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Verfahren und Flachstrickmaschine zur
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Herstellung von fehlerloser Intarsienware Die Erfindung betrifft
ein Verfahren zur Herstellung von fehlerloser Intarsienware auf einer Flachstrickmaschine
mit einem gesonderten Fadenführer für Jeden Intarsienbereich und einem vorlaufenden
und einem nachlaufenden Schloß im Schlitten für Jede Schlittenhubrichtung sowie
eine Flachstrickmaschine zur Durchführung dieses Verfahrens.
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Die Herstellung von Intarsienware auf Flachstrickmaschinen ist bereits
seit langem bekannt, und es sind bereits zahlreiche E1nPichtungen an Flachstrickmaschinen
zur Herstellung von Intarsien bekannt geworden, so spezielle und verstellbare Fadenftihrer
(z.B. DT-AS 24 59 693 und DT-OS 25 55 750) und Mitnehmereinrichtungen für die Fadenführe
r (z.B. DT-PS 801 778). Um mit diesen bekannten Flachstrickmaschinen fehlerlose
lntars ienware herzustellen, ist eine sehr präzise Abstellung und Mitnahme der Fadenführer
erforderlich, was komplizierte Fadenführeranordnungen bedingt.
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Soweit die Herstellung von Intarsienware unter Einbeziehung einer
Jacquard-Nadelauswahl hergestellt wird, machen die bekannten Einrichtungen einen
großen Nusterkartenaufwand sowie das Arbeiten mit Leerreihen und eine dementsprechend
verminderte Arbeitsleistung der Maschine erforderlich, Sofern auf komplizierte Fadenfifhrerausbildungen
verzichtet wird, sind komplizierte Mitnehmeranordnungen ftlr die einfacheren Fadenführer
erforderlich, so daß die angestrebten Vorteile durch andere Nachteile wieder aufgewogen
werden.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren zur Herstellung
von Intarsiengestricken zu schaffen, das eine volle Arbeitsleistung einer Flachstrickmaschine
bei der Herstellung der Intarsienware gestattet und eine fehlerfreie Intarsienware
mit sauberen Intarsienbereichsübergängen gewährleistet.
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Die gestellte Aufgabe wird erfindungsgemäß mit einem Verfahren gelöst,
das dadurch gekennzeichnet ist, daß von den in einer Maschenreihe aufeinanderfolgenden
einzelnen Intarsienbereichen der erste, dritte, fünfte usw. Bereich vom vorlaufenden
und der zweite, vierte, sechste usw. Bereich vom nachlaufenden Schloß gestrickt
werden. Außerdem werden bei diesem Verfahren vorteilhafterweise an den Übergangsstellen
zwischen den Intarsienbereichen die Beendigung des Abstrickens des einen Intarsienbereiches
mit dem einen Schloß und der Beginn des Abstrickens des anschließenden Intarsienbereiches
mit dem anderen Schloß immer mit einem zeitlichen Abstand durchgeführt.
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Das erfindungsgemäß ausgebildete Verfahren hat den Vorteil, daß mit
einer begrenzten Anzahl von Schlössern beliebig viele Intarsienbereiche über die
Gesamtbreite
einer Gestrickbahn gebildet werden können, wobei nur
für jeden Intarsienbereich ein gesonderter Fadenführer vorgesehen werden muß. Durch
den zeitlichen Abstand zwischen der Beendigung des Abstrickens eines Intarsienbereiches
und dem Beginn des Abstrickens eines anschließenden Intarsienbereiches, wobei die
Beendigung des Abstrickens des einen Intarsienbereiches auch erst nach dem Beginn
des Abstrickens des anderen Intarsienbereiches möglich ist, ist sichergestellt,
daß an den Grenzen der Intarsienbereiche die den einzelnen Intarsienbereichen zugeordneten
gesonderten Fadenführer genau und ohne Behinderung durch eine Betätigung des für
den angrenzenden Bereich vorgesehenen anderen Fadenführers zur Erzielung eines nadelgenauen
Bereichsabschlusses gesteuert werden können. Dieser Vorteil wirkt sich insbesondere
bei Flachstrickmaschinen mit Jacquard-Nadelauswahl aus, weil hier während des zeitlichen
Abstandes zwischen der Beendigung des Abstrickens des einen Intarsienbereiches und
dem Beginn des Abstrickens des anschließenden Intarsienbereiches Zeit für eine Nadelauswahl
gegeben ist. Bei einer Einzelnadel-Austriebssteuerung erlaubt der erwähnte zeitliche
Abstand auch ein Untätigsteuern der einer Intarsienbereichsabschlußnadel benachbarten
Nadeln, so daß diese
an sich bekannte Anordnung der Intarsienbereich-Abschlußnadel
zwischen untätigen Nadeln größere Toleranzen in der Ausbildung und Steuerung der
die Nadelführer bewegenden und ihre Endabstellung bewirkenden Teile erlaubt. Das
Verfahren gemäß der Erfindung erlaubt also auch bei einer großen Anzahl von Intarsienbereichen
bei jedem Schlittenhub ein volles Abstricken einer sich über die mehreren Intarsienbereiche
erstreckenden Maschenreihe ohne übertriebenen Einrichtungs- und Steuerungsaufwand.
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Auch erlaubt dieses Verfahren eine Jacquardmusterung in jedem Intarsienbereich.
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Das Verfahren gemäß der Erfindung läßt sich mit einer Flachstrickmaschine
mit einem gesonderten Fadenführer für jeden Intarsienbereich, der beim Schlittenhub
mittels kuppelbaren Mitnehmern zwischen den beiden Enden des zugehörigen Intarsienbereichs
verschiebbar und an den Enden aus dem Nadelbereich verstellbar ist, und mit einem
vor- und einem nachlaufenden Schloßteil für jede Schlittenhubrichtung erfindungsgemäß
dadurch ausführen, daß die Fadenführer in ihren Endstellungen aus einer Betriebsstellung
heraus jeweils in den ihnen zugeordneten Intarsienbereich hinein und aus dem Nadelbereich
und dem Durchlaufbereich eventueller zusätzlicher normaler
Fadenführer
nach oben hinaus verschwenkt sind, und daß die beiden Schlösser und die ihnen zugeordneten
Mitnehmer für die Fadenführer am Schlitten in Schlittenhubrichtung mit Abstand voneinander
angeordnet sind. Die Fadenführer werden also im Gegensatz zu bekannten verstellbaren
Fadenführern in ihren Endstellungen in den ihnen zugehörigen Intarsienbereich hinein-
und damit von der Grenze des Intarsienbereichs wegbewegt, so daß ein für einen unmittelbar
angrenzenden nächsten Intarsienbereich zuständiger Fadenführer in seine Betriebsstellung
in den Bereich der die Übergangs stelle zwischen den Intarsienbereichen bildenden
Nadel gebracht werden kann, ohne daß er durch den bereits mit zeitlichem Abstand
bereits vorher oder erst nach zeitlichem Abstand nachher in seine Endstellung gebrachten
anderen Fadenführer behindert wäre.
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Zweckmäßig können die an ihren FedenfUhrerkasten verschwenkbar gelagerten
Fadenführerarme aus einer mittleren Arbeitsstellung Jeweils nach beiden Seiten in
eine gesicherte Außerbetriebsstellung bringbar sein, wobei der Schwenkweg des am
einen Ende des Armes ausgebildeten Fadenführers Jeweils ein Mehrfaches der Nadelteilung
des Nadelbettes oder der Nadelbetten der Maschine beträgt. Dabei wird der Fadenführer
aus
dem Fadeneinzugsbereich der Nadeln auch soweit nach oben herausgeschwenkt, daß ein
normaler und über die ganze Breite des Nadelbettes geführter Fadenführer zum Bilden
von durchgehenden Grundgestrickmaschen oder zwischen einzelnen Intarsienbereichen
ausgebildeten Grundgestrickbereichen ungehindert an den verschwenkten und den einzelnen
Intarsienbereichen zugeordneten Fadenführern vorbeibewegt werden kann.
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Die den einzelnen Intarsienbereichen zugeordneten gesonderten Fadenführer
mit ihren Fadenfiihrerkasten können alle gleich und mit relativ einfachem Aufbau
ausgebildet sein. Vorteilhafterweise kann der verschwenkbar am Fadenführerkasten
gelagerte Fadenführerarm als zweiarmiger Hebel ausgebildet sein, dessen eines Ende
den Fadenführer trägt und dessen anderes Ende in einen Ausschnitt eines auf dem
Fadenführerkasten in dessen Verstellrichtung nach beiden Seiten verstellbaren und
durch den Mitnehmer beaufschlagbaren Schiebers und in Rastausnehmungen einer am
Fadenführerkasten verschwenkbaren Rastklinke ragte Die Steuerung des Schiebers kann
wie bei bekannten Fadenführerkasten mit auf den Führungsstäben für die Fadenführer
insbesondere längsveränderbare und mit einem Aufläufer für den Fadenführermitnehmer
versehenen Endanschlag- und Haltevorrichtungen in Verbindung mit durch den
Aufläufer
auskuppelbaren Mitnehmern am Schlitten der Maschine erfolgen Hierbei kann erfindungsgemäß
der mit dem Fadenführerarm gekoppelte Schieber an beiden Enden den Mitnehmer-Eingriffsbereich
des Fadenführerkastens und zwei beiderseits einer Längsbahnkante des Aufläufers
entgegengesetzt gerichtete Auflaufschrägen überragende und an beiden Enden eine
Mitnahmekante für den Mitnehmer bildende Vorsprünge aufweisen, deren Länge jeweils
um den Abstand zweier Rastausnehmungen der Rastklinke größer ist als die Länge der
Längsbahnkante. Dadurch wird erreicht, daß ein Mitnehmer, wenn er auf die eine oder
andere Schrägfläche eines Aufläufers aufgleitet, immer zuerst eine Verstellung des
Schiebers und damit des mit ihm gekoppelten Fadenführerarmes um den Bereich zwischen
Ruhestellung und Arbeitsstellung oder umgekehrt, also eine Verstellung des Fadenführers
aus seiner BetrleDsstellung in die Ruhestellung innerhalb seines Intarsienbereiches
oder aus dieser Ruhestellung zurück in seine Arbeitsstellung, bewirkt, bevor der
Fadenführerkasten bewegt wird und die Längsverschiebung des Fadenführers über den
ihm zugeordneten Intarsienbereich erfolgt.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der beiliegenden Zeichnung näher
erläutert0 Im einzelnen zeigen: Fig. 1 die Prinzipdarstellung eines einfachen Intarsiengestrickstücks
mit drei Intarsienbereichen; Fig. 2 eine schematische Darstellung der Ausgangsstellung
der Fadenführer und des Maschinenschlittens zur Herstellung eines Intarsiengestricks
nach Fig. 1; Fig. 3 eine stark schematisierte Ansicht eines erfindungsgemaß ausgebildeten
Fadenführers im Bereich einer Entlanschlag- und Haltevorrichtung.
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Das Herstellverfahren soll anhand eines aus Fig 1 ersichtlichen einfachen
Ausführungsbeispieles eines Intarsiengestricks erläutert werden, das drei unmittelbar
aneinandergrenzende Intarsienbereiche 1a, 2a und 3a aufweist, an welche sich ein
sich über die Gesamtbreite der drei Intarsienbereiche erstreckender Randbereich
4 des Gestrickstücks anschließt.
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Gemäß Fig. 2 ist jedem Intarsienbereich 1a, 2a und 3a ein gesonderter
Fadenführer 1, 2 und 3 zugeordnet0 Der schematisch angedeutete Schlitten 5 weist
für die durch einen dicken Pfeil 8 angegebene eine Hubrichtung ein ebenfalls schematisch
angedeutetes vorlaufendes Schloß 6 und ein mit Abstand davon angeordnetes nachlaufendes
Schloß 7 auf. Jedem der beiden Schlösser 6 und 7 ist am Schlitten 5 der Flachstrickmaschine
ein Mitnehmerbolzen 24 oder 24a zur Mitnahme der Fadenführer zugeordnet. Für die
durch einen dünnen Pfeil 8' angedeutete Gegenhubrichtung weist der Schlitten 5 ein
mit gestrichelten Linien angedeutetes vorlaufendes Schloß 7t und ein nachlaufendes
Schloß 6' auf, denen wiederum jeweils ein Mitnehmerbolzen 24a' bzw. 24' zugeordnet
ist0 Fig. 2 zeigt die drei Fadenführer 1, 2 und 3 in einer Ausgangsstellung jeweils
am einen Ende des zugeordneten Intarsienbereiches 1a, 2a oder 3a und dabei in einer
Schrägstellung, in welcher jeder Fadenführer in den ihm zugeordneten Intarsienbereich
hineinverschwenkt ist. In Fig. 2 sind die Trennungsebenen und Begrenzungsebenen
der Intarsienbereiche durch strichpunktierte Linien 9 angedeutet.
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Bei der Bewegung des Schlittens 5 in Richtung des dicken Pfeiles 8
werden die die Intarsienbereiche la und 3a bildenden Nadeln, die mittels einer eine
Einzelnadelsteuerung bewirkenden Jacquardmustereinrichtung in diesen Bereichen vor
Beginn des Abstrflcens ausgewählt worden sind, vom vorlaufenden Schloß 6 beeinflußt,
während die den mittleren Intarsienbereich 2a bildenden Nadeln vom nachlaufenden
Schloß 7 beeinflußt werden. Zunächst wird beim Eintreffen des Schlittens 5 der Fadenführer
1 durch den Mitnahmebolzen 24 in eine Vertikalstellung genau in die Begrenzungsebene
9 des Intarsienbereiches la verstellt und anschließend vom Mitnehmer bis zum anderen
Ende des Intarsienbereiches la mitgenommen. Wie in Verbindung mit Fig0 3 noch näher
erläutert wird, wird am anderen Ende des Intarsienbereiches 1a der Mitnehmerbolzen
24 ausgekoppelt und dabei der Fadenführer 1 über den von ihm gebildeten Intarsienbereich
1a in die mit gestrichelten Linien angedeutete Stellung 1t zurückverschwenkt0 Mit
einem durch den räumlichen Abstand der beiden Schlösser 6 und 7 und der zugeordneten
Mitnehmerbolzen 24 und 24a bedingten zeitlichen Abstand erfolgt dann das Eintreffen
des nacheilenden Schlosses 7 am Beginn des Intarsienbereiches 2a, wo der Mitnehmerbolzen
24a zunächst ein Rückverschwenken des Fadenführers 2 in eine Vertikalstellung in
die durch eine
strichpunktierte Linie 9 angedeutete Begrenzungsebene
des Intarsienbereiches 2a und anschließend eine Mitnahme dieses Fadenführers bis
zum anderen Ende des mittleren Intarsienbereiches 2a bewirkt.
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Beim vorherigen Eintreffen des vorlaufenden Schlosses 6 mit dem Mitnehmerbolzen
24 am Rand des Intarsienbereiches 3a wird der Fadenführer 3 in der erwähnten Weise
betätigt und bis in die mit gestrichelten Linien eingezeichnete Endstellung 3t mitgenommen.
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Beim Durchgang des Schlittens 5 wird also eine volle Maschenreihe
abgestrickt. Der Strickvorgang wiederholt sich beim Rückhub des Schlittens 5 in
Richtung des dünnen Pfeiles 8 mit Hilfe des dann vorlaufenden Schlosses 7t und des
nachlaufenden Schlosses 6 in analoger Weise, wobei, beginnend mit dem Intarsienbereich
3a, die Intarsienbereiche 3a und la mit Hilfe des vorlaufenden Schlosses 7t und
der mittlere Intarsienbereich 2a mit Hilfe des nachlaufenden Schlosses 6' gestrickt
werden.
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Der durchlaufende Randbereich 4 wird mit Hilfe eines anderen und mit
dem Schlitten über die ganze Gestrickbreite durchlaufenden Fadenführers bewirkt,
der in der schematischen Zeichnung nicht dargestellt ist.
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Wichtig ist, daß die Fadenführer in den in Fig. 2 dargestellten Endstellungen
soweit aus dem Nadelbereich heraus nach oben verschwenkt sind, daß der erwähnte
durchlaufende
Fadenführer durch die Intarsien-Fadenführer 1-3 ungehindert im Nadelbereich bewegt
werden kann0 Fig. 3 zeigt eine Ausführungsform eines der drei gleichen Fadenführer
1, 2 und 39 Die eigentlichen Fadenführerösen sind hierbei in bekannter Weise am
Ende eines Fadenführerarmes 23 angeordnet.
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Der Fadenführerarm 23 ist als um eine durch eine Befestigungsschraube
25 gebildete Schwenkachse in einem Fadenführerkasten 10 verschwenkbarer, doppelarmiger
Schwenkhebel ausgebildet, der an seinem anderen Ende mit einem Zapfen 13 versehen
ist, der in eine Ausnehmung 14 eines Schiebers 11 und gleichzeitig in eine von drei
Rasteinkerbungen 26 eingreift, die am unteren Rand einer Rastklinke 15 ausgebildet
sind.
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Der Fadenführerkasten 10 ist in bekannter Weise auf einem Führungsstab
30 längsverschiebbar gelagert, wobei für jeden der Fadenführer 1, 2 und 3 eine gesonderte
Führungsspur 30 vorgesehen ist.
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Der Schieber 11 ist auf dem Fadenführerkasten 10 in der durch einen
Doppelpfeil 27 angezeigten Verschieberichtung des Fadenführerkastens 10 verschiebbar
gelagert, wobei sein Verschiebeweg durch
zwei Langlöcher 12 bestimmt
ist, durch welche ein Führungszapfen 28 oder eine die Schwenkachse der Rastklinke
15 bestimmende, im Fadenführerkasten 10 verankerte Befestigungsschraube 29 ragen.
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Der Fadenführerkasten 10 weist auf seiner Oberseite eine rechteckige
Ausnehmung 17 auf, in welche der in seiner Längsrichtung in nicht dargestellter
Weise federbelastet verstellbare, am Schlitten 5 angeordnete Mitnehmerbolzen 24
eingreift und durch Anschlag gegen eine der beiden Mitnahmekanten 18 des Fadenführerkastens
10 denselben mitnimmt.
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Der Verstellweg der einzelnen Fadenführer ist an beiden Enden der
Intarsienbereiche la, 2a und 3a durch auf die Führungsstäbe 30 aufgesetzte Endanschlag-
und Haltevorrichtungen 20 begrenzt, von denen eine aus Fig. 3 ersichtlich ist. Jede
dieser Endanschlag- und Haltevorrichtungen 20 ist mit einem Aufläufer 21 verbunden,
der das Auskuppeln des Mitnehmerbolzens 24 bewirkt. Die Endanschlag-und Haltevorrichtungen
20 mit ihren Aufläufern 21 können in hier nicht interessierender und auch nicht
dargestellter Weise durch gesonderte Verstelleinrichtungen zur Änderung der Intarsienbereichsgrenzen
verstellt werden. Ein aufgelaufener Fadenführerkasten 10
wird mit
an seinen Enden ausgebildeten Kupplungsköpfen 19 durch an den Endanschlag- und Haltevorrichtungen
ausgebildeten Kupplungsklinken 22 gehalten. Durch ein symmetrisches Erfassen der
Kupplungsköpfe 19 des Fadenführerkastens 10 auf beiden Seiten wird eine exakte Endstellung
des Fadenführerkastens 10 eingehalten.
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Der Schieber 11 ist an beiden Enden jeweils mit einem den Fadenführerkasten
10 und dessen Anschlagkante 18 überragenden Vorsprung lla versehen. Im Bereich einer
Endanschlag- und Haltevorrichtung läuft der in Anlage gegen eine Anschlagkante des
Fadenführerkastens befindliche Mitnehmerbolzen 24 auf eine vordere Auflaufschräge
21a des Aufläufers 21 auf.
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Sobald er die in Fig, 3 durch eine horizontal gestrichelte Linie eingezeichnete
Oberseite des Fadenführerkastens 10 überschritten hat, stößt er gegen die innere
Kante 31 des Vorsprunges 11a des Schiebers 11, wodurch beim weiteren Aufgleiten
auf der Schrägfläche 21a der Schieber 11 in Fig. 3 nach links gegenüber dem nicht
mehr weiter mitbewegten Fadenführerkasten 10 verschoben wird, bis der Mitnehmerbolzen
24 auf die horizontale Langsbahnkante 21c des Aufläufers 21 gelangt. Bei der
Längsverschiebung
des Schiebers 11 auf dem zwischenzeitlich auch an der Endanschlag- und Haltevorrichtung
20 gehaltenen Fadenführerkasten 10 wird der in die Ausnehmung 14 des Schiebers 11
ragende Bolzen 13 des Fadenführerarmes 23 mitgenommen.
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Er drückt bei dieser Mitnahmebewegung der Klinke 15 um die durch die
Befestigungsschraube 29 gebildete Schwenkachse im Uhrzeigersinn nach oben und gelangt
somit aus der mittleren Rasteinkerbung der Klinke 15 in die linke seitliche Rasteinkerbung
26o Durch die Vorspannfeder 16 in Verbindung mit dem Eigengewicht der Rastklinke
15 wird die Rastklinke 15 anschließend zurückbewegt und damit der Zapfen 13 in der
seitlichen Rasteinkerbung 26 gehalten. Durch die beschriebene Längsverschiebung
des Schiebers 11 und die damit verbundene Schwenkbewegung des Fadenführerarmes 23
im Gegenuhrzeigersinne um die durch die Befestigungsschraube 25 gebildete Schwenkachse
wird der Fadenführer in Fig0 3 nach rechts in die in Fig. 2 eingezeichnete Stellung
1t oder 3 und damit in den Bereich des mit seiner Hilfe gestrickten Intarsienbereiches
aus der in Fig. 3 eingezeichneten vertikalen Betriebsstellung verschwenkt0 Die beiden
Vorsprünge 11a des Schiebers 11 haben eine größere Länge als die Längsbahnkante
21c des Aufläufers 21. Dies bedeutet, daß der Vorsprung 11a
des
nach links verschobenen Schiebers 11 nunmehr über die hintere Auflaufschräge 21b
des Auflaufers 21 vorsteht. Bei der Rückhubbewegung des Schlittens und des auf ihm
angeordneten Mitnehmerbolzens 24 in Fig0 3 von links nach rechts läuft der Mitnehmerbolzen
24 zunächst auf das linke schräge Ende des Aufläufers 21 auf und trifft dann im
Bereich der hinteren Auflaufschräge 21b des Aufläufers 21 auf die dort überstehende
äußere Kante 32 des Vorsprunges 11a des Schiebers 11. Der Schieber 11 wird dadurch
in die aus Fig0 3 gezeigte Mittelstellung bewegt und damit auch der Fadenführerarm
23 in seine vertikale Betriebsstellung zurückverschwenkt, bevor der Mitnehmerbolzen
24 über die Längsbahnkante 21c weiterläuft, anschließend in die Mitnehmerausnehmung
17 des Fadenführerkastens 10 einfällt und auf die rechte Anschlagkante 18 des Fadenführerkastens
10 auftrifft und den Fadenführerkasten 10 nach rechts mitnimmt.
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Die Längendifferenz zwischen dem Vorsprung ?la und der Längsbahnkante
21c entspricht dem Abstand der mittleren Rasteinkerbung der Rastklinke 15 von ihren
beidseitig anschließenden Rasteinkerbungen 264 Die am anderen Ende eines Intarsienbereiches
angeordnete Endanschlag- und Haltevorrichtung ist spiegelbildlich
symmetrisch
zu der aus Fig. 3 ersichtlichen Endanschlag-und Haltevorrichtung 20 angeordnet.
Die Wirkung ihres Aufläufers 21 auf den Schieber 11 des Fadenführerkastens 10 ist
genau die gleiche, nur daß dort eine Verschwenkung des Fadenführerarmes 23 im Uhrzeigersinne
und damit eine Verschwenkung des eigentlichen Fadenführers in Fig0 3 nach links
erfolgt; also auch wieder eine Schwenkbewegung in den zugeordneten Intarsienbereich
hinein und dabei aus dem Einlegebereich der Nadeln heraus0 Das zu bildende Gestrick
kann mehrere, unmittelbar oder unter Zwischenlage von Grundgestrickbereichen aneinandergrenzende
Intarsienbereiche aufweisen, wobei für jeden Intarsienbereich ein gesonderter Fadenführer
vorgesehen ist0 Hierbei wird dann vom vorlaufenden Schloß 6 jeweils der erste, dritte,
fünfte, siebte uswe Intarsienbereich und vom nachlaufenden Schloß der zweite, vierte,
sechste, achte uswe Intarsienbereich abgestrickt. Leerreihen entfallen, da bei jedem
Schlittendurchgang eine volle Maschenreihe abgestrickt wird.