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DE2303619A1 - Verfahren zur umwandlung von butandiol in tetrahydrofuran in gegenwart von talloel - Google Patents

Verfahren zur umwandlung von butandiol in tetrahydrofuran in gegenwart von talloel

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DE2303619A1
DE2303619A1 DE19732303619 DE2303619A DE2303619A1 DE 2303619 A1 DE2303619 A1 DE 2303619A1 DE 19732303619 DE19732303619 DE 19732303619 DE 2303619 A DE2303619 A DE 2303619A DE 2303619 A1 DE2303619 A1 DE 2303619A1
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DE
Germany
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tall oil
butanediol
reactor
tetrahydrofuran
weight
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DE19732303619
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English (en)
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DE2303619C2 (de
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John Stuart Coates
Victor Joseph Reilly
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EIDP Inc
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EI Du Pont de Nemours and Co
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D307/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom
    • C07D307/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings
    • C07D307/04Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members
    • C07D307/06Heterocyclic compounds containing five-membered rings having one oxygen atom as the only ring hetero atom not condensed with other rings having no double bonds between ring members or between ring members and non-ring members with only hydrogen atoms or radicals containing only hydrogen and carbon atoms, directly attached to ring carbon atoms
    • C07D307/08Preparation of tetrahydrofuran

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

  • Verfahren zur Umwandlung von Butandiol in Tetrahydrofuran in Gegenwart von Tallöl Die Erfindung betrifft die Herstellung von Tetrahydrofuran durch Dehydratation und Cyclisierung von Butandiol unter Verwendung von Schwefelsäure.
  • Es ist bekannt, daß Tetrahydrofuran durch eine Reihe von Umsetzungen hergestellt werden kann, wobei zunächst wäßriger Formaldehyd in Gegenwart eines Cupro-acetylid-komplexes zu Butyndiol umgesetzt wird. Gewöhnlich wird bei dieser Umsetzung zur Steuerung des pH ein alkalisches Material, wie das Carbonat, Bicarbonat oder Hydroxyd eines Alkali- oder Erdalkalimetalls, zugesetzt. Dieses alkalische Material reagiert im allgemeinen mit der bei dieser Umsetzung gebildeten Ameisensäure unter Bildung des Metallformiats. Das Produkt dieser Umsetzung wird dann einer Hydrierungsstufe zugeführt, wo das Butyndiol in Butandiol Übergeführt wird.
  • Das von dem Hydrlerungsreaktor abströmende wäßrige Produkt wird dann konzentriert, so daß ein BeschicLcungsstrom, der typischerweise etwa 7 Gew.- Wasser, etwa 95 bis 96 Gew.-Butandiol und insgesamt etwa 0,5 bis 2 Gew.-% hochsiedende organische Teere und Alkali- oder Erdalkalisalze enthält, gebildet wird. Das Butandiol wird dann unter Verwendung von etwa 10 Schwefelsäure in Tetrahydrofuran Übergeführt. Diese Um-Setzung wird bei Temperaturen, die die Gewinnung des Tetrahydrofurans und Wassers als Kopfprodukt des Reaktors ermöglichen, durchgeführt. Im Gleichgewicht enthält das Reaktionsmedium in dem Reaktor typischerweise etwa 50 bis 60% nichtumgesetztes Butandiol, etwa 10% Säure, etwa 1-0% Wasser und etwa 25 Teere und Salze, Um zu verhindern dae sich Teere und Salze in dem Reaktor ansammeln, muß laufend ein Materialstrom, der typischerweise aus etwa 5 Gew.-% der dem Reaktor -zugeführten konzentrierten Butandiolbeschickung besteht, abgezogen werden. Dieser Strom wird-einem Filmeindampfer (wiped film evaporator) zugeführt, wo versucht wird, weitere Mengen an Butandiol in Tetrahydrofuran umzuwandeln. Wegen des hohen Gehaltes dieses Materialstroms an Teeren und Salzen treten Jedoch Schwierigkeiten durch Verstopfungen von Leitungen auf, wenn die Temperatur in dem-Filmeindampfer auf mehr als nur wenig über dieJenige in dem Primärreaktor erhöht wird. Wegen dieser Temperaturbegrenzung werden aber nur etwa 5% des dem Filmeindampfer zugeführten Butandiols als Tetrahydrofuran gewonnen, und das nicht-umgewandelte Butandiol tritt wieder aus dem Filmeindampfer aus und wird zusammen mit den Teeren und Salzen verworfen.
  • Es wurde nun gefunden, daß eine bessere Umwandlung von 1,4-Butandiol zu Tetrahydrofuran bei der Umsetzung eines Beschickungsstroms, der etwa 1 bis 20 Gew.- Wasser etwa 80 bis 99 Gew.-% 1,4-Butandiol und zusammen etwa 0,05 bis 5 Gew. -$ hochsiedende organische Teere und Alkali- und Erdalkalisalze enthält, mit etwa 5 bis 25 Gew.-%, vorzugsweise 6 bis 15 Gew.-%, Schwefelsäure erzielt werden kann, wenn der Umsetzung Tallöl, das weniger als etwa 95 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter etwa 195 hat, in solcher Menge, daß das Reaktionsmedium etwa 2 bis 60 Gew.-%, vorzugsweise 10 bis 40 Gew.-%, Tallöl enthält, zugesetzt wird. Es wurde gefunden, daß durch die Anwesenheit dieses bestimmten Tallöls die Umwandlung von Butandiol zu Tetrahydrofuran derart verbessert wird, daß der Gehalt des Reaktionsmediums an nicht-umgewandeltem Butandiol im Gleichgewichtszustand von etwa 55% auf etwa )5% gesenkt wird. Die Anwesenhett des Tallöls hat auch eine günstige Wirkung auf den von dem Reaktor abgezogenen und dem Filmeindampfer zugeführten Materialstrom, derart, daß etwa 50 bis 95% und vorzugsweise 75 bis 95% des dem Eindampfer zugeführten Butandiols als Tetrahydrofuran gewonnen werden können.
  • Uberraschenderweise wurde gefunden, daß diese Tallöle in GegenwaYt der hohen Konzentrationen an Schwefelsäure, die bei dieser Umsetzung anwesend sind, stabil sind und daß keine Komponenten dieser Tallöle das als Produkt erhaltene Tetrahydrofuran verunreinigen. -Vorzugsweise wird in dem Verfahren gemäß der Erfindung ein Tallöl, das weniger als 90 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 190, insbesondere unter 185, hat, verwendet.
  • Der Beschickungsstrom enthält vorzugsweise 3-bis 6% Wasser, 94 bis 97% -Butandiol und insgesamt 0,5 bis 3% hochsledende organische Teere und Alkali- oder Erdalkalisalze. Die Scliwefelsäurekonzentration beträgt vorzugsweise 6 bis 15%; und das Reaktionsmedium enthält vorzugsweise 10 bis 40 Gew.-% Tallöl, wobei insbesondere ein Tallöl, das weniger als 90 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 190, insbesondere unter 185 hat, verwendet wird.
  • In dem Verfahren zur Uberführung von 1,4-Butandiol in Tetrahydrofuran, bei dem ein butandiolbeschiekingsstrom, der 5 bis 25 Gew.-5 Schwefelsäure, 30 bis 70 Gew.-% 1,4-Butandiol, zusammen 1 bis 50 Gew.-% hochsiedende organische Teere und Alkali- oder Erdalkalisalze und 1 bis 30 Gew.- Wasser enthält, durch einen Filmeindampfer (wiped film evaporator) geführt wird, kann erfindungsgemäß Tallöl, das weniger als 95 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 195 besitzt, dem Eindampfer in solcher Menge, daß 2 bis 60 Gew.-% der Gesamtbeschickung des Eindampfers aus Tallöl bestehen, zugesetzt werden. Vorzugsweise enthält das dem Eindampfer zugesetzte Tallöl weniger als 90 Gew-% Fettsäuren und hat eine Säurezahl unter 190, insbesondere unter 185. In diesem Verfahren enthält der Beschickungsstrom vorzugsweise 6 bis 15% Schwefelsäure, 40 bis 60% 1,4-Butandiol, zusammen 10 bis 40% hochsiedende organische Teere und Alkali- oder Erdalkalisalze und 5 bis 20% Wasser, und die Gesamt beschickung des Eindampfers enthält 10 bis 40 Gew.-% Tallöl, wobei das Tallöl vorzugsweise weniger als 90 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 190, insbesondere unter 185 hat.
  • Das Verfahren gemäß der Erfindung zur Umwandlung von 1,4-Butandiol in Tetrahydrofuran wird vorzugsweise in der Weise durchgeführt, daß man einem Reaktor unter RückRlußbedingungen einen Butandiolbeschickungsstrom, der 3 bis 6 Gew. -% Wasser, 94 bis 97 Gew.-% 1,4~Butandiol und zusammen 0,5 bis 3 Gew.- hochsiedende organische Teere und Alkali- oder Erdalkalisalze enthält, Schwefelsäure in solcher Menge, daß ein Reaktionsmedium mit einer Schwefelsäurekonzentration von 6 bis 15 Gew.-% gebildet wird, und Tallöl, das weniger als 90 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 190 hat, in solcher Menge, daß das Reaktionsmedium 10 bis 40 Gew.- Tallöl enthält, zuführt, kontinuierlich Tetrahydrofuran und Wasser als Kopfprodukt von dem Reaktor abzieht, kontinuierlich von dem Reaktor eine solche Menge an Reaktionsgemisch abzieht, daß die Konzentration an hochsiedenden organischen Teeren und anorganischen Salzen in dem Reaktionsmedium bei 10 bis 40 Gew.- gehalten wird, dieses abgezogene Reaktionsgemisch kontinuierlich einem Filmeindampfer (wiped film evaporator) unter solchen Bedingungen zuführt, daß 50 bis 90% des dem Eindampfer zugeführten 1,4-Butandiols in Tetrahydrofuran übergeführt werden, kontinuierlich Tetrahydrofuran und Wasser als Kopfprodukt von dem Filmeindampfer abzieht und in den Reaktor zurückführt und kontinuierlich hochsiedende organische Teere und anorganische Salze von dem Filmeindampfer abzieht, wobei vorzugsweise ein Tallöl mit einer Säurezahl unter 185 verwendet wird.
  • Die Zeichnung ist ein Fließschema einer Durchführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung.
  • Eine Butandiolbe schickung, die etwa 5 Gew. - Wasser und zusammen etwa 0,5 bis 2% Teere und Salze enthält und durch Hydrierung von Butyndiol erhalten sein kann, wird durch Leitung 1 einer Kolonne 2 zugeführt und in dieser konzentriert, so daß als Bodenprodukt ein Butandiolstrom, der etwa 7 Gew.-% Wasser, 95 bis 96 Gew.-% 1,4-Butandiol und zusammen etwa 0,5 bis 2 Gew.-% Teere und Salze enthält, gewonnen und über Leitung 3 dem Primärreaktor 4 zugeführt wird, während als Kopfprodukt durch Leitung 5 ein Gemisch aus Wasser und niedrigmolekularen organischen Materialien, hauptsächlich n-Butanol und etwas Methanol, abgezogen, der Säule 6 zugeführt und in dieser in die als Xopfprodukt über Leitung 7 abgezogenen organischen Materialien und das als Bodenprodukt durch Leitung 8 abgezogene Wasser aufgetrennt wird.
  • Die konzentrierte Butandiolbeschickung wird tangential in den Reaktor 4 eingeführt. Dieser Reaktor 4 wird'ei etwa 125S gehalten, indem man die Reaktionsmasse über Leitung 9 durch den Wärmeaustauscher 10 und von dort über die Leitungen 11 und 3 zurück zu dem Reaktor 4 umlaufen läßt. Schwefelsäure wird über Leitung 12 Än solcher Menge, daß die Schwefelsäurekonzentration in dem Reaktionsmedium bei etwa 10 Gew.- gehalten wird, zugeführt. Tallöl wird über Leitung 13 in solcher Menge, daß das Reaktionsmedium etwa 25 Gew.- Tallöl enthält, in den Reaktor 4 eingeführt. Tetrahydrofuran und Wasser werden in der Kolonne 14 des Reaktors 4 am Rückfluß gekocht und über Leitung 15 als ein Gemisch, das etwa 70 Gew. -% Tetrahydrofuran und etwa 30 Gew.-% Wasser enthält, abgezogen. Das Gleichgewichtsgemisch im Reaktor 4 enthält etwa 35 Gew.- Butandiol, 10 Gew.-% Schwe4elsäure, 5 Gew.-% Wasser, zusammen 25 Gew.-% Teere und Salze und etwa 25 Gew.-% Tallöl. Uber Leitung 16 wird so viel Reaktionsgemisch von dem Reaktor 4 abgezogen, daß die Konzentration an Teeren und Salzen im Reaktor 4 bei etwa 10 bis 40 Gew.-%, vorzugsweise 20 bis 30 Gew.-%, des Reaktionsmediums in dem Primärreaktor gehalten wird. Die Menge an diesem abgezogenen Reaktionsgemisch beträgt etwa 5 Gew.-% der dem-Reaktor Uber Leitung 3 zugeführten konzentrierten Butandiolbeschickung.
  • Dieser abgezogene Teil des Reaktiansgemisches wird über Leitung 16 dem Filmeindampfer (wiped film evaporator) 17 zugeführt. Die Wand dieses Eindampfers wird bei einer Temperatur zwischen Raumtemperatur und 200°C vorzugsweise bei etwa 150S, gehalten, um eine weitere Umwandlung von Butandiol in Tetrahydrofuran zu begünstigen. Etwa 75 bis 95 Gew.- der dem Eindampfer 17 zugeführten Butandiolbeschickung werden in Tetrahydrofuran übergeführt. Das Tetrahydrofuran tritt zusammen mit bei der Cyclisierung und Dehydratation gebildetem Wasser aus dem Eindampfer 17 aus und wird über Leitung 18 in den Reaktor 4 zurückgeführt. Teere, Salze und nicht-umgewandeltes Butandiol werden von dem Eindampfer 17 über Leitung 19 in den Neutralisationsbehälter 20, dem durch Leitung 21 Natriumhydroxyd zugesetzt wird, um den Rückstand neutral bis alkalisch zu machen, eingeführt. Der so neutralisierte Rückstand wird über Leitung 22 aus der Anlage abgezogen.
  • Das Gleichgewichtsgemisch in dem Reaktor 4 enthält nur etwa 35 Gew.-% nicht-umgewandeltes Butandiol, während bei Abwesenheit von Tallöl der Gehalt an nicht-umgewandeltem Butandiol etwa 55 Gew.- beträgt. Demzufolge enthält das über Leitung 15 abgezogene Produkt eine größere Menge an Tetrahydrofuran, während das durch Leitung 16 abgezogene und dem Eindampfer 17 zugeführte Reaktionsgemisch eine geringere Menge an nicht-umgewandeltem Butandiol enthält. Außerdem werden in dem Filmeindampfer in Gegenwart von Tallöl etwa 75 bis 95% des eingeführten Butandiols in Tetrahydrofuran übergeführt, während in Abwesenheit von Tallöl nur etwa 5% des Butandiols in Tetrahydrofuran umgewandelt werden. Die Anwesenheit von Tallöl bringt den weiteren Vorteil mit sich, daß praktisch keine Verstopfung der Anlage durch Teere und Salze auStritt, während bei Abwesenheit von Tallöl sowohl der Reaktor 4 als auch der Wärmeaustauscher 10, der Filmeindampfer 17 und der Neutralisationsbehälter-20 sowie die zugehörigen Leitungen oft verstopfen.
  • Die in der Zeichnung veranschaulichte Durchführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung kann innerhalb weiter Grenzen variieren. Die über Leitung 3 dem Reaktor 4 zugeführte konzentrierte Butandiolbeschickung kann etwa i bis 20 Gew.-% Wasser, etwa 80 bis 99 Gew.-% 1,4-Butandiol und zusammen etwa 0,05 bis 5 Gew.- hochsiedende organische Teere und Alkali-oder Erdalkalisalze enthalten und enthält vorzugsweise 3 bis 6% Wasser, 94 bis 97% Butandiol und zusammen 0,5 bis 3% Teere und Salze. Der Gehalt an Teeren und Salzen wird zusammen angegeben, da gewöhnlich keine Auftrennung oder Analyse dieses Rückstandes durchgeführt wird.
  • Geeignete Alkalimetalle sind beispielsweise Natrium, Kalium, Lithium und dergl. Geeignete Erdalkalimetalle sind beispielsweise Magnesium, Calcium, Barium und dergl. Natrium und Calcium sind die bevorzugten Metalle, wobei Natrium das am meisten bevorzugte Metall darstellt. Die Salze sind im allgemeinden hauptsächlich als Formiate anwesend, Jedoch können auch Carbonate, Bicarbonate und Hydroxyde anwesend sein.- Die Form der Salze ist nicht von wesentlicher Bedeutung, da sie alle bei Kontakt mit Schwefelsäure in dem Primärreaktor in Sulfate übergeführt werden.
  • Das Tallöl, das gemäß der Erfindung zugesetzt wird, enthält weniger als etwa 95 Gew.- Fettsäuren und hat eine Säurezahl unter etwa 195. Eine ganze Anzahl Tallöle, die diesen Anrorderunen entsprechen, sind im Handel erhältlich. Vorzugsweise enthält das Tallöl weniger als etwa 90 Gew.-% Fettsäuren und hat eine Säurezahl unter etwa 190. Insbesondere hat das Tallöl eine Säurezahl unter etwa 185. Die angegebenen Säure zahlen bedeuten die Anzahl mg Kaliumhydroxyd, die zur Neutralisation der freien Säuren in einem Gramm Tallöl erforderlich sind.
  • Die Dehydratation und Cyclisierung von Butandiol wird in Gegenwart von Schwefelsäure bei Temperaturen von etwa 100 bis 150°C durchgeführt. Obwohl diese Umsetzung etwas exotherm ist, wird dem Reaktor Wärme zugeführt, um die zur Abtrennung von Tetrahydrofuran und Wasser als Kopffraktion von der Reaktorkolonne 14 erforderliche Verdampfungswärme zu. liefern, Die in der Zeichnung veranschaulichte Verfahrensweise kann etwas variiert werden. Beispielsweise ist es nicht notwelldig, als zweiten Reaktor einen Filmeindampfer (wiped film evaporator) zu verwenden. Vielmehr können auch anders geartete Sekundärreaktorea verwendet werden,oder es kann auf die Verwendung eines solchen Sekundärreaktors übcrhaupt verzichtet werden, D,h. gemäß einer Ausführungsforrn des Verfahrens gemäß der Erfindung wird Tallöl nur in dem Primärreaktor verwendet, Gemäß einer anderen Durchführungsform des Verfahrens gemäß der Erfindung erfolgt die Umsetzung im Primärreaktor in Abwesenheit von Tallöl wie in den herkömmlichen Verfahrens und Tallöl wird erst in den Filmeindampfer entweder direkt oder zusammen mit dem von dem Primärreaktor abgezogenen Reaktionsgemilch eingeführt. Gemäß dieser Ausführungsform enthält die Butandiolbeschickung für den Eindampfer etwa 5 bis 25 Gew.-% und vorzugsweise etwa 6 bis 15 Gew.- Schwefelsäure, etwa 30 bis 70 Gew.-% und vorzugsweise etwa 40 bis 60 Gew.-% 1,4-Butandiol, etwa 1 bis 50 Gew.-% und vorzugsweise etwa 10 bis llC Gew.-% hochsiedende organische Teere und Alkali- oder Erdalkalisalze und etwa 1 bis 30 Gew.-% und vorzugsweise 5 bis 20 Gew.-% Wasser. Tallöl wird dem Eindampfer in solcher Menge zugesetzt, daß etwa 2 bis 60 und vorzugsweise etwa 10 bis 40 Gew.-% der Gesamtbeschickung des Eindampfers aus Tallöl bestehen.
  • Die folgenden Beispiele veranschaulichen das Verfahren gemäß der Erfindung. Angaben in Teileii und Prozent beziehen sich auf das Gewicht, sofern nicht anders angegeben.
  • Beispiele 1 bis 8 Die in diesen Beispielen verwendeten Reaktoren waren 250-ml-Dreihalskolben mit mit hoher Geschwindigkeit zu betätigenden mechanischen Rührern, Eintauchthermometern und einer Dean-Stark-Falle mit einem wassergekühlten Kühler zur Produktentnahme. Die Kolben waren mit elektrischen Heizbändern, die mittels Steuergeraten mit variierbarer Spannung betätigt wuden, umwickelt und wiesen an; Boden Ablaufhähne für die Entfernung von Teer und Salzen auf.
  • Die tarierten Reaktoren wurden mit 155 g eines Gemisches, das etwa 20 Teere und Salze, 12% Schwefelsäure, 55% 1,4-Butandiol und im übrigen Wasser und niedrigmolekulare Alkohole enthielt, beschickt. Diesem Gemisch wurden 8 Tropfen eines Abntischäumungsmittels und etwa 50 g verschiedener Tallöle, wie sie in der Tabelle aufgeführt sind, zugegeben. fier Rührer wurde auf seine Höchstgeschwindigkeit eingestellt, und über die Heizbänder wurde Wärnie zugeführt, wobei. die Steuergeräte auf 110 Volt eingestellt wurden. Die Temperatur der Reaktionsmasse stieg rasch, und die ersten Tropfen eines klaren Destillates wurden nach etwa 8 Minuten oder nachdem die Reaktortemperatur auf etwa 1000C gestiegen war, aufgefangen. Die Temperatur stieg rasch auf 118 bis 122°C und blieb während des größten Teils der Umsetzung auf diesem Wert. Nachdem das in dem Reaktionsmedium enthaltene Butandiol erschopft war, begann die Temperatur erpeut rasch zu stoigon. Bei 150°C wurde das Erwärmen und Rühren abgebrochen, der Bodenhahn geöffnet und die flüssigen Reaktanten in einen tarierten Becher ausiaufen gelassen. Insgesamt waren für die Umsetzung etwa 35 Minuten erforderlich gewesen. Der in dem Reaktor zurückbleibende schwarze Teer erstarrte beim Kühlen rasch. Der Reaktor wurde erneut gewogen,und das Verhältnis von in dem Reaktor verbliebenem Teer zu gießbarem Medium wurde als der "Teerwert" dieser Umsetzung bezeichnet.
  • In der folgenden Tabelle sind die verwendeten Tallöle spezifiziert.
  • T a b e l l e I Beispiel 1 2 3 4 5 6 7 8 %Fettsäuren 92,5 70,2 86 63 84,8 79 74-76 57 %Harzsäuren 3,5 28 0 28 0,5 9,8 0,8-3,3 12 %Nicht-Verseifbares 4,0 1,0 14 1,5 14,7 11,6 22-27 32 Säurezahl 190 187 178 165 175 174 151-159 130 %Tallöl im Reaktor 23,7 24,4 23,2 24,4 23,5@ 24,8 24,5@ 25,8* "Teerwert" 59 22,7 13,3 11 9,9@ 9,6 8,3@ 4,7@ @ Mittel von zwei Ansätzen Zum Vergleich wurde Beispiel 1 ohne Zugabe von Tallöl wiederholt. Beim Offnen des Bodenhahns bei Beendigung der Umsetzung flossen keine Reaktanten ab. Der Mantel des Reaktors wurde rasch entfernt, und der bewegliche Teil des teerartigen Rückstandes wurde in einen tarierten Becher gegossen. 227 g (eight ounces) schwarzer Teer blieben in dem Reaktor. Der Teerwert betrug 78,4%.
  • Für einen weiteren Vergleich wurde Beispiel 1 noch einmal unter Verwendung eines Tallöls, das 98,4 Fettsäuren, 0,7 Harzsäuren und 0,9% Nicht-Verseifbares enthielt und eine Säurezahl von 197 hatte, wiederholt. Die Umsetzung ergab einen Teerwert von 93,8%.
  • Beispiel 9 Dieses Beispiel wurde in einer Anlage, wie sie in der Zeichnung veranschaulicht ist, durchgeführt. Bevor das Verfahren unter Zusatz von Tallöl durchgeführt wurde, wurde der Reaktor bei gleichbleibenden (steady-state) Bedingungen gehalten, wobei ein rohes Beschickungsgemisch, das 96 1,4-Butandiol, 3% Wasser und zusammen 1% hochsiedende organische Teere und anorganische Salze, hauptsächlich Calciumformiat, enthielt, eingeführt wurde. Schwefelsäure wurde dem Reaktor in solcher Menge zugeführt, daß ihre Konzentration bei etwa 8 bis 10% gehalten wurde. Reaktionsgemisch wurde dem Reaktor in solcher Menge entnommen, daß der Gehalt des Reaktors an organischen Teeren und anorganischen Salzen bei etwa 20 bis 25 Gew.-% gehalten wurde. Nach Einstellung Ceichbleibender Bedingungen betrug die mittlere Konzentration an 1,4-Butandiol im Primärreaktor etwa 60 Gew. -%. Etwa 5 Gew.-t der dem Primärreaktor zugeführten Butandiolbeschickung wurden von dem Reaktionsgemisch abgezogen und dem Filmeindampfer zugerührt. Der Filmeindampfer war zwar mit zwei Dampfmänteln ausgestattet, Jedoch wurde ihm nur so viel Wärme zugeführt, daß die Temperatur bei 100 bis 125S gehalten wurde, weil zuvor durchgeführte Versuche gezeigt -hatten, daß die Anlage und die zugehörigen Leitungen und Ventile rasch verstopften, wenn der Eindampfer bis über diese Temperatur erhitzt wurde. Etwa 8% des dem Eindampfer zugeführten Butandiols wurden in Tetrahydrofuran umgewandelt und in den Primärreaktor zurückgeführt. Insgesamt etwa 3% der 1,4-Butandiolbeschicking des Reaktorsystems gingen mit dem abgezogenen Reaktionsgemisch verloren.
  • Dem Prim.irreaktor wurde eine solche Menge an Tallöl, das 70,24 Fettsäuren, 28Y Harzsäuren und 1,8% Nicht-Verseifbares enthielt und eine Säurezahl von 187 besaß, zugesetzt, daß seine Konzentration etwa 13 Gew. betrug. Nachdem sich in dem Primärreaktor in Gegenwart von Tallöl wieder gleichbleibende Bedingungen eingestellt hatten, betrug die mittlere Konzentration an 1,4-Butandiol etwa 35 Gew.-. Von dem Primärreaktor wurde laufend Reaktionsgemisch in einer Menge von etwa 5 Gew.-5 Butaniolbeschickungsstroms abgezogen. Die Temperatur im Filmeindampfer wurde allmählich erhöht, wodurch die Umwandlung des ihm zugeführten Butandiols zu Tetrahydrofuran von 8 auf 73% stieg. Kein Verstopfen von Leitungen, Ventilen oder dem Eindampfer selbst wurde bemerkt. Das bei diesem Versuch erzeugte Tetrahydrofuran wurde durch Gaschromatographie analysiert und erwies sich als identisch mit demjenigen, das, nachdem in Abwesenheit von Tallöl gleichbleibende Bedingungen sich eingestellt hatten erzeugc wurde. Der Verlust an 1,4-Butandiol im Filmeindampfer betrug in diesem Fall nur 0,5 Gew.-% der Beschickung des Primärreaktors gegenüber etwa 3 Gew.- bei Abwesenheit von Tallöl.

Claims (3)

  1. Patentansprüche
    l >1. Verfahren zur Umwandlung von 1,4-Butandiol in Tetrahydrofuran durch Umsetzen eines Beschickungsstroms, der Wasser, 1,4-Butandiol, hochsiedende organische Teere und Alkali--oder Erdalkalisalze enthält, mit Schwefelsäure, d a -d u r c h g e k e n n z e i c h n e t , daß dem Reaktionsgemisch Tallöl, das weniger als 95 Gew.- Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 195 hat, in soicher Menge zugesetzt wird, daß das Reaktionsgemisch 2 bis 60 Gew.-% Tallöl enthält.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Tallöl weniger als 90 Gew.-% Fettsäuren enthält und eine Säurezahl unter 185 hat.
  3. 3. Verfahren nach Anspruch 1, d a d u r c h g e k e n n -z e i c h n e t , daß das Reaktionsmedium 10 bis 40 Gew.-Tallöl enthält.
DE19732303619 1973-01-25 1973-01-25 Verfahren zur Umwandlung von 1,4-Butandiol in Tetrahydrofuran in Gegenwart von Tallöl Expired DE2303619C2 (de)

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