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DE4340884A1 - Verfahren zur Aufbereitung des Waschwassers von Foto- und Filmentwicklungsprozessen - Google Patents

Verfahren zur Aufbereitung des Waschwassers von Foto- und Filmentwicklungsprozessen

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Publication number
DE4340884A1
DE4340884A1 DE4340884A DE4340884A DE4340884A1 DE 4340884 A1 DE4340884 A1 DE 4340884A1 DE 4340884 A DE4340884 A DE 4340884A DE 4340884 A DE4340884 A DE 4340884A DE 4340884 A1 DE4340884 A1 DE 4340884A1
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DE
Germany
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wash water
water circuit
water
regeneration
circuit
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DE4340884A
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Ludger Frankert
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FRAENKERT LUDGER
Original Assignee
FRAENKERT LUDGER
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    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B11/00Obtaining noble metals
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    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J39/00Cation exchange; Use of material as cation exchangers; Treatment of material for improving the cation exchange properties
    • B01J39/04Processes using organic exchangers
    • B01J39/05Processes using organic exchangers in the strongly acidic form
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01JCHEMICAL OR PHYSICAL PROCESSES, e.g. CATALYSIS OR COLLOID CHEMISTRY; THEIR RELEVANT APPARATUS
    • B01J49/00Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor
    • B01J49/05Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor of fixed beds
    • B01J49/08Regeneration or reactivation of ion-exchangers; Apparatus therefor of fixed beds containing cationic and anionic exchangers in separate beds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C02TREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
    • C02FTREATMENT OF WATER, WASTE WATER, SEWAGE, OR SLUDGE
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Description

Die Erfindung betrifft ein verfahren zur Aufbereitung des Waschwassers von Foto- und Filmentwicklungsprozes­ sen, wobei im Verlauf der Aufbereitung eine Entsilberung des Waschwassers durch Anionenaustausch erfolgt.
In Foto- und Filmentwicklungsprozessen werden unter­ schiedliche Flüssigkeiten eingesetzt, nämlich üblicher­ weise ein Entwickler, ein Fixierer und Waschwasser. Da­ bei durchläuft das Foto- oder Filmmaterial nacheinander die genannten Flüssigkeiten, wobei es durch Verschlep­ pung zur Übertragung von Entwickler und Fixierer in das Waschwasser kommt. Dadurch kommt es im Waschwasser zu ei­ ner Anreicherung von Silber und zu einer Erhöhung der elektrischen Leitfähigkeit, was für die Wirksamkeit dem Wasch- oder Spülvorganges ungünstig ist. Deshalb wird in herkömmlichen Prozessen das Waschwasser relativ oft er­ neuert. Aus umweitschutzgründen und wegen des Metallwer­ tes wird das nicht mehr benötigte Waschwasser vor der Ab­ leitung in das Abwassernetz einer Entsilberung unterzo­ gen, die üblicherweise mit Hilfe von schwach basischen Anionenaustauschern erfolgt. Nachteilig ist bei diesem aus der Praxis bekannten Stand der Technik, daß der Was­ serverbrauch sehr hoch ist, was insbesondere bei Foto­ großlabors oder bei großen Druckvorlagenherstellern ins Gewicht fällt. Außerdem ist das abgeführte Waschwasser trotz der Entsilberung noch mit Silber-Restmengen bela­ stet, was aus umweltschutzgründen nicht erwünscht ist.
Es stellt sich daher die Aufgabe, ein Verfahren zur Auf­ bereitung des Waschwassers von Fotoentwicklungsprozessen zu schaffen, das einerseits den Wasserverbrauch verrin­ gert und das andererseits Waschwasser mit den für den Wasch- oder Spülvorgang erforderlichen Eigenschaften zur Verfügung stellt.
Die Lösung dieser Aufgabe gelingt erfindungsgemäß durch ein Verfahren der eingangs genannten Art, welches da­ durch gekennzeichnet ist, daß es einen ersten Waschwas­ serkreislauf umfaßt, in welchem die Entsilberung durch den Anionenaustausch erfolgt, und daß es einen zweiten Waschwasserkreislauf umfaßt, in welchem eine Verminde­ rung der elektrischen Leitfähigkeit des Waschwassers durch Entsalzung mittels Anionenaustausches und Kationen­ austausches erfolgt.
Dadurch, daß in dem erfindungsgemäßen Verfahren das Waschwasser im Kreislauf geführt wird, wird eine erheb­ liche Wassereinsparung erreicht, die in der Praxis bis zu 95% erreichen kann. Damit das im Kreislauf geführte Waschwasser trotz dieser Kreislaufführung die für einen gründlichen Wasch- oder Spülvorgang erforderlichen Eigen­ schaften behält, wird es in zweierlei Hinsicht aufberei­ tet, nämlich zum einen entsilbert und zum anderen zur Einstellung einer geeigneten elektrischen Leitfähigkeit entsalzt.
Weiterhin ist vorgesehen, daß der zweite Waschwasser­ kreislauf im Grund-Verfahrensablauf von dem ersten Wasch­ wasserkreislauf getrennt ist und daß entsalztes Waschwas­ ser aus dem zweiten Waschwasserkreislauf in den ersten Waschwasserkreislauf übergeleitet wird, wenn die elektri­ sche Leitfähigkeit des Waschwassers im ersten Waschwas­ serkreislauf einen oberen Grenzwert erreicht hat, wobei die Überleitung höchstens so lange vorgenommen wird, bis die elektrische Leitfähigkeit des Waschwassers im ersten waschwasserkreislauf einen unteren Grenzwert erreicht hat. Durch diese Verfahrensausgestaltung wird erreicht, daß die elektrische Leitfähigkeit des dem Wasch- oder Spülvorgang zugeführten Waschwassers sehr genau in einem gewünschten Bereich gehalten werden kann, ohne daß dies einen Einfluß auf die Qualität der Entsilberung hat. In der Praxis hat sich herausgestellt, daß für einen wirksa­ men Wasch- oder Spülvorgang nicht voll entsalztes Wasser sondern ein Waschwasser mit einer elektrischen Leitfähig­ keit zwischen etwa 600 und 1000 uS/cm optimal ist.
Weiterhin ist bevorzugt vorgesehen, daß das aus dem zwei­ ten Waschwasserkreislauf in den ersten Waschwasserkreis­ lauf übergeleitete Waschwasser durch unaufbereitetes Waschwasser aus dem ersten Waschwasserkreislauf oder durch Leitungswasser aus einem Wasserversorgungsnetz er­ setzt wird.
Um den Anionenaustausch zur Entsilberung des Waschwas­ sers nicht durch mitgeführte Partikel oder Schwebstoffe und/oder durch organische Substanzen, wie z. B. Gelatine, zu beeinträchtigen, wird vorgeschlagen, daß das Waschwas­ ser in dem ersten waschwasserkreislauf vor dem Anionen­ austausch einer mechanischen Filterung und/oder einer Ak­ tivkohlefilterung unterzogen wird. Für die mechanische Filterung des Waschwassers kann beispielsweise ein Kies­ filter oder Sandfilter verwendet werden; für die Aktiv­ kohlefilterung ist ein an sich bekannter Filter mit ei­ ner Aktivkohlefüllung verwendbar. Werden beide Filterun­ gen vorgesehen, dann durchläuft zweckmäßig das Waschwas­ ser zunächst die mechanische Filterung und anschließend die Aktivkohlefilterung.
Eine weitere bevorzugte Ausgestaltung des erfindungsge­ mäßen Verfahrens sieht vor, daß der Anionenaustausch im ersten Waschwasserkreislauf zeitlich abwechselnd in ei­ nem ersten und in einem zweiten Anionenaustauscher er­ folgt und daß der Anionenaustausch im zweiten Waschwas­ serkreislauf jeweils in dem im ersten Waschwasserkreis­ lauf nicht benutzten Anionenaustauscher erfolgt. Durch diese Ausgestaltung wird zum einen eine gleichmäßigere Belastung der beiden Anionenaustauscher, die in dem Ver­ fahren eingesetzt werden, erreicht, was deren Standzeit verlängert, und zum anderen wird die Möglichkeit geschaf­ fen, ohne Unterbrechung des ersten stetig ablaufenden Waschwasserkreislaufes den jeweils nicht benötigten Anionenaustauscher vorübergehend stillzusetzen, z. B. für Wartungs- oder Reparaturzwecke.
Weiter ist vorgesehen, daß der Anionenaustausch in min­ destens einem stark basischen Anionenaustauscher und der Kationenaustausch in mindestens einem stark sauren Kationentauscher erfolgt.
Da Anionenaustauscher im Betrieb nach einer gewissen Ein­ satzzeit in ihrer Wirkung nachlassen, wird vorgeschla­ gen, daß in vorgebbaren zeitlichen Abständen und/oder nach Maßgabe der Belastung eine Regeneration der Anionen­ tauscher erfolgt, wobei jeweils derjenige Anionentau­ scher regeneriert wird, der nicht in dem ersten Waschwas­ serkreislauf benutzt wird, und wobei während der Regene­ rationszeit der zweite Waschwasserkreislauf unterbrochen wird. Hierdurch wird gewährleistet, daß der erste Wasch­ wasserkreislauf stetig abläuft, wobei die Unterbrechung des zweiten Waschwasserkreislaufes für die Wirksamkeit des Verfahrens insgesamt kein Nachteil ist.
Die Regeneration der Anionenaustauscher erfolgt vorzugs­ weise durch Rückspülen zunächst mit einem Gemisch aus Wasser und Natronlauge und anschließend mit Wasser. Na­ tronlauge ist ein vergleichsweise problemloses und ein­ fach handhabbares Regenerationsmittel, wobei für eine wirksame Regeneration schon relativ geringe Volumina an Rückspülflüssigkeit ausreichend sind, in der Praxis etwa das zwei- bis vierfache Volumen des jeweiligen Anionen­ austauschers.
Zur Steigerung der Wirksamkeit der Regeneration wird vorgeschlagen, daß das für die Regeneration eingesetzte Wasser vorab mittels Durchleitung durch den Kationenaus­ tauscher des zweiten Waschwasserkreislaufes enthärtet wird.
In analoger Weise ist vorgesehen, daß in vorgebbaren zeitlichen Abständen und/oder nach Maßgabe der Belastung eine Regeneration des Kationenaustauschers erfolgt, wo­ bei während der Regenerationszeit der zweite Waschwasser­ kreislauf unterbrochen wird. Auch bei dieser Regenera­ tion ist der stetig durchzuführende erste Waschwasser­ kreislauf nicht beeinträchtigt, so daß eine ununterbro­ chene Versorgung mit aufbereitetem Waschwasser auch bei Regeneration des Kationenaustauschers gewährleistet ist.
Bezüglich der Regeneration des Kationenaustauschers ist vorgesehen, daß diese durch Rückspülen zunächst mit ei­ nem Gemisch aus Wasser und Salzsäure und anschließend mit Wasser erfolgt. Auch die hier für die Regeneration eingesetzte Salzsäure ist eine kostengünstige und ein­ fach handhabbare sowie aus Umweltschutzgesichtspunkten unbedenkliche Flüssigkeit, wobei auch hier nur geringe Mengen an Regenerationsflüssigkeit für eine wirksame Re­ generation des Kationenaustauschers benötigt werden, in der Praxis etwa das zwei- bis vierfache Volumen des Kationenaustauschers.
Da bei den Filtern für die mechanische Filterung und/ oder für die Aktivkohlefilterung nach einer gewissen Ein­ satzzeit die Durchsatzfähigkeit bzw. die Adsorptionsfä­ higkeit nachläßt, ist vorgesehen, daß in vorgebbaren zeitlichen Abständen und/oder bei vorgebbaren Druckab­ fall-Grenzwerten die Filter für die mechanische Filte­ rung und/oder für die Aktivkohlefilterung des Waschwas­ sers des ersten Waschwasserkreislaufes durch Rückspülen mit aus dem ersten Waschwasserkreislauf abgezweigten Was­ ser regeneriert werden, wobei während der Regenerations­ zeit unter Aufrechterhaltung des ersten Waschwasserkreis­ laufes das Waschwasser unter Umgehung der Filter für die mechanische Filterung und/oder die Aktivkohlefilterung unmittelbar dem Anionenaustausch zugeführt wird. Auch bei dieser Regeneration, die innerhalb des ersten Wasch­ wasserkreislaufes stattfindet, bleibt die Versorgung des Foto- oder Filmentwicklungsprozesses mit aufbereitetem Waschwasser erhalten, wobei lediglich für jeweils rela­ tiv kurze Zeiträume in der Größenordnung von einigen Mi­ nuten die mechanische Filterung und/oder Aktivkohlefil­ terung des Waschwassers unterbleibt. Diese kurzen Unter­ brechungen der mechanischen Filterung und/oder Aktivkoh­ lefilterung haben jedoch keine negativen Auswirkungen auf die Qualität der Aufbereitung des Waschwassers insge­ samt.
Um die Wirkung der Rückspülung des mechanischen Filters und/oder des Aktivkohlefilters zu steigern, wird vorge­ schlagen, daß dem abgezweigten Wasser vor dem Eintritt in die Filter für die mechanische Filterung und/oder für die Aktivkohlefilterung Luft zugemischt wird.
Schließlich schlägt das erfindungsgemäße Verfahren noch vor, daß überschüssiges Waschwasser aus dem ersten Wasch­ wasserkreislauf und/oder gegebenenfalls beim Regenerie­ ren anfallendes Rückspülwasser einer Elektrolyse und/ oder einer Konzentrierung durch Eindampfung und/oder einer Silberfällung zugeführt wird. Mittels der Elektro­ lyse werden Silberanteile aus dem Wasser entfernt, so daß das nach der Elektrolyse anfallende Wasser meistens ohne weiteres der Kanalisation zugeführt werden kann. Bedarfsweise kann abschließend noch eine Neutralisie­ rung, d. h. eine Einstellung des pH-Wertes auf einen neu­ tralen Bereich erfolgen. Für diese pH-Wert-Einstellung kann bei Bedarf die Natronlauge oder Salzsäure, die an­ sonsten für die Regeneration verwendet werden, einge­ setzt werden. Die zusätzlich oder alternativ vorgeschla­ gene Konzentrierung durch Eindampfung führt zu einem Konzentrat mit relativ geringem Volumen, das dann ohne viel Raum zu beanspruchen auf einer Sondermülldeponie abgelagert oder einem anderweitigen Aufbereitungsprozeß zugeführt werden kann. Schließlich kann in diesem Zusam­ menhang auch noch eine Fällung des Silbers vorgenommen werden, um Silberreste aus dem Abwasser zu entfernen und zurückzugewinnen.
Im folgenden wird das Verfahren anhand einer schematisch dargestellten Anlage zu dessen Durchführung beispielhaft erläutert. Die Figuren der Zeichnung zeigen:
Fig. 1 eine Anlage zur Durchführung des Verfahrens in schematischer Darstellung,
Fig. 2 die Anlage aus Fig. 1 mit darin eingezeichne­ ten Waschwasserkreisläufen in einem ersten Ver­ fahrenszustand,
Fig. 3 in gleicher Darstellung wie Fig. 2 einen zwei­ ten Verfahrenszustand,
Fig. 4 die Anlage aus Fig. 1 während der Regeneration eines Anionenaustauschers,
Fig. 5 die Anlage aus Fig. 1 während der Regeneration eines Kationenaustauschers und
Fig. 6 die Anlage aus Fig. 1 während der Regeneration eines mechanischen Filters und eines Aktivkohle­ filters.
Fig. 1 der Zeichnung zeigt oben links ein Waschbad, z. B. für das Waschen oder Spülen von Filmen oder Fotos. Die in Fig. 1 weiterhin schematisch dargestellte Aufbe­ reitungsanlage dient zur Versorgung des Waschbades mit für einen wirksamen Waschvorgang geeignetem Waschwasser. Hierzu weist die Anlage zunächst einen Sammelbehälter B1 für das Waschwasser auf. Zur mechanischen Filterung des Waschwassers ist ein Filter F1 vorhanden, beispielsweise ein Kiesfilter. Weiterhin ist ein zweiter Filter F2 vor­ handen, der ein Aktivkohlefilter ist und zum Ausfiltern von organischen Bestandteilen aus dem Waschwasser dient. Weiterhin umfaßt die Anlage zwei Anionenaustauscher AT1 und AT2. Daneben ist noch ein Kationenaustauscher KT vor­ handen. Ein weiterer Sammelbehälter B2 dient zur Samm­ lung von überschüssigen Flüssigkeitsmengen und Eluaten, die im Verlauf des Verfahrens anfallen. Dem Behälter B2 ist eine Elektrolyseeinheit EL zugeordnet; dieser wiede­ rum ist ein Misch- und Konditionierungsbehälter B5 nach­ geschaltet, dem eine pH-Wert-Meßeinrichtung PH zugeord­ net ist. Außerdem sind noch zwei Vorratsbehälter B3 und B4 vorhanden, wobei der Vorratsbehälter B3 Natronlauge (NaOH) und der Behälter B4 Salzsäure (HCl) enthält.
Neben den zuvor erwähnten Behältern, Filtern und Ionen­ austauschern sind noch mehrere Förderpumpen FP1 bis FP5 vorgesehen, die zur Förderung von Waschwasser, Regenera­ tionsflüssigkeit, Natronlauge, Salzsäure und Abwasser dienen. Alle zuvor genannten Elemente der Anlage sind über Rohrleitungen miteinander verbunden, wobei über Ven­ tile 1 bis 34 gezielt Leitungen freigebbar und absperr­ bar sind, um bestimmte Verfahrensabläufe und Betriebszu­ stände in der Anlage einzustellen. Mittels Druckmeßein­ richtungen P1, P2 und P3 können Flüssigkeitsdrücke an be­ stimmten Stellen innerhalb der Anlage erfaßt und zur Steuerung des Verfahrens ausgewertet werden. Außerdem sind zwei Leitfähigkeitsmeßeinrichtungen L1 und L2 vor­ handen, die zur Messung der elektrischen Leitfähigkeit dienen, welche ebenfalls zur Ablaufsteuerung des Verfah­ rens herangezogen werden. Über Durchflußregler D1 und D2 können Durchflußmengen eingestellt und erfaßt werden.
Fig. 2 der Zeichnung zeigt die Anlage aus Fig. 1 in einem ersten Verfahrenszustand. In diesem Verfahrenszu­ stand strömt gebrauchtes Waschwasser aus dem Waschbad­ überlauf oder -ablauf zum Sammelbehälter B1. Aus dem Sam­ melbehälter B1 wird das Waschwasser mittels der Förder­ pumpe FP1 über den Durchflußregler D1 und über das geöff­ nete Ventil 1 dem ersten Filter F1 zugeführt und durch­ strömt diesen Filter F1 von oben nach unten. Vom Auslaß des Filters F1 gelangt das Waschwasser über das geöffne­ te Ventil 3 zum Aktivkohlefilter F2 und durchströmt die­ sen ebenfalls von oben nach unten. Vom Auslaß des Aktiv­ kohlefilters F2 strömt das Waschwasser weiter über das geöffnete Ventil 9 und das geöffnete Ventil 10 zu einem ersten Anionenaustauscher AT1. Nach Durchströmen dieses Anionenaustauscher von unten nach oben strömt das Wasch­ wasser durch das geöffnete Ventil 16 zum Einlauf des Waschbades. Im Waschbad nicht benötigtes Waschwasser strömt unter Umgehung des Waschbades unmittelbar zum Sammelbehälter B1. In diesem stetig ablaufenden ersten Waschwasserkreislauf wird das Waschwasser im Filter F1 mechanisch gefiltert, d. h. von mitgeführten Partikeln und Schwebstoffen befreit. Im Aktivkohlefilter F2 werden organische Bestandteile aus dem Waschwasser ausgefil­ tert, insbesondere mitgeführte Gelatine. In dem Anionen­ austauscher AT1 erfolgt eine Entsilberung des Waschwas­ sers, indem in diesem Anionenaustauscher AT1 die im Waschwasser mitgeführten Silberverbindungen an die im Anionenaustauscher AT1 enthaltenen Tauscherharze angela­ gert werden und OH⁻-Ionen in das Waschwasser abgegeben werden.
Mittels der Leitfähigkeitsmeßeinrichtung L1 wird zwi­ schen dem Ventil 16 und dem Einlauf des Waschbades bzw. dem Sammelbehälter B1 die elektrische Leitfähigkeit des aufbereiteten Waschwassers erfaßt und zur Steuerung des Verfahrens ausgewertet. Insbesondere dient die Leitfähig­ keitsmessung dazu, das Waschwasser in einem für die Durchführung des Waschvorganges optimalen Bereich der elektrischen Leitfähigkeit zu halten. Bei Überschreiten eines oberen Grenzwertes der elektrischen Leitfähigkeit wird dem Waschwasser des zuvor beschriebenen ersten Waschwasserkreislaufes entsalztes Wasser zugeführt, wel­ ches in einem in Fig. 2 ebenfalls dargestellten zweiten Waschwasserkreislauf aufbereitet wird.
Dieser zweite Waschwasserkreislauf umfaßt in dem in Fig. 2 dargestellten Verfahrenszustand den Anionenaus­ tauscher AT2 und den Kationenaustauscher KT. Mittels der Förderpumpe FP2 wird das im zweiten Waschwasserkreislauf befindliche Waschwasser über das geöffnete Ventil 25 und durch den Durchflußregler D2 und das geöffnete Ventil 28 von unten nach oben durch den Kationenaustauscher KT ge­ leitet. In dem Kationenaustauscher KT erfolgt eine Ent­ ziehung von Metallionen aus dem Waschwasser, an deren Stelle H⁺-Ionen zugegeben werden. Hierdurch erfolgt eine Entsalzung und damit eine Leitfähigkeitsverminderung des Wassers. Vom Ausgang des Kationenaustauschers KT strömt das Waschwasser über das geöffnete Ventil 13 zum Einlaß des Anionenaustauschers AT2 und durchströmt diesen von unten nach oben. In seiner Funktion und Wirkungsweise entspricht der Anionenaustauscher AT2 vollkommen dem zuvor beschriebenen Anionenaustauscher AT1. Vom Auslaß des Anionenaustauschers AT2 strömt das Waschwasser im zweiten Waschwasserkreislauf durch das geöffnete Ventil 19 wieder zur Förderpumpe FP2.
Nach Maßgabe des Ergebnisses der Leitfähigkeitsmessung der Leitfähigkeitsmesseinrichtung L1 wird bei Überschrei­ ten eines oberen Grenzwertes der elektrischen Leitfähig­ keit durch das im ersten Waschwasserkreislauf geführte Waschwasser das Ventil 32 geöffnet. Hierdurch gelangt entsalztes Wasser aus dem zweiten Waschwasserkreislauf in den Sammelbehälter B1 und führt zu einer Absenkung der elektrischen Leitfähigkeit des im ersten Waschwasser­ kreislauf geführten Waschwassers. Das aus dem zweiten Waschwasserkreislauf in den ersten Waschwasserkreislauf überführte entsalzte Wasser wird durch Waschwasser aus dem ersten Waschwasserkreislauf ersetzt, wozu das Ventil 24 geöffnet wird. Alternativ kann das Ersetzen des aus dem zweiten in den ersten Waschwasserkreislauf überführ­ ten Wassers auch durch Zuführung von Leitungswasser über das Ventil 26 in den zweiten Waschwasserkreislauf erfol­ gen.
Über das Ventil 33 kann weiterhin aus dem zweiten Wasch­ wasserkreislauf voll entsalztes Wasser gezapft werden, das beispielsweise für das Ansetzen von Entwicklungs- und Fixierbäder verwendet werden kann.
Durch die Verschleppung von Entwickler- und Fixierer­ flüssigkeitsmengen in das Waschbad und infolge des Er­ setzens von Wasser des zweiten Waschwasserkreislaufes durch Leitungswasser entstehen überschüssige Waschwasser­ mengen. Nach Maßgabe eines im Sammelbehälter B1 vorge­ sehenen Niveauschalters kann das Ventil 23 bedarfsweise geöffnet werden, um überschüssige Wassermengen zum Sam­ melbehälter B2 abzuleiten.
Fig. 3 der Zeichnung zeigt das Verfahren in einem dem Verfahrenszustand gemäß Fig. 2 entsprechenden Zustand, wobei allerdings in dem Zustand gemäß Fig. 3 die An­ ionenaustauscher AT1 und AT2 in ihrer Zuordnung zu den jeweiligen Waschwasserkreisläufen vertauscht sind.
Auch in dem Verfahrenszustand gemäß Fig. 3 strömt ge­ brauchtes Waschwasser aus dem Waschbadüberlauf oder -ablauf in den Sammelbehälter B1. Von dort fördert die Förderpumpe FP1, wie auch schon anhand von Fig. 2 be­ schrieben, das Waschwasser durch die Filter F1 und F2. Nach Durchströmen des geöffneten Ventils 9 gelangt das Waschwasser nun über das hier geöffnete Ventil 11 zum Einlaß des Anionenaustauschers AT2 und nach dessen Durch­ strömung über das nun geöffnete Ventil 17 zum Einlauf des Waschbades bzw. unmittelbar zum Sammelbehälter B1. Die Ventile 10 und 16 sind nun geschlossen.
Im zweiten Waschwasserkreislauf strömt das von der För­ derpumpe FP2 bewegte Waschwasser durch den Kationenaus­ tauscher KT und von dessen Auslaß über das nun geöffnete Ventil 12 zum Anionenaustauscher AT1. Nach dessen Durch­ strömen gelangt das Waschwasser über das geöffnete Ven­ til 18 wieder zur Förderpumpe FP2. Bedarfsweise kann auch hier nach Maßgabe des Ergebnisses der Leitfähig­ keitsmessung über die Leitfähigkeitsmeßeinrichtung L1 durch Öffnen des Ventils 32 entsalztes Wasser zur Vermin­ derung der elektrischen Leitfähigkeit des Waschwassers im ersten Waschwasserkreislauf in diesen überführt wer­ den. Zum Ersetzen dieser überführten Wassermengen kann eine entsprechende Waschwassermenge über das geöffnete Ventil 24 aus dem ersten in den zweiten Waschwasserkreis­ lauf übergeleitet werden.
Die elektrische Leitfähigkeit des im zweiten Waschwasser­ kreislauf geführten Waschwassers kann über eine zweite Leitfähigkeitsmeßeinrichtung L2 erfaßt und ausgewertet werden.
Da nach einer gewissen Betriebszeit die Anionenaustau­ scher AT1 und AT2 in ihrer Wirkung nachlassen, ist in gewissen Zeitabständen oder nach Maßgabe des Nachlassens ihrer Wirksamkeit eine Regeneration erforderlich. Die Fig. 4 der Zeichnung veranschaulicht die Regeneration des Anionenaustauschers AT2. Hierzu wird über das ge­ öffnete Ventil 26 Leitungswasser aus einem Versorgungs­ netz über den Durchflußregler D2 und das geöffnete Ven­ til 28 von unten nach oben durch den Kationenaustauscher KT geleitet. Hierdurch wird das zugeführte Frischwasser enthärtet. Vom Kationenaustauscher KT gelangt das ent­ härtete Wasser über das geöffnete Ventil 31 zu einer Strahlpumpe S1. Durch diese Strahlpumpe S1 wird aus dem Vorratsbehälter B3 über das geöffnete Ventil 20 Natron­ lauge angesaugt und dem Wasserstrom beigemischt. Dieses Wasser-Natronlauge-Gemisch strömt durch das geöffnete Ventil 22 in den Anionenaustauscher AT2 und durchströmt diesen von oben nach unten. Nach Durchströmen des An­ ionenaustauschers AT2 gelangt das Wasser-Natronlauge-Ge­ misch über das geöffnete Ventil 15 in den Sammelbehälter B2. Nach dieser Durchströmung mit dem Wasser-Natronlauge­ Gemisch wird der Anionenaustauscher AT2 mit Wasser nach­ gespült, wozu einfach das Ventil 20 geschlossen wird. Auch dieses Spülwasser wird dem Behälter B2 zugeleitet.
Wenn anstelle des Ionenaustauschers AT2 der Ionenaustau­ scher AT1 regeneriert werden soll, werden lediglich die Ventile 15 und 22 geschlossen und dafür die Ventile 14 und 21 geöffnet. Im übrigen läuft der Regenerationsvor­ gang für den Anionenaustauscher AT1 in gleicher Weise wie für den Anionenaustauscher AT2 ab. Um bei der Regene­ ration des einen oder des anderen Anionenaustauschers AT1, AT2 den ersten Waschwasserkreislauf nicht unterbre­ chen zu müssen, wird jeweils derjenige Anionenaustau­ scher AT1, AT2 regeneriert, der gerade nicht dem ersten Waschwasserkreislauf zugeordnet ist.
Fig. 5 der Zeichnung veranschaulicht die Regeneration des Kationenaustauschers KT1. Hierzu wird ebenfalls durch Öffnen des Ventils 26 Leitungswasser über den Durchflußregler D2 in die Anlage eingeleitet. Vom Durch­ flußregler D2 strömt das Wasser über eine Strahlpumpe S2. Mittels dieser Strahlpumpe S2 wird aus dem Vorrats­ behälter B4 Salzsäure angesaugt, die über das geöffnete Ventil 29 zur Strahlpumpe S2 gelangt. Über das geöffnete Ventil 30 gelangt das Wasser-Salzsäure-Gemisch in den Kationenaustauscher KT und durchströmt diesen von oben nach unten. Von dem Kationenaustauscher KT strömt das Wasser-Salzsäure-Gemisch über das nun geöffnete Ventil 27 ebenfalls zum Sammelbehälter B2. Im Anschluß an diese Regeneration wird der Kationenaustauscher KT mit Wasser nachgespült, wozu das Ventil 29 geschlossen wird, was die weitere Zufuhr von Salzsäure unterbindet. Auch die­ ses Spülwasser wird über das geöffnete Ventil 27 dem Sammelbehälter B2 zugeführt. Ersichtlicherweise ist bei der Regeneration des Kationenaustauschers KT der erste Waschwasserkreislauf, wie er in den Fig. 2 und 3 be­ schrieben wurden nicht betroffen, da der Kationenaustau­ scher immer nur Teil des zweiten Waschwasserkreislaufes ist. Dessen vorübergehende Unterbrechung hat für die Qualität des aufbereiteten Waschwassers keine Auswirkun­ gen, zumal die Regenerationsvorgänge für den Kationen­ austauscher KT und auch für die Anionenaustauscher AT1 und AT2 lediglich eine Zeit in der Größenordnung von etwa 90 Minuten benötigen.
Fig. 6 der Zeichnung zeigt die Regeneration der Filter F1 und F2, wozu diese mit Waschwasser rückgespült wer­ den. Das Waschwasser wird aus dem Behälter B1 über die Förderpumpe FP1 und die geöffneten Ventile 5, 7 und 8 von unten her den Filtern F1 und F2 zugeführt. Nach dem parallelen Durchströmen der Filter F1 und F2 von unten nach oben gelangt das Rückspülwasser über die geöffneten Ventile 2 bzw. 4 ebenfalls zum Sammelbehälter B2. Gleich­ zeitig strömt ein weiterer Zweigstrom des Waschwassers vom geöffneten Ventil 5 entweder über das geöffnete Ven­ til 10 oder das geöffnete Ventil 11 zum Anionenaustau­ scher AT1 oder AT2 und von dort über entweder das ge­ öffnete Ventil 16 oder das geöffnete Ventil 17 wieder zum Einlauf des Waschbades oder unmittelbar zum Behälter B1. Es bleibt also auch während des Regenerierens der Filter F1 und F2 der erste Waschwasserkreislauf erhal­ ten, wobei hier lediglich die kleine Einschränkung be­ steht, daß dem Anionenaustauscher AT1 oder AT2 für kurze Zeit Waschwasser zugeführt wird, das zuvor nicht die Fil­ ter F1 und F2 durchlaufen hat, was aber unschädlich ist.
Der Zeitpunkt für die Regeneration der Filter F1 und F2 kann durch Erfassung des Druckabfalles beim Durchströmen dieser Filter F1, F2 bestimmt werden. Hierzu ist zwi­ schen dem Durchflußregler D1 und dem Ventil 1 ein erster Druckmesser P1 vorgesehen; ein zweiter Druckmesser P2 ist vor dem Ventil 3 und ein dritter Druckmesser P3 hin­ ter dem Ventil 9 vorgesehen. Durch Vergleich der Druck­ messungen von P1 und P2 kann der Druckabfall an dem Fil­ ter F1 erfaßt werden; durch Bildung der Differenz zwi­ schen den Druckmessungen von P2 und P3 kann der Druckab­ fall an dem Filter F2 festgestellt werden. Bei Erreichen von vorgebbaren Druckdifferenz-Grenzwerten kann dann die Regeneration des Filters F1 oder des Filters F2 oder beider Filter F1, F2 erfolgen.
Aus den im Sammelbehälter B2 gesammelten Flüssigkeiten wird das Silber gefällt und am Boden von B2 abgesetzt. Da alle Abwasser-Flüssigkeiten im Behälter B2 gesammelt werden und da im Behälter B2 stets ein saurer pH-Wert vorliegt und Chlor-Ionen vorhanden sind, fällt das Sil­ ber in Form von Silberchlorid aus und setzt sich nach einer bestimmten Absetzzeit als milchige Flocke ab. Das abgesetzte Silberchlorid wird nach Erreichen eines vor­ gebbaren Niveaus abgezogen und einer Weiterverarbeitung zu metallischen Silber zugeführt. Die verbleibende Flüs­ sigkeit wird bei Erreichen eines bestimmten Niveaus mit­ tels der Förderpumpe FP3 entweder direkt dem Behälter B5 oder der Elektrolyseeinheit EL zugeführt. Hier wird das noch in der Flüssigkeit, hauptsächlich Wasser, enthal­ tene Silber elektrolytisch abgeschieden. Das durch die Elektrolyse entsilberte Abwasser wird dem Behälter B5 zugeführt. Mittels der pH-Wert-Meßeinrichtung PH wird der pH-Wert der im Behälter B5 gesammelten Abwassermenge bestimmt. Durch Zuführung von Natronlauge aus dem Behäl­ ter B3 über die Förderpumpe FP4 oder von Salzsäure aus dem Behälter B4 über die Förderpumpe FP5 kann der pH- Wert des Abwassers im Behälter B5 auf einen gewünschten Wert, insbesondere einen neutralen pH-Wert, eingestellt werden. Zur Homogenisierung des Abwassers im Behälter B5 ist dort ein Rührer R vorgesehen. Das neutralisierte und entsilberte Abwasser kann schließlich über das Ventil 34 in ein Kanalisationsnetz abgelassen werden.

Claims (14)

1. Verfahren zur Aufbereitung des Waschwassers von Foto- und Filmentwicklungsprozessen, wobei im Ver­ lauf der Aufbereitung eine Entsilberung des Waschwas­ sers durch Anionenaustausch erfolgt, dadurch gekennzeichnet, daß das Verfahren
  • a) einen ersten Waschwasserkreislauf umfaßt, in wel­ chem die Entsilberung durch den Anionenaustausch stetig erfolgt, und
  • b) einen zweiten Waschwasserkreislauf umfaßt, in wel­ chem eine Verminderung der elektrischen Leitfähig­ keit des Waschwassers durch Entsalzung mittels Anionenaustausch und Kationenaustausches erfolgt.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Waschwasserkreislauf im Grund-Verfah­ rensablauf von dem ersten Waschwasserkreislauf ge­ trennt ist und daß entsalztes Waschwasser aus dem zweiten Waschwasserkreislauf in den ersten Waschwas­ serkreislauf übergeleitet wird, wenn die elektrische Leitfähigkeit des Waschwassers im ersten Waschwasser­ kreislauf einen oberen Grenzwert erreicht hat, wobei die Überleitung höchstens so lange vorgenommen wird, bis die elektrische Leitfähigkeit des Waschwassers im ersten Waschwasserkreislauf einen unteren Grenz­ wert erreicht hat.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das aus dem zweiten Waschwasserkreislauf in den ersten Waschwasserkreislauf übergeleitete Waschwas­ ser durch unaufbereitetes Waschwasser aus dem ersten Waschwasserkreislauf oder durch Leitungswasser aus einem Wasserversorgungsnetz ersetzt wird.
4. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß das Waschwasser in dem er­ sten Waschwasserkreislauf vor dem Anionenaustausch einer mechanischen Filterung und/oder einer Aktivkoh­ lefilterung unterzogen wird.
5. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der Anionenaustausch im er­ sten Waschwasserkreislauf zeitlich abwechselnd in ei­ nem ersten und in einem zweiten Anionenaustauscher erfolgt und daß der Anionenaustausch im zweiten Waschwasserkreislauf jeweils in dem im ersten Wasch­ wasserkreislauf nicht benutzten Anionenaustauscher erfolgt.
6. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß der Anionenaustausch in mindestens einem stark basischen Anionenaustauscher und der Kationenaustausch in mindestens einem stark sauren Kationenaustauscher erfolgt.
7. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß in vorgebbaren zeitlichen Abständen und/oder nach Maßgabe der Belastung eine Regeneration der Anionenaustauscher erfolgt, wobei jeweils derjenige Anionenaustauscher regeneriert wird, der nicht in dem ersten Waschwasserkreislauf benutzt wird, und wobei während der Regenerations­ zeit der zweite Waschwasserkreislauf unterbrochen wird.
8. Verfahren nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration der Anionenaustauscher durch Rückspülen zunächst mit einem Gemisch aus Wasser und Natronlauge und anschließend mit Wasser erfolgt.
9. Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, daß das für die Regeneration eingesetzte Wasser vorab mittels Durchleitung durch den Kationenaustau­ scher des zweiten Waschwasserkreislaufes enthärtet wird.
10. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß in vorgebbaren zeitlichen Abständen und/oder nach Maßgabe der Belastung eine Regeneration des Kationenaustauschers erfolgt, wobei während der Regenerationszeit der zweite Waschwasser­ kreislauf unterbrochen wird.
11. Verfahren nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, daß die Regeneration des Kationenaustauschers durch Rückspülen zunächst mit einem Gemisch aus Wasser und Salzsäure und anschließend mit Wasser erfolgt.
12. Verfahren nach einem der Ansprüche 4 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß in vorgebbaren zeitlichen Abstän­ den und/oder bei vorgebbaren Druckabfall-Grenzwerten die Filter für die mechanische Filterung und/oder für die Aktivkohlefilterung des Waschwassers des er­ sten Waschwasserkreislaufes durch Rückspülen mit aus dem ersten Waschwasserkreislauf abgezweigtem Wasser regeneriert werden, wobei während der Regenerations­ zeit unter Aufrechterhaltung des ersten Waschwasser­ kreislaufes das Waschwasser unter Umgehung der Fil­ ter für die mechanische Filterung und/oder die Aktiv­ kohlefilterung unmittelbar dem Anionenaustausch zuge­ führt wird.
13. Verfahren nach Anspruch 12, dadurch gekennzeichnet, daß dem abgezweigten Wasser vor dem Eintritt in die Filter für die mechanische Filterung und/oder für die Aktivkohlefilterung Luft zugemischt wird.
14. Verfahren nach einem der vorangehenden Ansprüche, da­ durch gekennzeichnet, daß überschüssiges Waschwasser aus dem ersten Waschwasserkreislauf und/oder gegebe­ nenfalls beim Regenerieren anfallendes Rückspülwas­ ser einer Elektrolyse und/oder einer Konzentrierung durch Eindampfung und/oder einer Silberfällung zuge­ führt wird.
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