DE2328815C3 - Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers mit mindestens zwei Schichten unterschiedlicher Porosität - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers mit mindestens zwei Schichten unterschiedlicher PorositätInfo
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- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B28—WORKING CEMENT, CLAY, OR STONE
- B28B—SHAPING CLAY OR OTHER CERAMIC COMPOSITIONS; SHAPING SLAG; SHAPING MIXTURES CONTAINING CEMENTITIOUS MATERIAL, e.g. PLASTER
- B28B3/00—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor
- B28B3/02—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form
- B28B3/10—Producing shaped articles from the material by using presses; Presses specially adapted therefor wherein a ram exerts pressure on the material in a moulding space; Ram heads of special form each charge of material being compressed against previously formed body
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers mit mindestens zwei Schichten
unterschiedlicher Porosität, bei dem die erste Schicht
durch isostatisches Kaltverpressen eines pulverförmigen Materials unter Zusatz von porenbildenden
Hilfsstoffen hergestellt wird und bei dem der fertige Preßling bei erhöhten Temperaturen gesintert wird.
Bisher wurden solche Keramikkörper hergestellt durch Teilimprägnierung eines vorgefertigten Körpers
bestimmter Porosität oder durch nachträgliches Aufsintern einer relativ porösen Schicht auf einen beispielsweise
nach dem isostatischen Preßverfahren vorgefertigten dichteren Keramikkörper.
Notwendigkeit mindestens zweier Sintervorgänge. Ein weiterer Nachteil ist beim erstgenannten Verfahren die
ungenaue Dimensionierung der durch Imprägnierung verdichteten Schicht Das zweitgenannte Verfahren
weist den Nachteil einer schlechten Haftung der nachträglich aufgebrachten Sinterschicht auf.
Der vorliegenden Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren der eingangs genannten Art
dahingehend weiterzuentwickeln, daß sich ohne großen Aufwand mit einem Sintervorgang mehrschichtige
Keramikkörper ausreichend genauer Dimensionierung und guter Formstabilität herstellen lassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst,
daß die erste Schicht in der isostatischen Preßform durch Vorpressen stabilisiert wird, wonach mindestens
eine weitere Schicht anderer Dichte in gleicher Weise gebildet und stabilisiert wird, worauf der vorgepreßte
Mehrschichtkörper unter erhöhtem Druck isostatisch verpreßt wird.
Als eine wesentliche Weiterbildung der Erfindung sei
betont, daß die unterschiedliche Porosität der Schichten
ganz oder weitgehend durch einen unterschiedlichen Gehalt eines leicht verdampf- bzw. zersetzbaren
Hilfsstoffes in Pulverform erzielt werden kann. Dafür haben sich als besonders vorteilhaft einige Ammoniumverbindungen
erwiesen. Insbesondere empfehlen sich ohne Rückstand verdampfbare organische und anorganische
Ammoniumsalze, wie Ammoniumchlorid und Ammoniumoxalat. Als ganz besonders vorteilhaft
erwies sich Ammoniumbikarbonat, das zwar als Porositätsbildner bei anderen Verfahren schon bekanntgeworden
ist, das sich aber überraschenderweise als zugleich sehr wertvolles Preßhilfsmittel im Sinne eines
Druckausgleiches und damit einer gleichmäßigeren Verdichtung bewährt hat Zur Erzeugung dichter
Schichten empfehlen sich im allgemeinen 1 bis 10 Gew.%, insbesondere 2 bis 5 Gew.%, zur Erzeugung
poröser Schichten 10 bis 50 Gew.% Ammoniumbikarbonat, wobei diese Gewichtsangaben je nach Art und
Teilchengröße des Ausgangspulvers noch über die angegebenen Grenzen hinaus variiert werden können.
Zur Ausbildung von Keramikkörpern mit Oberflächenstruktur
kann vorteilhafterweise eine zusätzliche Strukturmatrize in die isostatische Preßform eingelegt
werden, z. B. ein Drahtgewebe zur Erzeugung eines Oberflächenrasters oder ein Spiralband aus Draht Nach
dem Vorpressen wird die eingelegte Zusatzmatrize entfernt und es empfiehlt sich, zur Stabilisierung der
eingeprägten Struktur diese mit einer pulverförmigen
bedecken, worauf dann anschließend isostatisch unter erhöhtem Druck nachverdichtet werden kann, ohne die
nismäßig geringe Drücke aufgewandt, die eigentliche Endpressung bei erhöhtem Druck, die normalerweise in
derselben isostatischen Preßform erfolgen kann, liegt dann im allgemeinen bei etwa 1 bis 3 t/cm2. Je nach dem
Ausgangspulver wird sich ein Verhältnis von Vorpreßdruck zu erhöhtem Druck von etwa 1:5 bis 1 :20
empfehlen. Der die Porosität verursachende Hilfsstoff sollte im allgemeinen bei milden Bedingungen vor dem
eigentlichen Sinterprozeß ausgetrieben werden. Im Falle von Ammoniumbikarbonat empfehlen sich Temperaturen
zwischen etwa 120 und 2000C. Soweit dichte
Schichten erzeugt werden sollen, bei denen man mit geringen Zusätzen an Hilfsstoff arbeitet empfiehlt sich
gegebenenfalls ein Abdampfen bei Unterdruck.
Unter isostatischem Pressen im Rahmen der Erfindung wird hier beispielsweise die Verwendung gummielastischer
Hilfsmatrizen u.dgl. verstanden, die ihrerseits
in eine übliche Metallpreßform eingepaßt sein können. Solche gummielastischen Preßformen können
je nach Wunsch ausgebildet sein für die Herstellung flacher Scheiben, Voll- und Hohlzylinder, rohrförmiger
und konischer Körper, Ringe sowie anderer verhältnismäßig einfach geformter Teile, wie sie insbesondere als
Bauelemente oder Zwischenprodukte für die Elektronik benötigt werden.
Ein besonderes Anwendungsgebiet für nach dem erfindungsgemäßen Verfahren hergestellte keramische
Körper sind Festelektrolyte für Brennstoffzellen und
Hochtemperaturakkumulatoren auf der Basis von Zirkondioxid und Aluminiumoxid. Ein anderes Anwendungsgebiet
ist die Herstellung vor. metallbeschichteten Keramikteilen für elektronische Kleinbauelemente.
Hier wird häufig auf eine dichtgesinterte, die Stabilität gewährleistende Schicht eine poröse Schicht aufgebracht,
die ihrerseits eine besonders gute und temperaturschockunempfindliche
Haftung der aufzubringenden metallischen Kentaktschicht gewährleistet Schließlich
läßt sich das erfindungsgemäße Verfahren auch auf metallkeramische Verbundkörper ausdehnen.
Claims (8)
1. Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers
mit mindestens zwei Schichten unterschiedlicher Porosität, bei iem die erste Schicht durch
isostatisches Kaltverpressen eines pulverförmigen Materials unter Zusatz von porenbildenden Hilfsstoffen
hergestellt wird und bei dem der fertige Preßling bei erhöhten Temperaturen gesintert wird,
dadurch gekennzeichnet, daß die erste Schicht in der isostatischen Preßform durch
Vorpressen stabilisiert wird, wonach mindestens eine weitere Schicht anderer Dichte in gleicher
Weise gebildet und stabilisiert wird, worauf der vorgepreßte Mehrschichtkörper unter erhöhtem
Druck isostatisch verpreßt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Einbringen des Pulvers für die zweite bzw. die weitere Schicht unter Ausnutzung
des nach Entlastung der Preßform entstandenen Spaltes erfolgt
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die unterschiedliche Porosität
der Schichten durch einen unterschiedlichen Gehalt eines leicht verdampf- bzw. zersetzbaren Hilfsstoffes
in Pulverform erzielt wird.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsstoff Ammoniumverbindungen
verwendet werden.
5. Verfahren nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß als Hilfsstoff Ammoniumbikarbonat
verwendet wird, wobei zur Erzeugung dichter Schichten höchstens 2 bis 10 Gew.% und zur
Erzeugung poröser Schichten 10 bis 50 Gew.% dem Ausgangspulver zugemischt werden.
6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine zusätzliche
Strukturmatrize aufgelegt und nach weiterem Vorpressen entfernt wird, worauf die strukturierte
Oberfläche mit einer Schicht des Hilfsstoffes zur Stabilisierung bedeckt und anschließend isostatisch
unter erhöhtem Druck verpreßt wird.
7. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß das Verhältnis von
Vorpreßdruck zu erhöhtem Druck bei 1 :5 bis 1 :20 liegt.
8. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß das Austreiben des
Hilfsstoffes vor dem eigentlichen Sinterprozeß bei Unterdruck erfolgt
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732328815 DE2328815C3 (de) | 1973-06-06 | 1973-06-06 | Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers mit mindestens zwei Schichten unterschiedlicher Porosität |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732328815 DE2328815C3 (de) | 1973-06-06 | 1973-06-06 | Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers mit mindestens zwei Schichten unterschiedlicher Porosität |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2328815A1 DE2328815A1 (de) | 1975-01-09 |
| DE2328815B2 DE2328815B2 (de) | 1979-02-08 |
| DE2328815C3 true DE2328815C3 (de) | 1982-05-19 |
Family
ID=5883218
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732328815 Expired DE2328815C3 (de) | 1973-06-06 | 1973-06-06 | Verfahren zur Herstellung eines Keramikkörpers mit mindestens zwei Schichten unterschiedlicher Porosität |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE2328815C3 (de) |
-
1973
- 1973-06-06 DE DE19732328815 patent/DE2328815C3/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE2328815B2 (de) | 1979-02-08 |
| DE2328815A1 (de) | 1975-01-09 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: BBC BROWN BOVERI AG, 6800 MANNHEIM, DE |
|
| 8327 | Change in the person/name/address of the patent owner |
Owner name: ASEA BROWN BOVERI AG, 6800 MANNHEIM, DE |
|
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |