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DE1145615B - Verfahren zur Herstellung von Trithiophosphonsaeureestern - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Trithiophosphonsaeureestern

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Publication number
DE1145615B
DE1145615B DEF29480A DEF0029480A DE1145615B DE 1145615 B DE1145615 B DE 1145615B DE F29480 A DEF29480 A DE F29480A DE F0029480 A DEF0029480 A DE F0029480A DE 1145615 B DE1145615 B DE 1145615B
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
added
alkyl
ethyl
general formula
trithiophosphonic
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Pending
Application number
DEF29480A
Other languages
English (en)
Inventor
Dr H C Gerhard Schrader Dr
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bayer AG
Original Assignee
Bayer AG
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Bayer AG filed Critical Bayer AG
Priority to DEF29480A priority Critical patent/DE1145615B/de
Publication of DE1145615B publication Critical patent/DE1145615B/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07FACYCLIC, CARBOCYCLIC OR HETEROCYCLIC COMPOUNDS CONTAINING ELEMENTS OTHER THAN CARBON, HYDROGEN, HALOGEN, OXYGEN, NITROGEN, SULFUR, SELENIUM OR TELLURIUM
    • C07F9/00Compounds containing elements of Groups 5 or 15 of the Periodic Table
    • C07F9/02Phosphorus compounds
    • C07F9/28Phosphorus compounds with one or more P—C bonds
    • C07F9/38Phosphonic acids [RP(=O)(OH)2]; Thiophosphonic acids ; [RP(=X1)(X2H)2(X1, X2 are each independently O, S or Se)]
    • C07F9/40Esters thereof

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Biochemistry (AREA)
  • General Health & Medical Sciences (AREA)
  • Molecular Biology (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Trithiophosphonsäureestern Tritipphosphonsäureester der allgemeinen Zusammensetzung sind bisher in der Literatur noch nicht beschrieben.
  • In vorgenannter Formel steht R für einen Alkyl-, Cycloalkyl-, Aralkyl- oder Arylrest, R1 bedeutet einen gegebenenfalls durch die Äthylmercaptogruppe substituierten Alkyl- oder einen Alkylrest, und R2 stellt einen gegebenenfalls durch die Äthylmercaptogruppe substituierten Alkylrest dar, der jedoch von R1 verschieden ist.
  • Es wurde nun gefunden, daß die genannten Verbindungen sehr leicht erhalten werden, wenn man an Dithiophosphonsäureanhydrideder allgemeinen Formel Mercaptane der Formel R1SH anlagert und anschließend die entstandenen Trithiophosphonsäuremonoester der allgemeinen Formel weiter mit Alkylhalogeniden der Formel R2 - X umsetzt. Das erfindungsgemäße Verfahren sei an Hand des nachfolgenden Reaktionsschemas näher erläutert: In vorstehenden Gleichungen haben die Reste R, R1 und R2 die oben angegebene Bedeutung, während X für Chlor, Brom oder Jod steht.
  • Die Herstellung der als Ausgangsmaterialien für das erfindungsgemäße Verfahren dienenden Dithiophosphonsäureanhydride sowie deren Umsetzung mit Mercaptanen ist bereits in der deutschen Patentschrift 1 009 628 beschrieben.
  • Ferner sind nach den Angaben der USA.-Patentschrift 2 847 458 Aryldithiophosphonsäureanhydride als Zwischenprodukte zur Herstellung entsprechender Thiophosphonsäureester mit insektizider Wirksamkeit geeignet.
  • Die verfahrensgemäß erhältlichen Trithiophosphonsäureester zeichnen sich jedoch gegenüber bekannten, analog gebauten und für den gleichen Zweck verwendbaren Verbindungen durch eine erheblich bessere Wirkung bei der Anwendung als Schädlingsbekämpfungsmittel sowie eine wesentlich geringere Warmblütertoxizität aus. Diese eindeutige Überlegenheit der Verfahrensprodukte geht aus den nachfolgenden Vergleichsversuchen hervor Es wurden verglichen: Die erfindungsgemäßen Methyl-trithiophosphonsäure - S - äthyl - S - ( - äthylmercaptoäthyl)- und Methyl-trithiophosphonsäure-S-äthyl-S-phenylester (Verbindungen 1 und 3) mit den entsprechenden vorbekannten O-Äthylestern 2 und 4 hinsichtlich der Wirksamkeit gegenüber Blattläusen und Spinnmilben sowie der Warmblütertoxizität. Die Versuchsergebnisse sind aus der nachfolgenden Tabelle zu ersehen:
    Warmb!üter- Wirkstoff- Abtötung
    toxizität An
    dung Konstitution (I )Lbo Ratte wendung konzen- der Bemerkungen
    Nr. per os in gegen tration Schadunge
    mg/kg) in 0/o in OIo
    1 P-S-CH,-CH,-SC,H, - Blattläuse 0,001 100 ovizide
    Spinnmilben 0,001 100 Wirkung
    (erfindungsgemäß, Beispiel 1)
    2 CH3 / P5S-CH2-CH2-SC2H5 - Blattläuse 0,1 90 keine ovizide
    C2H5O Spinnmilben 0,01 100 Wirkung
    (bekannt)
    5
    CH
    3 P - 5 100 Blattläuse 0,01 100 ovizide
    QH5S' \ / Spinnmilben 0,01 100 Wirkung
    (erfindungsgemäß, Beispiel 2)
    5
    CH2\
    4 ,P-S 5 Blattläuse 0,01 30 keine ovizide
    C2HsO ~-~ Spinnmilben 0,1 90 Wirkung
    (bekannt)
    Die obenstehenden Versuchsergebnisse zeigen, daß die Verfahrensprodukte 1 und 3 im Vergleich zu den analog gebauten, bekannten Vergleichssubstanzen bereits bei Anwendung in zum Teil um 1 bis 2 Zehnerpotenzen niedrigeren Konzentrationen 100%ig abtötend auf die genannten Schädlinge wirken. Außerdem zeichnen sich die erfindungsgemäßen Trithiophosphonsäureester im Gegensatz zu den Vergleichspräparaten durch eine ausgesprochen ovizide Wirkung aus.
  • Andererseits erweist sich der verfahrensgemäß herstellbare Methyl-thionophosphonsäure-S-äthyl-S-phenylester (Verbindung 3) mit einer mittleren Warmblütertoxizität von nur 100 mg/kg Ratte per os als wesentlich weniger giftig gegenüber Warmblütern als die analog gebaute bekannte Verbindung 4 (DLso Ratte per os 5 mg/kg Tier), d. h. das Verfahrensprodukt ist trotz seiner überlegenen insektiziden Wirkt samkeit gegenüber dem Vergleichspräparat analoger Zusammensetzung rund 20mal weniger toxisch für Warmblüter.
  • Die erfindungsgemäßen Verbindungen finden als Schädlingsbekämpfungsmittel vor allem im Pflanzenschutz Verwendung.
  • Folgende Beispiele mögen das beanspruchte Verfahren näher erläutern: Beispiel 1 27,5 g (0,25 Mol) Methyl-dithiophosphonsäure-anhydrid werden in 200 ml Benzol angeschlämmt. Dazu gibt man unter Rühren bei 40"C 25 g Äthylmercaptån.
  • Man läßt 2 Stunden nachrühren und entfernt dann das Lösungsmittel durch vorsichtiges Abdestillieren im Vakuum. Der Rückstand wird in 100 ml Acetoniiril aufgenommen. Dann fügt man unter weiterem Rühren bei 20"C eine Natriummethylatlösung hinzu, die 0,25 Mol Natrium gelöst enthält. Anschließend gibt man bei 40°C unter Rühren 42g ß-Bromäthylthtoäthyläther hinzu. Man hält noch 1 Stunde bei 90"C und gibt dann das Reaktionsprodukt in 200 ml Eiswasser. Das ausgeschiedene Ö1 wird mit 150 ml Benzol aufgenommen. Die Benzollösung wird abgetrennt, mit Wasser neutral gewaschen und anschließend mit Natriumsulfat getrocknet. Beim Fraktionieren erhält man 45 g des neuen Esters vom Kp. 0.01 = 89°C.
  • Ausbeute 69 °/o der Theorie. Der Ester ist ein farbloses, wasserunlösliches Ö1.
  • DL50 Ratte per os 2,5 mg/kg.
  • Berechnet für Mol 260 . . S49,4%, P 12'00/o; gefunden . .. S48f9°/oX P12,9°/o.
  • Beispiel 2 25 g (0,2 Mol) Methyl-dithiophosphonsäureanhydrid werden in 100 ml Benzol angeschlämmt. Bei 60°C gibt man unter Rühren 24 g Phenylmercaptan hinzu. Man erwärmt 1 Stunde auf 60°C und kX dann auf Zimmertemperatur ab. Anschließen«- gtbt man bei 20"C eine Natriummethylatlösung zu, die 0,2 Mol Natrium gelöst enthält. Dann tropft man unter weiterem Rühren bei 40° C 31 g Äthyljodid hinzu. Man erwärmt noch 1 Stunde auf 40 bis 500 C und gibt dann das Reaktionsprodukt in 200 ml Eiswasser. Das ausgeschiedene Ö1 wird mit 100 ml Benzol aufgenommen und wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält auf diese Weise 27 g des neuen Esters vom Kp.0,01 = = 1080 C.
  • Ausbeute 54 0/o der Theorie. Der Ester ist ein farbloses, wasserunlösliches Ö1.
  • DLso Ratte per os 100 mg/kg.
  • Berechnet für Mol 248 ... S 38,60/o, P 12,5°/o; gefunden . S 37,8 0/o, P 11,7 0/o, Beispiel 3 25 g (0,2 Mol) Methyl-dithiophosphonsäureanhydrid werden in 100 ml Benzol angeschlämmt. Bei 60"C gibt man unter Rühren 24 g Phenyhnercaptan hinzu. Man erwärmt 1 Stunde auf 60"C und kühlt dann auf Zimmertemperatur ab. Anschließend gibt man bei Zimmertemperatur eine Natriummethylatlösung hinzu, die 0,2 Mol Natrium gelöst enthält.
  • Darauf gibt man unter weiterem Rühren 34 g p-Bromäthylthioäthyläther hinzu. Man hält 1 Stunde bei 50"C und gibt dann das Reaktionsprodukt in 200 m Eiswasser. Das ausgeschiedene Öl wird in 150 ml Benzol aufgenommen und wie im Beispiel 1 aufgearbeitet. Man erhält auf diese Weise 47 g des neuen Esters als gelbes, wasserunlösliches Ö1. Ausbeute 76 0/o der Theorie.
  • Berechnet für Mol 308 ... 5 40,50/o, P 10,1 0/o; gefunden . . ... 5 39,4 0/o, P 9,30/0.
  • Beispiel 4a 124 g (1 Mol) Äthyl-dithiophosphonsäure-anhydrid (F. 1410 C) werden in 400 ccm Benzol angeschlämmt.
  • Diese Anschlämmung versetzt man unter Rühren mit 110 g Thiophenol und erwärmt das Reaktionsgemisch anschließend 1 Stunde auf 60"C, wobei das eingesetzte Äthyl-dithiophosphonsäure-anhydrid allmählich in Lösung geht. Danach wird das Benzol vorsichtig im Vakuum abdestilliert. Es hinterbleiben 228 g (97 0/o der Theorie) Äthyl - thionodithiolphosphonsäure-S-phenylester in Form eines wasserunlöslichen, nicht destillierbaren Öles.
  • Beispiel 4b Zu einer Lösung von 59 g (0,25 Mol) Äthyl-thionodithiolphosphonsäure-S-phenylester in 100 ml Aceto- nitril fügt man bei 20"C eine methanolische Natriummethylatlösung, die 0,25 Mol Natrium gelöst enthält.
  • Anschließend wird das Reaktionsgemisch bei 25"C tropfenweise mit 28 g Chlormethylthioäthyläther versetzt, danach noch 1 Stunde bei 30"C gerührt und dann wie in den vorhergehenden Beispielen beschrieben aufgearbeitet. Man erhält 55g (71 0/o der Theorie) des Äthyl - thionodithiolphosphonsäure S-phenyl-S-(äthylmercapto-methyl)-esters in Form einer schwachgelben, wasserunlöslichen Öles.
  • Analyse für ein Molgewicht von 308: Berechnet... 41,60/o, P 10,00/o; gefunden . . S40,60/,, P 9,80/o.
  • Beispiel 5 59 g (0,25 Mol) des gemäß Beispiel 4a hergestellten Äthyl - thionodithiolphosphonsäure - 5 - phenylesters werden in 100 ml Acetonitril gelöst. Zu dieser Lösung fügt man bei 200 C eine methanolische Natriummethylatlösung, die 0,25 Mol Natrium enthält, und versetzt die Mischung anschließend tropfenweise unter kräftigem Rühren bei 40"C mit 45 g Äthyljodid. Zur Vervollständigung der Umsetzung wird die Mischung noch 1 Stunde auf 50"C erwärmt und dann in 300 ml Eiswasser gegossen. Das ausgeschiedene Ö1 nimmt man in 300 ml Benzol auf, wäscht die benzolische Lösung mit Wasser und trocknet sie schließlich. Bei der folgenden fraktionierten Destillation werden nach Verdampfen des Lösungsmittels 30 g (46 0/c der Theorie) des Äthyl - thionodithiolphosphonsäure - 5 - äthyl-S-phenylesters in Form eines farblosen, wasserunlöslichen Öles vom Kp. o,ol = 108"C erhalten.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Trithiophosphonsäureestern, dadurch gekennzeichnet, daß man in jeweils an sich bekannter Weise an Dithiophosphonsäureanhydride der allgemeinen Formel in der R ein Alkyl-, Cycloalkyl-, Aryl- oder Aralkylrest ist, Mercaptane der allgemeinen Formel R1SH, in der R1 einen gegebenenfalls durch die Äthylmercaptogruppe substituierten Alkyl- oder einen Arylrest bedeutet, anlagert und die entstandenen Trithiophosphonsäuremonoester der allgemeinen Formel in der R und R1 die vorstehend genannte Bedeutung haben, anschließend mit Alkylhalogeniden der Formel R2 - X, in der R2 einen gegebenenfalls durch die Äthylmercaptogruppe substituierten Alkylrest bedeutet, der jedoch von R1 verschieden ist und X für Chlor, Brom oder Jod steht, zu Verbindungen der allgemeinen Formel in der R, R1 und R2 die vorstehend angegebene Bedeutung haben, umsetzt.
    In Betracht gezogene Druckschüften: Deutsche Patentschriften Nr. 1 009 628, 1 032247; USA.-Patentschriften Nr. 2 665 294 2 847 458.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0024830A1 (de) * 1979-08-31 1981-03-11 Rhone-Poulenc Agrochimie Unsymmetrische Thiophosphonat-Insektizide und -Nematozide

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2665294A (en) * 1952-03-12 1954-01-05 Monsanto Chemicals Thioamyl ester of diphenyldithiophosphinic acid and process therefor
DE1009628B (de) 1954-01-05 1957-06-06 American Cyanamid Co Verfahren zur Herstellung von Arylphosphonsaeuren
DE1032247B (de) 1954-12-04 1958-06-19 Bayer Ag Verfahren zur Herstellung von organischen Phosphorverbindungen
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