DE2348889B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Elektrolysieren wässriger Lösungen von Natrium- und/oder Kaliumsalzen und/oder -hydroxiden - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Elektrolysieren wässriger Lösungen von Natrium- und/oder Kaliumsalzen und/oder -hydroxidenInfo
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Description
und
FSO2CF2CF2OCF(CF3)OCf=CF2
F2C=CF2
F2C=CF2
besteht welches zur Umwandlung der -SO2F-Gruppen
in Sulfonsäure- und/oder Sulfonatgruppen behandelt worden ist
54. Elektrolysierzellenbatterie, bestehend aus einer Reihe von EJektrolysierzellen gemäß Anspruch
12, dadurch gekennzeichnet daß die Anoden (21) der Zellen in elektrischem Kontakt mit den
Kathodenleitungen (11) der jeweils nächst niedrigeren Zelle stehen.
Bei der Chloralkalielektrolyse müssen Kathoden- und Anodenraum getrennt werden, um Ausbeuteverluste zu
vermeiden.
Die Trennung der beiden Räume kann durch ein Diaphragma, also eine poröse Scheidewand, erfolgen.
Verfahren dieser Art sind z. B. aus den US-PS 11 09 311
und 35 47 791 bekannt. Das Diaphragma ist einerseits durchlässig für den Durchlauf von Sole vom Anoden- in
den Kathodenraum, andererseits unterdrückt es die Wanderung der OH-Ionen an die Anode. Allerdings
wird die Wanderung der OH-Ionen nicht völlig verhindert so daß noch Ausbeuteverluste in Kauf
genommen werden müssen. Die Wanderung wird zwar zusätzlich mechanisch durch den Gegenstrom der Sole
vom Anoden- in den Kathodenraum behindert, aber trotzdem ist das Ergebnis noch nicht restlos befriedigend.
Eine andere Möglichkeit, Kathoden- und Anodenraum zu trennen, ist die völlige Abtrennung beider
Räume durch das Quecksilberverfahren. Dieses Verfahren ist jedoch sehr kostspielig, und außerdem ist es
äußerst empfindlich gegen Verunreinigung in der Sole.
Die bisherigen Versuche, die Nachteile des Hg-Verfahrens zu beseitigen, schlugen fehl. So hat man
versucht, das Hg als Membran auszubilden, deren eine Seite die Kathode bildet, während die andere Seite sich
im Kontakt mit der Natronlauge befindet, so daß die Abscheidung von Na im Hg gleichzeitig mit der
Zersetzung an der anderen Seite der Membran erfolgt. Diesen Versuchen blieb jedoch der Erfolg versagt.
Das gilt auch für die Zelle gemäß US-PS 27 49 301, bei
der die Hg-Kathode auf einem Diaphragma liegt und die Salzlösung unter der Kathode hindurch über die
Anodenoberfläche hinweg strömt. Hierbei muß die Strömungsgeschwindigkeit der Sole außerordentlich
hoch sein, um zu verhindern, daß sich das Diaphragma mit Gasblasen bedeckt. Aber selbst dann kann die
Blasenbildung am Diaphragme und eine entsprechende Verringerung des Wirkungsrades nicht völlig verhindert
werden.
Aufgabe der Erfindung ist es, eine technisch einwandfreie Chloralkalielektrolyse zu schaffen, die die
Nachteile des Diaphragmaverfahrens und des Hg-Verfahrens vermeidet
Die Lösung dieser Aufgabe ist in den Ansprüchen angegeben.
Die erfindungsgemäß verwendete Verbundmembran besteht aus einer Membran aus einem festci Polymerisat
oder Harz, die der Anode gegenüberliegt, und einer
Schicht eines für Alkalimetall durchlassen Metalls, die
sich in enger Berührung mit der Membran befindet Der Ausdruck »Membran« bezeichnet hier ein Material,
welches eine hohe Durchlässigkeit für Ionen und eine geringe Durchlässigkeit für den Anolyten aufweist Die
Anwesenheit einer Gasphase in dem an die Verbundmembran angrenzenden Elektrolyten wird vermieden,
indem man bei überatmosphärischem Druck unter Bedingungen arbeitet unter denen die normalerweise
entstehenden gasförmigen Produkte verflüssigt werden oder sich in dem Elektrolyten lösen, oder indem man mit
einer Anode arbeitet die von einem für den Elektrolyten durchlässigen Diaphragma oder von einer für Anionen
durchlässigen Membran bedeckt ist, wobei die Anodenprodukte
durch die Anode hindurch abgezogen werden. Nach einer weiteren Ausführungsform der Erfindung
werden Zelleneinheiten, die aus Elektrolyse- und Zersetzungsräumen bestehen, welche durch Verbundmembran
voneinander getrennt sind, so aneinandergefügt, daß ein verteilter elektrischer Stromfluß in Reihe
von Zelle zu Zelle stattfindet, während Flüssigkeiten gleichmäßig in elektrisch nichtleitenden Kanälen,
Röhren oder Rohren zu und von den Zelleneinheiten strömen.
Es ist ein charakteristisches Merkmal der Verbundmembran, daß bei ihrer Anwendung zur Elektrolyse von
wäßrigen Alkalisalzlösungen Alkaliionen von der wäßrigen Lösung durch die Membran in die Metallschicht
wandern und dann aus der Metallschicht austreten.
Im Inte ..,se der vorteilhaftesten Anwendung der
Erfindung soll natürlich der elektrische Widerstand gegen die Wanderung von Alkaliionen in der Membran
unter der Wirkung des elektrischen Stromes niedrig und das Transportvermögen der Metallschicht für das
Alkalimetall hoch sein, um die maximale Einheitskapazität für die Verbundmembran und einen möglichst
geringen Bedarf an elektrischer Energie zu erzielen. Ferner ist die Verbundmembran so angeordnet, daß ein
direkter Grenzflächenkontakt zwischen der Polymerisatmembran und der Metallschicht besteht, damit die
Alkaliionen direkt aus der Polymerisatmembran in die Metallschicht übergehen können und in Form von
Alkaliatomen oder von Alkaliionen zusammen mit freien Elektronen durch diese Schicht hindurchgeleitet
werden.
Eine bevorzugte Metallschicht besteht aus flüssigem Quecksilber. In der folgenden Beschreibung wird
beispielsweise Quecksilber als Metallschicht cer Verbundmembran gemäß der Erfindung verwendet.
Die Grenzfläche zwischen der Polymerisatmembran und der Quecksilberschicht kann über die Größe einer
ebenen Oberfläche hinaus dadurch vergrößert werden, daß man die Berührungsfläche der Membran mit dem
Quecksilber geriffelt oder mit Vertiefungen ausbildet. Ferner ist es zweckmäßig, diese Grenzfläche dadurch zu
vergrößern, daß man im Inneren der Polymerisatmembran Quecksilber abscheidet, z. B. indem man zunächst
eine Quecksilbersalzlösung elektrolysiert, oder indem man das Quecksilber anderweitig im Inneren der
Membranstruktur abscheidet. Weiterhin wurde gefunden, daß der Widerstand vermindert werden kann,
indem man die Polymerisatmembran entweder für sich allein oder in Kombination mit dem sie tränkenden
Quecksilber mit einem Quellmittel, gewöhnlich einem polaren Lösungsmittel, wie Äthanol oder Glykol,
behandelt
Der Polymerisatteil der Verbundmembran soll einen niedrigen spezifischen elektrischen Widerstand und eine
hohe Widerstandsfähigkeit gegen Chlor und Salzsole
ι ο unter den Arbeitsbedingungen aufweisen.
Der Polymerisatteil der Verbundmembran kann aus einem festen Perfluorkohlenstoffpolymerisat bestehen,
welches Sulfonsäureseitengruppen, Sulfonatseitengruppen oder sowohl Sulfonsäure- als auch Sulfonatseitengruppen
aufweist (Der Ausdruck »Sulfongruppen« wird in diesem Sinne allgemein für Sulfonsäuregruppen
und/oder Sulfonatgruppen verwendet.) Bei dem Perfluorkohlenstoffpolymerisat
sind die Seitengruppen entweder direkt an die Hauptpolymerisatkette oder an Perfluorkohlenstoffseitenketten gebunden, die ihrerseits
an die Hauptpolymerisatkette gebunden sind. Die Hauptpolymerisatketten, die Seitenketten oder beide
können Sauerstoffatombrücken (d. h. Ätherbindungen) enthalten. Zu den Perfluorkohlenstoffpolymerisaten, bus
denen der Polymerisatteil der Verbundmembran gemäß der Erfindung hergestellt wird, gehören Seitenketten
der genannten Art aufweisende Perfluorkohlenstoff-Copolymerisate sowie Seitengruppen der genannten
Art aufweisende Perfluorkohlenstoffpolymerisate mit
so gemischten Chlor- und Fluorsubstituenten, wobei die Anzahl der Chloratome etwa 25% der Summe aus
Chlor- und Flucratomen nicht übersteigt Der Polymerisatteil kann gegebenenfalls verstärkt werden, z. B. mit
Hilfe eines Gitters oder Drahtnetzes aus einem
)·> geeigneten Metall oder mit einem Tuch aus Polytetrafluorethylen
oder einem anderen Verstärkungsmaterial, wie es in der USA-Patentanmeldung Serial No 1 96 772
beschrieben ist. Die Perfluorkohlenstoffpolymerisate, die für den Polymerisatteil der Verbundmembran
gemäß der Erfindung verwendet werden, können gemäß den USA-Patentschriften 30 41317, 32 R? 875
oder 36 24 053 hergestellt werden.
Die bevorzugten Perfluorköhieiisiufipoiymerisate
werden durch Copolymerisieren eines Vinyläthers der
4") Formel
FSO2CF2CF2OCF(Cf3)CF2OCF=CF2
mit Tetrafluoräthylen und anschließende Umwandlung der -SO2-F-Gruppe in -SO3H, Sulfonat (z. B. Alkali-
ϊο sulfonate) oder beides hergestellt. Das Äquivalentgewicht
der bevorzugten Copolymerisate liegt im Bereich von 950 bis 1350; das Äquivalentgewicht ist das mittlere
Molekulargewicht je Sulfonylgruppe. Die bevorzugte Dicke des Polymerisatteils der Membran beträgt 0,025
■» bis 0,25 mm.
Die Zellen gemäß der Erfindung haben also eine Anode und eine Verbundmembran, bestehend aus einem
Polymerisatteil aus Perfluorkohlenstoffpolymerisaten mit Sulfonsäure- und/oder Sulfonatseitengruppen sowie
einer kathodischen Schicht aus einem für Alkaliionen durchlässigen Metall, die sich in inniger Berührung mit
dem Polymerisatteil der Membran befindet.
Obwohl die Metallschicht der Verbundmembran als Quecksilber beschrieben worden ist, kann man statt
h5 dessen auch andere Metalle verwenden. Die Art des
jeweiligen Metalls richtet sich nach dem Kation des Elektrolyten, der Durchlässigkeit der Metallschicht und
dem Kation. Man könnte zu diesem Zweck z. B. dünne
Folien aus Silber und/oder Blei oder Kombinationen dieser Metalle mit Quecksilber verwenden. Da die
elektrolytische Zelle gemäß der Erfindung unter hohen Drücken und bei erhöhten Temperaturen arbeiten kann,
können normalerweise feste Metalle und Legierungen "> in geschmolzenem Zustande verwendet werden. Eine
sehr dünne Schicht aus einem festen Metall, die Natrium diffundieren läßt, würde sich als fester metallischer
Bestandteil der Verbundmembran eignen. Diese Methode kann auch in Kombination mit einem flüssigen Metall m
angewandt werden. Diese und andere Abwandlungen erleichtern eine Ausbildungsform, bei der die Verbundmembran
in einer anderen als in horizontaler Lage verwendet wird.
Die Anoden der elektrolytischen Zelle können aus i->
jedem Werkstoff gefertigt werden, der sich für das beabsichtigte Elektrolyseverfahren eignet, wie z. B. aus
Platinmetallen oder deren Oxiden für sich allein oder als Überzug auf Titan oder Tantal. Die Anode kann jede
geeignete Gestalt haben; sie kann z. B. aus Blech, :n Streckmetall oder durchlochtem Metall sowie aus
kleineren Abschnitten derartiger Formen bestehen, oder sie kann eine sonstige Gestalt aufweisen, die nicht
zur Stauung oder zum Einschluß des Anodenprodukts führt. r>
Die kurzgeschlossenen Elektroden in den Zersetzerräumen bestehen aus Graphit oder einem ähnlichen
Werkstoff von verhältnismäßig niedriger Wasserstoffüberspannung. Diese Elektroden sind in einem Muster
über die Oberfläche des Quecksilbers in dem Zersetzer- in
raum verteilt und tauchen teilweise in das Quecksilber ein. An der Graphitoberfläche entwickeln sich Wasserstoffblasen,
während sich beim Übergang der Natriumionen aus der Quecksilberschicht in die wäßrige Lösung
Hydroxylionen bilden. π
Die kurzgeschlossenen Graphitelektroden können auch dazu dienen, dem Quecksilber den Kathodenstrom
zuzuführen; vorzugsweise verwendet man jedoch metallische Leitungen von der Anode der nächsthöheren
Zelle. Es wurde gefunden, daß Graphitgewebe, 4<> welches zwischen und um die metallischen Leitungen
herumgeschlungen ist, eine schnelle und gründliche Zersetzung des Amalgams herbeiführt und einen engen
Abstand zwischen den metallischen Leitungen ermöglicht. ->->
Zur weiteren Erläuterung der Erfindung wird auf die Zeichnung Bezug genommen.
F i g. 1 ist ein Teilschnitt durch ein einzelnes Element einer Zelle unter Verwendung einer Verbundmembran,
einer plattenförmigen Anode und eines Graphitgewe- >« bes in dem Zersetzer zwecks Erzeugung von Chlor
unter Druck als gelöstes Gas.
F i g. 2 ist ein Teilschnitt durch ein einzelnes Element einer Zelle unter Verwendung einer Verbundmembran,
einer Anode (die in zwei verschiedenen Ausf ührungsf or- "> ">
men ab durchlochte Anode und als Knopfanode dargestellt ist) und eines Graphitgewebes im Zersetzer
zwecks Erzeugung von flüssigem Chlor unter Druck,
Fi g. 3 ist ein Teilschnitt durch ein einzelnes Element
einer ZeDe unter Verwendung einer Verbundmembran, «>
eines mit Ablauf versehenen Anodenraums mit einer Drahtnetzanode und eines Graphitgewebes hn Zersetzer für die Elektrolyse von Natriumsulfat.
Fig.4 zeigt einen Schnitt durch eine Batterie von
Zellenelementen in einem druckdichten Mantel zur *>5
Erzeugung von Chlor unter Dreck.
Fig.5 ist ein Fließdiagramm des Salzsole- und
Chlorsystems für eine Zellenbatterie, die aus Zellen zusammengesetzt ist, die von Verbundmembranen zur
Erzeugung von flüssigem Chlor unter Druck Gebrauch machen.
F i g. 6 zeigt ein Fließdiagramm eines Salzsole- und Chlorsystems und einer Zellenbatterie, die aus Zellen
zusammengesetzt ist, welche von Verbundmembranen zur Erzeugung von unter Druck in Salzsole gelöstem
Chlor Gebrauch machen.
F i g. 7 zeigt ein Fließdiagramm der Wasser-, Alkalilauge- und Wasserstoffsysteme für eine Zellenbatterie,
in der die Alkalilauge durch Kreislaufführung gekühlt wird.
Fig. 1,23 und 4 beziehen sich auf eine Zellenbatterie,
in der die Einzelteile einen im wesentlichen ringförmigen Raum einnehmen, wobei die Beschickung von
Elektrolyt und Wasser von außerhalb des Ringes zugeführt wird, während der zylindrische Kern in der
Mitte des Ringes für die Isolierleitungen für verbrauchte Elektrolyten verwendet wird. Die Teile können auch
andere geometrische Formen, z. B. rechteckige Form, haben. Bei der Beschreibung von Fig. 1, 2 und 3 wird
nachstehend auf den oberen Teil der Zelle Bezug genommen, der, wie die Abbildungen zeigen, dem
oberen Teil der nächst tieferen Zelle gleicht.
In F i g. 1 bedeuten 1 den äußeren Anodenring, 2 den äußeren Zersetzermantel, 3 das Wasserzuführungsrohr,
4 den Anolyten, 5 den äußeren Anolytring, 6 den Anolytregler, 7 das Anolytzuführungsrohr, 8 die Anode,
9 den Wasserstoffraum, 10 den Alkalilaugeraum, 11 das
Graphitgewebeband, 12 eine Stromleitung, 13 den inneren Anodenring, 14 den inneren Zersetzermantel.
15 das Auslaßrohr für Alkalilauge und Wasserstoff, 16 den inneren Anolytring, 17 den inneren Membranring,
18 das Anolyt-Überlaufrohr und 19 den äußeren Membranring. Die Schichten A und β bilden zusammen
die Verbundmembran; A ist die Polymerisatschicht der Membran, und B ist die Metallschicht, nämlich
Quecksilber.
Der Elektrolyseraum wird von der Anode 8, dem äußeren Anodenring 1, dem inneren Anodenring 13,
dem äußeren Zersetzermantel 2, dem inneren Zersetzermantel 14 und dem Boden der nächsten Anode 8'
begrenzt. Im Inneren der Zellen befinden sich die Verbundmembran AB, das Graphitband 11 und die
Stromleitungen 12.
Die Anode 8 ist eine Platte, die aus Stahl oder Nickel gefertigt sein kann und an ihrer Oberfläche eine dünne
Titanschicht aufweist, die in innigem elektrischem Kontakt an die Oberfläche gebunden ist. Die Oberfläche
dieser Titanschicht wiederum ist mit einem Platinmetall oder einem Oxid desselben, wie Rutheniumoxid,
beschichtet. An der Unterseite der Anode sind die Leitungen 12 befestigt Diese Befestigung muß wiederum
so ausgebildet sein, daß ein enger elektrischer Kontakt besteht. Die Leitungen 12 können z. B.
Nickeldrähte sein, die durch Elektronenstrahlschweißung an der Anodenplatte befestigt sind. Diese
Leitungen brauchen nicht notwendigerweise gerade Drähte zu sein, sondern sie können die Form von
Haarnadelschleifen oder irgendeine andere geeignete Form haben, die den Strom zwischen dem Quecksilber
und der nächst höheren Anode leitet und einen guten elektrischen Kontakt zwischen diesen Teilen herstellt,
ohne den Raum zwischen der Quecksuberoberfläche oder die Grenzfläche zwischen dem Quecksilber Bund
der Membran A zu überdecken. Der Fachmann kann natürlich die elektrische Leitfähigkeit dieser Teile
berechnen. Es ist eine sehr gute Stromverteilung in dem
Quecksilber notwendig. Ob diese nun durch eine große Zahl dünner Leitungen oder durch weniger dickere
Leitungen erzielt wird, die mit dünneren Verteilungsleitungen innerhalb des Quecksilbers ausgestattet sind, wie
im Falle eines Gitters oder Siebes, ist nicht wesentlich, sofern nur die oben aufgeführten Grunderfordernisse
erfüllt sind.
Die mit dem Anolyten und dem Chlor in Berührung befindlichen Teile, nämlich die Anodenringe 1 und 13
und die unteren Teile der Zersetzerringe 2 und 14, die Membranringe 17 und 19 und die der Einfachheit halber
nicht dargestellten Dichtungsringe, müssen aus einem Werkstoff bestehen, der der korrosiven Umgebung
widerstehen kann. Ferner muß die Bauart und die Verbolzung derart sein, daß sie nicht zu Kurzschlüssen
führt, selbst wenn das Schutzmaterial versagen sollte. Vorzugsweise werden daher alle diese Teile nicht aus
beschichteten Metallen, sondern aus nichtleitenden Werkstoffen gefertigt. Hierfür eignen sich die Poiyfluorkohlenstoffe,
die Polyolefine von höherer Dichte, einige der Polyester und im Falle der mit dem Zersetzer in
Berührung kommenden Werkstoffe die Epoxyharze. Die Stromleitungen 12, der innere Ringflansch von 2
und der äußere Ringflansch von 14 sollen aus einem von Amalgam benetzbaren Metall, vorzugsweise aus Eisen
oder Nickel, bestehen. Dies ist zweckmäßig, um im Falle der Zersetzerringe das Hindurchsickern von Lösung
rings um das Quecksilber herum und im Falle der Leitungen 12 einen schlechten elektrischen Kontakt zu
verhindern.
Das Graphitgewebeband 11 dient als sehr wirksames Zersetzungsorgan; jedoch sind auch Graphitröhren, die
die Leitungen 12 umgeben, oder andere Formen von Graphit geeignet, die zwischen diesen Leitungen
angeordnet sind. Vorzugsweise verwendet man jedoch Graphitgewebe, das derart um die Leitungen 12
herumgewickelt ist, daß es Strömungskanäle bildet und dadurch die Strömung und das Vermischen von Wasser
und Alkalilauge erleichtert und die Schichtenbildung sowie eine schlechte Zersetzung verhindert. Das
Wasserzuführungsrohr 3 und das Alkalilauge- und Wasserstoffrohr 15 sind herkömmliche Rohre, die aus
geeigneten Isolierstoffen bestehen oder Isolierverbindungen aufweisen.
Das Salzsolezuführungsrohr 7 hat einen Strömungsregler 6, um zu gewährleisten, daß die richtige Menge an
Elektrolyt eine jede Zelle erreicht. Dieser Anolytregler 6 braucht nur eine Durchflußöffnung von geeigneter
Größe zu sein, kann aber auch ein Steuerventil zusammen mit einem Strömungsfühler sein. Wenn eine
Batterie aus solchen Zellen aus einem gemeinsamen Sammelrohr gespeist wird, wird die Strömung vorzugsweise
mit Hilfe eines Strömungsregelsystems geregelt und gegebenenfalls gemessen, welches so ausgebildet
ist, daß einem jeden einer Anzahl von senkrecht angeordneten Gefäßen ein konstanter Anteil der
Gesamtströmung zugeführt wird.
Die Strömung in den einzelnen Elektrolysezellen soll trotz der unterschiedlichen hydrostatischen Drücke, die
über die Höhe der Zellenbatterie hinweg auftreten, gleichmäßig sein. Dies kann man mit Hilfe verschiedener Verteilerorgane, wie einzelner Zuführungsgefäße,
die nach einem Zeitprogramm gespeist werden, zusammen mit stroegelnden Durchflußöffnungen erzielen.
Eine bevorzugte Methode, um trotz der Unterschiede
in den hydraulischen Drücken in jedem der Salzsoleströme eine gesteuerte und im wesentlichen gleiche
volumetrische Strömung aufrechtzuerhalten, besteht darin, jeden Strom senkrecht aufwärts in einem Rohr
mit verjüngter lichter Weise auszutragen. In diesem Rohr befindet sich ein Rotor oder ein Schwimmer, der in
dem sich bewegenden Strom schwimmt. Die auf den Rotor einwirkende Schwerkraft (abzüglich des Auftriebs)
wird dann durch eine gleiche und entgegengesetzt gerichtete Kraft ausgeglichen, die von dem in
Bewegung befindlichen Strom auf den Rotor ausgeübt wird. Diese Kraft ist unabhängig von der Strömungsgeschwindigkeit
des Stromes und ist gleich dem Produkt aus der Druckdifferenz und der maximalen Querschnittsfläche
des Rotors. Daher ist die Druckdifferenz auch unabhängig von der Strömungsgeschwindigkeit.
Der Schwimmer ist ein axial symmetrischer Körper, und zwar entweder eine Kugel oder vorzugsweise ein
Körper, dessen Schwerpunkt beträchtlich unter der Stelle liegt, an der der Querschnitt seine größte Fläche
hat. Er ist so gebaut, daß er sich in dem in Bewegung befindlichen Strom selbst zentriert, und er kann als
senklotartig bezeichnet werden. Seine senkrechte Lage in dem verjüngten Rohr variiert mit der Strömungsgeschwindigkeit.
Wenn diese Lage als Maß für die Strömungsgeschwindigkeit auf einer linearen Skala
abgelesen wird, wird die Vorrichtung als Rotameter bezeichnet.
Die Parameter dieser Vorrichtung stehen folgendermaßen in Beziehung zueinander
.V, (J V) ■-■ γ, 1,1,-,I)
i/.V = C
In den obigen Gleichungen bedeuten
AP = Druckdifferenz;
Si = maximale Querschnittsfläche des Schwimmers;
Vi = Volumen des Schwimmers;
di = Dichte des Schwimmers;
d = Dichte der Flüssigkeit;
C = Konstante der Durchflußöffnung;
g = Gravitationskonstante;
S = Fläche des Ringraumes zwischen dem Schwimmer und der Rohrwandung bei dem maximalen
Querschnitt; und
q = volumetrische Strömungsgeschwindigkeit.
Diese Gleichungen besagen, daß die Druckdifferenz AP, die dem Strom aufgezwungen wird, durch die
Auswahl des Schwimmerparameters v/(dr—d)/Sr, d.h.
durch geeignete Auswahl der geometrischen Form und der scheinbaren Dichte des Schwimmers, die zusammen
als spezifisches Gewicht bezeichnet werden, gesteuert werden kann.
Die Erfindung wird folgendermaßen angewandt, um in mehreren Strömen eine gleiche Strömungsgeschwindigkeit aufrechtzuerhalten. Die Ströme werden durch
die Zahlen 1, 2, 3...η bezeichnet und die hydrostatischen Drücke können durch pi, jn, pi.-. p„ bezeichnet
werden, wobei die Indices die den Strömen zugeordneten Zahlen bedeuten. Der oben angegebene
Schwimmerparameter in dem Schwimmer eines jeden Stromes wird so eingestellt, daß die Druckdifferenzen
ΔΡι,ΔΡ2,ΔΡ3, .. .dP„dieGleichung
Pi +A P1 = ρ, + Δ P1 = ρ, + A P, = --- = p„+AP„
erfüllen.
Wenn die Schwimmerparameter so eingestellt wer-
den, bleibt die Strömungsverteilung ungeachtet der Gesamtströmung von Salzsole zu dem System ausgeglichen.
In der obigen Beschreibung dieses Merkmals der Erfindung wird die Strömung von Salzsole in mehreren
Strömen auf den gleichen Wert eingestellt, und die Strömung in mehreren Rohren erfolgt aufwärts gegen
die abwärts wirkende Kraft eines Schwimmers, der schwerer als die Flüssigkeit ist. Durch Verwendung von
Schwimmern, die in geeigneter Weise bemessen sind und ein geeignetes Gewicht haben, ist es aber auch
möglich, die Erfindung anzuwenden, um die gleichen Strömungsverhältnisse zwischen verschiedenen Strömen
innezuhalten, die einander nicht gleich sind. Hierzu kann man eine Anordnung zur Einregelung des
Verhältnisses der Strömungsgeschwindigkeiten zwischen verschiedenen Strömen, wie ein Ventil in einem
jeden Strom, in Verbindung mit der Schwimmersteuerung verwenden, so daß das Verhältnis der Strömungsgeschwindigkeiten
der verschiedenen Ströme zueinander (wie es durch Ventil eingestellt wird) ungeachtet der
Gesamtströmung aus dem Sammelrohr konstant gehalten wird. Es liegt auch im Rahmen der Erfindung, einen
Schwimmer zu verwenden, der ein niedrigeres mittleres spezifisches Gewicht hat als die Flüssigkeit. In diesem
Falle erfolgt die Flüssigkeitsströmung in dem sich verjüngenden Rohr abwärts; das Rohr erweitert sich
nach unten hin, und der Schwerpunkt des Schwimmers liegt oberhalb der Stelle, an der der Querschnitt seine
größte Fläche hat.
Dieses Strömungsregelsystem bietet den zusätzlichen Vorteil, daß die senkrechte Lage des Schwimmers von
dem Ringraum S und der volumetrischen Strömung q abhängt, wenn man annimmt, daß alle Parameter auf der
rechten Seite der Gleichung (2) konstant bleiben. Durch Variieren des aufstromseitigen Druckes P\ in der
gemeinsamen Sammelleitung ist es möglich, eine proportionale Änderung in der Strömungsgeschwindigkeit
des Flüssigkeitsstromes zu einer jeden Zelle zu erreichen und dabei die hydrostatischen Druckdifferenzen
konstant zu halten. Bei der Herstellung von Chlor und Alkalilauge ist es von großem Vorteil, wenn man in
der Lage ist, die Strömung der Lösung zu den einzelnen Zellen mit Hilfe eines Steuerorgans in einer gemeinsamen
Sammelleitung anteilig zu steuern. Der Grund hierfür ist der, daß die Vielseitigkeit der Erzeugung
wesentlich ist, um Schwankungen im Bedarf entsprechen zu können, ohne große Lagerräume zur Verfugung
halten zu müssen. Gegebenenfalls können die Strömungsausgleichsvorrichtungen, wenn sie mit kapazitiven
oder induktiven Lagefühlern gekuppelt werden, als Strömungsinformationsfühler verwendet werden.
Dieses Strömungssteuersystem ist auch in anderen Anlagen als der hier beschriebenen Chlorerzeugungszelle
von Wert Diese Art von Strömungssteuerung läßt sich allgemein auf jedes System anwenden, bei dem
mehrere Beschickungen aus einer gemeinsamen Sammelleitung zugeführt werden und die Aufgabe besteht,
zwischen den verschiedenen Beschickungsströmen trotz unterschiedlicher aufstromseitiger Drücke eine
gleiche oder proportionale Strömung aufrechtzuerhalten.
Das Anolyt-Oberlaufrohr 18 soll so hoch sein, daß der
sich aus seiner Höhe ergebende hydrostatische Druck das Gewicht des Quecksilbers, der Membran und der
Alkalilauge ausgleicht, und daß die Kraft zur Verfügung gestellt wird, die erforderlich ist, um die Membran A fest
nach oben hin an die unteren Enden der Leitungen 12 anzudrücken. Die Membran A ist als ebene Folie
dargestellt, hat jedoch vorzugsweise eine vergrößerte Oberfläche, bei der sich Riffelungen oder Vertiefungen
(Ausbauchungen) nach oben in das Quecksilber hinein erstrecken, um die Grenzfläche zwischen der Membran
und dem Quecksilber zu vergrößern. Hierdurch wird der elektrische Widerstand der Grenzfläche und der
Membran selbst verringert, und es wird auch die Menge des Quecksilbers in dem System verringert. Der
in hydrostatische Druck, der durch 18 zur Verfügung gestellt wird, soll vorzugsweise um mindestens 5 cm
Wassersäule über demjenigen liegen, der für das hydraulische Gleichgewicht erforderlich ist. Die Anolytrohre
sollen ferner so beschaffen sein, daß sie elektrisch
!•j isolieren. Natürlich können die an der Zelle befestigten
Rohre ganz oder teilweise durch Kanäle innerhalb der Zellenstruktur ersetzt werden.
In Fig. 2 bedeutet 20 das Zellengehäuse, 21 eine Anode, und 22 und 23 sind Dichtungsringe. Alle anderen
Teile der in F i g. 2 dargestellten Zelle haben die gleichen Funktionen wie die entsprechenden Teile in
Fig. 1. Die Anode 2Γ hat zusammen mit den Stromleitungen die gleiche Funktion wie die Anode 8
und die Stromleitungen 12 der Fig. 1, sie erleichtert aber das Ablaufen von flüssigem Chlor.
In Fig. 2 sind zwei verschiedene Anodenbauweisen dargestellt. Auf der linken Seite ist der obere Teil der
Anode 2V zu einem Knopf vergrößert. Hierdurch entsteht eine Anode, die aus einer Vielzahl von kleinen
so Stücken besteht, zwischen denen Kanäle für das Ablaufen des flüssigen Chlors vorhanden sind. Auf diese
Weise können mehrere Leitungen mit einem einzigen Kopf verbunden werden, und die Leitung kann durch
den Oberteil des Zellengehäuses hindurchgeführt und
ij der Knopf vollständig auf der Oberseite des Zellengehäuses
angebracht werden, statt durch die Oberseite des Zellengehäuses hindurchgeführt zu werden. Diese
Bauart hat den Vorteil, daß sie sich leicht durch Verformungsmethoden sowie durch Draht- und Schrau-
4<) benmetallbearbeitungsmethoden herstellen läßt und die Verwendung von spröden Anodenwerkstoffen gestattet,
die sich nicht leicht so verformen lassen, daß sie eine große Oberfläche in einer dünnen Schicht bedecken.
Hierdurch steht eine Wahl unter vielen verschiedenen Werkstoffen zur Verfügung, und Stromleitung sowie
Knopf können aus einem einzigen Werkstoff oder aus zwei ganz verschiedenen Werkstoffen gefertigt werden.
Die auf der rechten Seite von F i g. 2 dargestellte
Anodenbauart, bei der die Anode als durchlochtes Blech
so 21" ausgebildet ist, läßt sich nach anderen Herstellungsmethoden
anfertigen. Durchlochte Bleche, Siebe oder Streckmetall können elektrisch an die Stromleitungen
angeschlossen werden, entweder indem man eine jede Stromleitung durch den Oberteil des Zellengehäuses
hindurchführt, oder indem man mehrere Stromleitungen in dem Zersetzerraum miteinander vereinigt und ein
solches Bündel von Stromleitungen nur an einer Stelle an das Anodenblech anschließt Wenn man das
Anodenblech etwas über dem oberen Ende des Zellengehäuses anordnet, steht Raum für flüssiges Chlor
zur Verfügung.
Die Oberfläche der Knöpfe oder des Anodenbleches
muß so ausgebildet sein, daß sie nicht von flüssigem Chlor bedeckt wird, sondern daß das flüssige Chlor von
dieser Oberfläche auf die Oberseite des Zellengehäuses abläuft Die Oberseite des Zellengehäuses kann, wenn
dies aus Gründen der Korrosionsbeständigkeit zweckmäßig erscheint, durch eine Schicht aus einem
Polyfluorkohlenstoff geschützt werden, die durch Schultern auf den Leitungen oder Knöpfen an Ort und
Stelle festgehalten wird.
Die Dichtungsringe 22 und 23 dichten die Polymerisatmembran gegen die Zellengehäuse sowie aneinander -,
angrenzende Gehäuse gegeneinander ab. Wenn man für die Membran Perfluorsulfonsäurepolymerisate verwendet,
ist es möglich, dieses Material mit anderen Polyfluorkohlenstoffen in dichter Weise zu verbinden
oder den Rand desselben in der Sulfonylfluoridform zu m
belassen und auf diese Weise Dichtungsringe aufzubauen. Ebenso kann dieser Werkstoff oder seine Sulfonylflüoridform
als solcher verwendet oder mit den Polyfluorkohlenstoffverkleidungen anderer Zellenteile
verbunden werden, so daß die verschiedensten Möglich- ι ■->
keiten für die Verbindung der Teile miteinander und für den Korrosionsschutz zur Verfügung stehen.
Der Ringaufbau gemäß F i g. 2 ist etwas anderes als derjenige der Fig. 1. Dies liegt daran, daß die Zelle
gemäß F i g. 1 für die Erzeugung von unter Druck gelöstem Chlor bestimmt ist, während die Zelle gemäß
F i g. 2 für die Erzeugung von flüssigem Chlor bestimmt ist, welches frei durch die Durchlochungen oder Kanäle
in der Anode über die Oberseite des Zellengehäuses hinweg in die innere Ringstruktur ablaufen soll. 2 >
In Fig.3 bezeichnet 24 ein Diaphragma, 25 ein
Anodendrahtnetz, 26 eine Anodenwanne und 27 einen Anolyt- und Anodengasauslaß.
Die Zelle gemäß F i g. 3 ist im wesentlichen die gleiche, wie sie auch in F i g. 1 dargestellt ist, jedoch mit so
einem grundsätzlich anderen Anodenaufbau. Wenn man sich z. B. der Elektrolyse von Natriumsulfat bedient, um
Natronlauge, Schwefelsäure, Wasserstoff und Sauerstoff zu erzeugen, ist der als Anodengas entstehende
Sauerstoff unter den in der Zelle herrschenden ü Bedingungen nicht löslich und läßt sich nicht verflüssigen.
Um daher eine solche Elektrolyse durchzuführen, kann man sich entweder mit dem Nachteil von
Gasblasen in dem Anolyten abfinden, wodurch eine starke Anolytströmung erforderlich wird, um die
Gasblasen von der Zelle fortzuschwemmen, und trotzdem ein höherer Zellenwiderstand resultiert, oder
man kann eine Zelle mit einer Verbundmembran an der Kathode und einer durch ein Diaphragma geschützten,
mit Ablauf versehenen Anode betreiben, so daß der dazwischen befindliche Elektrolyt praktisch frei von
Gasblasen bleibt Der Elektrolyt kann entweder vollständig durch das Anodendiaphragma hindurchsikkern,
oder man kann ihn teilweise durch die Zelle umlaufen und teilweise durch das Diaphragma strömen so
lassen. Dies kann gesteuert werden, indem man ein Diaphragma mit dem richtigen Strömungswiderstand
auswählt und auf an sich bekannte Weise die Druckdifferenz zwischen dem Hauptelektrolytstrom
und der Gasphase in der Anodenwanne steuert. 5ί
Das Diaphragma kann durch eine für Anionen durchlässige Membran oder durch eine für Anionen
semipermeable Membran ersetzt werden, so daß der Anolyt im Falle der Elektrolyse von Natriumsulfat nicht
ein Gemisch aus Schwefelsäure und Natriumsulfat ist, sondern vorwiegend aus Schwefelsäure mit einer
minimalen Menge Natriumsulfat besteht, die an der Anode abläuft Der Natriumsulfat-Umlaufstrom braucht
dann nur wieder gesättigt zu werden, ohne daß eine außerhalb der Anlage durchgeführte Kristallisation
notwendig wäre, um das Natriumsulfat von der Schwefelsäure zu trennen. Da einer der Hauptanwenduneszwecke
der Natriumsulfatelektrolyse die Rückgewinnung von Reyonspinnbädern ist, kann eine solche
Kristallisation durchgeführt werden, indem man die Lösung aus der Zelle durch die Spinnbadrückgewinnungsanlage
im Kreislauf führt.
Eine Zelle dieser Art kann auch zur Elektrolyse von Kochsalz verwendet werden, wenn man geeignete
Diaphragma- und Anodenwerkstoffe auswählt, in welchem Falle die Zelle bei nahezu Atmosphärendruck
betrieben werden kann.
F i g. 3 zeigt zwar eine Drahtnetzanode; man kann jedoch auch andere, für das Ablaufen geeignete
Anodenformen verwenden. In diesem Sinne ist die Verwendung von Werkstoffen, wie z. B. Blei-Silberlegierungen,
Magnetit und anderen möglich.
In F i g. 4 ist 101 ein Druckmantel, 102 ein Alkalilaugeoder
Wasserverteiler, 103 eine Alkalilauge- oder Wasserzuführung, 104 eine biegsame Kathodensammelleitung,
105 ein Alkalilauge- oder Wasserzuführungsrohr, 106 ein isolierendes Druckfluid 107, eine
Kathodenendkappe, 108 ein Sammelrohr zum Zuführen des Anolyten, 109 ein Anolytregler, 110 ein Anolytfreigabekern,
111 ehie einzelne Zelle, 112 ein Anolyt-Überlaufrohr,
113 ein löolierring, 114 eine Anolytzuführung, 115 eine Anodenendkappe, 116 der Alkalilauge- und
Wasserstoffauslaß, 117 der Anolyt- und Chlorauslaß, 118
der kathodische Gleichrichtersammelanschluß und 119 der anodische Gleichrchtersammelanschluß.
Diese Abbildung zeigt einen schematischen Schnitt durch eine Batterie von Zellen, die Chlor in flüssiger
Form oder als gelöstes Gas erzeugen. Der Boden der Batterie ist die Endanode, die auch die meisten, wenn
auch nicht alle Rohranschlüsse trägt da der Wasseroder Alkalilaugeanschluß 103 sich auch im Fuß befinden
kann. Dieser Fuß ist außerdem an die positive Seite des Gleichrichters angeschlossen. Der Druckmantei 101 ist
über der Batterie angeordnet und in druckdichter Weise an dem Fuß befestigt, und der Raum zwischen dem
Druckmantei und der Zellenbatterie ist mit dem isolierenden Druckfluid 106 gefüllt Am oberen Ende der
Zellenbatterie befindet sich die Kathodenendkappe 107. Diese Endkappe ist mittels der biegsamen Sammelleitung
mit dem Mantel 101 verbunden, der als senkrechte Stromschiene wirkt, welche den negativen Strom von
dem an seinen Boden angeschlossenen Gleichrichter zum oberen Ende der Zellenbatterie leitet Am oberen
Ende der Zellenbatterie befindet sich auch der Wasseroder Alkalilaugeverteiier 102, der die Zersetzer einer
jeden Zelle speist. Das Flüssigkeitsvolumen in einem jeden Zersetzer ist verhältnismäßig groß, so daß man
mit einer diskontinuierlichen Beschickung arbeiten kann, sofern nur das durchschnittliche Beschickungsvolumen
genau stimmt Daher ist es eine geeignete Methode, die Gesamtbeschickung 103 für die Batterie
zu messen und sich durch eine Vorrichtung, wie ein Drehventil oder kleine Kolbenpumpen, genau zu
verteilen. Die Verteilervorrichtung soll sich am oberen Ende der Batterie befinden, so daß die einzelnen
Zuführungsrohre sich in den Zersetzer hinein entleeren, um Stromverluste durch das Aggregat von Zuführungsrohren 105 zu vermeiden. Wenn das isolierende Fluid
106 eine vollständige Isolation bewirkt kann der Druckmantei mit Ausnahme des Isolierringes 113 aus
blankem Metall bestehen. Jedoch ist die Gefahr der Undichtigkeit der Zellenbatterie trotz des Vorhandenseins
von Druckausgleichssteuerungen zwischen der Zellenbatterie und dem Fluid 106 immer vorhanden, und
es kann sich ein größerer Kurzschluß entwickeln. Daher ist die innere Oberfläche des Druckmantels 101
vorzugsweise mit einem geeigneten Isoliermaterial ausgekleidet, wofür man Kautschuk oder irgendeinen
anderen Kunststoff verwenden kann, der mit dem Fluid 106 und der Arbeitsteniperatur verträglich ist. Ferner
soll der Bereich am unteren Ende des Mantels und am oberen Ende der Anodenendkappe 115 in leckdichter
Kombination mit dem Ring 113 ummantelt sein, weil die
gesamte Potentialdifierenz der Batterie an dieser Stelle vorhanden ist
Bei der oben beschriebenen Mantelausbildung wird angenommen, daß die Hauptausgangsleistung des
Gleichrichters oder der sonstigen Gleichstromquelle sich in oder nahe der Höhe des Bodens befindet. Sollte
dies nicht der Fall sein, so kann sich die Isolierverbindung in dem Mantel an irgendeiner anderen Stelle
seiner Höhe befinden, und die Stromanschlüsse werden dann zu beiden Seiten der Isolierverbindung angebracht.
In Fig.5 ist 201 ein Kühler oder Wärmerückgewinnungsorgan,
202 eine Zellenbatterie, 203 eine Anolytumlaufpumpe, 204 ein Kühler für verbrauchten Anolyten,
205 ein Sättiger, 206 eine Chlordekantiervorrichtung, 207 ein Entchlorer, 208 ein Chlortrockner, 209 ein
Schlammbehälter, 210 eine Schlammpumpe, 211 die Salzzuführung, 212 das als Produkt gewonnene Chlor,
213 ein Anolyt-Abzapfstrom und 214 ein Kreislaufstrom von gereinigtem Anolyten.
Fig.5 ist ein schematisches Fließdiagramm für
Salzsole- und Chlorsysteme, die eine oder mehrere Zellenbatterien umgeben, wobei flüssiges Chlor direkt
in den Zellen erzeugt wird. Die Arbeitsweise des in diesem Fließdiagramm dargestellten Verfahrens ist dem
Fachmann geläufig. Kurz beschrieben, ist sie die folgende: Der verbrauchte Anolyt strömt aus der Zelle
202 in den Wärmeaustauscher 204, wo seine Temperatur herabgesetzt wird. Der gekühlte Anolyt gelangt in den
Sättiger 205, wo sich sein Salzgehalt erhöht. Dann strömt der Anolyt in die Chlordekantiervorrichtung 206,
aus der der größte Teil des Anolyten durch die Pumpe
203 im Kreislauf in die Zelle 202 zurückgeführt wird. Ein Teil des Anolyten gelangt aus der Chlordekantiervorrichtung
206 in den Entchlorer 207, aus dem er als Strom 213 ausgetragen wird. Der gereinigte Anolytstrom 214
und Salz 211 werden einem Schlammbehälter 209 zugeführt und gelangen durch die Schlammpumpe 210
in den Sättiger 205. Das aus der Chlordekantiervorrichtung 206 und dem Entchlorer 207 abgezogene Chlor
strömt durch den Chiortrockner 208 und wird als Strom 212 ausgetragen. Das Wärmeübertragungsfluid strömt
aus der Zelle 202 durch den Wärmeaustauscher 201 und den Kühler 204 für verbrauchten Anolyten, von wo es
dann in die Zellenbatterie 202 zurückgeleitet wird.
Die theoretische Zersetzungsspannung des Natriumchlorids beträgt etwa 2,3 V, und eine Zellenbatterie
arbeitet technisch bei einer Spannung von etwa 2 V oberhalb dieser theoretischen Spannung je Zelle. Dieser
Spannungsüberschuß erscheint als Wärme und entspricht einer Rate von etwa 60 kW je Tag und Tonne
erzeugten Chlors. Der größte Teil dieser Wärme erscheint als Temperaturanstieg in dem umlaufenden
Elektrolyten und in der erzeugten Alkalilauge, und ein Teil derselben führt zum Temperaturanstieg des
isolierenden Fluids 106 der Fig.4. Diese Wärme muß abgeführt werden. Dies kann durch einfachen Wärmeaustausch
erfolgen, wobei die Wärme an Luft oder Wasser abgegeben wird. Wenn aber ein ausreichender
Unterschied zwischen der Arbeitstemperatur und derjenigen der Wärmesenke besteht, kann eine
beträchtliche Menge an elektrischer Energie über diejenige hinaus, die theoretisch erforderlich ist, für die
Energieerzeugung, Prozeßwärme, Wasserentsalzung und dergleichen gewonnen werden. Zur Energieerzeugung
ist es günstig, ein Fluid, wie Freon, zu verwenden,
dessen Siedetemperatur und Siededruck nahe bei den in der Zellenbatterie herrschenden Bedingungen liegen. In
diesem Falle werden die Kühler und die Zellenbatterie zu einem Dampfkessel. Das siedende isolierende Fluid
kann zum Antrieb einer Turbine verwendet and dann kondensiert und in die Kühler 204 zurückgeleitet
werden. Andernfalls ist auch destilliertes Wasser als
isolierendes Fluid recht geeignet.
Flüssiges Chlor hat einen ungewöhnlich hohen Wärmeausdehnungskoeffizienten. Bei Raumtemperatur
ist flüssiges Chlor viel schwerer als der Anolyt, aber bei höheren Temperaturen nähen sich das spezifische
Gewicht des Chlors demjenigen des Anolyten an oder wird sogar geringer als das letztere.
Das Chlor muß daher von dem Anolyten entweder durch Dekantieren unterhalb des Anolyten oder durch
Abziehen von der Oberfläche des Anolyten getrennt werden. Die Temperaturbedingungen in der Dekantiervorrichtung
sollen, falls erforderlich, durch Steuerung, gewährleisten, dafl ein für die Trennung ausreichender
Unterschied im spezifischen Gewicht besteht. Weilerhin müssen in Anbetracht der besonderen charakteristischen
Eigenschaften des Chlors Ausbildung und Betrieb der Zellen derart sein, daß die Bedeckung der Membran
mit Chlor verhindert wird, wenn das Chlor leichter als der Elektrolyt ist, und daß andererseits das Überfluten
der Anode mit Chlor verhindert wird, wenn das Chlor schwerer als der Elektrolyt ist.
Der in Fig.5 dargestellte Entchlorer 207 ist ein
Entchlorungssystem, welches das Abzapfen eines verhältnismäßig geringen Teils des im Kreislauf
geführten Anolyten zu zwei verschiedenen Zwecken gestattet, nämlich einmal, um die Konzentration an
Verunreinigungen auf einer zulässigen Höhe zu halten, und zum anderen, um das dem System zuzuführende
Salz aufzuschlämmen. Die Kreislaufgeschwindigkeit des Anolyten kann zwischen etwa 19 und 38 l/min je
Tagestonne Chlor liegen, während die Strömungsgeschwindigkeit des Abzapfstroms 213 etwa 1 bis 2 l/min
beträgt. Die Entchlorung unter Druck erfolgt durch Erhitzen des Abzapfstroms durch Wärmeaustausch.
Wenn eine geringe Menge an gasförmigem Chlor, z. B. zur Herstellung von Hypochlorit oder Salzsäure,
verwendet werden kann, kann die Entchlorung durch einfache Entspannungsverdampfung aus dem Abzapfstrom
durch Entspannung des letzteren auf Atmosphärendruck und anschließendes Entchloren durch Ausblasen
mit Luft oder mit Hilfe von Vakuum in herkömmlicher Weise durchgeführt werden.
In F i g. 6 ist 301 ein Kühler oder eine Wärmerückgewinnungsanlage,
302 eine Zellenbatterie, 303 ein Anolytkühler, 304 ein Sättiger, 305 ein Expansionsmotor,
306 ein Chlorabtriebsabscheider, 307 eine Anolytumlaufpumpe, 308 ein Entchlorer, 309 ein Chlorkondensator,
310 ein Chlortrockner, 311 eine Schlammpumpe, 312 ein Schlammbehälter, 313 die Salzzuführung, 314 ein
Kreislaufstrom von gereinigtem Anolyten, 315 das als Chlor anfallende Produkt und 316 ein Anolyt-Abzapfstrom.
Diese Anordnung wird folgendermaßen betrieben: Der verbrauchte Anolyt strömt in den Sättiger 304 und
dann in den Expansionsmotor 305, der durch den zum Chlorabtriebabscheider 306 strömenden Anolyten ge-
trieben wird. Der Hauptteil des Anolyten gelangt aus
dem Abscheider 306 in die Anolytumlaufpumpe 307, die
den Anolyten in den Anolytkühler 303 und zurück in die Zellenbatterie 302 pumpt Ein kleinerer Teil des
abgeschiedenen Anolyten strömt in den Entchiorer 308,
aus dem er als Strom 316 aus eiern System ausgetragen wird. Das Chlor aus dem Abtriebsabscheider 306 und
aus dem Entchlorer 308 strömt durch einen Chlorkondensator
309 in einen Chlortrockner 310 und verläßt dann die Anlage als Produktstrom 315. Der gereinigte
Anolyt 314 und das Salz 313 werden dem Schlammbehälter 312 zugeführt und von der Schlammpumpe 311 in
den Sättiger 304 gepumpt Ein elektrisch isolierendes Wärmeübertragungsfluid wird durch die Zellenbatterie
302 in die Wärmeübertragungsanlage 301 gepumpt, von wo es durch den Anolytkühler zurück in die
Zellenbatterie geleitet wird.
Dieses Fließdiagramm ähnelt demjenigen der F i g. 5, jedoch ist die Anordnung hier so getroffen, daß das
ganze erzeugte Chlor die Zelle als gelöstes Glas verläßt. Um das Chlor als Produkt zu gewinnen, wird der auf
dem verbrauchten Anolyten lastende Zellenarbeitsdruck entspannt, was zur Entwicklung von gasförmigem
Chlor in verhältnismäßig direkter Beziehung zu dem Verhältnis von Arbeitsdruck zu dem Druck führt, der in
dem Chlorabtriebsabscheider 306 aufrechterhalten wird. Da das in 306 abgeschiedene Chlor heiß und feucht
ist und unter einem gewissen Druck steht, läßt es sich durch Kühlen kondensieren. Vorzugsweise erfolgt der
Chlorabtrieb bei Drücken oberhalb 7 kg/cm2, damit man j<> das normalerweise zur Verfugung stehende Kühlwasser
verwenden kann.
Da sehr große Anolytmengen durch Pumpen von dem Abtriebsdruck auf den Arbeitsdruck gebracht werden
müssen, was zu einem beträchtlichen Energieverbrauch r> führt, wird vorzugsweise ein großer Teil dieser Energie
durch Druckentspannung des verbrauchten Anolyten und des erzeugten Chlors durch eine Art von
Expansionsmotor 305 zurückgewonnen.
Die Fließdiagramme von F i g. 5 und 6 erläutert; die 4»
Erzeugung von nassem, flüssigem Chlor. Dieses flüssige Chlor kann, falls erforderlich, durch Waschen von
anhaftendem Salz befreit und dann getrocknet werden. Im normalen technischen Betrieb ist es wesentlich, daß
das Chlor getrocknet wird, so daß sein Feuchtigkeitsgehalt im Gleichgewicht mit etwa 95prozentiger Schwefelsäure
bei 15,50C steht, da sonst die Stahlausrüstung, in der flüssiges Chlor herkömmlicherweise gefördert und
gelagert wird, angefressen wird.
Das dem System zugeführte Salz ist gewöhnlich >o zuvor gereinigt und an Ort und Stelle vorbereitet
worden. Die Salzbeschickung soll vorzugsweise verhältnismäßig feinkörnig sein, damit das Salz schnell in
Lösung geht, da sonst Salzkristalle in die Zellen gelangen und die Membranen anfressen könnten.
In F i g. 7 ist 401 eine Zellenbatterie, 402 ein
Alkalilaugekühler, der möglicherweise mit einer (nicht dargestellten) Wärmerückgewinnungsanlage kombiniert
sein kann, 403 ein Alkalilaugeabscheider 404, eine Alkalilauge-Umlaufpumpe, 405 eine Alkalilauge-Ab- bo
triebssäule, 406 ein Wasserstoffkühler, 407 ein Quecksilberentziehungssystem,
408 ein Vakuumentgasungsgefäß für Alkalilauge, 409 eine Vakuumpumpe, 410 ein
Wasserstoffstrom, 411 ein zurückgewonnener Quecksilberstrom,
412 ein Alkalilaugestrom und 413 ein b> Wasserstrom.
Wasserstoff und Alkalilauge werden aus der Zellenbatterie zusammen abgezogen und in 403 voneinander
getrennt Da Wasserstoff nur sehr schwer in Alkalilauge löslich ist, scheidet sich der größte Teil des Wasserstoffs
als heißes Gas unter Druck ab. Nach dem Kühlen dieses heißen Gases in 406 wird der Quecksilbergehalt des
kalten Gases, der bereits an sich sehr niedrig ist, weil der
Wasserstoff unter Druck steht, weiter herabgesetzt und das kondensierte Quecksilber kann zurückgewonnen
werden. Die sehr geringe Menge von Quecksilberdampf in dem unter Druck stehenden kalten Wasserstoff kann
in 407 nach bekannten Methoden, wie durch Waschen mit Chlorwasser, Adsorption und dergleichen, entfernt
werden. Da das System zum Unterschied von herkömmlichen Quecksilberzellen in einer vollständig
eingekapselten Vorrichtung arbeitet, und da der Quecksilbergehalt des Wasserstoffs umgekehrt proportional
dem Druck ist, bei dem der Wasserstoff erzeugt wird, wird die Quecksilberverunreinigung, die tatsächlich
stattfindet oder in Kauf genommen werden muß, um das lOfache oder mehr verringert Der bei 410
ausströmende Wasserstoff führt dann nicht mehr zu Umweltproblemen, weil ihm das Quecksilber in
wirksamer Weise entzogen worden ist. Ferner ist darauf hinzuweisen, daß das Chlor in Abwesenheit von
nicht-kondensierbarem Gas erzeugt wird und daher kein übelriechendes Gas entsteht, welches abgelesen
oder behandelt werden müßte.
Nach der Abscheidung in 403 wird der größte Teil der Alkalilauge zum Kühlen durch 402 im Kreislauf geführt.
Dieses Kühlsystem zusammen mit dem in F i g. 5 und 6 dargestellten Kühlsystem kann je nach den gewünschten
Ergebnissen auf verschiedene Weise betrieben werden. Es kann entweder einfach zum Kühlen der
Alkalilauge durch Abführen von Wärme aus dem Alkalilaugestrom verwendet werden, oder das Abführen
der Wärme aus der Alkalilauge kann so durchgeführt werden, daß der Laugestrom sich auf einer höheren
Temperatur befindet als der Salzsolestrom, wodurch die Möglichkeit der Wärmerückgewinnung zum Unterschied
von der einfachen Kühlung vergrößert wird.
Die Nettozunahme an Alkalilauge in dem System, also die Nettoerzeugung an Alkalilauge, wird von 403
nach 405 geleitet, wo die Lauge auf nahezu Atmosphärendruck entspannt wird. An dieser Stelle trennen sich
gelöster Wasserstoff sowie kleine Wasserstoffblasen von der Alkalilauge. Je nach der Anordnung des
Systems kann der in 405 ausströmende Wasserstoff frei von Quecksilber sein, in welchem Falle er keiner
anderen Behandlung als der Entfernung von Alkalilaugetröpfchen unterworfen zu werden braucht, oder er
kann eine gewisse Verunreinigung an Quecksilber aufweisen, in welchem Falle er parallel zu dem
Hauptwasserstoffstrom behandelt werden kann, der aus 403 ausströmt. Wasserstoff hat die Neigung, in
Alkalilauge in Form von winzigen Bläschen suspendiert zu bleiben, wenn der Wasserstoffdruck entspannt wird,
und es kann daher zweckmäßig sein, die restlichen Wasserstoffblasen von der Alkalilauge in 408 durch
Vakuum abzutreiben. Die geringe Wasserstoffmenge, die an dieser Stelle aus der Alkalilauge abgezogen wird,
kann mit dem aus 405 kommenden Wasserstoffstrom vereinigt und nach Bedarf behandelt werden. Die aus
408 kommende Alkalilauge kann dann unmittelbar auf Lager geleitet werden, ohne daß die Gefahr von
Wasserstoffexplosionen in den Lagerbehältern besteht.
Das System arbeitet innerhalb eines weiten Bereichs von Temperatur und Druck und erzeugt je nach den
physikalischen charakteristischen Eigenschaften flüssiges oder gelöstes Chlor. Innerhalb des Bereichs von
Arbeitsbedingungen wird die Auswahl eines bestimmten Druckes und einer bestimmten Temperatur durch
Abwägen wirtschaftlicher Faktoren gegeneinander nach bekannten Optimierungsmethoden bestimmt.
Beispiele für Temperatur- und Druckbereiche für die Erzeugung von flüssigem Chlor sind der Bereich von
etwa 7 bis 70 kg/cm2 abs. bei etwa 15 bis 132° C oder der
Bereich von 21 bis45,7 kg/cm2 abs.bei 66 bis 1070C.
Entsprechend wirtschaftlichen Erwägungen wird das Verfahren im allgemeinen bei einer Temperatur
oberhalb der Temperatur eines zur Verfügung stehenden Wärmereservoirs durchgeführt werden. In der
technischen Praxis wird dies eine Temperatur von 27° C sein. Dies bedeutet, daß eine Zelle, die flüssiges Chlor
erzeugt, bei Drücken oberhalb 7 kg/cm2 betrieben wird, und daß der Abtriebsdruck im Falle eines Systems, bei
dem das Chlor vollständig als gelöstes Gas erzeugt wird, ebenfalls nicht niedriger als 7 kg/cm2 ist, um die
Verflüssigung des Chlors ohne maschinelle Tiefkühlung zu ermöglichen.
Die oberen Druck- und Temperaturgrenzen hängen wiederum wesentlich von wirtschaftlichen Gesichtspunkten
ab. Die obere Grenze für flüssiges Chlor ist natürlich seine kritische Temperatur. Bei sehr hohen
Drücken wird die Ausrüstung sehr kostspielig, und daher wird das Verfahren normalerweise nicht bei
Drücken über 70 kg/cm2 durchgeführt Die innerhalb dieses Druckbereichs möglichen Arbeitstemperaturen
lassen sich aus bekannten Daten bestimmen. Die Möglichkeiten der Wärmerückgewinnung aus dem
System werden durch Arbeiten bei hohen Temperaturen, bei denen ein Unterschied zwischen der Temperatur
der Salzsole und der Alkalilauge einerseits und der Temperatur des Wärmereservoirs besteht, erhöht.
Wenn die Erzeugung von flüssigem Chlor unmittelbar in der Zelle stattfindet, ist ein wesentlicher Gesichtspunkt
die Siedekurve des flüssigen Chlors. Wenn in der Zelle gelöstes Chlor erzeugt wird, nimmt die Löslichkeit des
Chlors mit steigender Salzkonzentration und Temperatur ab und mit steigendem Druck zu. Je höher daher die
Druckdifferenz zwischen der Zelle und dem Abtriebsabscheider ist, desto mehr Chlor wird je Einheit der
Salzsoleströmung je Durchgang erzeugt. Je höher die Salzkonzentration ist, desto geringer ist die Chlorerzeugung
je Salzsoledurchgang. Je höher die Arbeitstemperatur der Zelle ist, desto weniger Chlor geht in der
Salzsole in Lösung, aber desto mehr Wärme kann zurückgewonnen werden. Zur Bestimmung der Arbeitsbedingungen
für den jeweiligen Fall bedient man sich normaler Optimierungsmethoden unter Verwendung
bekannter Daten hinsichtlich des Siedepunkts und der Löslichkeit des Chlors.
Alle herkömmlichen Chlorzellen müssen in Gehäusen untergebracht werden, weil sie praktisch nicht im Freien
betrieben werden können. Die Zellen gemäß der Erfindung können bei nahezu jedem Klima im Freien
arbeiten, so daß Gebäudekosten vermieden werden. Der Zellenaufbau gemäß der Erfindung erfordert weder
Sammelleitungen von Zelle zu Zelle noch Verteilungssammelleitungen an jeder Zelle, wodurch Kupfer- und
Aluminiumstromschienen rings um die Zellen herum vollständig entfallen. Dies spart nicht nur Kapitalkosten,
sondern vermeidet auch die Hauptwartungskosten der herkömmlichen Chlorerzeugungsanlage.
Die obige Beschreibung bezog sich auf die Elektrolyse
von Natriumchlorid und Natriumsulfat unter Erzeugung von Natronlauge und Wasserstoff. Die
Erfindung ist jedoch nicht hierauf beschränkt. Es können auch Lösungen, die andere Ionen enthalten, insbesondere
die entsprechenden Kaliumionenlösungen, auf ähnliche Weise elektrolysiert werden. Die hier beschritbene
Erfindung ist allgemein auf Verbindungen anwendbar, die sich in herkömmlichen Quecksilberkathodenzellen
elektrolysieren lassen. Sie eignet sich auch zur Durchführung anderer Elektrolyseverfahren mii
Lösungen, die Alkaliionen enthalten. Natürlich sollen Anolyte (oder darin enthaltene Verunreinigungen oder
störende Ionen) und Zersetzungsmittel, die bekanntermaßen das richtige Arbeiten des Elektrolyseverfahrens
stören, vermieden werden. Ferner kann der Zersetzer mitunter ohne Graphit als Zersetzungsmittel, z. B. für
die Herstellung von Natriumsulfid unter Verwendung von Natriumpolysulfid als Zersetzungsmittel, für die
Herstellung von Natriumhydrosulfit unter Verwendung von Schwefeldioxidlösung als Zersetzungsmittel, sowie
für die Herstellung von Alkoholaten, für verschiedene 01 ganische Reduktionen, Dimerisierungen und ähnliche
Reaktionen verwendet werden.
Durch sorgfältige Steuerung der Stromausbeuteverhä'tnisse
derart, daß die Oxydation der Metallkomponente der Verbundmembran vermieden wird, gelingt es,
diese Metallkomponente als bipolare Elektrode zu verwenden, so daß man eine weitere Reaktionsstufe
zwischen einer endgültigen Elektrode in der Zersetzerkammer und der anionischen Seite der nunmehr
kippbaren Metallkomponente der Verbundmembran durchführet! kann. Ein Beispiel für eine solche Reaktion
ist die Erzeugung von Natrium. Obwohl die Quecksilberschicht in der obigen Beschreibung als ortsfeste
Schicht angewandt worden ist, schließt dies die Möglichkeit des Umlaufenlassens des Quecksilbers von
der Verbundmembran nicht aus.
Das Beispiel wird in einer Zelle durchgeführt, die eine
platinierte Titananode gegenüber einer Verbundmembran aufweist, wobei im wesentlichen gesättigte
Kochsalzsole zwischen der Anode und der Verbundmembran strömt. Das erzeugte Chlor wird aus der Zelle
zusammen mit dem Salzsolestrom abgezogen. Die Verbundmembran besteht aus einer Perfluorsulfonsäuremembran,
die nach herkömmlichen thermoplastischen Methoden aus einem Copolymerisat aus Tetrafluoräthylen
und einem Vinyläther der Formel
FSO2CF2CF2OCF(CF3)Cf2OCF = CF2
und anschließende Umwandlung der iuifonylfluoridseitengruppen
in die Säureform hergestellt worden ist, wobei das so entstehende Copolymerisat ein Äquivalentgewicht
im Bereich von 950 bis 1350 aufweist (hergestellt von der Firma E. I. du Pont de Nemours and
Company), und einer darüber befindlichen Quecksilberschicht. Die Menge des Quecksilbers reicht aus, um die
Polymerisatmembran vollständig zu bedecken, und es wird sorgfältig darauf geachtet, daß alle etwaigen
Riffelungen oder Erhebungen in der Polymerisatmembran ebenfalls von Quecksilber bedeckt sind. Das
Quecksilber der Verbundmembran steht im Kontakt mit Graphitteilen, und über das Quecksilber wird Wasser
geleitet, um Natronlauge und Wasserstoff über der Verbundmembran zu erzeugen. Die Membranoberfläche
wird durch Quellen der Membran entweder mit Hilfe eines Lösungsmittels oder durch den Elektrolyten
in das Quecksilber hinein ausgedehnt, weil der auf der Salzsole lastende Druck höher ist als das Gewicht des
Quecksilbers und der Natronlauge über der Membran.
Die Bruttozellenoberfläche beträgt etwa 1 dm2 (etwa
5 cm χ 20 cm). Die Strömung von Wasser durch den Zersetzer wird so variiert, daß Natronlauge von
verschiedenen Konzentrationen von weniger als 10% bis über 50% entsteht, wobei keinerlei Wirkung auf das
Arbeiten der Zelle beobachtet wird.
Die Zelle mit einer Polymerisatmembran von 0,09 mm Nenndicke wird bei 24°C u;id 31,6 kg/cm2
Druck mit einer Salzsoleströmung von 50cm3/min
betrieben. Die Anode ist mit Rillen versehen, damit das flüssige Chlor von ihr ablaufen kann. Die Teile über deni
Quecksilber bestehen aus Nickelstiften von 1,6 mm Durchmesser mit Mittenabständen von 6,35 mm und
einem Graphitgewebe, das um die Stifte herum und zwischen den Stiften angeordnet ist Der Graphit und
das Nickel stehen mit dem Quecksilber in Kontakt Zuerst erscheint bei 10 A und einer Zellenspannung von
3,64 V in der Salzsole gelöstes Chlor in einem Schauglas beim Ausströmen aus der Zelle. Wenn die Stromstärke
auf 50 A erhöht wird, steigt die Zellenspannung und fällt dann wieder ab, sobald flüssiges Chlor erscheint, und
stabilisiert sich bei 5,1 V. Das flüssige Chlor erscheint als gesonderte Phase in dem Schauglas zusammen mit der
gelöstes Chlor enthaltenden .Salzsole. Flüssiges Chlor
erscheint deshalb bei Erhöhung der Stromstärke, weil die Chlorerzeugung dessen Löslichkeit in der Salzsole
übersteigt Bei höherer Temperatur und mit einer dünneren Polymerisatmembran kann man eine niedrigere Zellenspannung erhalten. Das. Schauglas wird so
angeordnet, daß die Salzsole und flüssiges Chlor durch ein Tauchrohr am oberen Ende eintreten. Das Schauglas
hat ferner einen Oberlauf über dem unteren Rand des
ίο Tauchrohres. Diese Anordnung führt unter diesen
Arbeitsbedingungen dazu, daß sich flüssiges Chlor am Boden des Schauglases absetzt und Salzsole vom
oberen Ende des Schauglases überläuft Auf diese Weise arbeitet das Schauglas als Dekantiervorrichtung. Von
dem Überlauf strömt die das gelöste Chlor enthaltende Salzsole zu einem Aufnahmegefäß. Sodann wird der
Druck in dem Aufnahmegefäß herabgesetzt, wobei das gelöste Chlor aus der Salzsole herausperlt Wasserstoff
und Natronlauge strömen aus der Zelle in ein Gefäß, wo
sie voneinander getrennt werden. Das ganze System
wurde ursprünglich mit Stickstoff gefüllt, und der Wasserstoff wird sodann zusammen mit dem Stickstoff
abgelassen.
Claims (13)
- Patentansprüche:I. Verfahren zum Elektrolysieren von wäßrigen Lösungen, die in Lösung neben Natrium- und/oder Kaliumionen Anionen von Mineralsäuren und/oder organische Säuren und/oder Hydroxylionen enthalten, durch Hindurchleiten von elektrischem Strom durch die zwischen einer Anode und einer Membran befindliche Lösung, wobei normalerweise bei Atmo-Sphärendruck aus der Lösung ein gasförmiges Anodenprodukt entstehen würde, dadurch gekennzeichnet, daß man die Elektrolyse mit einer Verbundmembran, die aus einer Poiymerisatmembran und einer in engem Kontakt mit der Polymerisatmembran stehenden, für Alkalimetall durchlässigen kathodischen Metallschicht besteht, bei überatmosphärischen Drücken unter Bedingungen durchführt, unter denen das Anodenprodukt in im wesentlichen verflüssigtem oder in der Lösung gelöstem Zustand entsteht
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die Elektrolyse bei Drücken zwischen etwa 7 und 70 kg/cm2 und Temperaturen zwischen etwa 15 und 132° C durchführt
- 3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß man als Metall Quecksilber verwendet.
- 4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man eine Polymerisatmembran verwendet, die aus einem Perfluorkohlenstoffpolymerisat mit Sulfonsäure- und/oder Sulfonatseitengruppen besteht.
- 5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4 zum elektrolytischen Zerlegen von Kochsalzlösungen, )> wobei die Kochsalzlösung durch den Anolytraum geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß man bei einem Gehalt der verarmten Kochsalzlösung an gelöstem Chlor durch Verminderung des Druckes über der Kochsalzlösung gasförmiges Chlor in Freiheit setzt.
- 6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4 zum elektrolytischen Zerlegen von Kochsalzlösungen, wobei die Kochsalzlösung durch den Anolytraum geleitet wird, dadurch gekennzeichnet, daß man bei Vi einem Gehalt der verarmten Kochsalzlösung an verflüssigtem Chlor die Kochsalzlösung und das Chlor durch Schwerkrafttrennung voneinander trennt.
- 7. Elektrolysierzelle zur Durchführung des Verfahrens gemäß Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß sie anstelle der Kathode eine Verbundmembran (AB) aufweist, die aus einer Polymerisatmembran (A) und einer in engem Kontakt mit derselben stehenden, für Alkaliionen durchlässigen kathodisehen Metallschicht (^besteht.
- 8. Elektrolysierzelle nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Polymerisatmembran (A) aus einem Perfluorkohlenstoffpolymerisat mit Sulfonsäure- und/oder Sulfcnatseitengruppen besteht. bo
- 9. Elektrolysierzelle nach Anspruch 7 oder 8, dadurch gekennzeichnet, daß das Metall (B) Quecksilber ist
- 10. Elektrolysierzelle nach Anspruch 7 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß in der Polymerisat- & membran fA,) metallisches Quecksilber abgeschieden ist.
- II. Elektrolysierzelle nach Anspruch 7 bis 10,dadurch gekennzeichnet, daß das Polymerisat mit einem Quellmittel behandelt worden ist
- 12. Elektrolysierzelle nach Anspruch 7 bis 11, dadurch gekennzeichnet, daß viele elektrische Kathodenleitungen (11) mit dem Metall (B) in Kontakt stehen.
- 13. Elektrolysierzelle nach Anspruch 7 bis 12, dadurch gekennzeichnet daß die Polymerisatmembran (A) aus einem Copolymerisat aus
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