DE2352580C2 - Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung - Google Patents
Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer OxydationsproduktlösungInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung,
die durch Oxydation von Diisopropylbenzol mit molekularem Sauerstoff erhalten wurde, oder aus der
von Diisopropylbenzoldihydroperoxid befreiten Oxydationsproduktlösung, durch Extraktion mit einer alkoholhaltigen
wäßrig-alkalischen Lösung. J5
Es ist gut bekannt, daß eine aus der Oxydation von Diisopropylbenzol stammende Lösung des Oxydationsproduktes der Extraktion mit einer wäßrig-alkalischen
Lösung unterworfen wird, wobei Diisopropyibenzoldihydroperoxid (nachstehend auch als DHPO bezeichnet)
aus der Lösung abgetrennt und daß danach das DHPO mit Hilfe eines Säurekatalysators unter Bildung von
Resorcin und/oder Hydrochinon gespalten wird.
Die Oxydation wird als Reaktionsfolge angesehen, in der zuerst Diisopropylbenzolmonohydroperoxid, das
nachstehend auch als MHPO bezeichnet wird, aus Diisopropylbenzol gebildet und diese Verbindung
danach zu Diisopropylbenzoldihydroperoxid (DHPO) oxydiert wird. Das bedeutet, daß das gewünschte
Diisopropylbenzoldihydroperoxid allein nicht selektiv erhalten werden kann und das stets MHPO, das als
Zwischenprodukt angesehen wird, gemeinsam mit DHPO gebildet wird. Auch wenn angenommen wird,
das MHPO ein Ausgangsmaterial ist, beträgt bei dem bekannten Verfahren die Ausbeute von Diisopropylbenzoldihydroperoxid
aus Diisopropylbenzol oder MHPO 30 bis 90% und es ist schwierig, DHPO quantitativ zu
erhalten. Anders ausgedrückt, DHPO kann nicht ohne Bildung von Nebenprodukten hergestellt werden.
Es ist außerdem wohlbekannt, nach Durchführung der t>o
Extraktion der Oxydationsproduktlösung mit Hilfe der wäßrig-alkalischen Lösung, um DHPO von der Lösung
abzutrennen, die Raffinatlösung, die das nichiumgesetzte Diisopropylbenzol, MHPO und eine große Menge
anderer Nebenprodukte der Oxydation enthält, in die μ Oxydationsreaktion zurückzuführen. Erfindungsgemäß
durchgeführte Untersuchungen bei der Durchführung der Oxydations-, Extraktions- und Rückführungsstufen
haben gezeigt, daß zurückgeführtes Diisopropylbenzol
und MHPO erneut als Ausgangsmaterial bzw. als Zwischenprodukt an der Oxydation teilnehmen können;
die gleichzeitig in das Oxydationssystem zurückgeführten anderen Nebenprodukte der Oxydation werden
jedoch in dem Reaktionssystem angereichert und tragen nicht zu der Oxydation bei, sondern beeinträchtigen
stark die' Wirksamkeit der Oxydation selbst. Das bedeutet, daß es erforderlich ist, Verbindungen, die zur
Anreicherung neigen, d. h. Verbindungen, die in der Oxydationsstufe oder der darauf folgenden Extraktionsstufe nicht entfernt werden können, tatsächlich aus der
Lösung des Oxydationsproduktes zu entfernen. Wenn die Vorgänge der Oxydation, Extraktion und Rückführung
ohne Entfernung dieser zur Anreicherung neigenden Verbindungen fortgesetzt werden, wird wegen der
Verunreinigung durch diese angereicherten Nebenprodukte eine Unterbrechung der Oxydation oder ein
Versagen der Extraktion verursacht. Selbst wenn diese schwerwiegenden Nachteile nicht auftreten, sondern die
angereicherten Nebenprodukte bei einer Gleichgewichtskonzentration gehalten werden können, wird
durch ihr Vorliegen die Oxydation oder die Extraktion sehr störend beeinflußt.
Wenn eine Serie von Verfahrensschritten zur Herstellung von Peroxiden durch Oxydation von
Diisopropylbenzol und zur Herstellung de.·; gewünschten
DHPO Hus der resultierenden Oxydationsproduktlösung
durch Extraktion kontinuierlich sowie auch wirtschaftlichen durchgeführt werden soll, ist es
wesentlich, die Anreicherung dieser Nebenprodukte in dem Reaktionssystem zu verhindern und ohne Verhinderung
des Anreicherns dieser Nebenprodukte kann bei der Herstellung von DHPO eine kontinuierliche und
wirtschaftliche Oxydation nicht erreicht werden.
Der Erfindung liegen Untersuchungen dieser Schwierigkeiten und der auftretenden Nebenprodukte, insbesondere
der sich bei der Oxydation anreichernden Nebenprodukte, die bisher nicht bekannt waren,
zugrunde. Von den Erfindern wurden außerdem Verfahren zum Verhindern des Anreicherns dieser
Nebenprodukte, d. h. zum Entfernen dieser Nebenprodukte, untersucht.
Dabei wurde festgestellt, daß die aus der Oxydation von Diisopropylbenzol resultierenden, sich anreichernden
Nebenprodukte Carbinole, wie Isopropylphenyldimethylcarbinol,
Di-(2-hydroxy-2-propyl)-benzol und Acetylphenyldimethylcarbinol, Ketone, wie Acetylisopropylbenzol,
Diacetylbenzol und Acetylisopropenylbenzol, und Styrole, wie Isopropylisopropenylbenzole
und Diisopropenylbenzole umfassen und es wurde außerdem festgestellt, daß eine Extraktion mit Hilfe
eines Alkohole, Alkali und Wasser enthaltenden Systems wirksam zum Entfernen dieser Carbinole,
Ketone und Styrole aus der Oxydationsproduktlösung ist.
Ein weiteres bekanntes Verfahren (GB-PS 7 86 340) beruht darauf, daß man das Oxydationsprodukt eines
Kohlenwasserstoffs mit einem homogenen Gemisch aus einem Niederalkanol und der wäßrigen Lösung eines
Alkalimetallhydroxids extrahiert, wobei man zur Gewinnung des Monohydroperoxids dieses in eine
wäßrig-alkoholische Lauge überführt, d. h. es erfordert eine wäßrig-alkoholische Lauge von hoher Alkalikonzentration
für die extraktive Überführung des Monohydroperoxids in die wäßrig-alkoholische Lauge. So muß
ζ. B., wie aus Beispiel 5 hervorgeht, zur Extraktion von m-Diisopropylbenzolmonohydroperoxid aus m-Diiso-
propylbenzol in die wäßrig-alkoholische Lauge letztere eine sehr hohe Alkalikonzentration (4 Gew.-%/Vol.°/o
wäßrige 1 N Natronlauge) aufweisen.
Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren, das darin besteht, daß nan die Lösung eines
Produktes der Oxydation von Diisopropylbenzol oder eine Lösung, die durch Entfernung von Diisopropylbenzoldihydroperoxid
aus der Lösung des Produk'es der Oxydation von Diisopropylbenzol (beide Lösungen
werden nachfolgend als »Oxydationsproduktlösung« bezeichnet, die als Nebenprodukte der Oxydation
Carbinole, Ketone, Styrole usw. zusätzlich zum nichtumgesetzten Diisoprc-pylbenzol, Diisopropylbenzolmonohydroperoxid
usw. erhalten) mit einem Gemisch aus Alkoholen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und einer
wäßrig-alkalischen Lösung extrahiert, wobei die Nebenprodukte in die wäßrig-alkoholische Alkalilösung
extrahiert werden, während die in das Oxydationssystem rückführbaren Verbindungen wie Diisopropylbenzol
und MHPO auf der ölschicht zurückgehalten werden und dadurch die Nebenprodukte von der
Oxydationsproduktlösung abgetrennt und entfernt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit die extraktive Entfernung der Nebenprodukte, wie Carbinole,
Styrole und Ketone, in die wäßrig-alkoholische Alkalilösung, wobei das MHPO auf der ölschicht
zurückgehalten wird, wodurch sich das erfindungsgemäße Verfahren vollständig vom bekannten unterscheidet.
Erfindungsgemäß ist eine wäßrig-alkoholische Alkalilösung mit sehr geringer Alkalikonzentration (0,05 bis
1 Gew.-°/o) erforderlich. Die Erfindungsaufgabe kann durch eine so hohe Alkalikonzentration, wie sie beim
bekannten Verfahren der Fall ist, nicht gelöst werden.
DHPO, das Rohmaterial für die Herstellung von Resorcin und Hydrochinon, erhält man durch Abtrennung
der Lösung des Produktes der Oxydation von Diisopropylbenzol. Dieses Produkt enthält nichtumgesetztes
Diisopropylbenzol, MHPO, das ein Vorläufer für DHPO ist, sowie Carbinole, Styrole und Ketone als
Nebenprodukte.
Bei der technisch vorteilhaften Herstellung von DHPO ist es notwendig, das in der Oxydationsproduktlösung
enthaltene Diisopropylbenzol und MHPO dem Oxydationssystem wieder zuzuführen. Dabei werden
mit der Lösung auch die erwähnten Nebenprodukte zurückgeführt. Wiederholte Rückführung führt deshalb
zu einer Akkumulierung der Nebenprodukte im Oxydationssystem und schließlich zu einem völligen
Aufhören der Oxydation. Deshalb ist es im Sinne einer effektiven Nutzung der Lösung notwendig, die zurückzuführenden
Komponenten Diisopropylbenzol und MHPO von den akkumulativen Nebenprodukten durch
Extraktion der Oxydationsprodukte abzutrennen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Extraktion der Oxydationsproduktlösung mit einer wäßrig-alkoholischen
Alkalilösung bei geringer Alkalikonzentration unter Abtrennung der Nebenprodukte in die
wäßrige Lösung gelöst, wobei Diisopropylbenzol und MHPO als rückführbare Ölschicht abgetrennt werden
können.
Nachdem auf diese Weise die Nebenprodukte aus der Lösung des Oxydationsproduktes oder der von DHPO
befreiten Oxydationsproduktlösung entfernt wurden, kann die resultierende Lösung in die Oxydationszone
zurückgeführt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß
sich die Nebenprodukte in dieser Reaktionszone anreichern. Es wird daher keine Unterbrechung der
Oxydation selbst oder kein Versagen der darauf folgenden Extraktion und Abtrennung aufgrund der
Verunreinigung durch die angereicherten Nebenprodukte verursacht, so daß die Oxydation äußerst glatt
verläuft und der anschließende Vorgang in sehr einfacher Weise durchgeführt werden kann.
Vorliegende Erfindung unterscheidet sich somit von dem bekannten Verfahren, das ein Verfahren zur
extraktiven Abtrennung von MHPO in eine wäßrig-alkoholische Alkalilösung bei hoher Alkalikonzentration
betrifft.
Der Gegenstand der Erfindung ist insgesamt aus den vorstehenden Ansprüchen ersichtlich.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde es zum erstenmal ermöglicht, die Ausgangsmaterialien
in einer aus der Oxydation und der anschließenden Extraktion und Abtrennung bestehenden Serie von
Verfahrensschritten im Kreislauf zu führen. Die Erfindung ist daher von großer wirtschaftlicher und
technischer Bedeutung. Erfindungsgemäß ist es möglich, einen einzigen Alkohol oder ein Gemisch aus zwei oder
mehreren Alkoholen zu verwenden.
Es ist wünschenswert, daß das Extraktionsreagenz einen höheren Alkoholgehalt hat, um die Nebenprodukte
zu entfernen; in diesem Fall wird jedoch mit steigendem Alkoholgehalt die Trennung der wäßrigen
Schicht und der öligen Oxydationsproduktschicht erschwert. Andererseits kann die wäßrige Schicht in
einfacherer Weise von der öligen Oxydationsproduktschicht abgetrennt werden, wenn der Wassergehalt
erhöht wird; die Wirksamkeit der Extraktion der Nebenprodukte wird dann jedoch vermindert. Der dem
Extraktionsreagenz zugesetzte Alkohol und das zugesetzte Wasser wirken in entgegengesetztem Sinn; ein
höherer Alkoholgehalt wird jedoch z"r Entfernung der
Nebenprodukte bevorzugt. Zum Verbessern der Trennbarkeit der wäßrigen Schicht von der öligen Oxydationsproduktschicht
ist eine geringe Menge an Alkali erforderlich.
Die Extraktion wird in den meisten Fällen üblicherweise bei Raumtemperatur durchgeführt.
Das Verhältnis der Komponenten des Extraktionsreagenz wird in geeigneter Weise innerhalb des
angegebenen Bereichs im Hinblick auf die Zusammensetzung
der Oxydationsproduktlösung, die Trennbarkeit des Extraktionsreagenz, die Extraktionstemperatur und
dergleichen gewählt.
Zu erfindungsgemäß verwendeten Alkoholen gehören vorzugsweise Methanol, Äthanol und Isopropanol.
Erfindungsgemäß verwendete Alkalien umfassen vorzugsweise Natriumhydroxid und Natriumcarbonat. Das
Gewichtsverhältnis des Extraktionsreagenz zu der Oxydationsproduktlösung beträgt 0,3 bis 3,0, vorzugsweise
0,8 bis 2,0.
Wenn ein Gemisch aus zwei oder mehreren verschiedenen Alkoholen verwendet wird, kann das
Mischungsverhältnis der Alkohole frei gewählt werden.
Eine Ausführungsform der Erfindung des erfindungsgemäßen Verfahrens in den Oxydationsprozeß wird
anhand der Zeichnung beschrieben.
Die Figur ist ein Übersichtsschema, welches die Serie der Verfahrensschritte der Oxydation, des Entfernens
von sich anreichernden Nebenprodukten, der Extraktion von DHPO und der Rückführung der Prcduktlösung
in das Oxydationssystem, zeigt. Gemäß der Figur wird eine Oxydationsbeschickungslösung I einer Oxydationszone
11 zugeführt, in der die Oxydationsreaktion durchgeführt wird, wobei eine Oxydationsproduktlö-
sung III erhalten wird. Die Oxydationsproduktlösung kann teilweise in die Oxydationszone II zurückgeführt
und teilweise einer Zone IV zum Entfernen des sich anreichernden Nebenprodukts zugeführt werden. Ein
Anteil oder die Gesamtmenge der Oxydationsproduktlösung IM wird in die DHPO-Extraktionszone V geleitet,
in der die Lösung in einen überwiegend aus DHPO bestehenden Anteil und ein vorherrschend aus MHPO
bestehendes Kreislauföl VI getrennt wird. Das resultierende Kreislauföl Vl kann zum Teil in die Oxydationszone
Il oder zum Teil in die Zone IV zum Entfernen des sich anreichernden Nebenproduktes geleitet werden,
oder die Gesamtmenge des Kreislauföls Vl kann der Oxydationszone II zugeführt werden, vorausgesetzt,
daß ein Anteil der Oxydationsproduktlösung III einem System IV zum Entfernen des sich anreichernden
Nebenprodukts zugeführt wird, oder der Zone IV zum Entfernen des sich anreichenden Nebenprodukts
zugeleitet wird. Die Oxydationsproduktlösung 111 und das Kreislauföl VI, die der Zone IV zum Entfernen des
sich anreichernden Nebenprodukts zugeleitet werden, werden in dieser Zone von den sich anreichernden
Nebenprodukten befreit und danach in die Oxydationszone II zurückgeführt. Auf diese Weise kann die
Oxydationsreaktion durchgeführt werden, ohne daß störende Wirkungen durch die sich anreichernden
Nebenprodukte auftreten, selbst wenn MHPO zurückgeführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei der Herstellung von DHPO in einem Verfahren zur
Herstellung von Resorcin und Hydrochinon aus Diisopropylbenzol eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß wird somit auch ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Dihydroperoxiden
von Diisopropylbenzol zugänglich, bei dem Diisopropylbenzol einer Oxydationszone zugeführt wird, in der
das Diisopropylbenzol mit molekularem Sauerstoff unter Bildung von Dihydroperoxiden oxydiert wird,
wobei ein Teil oder die Gesamtmenge der Oxydationsproduktlösung einer Dyhydroperoxid-Extraktionszone
zugeführt wird, in der die Lösung in eine überwiegend aus Dehydroperoxiden von Diisopropylbenzo! bestehende
wäßrige Schicht und in eine Diisopropylbenzolmonehydroperoxid
enthaltende ölige Schicht getrennt wird, der restliche Anteil der Oxydationsproduktlösung
in die Oxydationszone zurückgeführt wird, und ein Teil oder die Gesamtmenge der öligen Schicht in die
Oxydationszone zurückgeführt wird. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des restlichen
Anteils der Oxydationsproduktlösung und ein Teil oder die Gesamtmenge der öligen Schicht in eine Zone zum
Entfernen der sich anreichernden Nebenprodukte geleitet werden, in der die durch Oxydation gebildeten
Nebenprodukte mit Hilfe eines Gemisches aus einer wäßrig-alkalischen Lösung und mindestens einem
Alkohol mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen als Extraktionsreagenz extrahiert werden, wobei eine die Nebenprodukte
enthaltende wäßrige Schicht und eine von den Nebenprodukten im wesentlichen freie ölige Schicht
erhalten wird, und die ölige Schicht in die Oxydationszone zurückgeführt wird.
Die Erfindung wird nachstehend ausführlich anhand von Beispielen beschrieben. In den Beispielen bedeuten
die angegebenen Teile Gewichtsteile.
100 Teile Methylalkohol und 100 Teile Wasser, das 0,2
Teile Natriumhydroxid enthält, werden zu 100 Teilen einer Oxydalionsproduktlösung gegeben, die 17 Teile
Carbinole, 9 Teile Ketone und 2 Teile Styrole und Rest Hydroperoxide enthält und die durch übliche Oxydation
von Diisopropylbenzol mit Luft erhalten wurde. Das Gemisch wird in einem aus Glas bestehenden
Reaktionsgefäß 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt.
Danach wird das Gemisch stehengelassen und in 87
Teile einer ölschicht und 209 Teile einer wäßrigen
ίο Schicht getrennt. Die in der ölschicht vorhandenen
Nebenprodukte sind auf 2 Teile Carbinole, 0,7 Teile Ketone und 0,4 Teile Styrole vermindert.
is 80 Teile Äthylalkohol, 20 Teile Wasser und 0,2 Teil
Natriumhydroxid werden zu 100Teilen Diisopropylbenzol gegeben, das 12 Teile Carbinole, 4 Teile Ketone und
0,7 Teil Styrole enthält und dessen restlicher Anteil aus Dihydroperoxiden von Diisopropylbenzol besteht. Das
M resultierende Gemisch wird 10 Minuten bei 40°C gerührt. Dann wird das Gemisch getrennt, wobei 107,2
Teile einer ölschicht erhalten werden. Die Nebenprodukte in der resultierenden ölschicht betragen 2,4 Teile
Carbinole, 0,9 Teil Ketone und 0,4 Teil Styrole.
20 Teile Methylalkohol, 20 Teile n-Propylalkohol, 60
Teile Wasser und 0,3 Teil Natriumhydroxid werden zu 100 Teilen Diisopropylbenzol gegeben, das 15 Teile
J(i Carbinole, 2 Teile Ketone und 0,9 Teile Styrole enthält
und dessen restlicher Anteil aus Hydroperoxiden von Diisopropylbenzol besteht. Das resultierende Gemisch
wird 20 Minuten bei 65°C gerührt und danach getrennt, wobei 103,7 Teile einer ölschicht erhalten werden.
Die in der ölschicht vorliegenden Nebenprodukte bestehen aus 3,7 Teilen Carbinolen, 0,6 Teil Ketonen und
0,6 Teil Styrolen.
Vergleichsbeispiel
ic Eine Oxydationsproduktlösung der gleichen Zusammensetzung
wie in Beispiel 1 wurde entsprechend dem gut bekannten Verfahren mit Hilfe eines NaOH-Wasser-Systems
in eine DHPO enthaltende wäßrige Schicht und in eine ölschicht getrennt, die MHPO, nicht
umgesetztes Diisopropylbenzol und andere Verunreinigungen enthielt.
Der ölschicht wurde frisches Diisopropylbenzol zugesetzt und das resultierende Gemisch wurde als
Beschickungslösung für die Oxydation verwendet. Die Oxydationsreaktion wurde dann erneut nach dem
üblichen Oxydationsprozeß durchgeführt Nach der Reaktion wurde die resultierende Oxydationsproduktlösung
analysiert, um die Oxydationsausbeute der Reaktion zu bestimmen. Es wurde festgestellt, daß die
Oxydationsausbeute 51,7% betrug.
Die hier angegebene Oxydationsausbeute ist das prozentuale Verhältnis der Molzahl des in der
Oxydation gebildeten DHPO zu der Gesamtsumme der Molzahlen von Diisopropyibenzol und MHPO, die bei
der Oxydation verbraucht wurden.
Die vorstehende Oxydationsreaktion wurde unter konstanten Bedingungen wählend 10 Stunden durchgeführt
und nach Beendigung der Reaktion hatten sich 19 Teile DHPO gebildet
Die resultierende Oxydationsproduktlösung wurde erneut der Extraktion mit Hilfe von NaOH unterworfen,
um DHPO zu entfernen und um ein Kreislauföl zur erneuten Verwendung für die Oxydationsreaktion zu
erhalten. Es bildeten sich jedoch pastöse Ablagerungen, die hauptsächlich aus Carbinolen bestanden, und das
Gefäß wurde durch die Ablagerungen verstopft, was zu einem Versagen der NaOH-Extraktion führte.
Eine von den Verunreinigungen befreite ölschicht, ί
die in Beispiel 1 erhalten wurde, wurde in gleicher Weise wie vorstehend der NaOH-Extraktion unterworfen, um
DHPO daraus abzutrennen. Die resultierende Raffinatölschicht wurde erneut mit Diisopropylbenzol vermischt,
um das Verhältnis von MHPO zu Diisopropyl- in
benzol in der Oxydationsbeschickungslösung auf den gleichen Wert wie in der vorher benutzten Oxydationsbeschickungslösung
einzustellen. Die Oxydationsreaktion wurde in dem gleichen Reaktionsgefäß unter den
gleichen Bedingungen wie vorher durchgeführt.
Nach der Oxydation wurde die Oxydationsausbeute durch Analyse der resultierenden Oxydationsproduktlösung
bestimmt. Sie wurde zu 78,5% festgestellt. In diesem Fall wurden in der Oxydationsreaktion 27 Teile
DHPO erhalten.
Die resultierende Oxydationsproduktlösung wurde erneut der NaOH-Extraktion zum Entfernen von
DHPO unterworfen und die Raffinatölschicht wurde erneut als Teil der Oxydationsbeschickungslösung
verwendet. Die Serie dieser Verfahrensschritte: Oxydationsreaktion, Nebenproduktentfernung und DHPO-Extraktion
wurde 38mal wiederholt, wobei die Oxydationsreaktion in stabiler Weise und mit konstanter
Oxydationsausbeute in sämtlichen Wiederholungen durchgeführt werden konnte und sich bei der NaOH-Extraktion
keine pastösen Ablagerungen bilden. Diese Verfahrensschritte konnten daher ohne jegliche
Schwierigkeiten durchgeführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (3)
1. Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung, die durch
Oxydation von Diisopropylbenzol mit molekularem s Sauerstoff erhalten wurde, oder aus der von
Diisopropylbenzoldihydroperoxid befreiten Oxydationsproduktlösung,
durch Extraktion mit einer alkoholhaltigen wäßrig-alkalischen Lösung, dadurch
gekennzeichnet, daß man die Extraktion
bei 20 bis 8O0C mit einer wäßrigen Lösung
vornimmt, die 10 bis 80 Gew.-% mindestens eines Alkohols mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und 0,05 bis
1 Gew.-°/o Alkali enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß man eine Extraktionslösung verwendet, die als Alkohole Methanol, Äthanol oder
Isopropanol und als Alkalien Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat enthält
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Extraktion mit einer
Menge des Extraktionsreagenz durchführt, die das 0,3- bis 3,0fache, vorzugsweise das 0,8- bis 2,0fache
des Gewichts der Lösung beträgt.
25
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Representative=s name: VON FUENER, A., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. EBBINGHAUS |
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