DE1464064C - Transistorzundanlage - Google Patents
TransistorzundanlageInfo
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Description
Die Erfindung betrifft eine Transistorzündanlage mit einem Schalttransistor, dessen Kollektor über die
Primärwicklung einer Zündspule mit der einen Endklemme und dessen Emitter über einen Emitterwiderstand
mit der anderen Endklemme einer Gleichspannungsquelle und dessen Basis über einen Spannungsteiler
mit den beiden Endklemmen verbunden ist und mittels eines motorsynchron betätigten Schalters zum
Leiten bzw. Sperren des Schalttransistors umgeschaltet wird.
Bei einer bekannten derartigen Zündanlage hat die Zündspule außer der Hochspannungswicklung eine
zweite Sekundärwicklung, die in Reihe mit einer eisengeschlossenen Drossel hoher Induktivität an die
Endklemmen der Batterie geschaltet ist. Die Drossel soll den Magnetisierungsstrom der zusätzlichen Sekundärwicklung
im Augenblick des Abschaltens des Primärstromes konstant halten, damit der Arbeitspunkt des Schalttransistors trotz der Wirkung der Primärwicklung
an das Ende der Magnetisierungsschleife zurückkehrt, da ohne diese Wirkung das Umschalten
des Transistors behindert würde. Nachteilig ist bei dieser Schaltung die Notwendigkeit einer speziellen
Zündspule und der zusätzlichen Drosselspule.
Bei einer anderen bekannten Zündanlage ist der Emitter des Schalttransistors über eine in Durchlaßrichtung
gepolte Diode an die eine Endklemme der Batterie angeschlossen, von der ein Widerstand zur
Basis des Schalttransistors geführt ist. Die Basis ist ferner über die Kollektor-Emitter-Strecke eines weiteren
Transistors mit der anderen Endklemme der Batterie verbunden, und dieser weitere Transistor wird an
seiner Basis-Emitter-Strecke mit Hilfe von Impulsen angesteuert, welche auf magnetischem Wege synchron
ίο mit der Motordrehung erzeugt werden: Durch diesen
Transistor wird die Basis-Emitter-Strecke des Schalttransistors also periodisch ein- und ausgeschaltet, womit
gleichzeitig der durch die Primärwicklung der Zündspule fließende Kollektorstrom des Schalttransistors
umgeschaltet wird. Die in der Emitterleitung des Schalttransistors liegende Diode dient als Stabilisierungsmittel
für die Emitterspannung zur Reduzierung der Wärmeentwicklung im Schalttransistor.
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, einerseits einen möglichst schnellen Aufbau des Zündspulenprimärstromes
zu ermöglichen, damit auch bei hohen Drehzahlen die volle Energie der Zündspule zur
Verfügung steht, andererseits aber den Endwert des Primärstromes zu begrenzen, um Beschädigungen der
Zündspule bei niedrigen Drehzahlen oder beim Stillstand und eingeschalteter Zündung zu vermeiden.
Diese Aufgabe wird bei einer Transistorzündanlage der eingangs erwähnten Art erfindungsgemäß dadurch
gelöst, daß der Spannungsteiler aus das Potential der Basis des Schalttransistors in leitendem Zustand
gegenüber den Potentialen der Endklemmen festlegenden Schaltungselementen besteht und daß
der Emitterwiderstand so dimensioniert ist, daß der Schalttransistor zu Beginn des Einschaltvorganges in
den gesättigten und vor Erreichen des Endstromes in den ungesättigten Zustand gesteuert wird.
Infolge der Sättigungssteuerung des Schalttransistors zu Beginn des Einschaltvorganges kann sich der
Primärstrom der Zündspule sehr schnell aufbauen, während er infolge des Zurücksteuerns des Schalttransistors
auf einen Arbeitspunkt unterhalb der Sättigung auf einen durch diesen Arbeitspunkt bestimmten gewünschten
Wert begrenzt wird. Ein weiterer Vorteil dieser Anordnung besteht darin, daß der
Schalttransistor sich aus seinem ungesättigten Zustand schneller in den Sperrzustand schalten läßt und
daher keine unerwünschte Schaltverzögerung verursacht. Die Erfindung ist im folgenden an Hand der
Darstellungen einiger Ausführungsbeispiele näher erläutert. Es zeigt
F i g. 1 eine Ausführungsform der erfindungsgemäßen
Transistorzündanlage,
F i g. 2 eine abgewandelte Ausführungsform der Erfindung und
F i g. 3 eine weitere Ausführungsform der Erfindung.
Bei der in F i g. 1 dargestellten Schaltung ist die positive Endklemme 10 der Batterie über die Primärwicklung
18 der Zündspule mit dem Kollektor eines npn-Schalttransistors 12 verbunden,, dessen Emitter
über einen Emitterwiderstand 14 mit der an das Chassis geschalteten negativen Endklemme 16 der Batterie
verbunden ist. Die Basis des Schalttransistors 12 liegt am Abgriff eines Spannungsteilers, der aus einem über
den Zündkontakt 32 mit der positiven Endklemme 10 verbundenen Widerstand 64 und mehreren zwischen
die Basis des Schalttransistors 12 und die negative Endklemme 16 in Reihe geschalteten Halbleiterdi-
öden 48 gebildet ist. Die Halbleiterdioden 48 sind in
gleicher Durchlaßrichtung wie die Basis-Emitter-Strecke des Schalttransistors 12 gepolt. Bei geöffnetem
Zündkontakt 32 liegt die Basis praktisch auf dem Emitterpotential, während bei geschlossenem Zündkontakt die Basis positiv gegenüber dem Emitter ist
und der Schalttransistor 12 zunächst im Sättigungszustand ist. Die zwischen Basis und Emitter wirksame
Steuerspannung ergibt, sich aus der Differenz der Spannungsabfälle an den Dioden 48 und am Emitterwiderstand
14. Der Kollektorstrom des Schalttransistors 12, der die Primärwicklung 18 durchfließt,
wächst mit einer Geschwindigkeit, welche durch die Zeitkonstante dieses Stromkreises bestimmt ist, und
im gleichen Maße steigt der Spannungsabfall am Emitterwiderstand 14. Nachdem der Schalttransistor
12 anfänglich im Sättigungszustand gearbeitet hat, reduziert sich infolge der ansteigenden Emitterspannung
die Steuerspannung des Schalttransistors, so daß er nach anfänglicher Sättigung aus dem Sättigungszustand
herausgesteuert wird. Auf diese Weise wird der Kollektorstrom und damit der Endstrom der Primärwicklung
18 auf einen gewünschten Wert begrenzt. Der Kollektorstrom steigt also nach dem Einschalten
des Zündkontaktes 32 zunächst schnell an und wird dann auf einen Höchstwert begrenzt. Auf diese Weise
steht in kurzer Zeit stets die volle Energie in der Spule zur Erzeugung eines kräftigen Zündfunkens zur Verfügung, während andererseits weder die Zündspule
noch der Schalttransistor überlastet werden, da infolge des begrenzten Spulenstromes auch die Spitzenspannung
an der Kollektorsperrschicht begrenzt ist.
Der Wert des Emitterwiderstandes 14 ist so gewählt, daß sein Spannungsabfall bei maximalem
Transistorstrom zuzüglich der Schwellenspannung der Basis-Emitter-Strecke des Transistors gleich der
Durchlaßschwellenspannung der Dioden 48 ist. Auf diese Weise wird die gewünschte Begrenzung des Kollektorstromes
erreicht.
Bei der in F i g. 2 dargestellten Schaltung ist parallel
zur Primärwicklung 18 der Zündspule ein Kondensator 42 geschaltet, welcher eine weitere Reduzierung
der beim Abschalten induzierten Spannungsspitze bewirkt. Ferner enthält der Spannungsteiler einen Vorstufentransistor
24, dessen Emitter über einen Widerstand 22 mit der positiven Endklemme 10 verbunden
ist, während sein Kollektor über die Dioden 48, zu denen ein Widerstand 26 parallel geschaltet ist, an die
negative Endklemme 16 angeschlossen ist. Die Basis des Vorstufentransistors 24 liegt am Abgriff eines weiteren
Spannungsteilers, dessen einer Widerstand 30 über den Zündkontakt 32 an der negativen Endklemme
16 liegt und dessen anderer Widerstand 28 an der positiven Endklemme 10 liegt. Parallel zum
Widerstand 28 ist eine Diode 34 in gleicher Polung wie die Emitter-Basis-Strecke des Vorstufentransistors
34 geschaltet.
Bei geöffnetem Zündkontakt 32 ist der Vorstufentransistor 24 und damit auch der Schalttransistor 12
gesperrt. Wird der Zündkontakt 32 geschlossen, dann leitet der Vorstufentransistor 24, wobei seine zwischen
Emitter und Basis wirksame Steuerspannung durch die Differenz der Spannungsabfälle an der
Diode 34 und dem Widerstand 22 derart bestimmt wird, daß der Vorstufentransistor 24 unterhalb seiner
Sättigung betrieben wird. Seine Kollektorspannung gelangt auf die Basis des Schalttransistors 12, wobei
der am Widerstand 26 entstehende Spannungsabfall durch die Wirkung der Dioden 48 begrenzt wird und
die Steuerspannung für den Schalttransistor 12 durch die Differenz der Spannungsabfälle an den Dioden 48
und dem Emitterwiderstand 14 des Schalttransistors 12 bestimmt ist. Der Emitterwiderstand kann in der
Größenordnung von 0,1 bis 0,2 Ohm liegen. Infolge dieser Steuerspannung wird der Schalttransistor 12
zunächst in die Sättigung gebracht, so daß sich der die Primärwicklung 18 der Zündspule durchfließende
ίο Strom sehr schnell aufbaut, bis die an der Basis-Emitter-Strecke
des Schalttransistors 12 wirksame Steuerspannung bei mit dem Strom anwachsender Emitterspannung
infolge der Wirkung der Dioden 48 auf einen Wert begrenzt wird, bei dem der Arbeitspunkt
des Schalttransistors 12 an eine Stelle unterhalb der Sättigung verschoben wird und der Kollektorstrom
dadurch auf einen Wert unterhalb des Sättigungsstromes begrenzt wird.
Durch die Wirkung der Diode 34 wird der Kollek-
ao torstrom des Vorstufentransistors 24, der die Parallelschaltung
des Widerstandes 26 mit den Dioden 28 durchfließt, auf einen etwa konstanten Wert begrenzt.
Infolge der Begrenzungswirkung der Diode 34 wird der Spannungsabfall an den Dioden 48 noch besser
konstant gehalten, als es ohne diese Begrenzungswirkung der Fall wäre. Durch diese zusätzliche Stabilisierungswirkung
wird eine noch bessere Konstanz des an den Dioden 48 entstehenden Spannungsabfalls von
der Batteriespannung erreicht, so daß auch der vom Transistor 12 unterhalb des Sättigungswertes stabilisierte
Strom durch die Primärwicklung 18 besser stabilisiert wird, als wenn der Vorstufentransistor 24
nicht mit Hilfe der Diode 34 stabilisiert wäre. Der Pri-• märstrom der Zündspule stellt sich damit bei jeder
Motordrehzahl praktisch unabhängig von der Batteriespannung und den Schließzeiten des Zündkontaktes
auf den gewünschten Betriebswert ein; auf dem er dann sicher gehalten wird. Dieser Wert wird im wesentlichen
durch die Anzahl und Art der Dioden 34 und 48 bestimmt. Ferner wirken die Dioden 34 und 48
im Sinne einer Temperaturstabilisierung der Transistoren 24 bzw. 12. Aus diesem Grunde verwendet man
auch zweckmäßigerweise Dioden und Transistoren aus dem gleichen Halbleitermaterial, beispielsweise
Siliciumtransistoren und Siliciumdioden.
Bei der in F i g. 3 dargestellten Ausführungsform der Erfindung ist die positive Endklemme 16 der Batterie
an Masse gelegt, während die negative Endklemme mit 10 bezeichnet ist. Alternativ zu dem parallel
zur Primärwicklung 18 der Zündspule geschalteten Kondensator 42 nach F i g. 2 ist hier parallel zur
Kollektor-Emitter-Strecke des Schalttransistors 12 eine Zenerdiode 20 geschaltet, welche die Spannungsspitzen
beim Unterbrechen des Zündspulenstromes auf ihre Zenerspannung begrenzt. Der Vorstufentransistor
24 ist hier im Gegensatz zu dem bei der Schaltung nach F i g. 2 verwendeten pnp-Tränsistor
ebenso wie der Schalttransistor 12 ein npn-Transistor, Infolge der umgekehrten Polung der Batterie sind hier
die Emitter beider Transistoren an die negative Endklemme 10 geführt, während ihre Kollektoren an die
positive Endklemme 16 geführt sind. Parallel zum von der Basis des Vorstufentransistors 24 zur negativen
Endklemme 10 geschalteten Widerstand 28 sind hier mehrere Dioden 34 geschaltet, deren Durchlaßrichtung
ebenfalls mit der Durchlaßrichtung der Basis-Emitter-Strecke des Vorstufentransistors 24 übereinstimmt.
Die in F i g. 2 zum Kollektorwiderstand 26
des Vorstufentransistors 24 parallelgeschalteten Stabilisierungsdioden
48 sind bei der Schaltung nach F i g. 3 nicht vorgesehen.
Bei geöffnetem Zündkontakt 32 ist der Vorstufentransistor 24 gesperrt, so daß auch der Schalttransistor
12 gesperrt ist. Schließt der Zündkontakt 32, so wird die Basisspannung des Vorstufentransistors 24
positiv, so daß dieser Transistor in den leitenden Zustand geschaltet wird. Seine Basisspannung wird dabei
durch den Spannungsabfall an den Dioden 34 festgelegt. Die Emitterspannung des Vorstufentransistors
24 liegt unmittelbar an der Basis des Schalttransistors 12 und ist positiv gegenüber dessen Emitterspannung,
so daß der Schalttransistor 12 anfänglich in den Sättigungszustand gelangt. Der Strom durch die Primärwicklung
18 der Zündspule steigt daher sehr rasch an. Mit dem Ansteigen dieses Stromes steigt auch der
Spannungsabfall am Emitterwiderstand 14 und damit die Emitterspannung des Schalttransistors 12, bis die
an der Basis-Emitter-Strecke des Schalttransistors 12 wirksame Steuerspannung den Arbeitspunkt dieses
Transistors auf einen Wert unterhalb der Sättigung verschiebt. Zu diesem Zweck ist der Wert des Emitterwiderstandes
14 so gewählt, daß die dann zwischen Basis und Emitter des Schalttransistors 12 auftretende
Differenz der Spannungsabfälle an den Widerständen 22 und 14 etwa gleich der Schwellenspannung der
Basis-Emitter-Strecke dieses Transistors bei dem maximal gewünschten Strom durch den Transistor ist.
ίο Der Widerstand 14 kann einen Wert von 0,1 bis
0,2 Ohm haben und wirkt hinsichtlich der Primärwicklung 18 der Zündspule praktisch nicht als Vorwiderstand.
Auch die Schaltung nach F i g. 3 zeigt eine weitgehende
Stabilität gegenüber Schwankungen der Betriebsspannung (zwischen 3,5 und 14VoIt) und der
Schließzeiten des Zündkontaktes. Infolge des schnellen Aufbaus des Zündspulenstromes bei jeglichen
Drehzahlen wird stets ein kräftiger Zündfunken erzeugt.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (4)
1. Transistorzündanlage mit einem Schalttransistor, dessen Kollektor über die Primärwicklung
einer Zündspule mit der einen Endklemme und dessen Emitter über einen Emitterwiderstand mit
der. anderen Endklemme einer Gleichspannungsquelle und dessen Basis über einen Spannungsteiler
mit den beiden Endklemmen verbunden ist und mittels eines motorsynchron betätigten Schalters
zum Leiten bzw. Sperren des Schalttransistors umgeschaltet wird, dadurch gekennzeichnet,
daß der Spannungsteiler (22,26; 48,64) aus das Potential der Basis des Schalttransistors (12)
in leitendem Zustand gegenüber den Potentialen der Endklemmen (10, 16) festlegenden Schaltungselementen
besteht und daß der Emitterwiderstand (14) so dimensioniert ist, daß der Schalttransistor zu Beginn des Einschaltvorganges
in den gesättigten und vor Erreichen des Endstromes in den ungesättigten Zustand gesteuert wird.
.
2. Transistorzündanlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler
aus einem ohmschen Widerstand (64) und einer oder mehreren in Durchlaßrichtung gepolten
Halbleiterdioden (48) besteht.
3. Transistorzündanlage nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Spannungsteiler
(22, 26) zusätzlich einen vom Zündköntakt (32) gesteuerten Vorstufentransistor (24) enthält.
4. Transistorzündanlage nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß die Basis des Vorstufentransistors
(24) mit dem Abgriff eines' an die Endklemmen (10, 16) angeschlossenen Spannungsteilers
(28,30,34) verbunden ist und daß der zur Basis-Emitter-Strecke des Vorstufentransistors
gehörige Teilwiderstand eine oder mehrere in Durchlaßrichtung gepolte Halbleiterdioden (34)
enthält.
Applications Claiming Priority (3)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US39683464 | 1964-09-16 | ||
| US396834A US3340861A (en) | 1964-09-16 | 1964-09-16 | Transistorized ignition circuit |
| DER0041538 | 1965-09-15 |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE1464064A1 DE1464064A1 (de) | 1970-08-06 |
| DE1464064B2 DE1464064B2 (de) | 1972-09-21 |
| DE1464064C true DE1464064C (de) | 1973-04-12 |
Family
ID=
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