DE2314066C3 - Gasfeuerzeug mit piezoelektrischem Zünder - Google Patents
Gasfeuerzeug mit piezoelektrischem ZünderInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Gasfeuerzeug gemäß Oberbegriff des Anspruchs 1.
Bei einem solchen, durch die DT-Gbm 19 89 813 bekannten Gasfeuerzeug sind sechs bewegliche Teile
vorhanden, nämlich zwei Schraubendruckfedern, eine gewundene Biegefeder, ein Schlaghammer, eine Sperrklinke
für diesen und eine Drucktaste; von den beiden Schraubenfedern ist die eine als Rückstellfeder für den
Schlaghammer wirksam und wirkt der anderen Schraubenfeder entgegen, die als Speicherfeder die
Schlagenergie abgibt. Die Rückstellfeder wird durch den Schlaghub des Schlaghammers gespannt und
entzieht entsprechende Anteile der Schlagenergie dem Schlaghammer.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, das bekannte Gasfeuerzeug dahingehend zu verbessern,
daß der Aufbau der automatischen Zündvorrichtung vereinfacht, die Anzahl der beweglichen Teile vermindert
und die Montage erleichtert wird.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch die Merkmale im Kennzeichen des Anspruches 1.
Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen gekennzeichnet.
Die Erfindung bringt den technischen Fortschritt mit sich, daß die Anzahl der beweglichen Teile von sechs auf
fünf vemindert sind, was bei der Montage dieser Massenartikel von erheblicher Bedeutung ist; bedeutsam
ist dabei, daß dieser eingesparte Einzelteil eine Feder ist, und eine Feder ist immer wegen eines
drohenden Federbruchs eine hervorragende Störungsquelle. Vor allem aber ist bei der Erfindung keine Feder
mehr vorhanden, die bei der Entspannung der Schlaghammer-Speicherfeder dieser entgegenwirkt und
dadurch dem Schlaghammer Energie entzieht, denn bei der Erfindung wird die Rückstellfeder für die Drucktaste,
während des Herabdrückens der Drucktaste gespannt, indem nur die Speicherfeder gleichzeitig auch
als Rückstellfeder wirksam wird, nachdem der Schlaghammer auf den Kristall aufgeschlagen ist.
Zwar ist durch die DL-PS 69 327 eine elektrische Zündvorrichtung für mit Erdgas betriebende Gasbrenner bekannt, bei der als Drucktaste ein schwenkbarer Funktionshebel dient, der mit einem am Schlaghammer befestigten Klinkenhebel in Eingriff steht, bis dieser am Ende der Schwenkbewegung durch einen Anschlag
Zwar ist durch die DL-PS 69 327 eine elektrische Zündvorrichtung für mit Erdgas betriebende Gasbrenner bekannt, bei der als Drucktaste ein schwenkbarer Funktionshebel dient, der mit einem am Schlaghammer befestigten Klinkenhebel in Eingriff steht, bis dieser am Ende der Schwenkbewegung durch einen Anschlag
do außer Eingriff geführt wird; jedoch ist dort eine
(beschriebene aber nicht gezeichnete) zusätzliche Rückstellfeder für den Funktionshebel erforderlich. Die
Funktionsweise ist eine andere und vor ailem liegt der Funktionshebel sperrig seitlich außerhalb des Zündkörpers,
was bei einem Taschen-Gasfeuerzeug nicht tragbar ist.
Durch die US-PS 35 21 987 ist weiterhin zwar die Verwendung eines L-förmigen Steuerschlitzes zur
Freigabe des Schlaghammers bei einem Gasfeuerzeug
beschrieben, jedoch ist dort keine Druckpaste und kein Funktionshebel vorhanden, die von Iiand beaufschlagt
werden, sondern eine federbetätigte Schnapp-Kappe, deren Wirkverbindung mit dem Schlaghammer völlig
anders aufgebaut ist als bei der Erfindung.
Ausführungsbeispiele der Erfindung sind in der Zeichnung dargestellt. Darin zeigen
Fig. I, 2 und 3 verschiedene Schnittansichten der Vorrichtung in der Ruhestellung, in der Stellung
unmittelbar vor der Freigabe des Schlaghammers und in der Stellung nach dessen Aufschlagen,
F i g. 4 und 5 ein Ausführungsbeispiel für eine Gassteuerung in Ruhestellung, d.h. in Schließstellung
und in öffnungsstcllung,
I" i g. 6 ein weiteres Ausführungsbeispiel für die
Gassteiieriing.
In den Figuren ist zu erkennen, daß der als Drucktaste
wirkende Funktionshebel 1 an einer festen Achse 2 gelagert ist und einen L-förmigen Schlitz 3 mit einem
kurzen Schenkel 4 aufweist, wobei in dem Schlitz 3 der Bügel einer haarnadelartig gebogenen Feder 5 aufgenommen
wird, an der ein Schlaghammer 6 gelenkt ist. Mit 7 isl der Piezokristall und mit 8 die Speicherfeder
bezeichnet, deren Spannkraft den Schlaghammer 6 bewegt.
Die Speicherfeder 8 ist zwischen dem Amboßteil des Schlaghammers 6 und einem zwischcngclagertcn
Gleitstück 9 eingespannt, dessen obere Druckfläche gegen den unteren, in Form eines Moekens U
ausgebildeten Teil des Funktionshebels 1 anliegt, wobei dieser Anlagcpunkt 10 um den Wert ν in bezug auf die
senkrechte Projektion der Achse 2 versetzt ist.
In der Ruhelage befindet sich der Zünder in der in der
F i g. 1 dargestellten Position. Wenn man den Funktionshebel 1 in der Richtung des Pfeiles 13 kippt, wird der
Sehlaghammcr 6 von der Feder 5 hochgezogen, die mit ihrem Bügel zum Ende des kurzen Schenkels 4 des
L-förmigen Schlitzes gedrängt ist. Die Speicherfeder 8
wird also gespannt (s. F i g. 2).
Am Ende der Kippbewegung des Funktionshebels 1 löst sich der Bügel der Feder 5 aus dem kurzen Schenkel
4, wobei die Feder 5 also den Schlaghammer freigibt, der auf den Kristall 7 aufschlägt und dadurch die Zündung
hervorruft.
S Sobald die Einwirkung des Fingers auf den Funklionshebel
aufhört, wirkt die Reaktionskraft der Speicherfeder 8 auf das Gleitstück 9 und schwenkt aufgrund der
Versetzung λ den Funktionshebel 1 mittels einer Kippbewegung im Sinne des Pfeiles 14 zurück (s.
ίο F i g. 3), wodurch alle Teile in die in der F i g. 1
dargestellte Ruhestellung zurückgeführt werden.
Die Feder 5 besteht aus einem Draht aus Federstahl, der etwa in Form einer Haarnadel gebogen ist und
dessen beide Enden derart versetzt am Schlaghammer-
is ende befestigt sind, daß die dadurch in diese Feder 5
eingeleitete Torsionsbewegung ein automatisches Einrasten des Federbügels in den kurzen Schenkel 4
bewirkt.
Bei dem in Fig. 4 und 5 dargestellten Ausführungsbeispiel
ist das Gasfeuerzeug mit einem Brenner 15 und einem Hebel 16 ausgestattet, der an einem festen Punkt
17 des Kopfteiles des Feuerzeuges angelenkt ist und unter einer Schulter des Brenners 15 gehalten wird und
mit seinem gegenüberliegenden Ende auf der Oberflä-
:s ehe des zwischengeschalteten Gleitstückes 9 und unter
dem Nockenprofil 11 des Funktionshebels 1 aufliegt, so
daß dieser Funktionshebel beim Kippen (s. Fig. 5) die
Schwenkung des Hebels 16 hervorruft und damit ein Anheben des Brenners 15, also das Austreten des Gases.
>> Bei dem in der Fig.6 dargestellten weiteren
Ausführungsbeispiel gemäß der Erfindung weist das zwischengelagerte Gleitstück 9 einen Vorsprung 19 auf,
gegen den der Vorratsbehälter 20 des Feuerzeugs zur Anlage kommt, der mittels seines Brenners 15 am festen
Kopf 21 des Feuerzeugs geführt ist. Es ergibt sich daraus, daß durch eine Absenkung des Gleitstückes 9
gleichzeitig eine Absenkung des Vorratsbehälters 20 hervorgerufen wird und dadurch ein Zug auf den
Brenner 15 ausgeübt wird, der ein Austreten des Gases hervorruft.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Gasfeuerzeug mit einer Vorrichtung zur automatischen Betätigung eines unter der Einwirkung
einer über eine Drucktaste spannbaren Speicherfeder stehenden Schlaghammers eines
piezoelektrischen Zünders mittels dieser Drucktaste,
die mit einer Steuerfläche versehen ist, die gegen Ende der die Speicherfeder spannenden Drucktastenbewegung
den Schlaghammer entsperrt, wobei die Drucktaste nach erfolgter Zündung durch Federkraft automatisch rückstellbar ist, gekennzeichnet durch folgende Merkmale:
a) die Drucktaste ist ein um eine Achse (2) schwenkbarer Funktionshebel (1) mit einem
exzentrisch angeordneten Steuernocken (11), der unter der Wirkung der Speicherfeder (8)
dauernd an der oberen Bundfläche eines hohlen — in Schlaghammer-Achsrichtung beweglichen
und geführten — Gleitstückes (9) anliegt;
b) in jeder Bewegungsphase des Funktionshebels (1) liegt der Anlagepunkt (10) zwischen
Steuernocken (11) und Bundfläche in einem derartigen Abstand (x) von der Projektion der
Funktionshebel-Schwenkachse (2) parallel zur Schlaghammerachse, daß die Kraft der
Speicherfeder (8) ein ausreichendes Rückstellmoment für den Funktionshebel (1) liefert;
c) durch das untere Fnde des hohlen Gleitstückes (9) erstreckt sich eine Schlaghammer-Führungsstange in dieses hinein, wobei im oberen Ende
der Führungsstange die beiden Schenkel einer etwa haarnadelartig gebogenen Feder (5)
angelenkt sind;
d) die den Schlaghammer entsperrende Steuerfläche ist gebildet durch den kurzen Schenkel (4)
eines L-förmigen Steuerschlitzes (3), in dem der Bügel der etwa haarnadelförmig gebogenen
Feder (5) gleitbar ist und der exzentrisch zur Schwenkachse (2) des Funktionshebels (1)
derart angeordnet ist, daß in Schließstellung (Fig. 1) des Feuerzeuges der Feder-Bügc-I am
Ende des kurzen Schenkels (4) anliegt und daß am Ende der die Speicherfeder (8) spannenden
Schwenkbewegung (Fig. 2) des Funktionshebels (1) (Offenstellung) die Steuerfläche des
kurzen Schenkels (4) derart schräg geneigt ist, daß der Feder-Bügel in den dann etwa in
Schlaghammer-Achsrichtung weisenden langen Schenkel des L-förmigen Steuerschlitzes (3)
unter der Wirkung der Speicherfeder (8) — den Schlaghammer (6) entsperrend — abgleitet;
e) die beiden Schenkel der Haarnadelfeder (5) sind ungleich lang und mit ihren freien Enden —
unter elastischer Verformung in beiden Richtungen aus der Federebene heraus — am Ende
der Schlaghammer-Führungsstange im Abstand voneinander derart angelenkt, daß der Feder-Bügel
innerhalb des L-förmigen Steuerschlitzes (3) dauernd in Richtung auf das Ende des kurzen
Schenkels (4) gedrückt ist.
2. Gasfeuerzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein an einem festen Punkt (17)
angelenkter Hebel (16) vorgesehen ist, der durch die Absenkung des Gleitstückes (9) oder des Steuernokkens
(11) am Funktionshebel (1) betätigbar ist und dadurch das Steuerventil (15) für den Gasaustritt
öffnet (F ig. 4,5).
3. Gasfeuerzeug nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß das Gleitstück (9) einen
Vorsprung (19) aufweist, der an einem in einem Feuerzeugkopf (21) verschieblich angeordneten
Vorratsbehälter (20) für das Gas anliegt und bei einer abwärts gerichteten Bewegung den Vorratsbehälter
mitnimmt, so daß das in einem festen Auflager aufgenommene Brennerventil (15) den Gasaustritt
öffnet (F ig. 6).
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR727212862A FR2178834B1 (de) | 1972-04-07 | 1972-04-07 | |
| FR7212862 | 1972-04-07 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2314066A1 DE2314066A1 (de) | 1973-10-11 |
| DE2314066B2 DE2314066B2 (de) | 1977-05-05 |
| DE2314066C3 true DE2314066C3 (de) | 1977-12-22 |
Family
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