DE2341288A1 - Verfahren zur umwandlung von methanol in ein methanreiches gas - Google Patents
Verfahren zur umwandlung von methanol in ein methanreiches gasInfo
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Description
METALLGESSLLSCHAFT Frankfurt/Main, den 14.8.1973-
Aktiengesellschaft -lign/HSz- .
Nr. 7243 LÖ
Verfahren zur Umwandlung von Methanol in ein methanreiches Gas
Die Erfindung "betrifft ein Verfahren zur Umwandlung -von
Methanol in ein methanreiches Gas.durch ein- oder mehrstufige Spaltung von dampfförmigem Methanol unter erhöhtem
Druck und erhöhter Temperatur an einem Katalysator vorzugsweise in Gegenwart von Wasserdampf.
Der Bedarf an Erdgas als Heizgas steigt immer mehr an. Dieser Bedarf und der teilweise gleichzeitige Rückgang der
Verfügbarkeit des Erdgases in diesen Ländern zwingt zur Beschaffung von Erdgas auf ariderem Weg.
Eine Art der Beschaffung von Erdgas, die mehr und mehr ausgebaut
wird, besteht in der Heranführung von Erdgas aus Ländern mit reichen Vorkommen in die Bedarfsländer durch Herantransport
verflüssigten Erdgases mit Schiffen. Der weitergehenden Anwendung dieser Transportart steht jedoch das Sicherheitsproblem durch das leicht,brennbare Methan entgegen. Es ist
daher schon vorgeschlagen worden, das Erdgas am Ort seiner Förderung mit -./asserdampf zu einem Gemisch aus Kohlenmonoxid
und Y/asserstoff zu spalten und das Gemisch durch katalytische
Umsetzung in Methanol umzuwandeln, das darin-iverschifft wird.
Das !!ethanol wird am Ort seiner Verbrauchs verheizt oder wieder in Methan umgewandelt.
— 2 — -
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Die Umwandlung des Methanols zu Methan kann durch Zusatz von Wasserdampf an Katalysatoren bei erhöhter Temperatur und erhöhtem
Druck erfolgen. Als Katalysatoren werden vorzugsweise Nickelkatalysatoren verwendet, die das Nickel auf einem
Trägermaterial enthalten.
Die katalytische Spaltung von Methanol erfolgt nach der Reaktionsgleichung
4 CH3OH = 3CH4 + CO2 +
wobei eine Wärmetönung 4 H (400° C) von -17.4 kcal/C-Atom auftritt.
Durch die große Wärmeentwicklung bei der Spaltung des Methanols entsteht das Problem, die Wärme schnell genug abzuführen,
um, eine allzu starke Erhöhung der Temperatur des Katalysatorbettes zu vermeiden. Eine Temperaturerhöhung über 500° C
hinaus hat nämlich eine unvermeidliche Schädigung des Katalysators zur Folge.
Diese Schwierigkeiten versucht man in bekannter Weise (Pipeline and Gas Journal, Februar 1973, S. 59 bis 61) dadurch zu
umgehen oder mindestens zu begrenzen, daß man nach hinreichender Abkühlung des aus dem Reaktor austretenden Gasgemisches
einen Teil des Gases im Kreislauf zurück und mit dem Reaktionsgemisch wieder in den Reaktor einführt. Das zurückgeführte
Gas wirkt dann als Verdünnung und infolge seiner spezifischen Wärme als Wärmeabsorber im Reaktor. Um eine
solche Wärmeabsorption v/irksam v/erden zu lassen, sind j ο rl och
große Gasmengen erforderlich, so daß die rückgeführte Gasmenge ein Mehrfaches der erzeugten Produktgasmenge betrager.
kann. Um bei der stark exothermen Reaktion der Umwandlung \on
Methanol zu Methan einen unerwünscht hohen Anstieg der ReaL-tionstemperatur
zu vermeiden, wäre beispielsweise die zehnfache Gasmenge zurückzuführen. Das bedeutet sowohl einen
großen apparativen als auch energetischen Aufv/and, da große,
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viel Energie verbrauchende und wartungsbedürftige Kreislaufpumpen installiert werden müssen. Außerdem muß das rückgeführte
Gas heiß komprimiert werden, um das Auskondensieren von Dampf zu vermeiden.
Überraschend wurde nun gefunden, daß sich die bei der Methanolspaltung
entstehende Wärmeentwicklung auf einfache V/eise limitieren läßt. Dies geschieht erfindungsgemäß dadurch, daß
dem umzuwandelnden Einsatzmaterial ein methanhaltiges Gas
zugegeben wird, das eine höhere Methankonzentration als das durch die reine Methanolspaltung erzeugte Produktgas besitzt.
Damit wird die Methanolspaltung mit der katalytischen Methanspaltung gekoppelt. Die Spaltung des Methans mit Wasserdampf
an Nickelkatalysatoren ist eine endotherme Reaktion, welche nach folgender Reaktionsgleichung abläuft:
CH4 + H2O-^CO + 3H2.
Sie weist eine Wärmetönung Δ H (400° C) von +49 kcal/C-Atom
auf.
Das durch die reine Methanolspaltung erzeugte Produktgas besteht nach der vorstehend angegebenen Reaktionsgleichung
als trockenes Gas theoretisch zu 75 Vol.?6 aus Methan.
.Die .Rückführung eines großen Stromes..von gekühltem, .feuchtem ,
Produktgas, wie sie beim Stand der Technik erfolgt, führt nur zu einer Verdünnung, und Leistungsminderung, jedoch nicht zu
einer thermischen Entlastung des Spaltreaktors. Das Produktgas hat nämlich bein bekannten Verfahren bereits die dem
Spaltgleichgewicht entsprechende Zusammensetzung und verhält sich daher im Reaktor der Methanolspaltung wie ein nicht
reagierendes Inertgas, das nicht mehr an der Reaktion teilnehmen kann. Yiird aber für einen Methanüberschuß gesorgt,
so zehrt dieser bei seiner Spaltung die bei der Umsetzung von Methanol freiwerdende Wärme ganz oder teilweise auf.
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Von großer Bedeutung für das erfindungsgemäße Verfahren ist
auch, daß das in die Methanolspaltung eingeführte Gas mit hohem Methangehalt als Zwischen- oder Endprodukt beim Prozeß
der Methanolumwandlung selbst erzeugt wird. Es wird deshalb ein Gas von einer äußeren Methanquelle nicht benötigt.
Bei der Erzeugung eines methanreichen, vorzugsweise mit Erdgas austauschbaren Gases durch Umwandlung von Methanol entsteht
zunächst durch katalytische Spaltung ein Produktgas, das einer katalytischen Methanisierung unterworfen v/erden
muß, damit es in das Verbrauchernetz abgegeben werden kann· In der Methanisierung wird das restliche Kohlenmonoxyd und
ein Teil des Kohlendioxyds bis zur praktisch völligen Aufzehrung des im Produktgas noch vorhandenen Wasserstoffs katalytisch
hydriert. Nachfolgend wird das verbliebene Kohlen— dioxyd ausgewaschen und man erhält ein Produktgas, das einen
um etwa 1/3 höheren Methangehalt als das unmittelbar aus der Spaltung kommende Produktgas hat. Bei der Rückführung des
methanreichen Produktgases in den Spaltreaktor spaltet es sich bei der katalytisch thermischen Behandlung in Gegenwart
von Viasserdampf auf die im Reaktor herrschende Gleichgewichtszusammensetzung zurück, d.h. sein Methananteil wird
um etwa 1/4 vermindert. Durch diese Methanspaltung wird eine beträchtliche Wärmemenge auf gezehrt.^ die. bei .der .exothermen
Methanolspaltung frei wird.
Die Umwandlung von Methanol zu einem methanreichen Gas erfolgt
in einem oder mehreren Reaktoren bei einem Druck von 5 bis 100 ata, vorzugsweise von 15 bis 60 ata. Die Temperatur
liegt dabei etwa im Bereich von 250 bis 550° C und in den meisten Fällen zwischen 280 und 500° C. Als Katalysatormaterial
wird Nickel auf einer Trägersubstanz verwendet, wobei der Nickelgehalt bei 25 bis 75 % und vorzugsweise bei
35 bis 60 % des Gesamtgewichts des Katalysators liegt. Als Trägermaterial bietet sich z.B. Tonerde, Magnesiumsilikat
oder Magnesiumspinell an.
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Als wichtig für ein optimales Katalysatorverhalten wurde die Kristallitgröße des Nickels in der Trägersubstanz gefunden.
Die Nickelkristallite sollen demnach beim neuen Katalysator eine Teilchengröße unter etwa 300 Angström mit einer häufigsten
Teilchengröße im Bereich von 50 bis 150 Ä haben. Beim gebrauchten Kontakt mit einer Betriebszeit von 2000 Stunden
soll die maximale Größe der Nickelkristallite noch unter 400 A liegen, wobei sich die häufigste Teilchengröße nur bis
ο
in den Bereich von 80 bis 200 A verschoben haben soll. Die Wasserstoffabsorption eines neuen Katalysators der bevorzugten Art soll größer als 3 Milliliter pro Gramm sein. Die Katalysatoren mit den vorstehend genannten Eigenschaften ergeben besonders gute Umwandlungsergebnisse bei überdurchschnittlichen Standzeiten.
in den Bereich von 80 bis 200 A verschoben haben soll. Die Wasserstoffabsorption eines neuen Katalysators der bevorzugten Art soll größer als 3 Milliliter pro Gramm sein. Die Katalysatoren mit den vorstehend genannten Eigenschaften ergeben besonders gute Umwandlungsergebnisse bei überdurchschnittlichen Standzeiten.
Beispiele für verschiedene Verfahrjansführungen v/erden nachfolgend
anhand der Zecihnung erläutert. Es zeigen:
Fig. 1 ein einfaches Verfahrensschema zur Methanolspaltung in Gegenwart eines methanreichen Gases,
Fig. 2 eine zweistufige Methanolspaltung,
Fig. 3 eine Methanolspaltung mit Kühler-Sättiger-System.
Im Verfahren der Fig. 1 wird durch die Leitung 1 ein Gemisch aus dampfförmigem Methanol (von M) und Wasserdampf (von D)
zusammen mit methanreichem Gas aus der Leitung 2 in den Reaktor 10 eingegeben. Das eingeleitete Gemisch besitzt eine
Temperatur von etwa 250 bis 400° C. Der Reaktor 10 enthält
einen Nickelkatalysator, der zuvor beschriebenen Art.
Im Reaktor 10 wird das Methanol zu Methan, Kohlendioxyd und
Wasser gespalten, während gleichzeitig ein Teil des mit eingeleiteten Methans des raethanreichen Gases mit dem vorhandenen
Wasserdampf unter Bildung von Kohlenmonoxyd und Wasserstoff reagiert.
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ORIGINAL INSPECTED*
Die Methanspaltung ist stark endotherm, wogegen die Methanolspaltung
exotherm ist. Die Mengen an gleichzeitig gespaltenem Methan und Methanol werden so eingestellt, daß der Verbrauch
und die Abgabe von "arme sich etwa ausgleichen. Damit wird verhindert, daß die Temperatur im Reaktor zu
stark ansteigt. Ein gewisser Überschuß an Wasserdampf gegenüber dem theoretischen Bedarf ist nötig, um die Rußbildung
aufgrund der Boudouard-Reaktion zu unterdrücken,, welche die
Lebensdauer des Katalysators erheblich vermindern würde. Das Gewichtsverhältnis des von außen frisch zugegebenen
Wasserdampfes zu eingesetztem Methanol braucht dazu jedoch 4:1 niclrcoibersteigen und liegt üblicherweise meist unter
2:1. Wichtig ist dabei, daß das über den Katalysator geleitete
Gasgemisch ein Gewichtsverhältnis von Wasserdampf zu Methanol nicht unter 0,7 : 1 aufweist.
Das Produktgas aus dem Reaktor 10 mit überwiegend Methan und einem Anteil an Kohlenoxyden, Wasserstoff und Viasserdampf wird
in einem Wärmeaustauscher 11 auf Temperaturen von etwa 220 bis 350° C gekühlt, um nachfolgend einer Methanisierung zugeführt
zu werden. Die Methanisierung geschieht in prinzipiell bekannter Weise an Katalysatoren, z.B. Nickelkatalysatoren.
Gemäß Fig. 1 erfolgt die Methanisierung in zwei Stufen, doch
ist auch eine einstufige Methanisierung möglich. Das zu methanisierende
Gas in der Leitung 12 durchläuft zunächst einen ersten Methanisierungsreaktor 20, in welchem eine nasse Methanisierung,
d.h. ohne Vortrocknung des Gasgemisches, erfolgt. Das Produktgas des Reaktors 20 wird dann zur Vorkühlung durch
einen Wärmeaustauscher 21 und anschließend durch einen Kühler· 22 geleitet, in welchem auskondensiertes Wasser abgeschieden
wird. Das so getrocknete und heruntergekühlte Gas wird über die Leitung 23 im Wärmeaustauscher 25 mittels heißen Produktgases
aus dem Reaktor 24 wieder erwärmt und durch einen zweiten Methanisierungsreaktor 24 geleitet.
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Das Gas aus dem Reaktor 24 enthält fast nur noch Methan
und daneben noch vor allem etwas Kohlendioxyd. Nach einer Abkühlung des Produktsgases in den Wärmeaustauschern 25 und
29 wird das CO2 in der nachfolgenden, konventionellen Kohlendioxydwäsche
30 fast restlos entfernt. Das die CO2-Wasehe 30
verlassende Gas besitzt einen Methangehalt von üblicherweise mehr als 95 Vol.% und ist mit Erdgas austauschbar (SNG).
Ein Teilstrom dieses.fast nur noch aus Methan bestehenden, in 40 gekühlten Gases wird durch die Leitung 2 abgezweigt.
Das abgezweigte Gas erfährt im Gebläse 41 eine Druckerhöhung, bevor es im Wärmeaustauscher 21 erwärmt.zurück in.die Leitung
1 geführt wird. Dort trifft es mit neuem Einsatzmaterial von Methanoldampf und Wasserdampf zusammen.
In Fig. 2 ist eine Verfahrensführung mit einer zweistufigen Methanolvergasung gezeigt. Hierbei wird etwa 50 bis 75 % des
eingesetzten Methanols M durch Leitung 3 zusammen mit dem Dampf D und etwa 3/4 des über Leitung 2 rückgeführten methanreichen
Gases in der Leitung 1 gemischt und dem ersten Umwandlungsreaktor 10 zugeführt. Das Produktgas wird nach einer
Zwischenkühlung im Wärmeaustauscher 11 über die Leitung 12
in die Zuführungsleitung 6 eines zweiten Methanolvergasungsreaktors
15 gegeben. Das in den Reaktor 15 geleitete Gemisch besteht neben dem Produktgas aus Reaktor 10 noch aus dem
restlichen Teil des Einsetzmethanols aus Leitung 4 und dem Restteil des rückgeführten methanreichen Gases von Leitung 7.
Die Reaktionsbedingungen in den Reaktoren 10 und 15 sind dieselben wie schon beim Verfahren der Fig. 1 erwähnt.
Das Produktgas vom Reaktor 15 wird nach der Kühlung im Wärmeaustauscher
14 zunächst einer nassen Methanisierung im Reaktor 20 zugeführt. Danach folgt eine Vorkühlung im Wärmeaustauscher
21 und eine Hauptkühlung 22 mit Abscheiden von auskondensiertem Wasser. Nach Erwärmen im Wärmeaustauscher 25
wird das Gas in der Leitung 28 einer trockenen Methanisierung im Reaktor 24 zugeführt. Die anschließende C02~Wäsche 30 zur
Erzeugung des mit Erdgas austauschbaren Gases (SNG) und Rückführung eines Teilstroms in der Leitung 2 wurde bereits zusammen
mit Fig. 1 beschrieben.
(z. B. Heißpottascliewäsche)
509809/05 31 ORKSiNAL INSPECTED
Die Verfahrensvariante der Fig. 3 weist einen Methanolspaltreaktor
10 auf, in den ein Gemisch aus Methanoldampf M und in der Leitung 2 rückgeftihrtem methanreichem Gas, das
noch Wasserdampf enthält, eingeleitet wird. Nach der Kühlung im Wärmeaustauscher 11 gelangt das Produktgas in einen Reaktor
20 für nasse Methanisierung und über den Wärmeaustauscher 21 in einen Kühler 28. Im Kühler 28 wird das Gas
durch Berieseln mit relativ kaltem Wassergekühlt und dabei zum*)
der Wasserdampf des Gases auskondensiert. Das.Kühlwasser erwärmt sich dabei und wird an anderer Stelle des Verfahrens
in einem Sättiger 36 wieder verwendet. Die Wasserleitungen sind der besseren Deutlichkeit halber in Fig. 3 weggelassen.
Das getrocknete Gas wird danach über eine C^-Wäsche 30 ge-
führt· . *)grössten Teil
Ein Teilstrom des aus der COp-Wäsche kommenden Gases wird im
Druckerhöhungsgebläse oder Kompressor 35 verdichtet und in einen Sättiger 36 gegeben. Dort wird das Gas durch Berieseln
mit heißem Wasser aus dem Kühler 28 mit Wasserdampf aufgesättigt. Das mit Wasserdampf gesättigte, methanreiche Gas
wird in der Leitung 2 zur Erwärmung durch den Wärmeaustauscher 21 geführt und zurück in den Reaktor 10 geleitet.
Der andere -Teil des· (Jasesaue der GO^-Wäßche· 30 wird über ·· ·- ■
die Leitung 31 und einen Wärmeaustauscher 37 einer trockenen Methanisierung (Reaktor 2A) unterworfen. Das Produktgas
steht nach Kühlung im Wärmeaustauscher 37 als mit Erdgas austauschbares Gas (SNG) zur Verfügung.
Der Kompressor 35 wird durch eine Dampfturbine 39 angetrieben.
Die Wärme des Heißdampfes für die Turbine wird im Wärmeaustauscher 11 dem Produktgas aus dem Reaktor 10 entzogen,,
Das Verfahren der Fig. 3 ist aber auch ohne die Abhitzeverwertung in der Turbine 39 zum Betrieb des Kompressors 35 in
wirtschaftlicher Weise durchführbar.
ORlGiMAL INSPECTED
Beispiel 1
In einer Verfahrensfiihrung gemäß Fig. 1 werden 12 Normal-Jfubikmeter
pro Stunde methanisiertes und nahezu COg gewaschenes Produktgas mit der in Tabelle I, Spalte A
gegebenen Zusammensetzung
| Tabelle I: | Vol.56 | 1 | A | B | C | 0,1 | D |
| Vol. % | ,0 | 11,8 | unter | 3 | 9,9 | ||
| co2 | Vol.JÖ | 1 | - . | 0,3 | 10, | 6 | - |
| CO | Vol. % | 98 | ;o | 15,0 | 3, | 1 | 0,9 |
| H2 | ,0 | 72,9 | 86, | 89,2 | |||
| CHA | |||||||
in der Leitung 2 über ein Druckerhöhungsgebläse 41 zum Vergasungsreaktor 10 zurückgeführt und dabei im Wärmeaustauscher
21 mit dem Gas aus der nassen Methanisierung 20 auf 310° C aufgeheizt. Diesem Rückführgas werden 20 kg/h überhitzter
Dampf von 310° C und 10 kg/h verdampftes Methanol zugesetzt und in der Leitung 1 gemischt. Das Gemisch wird im
Reaktor 10 bei einem Druck von 45 ata über einen Katalysator mit 40 Gew. % Nickel auf einem MgO-SiO2-Träger geleitet.
•Aufgrund der exothermen· Methanol-Vergasurigsreaktion beträgt4 ■■
die Gastemperatur am Ausgang des Reaktors 10 480° C. Es fallen 49,0 Nur/h feuchtes Spaltgas (trocken :22,2 Nm^/h) mit
der Zusammensetzung gemäß Tabelle I, Spalte B an. Das Spalt gas enthält pro Nnr noch 1,2 Nr Wasserdampf.
Dieses Spaltgas wird nach Absinken der Temperatur auf 300° C im Wärmeaustauscher 11 einer Methanisierung im Reaktor 20 .
unterzogen. Der Katalysator ist dabei der gleiche wie im Reaktor 10. Aufgrund der exothermen Methanisierungsreaktion
erwärmt sich das Gas auf 360° €. Es fallen 47,7 NmVh feuchtes
methanisiertes Spaltgas (trocken: 19,6 Nnr/h) mit der in
- 10 509809/0531
Spalte C der Tabelle I angegebenen Zusammensetzung an. Das
Gas enthält pro Nm noch 1,43 Nnr Wasserdampf. Dieses Gas
wird nach Vorkühlung in 21 und Auskondensieren des Wasserdampfes bei 22 in einer weiteren Reaktionsstufe 24
bei einer Temperatur von ca. 320° C nochmals methanisiert. Dabei fallen 19,1 Nm^/h Gas der in Spalte D der Tabelle I
gegebenen Zusammensetzung an.
In einer C02-Wäsche 30 werden aus diesem Gas 1,7'Nm /h CO«
ausgewaschen und man erhält 17,4 Nm /h hoch methanhaltiges Produktgas (SNG) mit der in Spalte A der Tabelle I genannten
Zusammensetzung. Von diesem mit Erdgas austauschbaren Gas werden 12 Nm /h in Leitung 2 zur Methanolvergasuhg zurückgeführt
und der Rest als Produktgas aus[dem System abgezogen.
B eispiel 2
In einer Verfahrensführung gemäß Fig. 2 werden 16 Nm /h
eines mit Erdgas austauschbaren Gases mit der in Tabelle II, Spalte A angegebenen Zusammensetzung
| Vol.# | "A_ ■ | B | C | |
| CO2 | VoI ·# | 1,0 | 11,8 | 13,4 |
| co | Vol.% | - | 0,3 | 0,3 |
| H2 | Vol.50 | . 1,0 | 15,0 | 11,6 |
| CH, | 98,0 | 72,9 | 74,7 | |
in Leitung 2 über ein Druckerhöhungsgebläse 41 zur Methanolvergasung
zurückgeführt und dabei im Wärmeaustauscher 21 mit dem Gas aus der nassen Methanisierung 20 auf 310 C aufgeheizt.
Von dem Rückführgas in Leitung 2 werden 12 Nnr/h (d.h. 75 %) in die Zuführleitung 1 des ersten Vergasungsreaktors 10 gegeben. Diesem Gas werden 20 kg/h überhitzter
Dampf und 10 kg/h verdampftes Methanol aus Leitung 3 zuge-
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OftK&NAL INSPECTED
setzt. Das Gemisch hat eine Temperatur von 310° C.
Bei einem Druck von 45 ata wird dieses Reaktionsgemisch im Reaktor 10 über einen Katalysator mit 50 Gew. % Nickel
auf einem MgO-AlgO^-Träger geleitet. Aufgrund der exothermen
Vergasungsreaktion steigt die Temperatur.bis auf 480° C
an.
Es fallen 49,0 Nnr/h feuchtes bzw. 22,2 Nnr/h trockenes Spaltgas mit einer Zusammensetzung gemäß Tabelle I, Spalte B
an. Das Spaltgas enthält pro Nnr noch 1,2 Nur Wasserdampf.
Diesem Spaltgas werden nach Absenken der Temperatur bei 11
auf 310° C die restlichen 4 Nm /h an hoch methanhaltigem Rückführgas aus Leitung 7 sowie 10 kg/h verdampftes Methanol
aus Leitung 4 zugemischt· Dieses Reaktionsgemisch wird in einer zweiten Vergasungsstufe 15 umgesetzt.
Aus dem Reaktor 15 kommen 63,8 Nm^/h feuchtes bzw. 33,8 Nnr/h
trockenes Spaltgas mit einer Temperatur von 480° C. Seine Zusammensetzung ist der Tabelle II, Spalte C zu entnehmen.
Das Gas enthält pro Nnr noch 0,89 Nm Wasserdampf.
4h
Dieses 'Spaltgas wird fSuTf 300° C abgekühlt und dann wie im
Beispiel 1 einer nassen und trockenen Methanisierung (Reaktoren 20 ürid 24) unterzogen. In den'Reaktoren 1t>, 15, 20''" '"'
und 24 werden gleiche Katalysatormaterialien verwendet. Nach Auswaschen von 3,4 Nm^/h Co2 erhält man 26,8 Nnr/h
des mit Erdgas austauschbaren Gases der Zusammensetzung laut Tabelle II, Spalte A. Hiervon werden 16,0 Nnr/h in
Leitung 2 zurückgeführt und der Rest als Produktgas, abgezogen.
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509809/0531
INSPECTED
In einem Verfahren gemäß Fig. 3 werden 61,3 Nm-Vh feuchtes
bzw. 31,0 Nm /h trockenes Gas mit der in Tabelle III, Spalte A angegebenen Zusammensetzung in der Leitung 2 zum
Reaktor 10 zurückgeführt.
CO2 Vol.% CO Vol.%
H2 Vol.%
| A | B | C |
| 1,5 | 10,3 | 8,9 |
| - | 0,4 | - |
| 2,6 | 12,3 | 2,4 |
| 95,9 | 77,0 | 86,7 |
•ac -χ
Das Gas enthält pro Nnr noch 0,98 Nnr Wasserdampf. Dieses
Rückführgas wird zusammen mit 20 kg/h verdampften Methanols bei einer Temperatur von 300° C und einem Druck von
45 ata im Reaktor 10 an einem Katalysator mit 50 Gew. % Nickel auf einem MgO-Al~O,-Träger vergast. Dabei fallen
85,1 Nnr/h feuchtes bzw. 50,4 Nm /h trockenes Spaltgas von 500° C und einer Zusammensetzung .laut Tabelle III, Spalte B
an. Das Spaltgas enthält pro Nnr noch 0,67 Nnr Wasserdampf.
Dieses Spaltgas wird nach Absinken der Temperatur auf 275° C im Wärmeaustauscher 11 einer Methanisierung im Reaktor
an dem auch im Reaktor 10 eingesetzten Katalysator unterzogen. Aufgrund der exothermen Methanisierungsreaktion
erwärmt sich das Gasgemisch auf 340° C. Es fallen 82,5 Nnr/h feuchtes bzw. 45,3 Nnr/h trockenes methanisiertes Spaltgas
von 340° C und der in Tabelle III, Spalte C angegebenen Zusammensetzung an. Das Gas enthält pro Nnr noch 0,82 Nm
Wasserdampf.
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ORIGINAL !NSPECTEO
Im Kühler 28 wird durch Berieselung mit relativ kaltem Wasser
der Wasserdampf des Gases auskondensiert, wobei sich das Kühlwasser erwärmt. Das aus dem Kühler 28 austretende Gas wird
nachfolgend einer COo-Wäsche -30 unterzogen, in welcher 3,4 Nm^/h
C(>2 entfernt werden. Man erhält 41,9 Nnr/h trockenes methanisiertes
Spaltgas mit der in Tabelle III, Spalte A angegebenen Zusammensetzung. Von diesem hocfc^nethanhaltlgen Gas werden
10,9 Nnr/h als Produktgas in der Leitung 31 abgezogen und im Reaktor 24 einer trockenen Schlußmethanisierung zur Heizwertsteigerung
unterzogen.
Die restlichen 31,0 Nnr/h hocl^nethanhaltigen Gases aus der
COp-Wäsche 30 werden über ein Druckerhöhungsgebläse 35 einem
Sättiger 36 zugeführt. In diesem Sättiger wird das Gas durch Berieseln mit heißem Wasser aus dem Kühler 28 (erwärmtes Kühlwasser)
mit Wasserdampf aufgesättigt und nach Aufheizen im Wärmeaustauscher 21 auf 300° C zum Vergasungsreaktor 10 zurückgeführt.
- 14 -
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Claims (12)
1) Verfahren zur Umwandlung von Methanol in ein methanreiches Gas durch ein- oder mehrstufige Spaltung von dampfförmigem
Methanol unter erhöhtem Druck und erhöhter Temperatur an einem Katalysator, vorzugsweise in Gegenwart von
Wasserdampf, dadurch gekennzeichnet, daß dem umzuwandelnden
Einsatzmaterial ein methanhaltiges Gas zugegeben wird, das
eine höhere Methankonzentration als das durch die reine Methanolspaltung erzeugte Produktgas besitzt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß
das methanhaltige Gas einen Methangehalt von etwa 75 bis 100 Vol.# besitzt.
3) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß
das methanhaltige Gas einen Methangehalt von über 90 Vol.%
besitzt. '
4) . Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet. daß das Produktgas der Methanolspaltung
durch mindestens eine Methanisierungsstufe und nachfolgend
-durch eine Kohlendioxydwäsche geleitet wird und>daß 'ein ■···■* Teilstrom
des methanisierten, im wesentlichen kohlendioxydfreien Gases in die Methanolspaltung zurückgeführt wird.
5) Verfahren nach Anspruch I.oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Produktgas der Methanolspaltung
durch mindestens eine Methanisierungsstufe und nachfolgend durch einen Kühler sowie eine Kohlendioxydwäsche
geleitet und ein Teilstrom des so behandelten Gases in einem Sättiger mit Kondensationsprodukten des Kühlers,
insbesondere Wasserdampf, gesättigt und zurück in die Methanolspaltung geführt wird.
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6) Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis von
Wasserdampf zu Methanol im über den Methanolspaltkatalysator geleiteten Gasgemisch mindestens 0,7 ώ 1 ist.
7) Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden,
dadurch gekennzeichnet, daß das Gewichtsverhältnis des von außen frisch zugegebenen Wasserdampfes zu eingesetztem Methanol
unter 4: 1 und vorzugsweise unter 2 : 1 liegt,
8) Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet« daß für die Methanolumwandlung ein
Nickelkatalysator mit einem Gehalt von 25 bis 75 Ge\r.%,
vorzugsweise 35 bis 60 Gew.56, Nickel verwendet wird.
9) Verfahren nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet; daß die maximale Korngröße des Nickels im frischen Katalysatormaterial
300 Angström beträgt und die häufigste Korngröße im Bereich zwischen 50 und 150 Angström liegt.
10) Verfahren nach Anspruch 8 oder 9, dadurch gekennzeichnet,
daß die Wasserstoffabsorption des frischen Katalysators
oberhalb 3 Milliliter/g liegt.
11) yerfahren nach.Anspruch .1 oder, einem .der fpll.gen4en,. .
dadurch gekennzeichnet, daß die Umsetzung des Methanols bei einer Temperatur von 250 bis 550° C und vorzugsweise
bei einer Temperatur von 280 bis 500° C erfolgt.
12) Verfahren nach Anspruch 1 oder einem der folgenden, dadurch gekennzeichnet, daß der Druck im Umwandlungsreaktor
im Bereich von 5 bis 100 ata und vorzugsweise von 15 bis 60 ata liegt.
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Le e rs e i.te
Priority Applications (5)
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|---|---|---|---|
| DE19732341288 DE2341288A1 (de) | 1973-08-16 | 1973-08-16 | Verfahren zur umwandlung von methanol in ein methanreiches gas |
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