[go: up one dir, main page]

DE2352580C2 - Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung - Google Patents

Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung

Info

Publication number
DE2352580C2
DE2352580C2 DE2352580A DE2352580A DE2352580C2 DE 2352580 C2 DE2352580 C2 DE 2352580C2 DE 2352580 A DE2352580 A DE 2352580A DE 2352580 A DE2352580 A DE 2352580A DE 2352580 C2 DE2352580 C2 DE 2352580C2
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxidation
solution
extraction
diisopropylbenzene
products
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE2352580A
Other languages
English (en)
Other versions
DE2352580A1 (de
Inventor
Takashi Toyonaka Chinuki
Iwao Nishinomya Dohgane
Hirokazu Minoo Hosaka
Seiya Sakai Imada
Yukimichi Kobe Nakao
Hideaki Takaishi Suda
Kunihiko Ibaragi Tanaka
Kenji Tanimoto
Yuji Izumiotsu Ueda
Hideki Toyonaka Yanagihara
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Sumitomo Chemical Co Ltd
Original Assignee
Sumitomo Chemical Co Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Sumitomo Chemical Co Ltd filed Critical Sumitomo Chemical Co Ltd
Publication of DE2352580A1 publication Critical patent/DE2352580A1/de
Application granted granted Critical
Publication of DE2352580C2 publication Critical patent/DE2352580C2/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C45/00Preparation of compounds having >C = O groups bound only to carbon or hydrogen atoms; Preparation of chelates of such compounds
    • C07C45/78Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives
    • C07C45/80Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives by liquid-liquid treatment
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D11/00Solvent extraction
    • B01D11/04Solvent extraction of solutions which are liquid
    • B01D11/0488Flow sheets
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C407/00Preparation of peroxy compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C407/00Preparation of peroxy compounds
    • C07C407/003Separation; Purification; Stabilisation; Use of additives

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung, die durch Oxydation von Diisopropylbenzol mit molekularem Sauerstoff erhalten wurde, oder aus der von Diisopropylbenzoldihydroperoxid befreiten Oxydationsproduktlösung, durch Extraktion mit einer alkoholhaltigen wäßrig-alkalischen Lösung. J5
Es ist gut bekannt, daß eine aus der Oxydation von Diisopropylbenzol stammende Lösung des Oxydationsproduktes der Extraktion mit einer wäßrig-alkalischen Lösung unterworfen wird, wobei Diisopropyibenzoldihydroperoxid (nachstehend auch als DHPO bezeichnet) aus der Lösung abgetrennt und daß danach das DHPO mit Hilfe eines Säurekatalysators unter Bildung von Resorcin und/oder Hydrochinon gespalten wird.
Die Oxydation wird als Reaktionsfolge angesehen, in der zuerst Diisopropylbenzolmonohydroperoxid, das nachstehend auch als MHPO bezeichnet wird, aus Diisopropylbenzol gebildet und diese Verbindung danach zu Diisopropylbenzoldihydroperoxid (DHPO) oxydiert wird. Das bedeutet, daß das gewünschte Diisopropylbenzoldihydroperoxid allein nicht selektiv erhalten werden kann und das stets MHPO, das als Zwischenprodukt angesehen wird, gemeinsam mit DHPO gebildet wird. Auch wenn angenommen wird, das MHPO ein Ausgangsmaterial ist, beträgt bei dem bekannten Verfahren die Ausbeute von Diisopropylbenzoldihydroperoxid aus Diisopropylbenzol oder MHPO 30 bis 90% und es ist schwierig, DHPO quantitativ zu erhalten. Anders ausgedrückt, DHPO kann nicht ohne Bildung von Nebenprodukten hergestellt werden.
Es ist außerdem wohlbekannt, nach Durchführung der t>o Extraktion der Oxydationsproduktlösung mit Hilfe der wäßrig-alkalischen Lösung, um DHPO von der Lösung abzutrennen, die Raffinatlösung, die das nichiumgesetzte Diisopropylbenzol, MHPO und eine große Menge anderer Nebenprodukte der Oxydation enthält, in die μ Oxydationsreaktion zurückzuführen. Erfindungsgemäß durchgeführte Untersuchungen bei der Durchführung der Oxydations-, Extraktions- und Rückführungsstufen haben gezeigt, daß zurückgeführtes Diisopropylbenzol und MHPO erneut als Ausgangsmaterial bzw. als Zwischenprodukt an der Oxydation teilnehmen können; die gleichzeitig in das Oxydationssystem zurückgeführten anderen Nebenprodukte der Oxydation werden jedoch in dem Reaktionssystem angereichert und tragen nicht zu der Oxydation bei, sondern beeinträchtigen stark die' Wirksamkeit der Oxydation selbst. Das bedeutet, daß es erforderlich ist, Verbindungen, die zur Anreicherung neigen, d. h. Verbindungen, die in der Oxydationsstufe oder der darauf folgenden Extraktionsstufe nicht entfernt werden können, tatsächlich aus der Lösung des Oxydationsproduktes zu entfernen. Wenn die Vorgänge der Oxydation, Extraktion und Rückführung ohne Entfernung dieser zur Anreicherung neigenden Verbindungen fortgesetzt werden, wird wegen der Verunreinigung durch diese angereicherten Nebenprodukte eine Unterbrechung der Oxydation oder ein Versagen der Extraktion verursacht. Selbst wenn diese schwerwiegenden Nachteile nicht auftreten, sondern die angereicherten Nebenprodukte bei einer Gleichgewichtskonzentration gehalten werden können, wird durch ihr Vorliegen die Oxydation oder die Extraktion sehr störend beeinflußt.
Wenn eine Serie von Verfahrensschritten zur Herstellung von Peroxiden durch Oxydation von Diisopropylbenzol und zur Herstellung de.·; gewünschten DHPO Hus der resultierenden Oxydationsproduktlösung durch Extraktion kontinuierlich sowie auch wirtschaftlichen durchgeführt werden soll, ist es wesentlich, die Anreicherung dieser Nebenprodukte in dem Reaktionssystem zu verhindern und ohne Verhinderung des Anreicherns dieser Nebenprodukte kann bei der Herstellung von DHPO eine kontinuierliche und wirtschaftliche Oxydation nicht erreicht werden.
Der Erfindung liegen Untersuchungen dieser Schwierigkeiten und der auftretenden Nebenprodukte, insbesondere der sich bei der Oxydation anreichernden Nebenprodukte, die bisher nicht bekannt waren, zugrunde. Von den Erfindern wurden außerdem Verfahren zum Verhindern des Anreicherns dieser Nebenprodukte, d. h. zum Entfernen dieser Nebenprodukte, untersucht.
Dabei wurde festgestellt, daß die aus der Oxydation von Diisopropylbenzol resultierenden, sich anreichernden Nebenprodukte Carbinole, wie Isopropylphenyldimethylcarbinol, Di-(2-hydroxy-2-propyl)-benzol und Acetylphenyldimethylcarbinol, Ketone, wie Acetylisopropylbenzol, Diacetylbenzol und Acetylisopropenylbenzol, und Styrole, wie Isopropylisopropenylbenzole und Diisopropenylbenzole umfassen und es wurde außerdem festgestellt, daß eine Extraktion mit Hilfe eines Alkohole, Alkali und Wasser enthaltenden Systems wirksam zum Entfernen dieser Carbinole, Ketone und Styrole aus der Oxydationsproduktlösung ist.
Ein weiteres bekanntes Verfahren (GB-PS 7 86 340) beruht darauf, daß man das Oxydationsprodukt eines Kohlenwasserstoffs mit einem homogenen Gemisch aus einem Niederalkanol und der wäßrigen Lösung eines Alkalimetallhydroxids extrahiert, wobei man zur Gewinnung des Monohydroperoxids dieses in eine wäßrig-alkoholische Lauge überführt, d. h. es erfordert eine wäßrig-alkoholische Lauge von hoher Alkalikonzentration für die extraktive Überführung des Monohydroperoxids in die wäßrig-alkoholische Lauge. So muß ζ. B., wie aus Beispiel 5 hervorgeht, zur Extraktion von m-Diisopropylbenzolmonohydroperoxid aus m-Diiso-
propylbenzol in die wäßrig-alkoholische Lauge letztere eine sehr hohe Alkalikonzentration (4 Gew.-%/Vol.°/o wäßrige 1 N Natronlauge) aufweisen.
Demgegenüber betrifft die vorliegende Erfindung ein Verfahren, das darin besteht, daß nan die Lösung eines Produktes der Oxydation von Diisopropylbenzol oder eine Lösung, die durch Entfernung von Diisopropylbenzoldihydroperoxid aus der Lösung des Produk'es der Oxydation von Diisopropylbenzol (beide Lösungen werden nachfolgend als »Oxydationsproduktlösung« bezeichnet, die als Nebenprodukte der Oxydation Carbinole, Ketone, Styrole usw. zusätzlich zum nichtumgesetzten Diisoprc-pylbenzol, Diisopropylbenzolmonohydroperoxid usw. erhalten) mit einem Gemisch aus Alkoholen mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und einer wäßrig-alkalischen Lösung extrahiert, wobei die Nebenprodukte in die wäßrig-alkoholische Alkalilösung extrahiert werden, während die in das Oxydationssystem rückführbaren Verbindungen wie Diisopropylbenzol und MHPO auf der ölschicht zurückgehalten werden und dadurch die Nebenprodukte von der Oxydationsproduktlösung abgetrennt und entfernt werden.
Die vorliegende Erfindung betrifft somit die extraktive Entfernung der Nebenprodukte, wie Carbinole, Styrole und Ketone, in die wäßrig-alkoholische Alkalilösung, wobei das MHPO auf der ölschicht zurückgehalten wird, wodurch sich das erfindungsgemäße Verfahren vollständig vom bekannten unterscheidet. Erfindungsgemäß ist eine wäßrig-alkoholische Alkalilösung mit sehr geringer Alkalikonzentration (0,05 bis 1 Gew.-°/o) erforderlich. Die Erfindungsaufgabe kann durch eine so hohe Alkalikonzentration, wie sie beim bekannten Verfahren der Fall ist, nicht gelöst werden.
DHPO, das Rohmaterial für die Herstellung von Resorcin und Hydrochinon, erhält man durch Abtrennung der Lösung des Produktes der Oxydation von Diisopropylbenzol. Dieses Produkt enthält nichtumgesetztes Diisopropylbenzol, MHPO, das ein Vorläufer für DHPO ist, sowie Carbinole, Styrole und Ketone als Nebenprodukte.
Bei der technisch vorteilhaften Herstellung von DHPO ist es notwendig, das in der Oxydationsproduktlösung enthaltene Diisopropylbenzol und MHPO dem Oxydationssystem wieder zuzuführen. Dabei werden mit der Lösung auch die erwähnten Nebenprodukte zurückgeführt. Wiederholte Rückführung führt deshalb zu einer Akkumulierung der Nebenprodukte im Oxydationssystem und schließlich zu einem völligen Aufhören der Oxydation. Deshalb ist es im Sinne einer effektiven Nutzung der Lösung notwendig, die zurückzuführenden Komponenten Diisopropylbenzol und MHPO von den akkumulativen Nebenprodukten durch Extraktion der Oxydationsprodukte abzutrennen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch Extraktion der Oxydationsproduktlösung mit einer wäßrig-alkoholischen Alkalilösung bei geringer Alkalikonzentration unter Abtrennung der Nebenprodukte in die wäßrige Lösung gelöst, wobei Diisopropylbenzol und MHPO als rückführbare Ölschicht abgetrennt werden können.
Nachdem auf diese Weise die Nebenprodukte aus der Lösung des Oxydationsproduktes oder der von DHPO befreiten Oxydationsproduktlösung entfernt wurden, kann die resultierende Lösung in die Oxydationszone zurückgeführt werden, ohne daß die Gefahr besteht, daß sich die Nebenprodukte in dieser Reaktionszone anreichern. Es wird daher keine Unterbrechung der
Oxydation selbst oder kein Versagen der darauf folgenden Extraktion und Abtrennung aufgrund der Verunreinigung durch die angereicherten Nebenprodukte verursacht, so daß die Oxydation äußerst glatt verläuft und der anschließende Vorgang in sehr einfacher Weise durchgeführt werden kann.
Vorliegende Erfindung unterscheidet sich somit von dem bekannten Verfahren, das ein Verfahren zur extraktiven Abtrennung von MHPO in eine wäßrig-alkoholische Alkalilösung bei hoher Alkalikonzentration betrifft.
Der Gegenstand der Erfindung ist insgesamt aus den vorstehenden Ansprüchen ersichtlich.
Mit Hilfe des erfindungsgemäßen Verfahrens wurde es zum erstenmal ermöglicht, die Ausgangsmaterialien in einer aus der Oxydation und der anschließenden Extraktion und Abtrennung bestehenden Serie von Verfahrensschritten im Kreislauf zu führen. Die Erfindung ist daher von großer wirtschaftlicher und technischer Bedeutung. Erfindungsgemäß ist es möglich, einen einzigen Alkohol oder ein Gemisch aus zwei oder mehreren Alkoholen zu verwenden.
Es ist wünschenswert, daß das Extraktionsreagenz einen höheren Alkoholgehalt hat, um die Nebenprodukte zu entfernen; in diesem Fall wird jedoch mit steigendem Alkoholgehalt die Trennung der wäßrigen Schicht und der öligen Oxydationsproduktschicht erschwert. Andererseits kann die wäßrige Schicht in einfacherer Weise von der öligen Oxydationsproduktschicht abgetrennt werden, wenn der Wassergehalt erhöht wird; die Wirksamkeit der Extraktion der Nebenprodukte wird dann jedoch vermindert. Der dem Extraktionsreagenz zugesetzte Alkohol und das zugesetzte Wasser wirken in entgegengesetztem Sinn; ein höherer Alkoholgehalt wird jedoch z"r Entfernung der Nebenprodukte bevorzugt. Zum Verbessern der Trennbarkeit der wäßrigen Schicht von der öligen Oxydationsproduktschicht ist eine geringe Menge an Alkali erforderlich.
Die Extraktion wird in den meisten Fällen üblicherweise bei Raumtemperatur durchgeführt.
Das Verhältnis der Komponenten des Extraktionsreagenz wird in geeigneter Weise innerhalb des angegebenen Bereichs im Hinblick auf die Zusammensetzung der Oxydationsproduktlösung, die Trennbarkeit des Extraktionsreagenz, die Extraktionstemperatur und dergleichen gewählt.
Zu erfindungsgemäß verwendeten Alkoholen gehören vorzugsweise Methanol, Äthanol und Isopropanol. Erfindungsgemäß verwendete Alkalien umfassen vorzugsweise Natriumhydroxid und Natriumcarbonat. Das Gewichtsverhältnis des Extraktionsreagenz zu der Oxydationsproduktlösung beträgt 0,3 bis 3,0, vorzugsweise 0,8 bis 2,0.
Wenn ein Gemisch aus zwei oder mehreren verschiedenen Alkoholen verwendet wird, kann das Mischungsverhältnis der Alkohole frei gewählt werden.
Eine Ausführungsform der Erfindung des erfindungsgemäßen Verfahrens in den Oxydationsprozeß wird anhand der Zeichnung beschrieben.
Die Figur ist ein Übersichtsschema, welches die Serie der Verfahrensschritte der Oxydation, des Entfernens von sich anreichernden Nebenprodukten, der Extraktion von DHPO und der Rückführung der Prcduktlösung in das Oxydationssystem, zeigt. Gemäß der Figur wird eine Oxydationsbeschickungslösung I einer Oxydationszone 11 zugeführt, in der die Oxydationsreaktion durchgeführt wird, wobei eine Oxydationsproduktlö-
sung III erhalten wird. Die Oxydationsproduktlösung kann teilweise in die Oxydationszone II zurückgeführt und teilweise einer Zone IV zum Entfernen des sich anreichernden Nebenprodukts zugeführt werden. Ein Anteil oder die Gesamtmenge der Oxydationsproduktlösung IM wird in die DHPO-Extraktionszone V geleitet, in der die Lösung in einen überwiegend aus DHPO bestehenden Anteil und ein vorherrschend aus MHPO bestehendes Kreislauföl VI getrennt wird. Das resultierende Kreislauföl Vl kann zum Teil in die Oxydationszone Il oder zum Teil in die Zone IV zum Entfernen des sich anreichernden Nebenproduktes geleitet werden, oder die Gesamtmenge des Kreislauföls Vl kann der Oxydationszone II zugeführt werden, vorausgesetzt, daß ein Anteil der Oxydationsproduktlösung III einem System IV zum Entfernen des sich anreichernden Nebenprodukts zugeführt wird, oder der Zone IV zum Entfernen des sich anreichenden Nebenprodukts zugeleitet wird. Die Oxydationsproduktlösung 111 und das Kreislauföl VI, die der Zone IV zum Entfernen des sich anreichernden Nebenprodukts zugeleitet werden, werden in dieser Zone von den sich anreichernden Nebenprodukten befreit und danach in die Oxydationszone II zurückgeführt. Auf diese Weise kann die Oxydationsreaktion durchgeführt werden, ohne daß störende Wirkungen durch die sich anreichernden Nebenprodukte auftreten, selbst wenn MHPO zurückgeführt wird.
Das erfindungsgemäße Verfahren kann auch bei der Herstellung von DHPO in einem Verfahren zur Herstellung von Resorcin und Hydrochinon aus Diisopropylbenzol eingesetzt werden.
Erfindungsgemäß wird somit auch ein Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Dihydroperoxiden von Diisopropylbenzol zugänglich, bei dem Diisopropylbenzol einer Oxydationszone zugeführt wird, in der das Diisopropylbenzol mit molekularem Sauerstoff unter Bildung von Dihydroperoxiden oxydiert wird, wobei ein Teil oder die Gesamtmenge der Oxydationsproduktlösung einer Dyhydroperoxid-Extraktionszone zugeführt wird, in der die Lösung in eine überwiegend aus Dehydroperoxiden von Diisopropylbenzo! bestehende wäßrige Schicht und in eine Diisopropylbenzolmonehydroperoxid enthaltende ölige Schicht getrennt wird, der restliche Anteil der Oxydationsproduktlösung in die Oxydationszone zurückgeführt wird, und ein Teil oder die Gesamtmenge der öligen Schicht in die Oxydationszone zurückgeführt wird. Dieses Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß ein Teil des restlichen Anteils der Oxydationsproduktlösung und ein Teil oder die Gesamtmenge der öligen Schicht in eine Zone zum Entfernen der sich anreichernden Nebenprodukte geleitet werden, in der die durch Oxydation gebildeten Nebenprodukte mit Hilfe eines Gemisches aus einer wäßrig-alkalischen Lösung und mindestens einem Alkohol mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen als Extraktionsreagenz extrahiert werden, wobei eine die Nebenprodukte enthaltende wäßrige Schicht und eine von den Nebenprodukten im wesentlichen freie ölige Schicht erhalten wird, und die ölige Schicht in die Oxydationszone zurückgeführt wird.
Die Erfindung wird nachstehend ausführlich anhand von Beispielen beschrieben. In den Beispielen bedeuten die angegebenen Teile Gewichtsteile.
Beispiel 1
100 Teile Methylalkohol und 100 Teile Wasser, das 0,2 Teile Natriumhydroxid enthält, werden zu 100 Teilen einer Oxydalionsproduktlösung gegeben, die 17 Teile Carbinole, 9 Teile Ketone und 2 Teile Styrole und Rest Hydroperoxide enthält und die durch übliche Oxydation von Diisopropylbenzol mit Luft erhalten wurde. Das Gemisch wird in einem aus Glas bestehenden Reaktionsgefäß 30 Minuten bei Raumtemperatur gerührt.
Danach wird das Gemisch stehengelassen und in 87
Teile einer ölschicht und 209 Teile einer wäßrigen
ίο Schicht getrennt. Die in der ölschicht vorhandenen Nebenprodukte sind auf 2 Teile Carbinole, 0,7 Teile Ketone und 0,4 Teile Styrole vermindert.
Beispiel 2
is 80 Teile Äthylalkohol, 20 Teile Wasser und 0,2 Teil Natriumhydroxid werden zu 100Teilen Diisopropylbenzol gegeben, das 12 Teile Carbinole, 4 Teile Ketone und 0,7 Teil Styrole enthält und dessen restlicher Anteil aus Dihydroperoxiden von Diisopropylbenzol besteht. Das
M resultierende Gemisch wird 10 Minuten bei 40°C gerührt. Dann wird das Gemisch getrennt, wobei 107,2 Teile einer ölschicht erhalten werden. Die Nebenprodukte in der resultierenden ölschicht betragen 2,4 Teile Carbinole, 0,9 Teil Ketone und 0,4 Teil Styrole.
Beispiel 3
20 Teile Methylalkohol, 20 Teile n-Propylalkohol, 60 Teile Wasser und 0,3 Teil Natriumhydroxid werden zu 100 Teilen Diisopropylbenzol gegeben, das 15 Teile
J(i Carbinole, 2 Teile Ketone und 0,9 Teile Styrole enthält und dessen restlicher Anteil aus Hydroperoxiden von Diisopropylbenzol besteht. Das resultierende Gemisch wird 20 Minuten bei 65°C gerührt und danach getrennt, wobei 103,7 Teile einer ölschicht erhalten werden.
Die in der ölschicht vorliegenden Nebenprodukte bestehen aus 3,7 Teilen Carbinolen, 0,6 Teil Ketonen und 0,6 Teil Styrolen.
Vergleichsbeispiel
ic Eine Oxydationsproduktlösung der gleichen Zusammensetzung wie in Beispiel 1 wurde entsprechend dem gut bekannten Verfahren mit Hilfe eines NaOH-Wasser-Systems in eine DHPO enthaltende wäßrige Schicht und in eine ölschicht getrennt, die MHPO, nicht umgesetztes Diisopropylbenzol und andere Verunreinigungen enthielt.
Der ölschicht wurde frisches Diisopropylbenzol zugesetzt und das resultierende Gemisch wurde als Beschickungslösung für die Oxydation verwendet. Die Oxydationsreaktion wurde dann erneut nach dem üblichen Oxydationsprozeß durchgeführt Nach der Reaktion wurde die resultierende Oxydationsproduktlösung analysiert, um die Oxydationsausbeute der Reaktion zu bestimmen. Es wurde festgestellt, daß die Oxydationsausbeute 51,7% betrug.
Die hier angegebene Oxydationsausbeute ist das prozentuale Verhältnis der Molzahl des in der Oxydation gebildeten DHPO zu der Gesamtsumme der Molzahlen von Diisopropyibenzol und MHPO, die bei der Oxydation verbraucht wurden.
Die vorstehende Oxydationsreaktion wurde unter konstanten Bedingungen wählend 10 Stunden durchgeführt und nach Beendigung der Reaktion hatten sich 19 Teile DHPO gebildet
Die resultierende Oxydationsproduktlösung wurde erneut der Extraktion mit Hilfe von NaOH unterworfen, um DHPO zu entfernen und um ein Kreislauföl zur erneuten Verwendung für die Oxydationsreaktion zu
erhalten. Es bildeten sich jedoch pastöse Ablagerungen, die hauptsächlich aus Carbinolen bestanden, und das Gefäß wurde durch die Ablagerungen verstopft, was zu einem Versagen der NaOH-Extraktion führte.
Eine von den Verunreinigungen befreite ölschicht, ί die in Beispiel 1 erhalten wurde, wurde in gleicher Weise wie vorstehend der NaOH-Extraktion unterworfen, um DHPO daraus abzutrennen. Die resultierende Raffinatölschicht wurde erneut mit Diisopropylbenzol vermischt, um das Verhältnis von MHPO zu Diisopropyl- in benzol in der Oxydationsbeschickungslösung auf den gleichen Wert wie in der vorher benutzten Oxydationsbeschickungslösung einzustellen. Die Oxydationsreaktion wurde in dem gleichen Reaktionsgefäß unter den gleichen Bedingungen wie vorher durchgeführt.
Nach der Oxydation wurde die Oxydationsausbeute durch Analyse der resultierenden Oxydationsproduktlösung bestimmt. Sie wurde zu 78,5% festgestellt. In diesem Fall wurden in der Oxydationsreaktion 27 Teile DHPO erhalten.
Die resultierende Oxydationsproduktlösung wurde erneut der NaOH-Extraktion zum Entfernen von DHPO unterworfen und die Raffinatölschicht wurde erneut als Teil der Oxydationsbeschickungslösung verwendet. Die Serie dieser Verfahrensschritte: Oxydationsreaktion, Nebenproduktentfernung und DHPO-Extraktion wurde 38mal wiederholt, wobei die Oxydationsreaktion in stabiler Weise und mit konstanter Oxydationsausbeute in sämtlichen Wiederholungen durchgeführt werden konnte und sich bei der NaOH-Extraktion keine pastösen Ablagerungen bilden. Diese Verfahrensschritte konnten daher ohne jegliche Schwierigkeiten durchgeführt werden.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zum Entfernen von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung, die durch Oxydation von Diisopropylbenzol mit molekularem s Sauerstoff erhalten wurde, oder aus der von Diisopropylbenzoldihydroperoxid befreiten Oxydationsproduktlösung, durch Extraktion mit einer alkoholhaltigen wäßrig-alkalischen Lösung, dadurch gekennzeichnet, daß man die Extraktion bei 20 bis 8O0C mit einer wäßrigen Lösung vornimmt, die 10 bis 80 Gew.-% mindestens eines Alkohols mit 1 bis 3 Kohlenstoffatomen und 0,05 bis 1 Gew.-°/o Alkali enthält.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Extraktionslösung verwendet, die als Alkohole Methanol, Äthanol oder Isopropanol und als Alkalien Natriumhydroxid oder Natriumcarbonat enthält
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die Extraktion mit einer Menge des Extraktionsreagenz durchführt, die das 0,3- bis 3,0fache, vorzugsweise das 0,8- bis 2,0fache des Gewichts der Lösung beträgt.
25
DE2352580A 1972-11-21 1973-10-19 Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung Expired DE2352580C2 (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
JP47117448A JPS5136741B2 (de) 1972-11-21 1972-11-21

Publications (2)

Publication Number Publication Date
DE2352580A1 DE2352580A1 (de) 1974-06-20
DE2352580C2 true DE2352580C2 (de) 1984-05-03

Family

ID=14711889

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE2352580A Expired DE2352580C2 (de) 1972-11-21 1973-10-19 Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung

Country Status (7)

Country Link
US (1) US3950431A (de)
JP (1) JPS5136741B2 (de)
CA (1) CA1010903A (de)
DE (1) DE2352580C2 (de)
FR (1) FR2207107B1 (de)
GB (1) GB1441778A (de)
IT (1) IT997576B (de)

Families Citing this family (8)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US4120902A (en) * 1977-03-07 1978-10-17 Phillips Petroleum Company Oxidation product recovery
DE2843957A1 (de) * 1978-10-09 1980-04-17 Huels Chemische Werke Ag Verfahren zur herstellung von araliphatischen dihydroperoxiden
US4849549A (en) * 1987-12-22 1989-07-18 Indspec Chemical Corporation Process for preparation of resorcinol
JP3275733B2 (ja) * 1996-10-23 2002-04-22 住友化学工業株式会社 1,3−ジイソプロピルベンゼンの液相酸化方法
CN103159585B (zh) * 2011-12-09 2015-12-16 中国石油化工集团公司 脱除二异丙苯中乙酰基二甲基苄醇的方法
CN104418782A (zh) * 2013-09-10 2015-03-18 中国石油化工集团公司 通过二异丙苯氧化制备氢过氧化物混合物的方法
CN110156591A (zh) * 2019-05-29 2019-08-23 南阳君浩化工有限公司 一种利用对氟苯甲醛副产物粗酸制备高纯度对氟苯甲酸的方法
CN115583906B (zh) * 2021-07-05 2024-08-30 中国石油化工股份有限公司 间二异丙苯氧化液的处理方法和回用方法以及间苯二酚的生产方法

Family Cites Families (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
CA649827A (en) * 1962-10-02 Sodomann Heinrich Method of extracting the dihydroperoxides accumulating during the oxidation of dialkyl benzenes from aqueous alkaline solutions
US2856432A (en) * 1953-09-04 1958-10-14 Hercules Powder Co Ltd Aromatic dihydroperoxide production
US2812357A (en) * 1954-01-12 1957-11-05 Hercules Powder Co Ltd Removal of hydroperoxide carbinols from aromatic hydroperoxides
GB786340A (en) * 1954-08-18 1957-11-13 Distillers Co Yeast Ltd Extraction of organic hydroperoxides

Also Published As

Publication number Publication date
IT997576B (it) 1975-12-30
CA1010903A (en) 1977-05-24
GB1441778A (en) 1976-07-07
JPS4972226A (de) 1974-07-12
US3950431A (en) 1976-04-13
DE2352580A1 (de) 1974-06-20
FR2207107A1 (de) 1974-06-14
FR2207107B1 (de) 1977-05-27
JPS5136741B2 (de) 1976-10-12

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2737302C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Resorcin
DE19946888A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Phenol, Aceton und Methylethylketon
DE2352580C2 (de) Verfahren zur Entfernung von Verunreinigungen aus einer Oxydationsproduktlösung
DE1493832A1 (de) Verfahren zur Reinigung von Phenol
DE69111303T2 (de) Verfahren zur Reinigung von Phenol.
DE69314021T2 (de) Verfahren mit hohem nutzeffekt zur herstellung von cyclohexanol und cyclohexanon
DE2345355C2 (de) Verfahren zum Stabilisieren von Dihydroperoxiden dialkylsubstituierter aromatischer Kohlenwasserstoffe
DE2846892A1 (de) Verfahren zur oxidation von m-diisopropylbenzol in fluessiger phase
DE2357845A1 (de) Verfahren zur spaltung von diisopropylbenzoldihydroperoxiden
DE2539045C2 (de) Verfahren zur Extraktion eines Dialkylbenzol-dihydroperoxids
DE2942069A1 (de) Verbessertes verfahren zur herstellung aromatischer hydroperoxide
DE1618972B1 (de) Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd
DE945506C (de) Verfahren zur Herstellung von Hydroperoxyden durch katalytische Oxydation von alkylaromatischen Kohlenwasserstoffen
EP0796833B1 (de) Verfahren zur Herstellung von beta-Naphthol
DE2209823A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Dimethy 1sulfoxid
EP0009851B1 (de) Verfahren zur Herstellung von araliphatischen Dihydroperoxiden
DE2342459C2 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Herstellung von Meta- und Para-diisopropylbenzol-dihydroperoxid
DE2646032C3 (de) Verfahren zur Herstellung aromatischer Hydroxyverbindungen und aliphatischer Ketone
DE3887859T2 (de) Zersetzung von Dihydroperoxyd zu Resorcin.
CH631954A5 (de) Verfahren zur herstellung von 2,6-di-tert.-butylphenol.
DE1618972C2 (de) Verfahren zur Herstellung von Cumolhydroperoxyd
DE1247313B (de) Verfahren zur Gewinnung von Diisopropylbenzol-Dihydroperoxyden
DE2325354A1 (de) Kontinuierliches verfahren zur herstellung von isopropyltoluolhydroperoxyden
DE2447346C3 (de) Verfahren zur Herstellung von a, a,a',a'-Tetramethylphenylenbiscarbinolen
DE2421039A1 (de) Verfahren zur gewinnung von diisopropylbenzolmonohydroperoxid

Legal Events

Date Code Title Description
OD Request for examination
8128 New person/name/address of the agent

Representative=s name: VON FUENER, A., DIPL.-CHEM. DR.RER.NAT. EBBINGHAUS

D2 Grant after examination
8364 No opposition during term of opposition