DE2355677A1 - Verfahren zur wiedergewinnung von silber - Google Patents
Verfahren zur wiedergewinnung von silberInfo
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Description
Patentanwälte
Dipl. Ίηρ. A, Grünecker
Dr,-lng, H, Kinkeltiey
W Stki
Pr.-lng. W. Stookmir ?
NovemI>er
8München22. Maxinuiiaaslr,**
'
'. . ■■ P 7420
i Photo Film Co,,
Fo, 210, Nateanyinai Miuami Ashigara-shi, , Japan
Fo, 210, Nateanyinai Miuami Ashigara-shi, , Japan
Verfateen zur Wiedergewinnung von Silber
Die Erfindung betrifft ein Verfahren ?ur Entfernung von
SilberJconvplejcsaXzen aus silberkomplexhaltigen Lösungen.
Insbesondere betrifft die Erfindung die wiedergewinnung
von Silber aus Ablaugen photographischer Verfahren.
den gebräuahlichsten industriellen Ablaugen, die
Silber enthalten, gehören Silberlaugen aus der industriellen Versilberung von Metalloberflachen, aus Fixierlösungen und
Bleichlösungen bei der Verarbeitung photographischen Materials. Aus diesen und anderen silberhaltigen Ablaugen
muss das Silber wegen seines hohen Preises so vollständig wie möglich wiedergewonnen werden. Zu diesem Zweck sind
eine Reihe von Verfahren teils vorgeschlagen, teils bereitsin die Praxis eingeführt worden. Am häufigsten werden die
folgenden Verfahren angewendet: (1) Ein Verfahren, nach dem der Ablauge, insbesondere einer Fixierbadlösung, Hafcriumsulfid
zugesetzt wird, um das Silber so als Silbersulfid
409820/0895
zu fällen; (2) ein Verfahren, nach dem die silberhaltige Ablauge mit einem unedleren Metall als Silber, beispielsweise
mit metallischem Eisen oder Aluminium, in Berührung gebracht wird, so dass sich metallisches Silber niederschlägt!
und (3) ein Verfahren, nach dem die Ablauge zur Wiedergewinmang des Silbers elektrolysiert wird.
Das Verfahren (1) weist vor allem Nachteile im Hinblick
auf die Umweltbelastuncj auf, und zwar insbesondere eine
starke Wasserbelastung aufgrund der grossen Mengen Alkalisulfid
und eine Luftbelastung bei der Reinigung des gefällten Silbersulf ids. Das Verfahren (2) kann zwar recht
wirksam durchgeführt werden, weist jedoch den Nachteil auf, dass eine auf diese Weise gereinigte Fixierlösung
nicht wiederverwendet werden kann. Ausserdem wird bei
Anwendung dieses Verfahrens (2) auf eine Bleichlösung oder eine Bleichfixierlösung das in der Lösung enthaltene
Bleichmittel vollständig und so weit reduziert, dass es seine Bleichfähigkeit verliert. Um eine solcher—
massen behandelte Lösung wiederverwenden zu können, muss sie starken Oxidationsmitteln ausgesetzt werden.
Eine Anwendung dieses Verfahrens auf die Regenerierung von Bleichbädern oder Bleichfixierbädern zur.Silberwiedergewinnung
erfordert also schwierige und aufwendige Verfahrensschritte. Auch die elektrolytische Silberwiedergewinnung
nach dein Verfahren (3) stösse auf Schwierigkeiten, sobald das Silber direkt aus Bleichlösungen
oder Bleichfixierlösungen aufgearbeitet v/erden
soll. Das an den Elektroden niedergeschlagene Silber wird durch den Kontakt mit den aufzuarbeitenden Lösungen ■
sofort wieder oxidierend gelöst.
Auf diese Weise sind also die bekannten Verfahren zur Silberwi eder gewinnung entweder vom Standpunkt der Umweltverschmutzung
oder vom Standpunkt der Rückführung
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der aufbereiteten Lösungen, insbesondere im Fall der
BleidhlÖsungen oder Bleichfixierlösungen, zumindest ungeeignet,
wenn nicht gar undurchführbar.
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Verfahren
zur effektiven Wiedergewinnung von Silber aus silberhaltigen Ablaugen, insbesondere aus Bleichbadlösungen
oder Bleichfixierbadlösungen, zu schaffen, bei dem die
vorgenannten Nachteile nicht auftreten und insbesondere die entsilberten Lösungen wieder in den Prozess, aus dem
sie stammen zurückgeführt werden können.
Zur Lösung dieser Aufgabe wird erfindungsgemäss ein Verfahren der eingangs genannten Art zur Wiedergewinnung
von Silber aus silberhaltigen Lösungen vorgeschlagen, das
dadurch gekennzeichnet ist, dass man die Lösung mit einem stark basischen Ionenäustauscherharz in Berührung bringt.
Nach einer bevorzugten Ausbildung des Verfahrens gemäss
der Erfindung wird vorgeschlagen, dass man das Silber mit einer Lösung eines neutralen Salzes und bzw. oder
einer Lösung einer silbersalzlösenden Verbindung vom Austauscherharz nimmt. Das Silber geht dabei vollständig
vom Harz in das Eluat über, wo es gelöst, in der Regel in Form eines Silberkomplexsalzes, vorliegt.
Es ist bei dem erf indungsgemass vorgeschlagenen Verfahren überraschend, dass ein stark basisches Ionenaustauscherharz ein Silberkomplexsalz beispielsweise aus einem
erschöpften Bleichfixierbad aufnehmen kann, das das
Silberkornplexsalz neben einem Anion enthält, das nicht
nur stärker negativ geladen ist als das Silber, sondern auch noch in höherer Konzentration als das Silberkomplexsalz
vorliegt. Während zwar generell an der Tatsache, -dass man Silber aus einer silberhaltigen Lösung mit Hilfe
■ 4.098 20/0 8 9S'
eines Ionenaustauscherharzes entfernen kann, nichts Erstaunliches ist, so ist doch die Tatsache, dass das
in Form eines anionischen Komplexes vorliegende Silber beispielsweise einer erschöpften Bleichfixierbadlösung
in Gegenwart mehrwertiger Anionen, die zudem noch in
weit höherer Konzentration als das Silberkomplexsalz vorliegen, vom Austauscherharz gebunden werden, durchaus
überraschend. Sine solche Bindung des Silberkomplexes durch Anionenaustauscherharze aus den genannten Lösungen
war weder aus den bekannten Theorien noch aus den vorliegenden Erfahrungen mit Austauscherharzen zu erwarten.
In Übereinstimmung mit diesen Erwartungen zeigen auch schwach basische Anionenaustauscherharze ebenso wie
sämtliche Kationenaustauscherharze keine Tendenz zu einer solchen Bindung von Silber komplexen. Diese Erscheinung tritt lediglich bei den erfindungsgeaiäss
eingesetzten stark basischen Anionenaustauscherharzen auf.
Die Erfindung ist nachstehend anhand von Ausführungsbeispielen in Verbindung mit den Zeichnungen näher beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 · ein Fließschema einer Anlage zur
Durchführung des Verfahrens gemäss der Erfindung und
Fig. 2 in der nachstehenden Beschreibung
näher erläuterte Silberabsorptionskurven. . "
In der Fig. 1 ist ein Tank 1 gezeigt, der die Bleichfixierlösung enthält, und durch den das zu verarbeitende
photographische Material 2 läuft. Der Tank 1 wird über den Zulauf 3 mit frischer bzw. regenerierter Bleichfixier—
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lösung beschielet. Die erschöpfte Lösung wird über einen
Ablauf 4 abgesogen und den Austauschersäulen 5 (i) bzw,
5 (II) zugeführt. Die aus den Säulen ablaufende und vom.
Silber befreite Badlösung gelangt in den Mischtank 6, wo sie erforderlichenfalls aus einem Vorratstank 7 mit frischer
Lösung nachgestellt wird. Aus dem Mischtank 6 gelangt die' regenerierte und gegebenenfalls neu eingestellte Badlösung
in den Vorratstank 3, von dem sie dann über den Zulauf 3 ί
v/ieder in den Prozesstank: 1 geführt wird. Das von den
Säulen 5 genommene Silber wird in der Zelle 9 elektrolytisch aufgearbeitet. Die Zelle 9 liegt im Laufmittelkreis,
der ausserdem noch einen Vorratstank 10 enthält.
Als Beispiel für die Durchführung eines Verfahrens geinäss
der Erfindung ist in der Fig. 1 die Aufarbeitung einer Bleichfixierbadlösung aus einem photographischen Prozess
gezeigt. Diese Lösung im Tank 1 kann entweder Bestandteil eines automatischen Entwxcklungsgerätes sein oder auch
ein selbständiges Sntwieklerbad darstellen. Durch den
mit der Bleichfixierbadlösung gefüllten Tank 1 wird das
farbentwickelte photographische lichtempfindliche Material 2
gelextet.
Die Bleichfixierbadlösung ist in der Regel eine wässrige
Lösung, die im wesentlichen das Bleichmittel und ein Fixiermittel enthält (vgl. USt-PS 3 582 322). Als an sich
bekannte Bleichmittel können enthalten sein Sisenkomplexsalze von Aminopolycarbonsäuren, beispielsweise das Bisenkomplexsalz
der Äthylendiamintetraessigsäure, das Eisenkomplexsalz
der H-Hydroxyäthyläthylendiamintriessigsäure,
das Eisenkomplexsalz der Dxäthylendiamintriaminpentaessxgsäure", das Eisenkomplexsalz der Diaminopropanoltetraessig- ■
säure oder das Sisenkomplexsalz der ITitriltriessigsäurej
Komplexsalze des dreiwertigen Kobalts, wie beispiels-. weise das Kobalt(lII)-tetrammin-carbonatnitrat; Kupfer(II)-
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Salze oder Chinone. Als Fixiermittel seien genannt Natriumthiosulfat,
Ammoniumthiosulfat, Natriurnthiocyanat und
andere. Weiterhin übliche Verbindungen, wie Ammonium— thiocyanate Kaliumthiocyanat, Polythiaalkandiole, wie
beispielsweise 3,6-Dithia"-l,8-octandiol und ähnliche.
übliche Zusätze zu solchen BleichfiKxerbadlosungen sind
Borsäure, Alkalimetallborate, Essigsäure, Alkalimetallacetate.
Zitronensäure, Alkalimetalle!träte, freie Aminopolycarbonsäuren,
die Ammonium- oder Alkalimetallsalze dieser Säuren, Alkalibromide, Ammoniumbromid, Amine,
Sulfite, Thioharnstoffe, Alkalimetallnitrate und andere.
Die Fixiermittel werden einzeln oder zu mehreren in den
Bleichfixierbadlösungen in der Regel in Konzentrationen
von 5 - 2OO g/l verwendet.
Die Konzentration des Bleichmittels beträgt in der Regel 5 - 200 g/l.
Typische Zusammensetzungen solcher Bleichfixierbadlösungen
sind beispielsweise in der DT-PS 866 605 oder in der GB-PS 966 410 beschrieben. Solche bzw. ähnliche Bleichfixierbadlösungen
v/erden auch für die Entwicklung von farbphotographischem
Material verwendet und sind beispielsweise in "The British Journal of Photography" (1960),
S. 122-123, beschrieben.
Bei der Entwicklung von farbphotographischem Material auf
Silbersalzbasis werden die zuvor genannten Bleichfixierbadlösungen
nach der eigentlichen Entwicklungsstufe angewendet .
Niederschläge von reduziertem Silber v/erden an den entwickelten Bereichen der Emulsionsschicht des photo-
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graphischen1 Materials gebildet, während die nicht be-5
lichteten und nicht entwickelten Bereiche noch das Silberhalogenidkorn enthalten. In der Bleichfixierstufe werden
die Silberniederschläge durch das Bleichmittel zu einem löslichen Silbersalz oxidiert, das dann mit Hilfe des
Fixiermittels zusammen mit dem Silberhalogenid der nicht belichteten Bereiche aus der Emulsionsschicht
herausgelöst wird. Im Laufe der Verwendung solcher Bleichfixierbäder
sammelt sich demnach zunehmend mehr Silbersalz in den Badlösungen an. Die sich so zunehmend verbrauchende
Bleichfixierbadlösung im Tank 1 (Fig. 1) wird durch ■
Zulauf frischer Lösung über eine Zulauf vorrichtung 3 .
ergänzt. Die verbrauchte Lösung wird als Ablauge über
einen Überlauf aus dem 4Tank genommen. Bei den bekannten
Entwicklungsverfahren liegt die Silberkonzentration in
diesen Ablaugen, für die kontinuierlich betriebenen Verfahren
in der Regel bei 0,5 - 4 g/l.
In dem in Fig. 1 gezeigten Ausführungsbeispiel einer Wiedergewinnungsanlage für das Silber aus den Ablaugen
wird die Ablauge über die Ablauf leitung 4 auf Ionenaustauschersäulen 5 gegeben. In der Fig. 1 sind die
beiden Säulen I und II gezeigt. Die Ablauge wird_auf
jeweils eine dieser Säulen gegeben. Dort tritt sie mit dem stark basischen Austauscherharz in der Säule in
Berührung, wobei das Harz das in der Ablauge gelöste Silber komplexsalz aufnimmt. In dem hier beschriebenen
Ausfuhrungsbeispiel wird angenommen, dass die Säule
durchgehend mit dem Harz beschickt ist, wobei die Beschickung jedoch ohne weiteres- auch in Schichten, beispielsweise
auf geeigneten Böden, erfolgen kann. Geeigneterweise
kann die spezifische Geschwindigkeit für
den Durchlauf der Ablauge im Bereich von etwa 1 - 20
liegen. Das Volumenverhältnis der das Silber komplexsalz
enthaltenden Lösung zu dem stark basischen Austauscherharz
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kann im Bereich von 10 : 1 bis 100 : 1 liegen.
Die für die Durchführung der Erfindung verwendeten stark
basischen Ionenaustauscherharze weisen als Grundstruktur
ein dreidimensional vernetztes Harz auf, das in seiner
molekularen Struktur aktive Gruppen enthält, die Anionen
adsorbieren und austauschen können, beispielsweise quaternäre Ärnrrioniumsalsgruppen. Pur die Grundstruktur des
Harzes kommen beispielsweise Polystyrol, Polyvinylbenzol,
Phenol-STaphthalin-Kondensate, Polydivinylbenzol oder
Styrol-Divinylbensol-Copolymerisate in Betracht. Typische
Vertreter für die anionenadsorbierenden Gruppen sind die folgenden
CH, , CH
+ — + -
+ — + -
CH_ CH.
3 :
wobei X das'austauschbare Anion bedeutet.
Eine Vielzahl solcher Austauscherharze ist.im Handel erhältlich
und steht in ausreichenden Mengen zur Verfügung. Typische Vertreter solcher Harze sind beispielsweise
Diaion SA-IOA, SA-IlA, SA-2OA, SA-21A, PA-3O4, 3OÖ, 312,
PÄ-404, 406, 420 (Mitsubishi Chemical Industries,Ltd.),
Amberlite IPxA-400, IRA-401, 402, IRA-4O5, IRA-41O, IRA-411
(Japan Organo Co., Ltd.) und viele andere.
Nach Durchlaufen der Aus tauscher säule kann die Bleichfixierbadlösung
dem Entwicklungsprozess wieder zugeführt werden, wobei gegebenenfalls die Konzentrationssollwerte durch
Zugabe frischer Chemikalien nachgestellt werden können.
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Ein.. Teil der Komponenten der Losung wird durch Verdünriurigseffekte
und Verbrauch beim Bleichen reduziert und ist so nicht mehr wirksam. Nach Durchlauf der Austauscher säule
gelangt die vorn Silber befreite Ablauge in öfen Mischtank (Fig. -1), wobei dann gleichzeitig mit dem Ablassen der
Lauge aus der einen Säule das Auf gäbest euer ventil so
geschaltet wird, dass der neue Zulauf an Ablauge auf
die andere Säule erfolgt. Nach Auffrischen der von der Säule genommenen Lösiing durch den Zusatz frischer Ghe- ·
luikalien aus derrt Speis etänlt 7 wird die korrigierte Lösung
aus dem Mischtank 6 in einen-Vorratstank 8 überführt.
Von dort gelangt dann die nachgestellte Lösung über die
Aufgabevorrichtung 3 erneut in den Prozesstank 1. Die Zugabe durch die Zulaufvorrichtung 3 wird dabei nach
Massgabe der quantitativen Balance gesteuert.
Hach Ablauf der Ablauge aus der Säule 5 wird das adsorbierte
Silbersais vora Austauscherharz genommen. Dazu wird eine wässrige Lösung eines neutralen Salzes und
bzw. oder einer silbersalzlösenden Verbindung auf die
mit dem beiädenen·Austauscherharz beschickte Säule 5 ' / gegeben.
Die Lösung muss.eine grosse Fähigkeit zur Auswaschung
(Elution) des Silbersalzkomplexes haben. Die
üblichen zu analogen Zwecken verwendeten alkalischen oder sauren Lauf mittel vermögen den Silberkomplex nicht
von dem stark basischen Äustauscherharz zu desorbieren»
Die Desorption, des Komplexes duirch die vorgenannte
wässrige Lösung ist.daher durchaus als ein erfindungs- '
wesentliches; Merkmal .einer v/eiteren Ausbildung der Erfindung
anzusehen»
Für die Durchführung der Erfindung wird insbesondere
die Verxirendung': einer wässricjen Lösung; eines neutralen
Salzes und bzw. oder .einer silber salzlös enden Verbindung
vorgezogen, · deren Fähigkeit zur Elution des Silberkomplex-
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salzes grosser ist als diejenige einer 10 gew.-%igen
wässrigen Lösung von. ITatriumthiosulf at. Spezielle Beispiele
für neutrale Salze und silbersalslösende Verbindungen,
die zur Durchführung des Verfahrens geraäss der Erfindung- verwendet werden können, sind die folgenden:
Alkalimetallhalogenide und Aiamoniuiähalogenide, beispielsweise
Kaliumbromid, jTatriurobroraid, Aranoniumbrornid, Kalium—
chlorid, Natriumchlorid, Ämnioniuntchlorid, Kaliurajodid
oder 2;iatriuitijodid, Alkalimetall- und Änunoniumthiosulfate,
beispielsweise i^xrioniurathiosulfat und andere, 2\lkalimetall-
und Atnxaoniirathiocyanate, wie bei spiel swei se Amrnoniumthiocyanat
und andere, organische Schwefelverbindungen, beispielsweise
Thioharnstoff, Allyl thioharnstoff, Äthylenthioharnstoff,
Thioacetamid oder Polythiaalkandiole.
Insbesondere "v/erden Natriumchlorid und Äia-noniumchlorid,
vor allem, aber" Arorrionixraclilorid, bevor sugt. Diese neutralen
Salze und die silbersalslösanden. Verbindungen, werden
in Konsentrationen verwendet, die ausreichend sind, um
das an Harz gebundene Silbersalz zu eluieren. Die Ebhe
dieser Konsentration lässt sich nicht generell durch einen numerischen Wert angeben, da auch beim Einsatz
geringer Konzentrationen die Menge an eluierteia Silber
mit zunehmenden Hangen des eingesetzten Laufmifctels zu—
niti'iiut. Generell jedoch wird die Konzentration der Lauf—
nittellösung nicht unter 5 Gew.-% liegen. Wenn die Lo".-sungen
so leonzentriert verwendet werden, dass ihre Klutionsfähigkeit
diejenige einer l'O %-igen wässrigen MätriumthiosulfatlÖsujag
übertrifft, wird die Desorption des Siiroerlcomplexsalses vom Austauscherharz ausserordentiicb.
gross, so dass solche Konzentrationen bevorzugt eingesetzt werden.
Das auf diese Weise vom' Silberkomplexsalz entladene
und regenerierte Austauscherharz kann erneut in der
Säule mit Silber beladen :weirden_
4 0 9 8 20/0895 BADORfGfNAt
' - 11 -
Das Silber wird aus dem so erhaltenen wässrigen Eluat
aufgearbeitet. Hierzu können an sich bekannte Verfahren verwendet werden« beispielsweise die in den U3-P3en
1 954 316, 3 450 622 oder 3 577 334 beschriebenen Verfahren.
Der Einsatz eines elektrolytischen Verfahrens zur Si Ib erwiedergewinnung ist jedoch im Rahmen der
Erfindung ?oevorzugt, da die elektrolytisch vom Silber befreiten Lösungen wieder in den Prozess zurückgeführt
werden können und erneut als Laufiaittel verwendbar sind»
Für diese bevorzugte elektrolytische Aufbereitung des Silbers werden Stromdichten von bis zu 15 A/m bei einer
Badtemperatur von 20 - 40 °C und einer lonenstärke von
1-3 im Elektrolyten bevorzugt. Daneben kann das Silber aber auch durch Verminderung der Löslichkeit des Silbersalzes
durch Verdünnung, durch Fällen des Silbers als ■Silbersulfid durch Zusatz von Hatriumsulfid zur Lösung
oder durch Niederschlagen des Silbers mit metallischem Eisen erfolgen. .
Die in diesem Rahmen zur Gewinnung des Silbers aus dem Eluat einsetzbaren Verfahren sind in der Kodak-Veröffentlichung J-IO ("Recovering Silver From Photographic
Material", herausgegeben von der Kodak Industrial Division of Eastman Kodak) beschrieben.
In dem in Fig. 1 gezeigten Äusführungsbeispiel wird die
silberkomplexsalzhaltige wässrige Lösung von der Aus—
tauschersäule 5 in die elektrolytische Aufbereitungszelle 9 überführt, wo das Silber elektrolytisch wiedergewonnen
wird. Die wässrige Lösung wird anschliessend in den Vorratstank 10 überführt. Da die im Tank 10
enthaltene Lösung sowohl als Elektrolyt als auch als Eluent verwendet wird, wird sie zwischen den Austauschersäulen
5, der elektrolytischen Zelle 9 und dem Vorratsgefäss 10 im Kreis geführt.
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Auf diese Weise ist das beschriebene Verfahren gernäss der Erfindung ins7oesondere für die Entfernung und Wieder- ·
gewinnung von Silber aus verbrauchten Bleichfixierbadlösungen mit einer Rückführung der vom Silber befreiten
Bleichfixierbadlösung geeignet. Diese spezielle AnwendungssLgnung
des Verfahrens gemäss der Erfindung beruht vor allem darauf, dass bisher kein weiteres brauchbares
Verfahren zur Regenerierung solcher Lösungen bekannt ist, das insbesondere eine Rückführung der vom Silber befreiten
Lösungen erlaubte. Aufgrund dieser Tatsache ist das Verfahren gemäss der Erfindung jedoch nicht ausschliesslich
auf die Aufarbeitung von Bleichfixierbadlösungen beschränkt, sondern kann vielmehr zur Aufarbeitung
und Wiedergewinnung des Silbers aus beliebigen anderen silberhaltigen Lösungen dienen, so beispielsweise
auch für Wiedergewinnung des Silbers und Rückführung von erschöpften Fixierbadlösungen.
Die nach dem Verfahren gemäss der Erfindung aufarbeit—
baren Bleichfixierbadlösungen bzw. Fixierbadlösungen sind jene, wie sie in herkömmlichen Verfahren zur Bearbeitung von photographischem Material auf Silbersalzbasis
verwendet v/erden, beispielsweise also bei der Verarbeitung von farbphotographischen Papieren,
Farburnkehrmaterial, Farbnegativmaterial oder Farbpositivmaterial
(vgl. US-PSen 3 582 322, 3 227 552, 3 265 oder 2 865 748). Insbesondere können auch erschöpfte
Fixierbadlösungen aufgearbeitet werden, die zur Behandlung von röntgenphotographischem Material, Schwarzweissfilmen
oder photographischen Positivpapieren verwendet werden.
Wenn nicht ausdrücklich anders angegeben, sind alle in den nachstehenden Beispielen angegebenen Mengen
gewichtsbezogen, d.h. also Gewichtsteile bzw. Gewichtsprozente.
409820/0895 ,
Eine erschöpfte Bleichfixierbadlösung wies nach Behandlung
grosser Mengen von farbphotographischem Papier die folgende Zusammensetzung auf:
Natrium-äthylendiamintetraacetat-eisen(lIl)-Komplexsaiz
34 g/l
Ä'thylendiamintetraessigsäure 3 g/l
2Ta tr iumcarbo natraonohydr at ' 5 g/l
Borsäure 5 g/l
Natriuinsulfit - - 5 g/l
Natriumthiosulfat 140 g/l
Silber (gelöst) 4,75 g/l
Es wurden eine Reihe von Säulen mit Anionenaustauscherharzen
beschickt, durch die die erschöpfte Bleichfixierbadlösung der vorstehend genannten Zusammensetzung mit
einer spezifischen Geschwindigkeit von 60 gegeben wurden. Die Bleichfixierbadlösung wurde mit der zehnfachen Volumenmenge
des Austauscherharzes eluiert. Die Konzentration des durchgelaufenen Silbers wurde gemessen. Die
Ergebnisse sind nachstehend zusammengestellt:
| Basxsches Anxonen- austauscherharz (Handelsbezeichnung) |
1OA | AO | durchgelaufene Silberkonzen- trati'on (g/1) |
Bemerkungen |
| SA - | HA | 1,55 | stark basisch | |
| SA .- | 20Ä | 2,50 | basisch | |
| SA - | 21A | 2,60 | Il | |
| SA - | 312A | 2,55 | Il | |
| PA - | 10 | 1,95 | stark basisch | |
| WA - | - 400 | 3,00 | schwach basisch | |
| IRA | - 410 | 1,55 | stark basisch | |
| IRA | 2,50 | basisch | ||
| 982a/OT9 5 |
| 2, | 25 |
| 3, | OO |
| 4, | 5O |
IRA - 90 2,25 basisch
IKA - 63" 3, OO gemässigt basisch
IRA - 93 4,5O schwach basisch
In der vorstehenden ErgebnisZusammenstellung ist die Adsorption
insgesamt aufgrund der relativ grossen spezifischen Geschwindigkeit der Lösung relativ gering. Deutlich ist
jedoch zu erkennen, dass lediglich die stark basischen Austauscherharze günstige Adsor.ptionseigenschaften, d.h.
also eine geringe Durchlaufkonzentration, aufwiesen, beispielsweise
SA-10Ä, PÄ-312Ä, oder IRA-400.
In der I?ig. 2 sind die Silbersalzadsorptionskurven für da3
vorstehend beschriebene Vergleiclisbeispiel für eine spezifische Geschwindigkeit von 12 wiedergegeben, und zwar für
die Anionenaustausch er harze PA-312A (I^urve I), IRA-4OO (Kurve II
und für I3A-410 (Kurve III), die den dem Verfahren gemäss
der Erfindung zugrunde liegenden Effekt zeigen, und für das schwach basische Austauscherharz WA—IO (Kurve IV),
das den der Erfindung zugrunde liegenden Effekt nicht zeigt. Der Fig. 2 ist deutlich zu entnehmen, dass die stark basischen
Austauscherharze ein erstaunlich grosses Adsorptionsvolumen
aufweisen.
Zum Vergleich der Blution des adsorbierten Silberkomplex-rsalzes
wurde das Austauscherharz SA-IO herangezogen, das
mit dem Silberkomplexsalz der Bleichfixierbadlösung der Silberkonzentration 4,75 g/l beladen war. Die Beladung
des Harzes betrug 30 rag Silbersalz je ein Milliliter. Die verschiedenen Eluenten wurden mit einer spezifischen Geschwindigkeit
von 6 durch das Harz gegeben. Nachstehend sind die eluierten Silbermengen zusammengestellt, die
für jeden der Eluenten bei einem Vo lumen verhältnis Sluent : Harz
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von 5 ι 1 erhalten wurden. Während bei Verwendung von
Natriumhydroxid oder Schwefelsäure ,die sonst üblicherweise zum Regenarieren von Austauscherharzen verwendet
werden", praktisch kein Silbersalz vom Harz genoitimen
wurde, zeigten die erfindungsgemass verwendeten neutralen'
Salze erstaunlich gute Elutionseigenschaften und,ermöglichten
unter geeigneten Bedingungen einen Elutionswirkungsgrad von fast 100 %. ' -.. .
In der nachstehenden Ergebnistabelle bezeichnen "0"
Regenerati ons lösungen geraäss der Erfindung, "X" Lösungen, die aus serhalb des Erfindungsbereidies liegen, und "^ "
eine zehnprozentige wässrige Natriumthiosulfatlösung als
Vergleichspunkt.
—.
Die für die Regenerationslösung in Prozenten angegebenen Konzentrationen sind Gewichtsprozente des jeweils gelösten
Stoffes, bezogen auf Wasser.
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Regenerati onsIo süng
Kategorie
Menge des wiedergewonnenen Silbers (mgAg/ml-R)
| h% - | NaOH | l°3 | X |
| 10% | NaOH | X | |
| 3% | KBr | X | |
| 10% | Il | O | |
| 20% | Il | . O | |
| 50% · | Il | O | |
| 10% | Na2S2O3 | Δ | |
| 50% | π | O | |
| 5% | EDTA | X | |
| 3% | KSCN | O | |
| 10% | Il | O | |
| 2.5% | It | O | |
| 50% | Il | O | |
| 10% | KI | X | |
| 70% | (NH^)2S. | Ό | |
| 50% | NH. SCN | O | |
| 67% | Il | O | |
| /NaCl | 25% | O | |
| /NaCl | 27% | O | |
| VNH^SCN | 18% | ||
| 10% | KCl | 0 | |
| 25% | Il | O | |
| '32% | NaCl | O | |
| 20% ' | TOH PT MH4Cl |
O | |
| 25%, ■ | ti | O | |
| 1 N | H SO | X | |
| 0 | ,118 |
| 0 | ,231 |
| 1 | ,26 |
| 12 | |1 |
| 15 | ,8 |
| 16 | /^ |
| 5 | »91 |
| 18 | .8 |
| 0 | ,126 |
| 7 | t7h |
| 12 | |
| 15 | |
| 19 | r7 |
| 1 | |
| 17 | ;3 |
| 18 | Γδ |
| 22 | |
| 19( | |
| 16, | r7 |
| 7, | |
| 7, | r 86 |
| 29, |
29,2
oroi
409820/0895
Weiterhin■wurde eine ein Silbersalz-enthaltende Lösung,
•die unter Verwendung einer 25 gew.-zügen wässrigen Lösung
von Ämmoniumchlorid als Eluent erhalten worden war, in
eine elektrolytisch©. Zelle gegeben, die ein Silberblech
als Kathode und eine Kohlenstoff elektrode als Anode enthielt. A-n die Elektroden wurde eine Gleichspannung von Q, 7 V
gelegt. Unter Rühren wurde das Silber an der Kathode bei
einer Stromdichte von 1,1 mA/cra mit einer Stromausbeute von ca. 92 % abgeschieden. Unter diesen Bedingungen wurde
das Silber elektrolytisch wiedergewonnen, ohne dass eine
Sulfidierung der Ξlektrodenoberflächen eintrat. Bei Erhöhung
der Abseheidungsspannung auf 1,5 V trat eine Sulfidierung
ein, so. dass an den Slektrodenoberflachen ein
schwarzer niederschlag erhalten wurde. Unter.diesen Bedingungen wurde jedoch gleichseitig eine erhöhte Silbar—
niederschlagsrate erzielt. Die Stromdichte betrug dabei 14 mA/cra . Diese Ergebnisse zeigen, dass die der Erfindung
zugrunde liegende Aufgabe in diesem Aufbereitungsschritt
erreicht werden kann, wenn die nachgeschaltete Elektrolyse
unter fast den gleichen Aufbereitungsbedingungen mit fast
den gleichen Aufbereitungsverfahren erzielt werden kann,.
die bei den elektrolytischen Verfahren zur Aufbereitung von Fixierbadlösungen verwendet werden. Es sei jedoch an
dieser Stelle noch einmal darauf hingewiesen, dass in dieser Stufe des Verfahrens nicht nur elektrolytische Verfahren,
sondern auch andere Verfahren zur Gewinnung des Silbers aus dem Eluat eingesetzt werden können.
Im Handel erhältliche farbphotographische Papiere ("Fuji
Color Paper, Type 8905") mit Silberchloridbromid (rotempfindliche
Schicht und grünextipf indliche Schicht mit
einem Cyankuppler bzw. - einem Magentakuppler) und Silberbromid
(blauerapfindliche Schicht mit einem Gelbkuppler) wurden in grossem Maßstab in einem automatischen Ent-
409820/0895
- x8 -
wicklungsgerät verarbeitet. Die im Tank enthaltene Bleichfixierbadlösung
hatte die folgende Zusatnmens ätzung:
Sfatrium-atJaylendiaraint etraes s igs äur e-
eisen(III)-Komplexsalz 34 g/l
Ätliylendiamintetraessigsäure 3 "
Borsäure - 5 "
Ifatriurasulf it 5 "
Hatriumthiosulfat 140 "
Die während des kontinuierlichen Betriebes überlaufende
Tanklösung wurde in einem Vorratstank gesammelt, dem
vorbestiinrate Mengen der Komponenten zu einer bestimmten Menge des Überlaufs zugesetzt wurden, um so die Bleichfixierbadlösuhg auf den Sollv;ert zu regenerieren. Der
Zusatz betrug 730 ml/m . Die auf diese Weise nachgestellte und als neuer Zulauf verwendete Lösung hatte.
die folgende Zusammensetzung:
vorbestiinrate Mengen der Komponenten zu einer bestimmten Menge des Überlaufs zugesetzt wurden, um so die Bleichfixierbadlösuhg auf den Sollv;ert zu regenerieren. Der
Zusatz betrug 730 ml/m . Die auf diese Weise nachgestellte und als neuer Zulauf verwendete Lösung hatte.
die folgende Zusammensetzung:
Ha tr ium-äthyl endi araint etraes s igsäure-eisen(lIl)-Koinplexsalz
45 g/l
Äthylendiamintetraessigsäure 4 "
Borsäure 7 "
Natriuuithiosulfat . 190 "
Diese Rückführung der Lösung Tvurde so lange durchgeführt,
bis die Menge der verwendeten Lösung das Dreifache der
Menge der Tanklösung betrug, (also 3 Umläufe). Nach dieser Zeit hatten sich 3,55 g Silber pro Liter im Tank der
Bleichfixierbadlösung angesainmelt. Der Überlauf wurde
Menge der Tanklösung betrug, (also 3 Umläufe). Nach dieser Zeit hatten sich 3,55 g Silber pro Liter im Tank der
Bleichfixierbadlösung angesainmelt. Der Überlauf wurde
daher vor Durchführung des vierten Regenerationszyklus
vor der Einleitung in den Vorratstank auf eine Säule
mit einem stark basischen Ionenaustauscherhars (3A-10 der
Mitsubishi Chemical Industries, Ltd.) mit einer spezifischen Geschwindigkeit von IO gegeben. Anschliessend wurde der
so behandelte Bleichfixierbadüberlauf im Sammeltank ge-
409820/0$95
sammelt und wiederum so mit den einzelnen Komponenten
versetzt, dass die Sollwerte der einzelnen Komponenten wieder eingestellt wurden. Die auf diese Weise nach jedem
vierten Umlauf durch die Austauschersäule gegebene Bleichfixierbadlösung konnte über lange Zeit,ohne irgendeinen
nachteiligen Einfluss auf das behandelte photographische Material auszuüben, verwendet werden.
Auf der anderen Seite wurde eine 25 %ige wässrige üIH^
Lösung mit einer spezifischen „Geschwindigkeit von 6 über
das beladene Harz gegeben, wodurch das adsorbierte Silbersalz eluiert wurde. Die Daten für die im. Verlauf
des kontinuierlichen Betriebes am Harz adsorbierten und von diesem desorbierten Silbermengen sind in der nachstehenden
Aufstellung zusammengestellt:
Zeitpunkt der Harzbear- Adsorbierte Silber- Eluierte Silberbeitung
menge (mg Äg/ml menga
Harz) . (mg Ag/ml Harz)
41 30
45 · 43
.38 41
45 .41
43 43
Die Ergebnisse der vorstehenden Übersicht zeigen, dass
die Beladungsfähigkeit des Harzes -auch nach wiederholter Beladung nicht abnahm. '
In einem automatischen Entwicklungsgerät wurde farbphotographisches
Papier in der im Beispiel 1 beschriebenen Weise mit der Abänderung behandelt, dass der Überlauf während
■jedes Umlaufes über die Ionenaustauschersäule lief und
| 1. | (4. | Umlauf) |
| 2. | (8. | Umlauf) |
| 3. | (12. | Umlauf) |
| 4. | (16. | Umlauf) |
| 5. | (20. | Umlauf) |
jeweils nach, der Säule nachgestellt wurde. Die Zusatzmenge
betrug 730 ml/n". Die im Überlauf enthaltene Silbermenge
betrug 1,4 g Silber je Liter. Die je Umlaufzyklus an deia
stark basischen Ionenaustauscherharz (SA-10Ä) adsorbierte Silbermenge betrug 35 - 41 mg Silber je Milliliter Harz.
Gleicherweise betrug die mit einer 25 %igen Ammoniurachloridlösung
eluierte Silbermenge 35 - 41 mg Silber je Milliliter Harz. Die über lange Seit wiederholt regenerierte
und rüabgeführte Bleichfixierbadlösung verhielt
sich im. Entwicklungsgerät genau so wie eine frisch angesetzte
Lösung. Auch das Austauscharharz zeigte nach
vielen Beladungs- und Entladungssyklen keine Erschöpfungserscheinungen.
Das im Beispiel 2 beschriebene Verfahren wurde mit der
Abwandlung wiederholt, dass als stark basisches Ionenaustauscherharz IRA.-4OO (Japan Organo Co., Ltd.) verwendet
wurde. Es \-7urden die gleichen Ergebnisse wie im Beispiel 2. erhalten.
Beispiel 4 ' . -
Das im Beispiel 2 beschriebene Verfahren wurde mit der Abwandlung wiederholt, dass als Eluent für die Entladung
der Austauschersäule eine 30 %xge wässrige Kochsalzlösung
verwendet wurde. Es wurden qualitativ und quantitativ die gleichen Ergebnisse wie im Beispiel 2 beschrieben
erzielt.
Die vorstehend beschriebenen Aüsführungsbeispiele lassen
sich weiter modifizieren. Bei all diesen Modifikationen wird der Rahmen der Erfindung ?oei Verwendung eines stark
basischen Austauscherharzes nicht verlassen.
409820/0895 .. .
Claims (9)
- Patentansprüche\ Ij. Verfahren zur Entfernung von Silberkomplexsalzen aus silberkomplexhaltIgen Lösungen s dadurch gekennzeichnet, dass man die Lösung mit einem stark basischen Ionenaustauscherharz in Berührung bringt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
dass man das Silberkomplexsalz mit einer Lösung eines neutralen Salzes und bzw. oder einer silbersalzlösenden Verbindung vom Äustauscherharz desorbiert, wobei das Silberkomplexsalz im Eluat gelöst erhalten wird. - 3. Verfahren nach einem der Ansprüche. 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Äustauscherharz ein Harzmit funktioneilen quaternär en Ainmoniumsalzgruppen ist.
- 4. Verfahren nach einem, der Ansprüche 2 oder 3, dadurch • gekennzeichnet, dass die Lösung des neutralen Salzes und bzw. oder der silbersalzlösenden Verbindung eine Lösung ist, die ein Alkalimetall- oder Ammoniumhalogenid, ein Alkalimetall- oder Äinmoniumthiosulfab, ein Alkalimetall- oder Arnmoniumthiocyanat oder eine organische Schwefelverbindung enthält.
- 5. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Eluent eine Mindestkonzentration von 5 Gew.-?"o hat.
- 6. Verfahren nach einem der Ansprüche 2 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, dass die Elutionsstärke des Eluenten höher als die Elutionsstärke einer 10 gew.'-%igen
wässrigen Natriumthiosulfatlösung ist.409820/0895 - 7. Verfahren nach einem der Ansprüche -1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass das Volumenverhältnis der das . Silberkoraplexsalz gelöst enthaltenden Lösung zu
dem star3c basischen Ionenaustauscherharz im Bereich von 10 : 1 bis 100 : 1 liegt. - 3. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass man das Silber aus dem Eluat
elektrolytisch wiedergewinnt. - 9. Verfahren nach eineni der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die silberkomplexhaltigen Lösungen verbrauchte Lösungen aus photographischen Prozessen sind.409820/0895
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP47111803A JPS5822528B2 (ja) | 1972-11-08 | 1972-11-08 | 写真処理液から銀を回収する方法 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE2355677A1 true DE2355677A1 (de) | 1974-05-16 |
Family
ID=14570540
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19732355677 Withdrawn DE2355677A1 (de) | 1972-11-08 | 1973-11-07 | Verfahren zur wiedergewinnung von silber |
Country Status (3)
| Country | Link |
|---|---|
| JP (1) | JPS5822528B2 (de) |
| DE (1) | DE2355677A1 (de) |
| GB (1) | GB1452618A (de) |
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1972
- 1972-11-08 JP JP47111803A patent/JPS5822528B2/ja not_active Expired
-
1973
- 1973-11-06 GB GB5155673A patent/GB1452618A/en not_active Expired
- 1973-11-07 DE DE19732355677 patent/DE2355677A1/de not_active Withdrawn
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| Publication number | Publication date |
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| JPS5822528B2 (ja) | 1983-05-10 |
| GB1452618A (en) | 1976-10-13 |
| JPS4970823A (de) | 1974-07-09 |
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