DE2336960A1 - Wetterschenkel - Google Patents
WetterschenkelInfo
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Classifications
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- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E04—BUILDING
- E04B—GENERAL BUILDING CONSTRUCTIONS; WALLS, e.g. PARTITIONS; ROOFS; FLOORS; CEILINGS; INSULATION OR OTHER PROTECTION OF BUILDINGS
- E04B1/00—Constructions in general; Structures which are not restricted either to walls, e.g. partitions, or floors or ceilings or roofs
- E04B1/62—Insulation or other protection; Elements or use of specified material therefor
- E04B1/66—Sealings
- E04B1/68—Sealings of joints, e.g. expansion joints
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Description
Anmelder: Dr. Bernt von zur Mühlen, Nieder-Ramstadt
Wetterschenkel
Die Erfindung betrifft einen Wetterschenkel zur mechanischen Dichtung^ für Horizontalfugen bei nachträglich vorgehängten,
hinterlüfteten Betonfassadenplatten, der zusammen mit einem am Kopfende des Betonfertigteil einbetonierten Fugenrillenprofil
verwendet wird.
In der modernen Bautechnik werden weitgehend Betonfertigteile, insbesondere auch für die Passadenausbildung verwendet. Beim
Montieren dieser Betonfassadenplatten Ist es erforderlich, die Vertikalfugen sowie die Horizontalfugen zwischen den einzelnen
aneinanderstossenden Betonplatten zu dichten. Zum Abdichten der Vertikalfugen eignet sieh insbesondere ein Pugenrillenprofil,
das aus zwei hohlen Trägerprofilen und einem Dicht- oder Zentralprofil besteht.
Bei einer Ausführungsform zum Dichten der Horizontalfugen werden
die Plattenenden der Betonfertigteile durch Betonaufkantungen
entsprechend geformt, derart, dass die durch die Aufkantungen
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gebildeten Vorsprünge die Fugen überbrücken und den Wasserstau brechen. Diese Betonaufkantungen sind aber empfindlich
und können beim Transport, bei der Lagerung und bei der Montage leicht beschädigt werden. Das Nachbessern der Aufkantungen
ist aber nicht nur zeitraubend, sondern auch sehr kostspielig. Ausserdem sind solche Aufkantungen bei dünnwandigen Betonfertigteilen
zu aufwendig, um wirtschaftlich tragbar zu sein.
Um diesen Nachteil zu beheben, ist man dazu übergegangen, anstelle
der Betonaufkantungen, Wetterschenkel zu verwenden, die
am Kopfende an der Innenseite der Fertigteilplatte einbetoniert werden. Ein solcher bekannter Wetterschenkel besteht aus einer
Platte, die auf einer Seite mit zwei vorstehenden, parallel angeordneten Stegen versehen ist. Diese Stege sind so angebracht,
dass ein Plattenabschnitt mindestens nach einer Seite über einen der Stege hinausragt.
Die Stege werden am Kopfende an der Innenseite der Fertigteilplatte so einbetoniert, dass der überstehende Abschnitt der
Platte über die Oberkante der Betonfertigteil-Fassadenplatte vorsteht und die Horizontalfuge zwischen den beiden übereinander
montierten Betonfertigteilplatten überbrückt. Diese Ausführungsform eines Wetterschenkels hat gegenüber den Betonaufkantungen
gewisse Vorteile, da sie aus einem anderen Material hergestellt sind und ohne grösseren Kostenaufwand auch in dünnwandige
Betonfassadenplatten einbetoniert werden können. Es besteht aber auch hier die Gefahr, dass der vorstehende Abschnitt
der Platte des einbetonierten Wetterschenkels beim Transport, der Lagerung oder der Montage beschädigt, verbogen
oder ausgebrochen wird. Ausserdem ist es erforderlich, die Rückseite des über dem mit dem Wetterschenkel versehenen Betonfertigteil
montierten Betonfertigteiles am unteren Ende zu hinterschneiden, um Platz für den vorstehenden Plattenabschnitt
des Wetterschenkels zu schaffen.
Aufgabe der Neuerung ist, einen Wetterschenkel zur mechanischen
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Fugendichtung für Horizontalfugen bei nachträglich vorgehängten, hinterlüfteten Betonfassadenplatten zu schaffen, der zusammen
mit einem am Kopfende auf der Oberseite des Betonfassadenfertigteiles einbetonierten Fugenrillenprofils verwendet wird und als
gesondertes Bauteil vorliegt, das unempfindlich ist, leicht transportiert, gelagert und montiert werden kann und eine sichere
Abdichtung gewährleistet.
Dieses Aufgabe wird durch einen Wetterschenkel gelöst, der dadurch
gekennzeichnet ist, dass er aus einem Winkelprofil bebesteht und an der Aussenseite der einen Schenkelplatte dieses
Winkelprofils ein Steg parallel zur freien Kante dieser Schenkelplatte angeordnet ist.
Der Steg ist vorzugsweise an einer oder an beiden Längsseiten gezackt oder gezahnt. Das freie Ende der mit dem Steg versehenen
Schenkelplatte kann leicht nach unten in Richtung des Steges gebogen sein, um die Dichtwirkung zu optimieren.
Die Neuerung wird anhand der Zeichnungen, in denen ein Ausführungsbeispiel
dargestellt ist, näher erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 eine Seitenansicht eines Wetterschenkels; und
Fig. 2 eine Seitenansicht im Schnitt eines zwischen zwei Betonfassadenfertigteilen
als Horizontaldichtung eingesetzten Wetterschenkels.
Der Wetterschenkel 1 wird zusammen mit einem Fugenrillenprofil
5 verwendet. Er besteht aus einem Winkelprofil, das im dargestellten Beispiel eine kurze Schenkelplatte 2 und eine längere
Schenkelplatte 3 aufweist. Die kurze Schenkelplatte 2 dient zur Auflage auf die Oberseite des Kopfendes des Betonfassadenfertigteiles
A und ist auf seiner Aussenseite mit einem vorstehenden Steg 4 versehen. Dieser Steg 4 verläuft parallel zur freien ·
Kante der Schenkelplatte 2 und erstreckt sieh vorzugsweise über
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deren gesamte Länge. Die Längsseiten des Steges 4 sind zweckmässig
gezackt oder gezahnt. Das freie Ende 2a der Schenkelplatte 2 ist vorzugsweise leicht nach unten in Richtung des
Steges gebogen.
Zusammen mit diesem Wetterschenkel 1 wird ein Pugenrillenprofil 5 verwendet, das am Kopfende an der Oberseite des Betonfassadenfertigteiles
A einbetoniert ist. Hierfür eignet sieh insbesondere ein Pugenrillenprofil, wie es aus dem deutschen Gebrauchsmuster
7 2^1 720 bekannt ist. Es besteht aus einem hohlen Trägerprofil,
dessen Rillenmund in seiner gesamten Länge durch einen lösbaren Schutz- und Dichtsteg verschlossen ist. Dieser Sehutz-
und Dichtsteg ist vorzugsweise einstückig mit dem Pugenrillenprofil ausgebildet und seine Längskanten sind an den Verbindungslinien
mit den den Rillenmund begrenzenden Wänden dünner als der übrige Körper dieses Steges. Dieser Schutz- und Dichtsteg
kann an einem Ende angefasst und gezogen werden, so dass das Rillenprofil wie mit einem Reissverschluss geöffnet und der
Rillenmund freigelegt wird. Durch den Schutz- und Dichtsteg wird vermieden, dass während des Einbetonierens des Pugenrillenprofils
Betonmilch oder Betonschlempe in den Profilhohlkörper eindringt. In den offenen Rillenmund wird dann der Steg 4 des Wetterschenkels
1 eingesetzt.
Das Pugenrillenprofil 5 wird, wie oben ausgeführt wurde, an der
Oberseite des Kopfendes des Betonfassadenfertigteiles A einbetoniert, und zwar parallel zur Rückkante der Betonfertigteil-Pass
adenplatte in einem Abstand hiervon, der so gewählt ist, dass er etwas kleiner 1st ate der Abstand zwischen dem Steg 4
und dem Scheitel S des Winkelprofils des Wetterschenkels 1. Auf diese Weise kann dieser Wetterschenkel 1 nach dem Aufreissen
des Rillenmundes des Pugenrillenprofils 5 mit seinem Steg 4 in
den Rillenmund eingedrückt werden und die senkrecht nach oben abstehende Schenkelplatte 3 stört die Montage der über der Betonfassadenplatte
A angesetzten Betonfassadenplatte B nicht.
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Die freie' Kante des nach unten abgebogenen Abschnittes des
Endes 2a der SchenkeIpIatte 2 liegt auf der Oberseite der
Betonfassadenplatte A auf, so dass durch diese Massnahme
eine zusätzliche Abdichtung der Horizontalfuge gesichert ist. Die gezackten oder gezahnten Seitenwände des Steges 4 an der
Schenkelplatte 2 gewährleisten einen festen Sitz dieses Steges im Rillenmund des Pugenrillenprofils 5. Die Schenkelplatte 3
des Winkelprofils erstreckt sich zwischen dem Ortbeton O und der Rückseite der oberen Betonfassadenplatte B und verläuft
im wesentlichen senkrecht oder leicht schräg. Durch einen solchen Wetterschenkel wird eine auch gegenüber Kriechfeuchtigkeit
gesicherte Dichtung erreicht, da die Horizontalfuge H zwischen
den Betonfassadenplatten A und B gegenüber der Vorderseite
des Ortbetons O vollständig verschlossen ist.
Der Wetterschenkel besteht vorzugsweise aus Kunststoff und seine Herstellung ist äusserst einfach. Er kann in Fixlängen geliefert,
leicht transportiert, gelagert und montiert werden. Da er ein gesondertes Bauteil ist, ist seine Handhabung wesentlich leichter
als ein Betonfertigteil, in dem eine Aufkantung vorgesehen oder ein über eine Kante der Betonplatte vorstehender Wetterschenkel
einoetoniert ist. Das in der Oberseite der Betonfassadenplatte einbetonierte Fugenrillenprofil schliesst praktisch bündig
mit der Oberseite der Betonplatte ab und weist keine aus dem
Betonmaterial vorstehenden TeiLe auf. Der-erf indaiii^emässe
Wetterochenkel kann auch für dünnwandige Pausadc-nel-,mente verwendet
werden, da das Fugenrillenprofil nicht viel Platz beansprucht
und die Grosse der mit dem Steg versehenen Schenkelplatte
entsprechend den Erfordernissen und Gegebenheiten bemessen werden kann.
"mV
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Claims (3)
1. Wetterschenkel zur mechanischen Dichtung für Horizontalfugen
--' bei nachträglich vorgehängten, hinterlüfteten Betonfassadenplatten, der zusammen mit einem am Kopfende des Betonfertigteiles
einbetonierten Pugenrillenprofil verwendet wird, dadurch gekennzeichnet, dass er aus
einem Winkelprofil besteht und an der Aussenseite der einen Schenkelplatte (2) dieses Winkelprofils ein Steg (4) parallel
zur freien Kante dieser Schenkelplatte angeordnet ist.
2. Wetterschenkel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass
eine oder beide Längsseiten des Steges (4) gezackt oder gezahnt sind.
3. Wetterschenkel nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das freie Ende (2a) der mit dem Steg (4) versehenen Schenkelplatte
(2) leicht nach unten in Richtung des Steges gebogen ist.
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Le e rs e i t e
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732336960 DE2336960A1 (de) | 1973-07-20 | 1973-07-20 | Wetterschenkel |
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| DE19732336960 DE2336960A1 (de) | 1973-07-20 | 1973-07-20 | Wetterschenkel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2336960A1 true DE2336960A1 (de) | 1975-02-06 |
Family
ID=5887524
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732336960 Pending DE2336960A1 (de) | 1973-07-20 | 1973-07-20 | Wetterschenkel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2336960A1 (de) |
-
1973
- 1973-07-20 DE DE19732336960 patent/DE2336960A1/de active Pending
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