DE2321191B2 - Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von DiäthylketonInfo
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Description
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zu etwa 100 kp/cm2 in Gegenwart eines Kobaltkatalyzeichnet,
daß die Α,-Carbonylstreckfrequenz im 2» sators auf einem Träger erhalten, jedoch beträgt der
Bereich zwischen 2066 und 2072 cm1 liegt. Gehalt an Diäthylketon in dem erhaltenen flüssigen
Reaktionsgemisch maximal85 Gewichtsprozent,außer-
dem ist die Produktivität niedrig, wie sich aus der errechneten Raum-Zeit-Ausbeute an Diäthylketon von
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung as 0,6 bis 0,7 Mol/l Kat. Std. ergibt. Eine derartige Aus-
von Diäthylketon durch Umsetzung von Kohlen- beute ist aber vom technischen Standpunkt aus gesehen
tnonoxid mit Äthylen in Gegenwart von Wasser an nicht zufriedenstellend, wozu noch kommt, daß in dem
Rhodium-Komplex-Katalysatoren bei erhöhter Tem- flüssigen Produkt eine große Menge von hochsiedenden
peratur und erhöhtem Druck. Nebenprodukten gebildet wird.
Es ist bekannt, daß bei der Oxoreaktion Diäthyl- 30 Aus der DT-OS 20 61 789 ist ein Verfahren dieser
keton als Nebenprodukt anfällt, wenn als das Olefin Art bekannt, bei dem ein Kobaltkatalysator verwendet
Äthylen verwendet wird. Bis heute wurden viele Ver- wird. Bei diesem bekannten Verfahren wird zwar eine
suche unternommen, Diäthylketon selektiv zu synthe- Umwandlungsrale von mehr als 90% erhalten, doch
tisieren, wobei bei den meisten Arbeiten, wie bei der leitet sich dieser Wert ganz von einer Berechnung auf
Oxoreaktion, Kobalt- oder Rhodiumverbindungen als 35 der Grundlage von Wasserstoff her. Bezogen auf das
Katalysatoren verwendet wurden (s. hierzu beispiels- angestrebte Produkt ergibt sich jedoch nur eine wesent-
weise I-PS 4 75 040 und JA-CS 74, 4496 {1952]). Dort Hch geringere Umwandlungsrate, z. B. von etwa 30%
wird Äthylen mit Kohlenmonoxid in Gegenwart eines (vgl. Beispiel 2).
alkoholischen Lösungsmittels unter Verwendung eines Schließlich wird in der US-PS 30 59 031 die Herstel-Kobalt-Katalysators
zur Reaktion gebracht, um Di- 40 lung von Diäthylketon durch Reaktion von Äthylen
äthylketon zu erhalten. Jedoch benötigt man große mit Kohlenmonoxid und Wasser bei erhöhter Tempe-Katalysatormengen
und hohe Drucke von über ratur und erhöhtem Druck in Gegenwart von Rhodium-200 kp/cm8, außerdem reduziert die Bildung großer Halogen-Katalysatoren unter Zusatz von Phosphinen
Mengen an Propionaldehyd und Estern der Propion- beschrieben. Jedoch ist bei diesem bekannten Verfahsäure
die Selektivität hinsichtlich des Diäthylketons. 4,5 ren die Selektivität zu Diäthylket^n und die Umwandln
der US-PS 28 39 580 wird offenbart, daß sich die lungsrate die Äthylens verhältnismäßig niedrig. So
Reaktion zwischen Äthylen und Kohlenmonoxid zu beträgt z. B. bei diesem bekannten Verfahren die
Diäthylketon in Gegenwart von Alkohol als Lösungs- zu Diäthylketon umgewandelte Äthylenmenge pro
mittel trotz der Verwendung von bemerkenswert wenig g-Atom Rhodium nur 540 Mol. Weiterhin wird bei die-Katalysatorsubstanz
wirkungsvoll durchführen läßt. 50 sem bekannten Verfahren als Nebenprodukt das
Es ist jedoch ein Gesamtdruck von 250 kp/cm2 not- hochsiedende 3,6-Octadion in Mengen bis zu 14 Gewendig.
Obwohl sich nur vergleichsweise wenig Pro- wichtsprozent gebildet.
pionaldehyd bildet, bleiben doch nichtflüchiige Sub- Somit können nach dem Stand der Technik keine
stanzen als Rückstände in Mengen von 25 Gewichts- zufriedenstellenden Ergebnisse hinsichtlich der großprozent,
bezogen auf Diäthylketon, bei der fraktio- 55 technischen Herstellung von Diäthylketon erhalten
nierten Destillation des Reaktionsprodukts zurück. werden. Um eine angemessene Umwandlungsrate von
Das zeigt, daß große Mengen hochsiedender Verbin- Äthylen zu erhalten, sind nämlich große Katalysatordungen
bei der Reaktion gebildet werden. In der US- mengen, eine niedrige Raumgeschwindigkeit und/oder
PS 30 40 090 wird die Reaktion zwischen Äthylen und hoher Druck von über 200 kp/cm8 erforderlich. Außer-Kohlenmonoxid
in der Gegenwart von Wasser oder 60 dem entstehen Propionaldehyd, Ester der Propionsäure
Alkohol als Lösungsmittel unter Verwendung eines und/oder hochsiedende Substanzen in großem UmKatalysators
durchgeführt, der ein Chelat der Edel- fang als Nebenprodukte. Ferner sind bei der Verwenmetalle
der Gruppe VIII des Periodensystems, wie dung eines Kobaltkatalysators häufig aufwendige
Rhodium oder Ruthenium, ist. Dabei wird ein Reak- Arbeitsgänge, was die Zirkulation der Katalysatortionsdruck
von 1000 kp/cm2 benötigt. Außerdem 65 lösung sowie die Erholung und Regeneration des
machen große Mengen hochsiedender Verbindungen, Katalysators betrifft, infolge der Instabilität seines
wie 3,5-Octadien und andere, die selektive Darstellung Carbonylkomplexes erforderlich, mit dem Ergebnis
von Diäthylketon schwierig. In der US-PS 32 57 459 hoher Katalysatorverluste.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die
eben beschriebenen Verfahren zu verbessern und die Herstellung von Diäthylketon mit hoher Reaktionsrate
und guter Selektivität zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der oben beschriebenen Art dadurch gelöst, daß
man die Umsetzung in einem aus einem aliphatischen Alkohol und Wasser bestehenden Lösungsmittelsystem
in Gegenwart eines Katalysators durchführt, der aus (a) einer Rhodium-Verbindung und (b) einer Organo-Phosphorverbindung
L besteht, welche — gemessen am Komplex Ni(CO)3L (L steht für eine Organophosnhorverbindung)
— die im Infraroten liegende ArCarbonylstreckfrequenz
in Methylenchlorid in Übereinstimmung mit der Definition nach T ο 1 m a η von
2066 cm"1 und darüber hat
Durch.die Erfindung gelingt es, gegenüber dem aus der US-PS 30 59 031 bekannten Verfahren die zu Diithylketon
umgewandelte Äthylenmenge pro g-Atom !Uiodium auf das Drei- bis Fünffache zu steigern,
In der Literaturstelle »Tetrahedron Letters«, Nr. 26
(1971) S. 2409 bis 2412, wird zwar eine Diäthylketonlynthese
aus Kohlenmonoxid und Äthylen mit Rhodiumkatalysatoren in Gegenwart des Lösungsmitteljystems
Methanol/Wasser unter Zusatz geringer Menten von Triäthylamin beschrieben, doch wird bei dem
daraus bekannten Verfahren keine Phosphorverbindung verwendet, wie sie bei dem erfindungsgemäßen
Verfahren eingesetzt wird, so daß auch die Umwandlungsrate des Äthylens ziemlich niedrig ist. Im Vergleich
zu diesem bekannten Verfahren werden aber bei dem erfindungsgemäßen Verfahren — trotz kürzerer
Reaktionszeiträume — höhere Athylenumwandlungswerte erhalten, so daß die erfindungsgemäß erhaltene
synergistische Wirkung aus dieser Literaturstelle nicht vorhersehbar war.
Für die Erfindung brauchbare Rhodiumverbindungen vom Typ a) sind beispielsweise die foJgenden:
Rhodiumoxide, Rhodiumhalogenide, Rhodiumcarbonyle, Rhodiumhydridkomplexe, Rhodiumkomplexe
mit Liganden, wie Triphenylphosphin und Tnphenylarsin und ein Gemisch aus diesen Stoffen, also z. B.
RhA, RhCl3-3H2O, Rh4(CO)12, Rh6(CO)16,
RhCH (C6H5A [RhCl(CO)4I2, [Rh((C«H6)3As)2·
(CO)I RhCKCOM(CA)1P]1 und RhH(CO)- i(C* H ^ Pl
Geeignete Organophosphorverbindungen vom Typ b), die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwen-
det werden können, sind ζ. B. (CHaCeHs)sP, (CeHs)3P,
(CH3CH2O)3P1(CHsC6H5O)3P1(CH3CH2CH2CH8O)3P,
(C6H5O)3P, (CHsC6H1)SP, (C6Ht)8(CH8CH1)P,
(C6Hs)2(C6H5CH8)P, (C6Hs)2(C6H4F)P und (CeH5)r (CH3O)P.
(C6Hs)2(C6H5CH8)P, (C6Hs)2(C6H4F)P und (CeH5)r (CH3O)P.
Diese Phosphorverbindungen werden in Form eines isolierbaren Phosphorliganden enthaltenden Rhoaiumkomplexes
zur Anwendung, und zwar vorzugsweise in einer Menge von 1 bis 10 Mol pro g-Atom metallisches
ίο Rhodium, gebracht.
Die Menge der verwendeten Rhodiumverbindung beträgt z. B. zwischen 0,01 und 1 Gewichtsprozent, gerechnet
als metallisches Rhodium, bezogen auf Äthylen.
Der Wasseranteil des Reaktionsgemisches kann in weiten Bereichen schwanken, und zwar von der
stöchiometrisch zur Bildung von Diäthylketon nötigen Menge bis zur einer Menge, die ausreicht, den Katalysator
homogen aufzulösen.
ao Zusätzlich zu dem aliphatischen Alkohol läßt sich
irgendein inertes Lösungsmittel, wie η-Hexan, Benzol, Cyclohexan und Tetrahydronaphthalin als Verdünnungsmittel
verwenden.
Die Reaktion von Äthylen und Kohlenmonoxid
Die Reaktion von Äthylen und Kohlenmonoxid
a$ kann chargenweise oder in einem kontinuierlichen
System mit einem druckdichten Reaktionsgefäß durchgeführt werden. Die Reaktionstemperatur kann im
Bereich zwischen 100 und 30O0C, vorzugsweise zwischen 140 und 25O0C, liegen.
Das Kohlenmonoxid wird bezüglich des Molverhältnisses
zu Äthylen im Bereich zwischen 0,1 und 3,0 gehalten; der Reaktionsgesamtdruck kann im Bereich
zwischen 10 und 300 kp/cm2, insbesondere mit Vorteil im Bereich von 30 bis 200 kp/cm2, liegen.
Einige der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden nun im folgenden beschrieben.
Beispiele 1 bis 4
In einen Autoklav mit 50 ecm Inhalt wurden 100mg RhH(CO)tP(C6H5)8]3, hergestellt aus RhCl3-SH2O
nach der Methode von W i 1 k i η s ο η et al (J. Chem. Soc. [A], 2660 [1968]),_ gegeben. Nach Zugabe des
Lösungsmittels wurde Äthylen bei Raumtemperatur und unter einem Druck von 25 kp/cm1 eingeleitet, gefolgt
von Kohlenmonoxid bis zu einem Druck von 50 kp/cm2. Die Reaktion erfolgt 3 Std. lang bei 1700C.
Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
| Lösungsmittel | 20 ml | Umwandlung von | Selektivität | |
| 2 ml | Äthylen | bez.Di- | ||
| 20 ml | äthylketon | |||
| 2 ml | (Gewichts | |||
| 20 ml | (Molprozent) | prozent) | ||
| Vergleichs | ||||
| versuch | 20 ml | |||
| 1 | Essigsäure | 20 ml | ||
| Wasser | 20 ml | in Spuren | — | |
| 2 | Aceton | |||
| Wasser | 4 | -100 | ||
| 3 | Tetrahydrofuran | |||
| Wasser | 7 | 91 | ||
| 4 | Methanol | 2 | -100 | |
| 5 | Isopropanol | 8 | ~100 | |
| 6 | Wasser | 5 | 80 | |
23
Fortsetzung Tabelle I
91
Umwandlung von Selektivität
Äthylen bezJDi-
äthylketon
Gewkhts-(Molprozent) prozent
Beispiel
1
1
2
3
4
Aus der Tabelle ergibt sich, daß die Umwandlung 4es Äthylens in dem aus dem Alkohol-Wasser-System
bestehenden Lösungsmittel sehr hoch war, verglichen mit der Umwandlung in irgendeinem anderen Lösungsmittel,
und daß sich Diäthylketon mit guter Selektivität büdete. Außerdem bildete sich in Vergleichsbeispiel 5 Aceton als Dehydrierungsprodukt von Iso-
| Methanol | 20 ml |
| Wasser | |
| Isopropanol | 20 ml |
| Wasser | 2 ml |
| 2-Äthylhexanol | 20 ml |
| Wasser | 2 ml |
| Äthanolamin | 20 ml |
| Wasser | 2 ml |
32
23
31
21
31
21
91
93
90
93
90
93
propanol in einer Menge, die der des gebildeten Diäthylketons
entsprach, während sich in Beispiel 2 Aceton kaum bildete. Auf diese Weise wurde bestätigt,
daß der für die Bildung des Diäthylketons nötige Wasserstoff
aus dem Wasser und nicht aus dem Alkohol des aus dem Wasser-Alkohol-System gebildeten Lösungsmittels
stammt.t
Beispi
Eine Rhodiumverbindung in einer Menge von 0,11 mg-Atom, bezogen auf metallisches Rhodium,
wurde in einen Autoklav mit 50 ecm Fassungsvermögen gebracht und 20 ml Methanol und 2 ml Wasser
hinzugefügt. Hierzu wurde Äthylen bei Raumtemperatur unter einem Druck von 25 kp/cm2 eingeführt, gefolgt
von Kohlenmonoxid bis zu einem Druck von 50 kp/cm». Die Reaktion wurde 1,5 Std. lang bei 17O0C
ele 5 bis 10
durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt. Die Rhodiumkomplexe mit Organo-
phosphorliganden, wie Rh(CO)[(C6H5)3P]3, wurden
nach der Methode von Wilkinson et al, wie in den
Beispielen 1 bis 4, hergestellt Die Reaktionszeit wurde verkürzt und die Reaktion unter den milden Bedingungen
durchgeführt, um Vergleiche bezüglich der Reaktionsrate anstellen zu können.
| Tabelle Π | Katalysator | Phosphorverbindung | P/Rh | C = O*) | Umwand- Hoch- | siedende |
| Verbindung | lungvon | Substanzen | ||||
| Äthylen | ||||||
| (Mol | (Gewichts | |||||
| verhält | (MoI- | prozent) | ||||
| nis) | (cm-1) | ptozent) | ||||
| Vergleichs | 14 | |||||
| versuch | Rh4(CO)18 | keine | — | — | 16 | 24 |
| 7 | RhH(CO) | keine | — | 2060,3 | 10 | |
| 8 | [(CH3CH2CH8CHs)3P]3 | |||||
| 4 | ||||||
| Beispiel | Rh4(CO)12 | (CH3C6H4)3P | 2 | 2066,7 | 26 | 3 |
| 5 | RhH(CO)KC6Hs)3P]3 | keine | — | 2068,9 | 28 | 3 |
| 6 | Rh4(CO)18 | (C6H6J3P | 3 | 2068,9 | 35 | 3 |
| 7 | Rh4(CO)18 | (C6H6MCH3CH8O)P | 3 | 2071,6 | 33 | 10 |
| 8 | Rh4(CO)18 | (CH3CH8CH8CH8O)3P | 3 | 2075,6 | 37 | 12 |
| 9 | RhH(CO)I(C6H5O)3P]3 | keine | — | 2085,3 | 39 | |
| 10 | ||||||
·) Ai-Carbonylstreckfrequenz von Ni(CO)sL in Methylenchlorid (L ist ein Phosphorligand).
Wie ein Vergleich der Vergleichsbeispiele 7 und 8 mit #en Beispielen 5 bis 10 zeigt, erhöht sich die Reaktionsfate
bei Zugabe einer Organophosphorverbindung mit ier A^Carbonylstreckfrequenz von Ni(CO)3L (L ist
•in Phosphorligand) in Methylenchlorid im Bereich •berhalb 2066 cm-1 oder bei Verwendung eines
Rhodiumkomplexes mit demselben Organophosphorliganden. Die Organophosphorverbindung kann im
Reaktionssystem als ein isolierbarer Rhodiumkomplex mit Organophosphorligariden vorliegen.
Die Ergebnisse der Beispiele 5 bis 8 zeigen klar, daß die Bildung hochsiedender Stoffe durch Zugabe einer
'/cm* e
Organophosphorverbindung mit der Α,-Carbonyl- führt wurde, bis ein Druck von 65 kp/cm2 erreicht war.
Streckfrequenz von Ni(CO)3L (L ist ein Phosphor- Die Reaktion wurde unter Rühren bei einer Tempera-
ligand) in Methylenchlorid im Bereich zwischen 2066 tür von 2000C ausgeführt. Kohlenmonoxid wurde in
bis 2072 cm-1 stark unterdrückt wird. Abständen von 30 min immer wieder zugeführt, um den
In diesen Beispielen besteht nahezu das gesamte ge- 5 Druck bei 120 kp/cm2 zu halten. Die Reaktion wurde
bildete Produkt aus Diäthylketon, mit Ausnahme 4 Std. lang fortgesetzt. 49% des Äthylens nahmen an
hochsiedender Substanzen und einer sehr geringen der Reaktion teil. Dies entspricht einer Umsetzung von
Menge an Propionaldehyd. 2800 Mol Äthylen pro g-Atom Rhodium. Diäthyl-
. I11 keton wurde hier mit einer Selektivität von 93 Ge-
B e ι s ρ ι e 1 11 10 wjchtSprozent erhalten.
In einem Autoklav mit 100 ecm Fassungsvermögen . .
wurden 0,05 g Rh(CO)[P(C6H5)s]3 gegeben und 40 ml B e ι s ρ ι e l l j
Methanol und 4 ml Wasser zugegeben. Äthylen auf Zu 100 mg Rh4(CO)18 und 410 mg Triphenylphos-
Raurotemperatur wurde unter einem Druck von 37 kp/ phin in einem Autoklav mit 300 ecm Fassungsvermö-
cma in den Autoklav eingespeist, worauf heftig Koh- 15 gen wurden 120 ml 2-Äthylhexanol und 12 ml Wasser
lenmonoxid bis zu einem Druck von 60 kp/cm* einge- hinzugegeben. Äthylen wurde dazu bei Raumtempera-
führt wurde. tür bis zur Erreichung eines Druckes von 50 kp/cm*
Die Reaktionsteilnehmer wurden unter Rühren auf eingeführt, gefolgt von Kohlenmonoxid, bis ein Druck
"2000C erhitzt. Die Reaktion wurde 5 Std. lang fortge- von 75 kp/cm2 erreicht war. Der Inhalt des Autoklavs
setzt, wobei der Druck durch ungefähr stündliches Zu- »o wurde unter Rühren auf 2000C erhitzt. Nach Absiniuhren
von neuem Kohlenmonoxid auf 80 kp/cm2 ge- ken des Druckes des Reaktionssystems auf weniger als
halten wurde. Auf diese Weise wurden 40 Molprozent 120 kp/cm2 wurde alle 30 min Kohlenmonoxid nachdes
Äthylens zur Reaktion gebracht. Dies entspricht geführt, um einen Druck von 120 kp/cm* aufrechtzuereiner
Umwandlung von 1500 Mol Äthylen pro halter. Die Reaktion wurde 3 Std. lang fortgesetzt.
g-Atom Rhodium. Das Diäthylketon belief sich auf «5 Nach Beendigung der Reaktion wurde der Autoklav
97 Gewichtsprozent des Reaktionsprodukts. Als Neben- auf Raumtemperatur abgekühlt, um die unreagierten
produkte wurden 3% hochsiedender Stoffe und Spu- Gase abzuziehen. Hierauf wurde der Autoklav auf
ren von Propionaldehyd gebildet. 1100C zur Abdestillation des Diäthylketons erwärmt.
In den Autoklav wurden auf gleiche Weise, wie oben
Beispiel 12 3° beschrieben, Wasser, Äthylen und Kohlenmonoxid
eingebracht, worauf die Reaktion unter den gleichen
30 mg Rh6(CO)16 und 135 mg Triphenylphosphin Bedingungen, wie oben aufgeführt, durchgeführt
wurden in einen Autoklav mit 300 ecm Inhalt gebracht wurde. Obwohl dieser Vorgang fünfmal wiederholt
und 150 ml 2-Äthylhexanol und 10 ml Wasser hinzu- wurde, behielt der Katalysator seine gute Aktivität
gefügt. Äthylen wurde unter einem Druck von 50 kp/ 35 bis zur letzten Reaktion. Alle Reaktionsprodukte wur-
cm2 und Raumtemperatur eingespeist, gefolgt von den zusammengelegt und fraktioniert, wobei man
Kohlenmonoxid, das auf die gleiche Weise einge- 146 g Diäthylketon erhielt.
Claims (1)
1. Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon wäßrigeii Lösungsmittel in Gegenwart eines Kobaltdurch
Umsetzung von Kohlenmonoxid mit Äthylen katalysator durchgeführt wird, vorausgesetzt, daß
in Gegenwart von Wasser an Rhodium-Komplex- S eine organische Base, wie Tetramethylguanidin, gleich-Katalysatoren
bei erhöhter Temperatur und er- zeitig anwesend ist. Aber auch hier sind Maximalhöhtem
Druck, dadurch gekennzeich- drucke von über 350 kp/cm2 und große Mengen eines
net, daß man die Umsetzung in einem aus einem Katalysators nötig.
aliphatischen Alkohol und Wasser bestehenden Es gibt einige Fälle, bei denen Äthylen mit K-" "-en-
Lösungsmittelsystem in Gegenwart eines Kataly- u>
monoxid unter der Reaktionsbedingung eines nicarige-
sators durchführt, der aus (a) einer Rhodium-Ver- ren Wasserstoffpartialdruckes zur Reaktion gebracht
bindung und (b) einer Organophosphorverbindung wurde (s. hierzu US-PS 24 73 995 und DT-PS17 93 320).
L besteht, welche — gemessen am Komplex Bei beiden Verfahren wird ein hoher Druck von über
Ni(CO)3L (L steht für eine Organophosphorver- 250 kp/cms benötigt, und die Selektivität hinsichtlich
bindung) — die im Infraroten liegende A1-CaAo- 15 Diäthylketon ist niedrig. Gemäß der US-PS 26 99 453
nylstreckfrequenz in Methylenchlorid in Überein- und der GB-PS 663089 wird Diäthylketon durch
Stimmung mit der Definition nach Tolman von Reaktion zwischen Äthylen, Kohlenmonoxid und
2066 cm-1 und darüber hat. Wasserstoff in der Gasphase bei einem Druck von bis
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP4186272A JPS5324404B2 (de) | 1972-04-26 | 1972-04-26 | |
| JP4186272 | 1972-04-26 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2321191A1 DE2321191A1 (de) | 1973-11-08 |
| DE2321191B2 true DE2321191B2 (de) | 1975-06-26 |
| DE2321191C3 DE2321191C3 (de) | 1976-02-19 |
Family
ID=
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| US3923904A (en) | 1975-12-02 |
| JPS491507A (de) | 1974-01-08 |
| DE2321191A1 (de) | 1973-11-08 |
| JPS5324404B2 (de) | 1978-07-20 |
| GB1429991A (en) | 1976-03-31 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
| 8339 | Ceased/non-payment of the annual fee |