DE2350958A1 - Steuervorrichtung fuer eine lenkungsstellvorrichtung eines fahrzeuges - Google Patents
Steuervorrichtung fuer eine lenkungsstellvorrichtung eines fahrzeugesInfo
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Description
R. 17 81 .
10.9-1973 Ve/Hm
Anlage zur Patentanmeldung
Steuervorrichtung für eine Lenkungsstellvorrichtung eines Fahrzeugs .
Die Erfindung betrifft eine Steuervorrichtung für eine Lenkungsstellvorrichtung eines Fahrzeugs, die in Abhängigkeit eines
Steuersignals, vorzugsweise einer Regelabweichung, steuerbar ist.
Oft erhebt sich die Forderung, die Steuerung eines Fahrzeugs in Abhängigkeit eines Parameters, wie zum Beispiel Seiten~
wind, Fahrbahnunebenheiten und sogenanntes Lenkungsverreißen, zu beeinflussen. Dazu ist eine Steuervorrichtung notwendig,
die durch ein in Abhängigkeit iron diesem Parameter stehendes
Steuersignal in Tätigkeit tritt und eine Lenkungsstellvorrichtung, vorzugsxfeise ein -Stellmotor, steuert*, Dieses Steuersignal
enthält natürlich auch die Regelabweichung von Steuerung und Lenkung.
=2-
Bei bekannten Steuervorrichtungen wird der Stellmotor proportional
zum Steuersignal angesteuert. Diese proportionale Ansteuerung ist einmal sehr aufwendig und hat weiterhin den
Nachteil, daß das Fahrzeug laufend Lenkbewegungen ausführt, selbst bei sehr kleinen Änderungen des Steuersignals.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine einfach aufgebaute Steuervorrichtung zu entwickeln, die erst ab einer gewissen
Größe der Steuersignaländerung in Tätigkeit tritt. Ist ein solcher Grenzwert dann überschritten, so tritt der
Stellmotor mit voller Leistung in Tätigkeit.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß die
Lenkungsstellvorrichtung im Brückenquer zweig einer aus vier Schaltstufen bestehenden Brückenschaltung vorgesehen ist,
daß das Steuersignal zwei Schwellwertstufen zuführbar ist
und daß je eine Schwellwertstufe zur Steuerung des Schaltzustands einer Brückendiagonale vorgesehen ist.
Ein dem Lenkungsspiel ähnlicher Effekt v/ird in weiterer Ausgestaltung
dadurch, erzielt, daß durch die eine Schwellwertstufe
bei Überschreiten eines bestimmten Schwellwerts und durch die andere bei Unterschreiten eines bestimmten Schwellwerts
ein Schaltvorgang auslösbar ist, wobei die Schwellwertstufen unterschiedliche Schwellwerte aufweisen zur Erzeugung
einer toten Zone, in der die Lenkungsstellvorrichtung nicht betätigbar ist.
Die mit der Erfindung erzielten Vorteile bestehen insbesondere darin, daß ein einfacher Aufbau mit Dreipunktregelverhalten
erzielt wird«, daß eine nii.ige Steuerung dadurch erzielt wird,
daß kleine Änderungen des Steuersignals, insbesondere auch
durch Störungen, niclit registriert Kerden und daß keine
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Regelschwingungen im Lenksystem entstellen können. Indem
nach. Überschreiten einer Ansprechschwelle der Stellmotor
gleich mit voller Kraft in Tätigkeit tritt ist eine schnelle Reaktion des Lenksystems gegeben.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Zeichnung dargestellt und wird im Folgenden näher beschrieben. Es
zeigen:
Pig. 1 den Schaltungsaufbau eines Ausführungsbeispiels einer
Steuervorrichtung und
Fig. 2 ein Diagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise der Schaltung nach Figur 1.
Fig. 2 ein Diagramm zur Erläuterung der Wirkungsweise der Schaltung nach Figur 1.
In der Schaltung des Ausführungsbeispiels ist eine das Steuersignal
führende Klemme 10 sowohl über eine erste Diode 11 mit der Basis eines KEU-Transistors 12, wie auch über eine
zweite Diode 13 mit der Basis eines PNP-Transistors 14 verbunden.
Die Basis des Transistors 12 ist über einen Basisvorwiderstand 15 mit einer die Versorgungsspannung führenden
Klemme 16 und die Basis dea Transistors 14 über einen Basisvorwiderstand
17 mit Masse verbunden. Drei~Wider stände 18, 19»
20 bilden einen Spannungsteiler zwischen der Klemme 16 und Masse, wobei der Verknüpfungspunkt zwischen den Widerständen
18, 19 mit dem Emitter des Transistors 12 und der Verknüpfungspunkt zwichen den Widerständen 19, 20 mit dem Emitter des
Transistors 14 verbunden ist» Der Kollektor des Transistors ist über die Reihenschaltung dreier Widerstände 21, 22,
mit der Klemme 16 verbunden. Der mittlere VJiderstand 22 ist durch die Basis-Emitter-Strecke eines PHP-Transistors 24
überbrückt. Der Kollektor des Transistors 14 ist über einen aus zwei Widerständen 25? 26 bestehenden Spannungsteiler
mit Masse verbunden. Der Abgriff des Spannungsteilers 25,26 ist sowohl an die Basis eines NPN-Transistors 27 wie auch
über die Reihenschaltung eines Widerstandes 28 mit einem Kondensator 29 an die Basis des Transistors 24 angeschlossen.
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Die Kollektoren der Transistoren 24 und 27 sind über je
einen Rückkoppelungswiderstand 30 und 31 mit jeweils der
Basis der Transistoren 12 und 14 rückgekoppelt. Der Emitter des Transistors 2? ist über einen Widerstand 32 mit Masse
verbunden. Eine aus vier Transistoren 33 bis 36 bestehende
Brückenschaltung ist zwischen die Klemme 16 und Masse geschaltet. Dabei bildet die Emitter-Kollektor-Strecke des
PNP-Transistors 33 und die Kollektor-Emitter-Strecke des NPN-Transisotrs 34 den einen Längszweig und entsprechend
der PNP-Transistor 35 und der NPN-Transistor 36 den anderen
Längs zweig. Im Brückenquerzweig ist ein Stellmotor 37 geschaltet. Die Emitter der Transistoren 24 und. 27 sind jeweils
an die Basis der Transistoren 33 und 34 angeschlossen. Der Kollektor des Transistors 24 ist über einen aus zwei
Widerständen 38, 39 bestehenden Spannungsteiler mit Masse
verbunden,und der Kollektor des Transistors 27 ist über einen aus zwei Widerständen 40, 41 bestehenden Spannungsteiler
an die Klemme 16 angeschlossen. Der Abgriff des Spannungsteilers 33, 39 ist an die Basis des Transistors 36
und der Abgriff des Spannungsteilers 40, 41 ist an die Basis des Transistors 35 angeschlossen.
Die Wirkungsweise des in Figur 1 dargestellten Ausführungsbeispiels soll unter Zuhilfenahme des in Figur 2 dargestellten
Diagramms im folgendem beschrieben werden. Die Klemme 10 ist mit dem Ausgang eines bekannten, in der Zeichnung nicht näher
dargestellten Lenkreglers verbunden. Ein solcher Lenkregler addiert die an seinen Eingängen liegenden Spannungen und
bildet somit eine Regelabweichung. An diesen Eingängen liegt zum Beispiel der eingestellte Sollwert für die Fahrzeugsteuerung,
der von einem Lenkrad erzeugt werden kann,und der Istwert, der ein dem Lenkungsausschlag der Lenkung proportionales
Signal darstellt. Diesem Lenkregler können in weiteren Eingängen von beliebigen weiteren Parametern abhängige Sig
nale zugeführt sein. Solche Parameter sind der Seitenwind,
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Fahrbahnunebenheiten usw. Bei einer Seitenwindkompensation wird zum Beispiel durch einen Meßwertaufnehmer an der Seite
des Fahrzeugs der Seitenwind gemessen und ein proportionales Signal dem Lenkregler zugeführt. Dadurch wird zum Beispiel
bei Auftreten eines starken Seitenwinds das Fahrzeug automatisch gegengelenkt.
Die Transistoren 12 und 14 sind als Schwellwertstufen geschaltet.
Überschreitet das an der Klemme 10 anliegende Steuersignal eine bestimmte Spannung U^ so wird der Transistor 12
stromleitend,und unterschreitet das an der Klemme 10 anliegende Steuersignal eine bestimmte Spannung Ü2, so wird der
Transistor^ stromleitend. Durch den stromleitend gewordenen.
Transistor 12 wird der als Steuerschalter eingesetzte Transistor 24 stromleitend. Dieser wiederum versetzt die Transistoren
55 und 36 in den stromleitenden Zustand. Somit fließt bei Leitendwerden des Transistors 12 ein Steuerstrom durch den
Transistor 33, den Stellmotor 37 und den Transistor 36. Wird
dagegen der Transistor 14 stromleitend, so fließt entsprechend
der Steuerstrom durch den Transistor 35» den Stellmotor
37 und den Transistor 34. Der Stellmotor 57 ändert
seine Drehrichtung.
Beilegt sich das Steuersignal an der Klemme 10
zwischen den Spannungen IL und I^s so dreht sich der Stellmotor
nicht. Erst bei Überschreiten bzw. Unterschreiten der
Schwellspannungen IL· bzw.U2 dreht sich der Stellmotor 37 in
die eine bzw. in die andere Richtung.
Die Rückkoppelungswiderstände 3O251 dienen der Mitkoppelung,
das heißt * das Leitendwerden zum Beispiel der Tr-ansistoren
und 24 erfolgt nicht schleichends sondern sehr rascli9 so daß
die Schaltschwelle sehr genau eingehalten., werden kanru
-6-
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Dadurch entsteht eine Hysteresse, wie sie in Diagramm in
Figur 2 dargestellt ist. Diese Hystere hilft Regelschwingungen
zu vermeiden.
Das RC-KoppcLglied 28, 29 bewirkt, daß beim Abschalten des
Transistors 24 der Transistor 27 kurz stromleitend wird.
Beim umgekehrten Abschalten verhält es sich ebenso. Dieses kurze Einschalten liegt in der Größenordnung des Entlade-r
Vorgangs bzvj. Ladevorgangs des Kondensators 29· Durch dieses RC-Koppelglied wird der Stellmotor 37 Kit Gegenstrom sehr
rasch abgebremst.
Zur Verminderung des Aufwands für eine Spannungsstabilisierungsschaltung
ist es auch üblich, nur die eigentlichen Schalttransistoren 33 his 3& an die nicht stabilisierte
Spannungsquelle 16 anzuschließen, der übrigen Elektronik jedoch eine stabilisierte Spannung zuzuführen.
Di in der Schaltung eingesetzen Transistoren können selbstverständlich
auch durch Transistoren eines anderen Leitfähigkeitstyps oder durch andere steuerbare Halbleiter ersetzt
sein. Die Verwendung zweier Transistoren komplementären Leitfähigkeitstyp.s in der beschriebenen Anordnung in einer
Brückendiagonale"hat jedoch den Vorteil, daß der Spannungsabfall
an den beiden Transistoren möglichst gering und die Spannung am Kotor daher möglichst groß wird. lerner wird
die Ansteuerung der Transistoren (35? 36 bzw. 351 32O
besonders einfach, weil jeweils nur ein einziger Transistor (24· bzw. 27) benötigt wird, über den der Basisstrom des pr:p-Transistors
und der des zugehörigen npn-Transistors geführt wird. Werden höhere Schaltleistungen für die Endstufen benötigt,
so können die verwendeten Transistoren durch mehrstufige Anordnungen, bzw. Darlington-Transistoren ersetzt
werden«,
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Claims (6)
1. Steuervorrichtung für eine Lenkungsstellvorriehtung eines Fahrzeugs, die in Abhängigkeit eines Steuersignals, vorzugsweise
einer Regelabweichung ,steuerbar ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Lenkungsstellvorriehtung (37) im
Brückenquerzweig einer aus vier Schältstufen (33 his 36)
bestehenden Brückenschaltung vorgesehen ist, daß das Steuersignal zwei Schwellwertstufen (12, 14) zuführbar
ist und daß je eine Schwellwertstufe (12, 14) zur Steuerung
des Schaltzustands einer Brückendiagonale (33} 36 bzw.
35» 34) vorgesehen ist.
2. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß durch die eine Schwellwertstufe (12) bei Überschreiten
eines bestimmten Schwellwerts und durch die andere Schwellwertstufe
(14) bei Unterschreiten eines bsstimmten Schwellwerts
ein Schaltvorgang auslösbar ist.
3· Steuervorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Schwellwertstufen (12,14) unterschiedliche
Schwellwoite aufweisen zur Erzeugung einer toten Zone,
in der dio Lenkungsstellvorriehtung (37) nicht betätig bar
ist.
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4. Steuervorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß als Schaltstufen (33 "bis 36) Transistoren vorgesehen sind und daß jeder Brückenlängs zweig aus komplementären
Transistoren "aufgebaut ist, deren Kollektoren miteinander verbunden sind.
5· Steuervorrichtung nach Anspruch 1 oder 4, dadurch gekennzeichnet,
daß zur Steuerung der Schaltstufen jeder Brükkendiagonale (33, 36 bzw/ 35» 34- ) ein Steuerschalter (24
bzw. 27) vorgesehen ist, der durch eine der Schwellwertstufen (12 bzw. 14) steuerbar ist.
6. Steuervorrichtung nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet,
daß die Steuereingänge der Steuerschalter (24, 27) über ein RC-Koppelglied (28, 29) miteinander verbunden
sind.
7· Steuervorrichtung nach Anspruch 5? dadurch gekennzeichnet,
daß die Ausgänge der Steuerschalter (24, 27) über je
ein Mitkoppelungsglied (30, 31) mit den Eingängen der
Schwellwertstufen (12, 14) verbunden sind.
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| DE2350958C2 DE2350958C2 (de) | 1984-10-25 |
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ID=5895060
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