nur Calciumhydroxid allein enthält. Die erfindungsgemäß
verwendete Absorptionslösung hat ferner den Vorteil, daß sie eine klare Lösung darstellt, so daß keine Gefahr
der Verstopfung bei Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens besteht.
Die erfindungsgemäß verwendete Absorptionslösung enthält das Metallhalogenid vorzugsweise in einer
Konzentration von 27,8 bis 32,5 Gew.-%. Besonders vorteilhafte Ergebnisse werden erhalten, wenn man
Calcium- oder Magnesiumhydroxid einer wäßrigen Lösung zugibt, die 27,8 bis 32,5% Calcium- oder
Magnesiumchlorid enthält, bis die maximale Löslichkeit erreicht ist.
Die erfindungsgemäß verwendete Absorptionslösung kann mit Sauerstoff vorbehandelt werden, bevor man
sie mit dem Schwefeldioxid enthaltenden Gas in Berührung bringt, oder das Schwefeldioxid enthaltende
Gas kann vorher mit Sauerstoff gemischt werden, bevor man es mit der erfindungsgemäß verwendeten Absorptionslösung
in Berührung bringt. Die erfindungsgemäß verwendete Absorptionslösung wird bei der Behandlung
des Schwefeldioxid enthaltenden Gases vorzugsweise bei einer Temperatur von 5 bis 75°C gehalten.
Innerhalb dieses Temperaturbereiches erhält man eine klare Lösung, mit deren Hilfe es möglich ist, das
Schwefeldioxid auf wirksame Weise aus dem Schwefeldioxid enthaltenden Gas zu extrahieren, ohne daß dabei
unerwünschte Absorptionsmittelverluste auftreten.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnungen unter Bezugnahme auf die Verwendung von
Calciumchlorid als Metallhalogenid und Calciumhydroxid als Metallhydroxid näher erläutert, es sei jedoch
darauf hingewiesen, daß die nachfolgenden Ausführungen auch für die anderen Metallhalogenide und
Metallhydroxide, die unter die obengenannte Gruppe fallen, gelten.
Die Zeichnungen zeigen:
F i g. 1 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen der Löslichkeit von Calciumhydroxid und der
Konzentration von Calciumchlorid,
F i g. 2 eine graphische Darstellung der Änderung der Schwefeldioxid-Entfernungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit
von der Calciumchlorid-Konzentration,
F i g. 3 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem pH-Wert der Absorptionslösung und der
Schwefeldioxid-Entfernungsgeschwindigkeil,
F i g. 4 ein Fließdiagramm des Ablaufs des erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung
der Erfindung und
Fig.5 eine graphische Darstellung der Beziehung zwischen dem Absorptionsvermögen in bezug auf
Kohlendioxid in Abhängigkeit von der Calciumchloridkonzentration.
Wie aus der F i g. 1 hervorgeht, variiert die Löslichkeit von Calciumhydroxid stark in Abhängigkeit von der
Calciumchloridkonzentration. Die Löslichkeit von Calciumhydroxid bei einer Temperatur von 400C ist um das
6- bis 7fache höher als die übliche Calciumhydroxidkonzentration, wenn die Lösung 30 Gew.-% Calciumchlorid,
gelöst in 100Gew.-% Lösungsmittel, enthält.
Die Fig. 2 zeigt die Schwefelabsorptionsgeschwindigkeit
bei variierender Calciumchloridkonzentration. wenn eine beträchtliche Menge an Calciumhydroxid,
und zwar mehr als 0,8 Gew.-%, einer Absorptionslösung zugeführt wird. Aus dieser F i g. 2 ist zu ersehen, daß die
Schwefeldioxidabsorptionsgeschwindigkeit mit Erhöhung der Calciumchloridkonzentration zunimmt, und
zwar so lange, bis die Calciumchloridkonzentration den Wert von 33 Gew.-% erreicht hat.
Fig. 3 zeigt die Beziehung zwischen dem pH-Wert der Absorptionslösung vor dem Inberührungbringen
mit einem Gichtgas zur Entfernung von Schwefeldioxid unter den gleichen Bedingungen wie in F i g. 2. In der
F i g. 3 gibt die Kurve a die Schwefeldioxidabsorptionsgeschwindigkeir bei einer Calciumchloridkonzentration
von 5 Gew.-% an, die Kurve b gibt die Schwefeldioxidabsorptionsgeschwindigkeit
bei einer Calciumchlondkonzentration von 15 Gew.-% an, während die Kurve c
die Schwefeldioxidabsorptionsgeschwindigkeit bei einer Calciumchloridkonzentration von 30 Gew.-%
angibt. Wie aus der Fig. 3 hervorgeht, steigt mit zunehmender Calciumchloridkonzentration die Schwefelabsorptionsgeschwindigkeit
innerhalb eines breiten pH-Bereiches an. Als Ergebnis der Absorption des SO2
aus dem Gichtgas, mit dem die Absorptionslösung in Berührung gebracht worden ist, erhält man
CaSO3 ■ 2 H2O oder CaSO3 · '/2 H2O, das in der
Absorptionslösung enthalten ist.
Wie aus den Fig. 1 bis 3 hervorgeht, ist es möglich
"nter Verwendung einer klaren Absorptionslösimg, ir der eine ausreichende Menge eines Metallhydroxid;
gelöst ist, die mit einem Schwefeldioxid enthaltender Gichtgas in Berührung gebracht wird, das Schwefeldio
xid mit einer hohen Absorptionsgeschwindigkeit daraui zu entfernen, wobei das dabei entstehende fesU
Material sich von der Absorptionslösung auf einfachi Weise abtrennen läßt, so daß die Absorptionslösung ir
klarer oder geklärter Form leicht wieder eingesetz werden kann.
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Die Fig.4 zeigt ein Fließdiagramm des Ablaufs des
erfindungsgemäßen Verfahrens gemäß einer bevorzugten Ausgestaltung. Die Bezugsziffer 1 gibt einen
Gichtgas-Reinigungsturm an, die Bezugsziffer 2 bezeichnet einen Eindicker, die Bezugsziffer 3 bezeichnet
einen Alkaliumwälzbehälter und die Bezugsziffer 4 steht für ein Filter oder einen Zentrifugenabscheider. Der
Reinigungsturm 1, der Eindicker 2 und der Alkaliumwälzbehälter 3 stellen eine geschlossene Einheit dar, in
der die einzelnen Teile durch die Rohre 5, 6 und 7 so miteinander verbunden sind, daß die Absorptionslösung
im Kreislauf geführt werden kann, wobei die einzelnen Einheiten in der dargestellten Weise einander zugeordnet
sind.
Der Eindicker 2 steht über ein Rohr 8 mit dem Zentrifugenabscheider 4 in Verbindung, der seinerseits
über ein Rohr 9 mit dem Alkaliumwälzbehälter 3 verbunden ist. Der Alkaliumwälzbehä!ter3 ist mit einem
Rohr -10 verbunden, durch das eine Alkaliquelle eingeführt werden kann, um die Alkalikonzentration
konstant zu halten. Ein Rohr 11 dient der Zuführung von frischem Calciumchlorid. Der Eindicker 2 ist mit einem
Rohr zur Einführung eines Ausflockungsmittels verbunden, das nachfolgend näher beschrieben wird. Ein
Schwefeldioxid enthaltendes Gichtgas G wird in der durch den Pfeil angegebenen Richtung in den
Reinigungsturm 1 eingeführt. In diesem Turm wird das Gichtgas mit einer klaren Absorptionslösung in
Berührung gebracht und gereinigt. Die Absorptionslösung wird vorher in der Weise hergestellt, daß man ein
Alkalichlorid in einer wäßrigen Calciumchloridlösung auflöst. Das in dem Gichtgas enthaltene Schwefeldioxid
wird von dieser Absorptionslösung absorbiert, worauf das Gichtgas als sauberes Gas G' abgelassen wird.
Das auf diese Weise entfernte Schwefeldioxid gelangt als CaSO3. das in der klaren Absorptionslösung
enthalten ist, durch die Leitung 5 in den Eindicker 2, in dem das feste CaSC>3 durch Verwendung eines
Ausflockungsmittels aus der Absorptionslösung ausgefällt wird. Das Ausflockungsmittel wird durch die
Leitung 12 der Absorptionslösung zugeführt. Es isl empfehlenswert, ein anionisches Ausflockungsmittel mit
einem hohen Molekulargewicht in einer Menge von 0.2 bis 0,3 ppm zu verwenden.
Das ausgefällte feste CaSCh, das in dem Eindicker 2 als Folge der Zugabe des Ausflockungsmittels abgetrennt
worden ist, wird dann durch die Leitung 8 abgezogen und in einen Feststoffabscheider, beispielsweise
einen Filter oder Zentrifugalabscheider 4, überführt, in dem das feste Material von der Lösung
getrennt wird. Das feste Material, das im wesentlichen aus CaSOj besteht, wird durch die Leitung 13 aus dem
Zentrifugenabscheider 4 aus dem System abgezogen, während die zurückbleibende klare Absorptionslösung,
d. h. die überstehende Flüssigkeit in dem Zentrifugenabscheider 4, durch die Leitung 9 in den Alkaliumwälzbehälter
3 zurückgeführt wird. Die Zufuhr von Alkali sowie die Ergänzung von Calcimchlorid erfolgen durch
die Rohre 10 und 11, um eine konstante Alkalikonzentration aufrechtzuerhalten bzw. einen gegebenenfalls
auftretenden geringen Calciumchloridverlust auszugleichen. Die auf diese Weise in dem Alkaliumwälzbehälter
3 gesammelte klare Absorptionslösung wird dann durch die Leitung 7 dem Reinigungsturm zugeführt, in dem das
Gichtgas G von dem darin enthaltenen Schwefeldioxid befreit wird.
In dem vorstehend geschilderten Fall wurde das Schwefeldioxid in einem Dampfkessel aus einem
Gichtgas entfernt, der unter den folgenden Bedingungen betrieben wurde: Gasströmungsgeschwindigkeit
lOOONmVStd, Gastemperatur 700C, SO2- Konzentration
in dem Gas: 1500 ppm. In der nachfolgenden Tabelle sind die dabei erhaltenen Ergebnisse zusammengefaßt,
wobei zu Vergleichszwecken auch die Ergebnisse aufgeführt sind, die bei Anwendung des
üblichen Schwefeldioxid-Absorptionsverfahrens, d. h. des sogenannten Kalk-Gips-Verfahrens, erzielt wurden:
pH der Absorptions-Lösung
Verhältnis Flüssigkeit: Gas Ca(OH)2, Alkali in dem
abgetrennten festen
Material
SO2-Konzentration
des Gases nach der Behandlung
Erfindungsgemäß
Stand der Technik
max. 9,5 max. 12.0
0,5-3 1-6 0,2%/CaSCb
10-300/0/CaSCb
100-50
250-100
Das erfindungsgemäße Verfahren bietet gegenüber dem bekannten Verfahren die folgenden Vorteile:
1. Da die Absorptionslösung in geklärter oder klarer Form und nicht in Form einer Aufschlämmung
vorliegt, treten keine Verstopfungsprobleme auf;
2. da das COrAbsorptionsvermögen der Absorptionslösung
durch das darin enthaltene Calciumchlorid vermindert werden kann, kann die Abnahme
des Schwefeldioxid-Absorptionsvermögens der Absorptionslösung als Folge der Absorption von
Kohlendioxid minimal gehalten werden, so daß eine hohe Schwefeldioxidabsorptionsgeschwindigkeit
erzielt werden kann (die Fig.5 zeigt die Änderung der für die CCh-Absorption erforderlichen
Zeit in Abhängigkeit von der Calciumchloridkonzentration beim Vermischen mit 0,5%
Ca(OH)2);
3. das nach Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens in der Absorptionslösung enthaltene
feste Material läßt sich leicht und einfach von der Absorptionslösung abtrennen, so daß diese auf
einfache Weise wieder geklärt und im Kreislauf zurückgeführt werden kann;
4. da das Absorptionsvermögen der Absorptionslösung pro Mengeneinheit des zu absorbierenden
Schwefeldioxids groß ist, kann die Gesamtmenge der verwendeten Absorptionslösung auf einem
Minimum gehalten werden;
5. im Vergleich zu dem bekannten Kalk-Gips-Verfahren
kann bei gleichem pH-Wert erfindungsgemäß eine höhere Schwefeldioxidabsorptionsgeschwindigkeit
erzielt werden bzw. die Schwefeldioxidabsorption kann mit der gleichen Absorptionsgeschwindigkeit
in saurem Milieu durchgeführt werden und
6. erfindungsgemäß können auch Stickoxide aus dem Schwefeldioxid enthaltenden Gas entfernt werden.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen