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DE2444453A1 - Furanderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur herstellung von herbizidwirkenden verbindungen - Google Patents

Furanderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur herstellung von herbizidwirkenden verbindungen

Info

Publication number
DE2444453A1
DE2444453A1 DE19742444453 DE2444453A DE2444453A1 DE 2444453 A1 DE2444453 A1 DE 2444453A1 DE 19742444453 DE19742444453 DE 19742444453 DE 2444453 A DE2444453 A DE 2444453A DE 2444453 A1 DE2444453 A1 DE 2444453A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
production
preparation
furanderivates
furan derivatives
furan
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DE19742444453
Other languages
English (en)
Inventor
Roland Yves Mauvernay
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Centre Europeen de Recherches Mauvernay CERM
Original Assignee
Centre Europeen de Recherches Mauvernay CERM
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Centre Europeen de Recherches Mauvernay CERM filed Critical Centre Europeen de Recherches Mauvernay CERM
Publication of DE2444453A1 publication Critical patent/DE2444453A1/de
Pending legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/34Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/56Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having two or three double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with hetero atoms or with carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen, e.g. ester or nitrile radicals, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/68Carbon atoms having three bonds to hetero atoms with at the most one bond to halogen

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Agricultural Chemicals And Associated Chemicals (AREA)
  • Plural Heterocyclic Compounds (AREA)
  • Furan Compounds (AREA)

Description

Dipl.-Ing. Leo Fleuchaus
Dr.-Ing. Hans Leyh
Dip!.-Ing. Ernst Rathmann A 12
8 München 71, Melchiorstr. 42
CENTRE EUROPEEN DE RECHERCHES MAÜVERNAY Route de Marsat, RIOM, Frankreich
Furanderivate, Verfahren zu ihrer Herstellung und ihre Verwendung zur Herstellung von herbizidwirkenden Verbindungen
Die Erfindung betrifft neue chemische Verbindungen, die zur Klasse der Furane gehören, d.h. neue Furanderivate, ein Verfahren zu ihrer Herstellung sowie ihre Verwendung fur herbizide Zubereitungen,
Bei den den Gegenstand der Erfindung bildenden neuen Verbindungen handelt es sich um disubstituierte Furane der allgemeinen Formel
U-
— COOR
CH2X
in der R ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest und X ein Halogenatom, insbesondere ein Chlor- oder Bromatom, bedeuten.
Das einen weiteren Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren zur Herstellung der oben angegebenen disubstituierten Furane ist dadurch gekennzeichnet, daß man ein cu-halogensubstituiertes Alkylacetylacetat mit Chloracetaldehyd reagieren läßt.
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2UU53
Die Umsetzung wird vorzugsweise in Gegenwart eines Säureakzeptors, wie z.B. eines Alkalibicarbonats, durchgeführt. Die nach dem erfindungsgemäßen Verfahren erhaltene Verbindung wird anschließend nach üblichen Extraktions-Wasch-Verfahren abgetrennt und gereinigt.
Gegenstand der Erfindung ist ferner die Verwendung der oben angegebenen disubstituierten Furane zur Herstellung von Verbindungen mit herbiziden Eigenschaften, insbesondere von 2-(2,4-Dichlorphenoxy)methyl-3-furancarbonsäure.
Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher, erläutert, ohne jedoch darauf beschränkt zu sein.
Beispiel 1
2-Chlormeth^l-3-carbomethoxy-furan
Man mischt 1 Mol (150,5 g) Methyl-oo-chloracetylacetat, 1,5 Mol einer 50 %igen Chloracetaldehydlösung (238 g Lösung) und 1 1 Wasser miteinander. Unter starkem Rühren bei Umgebungstemperatur (etwa 200C) gibt man so schnell wie möglich eine auf 0°C abgekühlte Lösung von 1,5 Mol (159 g) Na3CO3 in 500 ml Wasser zu. Dabei steigt die Temperatur von 20 auf 28 C an und man setzt das Rühren 1 Stunde lang fort.
Anschließend extrahiert man mit Chloroform, wäscht mit Wasser, dampft das Lösungsmittel, am Schluß unter Vakuum, ein und nimmt das zurückbleibende Öl mit 1 1 Dioxan und 500 ml 12 η Chlorwasserstoff säure auf, wobei man die dabei erhaltene neue Mischung 24 Stunden lang rührt.
509815/1245
24U453
Man gibt 2 1 Wasser zu, extrahiert erneut mit CHCl», wäscht mit Wasser bis zur Neutralität, trocknet über Natriumsulfat oder irgendeinem anderen üblichen Trocknungsmittel, dampft das Lösungsmittel ab und destilliert den Rückstand, wobei man nur die Fraktion Kp.-,0 ** HO bis 120°C sammelt. Man destilliert erneut und erhält 58 g, entsprechend einer Ausbeute von 34 %, einer farblosen und stark Tränen-erregenden Flüssigkeit, Kp. 114°C.
Elementaranalyse: ber.: C 48,13 H 4,01 Cl 30,34
gef.: 47,67 4,09 19,50 %
Beispiel 2
2-BroIIImethyl-3-carbomethoxy-furan
Man arbeitet wie in dem obigen Beispiel 1 mit den gleichen Reagenzmengen, diesmal jedoch unter Verwendung von 195 g Methyl-co-bromacetylacetat als Erstsubstanz und die Behandlung mit HCl wird durch eine Behandlung mit H2SO, ersetzt. Dabei erhält man eine farblose Flüssigkeit, Kp. 1200C, die kristallisiert, F. 43 bis 450C, in einer Ausbeute von 65,8 g, entsprechend 30 %.
- ber.: C 38,35 H 3,20 Br 36,54 gef.: 38,13 3,23 35,60 %
Beispiel 3
Es werden die gleichen Reagenzmengen wie in Beispiel 1 verwen-
5 0 9 8 15/1245
det, diesmal jedoch unter Verwendung von 164,5 g (1 Mol) Äthyl- Co -chloracetylacetat.
Nach einer Behandlung, die in allen Punkten derjenigen des Beispiels 1 ähnelt, erhält man 88,6 g (entsprechend einer Ausbeute von 47 %) einer farblosen und Tränen-erregenden Flüssigkeit, Kp. fi - 125 bis 1270C.
5i2mS2£^iS2^iv5££ ber.: C 50,95 H 4,78 Cl 18,82
gef.: 51,18 4,56 19,03 %
Beispiel 4
Man arbeitet wie in Beispiel 2 mit den gleichen Reagenzmengen, diesmal jedoch unter Verwendung von 209 g Äthyl-CJ-bromacetylacetat. Man erhält 102 g, entsprechend einer Ausbeute von 48 %, einer farblosen und Tränen—erregenden Flüssigkeit, Kp.15 - 140°C.
Elementaranalyse: ber.: C 41,19 H 3,86 Cl 34,35
gef.: 40,88 3,89 33,51 %
Die disubstituierten Furane der oben angegebenen allgemeinen Formel I können insbesondere als Zwischenprodukte in Synthesen verwendet werden, in denen Verbindungen eingesetzt werden, die mit den funktionellen Resten dieser Furane reagieren können. Die Verwendung des in Beispiel 4 erhaltenen Furanderivats zur Synthese einer Verbindung mit vorteilhaften herbiziden Eigenschaften wird durch das folgende Beispiel erläutert.
509815/12Λ5
2UU53
Beispiel 5
Man löst 0,1 Mol des in Beispiel 4 erhaltenen disubstituierten Furans und 0,11 Mol 2,4-Dichlorphenol in 100 ml Aceton, gibt dann 15 g K9CO., zu und erwärmt 24 Stunden lang unter Rückfluß·
Der so erhaltene Ester wird anschließend direkt mit alkoholischer Kalilauge im Überschuß behandelt. Nach dem Eliminieren von Äthanol und nach dem Verdünnen säuert man in der Kälte mit HCl an. Der gebildete Feststoff wird getrocknet und nach der Umkristallisation in. einer Cyclohexan/Benzol (50/5O)-Mischung erhält man farblose Mikrokristalle, F. 180 bis 182°C, in einer Ausbeute von 60 bis 65 %, bezogen auf das eingesetzte disubstituierte Furan.
Elementaranalvje^ ber.: C 50,15 H 2,79 Cl 24,75
gef.: 49,95 2,60 25,04 %
Die herbizide Aktivität dieser Verbindung wurde an vier Pflanzenarten getestet, die einen signifikanten Querschnitt darstellen: Weichweizen, weißem Senf, englischem Ray-Gras und gewöhnlichem Löwenzahn.
Das zu untersuchende Produkt wurde auf Schalen unmittelbar nach der Aussaat (vor dem Aufgehen) und auf andere Schalen, bei denen die 8 bis 10 Tage alten Keime zwei gut entwickelte Blätter aufwiesen (nach dem Aufgehen),aufgestäubt. Dabei wurde festgestellt, daß das Produkt vor. dem Aufgehen in einer Menge von 15 kg/ha ohne Wirkung war, daß es bei dieser Dosis
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auch nach dem Aufgehen gegenüber Weizen und gegenüber Ray-Gras inaktiv war, daß es jedoch den Löwenzahn und den Senf nach dem Aufgehen in einer Menge von 3 kg/ha vollständig zerstörte. Daraus ergibt sich, daß diese Verbindung eine sehr interessante bzw. vorteilhafte Aktivität auf Dicotyledonen nach dem Aufgehen aufweist.
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Claims (4)

2UU53 Patentansprüche
1. Furanderivate, gekennzeichnet durch die allgemeine Formel
ι— COOR
in der R ein Wasserstoffatom oder einen niederen Alkylrest und X ein Halogenatom, insbesondere ein Chlor- oder Bromatom, bedeuten.
2. Verfahren zur Herstellung der Furanderivate der in Anspruch 1 angegebenen allgemeinen Formel (I), dadurch gekennzeichnet, daß man ein tu-halogensubstituiertes Alkylacetylacetat mit Chloracetaldehyd reagieren läßt.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Umsetzung in Gegenwart eines Säureakzeptors, insbesondere eines Alkalibicarbonats, durchführt.
4. Verwendung der Furanderivate nach Anspruch 1, zur Herstellung von Verbindungen mit herbiziden Eigenschaften, insbesondere von 2-(2,4-Dichlor-phenoxy)methyl-3-furancarbonsäure.
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DE19742444453 1973-10-01 1974-09-17 Furanderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur herstellung von herbizidwirkenden verbindungen Pending DE2444453A1 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
FR7334974A FR2245627A1 (en) 1973-10-01 1973-10-01 2-Halomethyl-3-furoic acid derivs - prepd. by reacting alkyl omega-halo-acetoacetates with chloro-acetaldehyde

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE2444453A1 true DE2444453A1 (de) 1975-04-10

Family

ID=9125741

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE19742444453 Pending DE2444453A1 (de) 1973-10-01 1974-09-17 Furanderivate, verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung zur herstellung von herbizidwirkenden verbindungen

Country Status (2)

Country Link
DE (1) DE2444453A1 (de)
FR (1) FR2245627A1 (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004035560A1 (ja) * 2002-10-16 2004-04-29 Nippon Soda Co.,Ltd. ピロール誘導体及び中間体及び農園芸用殺菌剤

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2004035560A1 (ja) * 2002-10-16 2004-04-29 Nippon Soda Co.,Ltd. ピロール誘導体及び中間体及び農園芸用殺菌剤

Also Published As

Publication number Publication date
FR2245627B1 (de) 1976-10-01
FR2245627A1 (en) 1975-04-25

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