[go: up one dir, main page]

DE2321191B2 - Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon

Info

Publication number
DE2321191B2
DE2321191B2 DE2321191A DE2321191A DE2321191B2 DE 2321191 B2 DE2321191 B2 DE 2321191B2 DE 2321191 A DE2321191 A DE 2321191A DE 2321191 A DE2321191 A DE 2321191A DE 2321191 B2 DE2321191 B2 DE 2321191B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
reaction
ethylene
diethyl ketone
rhodium
carbon monoxide
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE2321191A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2321191C3 (de
DE2321191A1 (de
Inventor
Hajime Fujisawa Kanagawa Hara (Japan)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Eneos Corp
Original Assignee
Nippon Oil Corp
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Nippon Oil Corp filed Critical Nippon Oil Corp
Publication of DE2321191A1 publication Critical patent/DE2321191A1/de
Publication of DE2321191B2 publication Critical patent/DE2321191B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2321191C3 publication Critical patent/DE2321191C3/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/49Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds by reaction with carbon monoxide

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)
  • Catalysts (AREA)

Description

2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekenn- zu etwa 100 kp/cm2 in Gegenwart eines Kobaltkatalyzeichnet, daß die Α,-Carbonylstreckfrequenz im 2» sators auf einem Träger erhalten, jedoch beträgt der Bereich zwischen 2066 und 2072 cm1 liegt. Gehalt an Diäthylketon in dem erhaltenen flüssigen
Reaktionsgemisch maximal85 Gewichtsprozent,außer-
dem ist die Produktivität niedrig, wie sich aus der errechneten Raum-Zeit-Ausbeute an Diäthylketon von
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung as 0,6 bis 0,7 Mol/l Kat. Std. ergibt. Eine derartige Aus-
von Diäthylketon durch Umsetzung von Kohlen- beute ist aber vom technischen Standpunkt aus gesehen
tnonoxid mit Äthylen in Gegenwart von Wasser an nicht zufriedenstellend, wozu noch kommt, daß in dem
Rhodium-Komplex-Katalysatoren bei erhöhter Tem- flüssigen Produkt eine große Menge von hochsiedenden
peratur und erhöhtem Druck. Nebenprodukten gebildet wird.
Es ist bekannt, daß bei der Oxoreaktion Diäthyl- 30 Aus der DT-OS 20 61 789 ist ein Verfahren dieser
keton als Nebenprodukt anfällt, wenn als das Olefin Art bekannt, bei dem ein Kobaltkatalysator verwendet
Äthylen verwendet wird. Bis heute wurden viele Ver- wird. Bei diesem bekannten Verfahren wird zwar eine
suche unternommen, Diäthylketon selektiv zu synthe- Umwandlungsrale von mehr als 90% erhalten, doch
tisieren, wobei bei den meisten Arbeiten, wie bei der leitet sich dieser Wert ganz von einer Berechnung auf
Oxoreaktion, Kobalt- oder Rhodiumverbindungen als 35 der Grundlage von Wasserstoff her. Bezogen auf das
Katalysatoren verwendet wurden (s. hierzu beispiels- angestrebte Produkt ergibt sich jedoch nur eine wesent-
weise I-PS 4 75 040 und JA-CS 74, 4496 {1952]). Dort Hch geringere Umwandlungsrate, z. B. von etwa 30%
wird Äthylen mit Kohlenmonoxid in Gegenwart eines (vgl. Beispiel 2).
alkoholischen Lösungsmittels unter Verwendung eines Schließlich wird in der US-PS 30 59 031 die Herstel-Kobalt-Katalysators zur Reaktion gebracht, um Di- 40 lung von Diäthylketon durch Reaktion von Äthylen äthylketon zu erhalten. Jedoch benötigt man große mit Kohlenmonoxid und Wasser bei erhöhter Tempe-Katalysatormengen und hohe Drucke von über ratur und erhöhtem Druck in Gegenwart von Rhodium-200 kp/cm8, außerdem reduziert die Bildung großer Halogen-Katalysatoren unter Zusatz von Phosphinen Mengen an Propionaldehyd und Estern der Propion- beschrieben. Jedoch ist bei diesem bekannten Verfahsäure die Selektivität hinsichtlich des Diäthylketons. 4,5 ren die Selektivität zu Diäthylket^n und die Umwandln der US-PS 28 39 580 wird offenbart, daß sich die lungsrate die Äthylens verhältnismäßig niedrig. So Reaktion zwischen Äthylen und Kohlenmonoxid zu beträgt z. B. bei diesem bekannten Verfahren die Diäthylketon in Gegenwart von Alkohol als Lösungs- zu Diäthylketon umgewandelte Äthylenmenge pro mittel trotz der Verwendung von bemerkenswert wenig g-Atom Rhodium nur 540 Mol. Weiterhin wird bei die-Katalysatorsubstanz wirkungsvoll durchführen läßt. 50 sem bekannten Verfahren als Nebenprodukt das Es ist jedoch ein Gesamtdruck von 250 kp/cm2 not- hochsiedende 3,6-Octadion in Mengen bis zu 14 Gewendig. Obwohl sich nur vergleichsweise wenig Pro- wichtsprozent gebildet.
pionaldehyd bildet, bleiben doch nichtflüchiige Sub- Somit können nach dem Stand der Technik keine stanzen als Rückstände in Mengen von 25 Gewichts- zufriedenstellenden Ergebnisse hinsichtlich der großprozent, bezogen auf Diäthylketon, bei der fraktio- 55 technischen Herstellung von Diäthylketon erhalten nierten Destillation des Reaktionsprodukts zurück. werden. Um eine angemessene Umwandlungsrate von Das zeigt, daß große Mengen hochsiedender Verbin- Äthylen zu erhalten, sind nämlich große Katalysatordungen bei der Reaktion gebildet werden. In der US- mengen, eine niedrige Raumgeschwindigkeit und/oder PS 30 40 090 wird die Reaktion zwischen Äthylen und hoher Druck von über 200 kp/cm8 erforderlich. Außer-Kohlenmonoxid in der Gegenwart von Wasser oder 60 dem entstehen Propionaldehyd, Ester der Propionsäure Alkohol als Lösungsmittel unter Verwendung eines und/oder hochsiedende Substanzen in großem UmKatalysators durchgeführt, der ein Chelat der Edel- fang als Nebenprodukte. Ferner sind bei der Verwenmetalle der Gruppe VIII des Periodensystems, wie dung eines Kobaltkatalysators häufig aufwendige Rhodium oder Ruthenium, ist. Dabei wird ein Reak- Arbeitsgänge, was die Zirkulation der Katalysatortionsdruck von 1000 kp/cm2 benötigt. Außerdem 65 lösung sowie die Erholung und Regeneration des machen große Mengen hochsiedender Verbindungen, Katalysators betrifft, infolge der Instabilität seines wie 3,5-Octadien und andere, die selektive Darstellung Carbonylkomplexes erforderlich, mit dem Ergebnis von Diäthylketon schwierig. In der US-PS 32 57 459 hoher Katalysatorverluste.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, die eben beschriebenen Verfahren zu verbessern und die Herstellung von Diäthylketon mit hoher Reaktionsrate und guter Selektivität zu ermöglichen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß bei einem Verfahren der oben beschriebenen Art dadurch gelöst, daß man die Umsetzung in einem aus einem aliphatischen Alkohol und Wasser bestehenden Lösungsmittelsystem in Gegenwart eines Katalysators durchführt, der aus (a) einer Rhodium-Verbindung und (b) einer Organo-Phosphorverbindung L besteht, welche — gemessen am Komplex Ni(CO)3L (L steht für eine Organophosnhorverbindung) — die im Infraroten liegende ArCarbonylstreckfrequenz in Methylenchlorid in Übereinstimmung mit der Definition nach T ο 1 m a η von 2066 cm"1 und darüber hat
Durch.die Erfindung gelingt es, gegenüber dem aus der US-PS 30 59 031 bekannten Verfahren die zu Diithylketon umgewandelte Äthylenmenge pro g-Atom !Uiodium auf das Drei- bis Fünffache zu steigern,
In der Literaturstelle »Tetrahedron Letters«, Nr. 26 (1971) S. 2409 bis 2412, wird zwar eine Diäthylketonlynthese aus Kohlenmonoxid und Äthylen mit Rhodiumkatalysatoren in Gegenwart des Lösungsmitteljystems Methanol/Wasser unter Zusatz geringer Menten von Triäthylamin beschrieben, doch wird bei dem daraus bekannten Verfahren keine Phosphorverbindung verwendet, wie sie bei dem erfindungsgemäßen Verfahren eingesetzt wird, so daß auch die Umwandlungsrate des Äthylens ziemlich niedrig ist. Im Vergleich zu diesem bekannten Verfahren werden aber bei dem erfindungsgemäßen Verfahren — trotz kürzerer Reaktionszeiträume — höhere Athylenumwandlungswerte erhalten, so daß die erfindungsgemäß erhaltene synergistische Wirkung aus dieser Literaturstelle nicht vorhersehbar war.
Für die Erfindung brauchbare Rhodiumverbindungen vom Typ a) sind beispielsweise die foJgenden: Rhodiumoxide, Rhodiumhalogenide, Rhodiumcarbonyle, Rhodiumhydridkomplexe, Rhodiumkomplexe mit Liganden, wie Triphenylphosphin und Tnphenylarsin und ein Gemisch aus diesen Stoffen, also z. B. RhA, RhCl3-3H2O, Rh4(CO)12, Rh6(CO)16, RhCH (C6H5A [RhCl(CO)4I2, [Rh((C«H6)3As)2· (CO)I RhCKCOM(CA)1P]1 und RhH(CO)- i(C* H ^ Pl
Geeignete Organophosphorverbindungen vom Typ b), die bei dem erfindungsgemäßen Verfahren verwen-
Tabelle I
det werden können, sind ζ. B. (CHaCeHs)sP, (CeHs)3P, (CH3CH2O)3P1(CHsC6H5O)3P1(CH3CH2CH2CH8O)3P, (C6H5O)3P, (CHsC6H1)SP, (C6Ht)8(CH8CH1)P,
(C6Hs)2(C6H5CH8)P, (C6Hs)2(C6H4F)P und (CeH5)r (CH3O)P.
Diese Phosphorverbindungen werden in Form eines isolierbaren Phosphorliganden enthaltenden Rhoaiumkomplexes zur Anwendung, und zwar vorzugsweise in einer Menge von 1 bis 10 Mol pro g-Atom metallisches
ίο Rhodium, gebracht.
Die Menge der verwendeten Rhodiumverbindung beträgt z. B. zwischen 0,01 und 1 Gewichtsprozent, gerechnet als metallisches Rhodium, bezogen auf Äthylen.
Der Wasseranteil des Reaktionsgemisches kann in weiten Bereichen schwanken, und zwar von der stöchiometrisch zur Bildung von Diäthylketon nötigen Menge bis zur einer Menge, die ausreicht, den Katalysator homogen aufzulösen.
ao Zusätzlich zu dem aliphatischen Alkohol läßt sich irgendein inertes Lösungsmittel, wie η-Hexan, Benzol, Cyclohexan und Tetrahydronaphthalin als Verdünnungsmittel verwenden.
Die Reaktion von Äthylen und Kohlenmonoxid
a$ kann chargenweise oder in einem kontinuierlichen System mit einem druckdichten Reaktionsgefäß durchgeführt werden. Die Reaktionstemperatur kann im Bereich zwischen 100 und 30O0C, vorzugsweise zwischen 140 und 25O0C, liegen.
Das Kohlenmonoxid wird bezüglich des Molverhältnisses zu Äthylen im Bereich zwischen 0,1 und 3,0 gehalten; der Reaktionsgesamtdruck kann im Bereich zwischen 10 und 300 kp/cm2, insbesondere mit Vorteil im Bereich von 30 bis 200 kp/cm2, liegen.
Einige der bevorzugten Ausführungsformen der Erfindung werden nun im folgenden beschrieben.
Beispiele 1 bis 4
In einen Autoklav mit 50 ecm Inhalt wurden 100mg RhH(CO)tP(C6H5)8]3, hergestellt aus RhCl3-SH2O nach der Methode von W i 1 k i η s ο η et al (J. Chem. Soc. [A], 2660 [1968]),_ gegeben. Nach Zugabe des Lösungsmittels wurde Äthylen bei Raumtemperatur und unter einem Druck von 25 kp/cm1 eingeleitet, gefolgt von Kohlenmonoxid bis zu einem Druck von 50 kp/cm2. Die Reaktion erfolgt 3 Std. lang bei 1700C. Die Ergebnisse sind in Tabelle 1 zusammengestellt.
Lösungsmittel 20 ml Umwandlung von Selektivität
2 ml Äthylen bez.Di-
20 ml äthylketon
2 ml (Gewichts
20 ml (Molprozent) prozent)
Vergleichs
versuch 20 ml
1 Essigsäure 20 ml
Wasser 20 ml in Spuren
2 Aceton
Wasser 4 -100
3 Tetrahydrofuran
Wasser 7 91
4 Methanol 2 -100
5 Isopropanol 8 ~100
6 Wasser 5 80
23
Fortsetzung Tabelle I
91
Lösungsmittel
Umwandlung von Selektivität Äthylen bezJDi-
äthylketon
Gewkhts-(Molprozent) prozent
Beispiel
1
2 3 4
Aus der Tabelle ergibt sich, daß die Umwandlung 4es Äthylens in dem aus dem Alkohol-Wasser-System bestehenden Lösungsmittel sehr hoch war, verglichen mit der Umwandlung in irgendeinem anderen Lösungsmittel, und daß sich Diäthylketon mit guter Selektivität büdete. Außerdem bildete sich in Vergleichsbeispiel 5 Aceton als Dehydrierungsprodukt von Iso-
Methanol 20 ml
Wasser
Isopropanol 20 ml
Wasser 2 ml
2-Äthylhexanol 20 ml
Wasser 2 ml
Äthanolamin 20 ml
Wasser 2 ml
32
23
31
21
91
93
90
93
propanol in einer Menge, die der des gebildeten Diäthylketons entsprach, während sich in Beispiel 2 Aceton kaum bildete. Auf diese Weise wurde bestätigt, daß der für die Bildung des Diäthylketons nötige Wasserstoff aus dem Wasser und nicht aus dem Alkohol des aus dem Wasser-Alkohol-System gebildeten Lösungsmittels stammt.t
Beispi
Eine Rhodiumverbindung in einer Menge von 0,11 mg-Atom, bezogen auf metallisches Rhodium, wurde in einen Autoklav mit 50 ecm Fassungsvermögen gebracht und 20 ml Methanol und 2 ml Wasser hinzugefügt. Hierzu wurde Äthylen bei Raumtemperatur unter einem Druck von 25 kp/cm2 eingeführt, gefolgt von Kohlenmonoxid bis zu einem Druck von 50 kp/cm». Die Reaktion wurde 1,5 Std. lang bei 17O0C ele 5 bis 10
durchgeführt. Die Ergebnisse sind in Tabelle II zusammengestellt. Die Rhodiumkomplexe mit Organo-
phosphorliganden, wie Rh(CO)[(C6H5)3P]3, wurden nach der Methode von Wilkinson et al, wie in den Beispielen 1 bis 4, hergestellt Die Reaktionszeit wurde verkürzt und die Reaktion unter den milden Bedingungen durchgeführt, um Vergleiche bezüglich der Reaktionsrate anstellen zu können.
Tabelle Π Katalysator Phosphorverbindung P/Rh C = O*) Umwand- Hoch- siedende
Verbindung lungvon Substanzen
Äthylen
(Mol (Gewichts
verhält (MoI- prozent)
nis) (cm-1) ptozent)
Vergleichs 14
versuch Rh4(CO)18 keine 16 24
7 RhH(CO) keine 2060,3 10
8 [(CH3CH2CH8CHs)3P]3
4
Beispiel Rh4(CO)12 (CH3C6H4)3P 2 2066,7 26 3
5 RhH(CO)KC6Hs)3P]3 keine 2068,9 28 3
6 Rh4(CO)18 (C6H6J3P 3 2068,9 35 3
7 Rh4(CO)18 (C6H6MCH3CH8O)P 3 2071,6 33 10
8 Rh4(CO)18 (CH3CH8CH8CH8O)3P 3 2075,6 37 12
9 RhH(CO)I(C6H5O)3P]3 keine 2085,3 39
10
·) Ai-Carbonylstreckfrequenz von Ni(CO)sL in Methylenchlorid (L ist ein Phosphorligand).
Wie ein Vergleich der Vergleichsbeispiele 7 und 8 mit #en Beispielen 5 bis 10 zeigt, erhöht sich die Reaktionsfate bei Zugabe einer Organophosphorverbindung mit ier A^Carbonylstreckfrequenz von Ni(CO)3L (L ist •in Phosphorligand) in Methylenchlorid im Bereich •berhalb 2066 cm-1 oder bei Verwendung eines Rhodiumkomplexes mit demselben Organophosphorliganden. Die Organophosphorverbindung kann im Reaktionssystem als ein isolierbarer Rhodiumkomplex mit Organophosphorligariden vorliegen.
Die Ergebnisse der Beispiele 5 bis 8 zeigen klar, daß die Bildung hochsiedender Stoffe durch Zugabe einer
'/cm* e
Organophosphorverbindung mit der Α,-Carbonyl- führt wurde, bis ein Druck von 65 kp/cm2 erreicht war.
Streckfrequenz von Ni(CO)3L (L ist ein Phosphor- Die Reaktion wurde unter Rühren bei einer Tempera-
ligand) in Methylenchlorid im Bereich zwischen 2066 tür von 2000C ausgeführt. Kohlenmonoxid wurde in
bis 2072 cm-1 stark unterdrückt wird. Abständen von 30 min immer wieder zugeführt, um den
In diesen Beispielen besteht nahezu das gesamte ge- 5 Druck bei 120 kp/cm2 zu halten. Die Reaktion wurde
bildete Produkt aus Diäthylketon, mit Ausnahme 4 Std. lang fortgesetzt. 49% des Äthylens nahmen an
hochsiedender Substanzen und einer sehr geringen der Reaktion teil. Dies entspricht einer Umsetzung von
Menge an Propionaldehyd. 2800 Mol Äthylen pro g-Atom Rhodium. Diäthyl-
. I11 keton wurde hier mit einer Selektivität von 93 Ge-
B e ι s ρ ι e 1 11 10 wjchtSprozent erhalten.
In einem Autoklav mit 100 ecm Fassungsvermögen . .
wurden 0,05 g Rh(CO)[P(C6H5)s]3 gegeben und 40 ml B e ι s ρ ι e l l j
Methanol und 4 ml Wasser zugegeben. Äthylen auf Zu 100 mg Rh4(CO)18 und 410 mg Triphenylphos-
Raurotemperatur wurde unter einem Druck von 37 kp/ phin in einem Autoklav mit 300 ecm Fassungsvermö-
cma in den Autoklav eingespeist, worauf heftig Koh- 15 gen wurden 120 ml 2-Äthylhexanol und 12 ml Wasser
lenmonoxid bis zu einem Druck von 60 kp/cm* einge- hinzugegeben. Äthylen wurde dazu bei Raumtempera-
führt wurde. tür bis zur Erreichung eines Druckes von 50 kp/cm*
Die Reaktionsteilnehmer wurden unter Rühren auf eingeführt, gefolgt von Kohlenmonoxid, bis ein Druck "2000C erhitzt. Die Reaktion wurde 5 Std. lang fortge- von 75 kp/cm2 erreicht war. Der Inhalt des Autoklavs setzt, wobei der Druck durch ungefähr stündliches Zu- »o wurde unter Rühren auf 2000C erhitzt. Nach Absiniuhren von neuem Kohlenmonoxid auf 80 kp/cm2 ge- ken des Druckes des Reaktionssystems auf weniger als halten wurde. Auf diese Weise wurden 40 Molprozent 120 kp/cm2 wurde alle 30 min Kohlenmonoxid nachdes Äthylens zur Reaktion gebracht. Dies entspricht geführt, um einen Druck von 120 kp/cm* aufrechtzuereiner Umwandlung von 1500 Mol Äthylen pro halter. Die Reaktion wurde 3 Std. lang fortgesetzt. g-Atom Rhodium. Das Diäthylketon belief sich auf «5 Nach Beendigung der Reaktion wurde der Autoklav 97 Gewichtsprozent des Reaktionsprodukts. Als Neben- auf Raumtemperatur abgekühlt, um die unreagierten produkte wurden 3% hochsiedender Stoffe und Spu- Gase abzuziehen. Hierauf wurde der Autoklav auf ren von Propionaldehyd gebildet. 1100C zur Abdestillation des Diäthylketons erwärmt.
In den Autoklav wurden auf gleiche Weise, wie oben
Beispiel 12 3° beschrieben, Wasser, Äthylen und Kohlenmonoxid
eingebracht, worauf die Reaktion unter den gleichen
30 mg Rh6(CO)16 und 135 mg Triphenylphosphin Bedingungen, wie oben aufgeführt, durchgeführt
wurden in einen Autoklav mit 300 ecm Inhalt gebracht wurde. Obwohl dieser Vorgang fünfmal wiederholt
und 150 ml 2-Äthylhexanol und 10 ml Wasser hinzu- wurde, behielt der Katalysator seine gute Aktivität
gefügt. Äthylen wurde unter einem Druck von 50 kp/ 35 bis zur letzten Reaktion. Alle Reaktionsprodukte wur-
cm2 und Raumtemperatur eingespeist, gefolgt von den zusammengelegt und fraktioniert, wobei man
Kohlenmonoxid, das auf die gleiche Weise einge- 146 g Diäthylketon erhielt.

Claims (1)

η..«,,.,,« - hA wird beschrieben, daß Diäihylketon selektiv entsteht, Patentansprüche. wenn ^ Äthylen-Kohlenmonoxid-Reaktion in einem
1. Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon wäßrigeii Lösungsmittel in Gegenwart eines Kobaltdurch Umsetzung von Kohlenmonoxid mit Äthylen katalysator durchgeführt wird, vorausgesetzt, daß in Gegenwart von Wasser an Rhodium-Komplex- S eine organische Base, wie Tetramethylguanidin, gleich-Katalysatoren bei erhöhter Temperatur und er- zeitig anwesend ist. Aber auch hier sind Maximalhöhtem Druck, dadurch gekennzeich- drucke von über 350 kp/cm2 und große Mengen eines net, daß man die Umsetzung in einem aus einem Katalysators nötig.
aliphatischen Alkohol und Wasser bestehenden Es gibt einige Fälle, bei denen Äthylen mit K-" "-en-
Lösungsmittelsystem in Gegenwart eines Kataly- u> monoxid unter der Reaktionsbedingung eines nicarige-
sators durchführt, der aus (a) einer Rhodium-Ver- ren Wasserstoffpartialdruckes zur Reaktion gebracht
bindung und (b) einer Organophosphorverbindung wurde (s. hierzu US-PS 24 73 995 und DT-PS17 93 320).
L besteht, welche — gemessen am Komplex Bei beiden Verfahren wird ein hoher Druck von über
Ni(CO)3L (L steht für eine Organophosphorver- 250 kp/cms benötigt, und die Selektivität hinsichtlich
bindung) — die im Infraroten liegende A1-CaAo- 15 Diäthylketon ist niedrig. Gemäß der US-PS 26 99 453
nylstreckfrequenz in Methylenchlorid in Überein- und der GB-PS 663089 wird Diäthylketon durch
Stimmung mit der Definition nach Tolman von Reaktion zwischen Äthylen, Kohlenmonoxid und
2066 cm-1 und darüber hat. Wasserstoff in der Gasphase bei einem Druck von bis
DE19732321191 1972-04-26 1973-04-26 Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon Expired DE2321191C3 (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP4186272A JPS5324404B2 (de) 1972-04-26 1972-04-26
JP4186272 1972-04-26

Publications (3)

Publication Number Publication Date
DE2321191A1 DE2321191A1 (de) 1973-11-08
DE2321191B2 true DE2321191B2 (de) 1975-06-26
DE2321191C3 DE2321191C3 (de) 1976-02-19

Family

ID=

Also Published As

Publication number Publication date
US3923904A (en) 1975-12-02
JPS491507A (de) 1974-01-08
DE2321191A1 (de) 1973-11-08
JPS5324404B2 (de) 1978-07-20
GB1429991A (en) 1976-03-31

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2922757C2 (de) Verfahren zur Hydroformylierung von olefinischen Verbindungen
DE3232557C2 (de)
EP2091958A1 (de) Bisphosphitliganden für die übergangsmetallkatalysierte hydroformylierung
DE2400534C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Carbonsäuren und deren Estern
DE2538364B2 (de) Verfahren zur herstellung von butandiolen
DE2749955C2 (de) Verfahren zur Herstellung niedrigmolekularer Alkanmonocarbonsäuren
DE68902787T2 (de) Verfahren zur reduktion von carbonylverbindungen.
DE69328591T2 (de) Hydroformylierungsverfahren mit einem bimetallischen Katalysator
DE3045891C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Acetaldehyd und Ethanol
DE2124718A1 (de)
DE69707533T2 (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Formyl-tetrahydrofuran
CH629175A5 (en) Process for preparing alkyl alpha-formylpropionates
DE2445119A1 (de) Verfahren zur herstellung von butyraldehyden
DE3108602C2 (de) Verfahren zur selektiven Herstellung von eine Perfluorkohlenstoffgruppe enthaltenden Aldehyden
DE2321191C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon
DE2321191B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Diäthylketon
EP0084833A2 (de) Verfahren zur Herstellung von Ethanol und n-Propanol aus Methanol und Synthesegas
EP0186075B1 (de) Verfahren zur Herstellung von 8- und 9-Formyl-tricyclo-(5,2,1,0, 2,6)-decen-3
DE3213940A1 (de) Verfahren zur herstellung von nonenen oder zur gleichzeitigen herstellung von nonenen und dodecenen aus propen
CH629738A5 (en) Process for preparing undecenals
DE2154370B2 (de) Verfahren zur Herstellung von Äther des2,6-Dimethyl-2,7-octadien-l-ols und einige dieser Äther
DE2456739C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Aldehyden
DE2750719C2 (de)
DE2928313A1 (de) Verfahren zur herstellung von 3-(4)- formyltricyclo- eckige klammer auf 5,2,1, 0 hoch 2,6 eckige klammer zu -decen-8
DE3319361A1 (de) Verfahren zur herstellung von essigsaeure

Legal Events

Date Code Title Description
C3 Grant after two publication steps (3rd publication)
E77 Valid patent as to the heymanns-index 1977
8339 Ceased/non-payment of the annual fee