Obwohl bereits eine sehr große Anzahl von Baggern mit Einrichtungen
zum Abtransport des gebaggerten Materials bekannt ist, besteht immer noch ein erhebliches Bedürfnis
nach verbesserten Baggern. So hat die Transporteinheit eines typischen, bekannten Baggers, die bis zu 1300 irr Erdreich
pro Stunde transportieren kann^ ein Gesamtgewicht von etwa 113 000 kg und kostet ungefähr 330.000.— US-Dollar,
Trotz dieses verhältnismäßig hohen Preises und der verhältnismäßig niedrigen Kapazität ist ein derartiger Bagger nicht
in der Lage, einen Graben auszuheben oder eine glatte Fläche
herzustellen.
Mittels der Erfindung wird ein Bagger mit einer Transportvorrichtung
geschaffen, der diese Nachteile vermeidet und der in einem Ausführungsbeispiel bis zu 3O6O m Erdreich
pro Stunde transportiert, wobei er ein Gesamtgewicht von k5 400 kg hat und etwa 150.000.-- US-Dollar kostet. Ins-
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besondere ermöglicht aber der erfindungsgemäße Bagger die Herstellung einer ebenen, geglätteten Fläche in einem eizigen
Arbeitsgang.
Der erfindungsgemäße Bagger besteht aus einem Fahrzeug, an
dessen vorderem Ende eine Schaufelradanordnung befestigt ist, und bei dem sich eine Fördereinrichtung vom Materialaufnahmebereich
nahe der Schaufelradanordnung nach oben zu einem Materialverteilbereich am gegenüberliegenden Ende des Fahrzeuges
erstreckt. Derartige Bagger wurden im allgemeinen als Schaufelradlader bezeichnet. Die Schaufelradanordnung hat
eine größere Breite als die übrigen Bauteile des Baggers und weist eine Anzahl von Schürfeimern auf, die jeweils mit
einer Wand versehen sind, die zwischen einer Materialaufnahmestellung und einer Materialauswurfstellung schwenkbar gehaltert
ist. Die Schaufelradanordnung ist drehbar, und die bewegbaren Wände der Eimer lassen sich so betätigen, daß
sie zunächst Material aufnehmen und dieses danach in den Materialaufnahmebereich der Fördereinrichtung auswerfen.
Gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel des Schaufelradladers gemäß der Erfindung hat das Fahrzeug einen auf einer Anzahl
von bereiften Rädern gehaltenen Hauptrahmen, auf dem ein erster Motor befestigt ist, der die Räder zur Bewegung des Fahrzeuges
sowie die Fördereinrichtung zum Transport des Materials vom Materialaufnahmebereich zum Materialverteilbereich antreibt,
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Auf dem vorderen Ende des Hauptrahmens ist ein Unterrahmen befestigt, auf dem die Schaufelradanordnung drehbar gehaltert
ist. Ferner trägt dieser Unterrahmen einen zweiten Motor, der über eine Transmission mit der Schaufelradanordnung
gekoppelt ist. Am hinteren Ende des Rahmens ist ein Zusatzförderer lösbar befestigt, der zur Aufnahme von Material
vom Verteilende der Fördereinrichtung und zum Transport dieses Materials entweder nach hinten oder zur Seite dient. Eine
Anzahl von Ballasttanks sind am Hauptrahmen befestigt. Sie nehmen Flüssigkeit auf, um ein Gegengewicht gegen den
zusätzlichen Förderer zu bilden.
Die Schaufelradanordnung besteht vorzugsweise aus einem Mittelrad und einem Paar Seitenräder, die um eine gemeinsame
Achse drehbar am Unterrahmen gehaltert sind. In diesem Fall werden zum Transport des Materials von den Seitenrädern zum
Materialaufnahmebereich des Hauptförderers Querförderer vorgesehen.
Dadurch wird es möglich, die Räder, den Hauptförderer,
den Zusatzförderer, die zusätzlichen Fördererpositioniereinrichtungen und die Querförderer mittels hydraulischer Motoren
anzutreiben, die in Verbindung mit Pumpen stehen.
Gemäß einem zweiten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die senkrechte Lage des MaterialVerteilbereiches des Hauptförderers
niedriger gelegt und der zusätzliche Förderer fehlt. Der Unter-
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-JJ-
rahmen ist schwenkbar angeordnet, um die Schaufelradanordnung über und unter die am höchsten und am niedrigsten
liegenden Elemente des Schaufelradladers zu schwenken. Dadurch kann der Schaufelradlader bei der Herstellung von
Tunneln eingesetzt werden.
In einem dritten Ausführungsbeispiel der Erfindung ist die Schaufelradanordnung an einem Unterrahmen befestigt, der
vom unteren Bereich des Vorderendes des Fahrzeugs ausgeht3
das auf Schienen läuft und eine Einrichtung zum Antrieb des Fahrzeugs, zum Betrieb der Fördereinrichtung und zum
Antrieb der Schaufelradanordnung aufweist, die aus einer einzigen Antriebsvorrichtung besteht. Dieses Ausführungsbeispiel
ermöglicht. ouEerdera einen anderen Einsatz, bei dem
die Schaufelräder sich nach unten drehen. Dadurch wird das Aufgraben bzw. Schürfen von Asphalt o. ä. in Form von verhältnismäßig
kleinen Stücken erleichtert, während sonst bei sich nach oben drehender» Schaufelrädern große, plattenförmige
Materialabschnitte entstehen könnten,
In einem vierten Äusführungsbeispiel der Erfindung ist die
Drehachse der drei in der Schaufelradanordnung zusammengefaßten Schaufelräder in einem Winkel bezüglich der Senkrechten
zur Längsachse des Fahrzeuges versetzt. Dadurch wird die Bildung von Rippen oder Erhebungen zwischen den Schaufel-
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rädern vermieden, wenn diese in hartem Material arbeiten.
In den verschiedenen Ausführungsbeispielen der Erfindung können die äußeren Schaufelräder der Schaufelradanordnung
konische Schneidelemente aufweisen, so daß die ausgebaggerten Bereiche abgeschrägte Seitenwände haben.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der Ausführungsbeispiele zeigenden Figuren näher erläutert.
Figur 1 - zeigt eine Seitenansicht eines ersten Ausführungsbeispiels des Schaufelradladers gemäß der Erfindung;
Figur 2 - zeigt eine Teildraufsicht auf den Schaufelradlader gemäß Figur 1;
Figur 3 - zeigt einen Teil einer Vorderansicht des Schaufelradladers
gemäß Figuren 1 und 2;
Figuren 1J,
5 und 6 - zeigen vergrößerte Seitenansichten des hinteren,
des mittleren und des vorderen Bereiches des Schaufelradladers;
Figuren 7
bis 12 - zeigen verschiedene Möglichkeiten zur Betätigung
der Rückwände der Schürfeimer eines Schaufelradladers gemäß der Erfindung;
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Figur 13 '- zeigt eine Seitenansicht eines zweiten Ausführungsbeispiels
eines Schaufelradladers gemäß der Erfindung;
zeigt eine Seitenansicht eines dritten Aus führungsbeispiels eines Schaufelradladers;
Figur 15 - zeigt vergrößert eine Seitenansicht des vorderen Bereiches des Schaufelradladers gemäß
Figur 14;
Figur 16 - zeigt eine Draufsicht auf den vorderen Bereich eines vierten Ausführungsbeispiels eines Schau
felradladers gemäß der Erfindung.
Figur 17 - zeigt konische Schneidelemente, wie sie in Zusammenhang
mit den verschiedenen Ausführungsbeispielen der Erfindung verwendet werden können.
Der in den Figuren 1 und 4 bis 6 dargestellte Schaufelradlader
20 gemäß einem ersten Ausführungsbeispiel der Erfindung umfaßt ein Fahrzeug 22 mit einem Hauptrahmen 24, der
zur Bewegung über den Erdboden S auf vier Rädern 26 ruht.
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Jedes der Räder 26 hat einen aufgepumpten Reifen 28, so daß sich der Schaufelradlader sowohl über Straßen und
andere gepflasterte Oberflächen als auch während des Betriebes in ungepflasterten Bereichen bewegen und Baggerarbeiten
durchführen kann.
Ein erster Antrieb 30 ist auf dem Hauptrahmen 24 des Fahrzeugs
22 befestigt und besteht vorzugsweise aus einem Verbrennungsmotor, der eine Anzahl Hydraulik-Pumpen 32 antreibt,
die ihrerseits die Antriebsleistung für verschiedene Teile des Schaufelradladers 20 liefern. So kann beispielsweise
eine der Pumpen 32 die Antriebsenergie für einen hydrostatischen Antrieb 34 liefern, der mit einem eine Bremse
38 enthaltenden Getriebe 36 verbunden ist. Dieses Getriebe
36 hat Doppelausgänge, die über eine Anzahl von Antriebswellen 44 mit einem vorderen Differential 40 und einem hinteren
Differential 42 gekoppelt sind. Daher ermöglicht der hydrostatische Antrieb 34 mittels der Räder 26 Bewegungen
des Schaufelradladers 20 sowohl während des Baggervorganges als auch während Bewegungen des Laders von einem Arbeitsplatz
zum anderen.
Eine Baggervorrichtung 50 bildet den vorderen Bereich des Schaufelradladers 20 und enthält einen Unterrahmen 52, der
an einer Welle 54 mittels eines Paares Hydraulik-Zylinder
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schwenkbar bzüglich dem Fahrzeug 22 befestigt ist. Die Antriebsleistung
für die Zylinder 56 wird von einer der vom ersten Antrieb 30 angetriebenen Pumpen 32 geliefert.
Die Baggervorrichtung 50 weist außerdem eine Schaufelradanordnung 58 auf, die am vorderen Ende des Unterrahmen gehaltert
ist. Diese Schaufelradanordnung wird von einem zweiten Verbrennungsmotor 60 angetrieben, der am hinteren Ende des
Unterrahmens 52 befestigt ist, jedoch außer der Lieferung
des Antriebs für die Schaufelradanordnung keinerlei Einfluß auf den Betrieb des Schaufelradladers 20 hat. Ein derartiger
Aufbau hat sich aus zwei Gründen als vorteilhaft erwiesen. Einerseits kann nämlich der zv/eite Motor 60 allein aufgrund
der Leistungsanforderungen der Baggervorrichtung 50 und nicht
aufgrund von Leistungsanforderungen anderer Teile des Schaufelradladers 20 gewählt werden und andererseits wirkt dieser
zweite Motor 60 als Gegengewicht für die Belastung durch die Schaufelradanordnung 58, da er am hinteren Teil des
Unterrahmens 52 angeordnet ist. Somit können hydraulische Zylinder 56 geringerer Größe verwendet werden, und die zum
Betreiben der Schaufelradanordnung 58 erforderliche Leistung
wird geringer.
Wie am deutlichsten in Figur 6 zu erkennen ist, ist am vorderen Ende des Fahrzeugs 22 unterhalb der Schaufelradanordnung
58 ein Schürfschuh 62 befestigt. Dieser Schürfschuh
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ist mit dem Fahrzeug 22 über ein Paar Spannschrauben verbunden und außerdem am Unterrahmen 52 befestigt. Auf diese
V/eise wird der Schürfschuh 62 automatisch durch die Stellung des Unterrahmens 52 unter Wirkung der Hydraulikzylinder
56 genau positioniert.
Die Schaufelradanordnung 58 besteht aus drei Schaufelrädern
66a, 66b und 66c (Figuren 2, 3 und 6), die drehbar mittels einer Welle 68 und einer Anzahl von Lagerbuchsen 70 drehbar
am Unterrahmen 52 gehaltert sind. Der zweite Motor 60 treibt über ein Untersetzungsgetriebe 72 einen Winkeltrieb
74j der ein Paar Ketten/Zahnradantriebe 66 treibt, von denen
jeder ein Zahn- bzw. Kettenrad 78 aufweist, das vom Winkeltrieb 7^ angetrieben wird. Eine Kette 8O wird vom Kettenrad
78 angetrieben und treibt ein Kettenrad 82. Wie am deutlichsten in Figur 6 zu erkennen ist, sind die Ketten 80 und die Kettenräder
82 innerhalb des Unterrahmens 52 angeordnet und somit gegen Schaden infolge von Schmutzansammlungen o. ä. während
des Betriebes geschützt.
Jedes Kettenrad 82 ist auf einer drehbar im Unterrahmen 52
gehalterten Welle 84 befestigt, die ein Paar Zahnräder 86 trägt. Diese Zahnräder stehen jeweils in kämmendem Eingriff
mit einem Zahnkranz 88 , der an einem der Räder 66 befestigt ist, so daß der zweite Motor 60 die Räder dreht. Gemäß dem
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bevorzugten Ausführungsbeispiel der Erfindung weist das mittlere Schaufelrad 66b zwei Zahnkränze 88 auf und wird
von zwei Zahnrädern 66 angetrieben, während an den seitlichen Schaufelrädern 66a und 66c jeweils nur ein einzelner
Zahnkranz 88 vorgesehen ist und ein Antrieb mittels eines einzigen Zahnrades 86 erfolgt.
Die Schaufelräder 66 der Anordnung 58 weisen jeweils eine
Nabe 90 sowie ein Paar sich radial von dieser nach außen erstreckender
Radkränze 92 auf. Jedes Schaufelrad hat eine Anzahl Schürfeimer 9^, die im gleichen Abstand am Umfang verteilt
um die Nabe 90 angeordnet sind und sich zwischen die Radkränzen 92 erstrecken. Die Schürfeimer Sk weisen jeweils
eine Schneidkante 96 mit einer Anzahl von Zähnen 98 sowie
eine stationäre Vorderwand 100 auf, die sich im allgemeinen von der Schneidkante 96 radial nach innen erstreckt. Außerdem
hat jeder Schürfeimer eine schwenkbar zwischen einer
Schürfstellung und einer Auswurfstellung gehaltene Rückwand 102. Diese Rückwände 102 der Schürf eimer 9^ v/erden
mittels einer der in den Figuren 7 bis 12 gezeigten Vorrichtungen betätigt und dadurch in die Schürfstellung gebracht,
wenn sich die zugehörigen Schürfeimer 9^ in der unteren
vorderen Stellung innerhalb der Drehbewegung befinden, und sie kommen in die Auswurfstellung, wenn die zugehörigen
Schürfeimer sich innerhalb der Drehbewegung in der oberen,
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hinteren Stellung befinden.
Wie den Figuren 2 und 3 zu entnehmen ist, haben die
drei die Schaufelradanordnung 58 bildenden Räder 66a, 66b
und 66c eine Gesamtbreite, die die Breite der übrigen Teile des Schaufelradladers 20 übersteigt. Dies hat sich aus zwei
Gründen als sehr vorteilhaft erwiesen. So ermöglicht die gegenüber üblichen Schürfmaschinen vergrößerte Breite der
Schaufelradanordnung 58 das Baggern von wesentlich größeren
Materialmengen, ohne daß die Drehgeschwindigkeit der Schaufelradanordnung erhöht werden müßte. Ferner wird durch die
Vergrößerung der Breite der Schaufelradanordnung 58 über
die Breite der übrigen Teile des Schaufelradladers 20 hinaus ein Betrieb dieses Schaufelradladers in dem ausgebaggerten
Bereich möglich. Auf diese Weise wird die zum Positionieren und zum Transport erforderliche Bewegung der Schaufelradanordnung
58 erheblich verringert und damit der Aufbau des erfindungsgemäßen Schaufelradladers vereinfacht.
Der Schaufelradlader 20 weist außerdem eine Fördervorrichtung 110 auf. Diese Fördervorrichtung enthält einen Hauptförderer
112 mit einem endlosen Förderband, das entlang einer Bahn bewegbar ist, die sich unter einem Winkel nach oben bezüglich
dem Hauptrahmen 2k des Fahrzeuges 22 erstreckt, sowie einen Materialaufnahmebereich II6 und einen Material\rerteilbereich
II8. Die Bewegungsbahn des Förderbandes 11*1 ist durch eine
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Anzahl Rollen 120 gegeben, die in einem Förderrahmen 122
gehaltert sind. Dieser Rahmen 122 ist am Hauptrahmen 24 des Fahrzeugs 22 befestigt und weist einen oberen Teil 121I auf,
der unter Wirkung eines Hydraulikzylinders 126 um eine obere horizontale Achse geschwenkt werden kann. Dadurch läßt sich
die senkrechte Stellung des Materialverteilbereiches 118 des Hauptförderers 112 steuern.
Das Förderband 114 des Hauptförderers 112 verläuft um eine verhältnismäßig kleine Rolle 128 am oberen Ende des Rahmens
122 sowie um eine verhältnismäßig große Rolle 130 am unteren
Ende des Rahmens 124. Diese Rollen oder Trommeln 128 und 130 v/erden jeweils von hydraulischen Radialmotoren 132
und I34 angetrieben. Auf diese Weise wird das Förderband
114 um die durch die Rollen'120 festgelegte Bahn bewegt,
so daß Material vom Materialaufnahmebereich II6 zum Materialverteilbereich
118 befördert wird. Es hat sich gezeigt, daß durch die Lage der Rollen 128 und I30 ein synergistischer
Effekt eintritt, da die Rolle 130 das Förderband 114 enger
um die Rolle 128 wickelt und dadurch die Wirksamkeit des das Förderband 114 antreibenden Motors 132 vergrößert.
Ein Paar Querförderer l40 ist ebenfalls am Hauptrahmen 24
des Fahrzeugs 22 angebracht. Diese werden von Hydraulikmotoren 142 angetrieben und dienen zur Aufnahme des Materials
von den seitlichen Schaufelrädern 66a und 66c. Sie fördern
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das Material zum Materialaufnahmebereich 116 des Hauptfördererl2. Auf diese V/eise wird das gesamte von der
Schaufelradanordnung 58 gebaggerte Material zum Hauptförderer
112 gebracht, um von diesem vorn Materialaufnahmebereich 116 zum Materialverteilbereich II8 transportiert zu
v; er den.
Wie die Figuren 1 und 3 zeigen, ist im bevorzugten Ausführungsbeispiel
der Erfindung außerdem eine Zusatzförderanordnung 150 vorgesehen, die einen am hinteren Ende
des Rahmens 24 des Fahrzeugs 22 mittels einer Anzahl von
Bolzen 154 befestigten Rahmen 152 aufweist. An diesem Rahmen
ist ein unter der V/irkung eines Hydraulikmotors I58 um eine
senkrechte Achse schwenkbarer Drehtisch 156 gehaltert.
Am Drehtisch I56 ist ein Förderer I60 zur Aufnahme von aus
dem Materialverteilbereich II8 des Hauptförderers 112 stammenden
Material angebracht. Dieser Förderer I60 hat einen am Drehtisch ΙβΟ befestigten Rahmen 162 und ein entlang
einer durch eine Anzahl von Rollen 166 vorgegebenen Bahn bewegbares Förderband 164, das von einem hydraulischen Radialmotor
168 angetrieben wird. Zur Steuerung der Winkelstellung des Rahmens 162 bezüglich dem Drehtisch I56 dient ein Hydraulikzylinder
170.
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Die Zusatzförderanordnung I50 weist außerdem einen Förderer
172 mit einem Rahmen 171I auf, der mittels eines parallelen
Gestängepaares 176 am Rahmen 162 des Förderers I60 gehaltert ist. Der Rahmen 171I trägt ein entlang einer durch ein
Paar Rollen I80 bestimmten Bahn bewegbares endloses Förderband 178, das von einem kleinen Hydraulikmotor (nicht gezeigt)
angetrieben wird, der in den Rollen 18O befestigt ist.
Ein Hydraulikzylinder 182 erstreckt sich zur Bewegung des Förderers 172 zwischen der in Figur k ausgezogen gezeigten
'Stellung und der gestrichelt gezeigten Stellung zwischen dem Rahmen 162 des Förderers I60 und dem Rahmen 171J des
Förderers 172. Befindet sich der Förderer 172 in der in Figur U ausgezogen gezeigten Stellung, so dient er zur Aufnahme
von Material vom Förderer I60 und zur Abgabe dieses Materials am von der Baggervorrichtung 50 entfernten Ende
des Schaufelradladers 20. Befindet sich der Förderer 172 andererseits in der gestrichelt gezeigten Stellung gemäß
Figur 1J, so wird das Material direkt vom Förderer I60 abgegeben.
Eine derartige Anordnung ist besonders vorteilhaft, da sie es ermöglicht, ein Transportfahrzeug o. ä. unter
das Abgabeende des Förderers I60 zu bringen, während ein anderes Fahrzeug vom Förderer 172 beladen wird und umgekehrt
.
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Man erkennt, daß der Hydraulikmotor 118 zum Schwenken des
Drehtisches 156 und der von ihm getragenen Förderer I60
und 172 um einen Winkel von etwa 18O° geschwenkt werden
kann. Gegebenenfalls kann der Schaufelradlader 120 auch ohne die Zusatzförderanordnung I50 betrieben werden. Dadurch
ergeben sich erhebliche Änderungen in der Gesamtgewichtsverteilung der Elemente des Schaufelradladers 120.
Wie den Figuren 1 und 2 zu entnehmen ist, ist das Fahrzeug 22 mit einer Gegengev/ichtsanordnung I90 ausgestattet, die
aus vier Ballasttanks 192, 194,Ί96 und 198 besteht, die
sich in vorderen und hinteren Stellungen an gegenüberliegnden Seiten des Fahrzeugs befinden. Im Betrieb des Schaufelradladers
20 wird wahlweise Wasser in und aus den Tanks der Gegengewichtsanordnung 90 gepumpt, wodurch Änderungen
der Gewichtsverteilung des Schaufelradladers 20 infolge Bewegungen und Verstellungen der Zusatzförderanordnung I50
ausgeglichen werden. Wenn somit der Schaufelradlader 20 ohne Zusatzförderanordnung I50 arbeitet, wird Wasser aus
den Tanks 19^ und 198 und in die Tanks 192 und 196 gepumpt.
Falls die Zusatzförderanordnung I50 mittels des Hydraulikmotors
158 zu einer Seite des Fahrzeugs 22 verschwenkt wird,
werden die an der gegenüberliegenden Seite des Fahrzeugs befindlichen Tanks mit V/asser gefüllt, so daß die Änderungen
der Gewichtsverteilung infolge Verschwenkung der Zusatzförderanordnung 150 vollständig ausgeglichen werden.
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Alle Hydraulikmotoren und alle Hydraulikzylinder der Fördervorrichtung 110 sind mit Pumpen 32 verbunden, die
vom ersten Motor 30 angetrieben werden. Somit umfaßt der Schaufelradlader 20 voneinander getrennt eine Baggervorrichtung
50 und eine Fördervorrichtung 110, die von
unabhängigen Antrieben angetrieben werden. Dies hat sich als sehr vorteilhaft erwiesen, da dadurch die beiden Vorrichtungen
optimal ausnutzbar sind. So kann es beispielsweise für gewisse Anwendungsfälle erforderlich sein, der
Baggervorrichtung 50 eine maximale Antriebsleistung zur
Verfügung zu stellen, während gleichzeitig eine maximale Antriebsleistung für die Fördervorrichtung 110 benötigt
wird. Dies Problem läßt sich mittels der Erfindung wesentlich einfacher lösen, als bei den bisherigen Maschinen.
In den Figuren 7 bis 12 sind verschiedene Möglichkeiten
zur Betätigung der Rückwände 102 der Schürfeimer 9^ der
Schaufelräder 66a, 66b und 66c dargestellt. In jedem Fall befindet sich die Anordnung zur Betätigung der Rückwand
vollständig innerhalb der Begrenzungen der Schaufelräder, während bei gewissen vorbekannten Maschinen außenliegende
Betätigungsvorrichtungen vorhanden waren.
Die in Figur 7 dargestellte Betätigungsvorrichtung 200 weist eine Anzahl von Schubstangen 202 auf, die jeweils mit einer
der Rückwände 102 sowie einer Kette 20'i verbunden sind. Diene
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Kette 2θ4 ist im allgemeinen ungespannt, erstreckt sich
jedoch um eine Rolle 206, die auf einer Welle 68 gehaltert und durch entsprechende Stützen (nicht gezeigt)
gegen Winkelbewegungen bezüglich der Welle 68 gesichert ist. V/enn die Schaufelräder unter dem Einfluß des zweiten
Motors 60 um die Welle 68 gedreht werden, kommt jede Schubstange 202 in Eingriff mit der Rolle 206, wodurch
die zugehörige Rückwand 102 nach außen in .die Materialauswurfstellung
gedrückt wird. Wenn danach jeder Schürfeimer entlang seiner kreisförmigen Bahn in die untere,
vordere Stellung gedreht wird, bringt die über die Schubstange 202 v/irksame Kette die Rückwand 102 zurück in die
Schürfstellung. Diese zwangsweise Bewegung der Rückwand
102 in beide Richtungen hat sich als wesentlich besser erwiesen, als die bisher benutzten Vorrichtungen, bei
denen die hinteren Bereiche unter Wirkung der Schwerkraft in die Schürfstellung zurückkehrten.
Eine der Betätigungsvorrichtung 200 ähnelnde Betätigungsvorrichtung
208 ist in Figur -8 dargestellt. Sie enthält eine Anzahl von Schubstangen 210, die jeweils zwischen
einer Kette 212 und der Rückwand 102 eines der Schürfeimer S^ angeordnet ist. Der wesentliche Unterschied zwischen
der Betätigungsvorrichtung 208 und der Betätigungsvorrichtung 200 besteht darin, daß die Kette 212 der Betäti-
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gungsvorrichtung 208 eine Anzahl von Rollen 2lH aufweist,
die um einen an der Welle 68 befestigten Sattel 216 bewegbar sind. Auf diese Weise wird die Rückwand 102 der
Schürfeimer 9^ zwangsweise in die Auswurfstellung gebracht,
wenn der jeweilige Eimer entlang dem oberen, hinteren Bereich der kreisförmigen Bahn geführt wird, und sie kehrt
zwangsweise in die Schürfstellung zurück, wenn der Schürfeimer auf seiner Bahn zum unteren vorderen Bereich bewegt
wird.
Eine weitere Betätigungsvorrichtung 218 ist in Figur 9 gezeigt. Sie enthält einen auf der Welle 68 befestigten Kurbelarm
220. Dieser Kurbelarm 220 trägt drehbar eine Buchse 222, von der sich eine Anzahl von Schubstangen 22^ zu den
Rückwänden 102 der Schürfeimer 9^ erstrecken. Eine der Rückwände
102 ist über eine an der Buchse 222 starr befestigte Schubstange mit der Buchse 222 verbunden. Auf diese Weise
wird verhindert, daß sich die Buchse 222 mit dem Schaufelrd dreht, so daß die Schubstangen 224 und 226 zur zwangsweisen
Verschwenkung der Rückwände 102 in die Auswurfstellung dienen, wenn sich der jeweilige Schürfeimer in der oberen,
hinteren Stellung bezüglich seiner Bewegungsbahn um die Welle 68 befindet, und die Rückwand 102 zwangsweise
in die Schürfstellung zurückgeführt wird, wenn der zugehörige
Schürfeimer sich im unteren, vorderen Bereich seiner Bewegungsbahn befindet.
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In Figur 10 ist eine weitere Betätigungsvorrichtung 228 dargestellt, die eine Anzahl von jeweils an einer der Rückwände
102 der Schürfeimer 94 befestigten Nocken 230 aufweist,
die in Eingriff mit einer Rolle 232 bringbar sind, welche an einem an der Welle 68 befestigten Arm 234 gehaltert
ist. Jede Rückwand 102 weist außerdem eine Feder 236 auf, die die Rückwand 102 in die Schürfstellung zurückdrückt.
Somit kommt bei Drehung eines bestimmten Schürfeimers
sein Nocken 230 in Eingriff mit der Rolle 232, wodurch seine Rückwand 102 in die Auswurfstellung geschwenkt wird.
Sobald der Nocken 230 von der Rolle 232 freikommt, bringt die Feder 236 die Rückwand 102 in die Schürfstellung zurück.
Die in Figur 11 gezeigte Betätigungsvorrichtung 238 enthält eine Nockenbahn 240, die auf einer Welle 68 gegen Drehung
festgelegt gehaltert ist. Die Rückwand 102 jedes Schürfeimers
94 weist einen Nocken 242 mit einer in der Nockenbahn
240 befestigten Rolle 244 auf. Der Verlauf der Nockenbahn
ist so gewählt, daß jede Rückwand 102 in die Ausvmrfstellung
kommt, wenn der zugehörigen Schürfeimer 94 sich in dem oberen
hinteren Bereich seiner Drehbewegung um die Welle 68 befindet, und daß sie in die Schürfstellung zurückkehrt, wenn der
Schürfeimer 94 in den unteren vorderen Bereich der Drehung gelangt.
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Ein weiteres Ausführungsbeispiel einer Betätigungsvorrichtung 246 ist in Figur 12 dargestellt. Diese Betätigungsvorrichtung
enthält einen pneumatischen Zylinder 2*18 zur Schwenkung der Wand 102 jedes der Schürf eimer
94 zwischen der Schürf stellung und der Auswurf st ellung. Jeder dieser Zylinder 248 weist ein Ventil 250 zur Steuerung
des Stromes von Druckluft von einer Sammelleitung 252 zum Zylinder auf. Das Ventil 250 ist jeweils mit einem
Nocken 254 versehen, der das Ventil bei jeder Bewegung
nach innen öffnet.
Die Zylinder 248 und die zugehörigen Ventile 250 sind mit den Schürfeimern 94 der Schürfräder drehbar um die Welle
68 angeordnet. Eine Nockenbahn 256 ist starr bezüglich
der Welle 68 befestigt. Somit wird bei Drehung jedes Schürfeimers in eine ausgerichtete Stellung bezüglich der Nockenbahn
256 von dieser der zughörige Nocken 254 betätigt. Dadurch
läßt das entsprechende Ventil 250 Druckluft in den
pneumatischen Zylinder 248 eintreten, so daß die Rückwand 102 in die Auswurfstellung geschwenkt wird. In dem dargestellten
Ausführungsbeispiel v/erden die Rückwände 102 der Schürfeimer 94 jeweils mittels einer Feder 248 in die Schürfstellung
zurückbewegt. Man erkennt jedoch, daß die Betätigung·
vrrichtung 246 auch dahingehend abgewandelt werden kann, daß die Rückwände 102 pneumatisch zurückgeschwenkt v/erden. Es
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sei ferner darauf hingewiesen, daß die Zylinder 248 statt pneumatisch auch hydraulisch betreibbar sind.
In Figur 13 ist ein zweites Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schaufelradladers 20' dargestellt, das gewisse Ähnlichkeiten mit dem Schaufelradlader 20 hat und aus einem
Fahrzeug 22', einer Baggervorrichtung 50' und einer Fördervorrichtung
110' besteht. Einer der Unterschiede zwischen dem Schaufelradlader 20 und dem Schaufelradlader 20' besteht
darin, daß der erste und zv/eite Antrieb 30, 60 des Schaufelradladers 20 durch Elektromotoren 30' und 60' ersetzt
sind. Ferner befindet sich der Elektromotor 60' an einer vorderen Stelle, und die Winkelstellung der Baggervorrichtung
50' wird mittel-s Hydraulikzylindern 56T gesteuert,
die etwas anders angeordnet sind, als die Hydraulikzylinder 56 des Schaufelradladers 20. Dadurch können die
Zylinder 56' die Baggervorrichtung 50' über und unter die
höchsten und niedrigsten Stellen des Schaufelradladers 20' schwenken, so daß dieser Lader in Tunneln eingesetzt werden
kann. Der Betrieb des Schaufelradladers 20' in Tunneln wird außerdem durch die Verwendung von Elektromotoren 30' und 601
erleichtert, da dadurch die Emission von gefährlichen Abgasen vollständig vermieden wird.
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Das in den Figuren lH und 15 dargestellte dritte Ausführungsbeispiel eines Schaufelradladers 270 enthält ein Fahrzeug
272 mit einem von einem Paar einander gegenüberliegender Kettenanordnungen 276 getragenen Hauptrahmen 27^5 so daß
der Schaufelradlader über die Fläche S bewegt werden kann. Die Kettenanordnungen 276 sind vorzugsweise von üblicher
Bauart und enthalten ein Paar Kettenräder 278 und 280, die drehbar an einem Unterrahmen 282 gehaltert sind und eine
endlose Kette 284 tragen. Zu jeder Kettenanordnung 276 gehört
mindestens ein am Unterrahmen 282 befestigter Motor (nicht gezeigt), der von einem auf dem Fahrzeug 272 befestigten
Hauptantrieb angetrieben wird, um so das Fahrzeug über eines der Kettenräder sowie die auf diesem befestigte
endlose Kette 284 anzutreiben.
Jede Kettenanordnung 276 ist bezüglich des Hauptrahmens 27**
des Fahrzeugs 272 um die Achse des hinteres Kettenrades schwenkbar. Hierzu ist an jeder Seite des Fahrzeugs 272 zwischen
dem Hauptrahmen 274 und dem Unterrahmen 282 der zugehörigen
Kettenanordnung 276 ein Hydraulikzylinder 286 angeordnet .
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Die Hydraulikzylinder 286 werden vorzugsweise in Reihe betätigt, um die Winkelstellung der Kettenanordnungen
276 bezüglich den übrigen Teilen des Schaufelradladers 270 zu steuern.
Wie ohne weiteres klar ist, v/erden die Hydraulikzylinder 286 typischerweise zunächst betätigt, um den vorderen
Bereich des Schaufelradladers 270 abzusenken. Dadurch beginnt der Schaufelradlader einen Baggervorgang schräg
nach unten, so daß er sich selbst in die herzustellende Vertiefung einbaggert oder einschneidet. Ist die gewünschte
Neigung erreicht, so werden die Hydraulikzylinder 286 zur Rückführung der Teile der Bagger- und Fördervorrichtung
in die Stellung gemäß Figuren I^ und 15 betätigt,
so daß der Schaufellader den Baggerbetrieb in der eingestellten Neigung fortsetzt, bis die gewünschte Schürftiefe
erreicht ist.
Danach werden die Hydraulikzylinder 286 betätigt, um mittels des Schaufelradladers den Boden des Ausschnittes oder der
Ausbaggerung unter einem vorbestimmten Winkel bezüglich der Böschung herzustellen. Ist die Ausbaggerung beendet,
so läßt sich der Schaufelradlader 270 mittels der gleichen Neigung aus ihr herausbefördern, wie sie zum Einschneiden
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oder Einbaggern benutzt wurde. Die Hydraulikzylinder 286 können außerdem dazu benutzt werden, um an dem gegenüberliegenden
Ende der Ausbaggerung eine schräg nach oben verlaufende Rampe herzustellen, so daß sich der Schaufelradlader
270 selbst aus der Ausbaggerung herausbewegen kann.
Der Schaufelradlader 270 hat ferner eine Schaufelradanordnung 290, die vorzugsweise im wesentliehen den gleichen
Aufbau hat, wie die Schaufelradanordnung in dem beschriebenen Schaufelradlader 20 und die auch in gleicher Weise
betrieben wird. Somit enthält diese Schaufelradanordnung 290 drei sich im wesentlichen durchgehend über die Vorderseite
des Fahrzeugs 272 erstreckende Schaufelräder, deren Gesamtbreite mindestens gleich der Breite des übrigen Teils
des Schaufelladers ist. Die drei Schaufelräder 292 sind
mittels entsprechender Lagerbuchsen drehbar auf Achsen 291I gehaltert, und jedes Schaufelrad 292 hat eine Anzahl
von Schürfeimern 296, die im wesentlichen gleichförmig am
Umfang des Schaufelrades verteilt sind.
Die Schürfeimer 296 der Schürfräder 292 weisen jeweils eine
feste Eimerwand 298 auf, die sich von einer Anzahl austauschbarer Schürfzähne 30 üblicher Bauart nach innen erstreckt.
Außerdem hat jeder Schürfeimer 296 eine zwischen einer Aufnahmestellung
und einer Abgabestellung schwenkbar Wand 302.
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Wenn alao jedes der Schürfräder 292 gedreht wird, wird
die bewegbare Wand 302 jedes Schürfeimers 296 zunächst
zwangsweise in die Materialaufnahmestellung und danach zwangsweise in die Materialabgabestellung bewegt. Irgendeine
der verschiedenen Betätigungsvorrichtungen gemäß Figuren 7 bis 12 läßt sich zur Durchführung dieser Schwenkbewegung
der Wand 302 der Schürfeimer 296 einsetzen.
Ein Hauptunterschied zwischen dem Schauferadiader 20 gemäß Figuren 1 bis 6 und dem Schaufelradlader gemäß Figuren
I1J und 15 besteht darin, daß die Schaufelradanordnung 290
des Schaufelradladers 270 an einem Unterrahmen 310 gehaltert
ist, der sich vom unteren Teil des vorderen Endes des Fahrzeugs 272 erstreckt und einen Schürfschuh 311 trägt.
Der Unterrahmen 310 enthält im Abstand voneinander angeordnete, parallele Bereiche 312, die sich zwischen die Schaufelräder
292 der Schaufelradanordnung 290 erstrecken und die diese Schaufelräder 292 mittels Achsen 290 halten. In
dem in den Figuren 14 und 15 gezeigten Ausführungsbeispiel
ist der Unterrahmen 310 starr am Fahrzeug 272 befestigt,
und die Hydraulikzylinder 286 bilden die einzige Möglichkeit zur Einstellung der Neigung der mittels des Schaufelradladers
270 hergestellten Ausbaggerung. Es ist jedoch klar, daß der Unterrahmen 310 auch schwenkbar am Fahrzeug
272 gehaltert sein kann, und daß die Schwenkbewegung mittels einer hydraulischen Betätigungseinrichtung durchführbar ist,
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die zwischen dem Rahmen 271J des Fahrzeugs 272 und dem Unterrahmen
310 liegt.
Der Schaufelradlader 270 unterscheidet sich außerdem vom Schaufelradlader 20 dadurch, daß auf dem Fahrzeug 272
ein einziger Antriebsmotor 311J vorgesehen ist, der die gesamte
Leistung für den Betrieb des Schaufelradladers 270 liefert. Dieser Antriebsmotor treibt eine Anzahl Hydraulikpumpen
316, die ihrerseits die Antriebsenergie für viele
Teile des Schaufelradladers liefern. Außerdem weist der Antriebsmotor 311J eine Abgabewelle 318 auf, die über eine
Kupplung 320 zu einem Kreuzgelenk 322 führt. Dieses Kreuzgelenk 322 verbindet die Welle 318 mit einer sich zu einem
Winkeltriebrad 26 erstreckenden Welle 324. Der Winkeltrieb
326 treibt ein Paar Kettenräder 326 verhältnismäßig geringen Durchmessers, die über ein Paar Ketten 330 in Verbindung mit
einem Paar Kettenräder 332 verhältnismäßig großen Durchmessers stehen. Diese Kettenräder 332 treiben eine Reihe von Kettenrädern
331J, die in kämmendem Eingriff mit an den Schaufelrädern
292 befestigten Zahnkränzen 336 stehen. Auf diese Weise wird die Ausgangsleistung des Antriebsmotors 311J direkt
über eine sich durch den Unterrahmen 310 erstreckende Antriebsanordnung mit der Schaufelradanordnung 290 und damit
zwischen die drei Schaufelräder 292 dieser Anordnung gekoppelt.
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Man erkennt, daß die im Abstand voneinander angeordneten, parallelen Bereiche 312 des Unterrahmens 310 in gleicher
Weise aus kastenförmigen Elementen bestehen, wie dies die Figuren 2, 3 und 6 im Zusammenhang mit dem Schaufelradlader
20 zeigen. Diese parallelen Bereiche 312 dienen daher nicht nur zur Halterung der Schaufelradanordnung 290, sondern umgreifen
auch die Kettenräder 328, die Ketten 330 und die Kettenräder 332 der Antriebseinrichtung für die Schaufelradanordnung.
Ein Hauptmerkmal des Schaufelradladers 270 ist darin zu sehen, daß die Schaufelradanordnung 290 am Unterrahmen 310 mittels
dreier Achsen 29*1 gehalten ist, die mittels Flanschen 29*J'
und entsprechenden Befestigungselementen an den im Abstand voneinander angeordneten, parallelen Bereichen 312 des Unterrahmens
310 befestigt sind. Dadurch bleiben die Innenräume der parallelen Bereiche 312 vollständig offen, so daß die
Durchmesser der Kettenräder 332 auf die Abgabe einer bestimmten Geschwindigkeit und eines bestimmten Drehmomentes der
Schaufelradanordnung 290 eingestellt werden können, wie es die jeweilige Schürfsituation erfordert. Verwendet man andererseits
eine einzige sich über die gesamte Breite der Schaufelradanordnung erstreckende Achse, so ist der maximale
Durchmesser des Kettenrades 332 erheblich eingeschränkt.
Die Möglichkeit zur Veränderung der Geschwindigkeit und des Eingangsdrehmomentes für die Schaufelradanordnung 290 durch
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Auswechselung der Kettenräder 332 hat sich als wesentlicher Vorteil erwiesen. Dieser Austausch kann sehr einfach durch
einfaches Auswechseln der Kettenräder 332 und Anpassung der Länge der Ketten 330 erfolgen. Außerdem beeinträchtigt die
Auswechselung der Kettenräder 332 nicht die Konstruktionskriterien für die dahinterliegenden Elemente der Antriebsanordnung.
Wenn andererseits andere Teile der Antriebsanordnung zur Einstellung des gewünschten Eingangsdrehmomentes
und der Geschwindigkeit der Schaufelradanordnung 290 ausgewechselt werden, so müßten zur Anpassung der sich ändernden
Belastungen verschiedene weitere Elemente ausgetauscht werden.
Der Schaufelradlader 270 weist außerdem eine Fördervorrichtung 3^0 auf, die einen Hauptförderer 3^2 zur Aufnahme des gebaggerten
Materials unmittelbar vom mittleren Schaufelrad 292 der Schaufelradanordnung 290 enthält und der das gebaggerte
Material nach oben und hinten zu einem \^erteilpunkt
am hinteren Ende des Fahrzeugs 272 transportiert. Außerdem enthält die Fördervorrichtung 21IO ein Paar Querförderer 32^ >
die das gebaggerte Material der beiden äußeren Schaufelräder 292 der Schaufelradanordnung 290 aufnehmen und zum Hauptförderer
3^2 transportieren. V.'ie am deutlichsten in Figur
lh zu erkennen ist, ist der hintere Bereich des Hauptförderers
wahlweise mittels Hydraulikzylindern 3^8, die an gegenüber-
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liegenden Seiten des Fahrzeugs 272 befestigt sind, um die Achse eines Zapfens J>k6 schwenkbar.
Der Schaufelradlader 270 kann außerdem mit einer Zusatzfördervorrichtung
350 ausgestattet sein, die am hinteren Ende des
Rahmens 27^ des Fahrzeugs 272 angebracht ist und entweder
dazu dient, das gebaggerte Material in Lastwagen oder andere Transportfahrzeuge zu befördern oder seitlich bezüglich der
hergestellten Ausbaggerung auszuwerfen. Die Zusatzfördervorrichtung 250 ist vorzugsweise von gleichem Aufbau und gleicher
Betriebsweise wie die Zusatzfördervorrichtung 150, die im einzelnen im Zusammenhang mit dem Schaufelradlader 20 beschrieben
wurde.
Ein weiteres Merkmal des Schaufelradladers 270 besteht in einer Fahrerkabine 352, die am vorderen Ende des Fahrzeugs 272
vorgesehen ist, um die gleichzeitige Beobachtung aller Arbeitsteile des Schaufelradladers 270 zu ermöglichen. Die
Fahrerkabine 352 weist einen üblichen Fahrersitz 35^ sowie
eine Konsole 356 mit den üblichen Anzeigegeräten, Schaltern
und Steuerelementen auf, die zur vollständigen Steuerung des Betriebes des Schaufelradladers 270 erforderlich sind.
Figuren 1*1 und 15 zeigen eine weitere Möglichkeit des Einsatzes
des erfindungsgemäßen Schaufelradladers. Wie für den Fach-
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mann erkennbar ist, sind die Schaufelräder 292 der Schaufelradanordnung
290 so aufgebaut, daß die Ausrichtung des mittleren Schaufelrades bezüglich der Achse 291I umgekehrt werden
kann. Entsprechend kann das äußere Schaufelrad 292, das sich üblicherweise an der rechten Seite des Fahrzeuges 272 befindet,
an dessen linker Seite befestigt werden, während das üblicherweise an der linken des Fahrzeugs angebrachte Schaufelrad
292 an dessen rechter Seite befestigbar ist. Nach Durchführung dieses Umbaus sind die Schaufelräder 292 der
Schaufelradanordnung 290 entsprechend den Figuren Ik und I5
ausgerichtet, und man erkennt, daß die Vorrichtungen zur Betätigung der bewegbaren Wände 302 der Schürfeimer 296 der
Schaufelräder vorzugsweise nicht geändert wurden, während die Ausrichtung der Schaufelräder 292 umgekehrt wurde. Selbst
wenn also die Schaufelräder in entgegengesetzter Richtung gedreht werden, wird die bewegbare Wand 302 jedes Schürfeimers
296 weiterhin zwangsweise in die Materialaufnahmestellung geschwenkt,
wenn sich der Schürfeimer durch den unteren, vorderen
Bereich seiner Drehbewegung bewegt, und sie gelangt zwangsweise in die Auswurfstellung, wenn sich der Schürfeimer
durch den oberen, hinteren Bereich der Drehung bewegt.
Die Ausrichtung der Schaufelräder 292 der Schaufelradanordnung 290 gemäß Figuren lh und 15 ist dann besonders vorteilhaft,
wenn eine Asphaltdecke o.a. aufgebaggert werden soll.
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In diesem Fall bewegen sich die Baggerzähne 300 der Schürfeimer 296 also nach unten und kommen daher von oben mit der
Asphaltdecke 0. ä. in Eingriff. Dies führt zu einer Amboßwirkung, so daß das Material in Form von kleinen Stücken
entfernt wird, die sehr leicht sowohl vom Schaufelradlader 270 verarbeitet als auch von Lastwagen oder anderen Transportfahrzeugen
abtransportiert werden können. Falls andererseits die Schaufelräder 292 der Schaufelradanordnung 290
in üblicher Weise eingesetzt werden, sich also die Zähne 300 nach oben bewegen, so wird die Asphaltdecke o. ä. zu
großen, plattenartigen Abschnitten zerbrechen, die im allgemeinen schwer zu verarbeiten sind, und daher zunächst zu
kleineren Stücken zerschlagen werden müssen.
Figur 16 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel eines erfindungsgemäßen
Schaufelradladers 370, der ein Fahrzeug 372 aufweist, das in Funktionsweise und Aufbau im wesentlichen gleich
dem Fahrzeug 22 ist, das im Zusammenhang mit dem Schaufelradlader 20 beschrieben wurde. Am vorderen Ende des Fahrzeugs
372 ist mittels eines Unterrahmens 376 eine Schaufelradanordnung 37^ gehaltert, die aus drei Schaufelrädern 378 besteht,
welche sich im wesentlichen durchgehend über die Vorderseite des Fahrzeugs 372 erstrecken und deren Gesamtbreite
mindestens gleich der des übrigen Teils des Schaufelradladers ist. Die Schaufelräder 378 haben vorzugsweise gleichen Aufbau
und gleiche Funktionsweise wie die Schaufelräder, die im
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Schaufelradlader 20 verwendet werden.
Im Betrieb wird das vom mittleren Schaufelrad 378 gebaggerte
Material auf einen Hauptförderer 380 gebracht und von diesem zu einem Verteilpunkt am hinteren Ende des Fahrzeugs
372 transportiert. Das von den beiden äußeren Schaufelrädern 378 gebaggerte Material gelangt auf ein Paar Querförderer
382, die das Material auf den Hauptförderer 38O bringen. Der Schaufelradlader 370 kann ferner mit einer Zusatzfördervorrichtung
ausgestattet v/erden, die der Zusatzfördervorrichtung I50 des Schaufelradladers 20 entspricht.
Der Hauptunterschied zwischen dem Schaufelradlader 370 und dem Schaufelradlader 20 besteht darin, daß die Drehachse
der drei Schaufelräder 378 der Schaufelradanordnung 37^
einen Winkel zu der senkrecht zur Längsachse des Fahrzeugs 272 verlaufenden Geraden bildet. Dies hat sich für den Fall
als vorteilhaft erwiesen, daß verhältnismäßig hartes Material gebaggert werden soll, da dadurch die Bildung von Rippen oder
Erhebungen in den Bereichen zwischen den Schaufelrädern verhindert wird. Die Querförderer 382 sind ebenfalls unter einem
Winkel verstellt, so daß sie das von den beiden äußeren Schaufelrädern 378 gebaggerte Material aufnehmen können. Sie
befördern jedoch trotzdem dieses gebaggerte Material auf den Hauptförderer 38O, der parallel zur Längsachse des Fahrzeugs
372 verläuft.
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Die Schaufelradanordnung 37^ des Schaufelradladers 370
wird von einem Antriebsmotor 384 angetrieben, der auf
dem Unterrahmen 376 befestigt ist und ein Gegengewicht
gegen die Schaufelradanordnung 371* bildet. Der Antriebsmotor
381I hat eine Abgabewelle 386, die über eine Kupplung
388 mit einem Untersetzungsgetriebe 390 und dann mit einem Kettentrieb 392 gekoppelt ist. Der Kettentrieb 392 ist
über eine Welle 39** mit einem Winkeltrieb 396 gekoppelt.
Dieser dreht die Schaufelräder 378 der Schaufelradanordnung
374 mittels eines Paares von Ketten/Kettenrad-Anordnungen,
die zwischen den Schaufelrädern 378 liegen.
Dem Fachmann ist klar, daß die Schaufelradanordnung infolge ihrer Verstellung eine Ausbaggerung zwischen einer
Ebene 398 und einer Ebene kOO erzeugt. Dies stellt
keine Schwierigkeit dar, da der Teil der Ausbaggerung nahe der Ebene 398 vollständig von den äußeren Zähnen des
entsprechenden Schaufelrades 378 gebildet wird. Zu diesem Zweck kann die kreisförmige Außenfläche des Schaufelrades
378, das der Ebene 398 benachbart ist, mit zusätzlichen Schneidzähnen 402 ausgestattet sein, die die Bildung dieses
Baggerbereiches unterstützen.
Figur 17 zeigt eine Ausgestaltung, wie sie im Zusammenhang mit den verschiedenen, vorstehend beschriebenen Ausführungsbeispielen der Erfindung verwendet werden kann. Diese Ausge-
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staltung besteht darin, daß die Außenseite der Schaufelräder 4lO einer Schaufelradanordnung ^i 12 mit konischen
Schneidelementen HlH ausgestattet werden. Diese Schneid-elemente
HlH sind lösbar befestigt und vorzugsweise mit
austauschbaren Schneidzähnen 1Jl6 von für Bagger üblicher
Bauart versehen.
Die Schneidelemente HlH werden dazu benutzt, abgeschrägte
Seitenwände an gegenüberliegenden Kanten eines Ausschnittes oder einer Ausbaggerung zu erzeugen, die mittels der Schaufelradanordnung
412 hergestellt wird. Nimmt man an, daß die Gesamttiefe der Ausbaggerung den Radius der Schaufelräder
HlO nicht übersteigt, so verlaufen ihre Seitenwände dann schräg von oben nach unten. Wenn andererseits die Gesamttiefe
der Ausbaggerung größer ist, als der Radius der Schaufelräder HlO, so ist nur der untere Bereich der Seitenwände der Ausbaggerung
abgeschrägt. In jedem Fall ist es häufig vorteilhaft, in einer Ausbaggerung abgeschrägte Seitenwände herzustellen,
insbesondere dann, wenn das auszubaggernde Material keine ausreichende Festigkeit hat, um eine senkrechte Seitenwand
zu bilden.
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