DE2352525A1 - Schaltanordnung fuer den elektrischen motor eines luefters - Google Patents
Schaltanordnung fuer den elektrischen motor eines lueftersInfo
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Description
R. 18 0 8
5.10.1973 Kü/Sc
Anlage zur
Patentanmeldung
Patentanmeldung
ROBERT BOSCH GMBH, 7 Stuttgart
Die Erfindung bezieht sich auf eine Schaltanordnung für
den elektrischen Motor eines Lüfters zur Kühlung einer Verbrennungsmaschine eines Kraftfahrzeuges mit einem
Schaltglied, das von einer einen Thermoschalter enthaltenden Steuereinrichtung schaltbar ist und bei "Überschreitung
einer vorgegebenen Temperatur einen vom Zündstromkreis unabhängigen-Betriebsstromkreis für den Motor
schließt.
Bei einer solchen Schaltanordnung bleibt der Lüfter auch,
dann noch in Betrieb, wenn die.Verbrennungsmaschine still
gesetzt ist, denn der Motor des Lüfters erhält seinen Betriebsstrom
über einen vom Zündstromkreis unabhänigen Stromkreis. Dadurch wird dem bekannten Effekt wirksam
begegnet, daß beim Abstellen des Motors im Motorraum
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durch den Nachschub immer höhere Temperaturen entstehen, die bei nachfolgenden Starts zu Schwierigkeiten führen. Diese beim Abstellen des Motors im Motorraum auftretenden Temperaturen können bis über 120° C liegen und es hat' sich gezeigt, daß dann Gasblasen in der Benzinversorgungsleitung entstehen, die einen nachfolgenden Anlaßvorgang außerordentlich erschweren. Außerdem entstehen aufgrund dieser erhöhten Temperaturen Dampfblasen im Kühlsystem und es können überhaupt temperaturempfindliche Teile im Motorraum,', beispielsweise Motorlagerbeschädigt werden.
durch den Nachschub immer höhere Temperaturen entstehen, die bei nachfolgenden Starts zu Schwierigkeiten führen. Diese beim Abstellen des Motors im Motorraum auftretenden Temperaturen können bis über 120° C liegen und es hat' sich gezeigt, daß dann Gasblasen in der Benzinversorgungsleitung entstehen, die einen nachfolgenden Anlaßvorgang außerordentlich erschweren. Außerdem entstehen aufgrund dieser erhöhten Temperaturen Dampfblasen im Kühlsystem und es können überhaupt temperaturempfindliche Teile im Motorraum,', beispielsweise Motorlagerbeschädigt werden.
Bei bekannten Schaltanordnungen der eingans erwähnten Art werden also diese Nachteile vermieden, weil der
Lüfter auch nach dem Abstellen der Verbrennungsmaschine weiterlaufen kann. Nachteilig bei der bekannten Ausführung
ist es allerdings, daß das Schaltglied im BetriebsStromkreis
des elektrischen Motors des Lüfters allein von einem
Thermostaten gesteuert wird, so daß der Lüfter auch dann eingeschaltet wird, wenn sich die Motorraumtemperatur
durch äußere Einflüsse, beispielsweise durch starke Sonneneinstrahlung über die Schaltschwelle des Thermostaten
erhöht. Damit besteht die Gefahr, daß sich die Kapazität der Kraftfahrzeugbatterie so stark verringert,
daß ein erneuter Anlaßvorgang nicht mehr durchgeführt werden kann.
Aufgabe, der Erfindung ist es deshalb, eine Schaltanordnung
der eingangs erwähnten Art zu schaffen, mit der eine unzulässig/ Stromentnahme aus der Kraftfahrzeugbatterie
mit Sicherheit verhindert wird.
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Diese Aufgabe ist erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß
die Steuereinrichtung nach Unterbrechung des Zündstromkreises auch bei überhöhter Motortemperatur nur ein
zahlen- und/oder zeitmäßig· begrenztes Verstellen des Schaltgliedes in seine Arbeitsstellung zuläßt.
Dabei ist also zunächst einmal daran gedacht, nur ein
zahlenmäßig begrenztes Verstellendes Schaltgliedes in seine Arbeitsstellung zuzulassen. Bei einer bevorzugten Ausführungsform wird nur ein einmaliges Verstellen
zugelassen, so daß mit Sicherheit gewährleistet ist, daß sich die Kapazität der Batterie nicht in unzulässiger
Weise verringert. Es hat sich nämlich gezeigt, daß bei abgestelltem Motor sich die Temperatur im Motorraum
durch die Wirkung des Kühlers sehr schnell verringert, so daß in dieser Zeitspanne ein übermäßiges
Aufheizen des Motorrauras selbst bei sehr starker Sonneneinstrahlung
über die Temperaturschaltschwelle hinaus nicht vorkommt.
Bei einer anderen Ausführungsform wird nur ein zeitmäßig
begrenztes Verstellen des Schaltgliedes in seine Arbeitsstellung zugelassen. Bei dieser Ausführung ist
von dem Gedanken ausgegangen, daß der Wärmestau der abgestellten Verbrennungsmaschine den Motorräum sehr schnell
erwärmt und daß nach einer bestimmten Zeitspanne eine Temperaturerhöhung im Motor nidt von dem Wärmestau der
Verbrennungsmaschine herrühren kann.
Bei weiteren denkbaren Ausführungsformen wird ein zahlenmäßig
und ein zeitmäßig begrenztes Verstellen des Schaltgliedes in seine Arbeitsstellung zugelassen. Dabei ist.
einerseits daran gedacht, ein mehrmaliges Einschalten
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des Lüftermotors in einer bestimmten Zeitspanne zuzulassen,
nach Ablauf dieser Zeitspanne aber ein Einschalten zu verhindern. Es ist aber andererseits auch möglich,
die Zeitdauer des Einschaltens bei jedem Einschaltvorgang zu begrenzen.
Die Erfindung wird nachstehend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Es zeigen :
Fig. 1 eine Schaltanordnung, die nur ein einmaliges Schalten des Schaltgliedes .zuläßt und
Fig. 2 eine Schaltanordnung, die nur ein zeitmäßig begrenztes Verstellen des Schaltgliedes zuläßt.
In den Abbildungen ist mit 10 die Batterie des Kraftfahrzeuges bezeichnet, an die über den Zündschalter 11
der Zündstromkreis 12 für die Verbrennungsmaschine anschließbar ist. Der Lüftermotor 13 liegt in Reihe mit
einem Schaltglied 14 in einem Stromkreis, der vom Zündstromkreis unabhängig ist, d.h. über das Schaltglied 14
auch schließbar ist, wenn über den Zündschalter 11 die Verbrennungsmaschine stillgesetzt ist. Die Steuereinrichtung
enhält einen Thermostaten 15, eine Relais 16, zu dem das Schaltglied 14 gehört, und ein weiteres
Schaltelement 17» die in Reihe geschaltet ebenfalls in einem vom Zündstromkreis 12 unabhängigen Stromkreis
liegen.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 1 ist das Schaltelement 17 ein Thyristor, dessen Steuerelektrode 18 an
den Abgriff 19 eines aus den Widerständen 2o und 21 gebildeten Spannungsteilers angeschlossen ist. Dieser
Spannungsteiler zweigt von dem Zündstromkreis 12 ab und verbindet diesen mit der Kathode 22 des Thyristors 17. Die
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Kathode 22 ist weiterhin über einen Widerstand 23 mit einem Schaltungspunkt 24 zwischen dem Schaltglied 14
und dem Motor 13 verbunden.
Die beschriebene Schaltanordnung arbeitet folgendermaßen :
Nach dem Einschalten des Zündschalters 11 wird der" Thyristor 17 gezündet, denn an seiner Anode liegt positives Potential, an seiner Kathode liegt ein negativeres
Potential, welches durch Teilung der Batteriespannung über die Widerstände 20, 21, 23 und den Innenwiderstand
des sich nicht drehenden Lüftermotors entsteht. Die Bauteile sind allerdings so dimensioniert,
daß über den Thyristor nur ein Haltestrom in der Größenordnung von wenigen mA fließt, so daß der Lüftermotor
mittels desjThyristorstromes nicht in Gang gesetzt wird.
Wenn nun bei Überschreiten der zulässigen Motortemperatur
der Thermostat 15 schaltet und damit den Relaisstromkreis
schließt, wird das Schaltglied 14 in seine Arbeitsstellung gebracht, so daß der Betriebsstromkreis
für den Lüftermotor hergestellt ist. Wenn der Thermostat 15 wieder abschaltet, wird der Relaisstromkreis
und damit auch der Betriebsstromkreis für den Lüftermotor wieder unterbrochen. Bei eingeschaltetem Zündschalter
kann sich dieser Vorgang beliebig oft wiederholen. Ist jedoch die Verbindung zum Zündstromkreis
unterbrochen, so ist der Thyristor zwar weiterhin in Schaltbereitschaft, denn er wird von seinem Halte-.strom
durchflossen, doch wird nunmehr diese Schaltbereitschaft sofort aufgehoben, wenn das Schaltglied
14 in seine Arbeitsstellung gebracht ist. Dann liegt nämlich auch an der Kathode 22 des Thyristors 17 über
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das Schaltglied 14 und den Widerstand 23 positives Potential, so-daß der Thyristor gelöscht wird. Da nunmehr
am Schaltungspunkt 19? d.h. an der Steuerelektrode 18
des Thyristors bei unterbrochenem Zündstromkreis keine Spannung mehr liegt, kann dieser Thyristor nicht mehr
gezündet werden.
Das Relais 16 hält sich über einen Stromkreis paralell zum Motor 13, nämlich über das Schaltglied 14, den
Widerstand 23 und den Thermostaten 15 solange selbst,
bis nach Unterschreiten der zulässigen Motortemperatur der Thermostat 15 abschaltet. Ein erneuter Einschaltvorgang
ist dann nicht mehr möglich, so daß einer Erschöpfung der Batterie wirksam vorgebeugt ist.
Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 2 liegt im Relaisstromkreis
neben dem Thermostaten 15 ein Transistor 3o,
dessen Kollektor über eine Diode/mit dem Schaltungspunkt 24 zwischen Motor 13 und Schaltglied 14 verbunden
ist. Der Emitter, dieses Transistors 30 ist an das Bezugspotential
der Schaltung angeschlossen. In einer Abzweigung vom Zündstromkreis 12 ist die Reihenschaltung einer
Diode 32, eines Widerstandes 33 und eines Kondensators angeordnet. Der Schaltungspunkt 35 zwischen dem Widerstand
33 und dem Kondensator 34 ist über einen vreiteren
Widerstand 36 mit der Basis 37 des Transistors 30 verbunden.
Die Schaltanordnung nach Fig. 2 arbeitet folgendermaßen:
Beim Schließen des Zündschalters 11 wird der Kondensator 34 über die Diode 32 und den Widerstand 33 aufgeladen.
Das Potential am Schaltungspunkt 35 und damit auch an
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der Basis 37 des Transistors 30 wird daher positiv gegenüber dem Bezugspotential. Die Diode 32 verhindert ein "
Entladen des Kondensators 34- über den Zündstromkreis
bei geöffnetem Zündschalter 11, .
Der Transistor 30 ist also durch die Spannung am Kondensator 34 in Schaltbereitschaft gehalten, allerdings kann
solange keine Kollektorstrom fließen, bis der Thermostat 15 bei Überschreiten der zulässigen Temperaturen schaltet.
Wesentlich ist in diesem Zusammenhang die Diode 315 die
verhindert, daß der Kollektorstrom über den Elektromotor 13 fließen kann.
Solange der Zündschalter geschlossen ist, ist ein zahlenmäßig
beliebiges Einschalten des Lüftermotors 13 über dem Thermostaten 15 gewährleistet, denn der Transistor 30
bleibt dauernd in Schaltbereitschaft, da der Kondensator
34 fortwährend nachgeladen wird.
Sobald aber der Zündstromkreis unterbrochen ist kann sich der Kondensator 34 über den hochohmigen Widerstand 36 und
die Basis-Emitter-Strecke des Transistors 30 entladen. Der Transistor 30bleibt also nur solange in
Schaltbereitschaft, bis sich der Kondensator 34 völlig entladen hat. Während dieser Zeitspanne, die bei-einem
praktischen Ausführungsbeispiel etwa vier Minuten beträgt, kann nach dem Schalten des Thermostaten 15 durch das
Relais 16 ein Strom fließen, so daß das Schaltglied 14 in seine Arbeitsstellung gebracht wird und damit der
Betriebsstromkreis des Motors geschlossen ist. Nach der
Entladezeit des Kondensators 34 ist dagegen der Transistor
gesperrt, denn seine Basis liegt ebenfalls auf Bezugspotential. Damit ist also auch durch die Schaltanordnung
nach Fig. 2 eine unzulässige Herabsetzung der Kapazität der Fahrzeugbatterie verhindert, denn ein
mehrmaliges Wiedereinschalten des Lüftermotors nach einer bestimmten, begrenzten Zeitspanne ist verhindert.
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Claims (7)
- AnsprücheSchaltanordnung für den elektrischen Motor eines Lüfters zur Kühlung einer Verbrennungsmaschine
eines Kraftfahrzeuges mit einem Schaltglied, das von einer einen Thermostaten enthaltenen Steuereinrichtung schaltbar ist und "bei Überschreitung einer vorgegebenen Temperatur einen vom Zündstromkreis unabhängigen Betriebsstromkreis für den Motor schließt, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung nach Unterbrechung des Zündstromkreises (12) auch bei überhöhter Motortemperatur nur ein zahlen- und/oder zeitmäßig begrenztes Verstellen des Schaltgliedes (14-) in seine Arbeitsstellung
zuläßt. - 2. Schaltanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Steuereinrichtung nach Unterbrechung des Zündstromkreises auch bei überhöhter Motortemperatur nur ein einmaliges Verstellen des Schaltgliedes (14) in seine Arbeitsstellung zuläßt.- 9 509818/010 218 0- 9 —
- 3· Schaltanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltglied (14) Teil eines Relais (.16) ist, daß der Relaisstromkreis vom Zündstromkreis unabhängig ist, daß im Relaisstromkreis der Thermostat (15) und ein weiteres Schaltelement (17) angeordnet ist, das über den Zündstromkreis (12) in Schaltbereitschaft gehalten ist.
- 4. Schaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (1?) einThyristor ist, dessen Steuerelektrode (18) mit dem Zündstromkreis (12) verbunden ist, und daß der Thy- · ristor (17) über den Thermostat (15) löschbar ist.
- 5. Schaltanordnung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Abzweigung vom Zündstromkreis (12) ein aus zwei Widerständen (20, 21) ge-' bildeter Spannungsteiler geschaltet ist, der an die Kathode (22) des Thyristors angeschlossen und dessen Abgriff (19) mit der Steuerelektrode (18) des Thyristors verbunden ist, daß weiterhin die' Kathode (22) des Thyristors über vorzugsweise einen Widerstand (23) an einen Schaltungspunkt (24) zwischen dem Schaltglied (14) und dem Motor (13) angeschlossen und über.die Reihenschaltung von Re-509818/0102-AO-18 0laisspule (16) und Thermostat (15) am Bezugspotential der Schaltung liegt.
- 6. Schaltanordnung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Schaltelement (1?) ein Transistor ist, dessen Basis-Emitter-Spannung durch die Spannung an einem Kondensator (34-) bestimmt ist, der über den Zündstromkreis (12) aufladbar ist und eine vom Zündstromkreis unabhängige Entladestrecke aufweist.
- 7. Schaltanordnung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, daß in einer Abzweigung des Zündstromkreises (12) eine Diode (32), gegebenenfalls ein Widerstand (33) zur Ladestrombegrenzung und der Kondensator (34) angeordnet ist, daß der spannungsführende Pol des Kondensators (34) vorzugsweise über einen Widerstand (36) mit der Basis (37) des Transistors (30) verbunden ist, dessen Kollektor-Emitter-Strecke in Reihe mit dem Thermostaten (15) im Relaisstromkreis angeordnet ist, und daß der Relaisstromkreis über eine Diode (31) an einen Schaltungspunkt (24) zwischen dem Lüftermotor (13) und dem Schaltglied (14) angeschlossen ist.509818/0102
Priority Applications (5)
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Publications (1)
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Family Applications (1)
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