DE2349569A1 - Vakuumschaltgefaess mit schaltstuecken, die ausnehmungen aufweisen - Google Patents
Vakuumschaltgefaess mit schaltstuecken, die ausnehmungen aufweisenInfo
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-
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- Manufacture Of Switches (AREA)
Description
Vakuumschaltgefäß mit Schaltstücken, die Ausnehmungen aufweisen
Die vorliegende Erfindung befaßt sich mit einem Vakuumschaltgefäß
mit relativ zueinander bewegbar angeordneten, an Trägern befestigten Schaltstücken, die mit länglichen Ausnehmungen zur
Leitung der Lichtbogenfußpunkte versehen sind.
Schaltgefäße dieser Art sind beispielsweise durch die US-PS 3 158 719 bekannt geworden. Die bekannten Schaltstücke
besitzen einen mittleren, der Dauerkontaktgabe dienenden Bereich und einen diesen umgebenden, für den Lichtbögenlauf
bestimmten Teil, der mit spiralig verlaufenden und sich auf dem mittleren Kontaktteil bis zum Rand des Schaltstückes erstreckenden
Schlitzen versehen ist. Bei dir Herstellung solcher Schaltstücke treten vielfältige Probleme mechanischer
und werkstofftechnischer Art auf, deren Behebung die Aufgabe
der vorliegenden Erfindung ist.
Gemäß der Erfindung sind die Ausnehmungen entlang im wesentlichen
konzentrischer Kreisbögen angeordnet, und es sind wenigstens zwei Reihen mit wenigstens zwei Ausnehmungen vorgesehen,
die jeweils die Lücken zwischen den Ausnehmungen der benachbarten Reihe überdecken. Obwohl bei dieser Anordnung
von Ausnehmungen kein von der Mitte bis zum Rand eines Schaltstückes durchgehender Weg für die Lichtbogenfußpunkte vorhanden
ist, werden dennoch die Lichtbögen zwangsweise tangential nach außen geführt, wodurch die gewünschte Verlängerung der
Lichtbögen erreicht wird. Pur die Herstellung dieser Schaltstücke
besteht die wesentliche Erleichterung darin, daß die
Ausnehmungen auf Kreisbögen liegen und daher mit verhältnismäßig einfachen Werkzeugen und Bearbeitungsmaschinen herstellu
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bar sind. Ferner wird durch die Erfindung ein Schaltstück mit
geschlossener Form geschaffen, dessen mechanische Festigkeit gesteigert ist.
Ein Schaltstück nach der Erfindung weist in seiner einfachsten Ausführungsform zwei konzentrische Reihen mit je zwei
Ausnehmungen auf, wobei die Ausnehmungen der" einen Reihe die Lücken zwischen den Ausnehmungen der anderen Reihe überdecken.
Die gewünschte Wirkungsweise ergibt sich aber auch dann, wenn beispielsweise Jede der beiden Reihen je drei Ausnehmungen
besitzt oder wenn mehr als zwei Reihen mit einer beliebigen Anzahl von Ausnehmungen vorgesehen werden, die sich mit den
Lücken der anderen Reihe in der angegebenen Weise überdecken.
Unter Umständen sind befriedigende Schaltleistungen mit
Schaltstücken erzielbar, die ebene Berührungsflächen benutzen. Es kann jedoch vorteilhaft sein, die bei Schaltstücken für
Vakuumschaltgefäße bekannte Kegelstumpfform anzuwenden, bei
der nur der mittlere Teil der Dauerkontaktgabe dient. In diesem Fall können die Ausnehmungen auf dem Kegelmantel angeordnet
sein.
Wie bereits erwähnt, besteht ein wesentlicher Vorteil der Schaltstücke, gemäß der Erfindung in einer geschlossenen Form,
die nicht durch Schlitze, Rillen oder sonstige Ausnehmungen unterbrochen ist. Darüber hinaus kann auch davon abgesehen
werden, die Ausnehmungen in bekannter Weise als durchgehende Schlitze auszubilden. Eine gute Wirkungsweise ergibt sich
vielmehr auch dann, wenn die Ausnehmungen als Rillen ausgebildet sind, wobei es vorteilhaft sein kann, die Rillen in
einer Schicht aus einem abbrandfesten Kontaktwerkstoff anzuordnen, die mit einer weiteren Schicht aus einem gutleitenden
Werkstoff verbunden ist. In diesem Fall kann der den Lichtbögen ausgesetzte und mit den Ausnehmungen bzw. mit den Rillen
versehene Teil der Schaltstücke aus einer Kupfer-Chrom-Legierung bestehen, während der den Lichtbogen abgewandte Teil des
Schaltstückes aus Kupfer hergestellt 1st«
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In Verbindung mit kegelstumpfförmigen Schaltstücken nach der
Erfindung kann die Stromzuführung zu den Schaltstücken im
Bereich der Lücken zwischen den Ausnehmungen der äußeren Reihe erfolgen. Dadurch wird erreicht, daß die Lichtbögen am
Verlassen des Raumes zwischen den Schaltstücken gehindert werden. Ferner wird das tangentiale Ausweichen der Lichtbogenfußpunkte,
d. h. die Lichtbogenbewegung, durch diese Art der Stromzuführung gefördert.
Die Erfindung wird im folgenden anhand der in den Figuren
dargestellten Ausführungsbeispiele näher erläutert.
Die Fig. 1 zeigt in schematischer Darstellung im Schnitt ein
Vakuumschaltgefäß mit Schaltstücken nach der: Erfindung. Die
Schaltstücke sind in vergrößerter Darstellung in Fig. 2 gezeigt.
Ein weiteres Ausführungsbeispiel für Schaltstücke nach der Erfindung zeigt die Fig. 3.
In Fig. 4 ist ein zusammengesetztes Schaltstück gezeigt.
Die Fig. 5 zeigt ein Schaltstück mit einer Stromzuführung in den Zwischenräumen der äußeren Ausnehmungen.
Das in Fig. 1 gezeigte Vakuumschaltgefäß 1 weist ein Gehäuse aus einem geeigneten Isolierstoff, z. B. Glas oder Porzellan,
auf. An den Stirnseiten ist das Gehäuse 2 durch eine obere Endkappe 3 und eine untere Endkappe 4 verschlossen, wobei
geeignete Verfahren zur Verbindung keramischer und metallischer
Teile bzw. geeignete Schmelzverfahren angewandt werden können. In dem Gehäuse 2 befindet sich ein feststehendes
Schaltstück 5, das an einem vakuumdicht durch die Endkappe 4 geführten Träger 6 befestigt ist, der zugleich zur Herstellung eines elektrischen Anschlusses und zur Halterung des
Schaltgefäßes in einem Schaltgerät dienen kann. In einer Öffnung 7 der oberen Endkappe 3 ist ein Träger 10 eines beweg-
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lichen SchaltStückes 11 geführt, das gegenüber der umgebenden
Atmosphäre durch einen Faltenbalg 12 abgedichtet ist. Der
Faltenbalg 12 gestattet einen zum Ein- und Ausschalten erforderlichen Hub des beweglichen Schaltstückes 11. Weitere Teile,
die Vakuumschaltgefäße üblicherweise aufweisen, z. B. ein die Schaltstücke umgebender Schirm, sowie zu ihrem Betrieb gehörende
Einrichtungen, z. B. ein elektromagnetischer Antrieb, sind zur Vereinfachung fortgelassen.
Die Schaltstücke 5 und 11 besitzen im wesentlichen die Gestalt zylindrischer Scheiben, in denen sich konzentrisch angeordnete
längliche Ausnehmungen 13 und 14 befinden. Je zwei gleich lange Ausnehmungen 13 sind auf einem äußeren Kreis und zwei
ebenfalls gleich lange Ausnehmungen 14 auf einem inneren Kreis angeordnet. Die Ausnehmungen 13 und 14 sind um 90 versetzt
angeordnet, d.h., bei Betrachtung in radialer Richtung überdecken die Ausnehmungen 14 die Lücken zwischen den Ausnehmungen
13 und umgekehrt.
In dem Ausführungsbeispiel gemäß der Fig. 3 besitzen die Schaltstücke 20 und 21 eine kegelstumpfförmige Gestalt, wobei
die mittleren ebenen Flächen 22 und 23 im eingeschalteten Zustand des Schaltgefäßes aufeinanderliegen und den Betriebsstrom des Schaltgefäßes übertragen. Die äußeren Mantelflächen
24 und 25 dienen zur Führung und Ausweitung des Lichtbogens, der nach der Trennung der Schaltstücke entsteht. In diesen
Mantelflächen befinden sich Ausnehmungen 26 und 27, deren Anordnung ebenso wie in Fig. 2 gewählt sein kann.
In den zuvor beschriebenen Ausführungsbeispielen durchsetzen die Ausnehmungen 13 und 14 bzw. 26 und 27 jeweils die Schaltstücke
in ihrer ganzen axialen Erstreckung. Es kann jedoch ausreichend sein, wenn sich die Ausnehmungen nur in der Gestalt
von Rillen über einen Teil der axialen Dicke der Schaltstücke erstrecken, wie dies in Fig. 4 gezeigt ist. In diesem
Ausführungsbeispiel bestehen ferner die Schaltstücke 40 und 41 jeweils aus zwei Schichten, und zwar wird die eine Schicht
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durch mit den Trägern 42 und 43 verbundenen Scheiben 44 und aus einem gutleitenden Werkstoff, z. B. Kupfer, und die andere
Schicht aus weiteren Scheiben 46 und 47 aus einem gegenüber Lichtbogen beständigeren Material, z. B. einer Kupfer-Chrom-Legierung,
gebildet. In diese zuletzt genannten Scheiben sind
die Ausnehmungen in der Gestalt von Schlitzen 50 und 51 eingearbeitet, deren Anordnung wiederum entsprechend Fige 1 gewählt
sein kann. Es sei jedoch erwähnt, daß auch in diesem Fall eine größere Anzahl von Ausnehmungen vorgesehen sein
kann, d.h. es können sowohl mehr als zwei Reihen von Ausnehmungen als auch mehr als zwei auf einem Kreis mit Zwischenräumen
verteilte Ausnehmungen vorhanden sein.
Zur Herstellung der Ausnehmungen bzw. Rillen eignen sich die bekannten spanabhebenden Bearbeitungsverfahren. Ss komnrtf jedoch
auch eine Herstellung durch Stanzwerkzeuge sowie durch Schmieden oder Schlagen in Betracht. Bei der Herstellung durch
Gesenkschmieden kann in einem einzigen Arbeitsgang ein vollständiges,
mit Ausnehmungen versehenes Schaltstück hergestellt werden. _^\
In dem Ausführungsbeispiel nach der Fig. 5 ist in Verbindung
mit einem der Fig. 3 ähnlichen kegelstumpfförmigen Schaltstück
55, das zwei Reihen mit je drei durchgehenden Ausnehmungen
57 und 58 besitzt, eine besondere Art der Stromzuführung vorgesehen. Hierzu ruht das Schaltstück 55 auf einem dreiarmigen
Zwischenstück 60, dessen Arme 61 jeweils im Bereich der Lücken 56 zwischen den Ausnehmungen 57 mit dem Schaltstück 55
verbunden sind. Vorzugsweise kann das Schaltstück 55 zusammen mit dem Zwischenstück 60 aus einem Teil bestehen, das als
Schmiedestück hergestellt ist. Mit dem Zwischenstück 60 ist in
geeigneter Weise ein Trägerbolzen 62 verbunden. ·
Die Stromzuführung im Bereich der Lücken 56 hat zur Folge, daß
eine Stromschleife gebildet wird, die auf den Lichtbogen eine
zum Zentrum des Schaltstückes gerichtete Kraft ausübt, wenn sich der Lichtbogen dem Rand des SchaltStückes nähert. Dadurch
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wird ein Heraustreten des Lichtbogens aus dem Raum zwischen
den Schaltstücken verhindert. Zusammen mit den Ausnehmungen 57 und 58 fördert die beschriebene Stromzuführung auch das
tangentiale Ausweichen der.Lichtbogenfußpunkte und damit die
Lichtbogenbewegung.
In den beschriebenen Ausführungsbeispielen verlaufen die Ausnehmungen
genau entlang konzentrischen Kreisen. Im Rahmen des Erfindungsgedankens ist es jedoch nicht erforderlich, diese
konzentrische Anordnung genau einzuhalten; ebenso kann es vorteilhaft sein, den Ausnehmungen eine gewisse Neigung zu
den Kreisen zu geben, d.h. sie in gewissem Grade spiralig anzuordnen. Wesentlich ist in jedem Fall, daß sich Ausnehmungen
und Lücken zwischen den Ausnehmungen in der beschriebenen Weise überdecken.
4 Ansprüche
5 Figuren
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Claims (4)
- VPA 73/3803Patentansprücheakuumschaltgefäß mit relativ zueinander bewegbar angeord-* neten, an Trägern befestigten Schaltstücken, die mit länglichen Ausnehmungen zur Leitung der Lichtbogenfußpunkte versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß die Ausnehmungen (13, 14) der Schaltstücke (5, 11) entlang im wesentlichen konzentrischer Kreisbögen angeordnet sind und daß wenigstens zwei Reihen mit wenigstens zwei Ausnehmungen (13, 14) vorgesehen sind, die jeweils die Lücken zwischen den Ausnehmungen der benachbarten Reihe überdecken.
- 2. Vakuumschaltgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstücke (20, 21) eine kegelstumpfförmige Gestalt aufweisen und daß die Ausnehmungen (26, 27) auf dem Kegelmantel (24, 25) angeordnet sind.
- 3. Vakuumschaltgefäß nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schaltstücke (40, 41) an ihrer Oberfläche eine Schicht (46, 47) aus einem abbrandfesten Kontaktwerkstoff aufweisen und daß sich die Ausnehmungen (50, 51) nur in dieser Schicht befinden. ,• ■ ■ - .
- 4. Vakuumschaltgefäß nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Stromzuführung zu den Schaltstücken (55) im Bereich der Lücken (56) zwischen den Ausnehmungen (57) der äußeren Reihe erfolgt. . .509817/043 3
Priority Applications (5)
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Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19732349569 DE2349569C3 (de) | 1973-09-28 | Vakuumschaltgefäß mit Schaltstücken, die Ausnehmungen aufweisen |
Publications (3)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE2349569A1 true DE2349569A1 (de) | 1975-04-24 |
| DE2349569B2 DE2349569B2 (de) | 1976-08-12 |
| DE2349569C3 DE2349569C3 (de) | 1977-03-24 |
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Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| JPS5061671A (de) | 1975-05-27 |
| DE2349569B2 (de) | 1976-08-12 |
| US3953698A (en) | 1976-04-27 |
| CH571761A5 (de) | 1976-01-15 |
| GB1442479A (en) | 1976-07-14 |
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| C3 | Grant after two publication steps (3rd publication) | ||
| E77 | Valid patent as to the heymanns-index 1977 | ||
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