DE2454030C3 - Anlegetisch an Nähmaschinen - Google Patents
Anlegetisch an NähmaschinenInfo
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Description
^maschine mit einer Stoffvorschubvornchtung "^ ist ^folgend beschrieben und in den
und einer Kantenführung ausgeästet ist, d a d u r c h αη ξ dargssteilt.
ώϊϊϊϊϊϊϋ SÄsss-a .s "χ* faser- <εη ***- rt der
stund daß die Führungsbahnen (20, 21) quer zur J«*«™^ Endlage mit Volumen und die andere
Nähgutvorschubrichtung zwischen zwe· vorbe- *°d,6' mit Strichlinien dargestellt ist;
Ttimmten Endlagen verschiebbar sind » End agem ^^ ^ Anlegeüsch_ mit
2. Anlegetisch gemäß Anspruch 1, dadurch ge- * c g hiebbarkeit der Führungsbahnen von Hand um
kennzeichnet, daß die Führungsbahnen (20, 21) um ^hl^meilisainen Drehzapfen im Bere.ch der
äjskb ÄÄ* Nähre,,^en schnitt längs der schnittlinien IIHII in
(30) bewegbar sind, dessen Kolbenstange (31) über 25 r g- oßerter Darstellung;
einen Schieber (40) mit dem Führungsgehause (20, Fig. 1 in S eine ^^ jn jhrer Ausgangsposition
21) gelenkig verbunden ist in aufgerichteter und geöffneter Stellung vor dem
3 Anlegetisch gemäß Anspruch 1 und 2, dadurch '" JJ* eines Arbeitsstückes;
gekennzeichnet daß die Führungsbahnen (20,21) um Ε'"""™1"^ eine Klemme auf dem Wege von der
dnen im Bereich der Nähstelle N Sff™™! 3° JsgfngSpos1tion zur Nähstelle N unter Einklemmung
Drehbolzen (23) mittels eines E.nstellschiebers (61) ^ang^
verschwenkbar sind. «T ^igt eine Klemme auf dem Ruckwege von der
Nähsfelle N zur Ausgangsposition in abgesenkter
35 Stellung.
StDiengBezugszahl 50 bezeichnet die Tischplatte des
Anlegetisches. Ober derselben liegt eme noch naher zu
ienande nde Gleitplatte 53, auf welcher die Arbe.tsstukke
2 aufliegen, die aus mehreren, me.st aus zwei Teilen
B Obärmel und Unterärmelzuschnitt, die
Die Erfindung befaßt sich mit einem Anlegetisch zur ke 2 aufliegen, die aus memc. t.., ...^... —
Verwendung an Nähmaschinen zum Zusammennähen 40 bestehen, z. B. Oberärmel-und Unterarmelzuschnitt, die
der verschiedenen Teile textiler Arbeitsstücke, welcher einer Nahtstelle N zum Zusammennähen zu einem
mit einer die relativ zur Vorschubrichtung hinteren kompletten Ärmel zugeführt werden sollen. Die nur
Kanten der Teile der Arbeitsstücke zusammenhalten- durch eine Stichplatte 1 angedeutete Nähmaschine
den Klemmvorrichtung ausgerüstet ist die auf der üblicher Konstruktion weist Transportmittel für die zur
Tischplatte mit dem Arbeitsstück in Eingriff bringbar 45 Nähstelle /Vvorzuschiebenden Arbeitsstücke 2 auf,z.B.
und mit demselben gegen den Widerstand einer einen unteren Hüpfertransport. Bevor die Bedienungs-Rückholkraft
bis in den Bereich der Nähstelle der person die zusammenzunähenden Arbeitsstücke mit den
Nähmaschine bewegbar ist, wobei die Nähmaschine mit in Vorschubrichtung zur Nähstelle N vorderen Kanten
einer Stoffvorschubvornchtung und einer Kantenfüh- am Transporteur anlegt klemmt sie die hinteren Kanten
rung ausgerüstet ist. 5° der Teile des Arbeitsstückes 2 mittels der noch
Es ist bereits ein Anlegetisch der genannten Art detailliert zu beschreibenden Klemmen 10 und 11
bekannt, bei dem die erwähnte Klemmvorrichtung zum zusammen.
Zusammenhalten der rückwärtigen Kanten der Teile Die mit einem nicht gezeigten Gewicht beschwerter
eines Arbeitsstückes, welches der Nähstelle zugeführt Klemmen 10 bzw. 11 werden als »Schleppklemmen*
werden soll, aus einer einzigen Klemme besteht Es gibt 55 von dem durch das Transportmittel der Nähmaschine
aber auch einen Anlegetisch mit mehreren Klemmen, vorgeschobenen Arbeitsstück 2 nachgezogen, bis du
bei dem das jeweils zu benähende Arbeitsstück nicht nur zusammengeklemmten Hinterkanten der Teile de:
an seiner hinteren Kante, sondern auch vorn und in der Arbeitsstückes in den Bereich der Nähstelle N kommer
Mitte von je einer Klemme zusammengehalten wird. worauf die Klemme 10 bzw. 11 öffnet und da
Bei beiden Anlegetischen mit einer bzw. mehreren 60 Arbeitsstück freigibt um das extrem hintere Nahtendi
Klemmen besteht der Nachteil, daß nach erfolgtem dieses Arbeitsstückes zu nähen und das fertiggenäht
Vorschub des jeweiliger. Arbeitsstückes zur Nähstelle Arbeitsstück, z. B. einen Ärmel, nach Abschneiden de
der Rücklauf der Klemme bzw. der Klemmen in ihre Nähfaden zu stapeln.
Ausgangsstellung abgewartet werden muß, bevor das Die beiden Klemmen 10 und 11, die in separate
" * ' ' *-"--:—·«-' <"»u«.mmt u/prrien kann. &5 Führungsbahnen 20 und 21 laufen, können in überlaj
Ausgangsstellung abgewartet werden mul5, bevor aas -- - Μ und 21 _
nächstfolgende Arbeitsstück angeklemmt werden kann, 65 ^hrungsbahne ^ ^^ %q
wodurch sich eine zwangläufige Totzeit ergibt. ES, Arbeitsstück, z. B. mit der Klemme 10 versehe
Die Erfindung hat den Zweck, einen solchen ^™^NllBteUe W „tritt. wo«uf - tod,
Anlegetisch derart auszubilden, daß die vorerwähnte den vorscnuo zu
ich unter Einhaltung eines noch später zu erklärenden (Sicherheitsabstandes« — ein zweites Arbeitsstück uner
Anklemmung der hinteren Kanten seiner Teile durch lie Klemme 11 folgen kann. Die Rückkehr der Klemme
10 vom Transport des ersten Arbeitsstückes braucht also nicht abgewartet zu werden, um das zweite
Arbeitsstück anklemmen zu können, da hierfür die zweite Klemme 11 vorhanden ist, die sich unabhängig
von der ersten Klemme 10 in einer von der Bahn 20 separaten Führungsbahn 21 bewegt Die beiden
Führungsbahnen 20 und 21 für die Klemmen 10 und 11 sind zwischen zwei vorbestimmten Endlagen verschiebbar,
um die jeweilige von der im Betrieb befindlichen Klemme 10 bzw. 11 benutzte Führungsbahn 20 bzw. 21
nahtgerecht auf die Nadel der Nähmaschine ausrichten zu können. Dies geschieht mittels eines Druckluftzylinders
30, dessen Kolbenstange 31 eine*. Schieber 40 betätigt,' an welchem die Führungsbahnen 20, 21
einendig angelenkt sind.
pj»3 veranschaulicht die Verschiebbarkeit der
Führungsbahnen 20 und 21 und die in den übrigen Zeichnungen nicht sichtbare Gleitführung der Klemmen
10 und 11 längs besagter Führungsbahnen 20 und 21. An der Tischplatte 50 ist ein Haltewinkel 51 mittels der
Senkschrauben 52 und 520 befestigt Der senkrecht gerichtete, in F i g. 3 linke Abschnitt 510 des Haltewinkels
51 trägt den daran angeschraubten Druckluftzylinder 30 mit einem Befestigungsgewinde an einem Ende
seines Zylinderkörpers. Die Kolbenstange 31 des Druckluftzylinders 30 ist an ihrem freien Ende mit einer
Verstärkungsbuchse 32 fest verbunden und nimmt entweder die in F i g. 3 gezeigte ausgefahrene Stellung
ein, wobei sie an dem kolbenwärts gerichteten Kopf der Anschlagschraube 33 anliegt oder eine nicht gezeigte,
extreme linke eingefahrene Stellung. Die Verstärkungsbuchse 32 ist über eine Befestigungsschraube 34 mit
einem Schieber 40 verbunden, der in den Gleitbuchsen 35 und 36 geführt ist, welche in Bohrungen der
senkrechten Abschnitte 510 und 511 des Haltewinkels 51 eingebracht sind. Durch die erwähnte Verbindung
zwischen Kolbenstange 31 und Schieber 40 macht letzterer die Verschiebebewegungen der Kolbenstange
31 zwischen zwei Endstellungen — ein- bzw. ausgefahren - mit Das rechte Ende des Schiebers 40, der aus
Rundmaterial gefertigt ist, ist zur Aufnahme einer Lagerung für die Führungsbahnen 20 und 21, z. B. durch
eine Einfräsung, abgeflacht, so daß Anlageflächen für die Muttern 22 und 220 entstehen, die einen Drehbolzen
23 fixieren. Um den Drehbolzen 23 ist eine rechteckige
Tragplatte 24 gelagert, die mit der breiteren Führungsbahn
20 verschraubt und mit der schmaleren Führungsbahn 21 verschweißt ist Die Führungsbahnen 20 und
sind U-förmige, sich über die Länge dss Anlegetisches
erstreckende Abschnitte von Blechprofilen. Die vom Anlegetisch abgewandte offene Seite der Bahnen weist
gegeneinander gerichtete senkrechte Endabschnitte auf, die mit Schiebesitz in Nuten der Gleitstücke 12 bzw.
passen, die Teile der später noch detailliert zu behandelnden Klemmen 10 und 11 sind. Mit dem
obengelegenen horizontalen Schenkel der Führungsbahn 20 ist eine Gleitplatte 53 fest verbunden, z. B. durch
Kleben. Sie ist aus poliertem Metall, liegt lose auf der
Tischplatte 50 auf und verschiebt sich zusammen mit den Führungsbahnen 20 und 21, die - wie erwähnt über
den Druckluftzylinder 30 und den Schieber 40 in zwei Endlagen verbracht werden können.
Die beschriebene Verschiebung der Führungsbahnen M und 21 dient dem Zweck, die jeweils als Gleitbahn für
eine Klemme 10 bzw. 11 auf dem Vorschubwog zur Nähstelle N benutzte Führungsbahn 20 bzw. 21
nahtgerecht auf die Nadel auszurichten. Die jeweilige
Umsteuerung des Druckluftzylinders erfolgt durch S einen Impuls, der vom Stepler beim Abstapeln des
jeweils fertigen Teils ausgelöst wird; grundsätzlich sind andere Auslösungen der Bahnumsteuerung möglich.
Gemeinsamer Drehpunkt dieser um einen Winkel von etwa 5 Grad stattfindenden Verschiebung der
ίο Bahnen ist ein Drehzapfen 54, um den sich die Gleitplatte 53 drehen kann, welche ihrerseits an der
Führungsbahn 20 befestigt ist und über eine Verbindungslasche 60 auch mit der anderen Führungsbahn 21
in Verbindung ist Die Verbindungslasche 60 ist z. B. ein iS Blechstreifen, der sowohl an der Führungsbahn 21 als
auch an der Gleitplatte 53 angeschweißt ist, so daß die
Gleitplatte 53 und die Führungsbahnen 20 und 21 um den gemeinsamen Angelpunkt, den Drehzapfen 54,
verschwenkt werden können, wenn die in F i g. 1 ίο gezeigte Verschiebung mittels des Druckluftzylinders 30
bewirkt wird. Da sich die zur Nahstelle N gerichteten
Enden der Führungsbahnen 20 und 21 auf einem Kreisbogen bewegen, der einen relativ großen Radius
hat, und an dem Schieber 40 angelenkt sind, der nur eine ?S gradlinige Bewegung ausführen kann, geschieht eine
diesbezügliche Kompensation durch die Befestigung der Führungsbahnen 20 und 21 auf einer gemeinsamen
Tragplatte 24, die um den Drehbolzen 23 begrenzt verschwenkbar ist
F i g. 2 zeigt eine Verstellmöglichkeit der Führungsbahnen um den Drehbolzen 23. Die Verstellung erfolgt
von Hand, wobei die Bahnen relativ zum feststehenden Anlegetisch ausgerichtet werden, was bei der Erstinbetriebnahme
der Anlage geschieht Der Drehzapfen 54 ist j5 verschiebbar. Hierzu ist der Drehzapfen 54 mit einem
Einstellschieber 61 verbunden, der mit einem Handgriff 62 versehen ist und an seinem oberen Ende einen
Führungsschlitz 63 aufweist, durch den die Achse eines lös- und arretierbaren Stellhebels 64 hindurchragt,
welche mit der Tischplatte 50 in fester Verbindung steht. Somit ist der Drehzapfen 54 und mit ihm die Gleitplatte
53 mit den Führungsbahnen 20 und 21 von Hand mittels des Handgriffes 62 um den Drehbolzen 23 verschwenkbar,
wobei die Verschwenkungsrichtungen durch den Doppelpfeil in der linken oberen Ecke angedeutet sind
(F ig. 2).
Es erfolgt die Beschreibung der Klemmen 10 und 11,
die beide völlig gleich sind und deshalb im folgenden nur noch ohne Bezugszahl genannt werden. Jede Klemme
ist längs ihrer Führungsbahn 20 bzw. 21 verschiebbar. Die Gleitstücke 12 und 120 sind mit je einem Haken
bzw. 130 versehen, in welchen nicht gezeigte Schlingen von Fäden 14 bzw. 140 eingehängt sind. Der Faden
bzw. 140 wird über eine angedeutete Fadenbremse 55 bzw. 150 geführt, die Klemmscheiben aufweist, sowie
über die Umlenkrollen 16 bzw. 160 und jedes mit einem Gewicht beschwerte Fadenende wird in je ein vertikal
gerichtetes, ebenfalls nicht gezeigtes Rohr eingeführt, se
daß jede Klemme also unter der Wirkung einei 60 Rückholkraft steht, die diese in eine Ausgangsstellunj
zurückzieht, wenn sie nicht mehr am vorgeschobenei Arbeitsstück 2 angeklemmt ist Die verstellbare!
Anschläge 3 und 4 begrenzen den Rücklauf de Klemmer, und dienen als Ausgangsstellung für derei
65 Anklemmung an ein Arbeitsstück ifihre Verstellbarkei
dient der Anpassung an unterschiedliche Ar beitsstücklängen. Die Anschläge 3 und 4 können läng
ihrer Führungsbahnen 20 und 21 verschoben und durc
Gesperre, z.B. Klemmrollengesperre, in ihrer Relativstellung arretiert werden. Mittels der in F i g. 1 und 2
sichtbaren Kugelgriffe 8 bzw. 80 kann man die Gesperre ein- und ausrücken. Die Anschläge 3 und 4 dienen nicht
nur der Bewegungsbegrenzung, sondern sind auch Tragelemente für eine noch näher zu beschreibende
Preßlufteinrichtung mit einer Betätigungsmechanik für die Klemmen (F i g. 4). In den Zeichnungen F i g. 1 und
F i g. 2 sind die Klemmen nur wegen der Deutlichkeit der zeichnerischen Darstellung versetzt zueinander
gezeichnet; üblicherweise stehen sie parallel zueinander, jede Klemme muß zur Aufnahme von Arbeitsstücken
geöffnet und zwecks Klemmung derselben wieder geschlossen werden; bei Abgabe des Arbeitsstückes 2
im Bereich der Nähstellen N ist erneutes öffnen notwendig. Für den Rücklauf der Klemme von der
Nähstelle N in ihre Ausgangsstellung ist eine Absenkung derselben nötig, damit die rücklaufende Klemme
nicht mit einem inzwischen bereitgelegten oder schon wieder auf dem Wege zur Nähstelle N befindlichen
Arbeitsstück 2 kollidiert jede Klemme ist deshalb mit meist selbsttätig wirksamen Steuerungen ausgerüstet,
deren spezielle Ausbildung und Funktion im folgenden beschrieben wird. Im wesentlichen treten in den
Bewegungsweg der Klemme /* uslösemittel, um an derselben befindliche Rasten zu betätigen, wodurch die
Klemme geöffnet oder abgesenkt wird.
Die Klemme ist in den Fig.4, 5 und 6 im Detail
erkennbar, und sie besteht aus dem bereits erwähnten rechteckigen Gleitstück 12 bzw. 120, an dem der
Winkelhebel 17 und der Klemmbackenträger 18 um die aus dem Gleitstück rechtwinklig herausragenden
Zapfen 170 und 180 verschwenkbar gelagert sind. Der Winkelhebel 17 weist einen oberen Hebelarm 171 auf,
mit einer an dessen freiem Ende rechtwinklig abgebogenen, zum Klemmbackenträger 18 gerichteten Kralle
172, die in eine Nut 181 an der Oberseite des Klemmbackenträgers 18 einrastbar ist und diesen in der
in F i g. 4 und F i g. 5 gezeigten, aufgerichteten Stellung festhält Der untere Hebelarm 271 trägt an seinem
freien Ende ein Gewicht 173, welches z. B. aus einer durch Hartlötung befestigten rechteckigen Platte
bestehen kann und wodurch der untere Hebelarm 271 schwerer als der obere Hebelarm 171 wird und so ein
Drehmoment im Uhrzeigersinn um den Zapfen 170 erzeugt wird und die Kralle 172 in die Nut 181 des
Klemmbackenträgers 18 einrasten kann. Der Klemmbackenträger 18 ist im begrenzten Freiheitswinkel
verschwenkbar, der durch ein Langloch 182 bestimmt wird, an dessen oben oder unten gelegener Krümmung
ein am Gleitstück 12 bzw. 120 fest angebrachter Stift 183 zur Anlage kommt. Fig.4 und Fig.5 zeigen den
Klemmbackenträger 18 in aufgerichteter Stellung, wobei die Kralle 172 in die Nut 181 eingerastet ist und
die untere Krümmung des Langloches 182 am Stift 183 anliegt Fig.6 zeigt den Klemmbackenträger 18
dagegen in abgesenkter Stellung, die Kralle 172 ist nun nicht mehr eingerastet und der Stift 183 liegt jetzt an der
oberen Krümmung des Langloches 182 an. Der Klemmbackenträger 18 trägt seiner Bezeichnung
gemäß die eigentlichen Klemmen oder Klemmbacken, und zwar eine bewegliche Klemmbacke 184, die mit
einer Klemmbacke 185 zusammenwirkt, die relativ zur Klemmbacke 184 feststehend ist. F i g. 5 zeigt die beiden
Klemmbacken 184 und 185 in Vollinien unter Einklemmung eines Arbeitsstückes 2 in zusammengerückter
Stellung, die Klemme ist also »geschlossen«. Fig.4 zeigt die Klemmbacken 184 und 185 in gespreizter
Stellung, die Klemme ist mithin »offen«. Die Klemmbakke 185 ist eine aus der Bildebene in Richtung Betrachter
herausragende, rechtwinklige Blechplatte, die z. B. ein entsprechend ausgeklinkter und abgebogener Blechab-
S schnitt des Klemmbackenträgers 18 ist Beide Klemmbacken 184 und 185 sind an ihren Oberflächen mit einem
weichen Überzug versehen, z. B. mit Webbaumbelag, um empfindliche Stoffe gegen Kiemmarken zu schützen.
Die bewegliche Klemmbacke 184 ist ein leicht nach
ίο oben gekrümmtes elastisches Blech, z. B. Federstahl. Die
Klemmbacke 184 ist mittels einer Schraube 186 mit einem Klinkenhebel 187 verbunden, der um einen Stift
188 verschwenkbar gelagert ist Der Stift 188 ist im Bereich des oberen Randes des Klemmbackenträgers 18
[j fest angebracht, z. B. angelötet und ragt rechtwinklig in
die Betrachtungsebene. Die Verschwenkbarkeit des Klinkenhebels 187 kann in der Weise geschehen, daß
dieser aus Blech gefertigt ist und der Blechzuschnitt seitliche, rechtwinklig abgebogene Blechfahnen auf-
K> weist, die mittig durchbohrt und mit ihren Bohrungen
mit Gleitsitz auf den Stift 188 aufgesteckt sind. Eine Sicherungsscheibe 189 verhindert ein Lösen des
Klinkenhebels 187 vom Stift 188. Eine aus Federdraht gebogene und gewickelte Feder 280 ist einenends an
ij einem Haltestift 281 eingehängt, sodann um den Stift
188 gewickelt und stützt sich andererseits an der Innenkante des Klinkenhebels 187 im Punkt 282 ab.
Hierdurch steht der Klinkenhebel 187 unter Federwirkung und bleibt zunächst aufgerichtet, wie in Fig.4
sichtbar, so daß sich die am Klinkenhebel 187 angeschraubte bewegliche Klemmbacke 184 in gespreizter Stellung befindet, die Klemme ist also »offen«.
Unterhalb der Klemmbacken 184 und 185 ist ein zweiarmiger Rasthebel 282 gelagert, dessen in den
Zeichnungen rechts gelegener Hebelarm schwerer als der linke Hebelarm ist, so daß der Rasthebel 283, wie in
der F i g. 4 gezeigt, zur Drehung im Uhrzeigersinn neigt und am unteren Ende des Klinkenhebels 187 anliegt.
Beim »Schließen« der Klemme, welches durch die
Bedienungsperson geschieht, nachdem sie ein Arbeitsstück 2 — wie in F i g. 5 — zwischen die gespreizten Klemmbacken 184 und 185 plaziert hat, und danach
von oben auf den Klinkenhebel 187 drückt, verschiebt sich das untere Ende des Klinkenhebels 187 nach links
und rastet in die Aussparung 284 am linken Ende des Rasthebels 283 ein, wodurch die Klemme, wie in F i g. 5
in Vollinien gezeigt, geschlossen ist und die Klemmbakken 184 und 185 in dieser Stellung verriegelt sind. Wie
ebenfalls aus F i g. 5 entnehmbar, läßt sich der Rasthebe!
283 entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn drehen, wodurch die Verriegelung lösbar ist und die Klemme unter
Wirkung der Feder 280 wieder »geöffnet« wird, wenn das rechte freie Ende des Rasthebels 283 gegen ein
Anschlagblech 6 im Bereich der Nähstelle N anläuft.
Nachdem die Klemme durch Anlauf gegen das Anschlagblech 6 geöffnet worden ist, läuft sie untei
Freigabe des Arbeitsstückes 2 in ihre Ausgangsstellung zurück und passiert dabei den zweiarmigen Ausklinkhe
bei 7, der am unteren Ende jeder Führungsbahn 20,21 ir
Vorschubrichtung vor dem Anschlagblech 6 liegt unc beim Rücklauf der Klemme wirksam ist Der linke unc
kürzere Hebelarm desselben liegt mit einem entspre chend angeschrägten Ende an der Unterkante seinei
Führungsbahn 20 bzw. 21 an, während der rechte
längere Hebelarm infolge seiner Schwere nach untei
ragt, so daß der Ausklinkhebel 7, wie in den F i g. 4,5 unc
6 gezeigt, zur Horizontalen geneigt ist Beim Vorwärts lauf zur Nähstelle N gemäß Fig.5 untergreift da
Gewicht 173 des Winkelhebels 17 den Ausklinkhebel 7 und verschwenkt ihn dabei entgegengesetzt dem
Uhrzeigersinn etwa in die horizontale Lage, ohne daß derselbe in Funktion tritt. Beim Rücklauf der Klemme
jedoch wird der Ausklinkhebel 7 wirksam, indem das Gewicht 173 des Winkelhebels 17 mit seiner Unterkante
auf einen am Ende des rechten Hebelarms des Ausklinkhebels 7 befindlichen Stift 9 aufläuft und der
Winkelhebel 17 dadurch angehoben wird. Hierdurch erfährt der Winkelhebel 17, wie in Fig.6 gezeigt, eine
Drehung entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn um seinen Zapfen 170, wodurch die Kralle 172 seines
oberen Hebelarmes 171 aus der Nut 181 des Klemmbackenträgers 18 ausgehoben wird und die
Klemme in die abgesenkte Stellung für den Rücklauf abfällt (F ig. 6).
Die in abgesenkter Stellung befindliche Klemme wird in bereits geschilderter Weise unter Gewichtswirkung
in ihre Ausgangsstellung zurückgeholt und durch ein in F i g. 4 dargestellte Servovorrichtung zwecks neuer
Beschickung mit einem Arbeitsstück 2 wieder aufgerichtet, jedoch erst dann, nachdem die jeweils andere, zuvor
auslaufende Klemme bereits einen gewissen Vorschubweg zurückgelegt hat. Diese Maßnahme soll verhindern,
daß die abgesenkte Klemme nach Beendigung ihres Rücklaufes vorzeitig aufgerichtet wird und dadurch das
eventuell noch nicht ausgefahrene Arbeitsstück behindert, an welches die vorangehende Klemme angeklemmt
ist. An einem Halteblech 41 ist zu diesem Zweck ein Druckluftzylinder 42 angeschraubt, dessen noch
nicht ausgefahrene Kolbenstange 43 (in Vollinien gezeigt) die Unterseite des linken Hebelarms des
Hubbalkens 44 mit ihrer Stirnfläche berührt. Die Unterkante des rechten Hebelarms des Hubbalkens 44
drück gegen den bereits erwähnten Haltestift 28k. Der Hubbalken 44 nimmt die in Fig.4 mit Vollinien
gezeichnete Schrägstellung ein, indem er unter der Wirkung einer Zugfeder 45 steht, die einenends in ein
Loch im Halteblech 41 eingehängt und anderenends mit dem linken Hebelarm des Hubbalkens 44 etwa mittig
verbunden ist. Nach Beaufschlagung des Druckluftzylinders 42 fährt dessen Kolbenstange 43 in die mit
Strichlinien gezeichnete Stellung aus, wobei der Hubbalken 44 im Uhrzeigersinn verschwenkt und
dadurch den Haltestift 281 für Feder 280 niederdrückt und infolgedessen den Klemmbackenträger 18 in die in
Fig.4 gezeichnete aufgerichtete Stellung verbringt. Dieser wird, wie bekannt, um einen Zapfen 180
entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn verschwenkt, bis daß der zuvor durch den Ausklinkhebel 7 ausgerastete
Winkelhebel 17 erneut mit seiner Kralle 172 in die Nut 181 des Klemmbackenträgers 18 eingreift, wodurch
derselbe in dieser Stellung arretiert bleibt. Eine solche selbsttätige Aufrichtung der Klemme aus der abgesenkten
Stellung nach ihrer Rückkehr in die Ausgangsstellung geschieht mittels einer selbsttätigen Beaufschlagung
des Druckluftzylinders 42, wobei diese Beaufschlagung mit üblichen Mitteln verzögert in Abhängigkeit
von der Abfahrt der vorangehenden Klemme aus ihrer Ausgangsstellung geschieht.
Für die verzögerte Beaufschlagung des Druckluftzylinders 42 ist ein Wegeventil 46 in üblicher Konstruktion
vorgesehen, welches einen Fühlhebel 47 aufweist, der an einem Stift 19 einer sich in Ausgangsstellung befindlichen
Klemme anliegt, wodurch der Fühlhebel 47, wie in F i g. 4 gezeigt, in eine Schrägstellung verschoben wird.
Verläßt die Klemme unter Einklemmung eines Arbeitsstückes ihre Ausgangsstellung, so richtet sich der
Fühlhebel 47 auf und schaltet das Wegeventil 46 in nicht gezeigter Weise derart um, daß eine Druckluftquelle
über eine ebenfalls nicht gezeigte Drossel an den Druckluftzylinder 42 gelegt wird. Die Drossel bewirkt
die obenerwähnte gewünschte Verzögerung der Beaufschlagung des Druckluftzylinders 42, so daß die
Aufrichtung der nächstfolgenden Klemme zwecks Übernahme des nächstfolgenden Arbeitsstückes erst
dann erfolgt, wenn beide Klemmen bzw. die damit
ίο verbundenen Arbeitsstücke einen gewissen »Sicherheitsabstand«
voneinander einnehmen.
Nachdem die Ausbildung und Funktion der Klemmen und der Führungsbahnen des Anlegetisches erläutert
worden sind, soll ein voller Arbeitszyklus von der Anlage eines Arbeitsstückes mit Einklemmung der
hinteren Kanten seiner Teile, Vorschub zur Nähstelle N und Rücklauf der leeren Klemme zur Ausgangsstelle
unter Zuhilfenahme der Zeichnungen beschrieben werden. Die Bedienungsperson legt das Arbeitsstück 2
mit seinen hinteren Kanten in die geöffnete Klemme (F i g. 4) und schließt die Klemme durch Niederdrücken
des Klinkenhebels 187 mit der beweglichen Klemmbakke 184, so daß die Klemme die in Fig.5 in Vollinien
gezeigte geschlossene Stellung einnimmt. Die bisherige geöffnete Stellung ist in F i g. 5 mit Strichlinien ebenfalls
eingezeichnet. Die Näherin legt nun die vorderen Kanten des Arbeitsstückes 2 am Transporteur der
Nähmaschine an oder bringt es mit einer sonstigen Werkstückvorschubvorrichtung in Eingriff, und das
Arbeitsstück wird zur Nähstelle N vorgeschoben, wobei unter Zuhilfenahme einer Kantenführung eine weitgehend
selbsttätige Führung des Arbeitsstückes längs der Nähstelle möglich ist und die Naht weitgehend
selbsttätig erzeugt wird. Die Bedienungsperson nimmt lediglich die Arbeitsstücke von einem Stapel ab, legt sie
arbeitsgerecht an und schließt die Klemme. Ein- und Ausschalten der Nähmaschine kann durch selbsttätige
Steuermittel geschehen, z. B. durch eine Fotozelle, die den Bewegungsweg des Arbeitsstückes 2 überwacht.
Die Klemme läuft gegen das Anschlagblech 6 im Bereich der Nähstelle N und wird dadurch geöffnet,
wodurch das Arbeitsstück 2 freigegeben wird und die Klemme unter Einfluß des Gewichtes am Ende des
Fadens 14 bzw. 140 den Rücklauf antritt. Hierbei wird, wie in F i g. 6 dargestellt, die Klemme abgesenkt, die in
diesem Zustand wieder ihre Ausgangsstellung erreicht Die Wiederaufrichtung der Klemme geschieht verzögert
über die zuvor in Betrieb genommene andere Klemme durch Bewegung des Hubbalkens 44 über der
Druckluftzylinder 42.
Der Anlegetisch ermöglicht das Zusammennähen vor Arbeitsstücken in überlappter Arbeitweise in besonder:
rascher Folge, weil es nicht mehr notwendig ist, di< Rückkehr einer Klemme zum Zusammenklemmen de
hinteren Kanten der Arbeitsstücke abzuwarten.
Die mit dem Anlegetisch betriebene Nähanlagi arbeitet mit einem Kantenlinieal, welches eine in
wesentlichen selbsttätige Führung von Arbeitsstücke! mit im wesentlichen geraden Kantenverlauf ermöglicht
Eine besondere Bedeutung erhält jedoch der Anlege tisch in Verbindung mit neuerdings konzipierte
Kantenführungen, bei denen das Arbeitsstück durc eine seitlich gerichtete Bewegungskomponente, z. B. m
Hilfe eines Luftstrahls, gegen die Führungsfläch gedrängt wird, so daß ohne besonderen Aufwand auc
dann eine randparallele Naht bei Selbstführungseffel
erzeugt werden kann, wenn die Nähteile nie! konturengleich und/oder gekrümmt sind. Bei Kai
709 647/;
tenführungsvorrichtungen dieser Art erlangt die in
Fig.2 dargestellte Verschwenkbarkeit der Führungsbahnen 20 und 21 um den Drehbolzen 23 eine besondere
Bedeutung, indem sich hierdurch der erwähnte Führungseffekt in Anpassung an die Nähguteigenschaften
der einzelnen Arbeitspartie optimal einregeln läßt.
Hierzu 4 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentalprüche: Αρ^£ΐ5ΞΑΗ,-Än^h^^Ä Ä , ^derfo^^ textiler Arbeitsstücke, welcher mit einer^dierelatwtextiler Arbeitsstück, weit«« .... "■ Γ~ ·,_ derzur Vorschubrichtung hinteren Kanten de JeJe^
Arbeitsstücke zusammenhaltenden «■ temmvorrich
tung ausgerüstet ist die auf der Tischplaue: mit.dem
Priority Applications (6)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742454030 DE2454030C3 (de) | 1974-11-14 | Anlegetisch an Nähmaschinen | |
| FR7532405A FR2291305A1 (fr) | 1974-11-14 | 1975-10-23 | Tablette adaptable a une machine a coudre |
| IT29257/75A IT1048713B (it) | 1974-11-14 | 1975-11-13 | Tavolo d introduzione per l impiego con macchine da cucire |
| US05/632,100 US4062309A (en) | 1974-11-14 | 1975-11-14 | Automatic feed device for sewing machine |
| ES75442630A ES442630A1 (es) | 1974-11-14 | 1975-11-14 | Perfeccionamientos en mesas de colocacion para su empleo en maquinas de coser. |
| JP13709975A JPS5730031B2 (de) | 1974-11-14 | 1975-11-14 |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19742454030 DE2454030C3 (de) | 1974-11-14 | Anlegetisch an Nähmaschinen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2454030A1 DE2454030A1 (de) | 1976-05-20 |
| DE2454030B2 DE2454030B2 (de) | 1977-04-07 |
| DE2454030C3 true DE2454030C3 (de) | 1977-11-24 |
Family
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