DE2310064B2 - Anordnung zum auswechseln von fluessigkeitsgekuehlten, quer zu ihrer laengsachse verschiebbaren induktoren - Google Patents
Anordnung zum auswechseln von fluessigkeitsgekuehlten, quer zu ihrer laengsachse verschiebbaren induktorenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Anordnung zum Auswechseln von flüssigkeitsgekühlten, quer zu ihrer
Längsachse verschiebbaren Induktoren, die zum Erwärmen von Stranggut, z. B. von Rohren, dienen, die im
erwärmten Zustand einer Weiterbearbeitungsmaschine, z. B. einem Reduiierstreckwerk, zugeführt werden.
Es ist bekannt, daß beim Auswechseln von mit Kühlflüssigkeit durchflossenen Induktoren kleiner Bauweise
nicht nur die mechanische Befestigung gelöst werden muß, sondern daß gleichzeitig auch die
Kühlmittel- und die elektrischen Stromanschlüsse aufgetrennt bzw. geschlossen werden müssen, und daß
sich dadurch unangenehme Zeitverzögerungen im Produktionsablauf ergeben (DT-PS 9 76 847). Diese so
Zeitverzögerungen bzw. Ausfallzeiten steigern sich um ein Mehrfaches, wenn es sich um das gleichzeitige
Auswechseln von mehreren großen und schweren, manuell nicht mehr zu fördernden Induktoren handelt.
Es ist wirtschaftlich nicht mehr vertretbar, wenn die Λ>5
durch das Auswechseln der Induktoren entstandene Ausfallzeit größer wird als die Zeitdauer für die
Umrüstung der Weiterbearbeitungsmaschine (Rüstzeit). Bei den heutigen modernden Reduzierstreckwerken
liegen die Rüstzeiten unterhalb von 15 Minuten, d.h., w»
daß in dieser Zeit auch der Auswechselvorgang einschließlich der Nebenarbeiten, wie Befestigung,
Strom- und Wasseranschluß usw., abgeschlossen sein müßte.
Die der Erfindung zugrunde liegende Aufgabe ni
besteht in der Schaffung einer im Aufbau einfachen und wartungsarmen Anordnung, mit deren Hilfe zur
Anpassung an verschiedene Stranggutdurchmesser große und schwere Induktoren, die vielfach in mehreren
Heizachsen in Laufrichtung des Rohres hintereinander angeordnet sind, innerhalb einer Ausfallzeit von
maximal 15 Minuten ausgewechselt werden können. Gemäß der Erfindung wird dies bei der eingangs
erwähnten Anordnung dadurch erzielt, daß wenigstens zwei Induktoren je Heizachse auf einem Transportgerät
angeordnet sind, das einen KühlmittdanschluB für die Induktoren aufweist, und daß jeder Induktor mit einer
Anschlußlasche versehen ist, die gleichzeitig als Teil einer Schaltvorrichtung dient, die den Induktor mit der
Sammelschiene der Stromquelle elektrisch verbindet. Damit ein sicherer und schneller Schaltvorgang
gewährleistet ist, sind die Schaltstücke der Schaltvorrichtung mit Vorteil motorisch, pneumatisch, hydraulisch
oder von Hand betätigbar. Damit auch die Kühlmittelversorgung für den Induktor einwandfrei und
schnell durchgeführt werden kann, wird nach einem weiteren Merkmal der Erfindung der Weg des
Kühlmittels wenigstens für den sich in der Betriebslage befindlichen Induktor durch einen motorisch betätigbaren
Schieber freigegeben bzw. versperrt. Schließlich ist es mit Rücksicht auf die Unterbringung der erfindungsgemäßen
Anordnung auf kleinstem Raum vorteilhaft, daß üer Kondensatorschrank außerhalb des lichten
Fahrprofils für das mit den Induktoren bestückte TYansportgerät angeordnet ist.
In der Zeichnung sind Ausführungsbeispiele gemäß der Erfindung schematisch dargestellt, und zwar zeigt
Fig. 1 das mit drei Induktoren bestückte Transportgerät
und den Kondensatorschrank der Stromquelle in Ansicht,
Fig. 2 einen Querschnitt durch einen mit einer Lasche versehenen Induktor mit einer noch offenen
Schaltvorrichtung,
Fig.3 einen ortsfesten Tisch mit Führungen, denen
entlang die Induktoren verschoben und elektrisch angeschlossen werden können,
Fig.4 eine um deren Achse schwenkbare Scheibe,
auf deren Umfangszonedie Induktoren angebracht sind.
Als Teil der Stromquelle 1 ist der Kondensatorschrank dargestellt, der zwei Stromschienen 2 und 3
aufweist, die in ein abgekröpftes Ende 4 auslaufen und einen Teil der Schaltvorrichtung 5 bilden. Zwischen den
Stromschienen ist in bekannter Weise eine Isolierplatte 6 (Fig. 2) angebracht. Ein weiteres Teil der Schaltvorrichtung
5 bildet die jeweilige Anschlußlasche 7 des betreffenden Induktors 8, der sich — wie in Fi g. 1 und
F i g. 2 dargestellt — gerade in der Betriebslage befindet. Die Anschlußlasche 7 besteht ebenfalls aus
einer Isolierplatte 9 und den beiden Stromschienen 10 und It für die Induktionsspule 8. Die Induktionsspule 8
ist ebenso wie die übrigen Induktionsspulen 12 und 13 in die in Fig.3 dargestellten Induktionsspulen 14, 15 und
16 aus Kupferrohr hergestellt, durch das in bekannter Weise die Kühlflüssigkeit geleitet wird. Für den Zufluß
der Kühlflüssigkeit ist der motorisch betätigte Schieber
17 vorgesehen, der eine schnelle öffnung und Schließung des Schiebers sicherstellt. Es können hierfür
sinngemäß auch Magnetventile benutzt werden. Damit auch die Schaltkontakte 18 und 19 die Stromschienen 2
mit der Stromschiene 10 und die Stromschiene 3 mit der Stromschiene 11 auf schnellstem Wege verbunden bzw.
die Verbindung wieder öffnen können, sind diese über ein Hebelgestänge 20 mit einem hydraulischen, pneumatischen
oder mit einem elektrischen Motor 21 verbunden, der das Hebelgestänge so bewegt, daß die
Schaltkontakte in Richtung der Doppelpfeile 22 schnell
in die Einschalt- bzw. Ausschalisieilung gelangen.
Damit die Auskragung der Stromschiene 2 bei einer großer werdenden Induktorzahl nicht zu groß wird,
kann der Koridensatorschrarik 1 außerhalb des lichten
Fahrprofils für das mit den Induktoren bestückte Transportgerät 25 angeordnet sein. Beispielsweise kann
der Kondensatorschrank oberhalb des Transportgerätes oder auch unter Flur angeordnet werden.
In F i g. 3 ist eine andere Verschiebemöglichkeit der
Induktoren 14, 15 und 16 dargestellt. Der Induktor 14 mit dem größten innendurchmesser D\ wird in Richtung
des Pfeiies 26 soweit verschoben, bis die Anschlußlaschen T und das abgebogene Ende der Stromschiene 2
in ihrer Schaltstellung stehen und die Schaltvorrichtung 5 betätigt werden kann. Beim nachfolgenden Auswechselvorgang
wird der Induktor 14 wieder in seine Ausgangslage und der induktor 16 mit dem Innendurchmesser
Ch gemäß Pfeil 27 in die Betriebslage gebracht.
Sobald der Induktor 15 benötigt wird, wird der induktor 16 in seine Ausgangsiage und der Induktor 15 nach oben
geschoben und befestigt. Der besseren Anschaulichkeit wegen, wurden die Kühlflüssigkeitdeitungen für die
Induktoren in Fig. 3 fortgelassen. Alsdann wird der Verschiebevorgang des Induktors 14 — nach vorherigem
Absenken des Induktors 15 — in vorstehend genannter Weise wiederholt.
Fig.4 zeigt eine Scheibe 28, die sich um die Achse
senkrecht zur Papierebene (nach Art eines Riesenrades) dreht. Die Schaltvorrichtung ist mit 5 bezeichnet und
wirkt in der oben beschriebenen Weise. In Fig.4
befindet sich der induktor 29 mit dem Innendurchmesser Di gerade in der Betriebslage. Beim Umrüsten wird
alsdann der Induktor 30 benötigt. Dieser wird durch Drehung der Scheibe 28 um eine Teilung gedreht, so daß
die Anschlußlasche T des Induktors 30 in die Schaltstellung gelangt. Beim nächsten Umrüstvorgang
wird die Scheibe 28 wieder um eine Teilung weitergedreht, bis die Anschlußiasche T des Induktors
31 in die Schaltsteilung gelangt. Dieser Vorgang kann
bei weiterer Durchmesserabstufung in gleicher Weise fortgeführt werden. ]e nach den Betriebserfordernissen
kann jedoch auch beim Weiterdrehen wieder ein Induktor mit größerem Durchmesser Di in Erscheinung
treten. Auch bei dieser Anordnungsweise der Induktoren sind der besseren Anschaulichkeit wegen die
Kühlflüssigkeitsleitungen zeichnerisch nicht dargestellt worden. Sie lassen sich jedoch vorteilhaft anbringen,
insbesondere dann, wenn die Scheibe mit den Induktoren nicht über 360" hinaus verschoben, sondern
nur ein Teil des Scheibenumfanges mit Induktoren bestückt ist und die Scheibe lediglich Pendelbewegungen
ausführt.
Hierzu i Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Anordnung zum Auswechseln von flüssigkeitsgekühlten,
quer zu ihrer Längsachse verschiebbaren Induktoren, die zum Erwärmen von Stranggut, z. B.
von Rohren, dienen, die im erwärmten Zustand einer Weiterbearbeitungsmaschine, z. B. einem Reduzierstreckwerk,
zugeführt werden, dadurch gekennzeichnet, daß wenigstens zwei Indukto- lu
ren (8, 12) je Heizachse auf einem Transportgerät (25, 28) angeordnet sind, das einen Kühlmittelanschluß
(17) für die Induktoren aufweist, und daß jeder Induktor mit einer Anschlußlasche (7, T)
versehen ist, die gleichzeitig als Teil einer Schalt vor- '5
richtung (5) dient, die den Induktor mit der Sammelschiene (2) der Stromquelle (1) elektrisch
verbindet.
2. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltkontakte (18, 19) der 2"
Schaltvorrichtung (5) motorisch, pneumatisch, hydraulisch oder von Hand betätigbar sind.
3. Anordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Weg des Kühlmittels wenigstens
für den sich in der Betriebslage befindlichen ^5 Induktor durch einen motorisch betätigbaren, an
dem Kühlmittelanschluß (17) angeordneten Schieber freigegeben bzw. versperrt wird.
4. Anordnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Kondensatorschrank (1) »
außerhalb des lichten Fahrprofils für das mit den Induktoren (8, 12, 13) bestückte Transportgerät (25)
angeordnet ist.
Priority Applications (4)
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Publications (3)
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Also Published As
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