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DE2231159A1 - Verfahren zur vorbehandlung von stahlbandoberflaechen vor dem aufbringen galvanischer ueberzuege - Google Patents

Verfahren zur vorbehandlung von stahlbandoberflaechen vor dem aufbringen galvanischer ueberzuege

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Publication number
DE2231159A1
DE2231159A1 DE19722231159 DE2231159A DE2231159A1 DE 2231159 A1 DE2231159 A1 DE 2231159A1 DE 19722231159 DE19722231159 DE 19722231159 DE 2231159 A DE2231159 A DE 2231159A DE 2231159 A1 DE2231159 A1 DE 2231159A1
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
acid
carried out
cleaning
electrolytic
cleaning agent
Prior art date
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Withdrawn
Application number
DE19722231159
Other languages
English (en)
Inventor
Wolfgang Dipl Chem Friedemann
Hans Guenther Dipl Germscheid
Rudolf Dipl Chem D Schoenemann
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Henkel AG and Co KGaA
Original Assignee
Henkel AG and Co KGaA
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Publication date
Application filed by Henkel AG and Co KGaA filed Critical Henkel AG and Co KGaA
Priority to DE19722231159 priority Critical patent/DE2231159A1/de
Priority to NL7307484A priority patent/NL7307484A/xx
Priority to IT2572073A priority patent/IT989386B/it
Priority to GB2972173A priority patent/GB1423064A/en
Priority to ES416267A priority patent/ES416267A1/es
Priority to BE132668A priority patent/BE801382A/xx
Priority to FR7323196A priority patent/FR2190945B1/fr
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Withdrawn legal-status Critical Current

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    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25DPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PRODUCTION OF COATINGS; ELECTROFORMING; APPARATUS THEREFOR
    • C25D5/00Electroplating characterised by the process; Pretreatment or after-treatment of workpieces
    • C25D5/34Pretreatment of metallic surfaces to be electroplated
    • C25D5/36Pretreatment of metallic surfaces to be electroplated of iron or steel
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C25ELECTROLYTIC OR ELECTROPHORETIC PROCESSES; APPARATUS THEREFOR
    • C25FPROCESSES FOR THE ELECTROLYTIC REMOVAL OF MATERIALS FROM OBJECTS; APPARATUS THEREFOR
    • C25F1/00Electrolytic cleaning, degreasing, pickling or descaling

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  • Electrochemistry (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
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Description

"Verfahren zur Vorbehandlung von Stahlbandoberflächen vor dem Aufbringen galvanischer Überzüge"
Die vorliegende Erfindung betrifft ein Verfahren zur Vorbehandlung von Stahlbandoberflächen vor dem Aufbringen galvanischer Überzüge durch eine evtl. Vorreinigung, eine elektrolytische Reinigung in alkalischen Lösungen und eine saure Dekapierung.
Für viele technische Zwecke werden Stahlbänder durch galvanisch aufgebrachte Metallschichten veredelt. Letztere bestehen meist aus Zinn, Nickel, Kupfer, Messing oder Zink. Vor der galvanischen Metallabscheidung müssen die Oberflächen vollständig entfettet und von allen staubförmigen Verunreinigungen befreit werden. Bei einer starken Befettung und Verschmutzung wird meist eine Vorreinigung mit alkalischen Lösungen vorgenommen. Bei schwach befetteten Stahlbändern, wie- sie nach dem Glühen und Dressieren vorliegen, ist eine Vorreinigung selten erforderlich. Hier werden die Bandoberflächen direkt einer elektrolytischen Peinreinigung in alkalischen Lösungen unterzogen. Nach einer Zwischenspülung schließt sich an die elektrolytische Reinigung eine saure Dekapierung - teilweise auch als Beizung bezeichnet - an, um die Oberfläche für die anschließende Galvanisierung von Alkalireatea zu befreien und zu aktivieren. Die saure
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Dekapierung wird hierbei meist mit Mineralsäuren vorgenommen. Für die elektrolytische Reinigung v/erden alkalische Lösungen verwendet, die neben Ätzalkali noch Ortho- oder Polymerphosphate bzw. Silikate enthalten können. Es ist auch bekannt, den elektrolytischen Reinigungsmitteln Gluconsäure bzw. Gluconate zur Verbesserung der Reinigungswirkung zuzusetzen.
Für die elektrolytische Reinigung und die sich anschließende Dekapierung sind gewisse Zeiten erforderlich, um eine einwandfreie Galvanisierung zu ge ''.rleisten. Die erforderlichen Minimalzelten richten sich hierbei nach den zu reinigenden Oberflächen, deren Befettungs- und Verschmutzungsgrad und den anlagentechnischen Gegebenheiten. Im Zuge einer Rationalisierung der Fertigung werden immer kürzere Behandlungszeiten gefordert, die aber mit den bisher bekannten Behandlungsverfahren ohne Beeinträchtigung der Qualität des Metallüberzuges bzw. der Sicherheit des Verfahrens nicht zu erzielen sind.
Es wurde nun gefunden, daß man die Behandlungszeit wesentlich verkürzen kann ohne Beeinträchtigung der Qualität oder Sicherheit des Verfahrens, wenn man sich der nachstehend beschriebenen Arbeitsweise bedient. Bei dem erfindungsgemäßen Verfahren zur Vorbehandlung von Stahlbandoberflächen vor dem Aufbringen galvanischer überzüge werden die Oberflächen nach einer evtl. Vorreinigung einer elektrolytischen Reinigung in alkalischen Lösungen und einer sauren Dekapierung unter Einschaltung entsprechender Zwischenspülungen unterworfen. Das Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Reinigung bei Temperaturen von 50 bis 900C und einer Stromdichte von 3 bis 15 A/dm2 mit einer 1 bis 10 jSigen
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Lösung eines Reinigungsmittels durchführt, das freies Ätzalkali und 2 bis JJO % Alkanolamin mit mindestens drei Hydroxylgruppen enthält und einen pH-Wert über 13,5 aufweist, sowie die saure Dekapierung mit Lösungen vornimmt, die Salzsäure oder- vorzugsweise Schwefelsäure oder Salpetersäure enthalten.
Durch die erfindungsgemäße, elektrolytische Behandlung wird die Stahlbandoberfläche so vorbereitet, daß in der anschließenden Dekapierung ein erheblich schnellerer und gleichmäßigerer Angriff erfolgt, der es gestattet, die Behandlungszeit abzukürzen. In Zusammenwirkung der elektrolytischen Reinigung und der sauren Dekapierung in Salzsäure oder vorzugsweise in Schwefelsäure oder Salpetersäure wirkt sich das Verfahren auch günstig auf die anschließende Galvanisierung aus, vornehmlich im Hinblick auf eine gleichmäßigere Abscheidung und bessere Verankerung der Schicht. Da durch das erfindungsgemäße Ver-, fahren auch die elektrolytische Behandlung abgekürzt werden kann, ergibt sich neben einer Steigerung der Qualität und Sicherheit des Verfahrens eine Verkürzung der Behandlungszeit bzw. die Möglichkeit höherer Bandgeschv/indlgkeiten.
Durch die erfindungsgemäße Behandlung werden die Potentiale der Stahlbandoberflächen verändert. Die Wirkung der elektrolytischen Reinigung sowie der Einfluß der Beizsäure läßt sich durch Messung des Mischpotentials der Stahlbandoberflächen in der Beizsäure zahlenmäßig erfassen. Die Mischpotentiale liegen hierbei im Bereich zwischen den Potentialen des Eisens (Fe/Fe - Wl mV) und reinem Wasserstoff (0 mV) und werden durch die erfindungsgemäße Arbeitsweise in Richtung des Null-Punktes zu positiveren Werten verschoben. Unter den gegebenen Bedingungen bedeuten Verschiebungen zu positiveren Werten, d.h. in. Richtung des Null-Punktes, eine· Intensivierung des Säureangriffes.
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Die erfindungsgemäße, elektrolytische Behandlung wird meist in Wechselpolarisation vorgenommen. Die verwendeten Reinigungsmittel haben hierbei einen pH-Wert von über 13,5 und enthalten neben freiem Ätzalkali 2 bis 40 %, vorzugsweise 10 bis 30 %, Alkanolamin mit mindestens drei Hydroxylgruppen im Molekül, wie beispielsweise Triäthanolamin, Triisopropanolamin und N,N,N1 JN',-Tetrakis-(2-hydroxyäthyl)-äthylendiamin. Der Gehalt an freiem Ätzalkali liegt vorzugsweise zwischen 60 und 90 %. Die Einsatztemperatur wird bei der Behandlung zwischen 50 und 900C, vorzugsweise zwischen 65 und 800C, gehalten. Die
ρ günstigsten Stromdichten liegen zwischen 3 und 15 A/dm .
Dem erfindungsgemäßen, elektrolytischen Reinigungsmittel können weiterhin zur Verbesserung der Reinigungswirkung 1 bis 10 %, vorzugsweise 3 bis 10 %, Glucon- oder Heptagluconsäure bzw. deren Alkalisalze oder Borsäurekomplexe zur Verbesserung der Reinigungswirkung zugesetzt werden. Eine bevorzugte Ausführungsform der Erfindung besteht darin, den Reinigungsmitteln für die elektrolytische Behandlung zur Erhöhung der Entfettungsund Reinigungswirkung zusätzlich Alkaliphosphate, insbesondere polymere Phosphate wie Alkalipyrophosphate und Alkalitripolyphosphate, in einer Konzentration von 2 bis 20 % zuzusetzen. Es hat sich auch gezeigt, daß bei gewissen Befettungen ein Zusatz von Silikaten zu den erfindungsgemäßen Mitteln in Konzentrationen von 1 bis 12/2, berechnet als SiOg, sich vorteilhaft auswirkt. Die Mengenangaben beziehen sich jeweils auf Gewichtsprozent und den Peststoffgehalt der Reinigungslösung.
Wendet man als Reinigungsmittelkomponente ausschließlich die oben genannten Zusätze wie Phosphate, Silikate oder Gluconate einzeln oder im Gemisch an, so erreicht man eine Verbesserung der Entfettung und Pigmentschmutzentfernung. Derartige
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sind jedoch nicht hinreichend für eine Konditionierung der Stahlbandoberflächen, die eine gleichmäßigere und schnellere Dekapierung bzw. Beizung und eine sicherere und verbesserte Galvanisierung ermöglichen und damit ein grundsätzlich schnelleres Arbeiten gestatten.
Zur Verbesserung der Reinigungs- und Entfettungswirkung können den Mitteln zur elektrolytischen Behandlung, vorzugsweise dann, wenn keine Vorentfettung durchgeführt wird, alkalistabile, schwach schäumende Netzmittel in Konzentrationen von 0,2 bis 5 % zugesetzt werden. Als alkalistabile, schwach schäumende Netzmittel kommen vorzugsweise Anlagerungsprodukte von 3 bis 10 Mol Propylenoxid pro OH-Gruppe an Polyalkohole mit 4 und mehr OH-Gruppen, wie beispielsweise Pentaerythrit, Dipentaerythrit und Polyglycerin, in Betracht und/oder Anlagerungsprodukte von 3 bis 10 Mol Propylenoxid pro reaktionsfähigem Wasserstoffatom an aliphatische Amine oder Polyamine mit mindestens 3 reaktionsfähigen" Wasserstoffatomen wie Triäthylentetramin, Triäthanolamin und Triisopropanolamin und/oder endgruppenverschlossene Kondensationsprodukte des Äthylenoxids, wie beispielsweise endgruppenverschlossene Alkylphenol-Äthylenoxid-Addukte. Derartige endgruppenverschlossene Produkte werden dadurch erhalten, daß man die freie Hydroxylgruppe des Äthylenadduktes mit Alkylierungsmitteln wie Alkylchloriden, vorzugsweise mit 1 bis 4 C-Atomen, mit Dimethylsulfat oder Diäthylsulfat umsetzt. Ebenfalls kann eine Umsetzung zu Acetalen erfolgen. Die Netzmittel können einzeln oder im Gemisch zugesetzt werden, wobei dieser Zusatz nicht über das notwendige Maß hinaus gesteigert werden sollte, da durch Zusatz von Netzmitteln vielfach eine leichte Inhibierung des Beizangriffes eintreten kann.
■N.
Die saure Dekapierung kann mit Salzsäure oder vorzugsweise mit Schwefelsäure oder Salpetersäure durchgeführt werden. Die
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Konzentration der Schwefel- oder Salzsäure liegt hierbei im allgemeinen zwischen 5 und 20 %. Die durch die erfindungsgemäße, elektrolytische Behandlung hervorgerufene günstige Konditionierung der Stahlbandoberflächen kann weiter gesteigert werden, wenn zur sauren Dekapierung 5 bis 10 iSlge Schwefelsäure mit einem Zusatz von 1 bis 5 % Salpetersäure eingesetzt wird. Dies drückt sich auch in einer weiteren Verschiebung der Mischpotentiale der Stahloberflächen zu positiveren Werten aus. Eine besonders starke Verschiebung wird erzielt, wenn die Beizung und Dekapierung in Salpetersäure durchgeführt wird, wobei die Konzentration 1 bis 5 % beträgt. Der Salpetersäure bzw. den Schwefelsäure-Salpetersäure-Mischungen können, ohne daß die gewünschte Konditionierung der Oberfläche nachteilig verändert wird, zur Verhinderung der Entwicklung nitroser Gase für diesen Zweck bekannte Verbindungen wie beispielsweise Harnstoff oder Amidosulfonsäure zugesetzt werden.
Bei allen Prozentangaben in Text und Beispielen handelt es sich um Gewichtsprozente.
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Henkel & Cie GmbH Salt· "J zur Pal«nlanm«ldung D Beispiel 1:
In einer galvanischen Bandveredlungsanlage wurden entfettete, geglühte und dressierte Stahlbänder vor der galvanischen Metallabscheidung nochmals elektrolytisch entfettet, gespült, dekapiert und wiederum gespült. Wurde die elektrolytische Entfettung mit einer 3,5 zeigen Lösung eines herkömmlichen, alkalischen Reinigungsmittels, bestehend aus 80 % Ätznatron, 15 % Trinatriumorthophosphat, 3 % Natriumsilikat und 2 % Soda, bei 75°C und einer Stromstärke von 7,5 A/dm betrieben und die saure Dekapierung mit 10 JJiger Schwefelsäure durchgeführt, so konnte in der vorgegebenen Anlage mit einer Bandgeschwindigkeit von max. 150 m/Min, gearbeitet werden, um die erforderliche Qualität und Haftfestigkeit des galvanisch aufgebrachten Metallüberzuges zu gewährleisten. Bei Austausch des alkalischen Reinigungsmittels in der elektrolytischen Entfettung durch ein Produkt, bestehend aus 70 % Ätznatron, 25 % Triäthanolamin und 5 % Natriumtriphosphat konnte - bei Beibehaltung aller anderen Bedingungen - die Bandgeschwindigkeit auf 250 m/Min, erhöht werden, ohne die Qualität und die Haftfestigkeit des galvanischen Überzuges zu beeinträchtigen.
Beispiel 2:
In einer anderen galvanischen Bandveredlungsanlage wurde geglühtes und dressiertes Metallband elektrolytisch entfettet, gespült, dekapiert, wieder gespült und anschließend galvanisch ein Metallüberzug aufgebracht. Bei Verwendung einer Ί ?igen Lösung eines alkalischen Reinigungsmittels, bestehend aus 80 % Ätznatron, 10 % Natriumtriphosphat, 3 % Natriumgluconat, 1 % Kondensationsprodukt aus Nonylphenol und 15 Mol Äthylenoxid, wobei die endständige freie Hydroxylgruppe durch Umsetzung mit Alkylchlorid verschlossen ist
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und 6 % Soda, zur elektrolytischen Entfettung bei 80°C
und einer Stromstärke von 7 A/dm und einer 10 #igen Schwefelsäure zur sauren Dekapierung konnte die Bandgeschwindigkeit in dieser Anlage nicht über 30 m/Min, gesteigert werden, ohne Qualität und Haftfestigkeit des galvanisch aufgebrachten Metallüberzuges zu beeinträchtigen. Bei Austausch des alkalischen Entfettungsmittels im elektrolytischen Bad durch ein Produkt, bestehend aus 70 % Ätznatron, 15 % Triisopropanolamln, 5 % Natriumtriphosphat, 3 % Natriumglukonat, 1 % einer Kombination eines Anlagerungsproduktes von .4 Mol Propylenoxid pro OH-Gruppe an Polyglycerin und eines durch Umsetzung mit Alkylchlorld endgruppenverschlossenem Anlagerungsprodukt von 15 Mol Äthylenoxid an Nonylphenol, 6 % Soda und Austausch der Schwefelsäure in der Dekapierung durch 2 % Salpetersäure unter Zusatz· von 1 % Harnstoff konnte die Bandgeschwindigkeit auf 60 m/Min, erhöht werden, wobei zusätzlich die Qualität und Haftfestigkeit des galvanisch aufgebrachten Metallüberzuges - vornehmlich im Hinblick auf Glanz und Porenfreiheit - diejenigen des unter den oben aufgeführten Bedingungen bei 30 m/Min, aufgebrachten Überzuges übertraf.
Beispiel 3:
Stahlbandabschnitte gleicher Qualität wurden in einem alkalischen, elektrolytischen Entfettungsbad bis zur Wasserbenetzbarkeit behandelt. Die Temperatur des elektrolytischen Entfettungsbades betrug 8o°C, die Stromstärke 3,5 A/dm und die Konzentration 2,5 Anschließend wurden die Stahlbandabschnitte gespült und in der Dekapiersäure stromlos das Potential gemessen. Es stellte sich hierbei ein Mischpotential ein, das um so positiver, d.h. um so mehr zum Null-Punkt verschoben wurde, je besser die Oberfläche für die Dekapierung
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Henkel & Cie GmbH s.it. Q mr pat«ntonm»idune d ^) 502
und Galvanisierung vorbereitet wurde und je besser die Säure angreifen kann. Die mit den verschieden zusammengesetzten alkalischen Reinigungsmitteln erhaltenen Werte sind in der nachfolgenden Tabelle zusammengefaßt.
Wie aus der Tabelle, Versuche 2K und 5. im Vergleich zu den Versuchen 1., 2. und 3· hervorgeht, wird durch die erfindungsgemäße Arbeitsweise eine deutliche Konditionierung der Stahlbandoberflächen erzielt. Dieser Effekt kann noch gesteigert werden, wie aus den Versuchen 6. und 7· der Tabelle zu ersehen ist. Durch die im Versuch 5· im Vergleich zu 4. weiter zugesetzten Substanzen konnte die Entfettungszeit gegenüber Versuch 4. praktisch halbiert werden.
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Henkel & Cfe GmbH S·»· 1 O *<"■ Poltntannuldune D H 502 Tabelle
Zusammensetzung des elektro
lytischen Entfettungsinittels
Beizung Potential in der.
Beizsäure in mV
1. 80 % NaOH
20 % Na3PO4
10 % II-SO.
2 4
- 187
2. 80 % NaOH
20 % Na-glukonat
10 % H?SO. - 180
3. 70 % NaOH
10 % Na3PO4
6 % Na-silikat
4 % Na-glukonat
2 % Anlagerungsprcdukt
von PO an Polyglycerin
8 % Na2CO3
10 % H3SO4 - 182
4. 80 % NaOH
20 % Triäthanolamin
10 % H2SO4 - 135
5. 70 % NaOII
15 % Triäthanolamin
5 % Na3PO4
4 % Na-silikat
4 % Na-glukonat
2 % Polyglycerin
+ 4 PO/OII-Gruppcn
10% H3SO4 - las
6. wie 5. 9 % H2SO4
1 % HNO3
0/5 % Amidosul-
fonsäure
- 120
7. v/ie 5. 2 % HNO3
1 % Harnstoff .
- 75
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- 11 -
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Claims (1)

  1. Henkel & CIe GmbH s.u. Il «ir Pai.manm.idung d Ij 502
    Patentansprüche:
    1. Verfahren zur Vorbehandlung von Stahlbandoberflächen vor dem Aufbringen galvanischer überzüge durch eine evtl. Vorreinigung, eine elektrolytische Reinigung in alkalischen Lösungen und eine saure Dekapierung, dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Reinigung bei Temperaturen von 50 bis 900C und einer Stromdichte von 3 bis 15 A/dm2 mit einer 1 bis 10 /5igen Lösung eines Reinigungsmittels durchführt, das freies Ätzalkali und 2 bis 1JO % Alkanolamin mit mindestens drei Hydroxylgruppen enthält und einen pH-Wert über 13,5 besitzt, sowie die saure Dekapierung mit Lösungen vornimmt, die Salzsäure oder vorzugsweise Schwefelsäure oder Salpetersäure enthalten.
    2. Verfahren nach'Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Behandlung mit einem Reinigungsmittel durchführt, das zusätzlich 1 bis 20 % Glucon- oder Heptagluconsäure bzw. deren Salze oder Borsäurekomplexe enthält.
    3. Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Behandlung mit einem Reinigungsmittel durchführt, das zusätzlich 2 bis 20 % Phosphate, insbesondere polymere Phosphate, enthält.
    1I. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Behandlung mit einem Reinigungsmittel durchführt, das zusätzlich 1 bis 12 % Silikate, berechnet als SiO5, enthält.
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    Henkel & CIe GmbH s.it. 12 Iur pot.ntanm.idun8 d 4 502
    5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 1I, dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Behandlung mit einem Reinigungsmittel durchführt, das zusätzlich 0,2 bis 5 % alkalistabile, schwach schäumende Netzmittel enthält.
    6. Verfahren nach Anspruch 1 bis dadurch gekennzeichnet, daß man die elektrolytische Behandlung mit einem Reinigungsmittel durchführt, welches als Netzmittel Anlagerungsprodukte von 3 bis 10 Mol Propylenoxid pro OH-Gruppe an Polyalkohole mit 4 und mehr OH-Gruppen und/oder Anlagerungsprodukte von 3 bis 10 Mol Propylenoxid pro reaktionsfähigem Wasserstoffatom an aliphatische Amine oder Polyamine mit mindestens 3 reaktionsfähigen Wasserstoffatomen und/oder endgruppenverschlossenen Kondensationsprodukten des Äthylenoxids enthält.
    7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die saure Dekapierung mit 5 bis 10 ?iger Schwefelsäure unter Zusatz von 1 bis 5 % Salpetersäure durchgeführt wird.
    8. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß die saure Dekapierung mit Salpetersäure in Konzentrationen von 1 bis 5 % durchgeführt wird.
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DE19722231159 1972-06-26 1972-06-26 Verfahren zur vorbehandlung von stahlbandoberflaechen vor dem aufbringen galvanischer ueberzuege Withdrawn DE2231159A1 (de)

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GB2972173A GB1423064A (de) 1972-06-26 1973-06-22
ES416267A ES416267A1 (es) 1972-06-26 1973-06-25 Procedimiento para el tratamiento previo de superficies de flejes de acero antes de la aplicacion de recubrimiento gal-vanico.
BE132668A BE801382A (fr) 1972-06-26 1973-06-25 Procede de pretraitement de surfaces de rubans d'acier avant l'application de revetements galvaniques
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