DE2233111B2 - Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren von kunstharzgebundenem Gießereialtsand - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren von kunstharzgebundenem GießereialtsandInfo
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Description
einem regelbaren Verhältnis zum Altsand gemäß α zu b steht. Bei der bekannten Vorrichtung der Prallreinigung
geschieht eine Reinigung im eigentlichen Sinne erst oben an der Prallglocke 5, während bei der
neuen Vorrichtung der aus einem Behälter 2, welcher unterhalb des Behälters 3 angeordnet ist, in den Luftstrom
zugeführte Neusand vorbeschleunigt mit einer Geschwindigkeit V1 tangential auf die Altsandkörner
mit Geschwindigkeit v0 trifft, diese mit seinen scharfen
Konturen somit in Rotation bzw. Turbulenz bringt unu so der Reinigungs- und Regenerierungsprozeß bereits in die Zone α fällt und während des
gesamten Steigvorganges bis zur Prallglocke anhält.
Düse c ist somit als Neusand-Vorbeschleunigungsrone zu verstehen.
Die Grenzen des Feuchtigkeitsgehaltes des Altsandes liegen nach den bekannten Verfahren bei maximal
1,5 %. Auch hier bringt das neue Verfahren die Vorteile einer Herabsetzung dieser Grenze, da der
Immer getrocknete Neusand sehr homogen mit dem Altsand vermischt wird und bezogen auf das Gesamtvolumen
somit eine Feuchtigkeitsreduzierung eintritt. Die hier frühzeitig erzielte homogene Vermischung
des Alt-Neusandgemisches bringt weiter den Vorteil einer zeitlichen Reduzierung des eigentlichen
nachfolgenden Mischprozesses und eine bessere homogene Vermischung der Bindemittel.
Die Neusandbasis Quarzsand weist nämlich in der Regel eine Quarzstruktur auf, die recht scharfkantig
und während einer Reibung aggressiv ist. Bei allen mit Kunstharz gebundenen Sancten, die eine weiche
ίο duktile Umhüllung auch noch im Altsand aufweisen,
wird bei einer Regenerierung einer nur aus Altsandkörnern bestehenden Masse kein Abrieb der duktilen
Umhüllung erreicht.
Wenn aber dem Altsand gewissermaßen ein »Reinigungsmittel«
in Form eines Anteils an scharfkantigem Neusand zugesetzt wird, kann das mechanische
Regenerierverfahren mit sicherem Erfolg auch bei Altsanden mit duktiler Umhüllung durchgeführt werden.
Bei geeigneter Bemessung der Menge an zuzusetzendem Neusand, wird nach der Regenerierung eine
unmittelbar wieder verwendbare Sandmasse erhalten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen
Claims (5)
1. Verfahren zum Regenerieren von kunstharz- aber auch, um die form- und technologischen Eigengebundenem
Gießereialtsand, bei dem der vor- 5 schäften des Formstoffes Sand zu erhalten,
zerkleinerte Altsand einer trockenen mechani- Bei allen Sanden mit spröder Umhüllung ist das sehen Aufbereitung im Schwebezustand, insbe- bekannte Regenerierverfahren brauchbar. Bei Formsondere mittels Reibrohr und Prallhaube unter- stoffen mit duktilen elastischen Umhüllungen, wie sie worfen wird, dadurch gekennzeichnet, beim Guß aus Bindern auf Kunstharzbasis entstehen, daß dem Altsand vor oder während der Aufberei- io sind der Regenerierung mit den bisher im Einsatz betung Neusand zugemischt wird, findüchen Regenerierungsanlagen Grenzen gesetzt,
zerkleinerte Altsand einer trockenen mechani- Bei allen Sanden mit spröder Umhüllung ist das sehen Aufbereitung im Schwebezustand, insbe- bekannte Regenerierverfahren brauchbar. Bei Formsondere mittels Reibrohr und Prallhaube unter- stoffen mit duktilen elastischen Umhüllungen, wie sie worfen wird, dadurch gekennzeichnet, beim Guß aus Bindern auf Kunstharzbasis entstehen, daß dem Altsand vor oder während der Aufberei- io sind der Regenerierung mit den bisher im Einsatz betung Neusand zugemischt wird, findüchen Regenerierungsanlagen Grenzen gesetzt,
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch ge- weil sich diese Umhüllungen nicht oder nur unzureikennzeichnet,
daß mindestens 10 0Zo Neusand zu- chend durch mechanische Behandlung wie bei den
gesetzt werden. spröden Umhüllungen vom Quarzkern trennen las-
3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, 15 sen.
dadurch gekennzeichnet, daß der Neusand in Nach der mechanischen Behandlung wird der re-
zum Altsand vorbeschleunigtem Zustand züge- generierte Sand mit Neusand vermischt und kann
führt wird. dann wieder benutzt werden.
4. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens Dieses bekannte Regenerierverfahren führt also
der vorhergehenden Ansprüche, bestehend im ao nur dann zu einem befriedigenden Erfolg, wenn die
wesentlichen aus einem Luftdüsenrohr für das Umhüllung von einem verhältnismäßig spröden Ma-Sand-Luftgemisch
und einer der Düsenöffnung terial gebildet ist, wie es beispielsweise entsteht, gegenüberliegenden Pralleinrichtung, dadurch ge- wenn Wasserglasbindemittel benutzt worden sind,
kennzeichnet, daß um das Luftdüsenrohr (1) eine Rührt jedoch die Umhüllung von Kunstharzbindern
untere Einführungseinrichtung (2) für Neusand 25 her, wie sie im überwiegendem Maße heute benutzt
und darüber eine obere Einführungseinrichtung werden, so ist sie zu duktil und die von den einzelnen
für Altsand (3) vorgesehen ist. Altsandteilchen aufeinander ausgeübte Scheuerwir-
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch ge- kung zu wenig wirksam.
kennzeichnet, daß die Zuführungseinrichtung von Dieser Mangel wird durch die Erfindung in einfa-
Trichtern gebildet werden, welche um öffnungen 30 eher Weise behoben.
im Luftrohr angebracht sind. Das erfindungsgemäße Verfahren zum Regenerie
ren von kunstharzgebundenem Gießereialtsand, bei dem der vorzerkleinerte Altsand einer trockenen mechanischen
Aufbereitung im Schwebezustand, insbe-
35 sondere mittels Reibrohr und Prallhaube unterworfen
wird, ist dadurch gekennzeichnet, daß dem Altsand vor oder während der Aufbereitung Neusand
zugemischt wird.
Das Problem der Regenerierung von gebrauchtem Vorzugsweise werden mindestens 10° Ό Neusand
kunstharzgebundenem Gießereisand, welches schon 40 zugesetzt.
lange die Gießereitechnik belastet, ist durch die Er- Am besten wird der Neusand in /um Altsand vor-
fordernissc des Umweltschutzes noch dringlicher ge- beschleunigtem Zustand zugeführt,
worden. Diese angestrebte Regenerierung muß darin Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur
worden. Diese angestrebte Regenerierung muß darin Die Erfindung betrifft auch eine Vorrichtung zur
bestehen, von Jen einzelnen Sandteilen die im we- Ausführung des erfindungsgemäßen Verfahrens,
sentlichen aus verbranntem Bindemittel bestehende 45 Die erfindungsgemäße Vorrichtung, bestehend im Umhüllung zu entfernen. Da Verglühen des Sandes wesentlichen aus einem Luftdüsenrohr für das oder Lösen der Umhüllung mittels chemischer Mittel Sand-Luftgemisch und einer der Düsenöffnung gczu kostspielig ist, besteht das zur Zeit angewendete genüberliegenden Pralleinrichtung, ist dadurch ge-Regenerierungsverfahren im wesentlichen darin, kennzeichnet, daß um das Luftdüsenrohr eine untere einen Sand-Luftstrom auf ein ruhendes Objekt zu 50 Einführungseinrichtung für Neusand und darüber richten, wobei eine gewisse Reinigungswirkung er- eine obere Einführungseinrichtung für Altsand vorzielt wird, da die mit den Bindemittelresten überzo- gesehen ist.
sentlichen aus verbranntem Bindemittel bestehende 45 Die erfindungsgemäße Vorrichtung, bestehend im Umhüllung zu entfernen. Da Verglühen des Sandes wesentlichen aus einem Luftdüsenrohr für das oder Lösen der Umhüllung mittels chemischer Mittel Sand-Luftgemisch und einer der Düsenöffnung gczu kostspielig ist, besteht das zur Zeit angewendete genüberliegenden Pralleinrichtung, ist dadurch ge-Regenerierungsverfahren im wesentlichen darin, kennzeichnet, daß um das Luftdüsenrohr eine untere einen Sand-Luftstrom auf ein ruhendes Objekt zu 50 Einführungseinrichtung für Neusand und darüber richten, wobei eine gewisse Reinigungswirkung er- eine obere Einführungseinrichtung für Altsand vorzielt wird, da die mit den Bindemittelresten überzo- gesehen ist.
gcncn Sandteilchen bei dieser Behandlung eine Vorzugsweise sind die Zuführungseinrichtungen
scheuernde Wirkung aufeinander ausüben. von Trichtern gebildet, welche um öffnungen im
Es sind bereits Anlagen hierfür cViVv-ckelt worden, 55 Luftrohr angebracht sind.
um den Altsand zu regenerieren und ihn wieder dem An der schematischen Zeichnung wird diese VorKreislauf
der Sandaufbereitung zuzuführen. Dabei richtung noch weiter erläutert.
werden die Verunreinigungen im Sand, die während Die bisher bekannte Einrichtung zum Regenerie-
des Gießprozesses entstehen und zum überwiegenden rcn von Altsand ist gemäß Skizze oberhalb der Linie
Teil aus verbrannten Bindemitteln auf Kunstharzba- 60 A-A dargestellt. Luft wird clinch ein Rohrl, in welsis
bestehen, von den einzelnen Quarzkörnern ge- ches durch eine Öffnung 4 der Allsand aus Behälter 3
trennt. Zum Teil sind diese Quarzumhüllungen recht in den Luftstrom eintritt, geblasen, und dieses Luftspröde und lassen sich mit mechanischen Mitteln wie Altsand-Gemisch prallt oben gegen eine Prallglocke 5,
Brechen, Prallen und Sieben von den Quarzkernen und so wird durch Reibung und Aufprallen ein Reitrennen.
In der Regel rechnet ;nan damit, daß etwa 65 nigungseffeki erzielt.
80n/o des legenerierlen Altsandes wieder verwertbar Dem neuen Verfahren liegt zugrunde, daß der AH-
sind und 2O"/o als Abfall anfallen, bestehend aus zer- sand mit Neusand gemischt dem Regenerierverfahren
brochenen schamottierten Quarzkernumhüllungen. gemeinsam unterworfen wird, wobei der Neusand in
Priority Applications (2)
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|---|---|---|---|
| DE2233111A DE2233111C3 (de) | 1972-07-06 | 1972-07-06 | Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren von kunstharzgebundenem Gießereialtsand |
| US00376004A US3857201A (en) | 1972-07-06 | 1973-07-02 | Regenerating of casting sand |
Applications Claiming Priority (1)
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| DE2233111A DE2233111C3 (de) | 1972-07-06 | 1972-07-06 | Verfahren und Vorrichtung zum Regenerieren von kunstharzgebundenem Gießereialtsand |
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| DE2233111B2 true DE2233111B2 (de) | 1974-04-25 |
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Family
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Family Applications (1)
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