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DE2361968B2 - Vorrichtung zum spritzen der waende von im bergmaennischen vortrieb aufgefahrenen strecken, tunneln, stollen o.dgl. mit beton oder kunststoff - Google Patents

Vorrichtung zum spritzen der waende von im bergmaennischen vortrieb aufgefahrenen strecken, tunneln, stollen o.dgl. mit beton oder kunststoff

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Publication number
DE2361968B2
DE2361968B2 DE19732361968 DE2361968A DE2361968B2 DE 2361968 B2 DE2361968 B2 DE 2361968B2 DE 19732361968 DE19732361968 DE 19732361968 DE 2361968 A DE2361968 A DE 2361968A DE 2361968 B2 DE2361968 B2 DE 2361968B2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
boom
thrust piston
piston unit
linkage
tunnels
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Granted
Application number
DE19732361968
Other languages
English (en)
Other versions
DE2361968A1 (de
DE2361968C3 (de
Inventor
Paul 4390 Gladbeck Michel Gunter 4620 Castrop-Rauxel Schmitz
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Bergwerksverband GmbH
Original Assignee
Maschinenfabrik Gluckauf Beukenberg Kg 4650 Gelsenkirchen
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Maschinenfabrik Gluckauf Beukenberg Kg 4650 Gelsenkirchen filed Critical Maschinenfabrik Gluckauf Beukenberg Kg 4650 Gelsenkirchen
Priority to DE2361968A priority Critical patent/DE2361968C3/de
Priority to AT916274A priority patent/AT340352B/de
Priority to IT54164/74A priority patent/IT1023344B/it
Priority to CH1601074A priority patent/CH586346A5/xx
Priority to SE7415336A priority patent/SE412785B/xx
Priority to NO744491A priority patent/NO744491L/no
Priority to BR10461/74A priority patent/BR7410461D0/pt
Priority to JP49143309A priority patent/JPS50106430A/ja
Publication of DE2361968A1 publication Critical patent/DE2361968A1/de
Publication of DE2361968B2 publication Critical patent/DE2361968B2/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2361968C3 publication Critical patent/DE2361968C3/de
Expired legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E21EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
    • E21DSHAFTS; TUNNELS; GALLERIES; LARGE UNDERGROUND CHAMBERS
    • E21D11/00Lining tunnels, galleries or other underground cavities, e.g. large underground chambers; Linings therefor; Making such linings in situ, e.g. by assembling
    • E21D11/04Lining with building materials
    • E21D11/10Lining with building materials with concrete cast in situ; Shuttering also lost shutterings, e.g. made of blocks, of metal plates or other equipment adapted therefor
    • E21D11/105Transport or application of concrete specially adapted for the lining of tunnels or galleries ; Backfilling the space between main building element and the surrounding rock, e.g. with concrete

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Mining & Mineral Resources (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • General Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Geochemistry & Mineralogy (AREA)
  • Geology (AREA)
  • Lining And Supports For Tunnels (AREA)
  • Building Environments (AREA)
  • Spray Control Apparatus (AREA)

Description

Im Zuge des bergmännischen Auffahrens von un erirdischen Hohlräumen, wie ζ. Β Forderstrecken de 1ηtertägigen Grubenbetriebes, werden zur Abs.chc- * , pr freiacleKten Wände neben herkömmlichen SuccmeScn wie z.B. Streckenausbaubögen, Beronsp.it/verfahren angewendet. Hierbei wird einer .m geringer. Abstand von z.B. etwa 50 cm von den zu To itzenden Wänden entlanggeführten Düse Fcmgbertugeführt. der von der Düse in gleichmäßiger Verteilung und Dicke möglichst senkrecht aul d.t wide gespritzt wird. Durch entsprechende Aufarbe,-,„ng härtet der Beton nach dem Aufspritzen schnell aus, so daß die freigelegten Wände schon nach relativ kurzer Zeit durch einen Betonmantel abgesteift sind. Das Betonspritzen kann auch in Kombination mit Streckenausbau aus Stahl durchgeführt werden.
Das Spritzen der Wände beim Streckenvortrieb erfolgt zumindest im Bereich der Sireckenfirste bereits Sz nach dem Freilegen dieser Wandabschn.tte. Da das hereingewonnene Haufwerk sich dann noch von der Ortsbrusi ausgehend zur Streckensohle hm abbosch. ,st es erforderlich, die Spritzdüse am fre.cn Ende eines über das Haufwerk vorkragenden Auslegers anzuordnen.
Bei einer bekannten Bauart einer Vorrichtung der eingangs vorausgesetzten Gattung ist der Ausleger 'Schenkelig ausgebildet. Die beiden Schenkel s.nd über eine horizontale Schwenkachse aneinander angelenkt und durch eine Schubkolbene.nhe.t zueinander wmkelverstellbar. Der untere Schenkel besteht ,m wesentlichen aus einem Drehender, so daß der gesamte Ausleger um die Längsachse dieses Drehzyl.nders schwenkbar ist. Der Ausleger ist im Endabschnitt des unteren Schenkels über eine horizontale Achse an einen Steuerstand angelenkt und um diese horizontale Achse mit Hilfe einer Schubkolbeneinheit gegenüber dem Steuerstand in der Vertikalebene schwenkbar.
Der Steuerstand wiederum ist über eine vertikale Achse gegenüber einer Plattform drehbar, welche übe. ein durch Schubkolbeneinheiten abgestütztes Parallel führungsgestänge auf einem traktorähnhchen Fahrzeug gelagert und gegenüber diesem höhenverstellbar ist
Am oberen Ende des oberen Auslegerschenkels is ein mittels einer Schubkolbeneinheit axialbewegbare: Gestänge über eine horizontale Achse schwcnkba achsen Fine zwischen dem oberen Schenkel und den Gestänge vorgesehene Schubkulbcneinheit ermöglich eine Winkelverstellung zwischen dem Gestänge un. dem Schenkel. Im freien Endabschniil des Gestänges is die Spritzdüse angeordnet. Die Spritzdüse ist gcgenube dem axialbewegbaren Gestänge mittels eines Drenz> linders verschwenkbar und somit senkrecht auf die / spritzende Wand einstellbar.
Die bekannte Vorrichtung besteht mithin aus eint
f}cn Anzahl von einzelnen Bauteilen, welche untereinander durch eine Vielzahl von Schwenkgelenken verbunden sind. Diese Anhäufung von Bauteilen und Schwenklagerungen führt folglich zu einem unverhältnismäßig großen Herstellungsaufwand, der sich dann naturgemäß in hohen Kosten bemerkbar macht. Darüber hinaus bringen die vielen Schwtnklage ru'ngen insbesondere im untertägigcn Streckenvortrieb erhebliche Waru.ngsproblcme mit sich. Die Reparaturanfälligkeit ist aufgrund der Feingliedrigkeit des gesamten Auslcgersystems sowie in Anbetracht des rauhen Grubenbetriebs groß. Längere Betriebsstillstände sind die Folge.
FJn weiterer Nachteil der bekannten Vorrichtung besteht darin, daß die Handhabung vom Steuerstand aus infolge der Vielgliedrigkeit des Auslegersystems sehr schwierig ist. Beim Spritzen von boge-förmigen Grubcnstrecken ist z. B. die Einstellung des die Spritzdüse tragenden Gestänges jeweils parallel zur Streckenwand nur durch eint dauernde Korrektur sämtlicher Verstelleinrichtungen, d. h. der Schubkolbcne'inheiten und der Schwenkzylinder, vom Steuerstand aus durchführbar. Jede Einstellung des Gestänges, welches aufgrund seiner axialen Bewegbarkeit das Spritzen eines bestimmten Längenbereiches ermöglichen soll, ist im Verlauf des zu spritzenden Streckenboi»ens nicht nur durch eine Seiten- oder Höhenverschwenkung des Auslegers durchführbar. Vom Steuerstand aus muß vielmehr eine Vielzahl von nacheinander ablaufenden Operationen der einzelnen Verstelleinrichtungen durchgeführt werden, um das Gestänge von einer Arbeitsstellung in die nächste zu überführen. Dies bringt aber Ungenauigkeiten bei der Einstellung des Spritzgestänges zum jeweiligen Wandabschnitt mit sich und führt zu mangelhaften ßetonabkleidungen. Derartige Mangel können nur dadurch behoben werden, daß mehr Zeit für die Bewegungsoperationen der Verstelleinrichtungen aufgewendet wird. Dies führt dann zwangsweise aber zu einer Verlangsamung des Streckenvortriebs und im Ergebnis zu einem unwirtschaftlichen Einsatz des vorhandenen Maschinenparks. Der Erfindung liegt demgemäß die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen od. dgl. zu schaffen, welche gegenüber der bekannten Vorrichtung weniger Einzelteile aufweist und bei der das Spritzgestänge vom Steuerstand aus durch einfache, zielgerichtete Bewegungsoperationen in die verschiedenen Arbeitsstellungen beweg! werden
kann. .,_,·,
Gemäß der Erfindung kennzeichnet sich die Losung dieser Aufgabe durch einen in sich starren, jedoch längenveränderbaren Ausleger, dessen steuerstandseitiger Endabschnitt vertikal schwenkbar an eine gegenüber dem Steuerstand um eine vertikale Achse drehbare Schwenkkonsole angelenkt ist, wobei die das Schwenken des Auslegers bzw. das Drehen der Schwenkkonso-Ic bewirkenden Schubkolbeneinheiten mit am freien Ende des Auslegers zwischen diesem und dom Spritzgestängc vorgesehenen Schubkolbeneinhciten unter Aufrechterhaltung der Parallellage des Spritzgestänges zu den Streckenwänden im Sinne einer zwangsläufigen gegensinnigen Bewegungsabhängigkeii hydraulisch gekuppelt sind.
Ein wesentlicher Vorteil der erfindungsgemaßen Ausbildung ist darin zu sehen, daß der Ausleger keine gelenkige Unterteilung mehr besitzt. Er ist zwar in Ahhämnekeit von der Große der aufzufahrenden Hohlräume längenveränderbar, jedoch erfolgt diese Längenveränderung durch ein Zwischenglied oder gegebenenfalls mehrere Zwischenglieder, welche dann fest mit dem aus Transporigründen vorteilhaft zweigeteilten Basisteil des Auslegers verbunden werden. Somit werden am eigentlichen Ausleger keine oder nur geringe Wartungsarbeiten notwendig. Ferner ist es von Vorteil, daß die die parallele Einstellung des Spritzgestänges zu den Sireckenwänden bewirkenden Schubkolbeneinheilen sowie die empfindlichen Schwcnklagerungen in die Endabschnitte des Auslegers gerückt worden sind. Die Schubkolbeneinheiten sind überdies durch entsprechende hydraulische Schaltungskupplungen derart in eine zwangsläufige gegensinnige Bewcgungsabhängigkeil gestellt, daß nur wenige und dabei einfache Schaltoperationen am Steuerstand ausreichen, um die Parallelität des Spritzgestänges zum jeweiligen Abscbnifi der Slreekenwand zu gewährleisten. Die Verminderung der Schwenklagerstelleii und ihre Rcschränkung auf die Endabsehniite des Auslegers erhöhen aufgrund der dadurch erreichten Übersichtlichkeit die Wartungsfreundlichkeit und vermindern die Reparaturanfälligkeit. Die erfindungsgemäße Vorrichtung wird insgesamt betriebssicherer und ennpriehi demzufolge besser den unterlägigen Anforderungen.
Die zwangsläufige gegensinnige Bewegungsabhängigkeit zwischen den Schubkolbeneinheiten besteht darin, daß Schaltoperationen am Steuerstand, welche eine Höhen- oder eine Seitenverschwenkung des Auslegers herbeiführen, sofort eine entsprechende Gegenbewegung des Gestänges nach sich ziehen. Hierdurch wird erreicht, daß am Steuerstand in der Regel mit zwei Bedienungsgriffen die gewünschten Steuervorgänge eingeleitet und durchgeführt werden. Neben der somit wesentlich einfacheren Handhabung bei der Positionierung ist auch eine genauere und schnellere Einstellung des Spritzgestänges erreichbar. Die Arbeitsgeschwindigkeit wird erhöht und damit ein schnelleres Spritzen der aufgefahrenen Hohlräume erzielt. Die Hohlraumwände werden frühzeitiger durch den erhärtenden Beton abgefangen und somit rechtzeitig weitergehendere Beunruhigungen des Gebirges verhindert. Die Sicherheit für die im Streckenvortrieb arbeitenden Bergleute wird demzufolge erheblich verbessert und die Standfestigkeit dei aufgefahrenen Grubenräume bedeutend erhöht.
Obschon es von der Beanspruchung her sowie steuerungstechnisch gesehen ausreicht, den Endabschnitten des Auslegers zur Höhen- und Seitenver-Schwenkung jeweils nur eine Schubkolbeneinheit zuzuordnen, besteht eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung darin, daß in jedem Endabschnitt des Auslegers jeweils zwei parallel zueinander angeordnete, eine Seitenverschwenkung des Gestänges bewirkende Schubkolbeneinheiten und eine eine Höhenverstellung des Gestänges durchführende Schubkolbeneinheit vorgesehen sind. Am Steuerstand brauchen demzufolge nicht mehr viele einzelne, nacheinander ablaufende Schaltoperationen für die im unteren und oberen Fndabschnitt des Auslegers angeordneten Schubkolbeneinheiten durchgeführt zu werden. Die steuerungstechnische Kopplung der in denselben Schwenkrichtungen arbeitenden Schubkolbeneinheiten ermöglicht exakte gegengleiche Beuegungsvorgä'nge /wischen (15 Steuerstand und Spritzgestängc welche bei einer einfachen Handhabung am Steuerstand zu einer wesentlich erhöhten Genauigkeit in der Einstellung des Spritzgestänges zu den Streckenwänden führen. Bei
dieser Ausführungsform sind die beiden parallel zueinander liegenden, die Seitcnvcrschwenkung des Auslegers bewirkenden Schubkolbeneinhcilen jeweils seillich am Steuerstand angeordnet. Die Kolbenstangen greifen dabei an Vorsprünge der Schwenkkonsole an. s Durch die beidseitig der vertikalen Schwenkachse vorgesehene Anordnung der die Scitenverschwenkung des Auslegers bewirkenden Schubkolbcncinheitcn ist eine Beaufschlagung ausschließlich des Zylinderraumes möglich. (u
Die Lagerung des mit Hilfe einer Schubkolbeneinheit axialbewcgbaren Gestänges am freien, vorkragenden Ende des Auslegers kann in verschiedener Weise erfolgen. Eine bevorzugte Ausführungsform kennzeichnet sich dadurch, daß das Gestänge mit einer Halterung )5 versehen ist, die mittels der am freien Auslegcrendc vorgesehenen Schubkolbeneinheilen um eine am freien Ende des Auslegers angeordnete, senkrecht zur Längserstreckung des Auslegers in dessen Vcrtikalebene verlaufende Achse schwenkbar ist. Dabei ist es vorteilhaft, daß die Halterung einerseits unmittelbar über ein Gabelgelenk und andererseits über die eine Vertikalverschwenkung des Gestänges bewirkende Schubkolbeneinheit mit dem Gestänge verbunden ist.
Eine weitere zweckmäßige Lagerung besteht darin, 2J daß an das freie Auslcgcrcnde eine in der vertikalen Schwenkebene des Auslegers mittels einer Schubkolbeneinheit winkelverslellbarc Verlängerung angclenkt ist. die endscitig der Lagerung des durch zueinander parallel verlaufende Schubkolbeneinhciten um eine vertikale Achse schwenkbaren Gestänges dient.
Es ist erkennbar, daß die Erfindung nur eine geringe Anzahl von Schubkolbeneinhciten vorsieht. Darüber hinaus gewährleistet die stcuerungs- bzw. schallungstechnische Zusammenfassung der einander bewegungsabhängig zugeordneten Schubkolbeneinheiten eine große Funklionssicherheil mit dem Ziel der leichleren und genaueren Einstellung der Spritzdüse auf die Hohlraumwäiulc. I liermil ist ein verbessertes Arbeitsergebnis mit Bezug auf die betonierten Wände verbunden, ^0 was wiederum zu einer Erhöhung der Sicherheit beim Streckenvortrieb führt.
Der Steuerstand kann als schienengebundenes oiler ills schienenungebundenes Fahrzeug, beispielsweise als Kaupenfahrzeug, ausgebildet sein. 4<i
Die Erfindung ist anhand von in den Zeichnungen dargestellten Ausführungsbeispielen nachstehend näher erläutert.
l:.s zeigt
I' i g. I einen vertikalen Längsschnitt durch eine Vortiicbsstreeke in einem untertägigen Grubenbetrieb mit einer ersten Ausfülmingsform der crfindungsgcmä-Ben Vorrichtung in sehcmatiseher Seitenansicht und
I"ig. 2 in vergrößerter Darstellung in der Seitenansicht eine weitere Ausführungsform des freien F.ndab- 5<; schnittes der Vorrichtung der I·'ig. I.
Mit 1 ist in der I'ig. I eine aufgefahrene Vortriebsstrecke in einem untertligigen Grubenbetrieb bezeich net. Das Auffahren kann beispielsweise durch Abbohren odor Abschieden der in der Zeichnung nicht näher (^ dargestellten Ortsbrust erfolgen, wobei das nach dem Schieden anfallende Haufwerk 2 sich etwa wie dargestellt abböscht.
Die Vorincbsstrceke I weist einen umfangsseilig bogenförmig verlaufenden Querschnitt auf. Aber auch (,., lindere Querschnitte sind denkbar. Der Ausbau der Strecke orfolgi mit Hilfe von bekannten Ausbaubögen .3. |e nach Art des Strockeiuiuorsi'lriittes sind aber auch andere Ausbauelemente b/w. Ausbauarten denkbar.
Die Streekcnwände 4 werden neben dem Ausbau 3 gegebenenfalls auch ohne diesen Ausbau mit Beton bespnt/.t, so daß die Wunde einen Betonmantel erhalten, der bereits frühzeitig nach dem freilegen der Streckenwände eine stützende Funktion übernimmt und dadurch eine weitere Beunruhigung des Gebirges mit den sich gegebenenfalls daraus ergebenden nachteiligen R)lgen vermeidet. Der Beton 5 wird mit einer vorgeschriebenen Konsistenz und Dicke sowie in einem genauen Abstand auf die Streckenwände 4 aufgebracht. Dieses Verfahren gewährleistet ein schnelles Abbinden und einwandfreies Härten des Betons.
Damit ein einwandfreies Aufbringen des Betons 5 aiii die Streckenwände 4 gewährleistet ist, wird die im nachstehenden näher beschriebene Vorrichtung verwendet.
Diese Vorrichtung weist ein Raupenfahrzeug 6 mit Steuerstand 7 auf. Anstelle eines Raupenfahrzeuges isi auch ein schienengebundenes Fahrzeug oder eine andere bewegbare Basis für den Steuerstand 7 denkbar.
Stirnscitig des Steuersiandcs 7 ist eine vertikale Schwenkachse 8 vorgesehen. Diese Schwenkachse kann z. B. aus einem mit dem Fahrzeug 6 verbundenen Bolzen bestehen, der von einer mit einem Ausleger 9 verbundenen Schwenkkonsole 10 umfaßt ist. Auch andere Gelenkverbindungen sind denkbar.
Die Schwenkkonsole tO trägt stirnscilig zwei zueinander höhenvcrsclzte Gabelgelenke II, 12 mit horizontalen Achsen, von denen das obere Gabelgelenk 11 zur Lagerung des Auslegers 9 und das untere Gabelgelenk 12 zur Lagerung des Zylinders 1.3 einer Schubkolbeneinheit 14 dient, deren Kolbenstange 15 an den Ausleger 9 angeschlagen ist. Ferner besitzt die Schwenkkonsole 10 zwei etwa um 90" zu den vorerwähnten Gabelgelenken 11, 12 versetzte, auf dem Umfang zueinander diametral gegenüberliegende weitere Gabelgelenke 16, welche als Lagerstein füi Schubkolbeneinhciten 17 dienen, die über ihre Zylindei
18 mit dem Steuerstand 7 und über ihre Kolbenstange
19 mit der Schwenkkonsole 10 verbunden sind. Durcli entsprechende Beaufschlagung dieser Schubkolbenein heilen 14 und 17 ist eine Scitenverschwenkung und eini I löhenverschwcnkung des Auslegers bei feststehenden Steuerstand 7 möglich.
Der Ausleger 9 ist als Gitterträger ausgebildet um besteht zum Zwecke des erleichterten Transportes ii unterlägigen Grubrnräumen aus zwei Teilen 20 und 21 weiche bei 22 starr miteinander verbunden sind. Durcl Eingliederung eines oder mehrerer Zwischenglieder is der Ausleger 9 entsprechend vcrlangerbar.
Der frei vorkragende Endabschnitt 23 des Auslegersl weist ebenfalls eine Schwenkachse 24 auf. Diest Schwenkachse 24 verläuft senkrecht zur Längserslrek kling des Auslegers 9 in dessen vertikaler Schwonkebc nc. Sie kann aus einem Bolzen gebildet sein, welcher voi einem Schwenkzylinder umgriffen ist. Auch ist eini andere Gelenkverbindung denkbar. Der Schwcnkzylin der bildet dann Bestandteil einer ein Spritzgestäuf'e 2' tragenden I lallemng 26.
Zum Drehen der Halterung 26 um die Schwenkachse 24 sind beiderseits des Auslegers 9 Schubkolbcncinhei ten 27 vorgesehen. Die Zylinder 28 dieser Schubkolbcn einheilen sind mit ihren Endabschnitten am Ausleger( und die Kolbenstange 29 an der Halterung 26 befestigt.
Die Halterung 26 ist mit dem Spritzgeslänge 25 übe ein Gabelgelenk .30 und über eine Schubkolbeneinliei 31 gekuppelt. Durch entsprechende HeaufschlÄigungde
Schubkolbeneinheit 31 ist eine Winkelverstellung des Spritzgestänges 25 zur Schwenkachse 24 bzw. zum Ausleger 9 durchführbar.
Dus Spritzgestänge 25 weist ein etwa zylinderartiges Führungsgehäuse 32 auf, welches von einer Führungsstangc 33 axial durchsetzt wird. Oberseitig des Führungsgehäuses 32 ist der Zyiinvler 34 einer Schubkolbeneinheit 35 befestigt, wahrer:1! im freien Fndabschniu der Führungssiunge 33 die Kolbenstange 36 dieser Schubkolbeneinheit 35 angelenkt ist. Ferner tragt der freie Endabschnitt der Fiihrungsstange 33 einen Drehzylinder 37, mit dessen Hilfe eine Spritzdüse 38 senkrecht auf den Abschnitt 39 der zu spritzenden Streckenwand 4 eingestellt werden kann. Die Spritzdüse 38 ist schwenkbar innerhalb einer mit dem Drehzylinder 37 verbundenen Halterung 40 gelagert, so daß die Spritzdüse 38 in jeder von dem Drehzylinder 37 vorgegebenen Stellung noch einmal mit Hilfe einer weiteren Schubkolbeneinheit 41 in der jeweiligen Ebene verschwenkbar ist. Der von der Spritzdüse 38 zu verspritzende Beton wird über einen Schlauch 42a aus dem bereits ausgebauten Teil der Vortriebsstrecke 1 zugeführt.
Das Führungsgehäuse 32 ist kopfseitig mit einer Beleuchtungsanlage 42 versehen.
Die Arbeitsweise der Vorrichtung, bei der die das hydraulische Arbeitsmedium führenden Vcrbindungsleilungen zu und zwischen den einzelnen Sehubkolbeneinheiten zum Zwecke der Übersichtlichkeit fortgelassen sind, ist etwa wie folgt:
Nach dem Abschießen der Ortsbrust wird die Spritzdüse 38 derart unter die frisch freigelegte .Streckenfirste 39 geschwenkt, daß da;; Spritzgestänge 25 parallel zur Streckenwand verläuft. Beim I liiv und Herfahren der Führungsstange 33 wird dann Beton im vorgeschriebenen Abstand auf die Sireckenwand gespritzt. I lierbei kann die Spritzdüse auch geringfügige Winkelstellungen zur Streckenwand einnehmen.
Nach Beendigung des Spritzens in diesem Sektor der Streckenwand muß nun durch entsprechende .Schaltoperationen am Steuerstand 7 das Spritzgestänge 25 in die nächste Arbeitsstellung bewegt werden. Durch die Bogenform der Vortriebsstrecke I ist es dabei erforderlich, die Höhe und die Seitenlage des Spritzgestänges 25 zu variieren. Dies wird dadurch bewirkt, daß einerseits die Schubkolbeneinheiien 17 und 27, welche den Ausleger 9 um die Achse 8 und das .Spritzgestänge 25 um die Achse 24 verschwenken und andererseits die Sehubkolbeneinheit 14. welche den Ausleger 9 in der vertikalen Hbcne verstellt bzw. die Schubkolbeneinheit 31, welche das Gestänge 25 zum Ausleger 9 verstellt, sehaltungstechnisch zusammengefaßt und in eine zwangsläufige gegensinnige Bewegungsabhiingigkeit gestellt sind. Führt mithin der Ausleger 9 durch entsprechende Beaufschlagung der Schubkolbeneinheiten 17 gegenüber dem Steuerstand 7 eine Bewegung nach links aus, so bewirkt die schaltungstechnische Abhängigkeit der Schubkolbeneinheiten 17 und der Schubkolbeneinheiten 27, daß das Gestänge 25 sich automatisch gegengleich zum Ausleger 9 bewegt und dadurch seine parallele Lage mr Streckenwand 4 beibehält. Das gleiche gilt für die Verstellung des
ίο Auslegers 9 in der vertikalen Ebene, wobei durch die entsprechende Beaufschlagung der Schubkolbeneinheit 14 die Schubkolbeneinheit 31 gegengleiche Bewegun-, gen durchführt, d. h. die parallele Lage des Gestänges 25 zur Streckenwand 4 sicherstellt. Der am Steuerstand 7 arbeitende Bergmann braucht demzufolge nur wenige Schaltoperationen durchzuführen, um stets die Parallelität des Spritzgestänges 25 zur Streckenwand 4 aufrechtzuerhalten.
Diese Parallelität des Spritzgestänges 25 ist über den gesamten Umfang der Vortriebsstrecke gewährleistet.
Die Ausführungsform der F i g. 2 entspricht im wesentlichen derjenigen der F i g. 1. Variiert worden ist lediglich die Lagerung des Spritzgestänges 25 am oberen Auslegerende 23.
Das obere Auslegerende 23 besitzt gemäß dieser Ausführungsform eine horizontale Schwenkachse 43, um die eine gegebenenfalls aus Profilstahl bestehende Verlängerung 44 drehbar ist. Zwischen der Verlängerung 44 und dem Auslegerende 23 ist eine Schubkolbeneinheit 45 eingegliedert, deren Zylinder 46 am Ausleger und deren Kolbenstange 47 an der Verlängerung befestigt sind. Diese Schubkolbeneinheit 45 steht in einer zwangsläufigen gegensinnigen Bewegungsabhängigkeit mit der Schubkolbeneinheit 14, welche im
js Bereich des unteren Auslegerendes den Ausleger 9 vertikal verstellt. Aufgrund dessen ist die Parallelität der Verlängerung 44 zum Liegenden 48 gewährleistet.
Am freien Linie der Verlängerung ist eine vertikale Schwenkachse 49 vorgesehen, um die das Sprit/gestänge 25 mil I lilfe einer Schubkolbeneinheit oder mehrerer Schubkolbeneinheiten 50 verschwenkl werden kann. Die Schubkolbeneinheiten sind vorzugsweise beiderseits der Verlängerung 44 angeordnet. Der Zylinder 51 isl dabei an der Verlängerung 44 und die Kolbenstange
.}'i 52 an einer 1 lalterung 53 befestigt, welche einerseits das Spritzgestänge 25 trägt und andererseits über die Achse 49 schwenkbar mit der Verlängerung 44 verbunden ist Durch schiillungstechiiische gegensinnige Bewegungsabhängigkeit dieser Sehubkolbeneinheiten 50 mit den
s" Sehubkolbeneinheiten 17 im unleren Bereich des Auslegers 9 ist die IVaIIoIiIiIi des Spritzgestiingcs 2*5 /ur Strecken wand 4 unabhängig von der Größe dci Seiten verschwenkung gewährleisiel.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
/0« 536/23

Claims (5)

Patentansprüche:
1. Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen od. dgl. mit Beton oder Kunststoff, welche einen auf der Streckensohle ortsvei änderbaren Steuerstand und einen an den Steuerstand angelenkten, durch mindestens eine Schubkolbeneinheit vertikal schwenkbaren Ausleger aufweist, dessen frei vorragender Endabschnitt ein durch eine Schubkolbeneinheit axial bewegbares und durch eine weitere Schubkolbeneinheit auch schwenkbares Gestänge mit einer stirnseitig drehbar gelagerten, senkrecht auf die Streckenwände einstellbaren Spritzdüse trägt und der Steuerstand Vorrichtungen zum Positionieren des Auslegers, des Gestänges und der Spritzdüse besitzt, gekennzeichne! durch einen in sich starren, jedoch längenveränderbaren Ausleger (9), dessen steuerstandseitigcr L-'ndabschnitt vertikal schwenkbar an eine gegenüber dem Steuerstand (7) um eine vertikale Achse (8) drehbare Schwcnkkonsole (10) angelenkt ist, wobei die das Schwenken des Auslegers (9) bzw. das Drehen der Schwenkkonsole (10) bewirkenden Schubkolbeneinheiten (14 bzw. 17) mit am freien finde (23) des Auslegers (9) zwischen diesem und dem Spritzgesiänge (25) vorgesehenen Schubkolbeneinheiten (31, 45 bzw. 27, 50) unter Aufrechterhaltung der Parallcllage des Spritzgestänges (25) zu den Streckenwänden (4) im Sinne einer zwangsläufigen gegensinnigen Bewegungsabhängigkeit hydraulisch gekuppelt sind.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß in jedem Endabschnitt des Auslegers (9) jeweils zwei parallel zueinander angeordnete, eine Seitcnverschwenkung des Gestänges (25) bewirkende Schubkolbeneinheiten (17, 27 bzw. 50) und eine eine Höhenverstellung des Gestänges (25) durchführende Schubkolbeneinheit (14, 31 bzw. 45) vorgesehen sind.
i. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Gestänge (25) mit einer Halterung (26) versehen ist. die mittels der am freien Auslegerende (23) vorgesehenen Schubkolbenein· heit bzw. -einheiten (27) um eine am freien Ende (23) des Auslegers (9) angeordnete, senkrecht zur Längserstreckung des Auslegers (9) in dessen Vertikalebene verlaufende Achse (24) schwenkbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Halterung (26) einerseits unmittelbar über ein Gabelgelenk (30) und andererseits über die eine VertikaKerschwenkung des Gestänges (25) bewirkende Schubkolbeneinheit (31) mit dem Gestange (25) verbunden ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß an das freie Auslejjerendc (23) eine in der vertikalen Schwenkebene des Auslegers (9) mittels einer Schubkolbencinheii (45) winkclverstellbare Verlängerung (44) angelenkt ist. die endseitig der Lagerung des durch zueinander parallel verlaufende Schubkolbcncinheiten (50) um eine vertikale Achse (49) schwenkbaren Gestänges (25) dient. <>5
nii- Frfindung betrifft eine Vorrichtung zum Spritzen , ?windc von im bergmännischen Vortrieb aufgciah-™ trecken Tunneln, Stollen od. dgl. mit Beton oder fSSwciher einen auf der Streckensohle onsvcrSndcrbaren Steuerstand und etnen an den S euersumd angelenkten, durch mindestens eine Schubkolbcneinheit vertikal schwenkbaren Ausleger aufweist, 5e se frei vorkragender Endabschnitt ein durch eine Schiibkolbeneinheit axial bewegbares und durch c,ne wci ere Schubkolbeneinhei. auch schwenkbares Ge- ^nSe mi, einer stirnseilig drehbar gelagerten, senk- rS\"f die S.reckenwände einstellbaren Spritzdüse räz und der Sieuerstand Vorrichtungen zum Positionieren des Auslegers, des Gestänges und der Spritzdüse
DE2361968A 1973-12-13 1973-12-13 Vorrichtung zum Spritzen der Wände von im bergmännischen Vortrieb aufgefahrenen Strecken, Tunneln, Stollen o.dgl. mit Beton oder Kunststoff Expired DE2361968C3 (de)

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