DE2454015A1 - Photoblitzlampe - Google Patents
PhotoblitzlampeInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf photographische Blitzlampen mit einem abgedichteten Kolben, der eine die Verbrennung tragende
Atmosphäre und eine Füllung aus brennbarem Material enthält, das durch ein entzündbares Anlass- bzw. Primer-Material bei einem
Hochspannungsimpuls gezündet wird.
Eine Photoblitζlampe der vorstehend angegebenen allgemeinen
Art ist in der US-PS 2 868 003 beschrieben. Bei dieser Blitzlampe umfasst die Zündvorrichtung ein Paar im Abstand angeordneter
Einführungsdrähte oder Elektroden mit einem entzündbaren
Anlass- bzw. Primer-Material, das auf wenigstens einer der Elektroden angeordnet ist, so dass ein Hochspannungsimpuls
einen elektrischen Lichtbogen· oder einen Funken zwischen den
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Elektroden erzeugen kann, um das Primer-Material zu entzünden, das seinerseits das brennbare Material entzündet. Lampen dieser
Art werden im allgemeinen als eine Vielfach-Blitzlampenanordnung zum sequentiellen Blitzen von jeweils einer Blitzlampe zur Zeit
verwendet mittels einer elektrischen Zündschaltung. Eine bekannte Zündschaltung für beispielsweise eine Vielfach-Blitzlampenanordnung
ist in der US-PS 3 728 068 beschrieben. Gemäss dieser
Zündanordnung sind die Blitzlampen parallel verbunden und sie werden dadurch gezündet, dass aufeinanderfolgende Lampen der
Reihe nach mit Zündimpulsklemmen verbunden werden, was durch auf Hitze ansprechende Schalter geschieht. Die Schaltungsanordnung
arbeitet im Grunde so", dass einen Leerlauf darstellende geblitzte
Lampen der Reihe nach-angesteuert werden und der Zündimpuls der ersten Blitzlampe in der Anordnung zugeführt wird, der einen
richtigen Widerstand über den beabstandeten Einführungsdrahten
oder Elektroden aufweist. Einen "einen Leerlauf"darstellende geblitzte Lampe hat im Vergleich zu einer nicht geblitzten Lampe
einen höheren elektrischen Widerstand zwischen den Einführungsleitern, der die Durchbruchsspannung dieser Blitzlampen zu einem
kritischen Paktor macht für einen richtigen Betrieb der Zündschaltung
in der beabsichtigten Weise. Mit anderen Worten könnte eine übermässige Abweichung im elektrischen Widerstand einer
nicht geblitzten Lampe aufgrund eines ungleichförmigen Abstandes zwischen den Einführungsleitern oder den Primer-Aufbringungen
dazu führen, dass höhere Überschlagsspannungen erforderlich sind,
wodurch eine Lampenzündung verhindert wird. Andererseits sollte eine bereits geblitzte Lampe nicht kurzgeschlossen werden, wenn
die Blitzlampen parallelgeschaltet sind, was aufgrund der Heftigkeit der auftretenden Blitzreaktion auf verschiedene Weise erfolgen
kann, da die nachfolgenden Zündimpulse der kurzgeschlossenen Blitzlampe zugeführt werden anstelle der nächsten zu zündenden
Lampe. Somit wird das Bedürfnis für eine Photoblitzlampe
deutlich, die für eine zuverlässige Zündung sorgt, wenn sie durch einen Hochspannungsimpuls bei einer vorbestimmten Überschlagsspannung gezündet wird, und die weiterhin nach dem Zünden einen
Leerlauf bzw. einen offenen Stromkreis bildet.
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Deshalb ist eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung, eine verbesserte
Photoblitzlampe mit einer gleichförmigeren Überschlagsspannung und einem Leerlaufzustand nach dem Zünden zu schaffen.
Weiterhin soll eine neue Blitzlampenkonstruktion geschaffen werden,
die weniger anfällig ist gegenüber einem Zündfehler aufgrund eines Kurzschlusses zwischen den Einführungsleitern oder
zwischen der brennbaren Metallfolie und dem umhüllten Einführungsleiter.
Diese Aufgaben werden durch eine Photoblitzlampe gelöst, die einen
abgedichteten Kolben aus lichtdurchlässigem Material, ein Paar Einführungsdrahte, die im Abstand zueinander in den Kolben hineinführen,
eine Masse aus metallischem brennbaren Material, das den Kolben im wesentlichen füllt, eine die Verbrennung unterstützende
Atmosphäre in dem Kolben und eine Zündvorrichtung umfasst, die zwischen die Einführungsleiter geschaltet ist. Erfindungsgemäss
umfasst die Photoblitzlampe eine Hülse aus elektrisch isolierendem Material, die sich über das Ende von einem
Einführungsdraht hinaus erstreckt und zur Kolbeninnenkammer offen
ist, und eine Masse aus Anlass- bzw. Primer-Material, das das Ende des umhüllten Einführungsdrahtes und den anderen Einführungsdraht überbrückt. Gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung weist die dielektrische Hülse eine grössere End-Öffnung als der Durchmesser des·Einführungsdrahtes auf, wobei
sich das Primer-Material in die grössere Endöffnung über das Ende des Einführungsdrahtes hinaus erstreckt, um einen Primer-Kontakt
mit dem vertieften Leiter besser sicherzustellen. In einem anderen Ausführungsbeispiel der Erfindung erstreckt sich
der.mit einer Hülse versehene Einführungsdraht weiter in die
Kolbenkammer hinein als der blanke Einführungsdraht, wobei der
blanke Einführungsdraht in einer Weise gebogen ist, damit ein besserer elektrischer Kontakt mi4t der Masse der metallischen
Fäden oder Folien gebildet ist, die als brennbares Material in
der Lampe verwendet sind. Der Hülsenteil unterstützt die Bildung eines gleichförmigen Abstandes zwischen den Einführungsdrahten,
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um eine vorbestimmte Überschlagsspannung sicherzustellen, wenn
die Lampe durch einen Hochspannungsimpuls gezündet wird. Da der eine Einführungsleiter in der dielektrischen Hülse vertieft ist,
besteht eine geringere Möglichkeit für eine zufällige Erdung oder Kurzschlussbildung zwischen den Einführungsleitern oder zwischen
dem umhüllten Einführungsleiter und der brennbaren Metallfolie.
Eine nach dem Blitzen auftretende Kurzschlussbildung zwischen den Elektroden ist ebenfalls durch den Hülsenteil vermindert.
Die Erfindung wird nun mit weiteren Merkmalen und Vorteilen anhand
der folgenden Beschreibung und der Zeichnung verschiedener Ausführungsbeispiele der Erfindung näher erläutert.
Fig. 1 ist eine perspektivische Ansicht von einer Photoblitzlampe
gemäss einem bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung.
P.ig. 2 ist eine Querschnittsansicht des Einführungsleiters für die Photoblitζlampe gemäss Pig. I.
Fig. 3 ist eine Querschnittsansicht von dem Einführungs leiter j,
wobei der Abstand zwischen den Einführungsleitern allein durch die dielektrische Hülse festgelegt ist.
Die in Fig. 1 gezeigte Photoblitzlampe ist eine Subminiaturlampe
mit einem Aufbau, wie er in der US-PS 3 506 385 beschrieben ist. Sie umfasst eine rohrförmige Umhüllung 10, die vorzugsweise aus
einem Borsilikatglas oder einem anderen geeigneten transparenten gläsernen Material hergestellt ist, und die an dem einen Ende
eine StÖsselpressdichtung 12 aufweist, durch die hindurch ein
Paar Einführungsleiter Ik und 16 vom Äusseren zum Inneren des
Kolbens 10 in einem gegenseitigen Abstand parallel hindurchführen. Eine Perle 18 aus Glas oder einem anderen geeigneten gläsernen
dielektrischen Material befestigt Abschnitte 20 und 22 der Leiter Ik bzw. 16 im Abstand zueinander innerhalb des Kolbens 10. Eine
dielektrische Hülse 2k, die aus dem gleichen Material wie das
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Perlenmaterial sein kann, ist entlang der Länge des Einführungsleiters 14 angeordnet. In den Figuren 1 und 2 sind zur Bezeichnung
gleicher Elemente gleiche Bezugszahlen verwendet. Es sei darauf hingewiesen, dass der Einführungsleiter 16 in einer Weise gebogen
ist, um einen besseren elektrischen Kontakt mit der benachbarten brennbaren Füllung innerhalb des Kolbenhohlraumes sicherzustellen.
Eine Masse oder ein Kügelchen 26 aus geeignetem Anlass- bzw. Primer-Material überbrückt die oberen Enden der Hülse 24 und
des blanken Leiterdrahtes 16, um eine zusammenhängende Vorrichtung
zu schaffen, die einen gleichförmigen Funkenstreckenabstand für einen elektrischen Funken'zwischen den Einführungsleitern festlegt.
Die dielektrische Hülse weist eine seitliche Abzugsöffnung 28 und eine Endöffnung 30 auf, die grosser als der Durchmesser
des Einführungsdrahtes 14 ist.
Der Kolben 10 ist im wesentlichen gefüllt mit einer losen Masse
aus fadenförmigem oder zerkleinertem Metalldraht oder Folie 32 aus Zirkon oder Hafnium oder einem anderen geeigneten brennbaren
Metall. Luft wird aus dem Kolben 10 herausgezogen und der Kolben wird mit Sauerstoff bei einem Druck von wenigstens mehreren Atmosphären,
wie beispielsweise etwa 5 bis 10 Atmosphären, gefüllt und der Kolben wird dann an einer Absaugspitze 34 am entgegengesetzten
Ende von der Glasputzendichtung 12 abgedichtet. Die Lampe kann dann als letzten Schritt mit dem gewöhnlichen Lack oder einem
Schutzüberzug aus Kunststoff überzogen werden.
Figur 3 stellt eine andere Einführungsleiterkonstruktion gemäss
der Erfindung dar, bei der die dielektrische Hülse 24 das einzige Ab stands mittel ist, das zur Ausbildung des Abstandes zwischen den
Einführungsleitern verwendet ist. Demzufolge umfasst die Lampe
den abgedichteten Kolben 10, ein Paar im Abstand angeordneter Einführungsdrähte 14 und 16, die in den Kolben hineinführen,
eine Masse aus metallischem brennbaren Material und eine die Verbrennung
tragende Atmosphäre in dem Kolben, wobei die Zündvorrichtung zwischen die Einführungsdrähte in der Form einer mit
einer Abzugsöffnung versehenen Hülse 24 verbunden ist und die
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Primer-Masse 26 den Funkenstreckenabstand zwischen den Einführungs'
leitern überbrückt. In diesem Ausführungsbeispiel erstreckt sich die Primer-Masse in die grössere Endöffnung 30 der dielektrischen
Hülse hinein,und zwar über das obere Ende des Einführungsleiters
Ik hinaus, wie es bei 36 gezeigt ist. Die dielektrische Hülse
weist ferner eine seitliche Abzugsöffnung 28 auf, um einen Gaseinschluss während des Primer-Aufbringens zu verhindern, der den
Primer-Kontakt mit dem umhüllten Leiter unterbrechen könnte.
Die Erfindung wurde zwar in Verbindung mit bevorzugten Ausführungsbeispielen
beschrieben, obwohl auch andere Ausführungsbeispiele und Modifikationen möglich sind. Beispielsweise könnten die dielektrische
Hülse und die Abstandsteile, wie sie in den vorstehenden Ausführungsbeispielen beschrieben wurden, eine integrale
Konstruktion während der Lampenfertigung bilden.
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Claims (6)
- Ansprüche'Photoblitzlampe mit einem abgedichteten Kolben aus lichtdurchlässigem Material, einem Paar Einführungsdrahte, die im Abstand zueinander in den Kolben hineinführen, einer Masse aus metallischem brennbaren Material, das den Kolben im wesentlichen ausfüllt, einer-die Verbrennung tragenden Atmosphäre in dem Kolben und mit einer Zündvorrichtung, die zwischen die Einführungsdrähte geschaltet ist, dadurch gekennzeichnet , dass eine Hülse (24) aus elektrisch isolierendem Material, die sich über das Ende von einem Einführungsdraht (14) hinaus erstreckt, zum inneren Kolbenhohlraum hin mit einer Abzugsöffnung (28) versehen ist und eine Masse aus Anlass- bzw. Primer-Material (26) das Ende des' umhüllten Einführungsdrahtes (14) und den anderen Einführungsdraht (16) überbrückt.
- 2. Photoblitzlampe nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , dass der eine Einführungsleiter weiter in den Kolben (10) hineinführt als der andere Einführungsleiter.
- 3. Photoblitzlampe nach Anspruch 1, dadurch- gekennzeichnet , dass die Einführungsdrähte (14, 16) durch dielektrische Halterungsmittel beabstandet sind,' die im wesentlichen seitlich über beiden Einführungsdrähten angeordnet sind.
- 4. Photoblitzlampe nach einem oder mehreren der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet , dass die Hülse (24) eine Endöffnung (30) aufweist, die grosser als der Durchmesser des Einführungsdrahtes (14) ist, und die Primer-509822/06 52Masse (26) sich in die Endöffnung (30) der Isolierhülse (24) hinein und über das Ende des Einführungsdrahtes (14) hinaus erstreckt.
- 5. Photoblitzlampe nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet , dass die dielektrischen Halterungsmittel auch die Isolierhülse (24) in ihrer Lage halten.
- 6. Photoblitzlampe nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet , dass der mit einer Hülse versehene Einführungsdraht (14) einen Funkenstreckenabstand mit einem blanken Einführungsleiterdraht (16) bildet, der zur Bildung eines elektrischen Kontaktes mit benachbartem brennbaren Material gebogen ist, wobei der Funkenstreckenabstand durch die Masse aus Primer-Material (26) überbrückt ist.509822/0652
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