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Einrichtung zur Aufnahme von Signalisierungszeichen von an eine Fernsprechvermittlungsanlage
angeschlossenen PCM-Leitungen.
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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Aufnahme von
Signalisierungszeichen von PCM-Leitungen an eine rechnergesteuerte Raumvielfachvermittlungsstelle,
wobei diese Signale vom Rechner zu Zwecken der Steuerung ausgewertet werden.
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Die Vorteile der PCM-Technik führen dazu, daß PCM-Leitungen nicht
nur in Verbindung mit Zeitvielfachvermittlungsstellen benutzt werden. Die PCM-Leitungen
verbinden z.B. elektromechanische Raumvielfachvermittlungsstellen miteinander, wobei
geeignete Eingangs- und Ausgangsterminals vorgesehen sind um die erforderliche Digital/Analog-
bzw. Analog/Digi tal-Umsetzung beim Übergang PCM-Leitung-Vermittlungsstelle durchzuführen.
Diese Terminals sind mit Verbindungssätzen verbunden, die Signalisierungszeichen
aufnehmen; besonders
geeignet sind dazu konventionelle Drehwählex-
oder Koordinatenschalter-Vermittlungsanlagen. Andererseits besteht in allgemeinen
Vermittlungsanlagen kein Vorteil darin, die Signalisierungszeichen individuell im
Verbindungssatz aufzunehmen und auszuwerten, weil diese Zeichen als Bitgruppen vorliegen,
die ohne weiteres von den Rechnern der Vermittlungsanlage verarbeitet werden können.
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Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine Einrichtung anzugeben,
die die eintreffenden Signalsierungszeichen sammelt und an die Rechner weitergibt.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe dadurch, daß die Erkennungseinrichtungen
vorgesehen sind, die mit dem Taktgeber der Vermittlunqsanlage verbunden sind und
ein Erkennungssignal erzeugen, das während der Dauer des Taktsignals der angeschlossenen
Vermittlungs stelle mindestens zweimal auftritt, daß ein Speicher vorgesehen ist,
der die ankommenden Signaisierungszeichen während des zweiten Auftretens des Erkennungssignals
innerhalb des Taktsignals zwischengespeichert, und daß logische Schaltungen vorhanden
sind, die den Speichereingang nach dem zweiten Auftreten des Erkennungssignals für
die nachfolgenden Kanalinformationen des Rahmens sperren.
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Die Erfindung wird nun anhand von Zeichnungen erläutert.
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Es zeigen: Fig. 1 ein Schaltbild der erfindungsgemäßen Einrichtung
Fig.2 Impulsfolgen zur Darstellung der Arbeitsweise einer Synchronisationsschaltung
innerhalb der erfindungsgemäßen Einrichtung.
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Fig.1 zeigt im wesentlichen die erfindungsgemäße Einrichtung 1, eine
zugeordnete Steuereinheit 2, n PCM-Leitungen ai'3n.', die über n Terminals 41-4n
mit der.Vermittlungsstelle verbunden sind.
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In bekannter Weise übertragen die PCM-Leitungen 3 Sprachinformationen
in codierter Weise als Bitfolge und die Sprachinformationen verschiedener Kanäle
werden ineinander verschachtelt (multiplexing). Im hier betrachteten Fall nimmt
eine PCM-Leitung 30 Sprachkanäle, einen Signal sierungskanal und einen Synchronisationskanal
auf.
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Einerseits demodulieren und decodieren die Terminals 4 die Sprachinformationen
der PCM-Leitungen 3, anderexseits codieren und modulieren sie die Sprachinformationen
der Vermittlungsanlage, um die Weitergabe auf die PCM-Leitungen 3 zu ermöglichen.
Nach dem Üemultiplexen in den Terminals 4 können die- Sprachinformationen normalexweise
durchgeschaltet werden, hier dagegen bedarf es noch einer Decodierung, bei der die
digitalen Sprachinfrmationen in analoge Sprachsignale umgesetzt werden (Digital-Analog-Wandler)
Jedes Terminal 4 ist mit einer PCM-Leitung 3 und m Verbindungsleitungen 5 verbunden,
wobei letztere entweder aus jeweils 2 oder 4 Dxähten zur Sprachübertragung und Drähten
zur Signalisierung bestehen. Jede Verbindungsleitung 5 ist mit einem Verbindungssatz
verbunden,der aus der Signalisierung die erforderlichen Operationen ableiten kann.
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Im allgemeinen veranlaßt die Steuereinheit einer rechnergesteuerten
Raumvielfachvermittlungsanlage die verschiedenen
Operationen in
Abhängigkeit von den empfangenen Signalisierungszeichen, die von einer Abtastschaltung
von den Verbindungssätzen gesammelt werden und gruppiert werden, um die erforderliche
Datenkapazität der Rechnereinheit niedrig zu halten.
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Da jede PCM-Leitung während der Dauer ihres Signalisierungs kanals
sämtliche Informationen über die m zugeordneten Sprachkanale abgibt, brauchen die
Signalisierungszeichen nicht decodiert werden und auch nicht über die m Leitungen
5 übertragen zu werden, da die Steuereinheit diese Zeichen in codierter Form aufnehmen
kann; damit können die Verbindungssätze vereinfacht werden und entsprechende Abtastschaltungen
können wegfallen.
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Eine Verbindungsleitung 6 verbindet die erfindungsgemäße Einrichtung
1 mit dem Rechner der Steuereinheit 2; die Leitung 6 kann genausoviele Kanäle aufnehmen
wie PCM-Leitungen 3 angeschlossen sind, wodurch soviele SignaBsierungskanäle wie
PCM-Leitungen vorhanden sind übertragen werden können; das ergibt insgesamt m+l
Signalisierungskanäie, da 1 Kanal zur Synchronisation dient.
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Berücksichtigt man, daß die von einer PCM-Leitung 3 an ein Terminal
4 abgegebenen Daten mit dem Takt einer anderen Vermittlungsstelle synchronisiert
sind, folgt daraus, daß eine Synchronisierung mit dem Takt der Vermittlungs stelle
vorgenommen werden muß, bei der die Daten eintreffen. Da eine Vermittlungsstelle
mit mehreren anderen Vermittlungsstellen verbunden ist, benötigt man entsprechend
mehrere Synchronisierungsschaltungen. Zur Vereinfachung der Darstellung
in
Fig.l ist jedem Terminal 4 nur eine Synchronisierschaltung 7 zugeordnet.
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Die Einrichtung 1 kann daher maximal n=m+l Terminals bedienen, die
an n PCsM-Leitungen 5 angeschlossen sind. Außerdem ist eine Multiplexanordnung 8
vorgesehen, die die Signalisierungskanäle der PCM-Leitungen 3 verschachtelt.
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Es wird nun vorausgesetzt, daß jedes- Terminal 4 gleichzeitig die
p Bits eines Signalisierungskanals übertragen und ein Rahmensignal HD erzeugen kann,
dds die p Signalisierungsbits eines-Rahmens begleitet.
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Der Taktgeber 9 der Vermittlungsstelle gibt ein Einschreibsignal E
ab, durch das die Einsammlung der Signalisierunqsbits von den Terminals 4 veranlaßt
wird.
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Bei Synchronität zwischen eintreffenden Rahmen und dem Takt der Vermittlungsstelle
genügt ein Signal E pro Rahmen, um die Bits eines Signalisierungskanals zu sammeln.
Bei Driftverschiebungen ist es notwendig, ein,Signal.E zu benutzen, dessen Periode
nicht länger als die halbe Dauer des Signals HD ist, um die von diesem Signal begleiteten
Bits einzusammeln.
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Gemäß der Erfindung enthält die Einrichtung-1 eine Anordnung zur Erzeugung
eines Signals E mit einer Wiederkehrfrequenz f=t/2 mit t= minimaler Dauer des Signals
HD, Die Dauer des Signals E kann wesentlich kleiner sein als t, aber groß genug
um Signalisierungsbits zu sammeln, die während des Signals HD eintreffen.
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Jede Synchronisierschaltung 7 erhält JD und E, sowie die Signalisierungsbits
eines Rahmens über die zugeordneten PCM-Leitungen 3.
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Liegen HD und E gleichzeitig an 7 an, wird dies von einer UND-Schaltung
10 bemerkt. Da die Wiederkehrfrequenz des Signals E größer oder gleich 2/t ist,
kommen während HD zumindest 2 Signale E vor (vgl. Fig.2).Normalerweise liegen innerhalb
von HD jedoch nicht mehr als zwei Anfangsflanken und zwei Endflanken von Signalen
E.
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Um ein wiederholtes Sammeln derselben Signalisierungsbits durch das
zweite'Signal E zu vermeiden, veranlaßt das erste E-Signal, daß nur während des
zweiten E-Signals in der HD-Dauer ein Schreibvorgang ablaufen kann.
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Ein solcher Vorgang -läuft in jeder Synchronisierschaltung 7 mit Hilfe
zweier Flip-Flops 11 und 12 sowie einer-UND-Schaltung 13 ab. Ein Eingang von 13
ist mit dem Ausgang der UND-Schaltung 10 verbunden, ein zweiter mit dem Ausgang
Q von 11 und ein dritter Eingang mit dem Ausgang Q von 12.
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Die UND-Schaltung 10 entdeckt die Koinzidenz der Signale,', HD und
E, das Flip-Flop 11 speichext für die Dauer von HD dqs Auftreten des ersten Signals
E, um dadurch die Bits einzusammeln, wenn das zweite Signal E erscheint; das Flip-Flop
12 speichert während HD das Auftreten eines Sammelsignals, um zu vermeiden, daß
bereits gesammelte Bits noch einmal diesem Vorgang unterworfen werden. Das Sammeln
der Bits geschieht in einem Speicher 14, der jeder Synchronisierschaltung
7
zugeordnet ist. Dex Schreibsteuerungseingang von 14 ist mit dem Ausgang von 13 verbunden
und seine p Dateneingänge mit t Ausgängen des Terminals 4 woher der Speicher 14
die p Signaiisierungsbit,s erhält, die während des Signalisierungskanals eines Rahmens
eintreffen.
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Fig.2 zeigt die Betiebsweise der Synchronisierschaltung 7 anhand von
Impulsbildern. Bei Nichtaktivierung liefert 10 ein. Signal F des Wertes "O", 11
ein Signal G des Wertes "O" an seinem Ausgang Q und 12 ein Signal I des Wertes "1"
an sienem Ausgang Q. Am Ausgang von 13 erscheint demnach ein Signal H mit dem Wert
"0.", das das Einschreiben in 14 steuer Das gleichzeitige Auftreten des Signals
HD mit dem Wert "1" und des Signals E mit dem Wert "1" für zu einer "1" am Ausgang
der UND-Schaltung 10.
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Das Flip-Flop 11 ist derart ausgestaltet, daß es ein Signal 't1" abgibt,
wenn es die Abfallflanke des des "l"-Signals von 10 erhält; um dies zu erreichen,
kann in einem normalen Flip-Flop der Eingang J mit Erdpotential, der Eingang-K mit
dem höchsten vorkommenden Potential und der Takteing.ang mit dem Ausgang von 10
verbunden werden, wodurch dann ein Signal "1" nur beim Auftreten einer Abfallflanke
am Ausgang Q erscheint.
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Wenn JD wieder den Wert "O" annimmt,-wird 11 zurückgesetzt.
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Ein Signal mit dem Wert "1" am Ausgang von 10 nach oder zusammen mit
einem Signal HD hat keinen Einfluß auf das Flip-Flop 11 und beeinflußt daher auch
nicht -die. UND-Schaitung 13, die durch ein Signal wog des Flip-Flops 11 gesperrt
ist.
Dadurch ist es möglich, die vom Signal HD begleiteten Signalisierungsbits xichtig
zu ordnen, auch wenn das Signal HD nicht genau taktgerecht erzeugt wird. Das Auftreten
des zweiten Signals E führt zur Wiederaktivierung der UND-Schaltungen 10 und 13..
Die drei Eingänge von 13 sind in " Position und 13 gibt dementsprechend eine "1"
ab, wodurch der Einschreibsteuereingang des Speichers 14 sowie der Takteingang von
12 aktiviert wird.
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Da die PCM-Leitung 3 pro Rahmen einen Signalisie.rungskanal -erhält,
werden die Signalisierungsbit dieses Kanals für die maximale Dauer eines Rahmens
im Speicher 14 gespeichert, undhiven mit anderen - Signallsierungsbits vexschachtelt
werden. Es ist günstig, wenn die Leitung 6, die den Multiplexer 8 mit dem Rechner
15 verbindet, dieselbe Rahmendauer besitzt, wie die PCM-Leitungen 3, d.hr m+2 Kanäle,
wovon dann m+l Kanäle zur Übertragung .von'Signalisierungsbits dienen. Der Multiplexvorgang
wird in bekanntex Weise durchgeführt z.B. durch mehrere Multiplexer, die vom Taktgeber
9 adressiert werden und einen Rahmen herstellen, in dem nacheinander die Signali'sie'rungi'ts
von m+l PCM-Leitungen 3 übertragen werden. Der verbleibende freie Kanal wird vom
Taktgeber 9 über Leitungen 16 zu Synchronisierungszwecken beansprucht.
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Betrachtet man nun wieder die Operation der Synchronisierschaltung
7, ergibt sich: wenn das "l"-Signal an Ausgang von 13 verschwindet, wird Flip-Flop
12 umgesetzt und verhindert durch ein Signal "O" an seinem Ausgang Q neues Einschreiben
in den Speicher 14 vor dem Ende des Signals HD.
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Wenn HD verschwindet, wird der Ausgang Q von 12 auf "1" gesetzt, wodurch
die Synchronisierschaltung 7 zurUckgesetzt wird.
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5 Patentansprüche