DE2313191A1 - Rauchgemisch - Google Patents
RauchgemischInfo
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- A24—TOBACCO; CIGARS; CIGARETTES; SIMULATED SMOKING DEVICES; SMOKERS' REQUISITES
- A24B—MANUFACTURE OR PREPARATION OF TOBACCO FOR SMOKING OR CHEWING; TOBACCO; SNUFF
- A24B15/00—Chemical features or treatment of tobacco; Tobacco substitutes, e.g. in liquid form
- A24B15/10—Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes
- A24B15/16—Chemical features of tobacco products or tobacco substitutes of tobacco substitutes
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- Manufacture Of Tobacco Products (AREA)
Description
PATEHTANWÄLTE
DR.-ING. H. FINCKE
DIPL. -ING. H. BOHR
DIPL.-ING. S. STAEGER
DIPL. -ING. H. BOHR
DIPL.-ING. S. STAEGER
8 MÜNCHEN 5
MÜLLERSTRASSE 31
MÜLLERSTRASSE 31
Mappe 23130 - Dr. K. 16. März 1973
Case Dt 24864
Imperial Chemical Industries Ltd. ■London, Großbritannien
Rauchgemisch
Priorität: 16. 3- 1972 - Großbritannien
Die Erfindung besieht sich auf Rauchgemische. ο
Wegen der weit verbreiteten Meinung, deß des Rauchen von
Tabak, insbesondere in Form von Zigaretten, Lungenkrebs und bronchitisehe Leiden verursachen kann, richtet sich
die Aufmerksamkeit auf die Schaffung von Raucherzeugenden
Substraten als Tabakersatz, welche weniger Teer und schädliche Stoffe als Tabak erzeugen. Beispiele für solche Hauch
erzeugende Substrate sind Zellulose, oxidierte Zellulose und insbesondere wärmebeh.?ndelte Zellulose, wie sie bei-
ORIOINAL INSPECTED
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spielsweise durch das Verfahren der GB-PS 1 113 979 erhalten wird.
Unglücklicherweise fehlt dem Bauch eines solchen Tabaker-'
satzes der Geschmack von Tabak. Zur Erzielung eines annehmbaren Hauchs ist es deshalb nötig, entweder den Erssts mit
Tsbak zu mischen oder ein geeignetes Geschmacksmäterial
aufzufinden. Gemische mit Tabak erzeugen einen Hauch, dessen Gesundheitsgefahren proportional zum Tabakgehalt sind.
Gewünschtenfalls kann ein Tabakersatz mit den getrockneten
und gebeizten Blattern der Pflanzenart Nicotiana Rustics.
gemischt werden. Diese Pflanzenart enthält einen sehr h-ihen
Anteil an Nicotin, beispielsweise bis zu 14 Gew. -■/<>. Anders
al3 ITicotiana Tobaccum hat diese Pfl?nzenart keine kllgeraeine
Annahme als Grundlage für Rauchmaterialien gefunden,
und zwar auf Grund des extrem starken und unangenehmen
Geschmacks des damit erhaltenen Rauchs. Es können jedoch
kleinere Mengen in Mischung mit Tabakersstz, der selbst
einen neutralen Rauch erzeugt, toleriert werden.. Auf diese Weise ist es möglich, Gemische herzustellen, die
weniger-Gesundheitsgefahren mit sich bringen als genießbare
ähnliche Gemische, die Tabak enthalten. Es ist jedoch erwünscht, die Gesundheitsgefahren des Rauchens so
weit wie möglich zu verringern, und aus diesem Grunde sollte die Menge des Tabaks oder anderer nikotinhaltiger Pflanzenarten
in Rauchgemischen soweit wie möglich oder gar auf mill reduziert werden.
Gemä3 der Erfindung wird nunmehr ein Rauchgemisch vorgeschlagen,
welches einen Tabakersatz in Mischung mit einem extrahierten Material enthält, das durch Behandlungvcn
liicotiana Hustica mit einem Jficotin auflösenden Lösungsmittel
erhalten worden ist.
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-7J-
Der Ausdruck "Tabakersatz" bedeutet irgendeinen festen Stoff, der zwar nicht von Tabak stammt, aber der in der gleichen
Weise wie Tabak geraucht werden kann. Der Tabakersatz k^.nn beispielsweise einen Kohlehydratursprung aufweisen, wie es
beispielsweise in den GB-P3en 1 055 4-73 und 1 14-3 5CC und
in der US-PS 3 106 2C9 beschrieben ist. Beispiele hierfür
sind Zellulose, oxidierte Zellulose und Lattichblätter. Zelluloseäther können ebenfalls verwendet werden.
In vorteilhafter Weise ist der Tabakersatz ein thermisch abgebautes
Kohlehydrat, das beispielsweise dadurch hergestellt wird, daß man ein Kohlehydrat (insbesondere Zellulose)
einem katalysierten Abbauverfahren über 1000C (beispielsweise
100 bis 250cC, wie es in der GB-PS 1 113 979 beschrieben
ist) unterwirft, bis das Gewicht des abgebauten Kohlehydrats weniger als 90 Gew.-% des ursprünglichen
Kohlehydrats beträgt. Ein ähnlicher Stoff ist durch das Verfahren der GB-PS 1 289 354 erhältlich, und zwar durch
eine sauer oder eine basisch katalysierte Kondensation einer Verbindung der Formel
R1CCCH2CH2COR2 (I)
1 2
worin R und R , welche gleich oder verschieden sein können, jeweils für ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder Formylgruppe stehen, oder eines Vorläufers einer solchen Verbindung (I).
worin R und R , welche gleich oder verschieden sein können, jeweils für ein Wasserstoffatom oder eine Alkyl-, Hydroxyalkyl- oder Formylgruppe stehen, oder eines Vorläufers einer solchen Verbindung (I).
Iiicotin auflösende Lösungsmittel, die für die Extraktion
von liicotiana Rustica verwendet werden können, sind insbesondere
niedrige aliphatische Alkohole mit Siedepunkten bis zu 1200C. Spezielle Beispiele sind Methanol, Äthanol,
n-Propanol, Isopropanol, n-Butanol, Isobutanol und t-Butanol.
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Die Extraktion kann durch bekannte Techniken ausgeführt
werden, beispielsweise unter Verwendung einer Soxhlet-Vorrichtung.
Es wird jedoch bevorzugt, eine heiße Extrak- /
tionstechnik durchzuführen, beispielsweise dadurch, äe.3.
man einen durchlässigen Sack mit-getrockneter und zerkleinerter Nicotiana Rustica füllt, den Sack in den Ι^.κρί
eines siedenden Lösungsmittels einhängt, und kondensiertes
nach lösungsmittel aus einem Rückflußkühlerj unten durch den
Sack und seinen Inhalt hindurchfließen läßt.
Die Menge des Extraktmaterials in den erfindungsgemäßen Rauchgemischen kann beispielsweise 1 bis 25 Gew.-% der
Menge des Tabakersatzes betragen. Zur Erzielung des besten Geschmackeffekts werden Mengen von 4- bis 9% bevorzugt.
Die erfindungsgemäßen Rauchgemische können dadurch hergestellt
werden, daß man den Tabakersatz und das Extraktmaterial in zweckmäßiger Weise mischt. Es können auch
noch andere Bestandteile für Rauchgemische einverleibt werden, um die gewünschten physikalischen Eigenschaften
und Brenneigenschaften zu erzielen. Beispielsweise können den Rauchgemischen Glimmbeeinflussungskatalysatoren, ,Mittel
zur Verbesserung des Zusammenhalts und der Farbe der Asche, Nicotin, andere Geschmacksmittel, Medikamente, Feuchthaltemittel
oder filmbildende Kittel zugesetzt werden. Gegebenenfalls
kann auch Tabak einverleibt werden.
Es wird jedoch bevorzugt, da3 die Rauchgemische in eine Folie verarbeitet werden, die ein filmbildendes Mittel,
wie z.B. Katurgummi oder Pectin oder einen ZelluQoseäther,
insbesondere Carboxymethylzellulose oder ein Salz davon, enthalt. Zur Herstellung solcher, Folien werden die 3estsnd-
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teile des Gemischs. vorzugsweise zusammen mit dem Tabakersatz
in einer fein zerteilten Fora, mit einer ausreichenden
Menge Wasser gemischt, um eine Aufschlämmung herzustellen,
die dann auf eine Oberfläche gegossen und getrocknet wird.
Es kann zweckmäßig sein, in eine solche Aufschlämmung
einen Teil der Lösung einzuverleiben,., die direkt durch
Behandlung von Nicotiana Rustica mit einen Lösungsmittel erhalten wird. Gegebenenfalls kann jedoch das Lösungsmittel
vollständig oder teilweise zurückgewonnen und durch Vasser ersetzt werden, um eine Lösung/Suspension herzustellen,
die dann in die Aufschlämmung einverleibt werden kann. Auf diese Weise werden manchmal bei der Filmherstellung.,
besserer Resultate erhalten und mögliche Feuergefahren beseitigt. ■■ ' ■ . j
- t
Ein Folienmaterial, das aus der Aufschlämmung hergestellt
worden ist, kann zerkleinert werden, um ein Material in einer zum Hauchen geeigneten Form herzustellen. Venn Tabak
in das Rauchgemisch einverleibt wird, dann kann es sich um gemahlenen Tabak handeln, der vor dem Gießen in' die
Aufschlämmung eingebracht wird. Alternativ kann zerkleinerte: Tabak mit der zerkleinerten Folie gemischt werden.
In überraschender Weise hat sich gezeigt, daß trotz des
unangenehmen Geschmacks des Rauchs von Nicotiana Rustica selbst erfindungsgemäße Rauchremische einen annehmbaren
Hauch ergeben und im allgemeinen durch Raucher vergleichbaren Gemischen vorgezogen werden, die kein Extrakt
material enthalten, das durch'
Rustica mit einem Nicotin auf lösenden Lösungsmittel erhalten
worden ist..
Behandlung von Nicotiana
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ORIGINAL INSPECTED
Gewisse Gemische aus Tabakersatz mit dem Extraktmaterial
können jedoch einen Rauch mit einer unerwünschten Note
erzeugen. Durch Mischen derartiger Gemische mit Tsbrik
können diese Noten maskiert werden. Ein bevorzugtes Kr.uchgemisch
besteht aus einer Mischung eines Tabakerc-.tzes
mit 1 bis ΛΛ% (vorzugsweise 4 bis 9%) seines Gewichts
eines Zxtraktmaterials, das durch Behandlung von Nicotiena
Hustica mit einem Nicotin auflösenden Lösungsmittel
erhalten worden ist, zusammen mit 65 bis 90%, bezogen auf
das Gewicht des Gemischs, an Tabak, insbesondere im Kamin gebeizter Virginia-Tabak. ■ -
Die erwähnten Noten in dem durch die erf indung.sgemäSen.
Hauchgemische erzeugten Rauch haben ihren Ursprung darin, daß das Extraktmaterial keine ideale Ausgewogenheit zwischen
Nicotin und Geschmacksmitteln aufweist. Es stellt ein
weiteres Merkmal der Erfindung dar, aus dem Extraktmaterisl
Fraktionen abzutrennen, welche enWeder den größten Teil
des Nicotins oder den größten Teil der Geschmacksmittel enthalten, und diese Fraktionen mit einem Tabakersatz
in solchen Verhältnissen zu vereinigen, daß ein Produkt mit einem annehmbaren Hauchgeschmack erhalten wird, j
Um die genannten Fraktionen zu trennen, kann eine Lösung
des Extraktmaterials, vorzugsweise in einem alkoholischen
Lösungsmittel, mit einem absorbierenden Feststoff in; Berührung gebracht werden, um darauf das Nicotin zu absorbieren,
worauf dann das Nicotin von dem genannten Feststoff abgetrennt und die Geschmacksmittel aus der
flüssigen Fhase gewonnen werden können.
Der Extrakt kann mit dem absorbierenden Feststoff durch Mischen und anschließende Filtration oder durch Hindurchlaufenlassen
durch eine gepackte Kolonne des bereits mit der Flüssigkeit befeuchteten Feststoffs gemäß einer
Technik kontaktiert.werden, die in den Gebieten der
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Chromatographie und des Ionenaustauschsüblich ist. Spezielle
Feststoffe» die verwendet werden können» sind absorbierende Feststoffe, die, wenn sie mit wasser unter
Bildung einer 1%igen Suspension gemischt sind, eine
Flüssigkeit mit einem pH von 2,5 bis 6,5 ergeben. Insbesondere sind saure Tone und Kationenaustauschhsrre
von Wert.
Spezielle Beispiele "für saure Tone, die verwendet verden
können, sind aktivierte Bentonite und Kontmorillonite.
Fulmont 3OCC, ein aktivierter saurer Ton, ist von besonderen
Wert. Wenn dieser Stoff mit Wasser unter Bildung einer 1%igen Suspension gemischt wird, dann ergibt er
eine Flüssigkeit mit einem pH von 6,0.
Spezielle Beispiele für Kationenaustauschharze, die verwendet
werden können, sind solche, die im Handel unter dem Kauen Zeo-carb £225 (H) und Aaberlite IHC 5CH erhältlich
sind. '
Bei einer bevorzugten Durchführungsweise des Verfahrens wird die Behandlung mit dem Absorbtionsmittel so ausgeführt,
da2 mindestens 5C Gew.-% des extrahierten Materials
in der Lösung verbleiben. Die Menge des Feststoffs und die Zeit und die Temperatur der Behandlung, die für die
Erreichung dieser Ziele nötig sind, hängen natürlich yom
jeweils ausgewählten Feststoff und von der Art der verwendeten Behandlung ab, d.h., ob der Extrakt mit dem
Feststoff gerührt oder durch eine Kolonne des Fest- !· stoffs fließen gelassen wird. ''<
Das erhaltene geschmacksmittelreiche Material in der Lösung kann direkt zur Aromatisierung von Tabakers-?tz
verwendet werden, um einen Hauch zu erzielen, der weitgehend frei von den herben unangenehmen Koten ist, die
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durch eine ähnliche Aromatisierung mit dem unbehandelten
Extraktmaterial aus Nicotiana Rustica erhalten wird, und
zwar entsprechend den kommerziellen Erfordernissen oder des individuellen Geschmacks, Andere Geschmack erzeugende
Bestandteile können nach Wunsch anwesend sein, wie z.B. Tabak,
Nicotin und anderes basisches Material, das durch den
Feststoff absorbiert wird, kann aus demselben durch eine bekannte Technik gewonnen werden, beispielsweise durch
Elution mit einem Lösungsmittel (manchmal ein kräftigeres Lösungsmittel als dasjenige im ursprünglichen Extrakt)
oder durch Vasserdampfdestillation vom Feststoff nach
Alkalischmachen beispielsweise mit Natriumhydroxid.
Das auf diese Weise gewonnene nicotinreiche Material
kann zur Verstärkung von Tabak oder Tabakersatz verwendet werden. Gegebenenfalls kann es in Tabak oder ;
Tabakersatz zusammen mit Geschmacksmitteln oder mit ;■
einem geschmacksmittelreichen Material einverleibt werden, ■'_■
das ebenfalls aus Nicotiana Rustica in.der oben be- . .|_
schriebenen Weise erhalten worden ist. : .
Es ist besonders vorteilhaft, als Tabakersatz einen solchen :
zu verwenden, der näher in einer der folgenden Patentveröffentlichüri
gen beschrieben ist: , Γ.
GB-FS 1 299 296 - Tabakersatz mit brauchbarer Brenngei- .:.
schwindigkeit, der eine große Menge· Füllstoff enthält i ' .
DT-OS 2 113 971 - Tabakersatz der Protein enthält I,
DT-OS 2 113 970 - Tabakersatz, der Protein und Isoprenoid ,
enthält
DT-OS 2 113 969 - Tabakersatz, der Protein und Phenylethylalkohol
oder Phenylessigsäure enthält
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Die Erfindung wird durch die folgenden Beispiele näher erläutert, worin die Teile und Prozentangaben in Gewicht aus-
gedrückt sind.
Die Geschmacksbestimmungen von den in den Beispielen genannten Zigaretten wurden durch eines der folgenden Verfahren ausgeführt,
bei der jeweils eine Gruppe von Leuten die Zigaretten ! rauchte und die Leute ihren Kommentar abgaben.
Beim ersten Verfahren wurde eine Gruppe von Rauchern herange- '*■■
zogen, die besonders hinsichtlich ihrer hohen gleichbleibenden Geschaacksempfindlichkeit und langen Erfahrung im
Testen des Geschmacks von Tabakzigaretten ausgewählt waren. j
Diese Gruppe wurde als Expertengruppe bezeichnet und bestand j
aus einer kleinen Anzahl von 5 bis B Leuten. .
Beim zweiten Verfahren wurde eine viel größere Anzahl von Gruppen-.
bestimmungen durchgeführt (Mindestzahl 22; Mindestanzahl
der Leute 11), wobei die Bevorzugung einer Zigarette gegen- * über einer anderen ermittelt wurde. Das Verfahren arbeitete
auf einer statistischen Basis, so daH die Gewissheit^ daß
eine Bevorzugung vorlag,mit einem prozentuellen Sicherheitsfaktor fest
gestellt werden konnte. Diese Gruppe wurde als "statistische i
Bevorzugungsgruppe11 bezeichnet. ■■" ■ |
Beispiel 1 : .
————————
2,8 Teile Glycerin, 0,8 Teile/Zitronensäure und 1 Tei
Kaliumeitrat wurden in 20 Teilen destilliertem Wasser aurgelöst, und die erhaltene Lösung wurde zu einer gerührten
Lösung von 2 Teilen Natriumcarboxymethylzellulose in J30 Teilen
heißem destillierten Wasser zugegeben. Zu dieser Lösuhg wurden 9 Teile eines Materials, das durch Erhitzen von mit Ammoniumsulfamat
imprägnierter (U-Zellulose während 4- st bei 2pGcC
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hergestellt worden war und dem 0,74 Teile Casein (fettrei)
zugesetzt worden waren, 2 Teile Calciumcarbonat und
20 Teile einer konzentrierten Lösung, die durch Soxhlet-Extraktion
von Nicotiana Rustica mit Äthanol erhalten worden war und 1,68 Teile Extraktraaterial enthielt, zugegeben.
Die erhaltene Aufschlämmung wurde bis zur Homogenität gerührt (annähernd 1 st). · -
Die Aufschlämmung wurde auf Glasplatten gegossen, ?o da"
ein Film mit einem Grundgewicht von 48 bis 52 g/m" erhalten
wurde. Der Film wurde zerkleinert. Die aus diesem zerkleinerten
Material hergestellten Zigaretten wurden durch eine Expertengruppe
von 4 Hau ehern geraucht, die einhellig der Meinung waren, daß ein Zigarettentabakgeschmack vorlag, wogegen
sie feststellten, daß er bei Zigaretten mit ähnlicher Zusammensetzung nicht vorhanden war, die unter Ausschluß
des Extrakts von liicotiana Rustica hergestellt worden waren. Einige der etwas unangenehmen Noten von liicotiana
Rustica, die ein im Kamin gebeizter Tabak nicht aufweist, wurden jedoch festgestellt. ;
Beispiel 2 ■ j
1,1 Teile Glycerin wurden in 20 Teilen destilliertem Wasser aufgelöst, und diese Lösung wurde zu 1,6 Teilen Natriumcarboxycethylzellulose
in 80 Teilen destilliertem Wasser zugegeben, und das Gemisch wurde gerührt. Dann wurden!6,9
Teile Magnesiumcarbonat (Magnesit), 4,1 Teile Calciumr
carbonat, 0,2 Teile Casein (fettfrei), 5,1 Teile eineis Materials, das durch Erhitzen von o^-Zellulose in Gegenwart
von Ammoniumsulfamat hergestellt worden war, und 1,0 Teil
Extraktmaterial zugegeben, wobei letzteres durch eine; Soxhlet-Extraktion von Nicotiana Rustica mit Äthanol !
erhalten worden war,und dieses Material·.wieder in 20 I
Teilen Äthanol aufgelöst worden war.
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Die erhaltene Aufschlämmung wurde mindestens 1 st serührt
und dann auf Glasplatten gegossen, um einen Film herzustellen, von dem beim Trocknen das Äthanol durch Verdampfen
verflüchtigte. Es wurde eine Folie mit einem Grunugewicht
von 48 bis 52 g/m erhalten.
Die Folie wurde zerkleinert und in ein Gemisch verarbeitet, das 40 Teile dieses zerkleinerten Produkts und 60
Teile eines im Kamin gebeizten Virginia—Tabaks enthielt.
Zigaretten aus diesem Gemisch wurden mit solchen aus einem 4G:60-Tabakgemisch mit einem zerkleinerten Produkt, das
kein Extraktmaterial enthielt aber ansonsten ähnlich war,
verglichen.
Die Zigaretten wurden durch die statistische Bevorzugungsgruppe verglichen, und die Gruppe stellte eine Bevorzugung
für solche Zigaretten, die den Rustica-Tabakextrakt enthielten,
mit einem Sicherheitsfaktor von 78% fest.
1,6 Teile Glycerin und 0,4 Teile Ammoniumsulfat wurden ]
in 20 Teilen destilliertem Wasser aufgelöst, und diese Lösung wurde zu einer Mischung aus 70 Teilen destilliertem
Wasser, 5*3 Teilen Magnesit, 0,9 Teilen 3entonit, 3,0 Teilen
Cslciumcarbonat und 1,7 Teilen Extraktmaterial zugegeben, wobei das Extraktmaterial durch Behandlung von
IJicotiana Rustica mit Äthanol erhalten worden war und dieses
Material in iO Teilen Wasser hauptsächlich in lösung aber teilweise auch suspendiert war. Das Gemisch wurde gerührt,
und es wurden 2,2 Teile Natriumcarboxymethylzellulose und 4,9 Teile eines Materials zugegeben, das durch Erhitzen von
o^-Zellulose in Gegenwart von Ammoniumsulfamat hergestellt
worden war. Das Rühren wurde mindestens 1 st fortgesetzt. Die erhaltene Aufschlämmung wurde auf Glasplatten geschüttet,
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" um einen Film herzustellen, der nach dem Trocknen ein Grundgewicht
von 4-8 bis 52 g/m aufwies.
Die Folie wurde zerkleinert und in ein Gemisch verarbeitet,
das 50 Teile dieses zerkleinerten Produkts und 50 Teile
eines im Kamin gebeizten'Virginia'—Tabaks enthielt. Zigaretten
aus diesem Gemisch wurden mit .einem solchen 50:50-Tabakgemisch
verglichen, bei dem das zerkleinerte Produkt kein Extraktmaterial enthielt aber ansonsten identisch war.
Die Zigaretten wurden durch eine statistische Bevorzugungsgruppe
verglichen. Die Gruppe stellte eine Bevorzugung für die Zigaretten mit 96%iger Sicherheit f est^ die den Hustica-Tabakextrakt
enthielten.
Beispiel 4-, ■
Ein Folienmaterial wurde in identischer Weise wie in Beispiel 3 hergestellt, wobei Jedoch 2,5 Teile des Extraktmaterials
anstelle der 1,7 Teile verwendet wurden und wobei die Menge der anderen Bestandteile proportional verringert
wurde. Eine ähnliche Prüfung von. Zigaretten
aus 5O:5O-Tabakgemischen zeigte in diesem Fall,
daß die Bevorzugung für die Extrakt enthaltenden Zigaretten
durch die Erhöhung des Extrakts zerstört wurde.
Beispiel 5 , " :
1000 g getrocknete, in einer Kugelmühle gemahlene Nicoti&na
Rustica mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 7»9i& wurden in
einem Soxleth-Apparat mit 3000 ml Äthanol 32st lang extrahiert.
Analyse von gleichen Portionen des Extrakts· zeigte, daß das gesamte Nicotin extrahiert worden war,
und daß 36,3% des Trockengewichts von Nicotiana Rustica
in lösung gegangen
Sine Behandlung des obigen Äthanolextrakts durch Kühren
bei Raumtemperatur mit Fulmont 300C und anschließende
Filtration des Gemische ergab Filtrate, die 4- bis "■',}<>
des ursprünglichen Nicotins des Extrakts und 31 bis 4θ;ό
der ursprünglichen Feststoffe enthielt, je nach den verwendeten Bedingungen. Eine Geschmacksprüfung eines derartigen
Filtrats, das 11% von dem ursprünglichen Nicotin
und 33% von den ursprünglichen Feststoffen enthielt,
wurde dadurch ausgeführt, daß es anstelle des gesamten Extrakts in einem gemäß Beispiel 1 hergestellten Hauchgemisch
verwendet wurde. Eine 10%ige Konzentration der Feststoffe ergab einen Rauch mit keinen abträglichen
Noten und mit dem Geschmack eines guten im Kamin, gebeizten Tabaks. Ein ähnlicher Geschmack eines im Kamin
gebeizten Tabaks wurde bei einer 4,7%igen Konzentration
der Feststoffe erzielt. Bei einer 2,5%igen Konzentration an Feststoffen wurde ein kleiner aber bestimmter Geschmack
eines:-im Kamin gebeizten Tabaks festgestellt, jedoch war :
dieser Effekt kleiner als bei der Konzentration von 4-,7#- L
Das gesamte am festen Rückstand nach der Filtration festgehaltene Nicotin wurde durch Dampfdestillation einer
Aufschlämmung des Feststoffs in 30% (G/G) wässrigem
Natriumhydroxid bei 140 bis 1600C und Sammeln des Destillats
in n/2 Schwefelsäure zurückgewonnen. Das Nicotin eignete sich für die Einverleibung in Rauchgemische und erzeugte ι
keine abträglichen Geschmacksnoten. ■ ;
Fulmont*725C, ein aktivierter saurer Ton, der bei Mischung
mit Wasser unter Bildung einer 1%igen Suspension eine i Flüssigkeit mit einem pH von 5 ergibt, wurde bei der Behandlung
von Äthanolextrakten von Nicotiana Rustica in
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der gleichen Weise wie das Pulmont 300C in Beispiel 5 verwendet.
Bas Filtrat der Behandlung, welches 2,9% des ursprünglichen
Nicotins und 27,9% der ursprünglichen Feststoffe
enthielt, wurde in der gleichen Weise bei einer Konzentration von 4,7% Feststoffen auf seinen Geschmack
untersucht. Ss wurde festgestellt, da£ ein Rauch erhalten wurde, der mit demjenigen des Filtrat.s, der Fulmont 3CGG-Behandlung
weitgehend identisch war.
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Claims (1)
- Patentansprücheη Hauchgemisch, dadurch gekennzeichnet, d&S es einen Tabakersatz in Mischung mit einem Extraktmaterial enthält, das durch Behandlung von Nicotiana Rustica mit einem Nicotin auflösenden Lösungsmittel erhalten worden ist.2. Rauchgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabakersatz aus Zellulose, einem Zelluloseäther, oxidierter Zellulose oder Lattichblättern besteht.3. Hauchgemisch nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabakersatz ein thermisch abgebautes Kohlehydrat ist.4-. Hauchgemisch nach Anspruch 3» dadurch ge kennzeich net, da2 der Tabakersatz aus einem thermisch abgebauten Kohlehydrat besteht, das dadurch hergestellt worden ist, da2 das Kohlehydrat einem katalysierten Abbau über 'GG0G-unterworfen worden ist, bis das Gewicht des abgebauten Kohlehydrats weniger als 90 Gew„-# des ursprünglichen Kohle-j hydrate betragen hat*5. Rauchgemisch nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, daß der Tabakersatz aus thermisch abgebauter Zellulose besteht." ■ : !6. Rauchgemisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche', dadurch gekennzeichnet, daß das Extraktmaterial dadurch erhalten worden ist, daß Nicotiana Rustica mit; : « -'! '■'■-■ ■■·;1 i \ jeinem niedrigen aliphatischen Alkohol mit einem Siedepunkt ; ' ΐ bis zu 1200C behandelt wird. U.309838/1049 ;·■- 16 -7. Rauchgemisch nach, einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des Extraktmaterials 1 bis 25 Gew.-% des Tabakersatzes beträgt.S. Hauchgemisch nach Anspruch ?, dadurch gekennzeichnet, daß die Menge des Extraktmaterials 4 bis 9 Gev.-^b des Tabakersatzes beträgt.9· Rauchgemisch nach einem der vorhergehenaen Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, daß es in die Form einer Folie, welche ein filmbildendes Mittel enthält, verarbeitet worden ist.10. Rauchgemisch nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, daß es Tabak enthält.^i. Rauchgemisch, dadurch gekennzeichnet, daß es eine Mischung aus einem Tabakersatz mit ί bis -11$ seines Gewichts eines Extraktmaterials, das durch Behandlung von Hicotiana Rustica mit einem Nicotin auflösenden Lösungsmittel erhalten worden ist, mit 65 bis 9G% ihres Gewichts an Tabak ist.I "12* Rauchgemisch nach Anspruch 11* dadurch gekennzeien- net, da£ der Tabakersatz mit 4- bis S% seines Gewichts des 2x-~ traktmaterials gemischt ist. : :13. Verfahren zur Herstellung eines Rauchgemischs, ; dadurch gekennzeichnet, daß man Nicotlana Sustica mit einem : Nicotin auflösenden !lösungsmittel behandelt, das so extrahierte Material in Fraktionen trennt, die einerseits den größten Teil des Nicotins und andererseits das Geschmacksmitte1 enthalten, und daß man diese Fraktionen mit einem Tabakersatz in solchen Verhältnissen vereinigt, daß ein Produkt mit einem annehmbaren Rauchgeschaack erhalten wird. . M :14. ' Verfahren nach Anspruch 1'3, dadurch gekennzeichnet, daß die Trennung in Fraktionen dadurch bewirkt wird-l :d,ai: msn309838/1049da3 extrahierte Material mit einem absorbierenden Feststoff behandelt, um darauf den größten Teil des Nicotins zu absorbieren, vorauf man dann die nicotinreiche Fraktion aus dem Feststoff und eine geschmacksmittelreiche Fraktion .aus der flüssigen Phase gewinnt. !15· Verfahren nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, daß der absorbierende Feststoff ein solcher ist, deribei Mischung mit Wasser unter Bildung einer 1%igen Suspension eine Flüssigkeit mit einem pH von 2,5 bis 6,5 ergibt.j16. Verfahren nach Anspruch 15» dadurch gekennzeichnet, daß der absorbierende Feststoff ein saurer Ton oder ein Kationenaustauschharz ist. ;17. Verfahren nach einem der Ansprüche 14 bisji6, dadurch gekennzeichnet, daß die Behandlung mit dem absor bierenden Feststoff so ausgeführt wird, daß mindestens 50 Gew.-% des extrahierten Materials in der Lösung bleiben.woim«««ut .^\i H .!hf(-. S &&t >309138/1049
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